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Dienstag, 11. Juli 2023

In der Fränkischen Schweiz


Die im Volksmund Walberla genannte Ehrenbürg bei Wiesenthau bzw. Kirchehrenbach in der Fränkischen Schweiz ist ein rund 532 Meter hoher sogenannter Zeugenberg im Vorland der Fränkischen Alb. Vom Berg aus hat man eine phantastische Rundumsicht.

Die "Ehrenbürg" besteht aus dem 532 m hohen Rodenstein und dem 512 m hohen Walberla, das von einer im 17. Jahrhundert gebauten Kapelle (erste Nennung um 1360) gekrönt wird.

Wegen dem auf dem Bergrücken vorhandenen Trockenrasen und der seltenen Pflanzen wurde das Walberla, das im Naturpark Fränkische Schweiz liegt, unter Naturschutz gestellt.

Archäologische Funde zeugen von einer Besiedlung des Walberla bereits in der Bronzezeit (ca. 1000 v. Chr.). Die Befestigungsanlagen der Kelten (ca. 500 v. Chr.) sind heute noch erkennbar.

Das Walberla wird auch als "Tor zur Fränkischen Schweiz" bezeichnet. Von hier aus haben Sie einen traumhaften Blick ins Regnitz-, Ehrenbach- und Wiesenttal. Neben den Orten "rund ums Walberla" liegt Ihnen die große Kreisstadt Forchheim zu Füßen. Im Hintergrund können Sie den Dom von Bamberg, aber auch die Neubauten von Erlangen erkennen.

Das Gebiet ums Walberla wird geprägt vom größten geschlossenen Süßkirschenanbau in Deutschland bzw. Europa.

Empfehlenswert in der Region auch ein Besuch von Schloß Wiesenthau.


Schloss Wiesenthau steht am nordöstlichen Rand der gleichnamigen Gemeinde am Fuße der Ehrenbürg. Bei dem Renaissancebau handelt es sich um eine dreiflügelige Anlage mit vier Ecktürmen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und Reste einer Umfassungsmauer.

Der Ort wurde urkundlich erstmals 1062 im Zusammenhang mit dem Königshof in Forchheim genannt. Die Herren von Wiesenthau sind urkundlich seit 1128 als Bamberger Ministeriale nachweisbar. Ob zu dieser Zeit bereits eine Burg existierte, ist nicht geklärt. Die Burg selbst wurde urkundlich erstmals 1379 erwähnt.

Ursprünglich freieigener Besitz der Herren von Wiesenthau, wurde am 25. Juni 1379 ein Teil der Burg an das Hochstift Bamberg verkauft. In der folgenden Zeit kam die Burg vollständig unter Bamberger Lehnshoheit. Die Herren von Wiesenthau blieben als Bamberger Lehnsleute weiter im Besitz der Burg.

1430 wurde die Burg durch die Hussiten schwer beschädigt. Eine weitere Zerstörung erfolgte im Bauernkrieg 1525. Einen grundlegenden Umbau erfuhr die Burg 1566. Abgesehen von einem kurzen Zeitraum war die Anlage oder zumindest ein Teil von ihr bis zum Aussterben der Herren von Wiesenthau im Jahre 1814 immer im Besitz dieser Familie.

Nach einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1985 bis 1992 wird die Anlage als Gasthof und Hotel genützt.

Wildgehege Hundshaupten

Hundshaupten ist ein fränkisches Dorf, das zu Egloffstein gehört. Unmittelbar östlich des Ortes befindet sich der in einem Taleinschnitt gelegene Wildpark Hundshaupten.


Der Wildpark erstreckt sich auf einem 40 Hektar großen Gelände, davon sind 36 Hektar bewaldet. Er liegt über rund 100 Höhenmeter verteilt an den Hängen des Hüllergrabens. Dieser wird im Gelände mehrfach aufgestaut und zur Fischzucht verwendet. Innerhalb des Wildparks ragen auch einige markante Felsgebilde, wie der Teufelsturm, der Geldstein und der Breite Stein heraus. Von letzteren bietet sich eine Aussicht über das Hüllergrabental und auf das Schloss Hundshaupten. Außer den Tiergehegen befinden sich auf dem Gelände eine Gaststätte und mehrere Sozialgebäude. Die größten gezeigten Tiere sind Wisente und Elche. Auf einer höher gelegenen Wiese werden sonntags Greifvogelschauen gezeigt.

Die Idee, aus der forstwirtschaftlich nicht besonders wertvollen Gegend einen Wildpark zu machen, stammt von Freifrau Gudila von Pölnitz und wurde im Jahr 1971 mit dem damaligen „Natur- und Wildpark Hundshaupten“ realisiert. Die Familie derer von Pölnitz ist seit dem 17. Jahrhundert ansässig und verfügte über größere Wald- und Wiesenflächen.

Im Jahr 1991 schenkte Gudila von Pölnitz den Wildpark Hundshaupten, das Schloss, das Forsthaus sowie den land- und forstwirtschaftlichen Grundbesitz dem Landkreis Forchheim. Das Schloss Hundshaupten, das Forsthaus und Teile des Grundbesitzes gingen 2005 zurück in den Familienbesitz, an Freiherrn Heinrich von Pölnitz. Der Landkreis Forchheim ist weiter Eigentümer und Betreiber des Wildparks und auch eines Teils der Grundstücke im Umgriff des Parks.

Im Jahr 2010 wurde ein Luchsgehege und im Jahr 2012 ein Wolfgehege neu errichtet.

Neben den wilden Mitbewohnern wie Feuersalamander und Eichhörnchen bietet der Wildpark einen Einblick in die heimische Flora und Fauna. Mehr als 40 heimische und seltene Tierarten werden in den Anlagen gezeigt.

Seit Oktober 2015 gibt es das „Grüne Klassenzimmer“ im Wildpark Hundshaupten mit dem Ziel, die Umweltbildung zu fördern.

Die Burg Egloffstein, malerisch auf einer Felsnase über dem Trubachtal gelegen, seit dem 11. Jahrhundert Stammsitz der Freiherrn von und zu Egloffstein, gehört zu den Wahrzeichen der romantischen Fränkischen Schweiz und liegt inmitten eines der vielseitigsten und reizvollsten Erholungsgebiete Deutschlands.
Auf der Felsspitze der Burgstall Obertüchersfeld, davor Burg Untertüchersfeld (Judenhof)
Der hochmittelalterliche Burgstall Oberntüchersfeld war eine der beiden Burgen im Kirchdorf Tüchersfeld, sie erhob sich einst hoch über dem Ort im Tal der Püttlach auf einer Felsspitze des Mittelberges. Der Burgstall der Höhenburg befindet sich auf 455 m ü. NN inmitten des Dorfes Tüchersfeld.

Durch das Dorf Tüchersfeld verlief einst eine mittelalterliche Altstraße, die sich von Gräfenberg über Hiltpoltstein, Obertrubach und Gößweinstein erstreckte. Bei Tüchersfeld durchquerte sie das Püttlachtal und zog dann weiter über Oberailsfeld und Waischenfeld nach Hollfeld. Die Kontrolle der Straße und des Flussübergangs war wohl der Grund für den Bau der Burgen.

Nicht versäumen darf man Effeltrich.
Effeltrich ist eine Gemeinde im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Die Gemeinde liegt etwa 20 Kilometer nördlich von Nürnberg. Durch Effeltrich verläuft der Fränkische Marienweg.

Effeltrich bedeutet Ort mit vielen Apfelbäumen (apfelreich). Der Ort wurde 1174 erstmals urkundlich erwähnt und hat seitdem eine ausgeprägte Obstbaumzucht, die von jeher die Haupterwerbsquelle des Ortes ist. Auch heute noch prägen die Baumschulen und Gartenbaubetriebe das Ortsbild. Im Jahre 1433 wurde die Kapelle von Effeltrich urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Hochstift Bamberg, ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und kam dann zu Bayern.

Effeltrich ist bekannt für seine Tracht und sein Brauchtum, die vor allem vom Volkstrachtenverein Effeltrich und den Effeltricher Sängern und Musikanten gepflegt werden.
Eine Attraktion in Effeltrich in der Fränkischen Schweiz (Landkreis Forchheim, Oberfranken) ist die 1.000-jährige Linde in der Dorfmitte. Früher Versammlungs- und Gerichtsstätte. Zwar muss auch sie, wie all ihre etwa gleichaltrigen Artgenossen, gestützt werden, aber sie lebt noch. Die Tanzlinde (auch Tausendjährige Linde oder Dorflinde genannt) ist eine Sommerlinde (Tilia platyphyllos) im oberfränkischen Effeltrich, am westlichen Rand der Fränkischen Schweiz. Die Tanzlinde steht auf dem Dorfplatz gegenüber der Wehrkirche. Der Baum diente jahrhundertelang als zentraler Versammlungs-, Thing- und Gerichtsort und im 19. und 20. Jahrhundert als Fest- und Tanzplatz. Auffällig am Wuchs der Linde ist die flach-oval gestaltete Krone, die auf die Bastgewinnung für die Obstbaumzucht zurückzuführen ist. Die Linde gilt als die schönste der zahlreichen Dorflinden in der fränkischen Region. Der Linde werden aufgrund ihres abwechslungsreichen Lebens viele Erzählungen, Geschichten und Sagen angedichtet.


Die Kirchenburg Effeltrich wurde Ende des 15. Jahrhunderts als Wehrkirche erbaut. Es ist die am besten erhaltene Kirchenburg in ganz Oberfranken, die mit der rund 200 Meter langen Mauer, den vier Türmen und dem Wehrgang ihre Besucher beeindruckt. Im Inneren erwarten den Besucher einige Figuren aus der Hochgotik, ein barocker Hochaltar sowie eine Rokokokanzel. Der Altarraum bekam 1993 einen Bronzealtar als Lebensbaum gestaltet. Der Patron der Effeltricher Kirchenburg ist der Hl. Georg.

Im 4. Jahrhundert erlitt Georg den Martyrertod. Sein Beispiel begeisterte die Menschen, so daß sie sein Leben mit Legenden ausschmückten und so vor dem Vergessen bewahrten. Häufig wird er als Ritter dargestellt, der einem Drachen einen tödlichen Lanzenstoß versetzt, um eine Stadt vor diesem menschenverachtenden Ungeheuer zu retten. Dieser Drachenkampf meint eigentlich den Kampf, den jeder Christ zu bestehen hat mit dem Bösen in der Welt.

Samstag, 29. Mai 2021

In der Fränkischen Schweiz (Teil 2)


In der Fränkischen Schweiz - Tüchersfeld, Walberla, Effeltrich, Egloffstein, Egloffsteinerhüll, Hundshaupten -


Festung Rothenberg bei Schnaittach


Rothenberg ist Europas größte Barockfeste mit über 22 Meter hohen Wällen und Bastionen oberhalb von Schnaittach gelegen. Die Festung Rothenberg ist eine Festung auf dem gleichnamigen, 588 m hohen Berg bei Schnaittach in der Fränkischen Alb. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage vom Kurfürsten von Bayern nach französischem Vorbild als bedeutende Rokoko-Festung errichtet (Bauzeit von ca. 1729 bis 1750). Zeitweise waren 400 Soldaten untergebracht. Erbaut ist sie auf einer geschleiften älteren und kleineren Befestigungsanlage, die auf den Resten einer noch älteren Burgruine errichtet worden war, auf der zeitweise auch Conz Schott von Schottenstein als Burggraf beheimatet war.

Artelshofen im Pegnitztal mit seinem mittelalterlichen Herrensitz


Lungsdorf im Pegnitztal


Lungsdorf, ein kleiner idyllischer Ort in der Fränkischen Schweiz, an der Pegnitz gelegen. Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land). Lungsdorf nennt sich selbst "Die Perle des Pegnitztals".

Die Andreaskirche im Ankatal bei Rupprechtstegen

Die Andreaskirche ist eine sogenannte Hallenhöhle. Ihren Namen hat die Höhle der Legende nach davon, dass hier die ersten Christen der Region ihre Gottesdienste abgehalten haben sollen. Die geräumige Felsenhalle besitzt drei Eingänge, ist elf Meter lang, 20 Meter breit und sieben Meter hoch. Die Höhle ist ganzjährig frei zugänglich, liegt im Ankatal und ist von Rupprechtstegen oder Raitenberg aus über verschiedene Wanderwege erreichbar.


Wahrscheinlich wurde die Höhle bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt. In Krisen- und Kriegszeiten des Mittelalters war sie ein Rückzugsort der umliegenden Bevölkerung. In einer ausgeschlagenen Felsnische stand der Überlieferung nach ein Altar.

Freitag, 28. Mai 2021

In der Fränkischen Schweiz


Die Fränkische Schweiz ist der nördliche Teil der Fränkischen Alb. Es ist eine charakteristische Berg- und Hügellandschaft mit markanten Felsformationen und Höhlen sowie einer hohen Dichte an Burgen und Ruinen. Die Region erstreckt sich über Teile der Landkreise Bamberg, Bayreuth, Forchheim. Zu den bekanntesten Orten gehören Pottenstein, Gößweinstein, Muggendorf, Ebermannstadt, Streitberg, Egloffstein und Waischenfeld. Die Fränkische Schweiz ist eine der ältesten Urlaubsregionen Deutschlands.

Schloß Wiesenthau in der Fränkischen Schweiz


Schloß Wiesenthau steht am nordöstlichen Rand der gleichnamigen Gemeinde am Fuße der Ehrenbürg. Bei dem Renaissancebau handelt es sich um eine dreiflügelige Anlage mit vier Ecktürmen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und Reste einer Umfassungsmauer. Nach einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1985 bis 1992 wird die Anlage als Gasthof und Hotel genützt.

Das Walberla


Die im Volksmund Walberla genannte Ehrenbürg bei Wiesenthau bzw. Kirchehrenbach in der Fränkischen Schweiz ist ein rund 532 Meter hoher sogenannter Zeugenberg im Vorland der Fränkischen Alb. Vom Berg aus hat man eine phantastische Rundumsicht.

Fachwerkidylle in Mittelehrenbach

Sommer im Tal der Wiesent


Sonntag, 23. Februar 2020

Ostern in Franken


 

In der Fränkischen Schweiz ist es alter Brauch, zu Ostern die Brunnen zu schmücken. Dies geht zurück auf die Zeit, in der im Karst des Jura Wasser ein kostbares Gut gewesen ist. Es ist der Dank dafür, Wasser zu haben. So werden die Brunnen nach dem Winter zunächst geschmückt und dann mit Tannenzweigen und bunt bemalten Eiern geschmückt. Aber Osterbrunnen gibt es in ganz Franken. Ein besonders prachtvolles Exemplar zum Beispiel in Zeil am Main.


Ostern in Effeltrich - Karfreitag und Ostersonntag - Am Ostersonntag findet traditionell der Georgiritt statt, mit Pferdeweihe und das Dorf in Tracht gekleidet (Effeltrich gilt als DAS Trachtendorf der Fränkischen Schweiz). Besonders beeindruckend die sog. Brautkrönchen der unverheirateten jungen Frauen.


Ostermarkt in Roßtal in Mittelfranken





Montag, 15. Juli 2019

In der Fränkischen Schweiz (Teil 3)

Die Burg Egloffstein, malerisch auf einer Felsnase über dem Trubachtal gelegen, seit dem 11. Jahrhundert Stammsitz der Freiherrn von und zu Egloffstein, gehört zu den Wahrzeichen der romantischen Fränkischen Schweiz.

Die Spornburg befindet sich im Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst auf 443 Metern Höhe auf einer zweiseitig abfallenden und nach Osten gerichteten Felsnase des Rabensteines, etwa 80 Meter über dem Ort im Trubachtal in der Fränkischen Schweiz. Die Burg kann gegen Eintrittsgebühr zu bestimmten Terminen oder gegen Voranmeldung besichtigt werden. Zwei Ferienwohnungen können gemietet werden.

Kontakt:
Frhr. v.u.zu Egloffstein
Rittergasse 80b
91349 Egloffstein
Telefon: +49 (0) 9197-8780
Fax: +49 (0) 9197-8780
Website: http://www.burg-egloffstein.de/


Karstkundlicher Wanderweg: Bei Neuhaus an der Pegnitz, Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land, Fränkische Schweiz, kurz vor der Grenze zur Oberpfalz.

Der Lehrpfad ist gut ausgeschildert und folgt dem Wanderweg mit dem grünen Punkt. Der Rundweg beinhaltet 10 Stationen mit Erklärungstafeln und führt an 4 Höhlen (eine Taschenlampe ist empfehlenswert) und einigen anderen beeindruckenden Steinformationen vorbei.

Die Pegnitz - Quelle und Versickerung am Wasserberg in Pegnitz (Oberfranken)


Unterwegs im oberen Tal der Pegnitz


Im Pegnitz-Tal. Ein Road-Movie. Die stählernen und denkmalgeschützten Eisenbahnbrücken im Pegnitztal sind übrigens stark bedroht. Denn wenn es nach dem Willen der Bahn geht, dann sollen sie Beton-Konstruktionen weichen. Was die Idylle des Tales vernichten würde.

Artelshofen im Pegnitztal mit seinem mittelalterlichen Herrensitz. Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land (Kfz-Kennzeichen: LAU).


Lungsdorf, ein kleiner idyllischer Ort in der Fränkischen Schweiz, an der Pegnitz gelegen. Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land). Lungsdorf nennt sich selbst "Die Perle des Pegnitztals".


Die Klauskirche bei Betzenstein in der Fränkischen Schweiz


Die Klauskirche ist eine Durchgangshöhle nahe Betzenstein im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern. Der Name Klauskirche beruht auf dem Klauskirchenberg, in dem die Höhle liegt. Dort soll sich früher die abgegangene St.-Nikolaus-Kapelle befunden haben.

In der Fränkischen Schweiz (Teil 2)


 

Tüchersfeld ist ein Kirchdorf im Püttlachtal in der Fränkischen Schweiz und gehört zur Stadt Pottenstein. Das kleine Dorf Tüchersfeld wird von einer imposanten Felsburg beherrscht. Die hier steil in die Höhe aufragenden Felsformationen sind die Überreste eines Riffs, welches zur Jurazeit in einem tropischen Meer heranwuchs. Im Verlauf tausender von Jahren schnitt sich die kleine Püttlach in den fränkischen Dolomit ein und lies dabei den Umlaufberg als "Insel" entstehen. In der ehemaligen Burg, dem sog. Judenhof , befindet sich das Fränkische-Schweiz-Museum.

Sommer im Tal der Wiesent


Die Wiesent ist ein rechter und östlicher Nebenfluß der Regnitz und der Hauptfluß der Fränkischen Schweiz mit 78 Kilometer Länge. Der Name der Wiesent leitet sich vom althochdeutschen Namen Wisantaha her, der sich aus Wisant (Wisent) und Aha (Wasser) zusammensetzt und sinngemäß „Wasser, an dem Wisente leben“ bedeutet. Die Wiesent bietet die einzige noch erlaubte Flußwanderfahrt durch die Fränkische Schweiz und ist besonders bei Kanu-Fahrern sehr beliebt. Nach einer neuen Rechtsverordnung der Regierung von Oberfranken ist aber das Kanufahren seit 2006 auf der Wiesent nur noch eingeschränkt erlaubt.

Frühling bei Hundshaupten

Wildgehege Hundshaupten

 

Der Wildpark Hundshaupten ist besonders bei Familien ein beliebtes Ausflugsziel. Ganzjährig geöffnet kann man im großzügigen Gelände bei einer kleinen Wanderung Wisent, Elch, Steinbock und viele anderen Tiere beobachten. Eltern genießen im Gastronomiebereich gute fränkische Küche, während die Kinder in Blickweite mit den Ziegen spielen.

  

Der Wildpark Hundshaupten wurde 1971 von Freifrau von Pölnitz gegründet. Zahlreiche Tafeln im Park zeugen von nützlichen Geburtstagsgeschenken für Frau von Pölnitz zugunsten des Wildparks. 1991 schenkte sie im Alter von 78 Jahren den Park dem Landkreis Forchheim, der ihn nun als eigene Einrichtung betreibt.

Auf Foto-Safari im Wildpark Hundshaupten

Gastronomisch kommt in der "Fränkischen", wie die Einheimischen sagen, auf jeden Fall der auf seine Kosten, der deftige Speisen und süffiges Bier aus einer der vielen Brauereien der Region mag.




In der Fränkischen Schweiz


Die Frauentracht von Effeltrich ist berühmt (Effeltrich ist DAS Trachtendorf der Fränkischen Schweiz). Besonders imposant sind die aus Golddraht geflochtenen sog. "Brautkrönchen" der unverheirateten jungen Frauen.

Effeltrich liegt im oberfränkischen Landkreis Forchheim (etwa 20 Kilometer nördlich von Nürnberg). Effeltrich bedeutet Ort mit vielen Apfelbäumen (Apfelreich, reich an Äpfeln). Bereits im Jahre 1174 begegnete uns der Name "Effeldera" oder "Effelteren", der von den althochdeutschen Wörtern "aphalta" oder "affaltera" abgeleitet wird. Die jetzige Schreibweise "Effeltrich" finden wir erst um 1620. Der Ort wurde 1174 erstmals urkundlich erwähnt und hat seitdem eine ausgeprägte Obstbaumzucht, die von jeher die Haupterwerbsquelle des Ortes ist. Auch heute noch prägen die Baumschulen und Gartenbaubetriebe das Ortsbild. Im Jahre 1433 wurde die Kapelle von Effeltrich urkundlich erwähnt. Der Ort gehörte bis zur Säkularisation 1802 zum Hochstift Bamberg, ab 1500 zum Fränkischen Reichskreis und kam dann zu Bayern.

Effeltrich ist auch durch die mindestens 500 Jahre alte und sagenumwobene Tanzlinde auf dem Dorfplatz bekannt, die bei Studentenfesten, Mondscheinnächten und anderen Brauchtumsveranstaltungen das kulturelle Zentrum der Gemeinde bildete. Der Ort besitzt eine Wehrkirche aus dem Mittelalter, die als Kirchenburg bekannt und dem heiligen Georg geweiht ist.

Die alte und bedeutende Obstbaumzucht des Forchheimer Landes - also auch Effeltrichs - ist auf den ehemaligen karolingischen Königshof in Forchheim zurückzuführen. Die Königshöfe Karl des Großen (768-814) dienten ihrer Gegend als Musteranstalten, die den vorteilhaften Betrieb der Landwirtschaft lehren sollten. Der König hatte über alles genaue Anordnungen erlassen, so war u.a. genau vorgeschrieben, welche Obst- und Gemüsearten genau gezüchtet werden mussten. Aus dem vorher Gesagten ergibt sich, dass Effeltrich schon vor 1174 reiche Apfelbestände besessen haben dürfte; man wird die Bäume wohl auch in eigenen Obstbaumschulen gezogen haben, denn nicht von ungefähr wird dem Ort der bezeichnende Name "Ort mit vielen Apfelbäumen" gegeben worden sein.


Zwar muss auch sie, wie all ihre etwa gleichaltrigen Artgenossen, gestützt werden, aber sie lebt noch: die wahrscheinliich mehr als 800 Jahre alte Tanzlinde im "Trachtendorf" Effeltrich im oberfränkischen Landkreis Forchheim. Neben der Wehrkirche Sankt Georg findet sich der Baum mit seiner ausladenden gewaltigen Krone von rund 60 Metern Umfang, dessen Umgebung in früheren Jahrhunderten nicht nur Tanz-, sondern auch Rats- und Gerichtsplatz gewesen ist. Auffällig am Wuchs der Linde ist die flach-oval gestaltete Krone, die auf die Bastgewinnung für die Obstbaumzucht zurückzuführen ist. Die Linde gilt als die schönste der zahlreichen Dorflinden in Franken.


Schloß Wiesenthau

Schloß Wiesenthau steht am nordöstlichen Rand der gleichnamigen Gemeinde am Fuße der Ehrenbürg. Bei dem Renaissancebau handelt es sich um eine dreiflügelige Anlage mit vier Ecktürmen aus der Mitte des 16. Jahrhunderts und Reste einer Umfassungsmauer. Der Ort wurde urkundlich erstmals 1062 im Zusammenhang mit dem Königshof in Forchheim genannt. Die Herren von Wiesenthau sind urkundlich seit 1128 als Bamberger Ministeriale nachweisbar. Ob zu dieser Zeit bereits eine Burg existierte, ist nicht geklärt. Die Burg selbst wurde urkundlich erstmals 1379 erwähnt. Ursprünglich freieigener Besitz der Herren von Wiesenthau, wurde am 25. Juni 1379 ein Teil der Burg an das Hochstift Bamberg verkauft. In der folgenden Zeit kam die Burg vollständig unter Bamberger Lehnshoheit. Die Herren von Wiesenthau blieben als Bamberger Lehnsleute weiter im Besitz der Burg. 1430 wurde die Burg durch die Hussiten schwer beschädigt. Eine weitere Zerstörung erfolgte im Bauernkrieg 1525. Einen grundlegenden Umbau erfuhr die Burg 1566. Abgesehen von einem kurzen Zeitraum war die Anlage oder zumindest ein Teil von ihr bis zum Aussterben der Herren von Wiesenthau im Jahre 1814 immer im Besitz dieser Familie. Nach einer umfassenden Sanierung in den Jahren 1985 bis 1992 wird die Anlage als Gasthof und Hotel genützt.


Die Ehrenbürg (das "Walberla")

Die im Volksmund Walberla genannte Ehrenbürg bei Wiesenthau bzw. Kirchehrenbach in der Fränkischen Schweiz ist ein rund 532 Meter hoher sogenannter Zeugenberg im Vorland der Fränkischen Alb. Vom Berg aus hat man eine phantastische Rundumsicht.

   

Klettern im Frankenjura

 

Das Klettern gehört zur Fränkischen Schweiz wie das "Ade" zum Franken. Legendäre Steilhänge in verschiedenen Schwierigkeitsgraden warten im Frankenjura, dem bekanntesten Klettergebiet Deutschlands, auf erfahrene Bergbezwinger und Anfänger. Der Klettersport blickt im Frankenjura auf eine lange Tradition zurück. Seit mehr als 200 Jahren zieht es Kletterfreunde in die ansprechende Mittelgebirgslandschaft – kaum verwunderlich bei rund 12.000 Kletterrouten an etwa 800 einzelnen Felsen. Die Kalkfelsen des Frankenjura versprechen mit ihren zahlreichen Rissen, Kaminen, Wänden, Kanten, Überhängen, Bierhenkeln und Fingerlöchern im Gestein ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Kletter-Erlebnis. Nicht umsonst haben hier Kletterikonen wie Wolfgang Güllich und Kurt Albert schwerste Routen in die bizarr anmutenden Felsformationen gelegt und damit Klettergeschichte geschrieben.

Um die Wünsche der Kletterfans mit den Bedürfnissen der Tier- und Pflanzenwelt in Einklang zu bringen, haben Naturschutzverbände, Deutscher Alpenverein, IG-Klettern, Gemeinden und der Verein Naturpark Fränkische Schweiz-Veldensteiner Forst zusammen verschiedene Kletterkonzepte erarbeitet, die sowohl Kletterspaß als auch Naturschutz miteinander verbinden. Im Rahmen der Kletterkonzepte wird ein kleiner Teil der Felsen zeitlich befristet zum Schutz seltener Vogelarten gesperrt.


Montag, 15. April 2019

Ostern in Franken


In der Fränkischen Schweiz werden derzeit die Osterbrunnen geschmückt. An einem Osterbrunnen in der Fränkischen Schweiz werden im Schnitt etwa 80 Meter Girlanden sowie bis zu 3.000 bemalte Eier angebracht. So geschmückt prägen die Brunnen zur Osterzeit das Bild von rund 200 Orten in Franken. In der Regel verbleiben die Eier und Girlanden bis zwei Wochen nach Ostern an den Brunnen.


In der Fränkischen Schweiz ist es alter Brauch, zu Ostern die Brunnen zu schmücken. Dies geht zurück auf die Zeit, in der im Karst des Jura Wasser ein kostbares Gut gewesen ist. Es ist der Dank dafür, Wasser zu haben. So werden die Brunnen nach dem Winter zunächst gereinigt und dann mit Tannenzweigen und bunt bemalten Eiern geschmückt.

Ostern in Effeltrich

Am Ostersonntag findet traditionell der Georgiritt statt, mit Pferdeweihe und das Dorf in Tracht gekleidet (Effeltrich gilt als DAS Trachtendorf der Fränkischen Schweiz). Besonders beeindruckend die sog. Brautkrönchen der unverheirateten jungen Frauen.



Ostermarkt in Roßtal