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Dienstag, 17. August 2021

Im Pfälzerwald


Der Pfälzerwald als deutscher Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservats Pfälzerwald-Nordvogesen ist nicht nur urtümliche Natur, sondern auch geschichtsträchtig. Seit dem Mittelalter bis hinein in die dunklen Kapitel der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Wer hier auf Spurensuche geht findet die gesprengten Überreste des Westwalls überall im Wald. Das Westwallmuseum in Pirmasens bietet Einblicke in die Geschichte dieser Befestigungsanlage.


Urwald Pfälzerwald


Gibt es in Deutschland einen Urwald? Spontan werden die meisten an den Nationalpark Bayerischer Wald denken. Doch der ist erst zum Urwald gemacht worden. Ein echter Urwald hingegen ist der Pfälzerwald mit seiner in weiten Teilen unberührten Natur. Was Wunder, daß seit altersher sich Sagen, Legenden und Mythen um diesen Wald ranken.

Bei der Pälzer Weltachs

Die Pälzer Weltachs ist ein bearbeiteter Buntsandstein auf dem 459 Meter hohen Kleinen Roßrück in der Nähe von Waldleiningen.

Aber man lasse sich nicht täuschen: Am Anfang hinter dem Parkplatz sind zwar noch Wegweiser vorhanden, aber ab dem Ritterstein weiß man nicht mehr, welchen Waldweg oder Trampelpfad man nehmen soll. Wir habens uns also geschenkt. Als ältere Semester hat man keine Lust mehr, orientierungslos im Wald rum zu irren. Außerdem sind die Pfade auch für Mountain-Biker freigegeben und auf diese rasenden "Naturfreunde" zu treffen haben wir gar keine Lust.


Eigentlich wollten wir zur Pälzer Weltachs, aber wenn es keine Entfernungsangaben gibt, dann ist das für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen obsolet. Ist ohnehin so ein Problem im Pfälzerwald. Kilometerangaben oder sowas scheint man hier nicht zu kennen. Als ob das Wandern nur was für Junge und Fitte wäre. Überhaupt die Ausschilderung: Man muss wissen, wo etwas ist, denn außer den paar Holzpfeilen im Wald gibt es keinen Hinweis. Nicht etwa an der Straße eines dieser braunen Schilder, das auf Sehenswertes hinweist. Nein, nichts dergleichen. Auch keine Informationstafel. Das ist nicht gerade sehr touristenfreundlich. Frei nach dem Motto: Die "Eingeborenen" wissen's ja. Das reicht aber nicht. Und es ist hochgradig ärgerlich!

Es geht wohl ab dem Ritterstein 134 erst mal 300 Meter einen steilen schmalen Pfad bergauf und dann oben relativ flach bis zur Weltachs. Also nicht gerade das Gelbe vom Ei für - wenn auch leicht - gehbehinderte Senioren. Somit wären Walking-Stöcke (die wir bei unserem Besuch nicht dabei hatten) in jedem Fall ein Muss.

Die Schloßfelsen (Altschloßfelsen) bei Eppenbrunn sind das größte Buntsandsteinmassiv der Pfalz und faszinieren mit ihren vielfältigen Verwitterungsformen des Sandsteins.


Die Altschlossfelsen (auch Eppenbrunner Schloss genannt) sind eine als Naturdenkmal (ND) ND-7340-205 und Kulturdenkmal (KD) im Gemeindegebiet von Eppenbrunn ausgewiesene Felsgruppe aus Buntsandstein im Pfälzerwald an der Grenze zu Frankreich und die größte Felsformation der Pfalz. Sie befinden sich am Osthang des Brechenbergs (406 m) nahe Eppenbrunn und Roppeviller auf einer Höhe von rund 365 m ü. NHN am Nordostende und 380 m ü. NHN am Südwestende des Felsenbandes.

Die Altschlossfelsen sind eine etwa 1,5 Kilometer lange Felsgruppe aus Buntsandstein mit einer Höhe von bis zu 30 Metern. Die Gruppe besteht aus Sandsteintürmen und -wänden. Die Altschlossfelsen sind von Rissen und Fugen durchzogen, die teilweise breit genug sind um hindurchzusteigen. Sie sind vor allem durch ihre vielfältigen Verwitterungserscheinungen und durch seltene Flechten bekannt. Von Nord und Süd kann das Gipfelplateau auf schmalen Pfaden erwandert werden. Dort findet sich ein lichter Wald und mit Moos bewachsene Steine. Das „Felsenglühen“ zeigt sich witterungs-, vegetations- und sonnenstandsabhängig am besten in der ersten Aprilhälfte um 19:00 Uhr auf der Südostseite des dritten Felsens von Osten (von Eppenbrunn).

In der Karlstalschlucht - Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden.


Vorderweidenthal und der Rödelstein


Der Rödelstein nahe des Örtchens Vorderweidenthal im Pfälzerwald gehört zu den bekannten Kletterfelsen der Pfalz. Von Februar bis Juli darf der Felsen wegen des Brutgeschäfts der dort beheimateten Falken nicht geklettert werden.

Samstag, 23. Dezember 2017

Wo der Luchs zuhause ist

Er ist wieder im Pfälzerwald zuhause, der Luchs. Durch die Auswilderung von 20 Luchsen soll eine Teilpopulation in einem der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland - dem Pfälzerwald - etabliert werden. Bei den Tieren handelt es sich um Wildfänge aus der Schweiz und der Slowakei. Das Gebiet ist Teil des grenzüberschreitenden Biosphärenreservates Pfälzerwald/Vosges du Nord mit einer Gesamtfläche von 302.800 Hektar. Der Pfälzerwald bietet dem Luchs ausreichend Nahrung, Deckung, Höhlen und Rückzugsgebiete und ist somit ein idealer Lebensraum für ihn. Die wiederangesiedelten Luchse können sich in die Nordvogesen ausbreiten und langfristig im genetischen Austausch mit der Teilpopulation in den Mittel- und Südvogesen und im Weiteren mit dem Jura und den Alpen stehen. Ein umfassendes Monitoring mit Hilfe von Sendehalsbändern und Fotofallen begleitet die Auswilderung wissenschaftlich.

Wir sind unterwegs in seinem Revier.

Wir sehen beim Aschbacherhof den Turm einer ehemaligen Kirche, fahren dann nach Johanniskreuz zu einem Vortrag über das Projekt der Wiederansiedelung des Luchses im Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Ort der Veranstaltung: Das Haus der Nachhaltigkeit.


Leider erleben wir bei unserem geplanten Abstecher zur "Pälzer Weltachs" bei Waldleiningen einen Schlag ins Wasser: Schlechte Information lässt uns vom Besuch Abstand nehmen, denn ohne Entfernungs- oder Zeitangaben ist uns, die wir als "Alte" nicht mehr so über jugendliche Fitness und Mobilität verfügen, dieser Weg zu Fuß etwas zu "heiß". Da wäre was zu tun, um dem interessierten Tonuristen der Generation 50 Plus nicht den Spaß zu verderben.


Eigentlich wollten wir zur Pälzer Weltachs, aber wenn es keine Entfernungsangaben gibt, dann ist das für Menschen mit Mobilitätseinschränkungen obsolet. Ist ohnehin so ein Problem im Pfälzerwald. Kilometerangaben oder sowas scheint man hier nicht zu kennen. Als ob das Wandern nur was für Junge und Fitte wäre. Überhaupt die Ausschilderung: Man muss wissen, wo etwas ist, denn außer den paar Holzpfeilen im Wald gibt es keinen Hinweis. Nicht etwa an der Straße eines dieser braunen Schilder, das auf Sehenswertes hinweist. Nein, nichts dergleichen. Auch keine Informationstafel. Das ist nicht gerade sehr touristenfreundlich. Frei nach dem Motto: Die "Eingeborenen" wissen's ja. Das reicht aber nicht. Und es ist hochgradig ärgerlich!

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