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Donnerstag, 19. August 2021

Impressionen aus Bayern (VII)

Mariahilf in Freystadt

Freystadt - Maria Hilf - Wallfahrtskirche


Die Wallfahrtskirche Mariahilf bei Freystadt in der Oberpfalz (Bayern). Hier haben Egid Quirin und Cosmas Damian Asam erstmals unter Leitung ihres Vaters als Freskanten und Srukkateure gearbeitet. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.

Durch das Tal der Sulz in der Oberpfalz


Durch das Tal der Sulz in der Oberpfalz - Abtei Plankstetten, Berching, Erasbach und Sulzbürg

Kloster Weltenburg


Kloster Weltenburg am Donaudurchbruch bei Kelheim. Bedeutend die Klosterkirche mit den Fresken von Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Weltenburg beherbergt die älteste Klosterbrauerei der Welt.

Die Befreiungshalle auf dem Michaelsberg in Kelheim


Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der Befreiungshalle auf dem Michaelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle. Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingewiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege. Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten. Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.




Sonntag, 4. Oktober 2015

Auf den Spuren der Wittelsbacher - In Bayern und in der Pfalz


Altötting ist sicher die bedeutendste Marienwallfahrt Bayerns und die Gnadenkapelle steht auch in Beziehung zum Hause Wittelsbach, denn in der sogenannten Herzgruft dort sind die Herzen der Wittelsbacher beigesetzt. Ihre Körper hingegen in der Münchner Theatinerkirche. Und dann haben die Wittelsbacher auch noch ein Stammkloster. Das ist Scheyern, nahe Pfaffenhofen an der Ilm.


Versailles in Bayern

Maximilian II. Emanuel, der "Blaue Kurfürst" strebte einst nach der deutschen Kaiserwürde. Und da der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. in ganz Europa in Versailles den größten absolutistischen Pomp sein eigen nannte, ja, deswegen wollte der Kurfürst natürlich mithalten und ließ in Schleißheim bei München das "Neue Schloß" errichten.


An den Schulden dieses Verschwenders hat Bayern noch mehr als hundert Jahre bezahlt.

Die Pfälzer Wittelsbacher

Die bayerischen Wittelsbacher sind Ende des 18. Jahrhunderts ausgestorben. Sie hatten keine männlichen Nachkommen mehr. Und so gelangte Bayern in die Hand der Pfälzer Wittelsbacher. Von denen hatte auch mal einer Versailles nachbauen wollen. In Form des Schlosses Karlsberg bei Homburg. Das aber haben die Truppen der Französischen Revolution dem Erdboden gleichgemacht.

Im südwestpfälzischen Zweibrücken aber gibt es heute noch ein Wittelsbacher Schloß.


Aus dieser Zweibrücker Linie entstammte auch König Ludwig I. von Bayern. Das war der mit der Lola Montez. Und mit der Walhalla und der Befreiungshalle bei Kelheim. Im Gegensatz zum Blauen Kurfürsten hat dieser König allerdings seine Bauprojekte aus eigener Tasche und nicht aus der Staatskasse bezahlt.


Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle. Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingewiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege. Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten. Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.

Klar, dass sich der König als gebürtiger Pfälzer auch gerne in der Pfalz aufgehalten hat. Zum Beispiel in seiner Sommerfrische, der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben. In der Toskana Deutschlands.

  

Und die Feldherrenhalle in München hat auch Ludwig I. erbauen lassen.

Freitag, 15. Mai 2015

Von Kelheim aus durchs Altmühltal


Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der befreiungshalle auf dem Michaelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle. Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingewiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege. Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten. Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.


Einen Abstecher lohnt die Einsiedelei Klösterl an der Donau.


Die Einsiedelei Klösterl war in ihren Anfängen eine Klause, die vom Eremiten "Antonius de septem castris" errichtet wurde. 1454 wurde die Kapelle zu Ehren des Heiligen Nikolaus erbaut und ist die einzige Felsenkirche mit natürlichem Dach in Europa. Nach dem Tod des Eremiten Antonius war die Klause bis 1459 verlassen, bis Herzog Albrecht III. die päpstliche Erlaubnis für die Errichtung eines Franziskanerklosters erhielt. Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster 1802 aufgelöst. Heute ist die Einsiedelei Klösterl ein beliebtes Ausflugsziel im Naturschutzgebiet Weltenburger Enge. Sehenswert sind die einzigartige Felsenkirche, die Nikolauskapelle und die Felsenhöhlen. Der Biergarten und das Klösterl-Wirtshaus laden zum Verweilen ein. Die Einsiedelei ist nur zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar.

Von Kelheim aus fahren wir das Altmühltal aufwärts.

Roadmovie - 19. April 2015 from Franz Roth on Vimeo.

Und unterwegs gibt es einiges zu entdecken. Hier einige der absoluten Highlights auf unserer Strecke Richtung Neumarkt in der Oberpfalz.

Ein "Must-See" ist auf jeden Fall die Pfarrkirche Sankt Vitus in Kottingwörth mit ihren Fresken aus dem Jahr 1310.


Fresken aus dem Jahr 1310 in Sankt Vitus in... von franz-roth-tv

Christoph Willibald Ritter von Gluck, einer der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts, wirkte in London, Paris und Wien, wo er auch 1787 starb. Geboren aber wurde er am 2. Juli 1714 in dem kleinen Örtchen Erasbach in der Oberpfalz. 2014 jährte sich sein Geburtstag zum 300. mal.


Zum 300-sten Geburtstag von Willibald Gluck von franz-roth-tv

In der Pfarrkirche von Seligenporten, der Kirche des ehemaligen Klosters, finden wir Deutschlands ältestes Chorgestühl, einen 600 Jahre alten Nonnenchor.


Deutschlands ältestes Chorgestühl in Seligenporten von franz-roth-tv

Montag, 25. November 2013

Auf den Spuren der Wittelsbacher in Bayern und der Pfalz


Mit den Wittelsbachern verbindet man üblicherweise die bayerischen Herzöge, Kurfürsten und Könige. Vielfach nicht bekannt ist aber, daß zum Beispiel der erste bayerische König gar kein bayerischer Wittelsbacher war, sondern ein Pfälzer. Denn es gab auch eine pfälzische Linie und als Bayern unter Napoleon I. zum Königreich wurde, da war die bayerische Linie ausgestorben. So dass auch alle heutigen Wittelsbacher, der Herzog von Bayern, die Prinzen und Prinzessinnen allesamt Nachfahren der Pfälzer Wittelsbacher sind.

Und auch Ludwig I., der Erbauer der Befreiungshalle bei Kelheim (Bild oben) war ein Pfälzer. Er entstammte der Zweibrücker Linie.

Im Video die Residenz dieser Linie, das Schloß im pfälzischen Zweibrücken (Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz).


Das Schloß zu Zweibrücken by Franz Roth

Noch ein bayerischer Wittelsbacher ließ ein anderes Schloß erbauen, Schleißheim bei München, das dem Versailles des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Paroli bieten sollte. Der "Blaue Kurfürst" Max Emanuel ließ es erbauen, der sich um die deutsche Kaiserwürde bewarb.


Schloß Schleißheim in Oberschleißheim bei München by Franz Roth

Prunkvoll ist auch Kloster Scheyern nahe Pfaffenhofen an der Ilm. Scheyern war das Stammkloster der Wittelsbacher bzw. ist es natürlich auch heute noch.


Kloster Scheyern - Stammkloster der Wittelsbacher by Franz Roth

Samstag, 11. Februar 2012

Die Befreiungshalle auf dem Michaelsberg in Kelheim

Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der Befreiungshalle auf dem Michaelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle.

Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingeweiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege.

Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten.

Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.



Die Napoleonische Ära hautnah nacherleben kann man bei den Reenactors, die in historischen Uniformen Szenen der Zeit nachspielen, so wie im folgenden Film in einem Feldlager bei Seligenporten in der Oberpfalz.