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Dienstag, 13. August 2019

An der Deutschen Weinstraße am Haardtrand


Schloß Villa Ludwigshöhe

Nach italienischem Vorbild ließ König Ludwig I. von Bayern (die Pfalz war damals bayerisch) ab 1846 das klassizistische Schloß Villa Ludwigshöhe in der Pfalz bei Edenkoben erbauen.


Von Rhodt unter Rietburg nach Albersweiler


Albersweiler


Albersweiler war dereinst ein von zwei Herren regiertes Dorf: Der Nordteil mit St. Johann gehörte den Herren von Löwenstein-Scharfeneck und wurde von der Burg Neuscharfeneck, nach deren Zerstörung im Jahre 1634 von St. Johann aus verwaltet. Der Südteil gehörte dem Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und zum Amt Neukastel, später zum Oberamt Bergzabern. Die Hauptstraße des Dorfes bildete somit eine Staatsgrenze.

Dernbach und Ramberg

Hier sind wir im Gebirge der Haardt. Wir besuchen die Katholische Kirche Heiligste Dreifaltigkeit in Dernbach mit Fresken aus dem Jahr 1300. Wertvollster Kunstschatz in der katholischen Pfarrkirche von Dernbach sind die um 1330 entstandenen Fresken, die erst bei einer Kirchenrenovierung 1880 entdeckt wurden. Es werden drei Motive dargestellt: Weltgerichtsdarstellung mit dem Zug der Seligen und dem Höllenrachen mit den Verdammten, Tod Marias und Abendmahl. Hinter Dernbach befindet sich ein mittelalterliches Sühnekreuz. Dann fahren wir weiter nach Ramberg und zurück nach Dernbach.


Aus dem Dernbachtal kommend geht es rechts nach Eußerthal. Bedeutendstes Bauwerk in Eußerthal ist die Kirche des ehemaligen Klosters Eußerthal, die in der Spätromanik als Pfeilerbasilika errichtet wurde und unter dem Patrozinium des heiligen Bernhard von Clairvaux steht. Ehemalige Zisterzienserklosterkirche; spätromanische Pfeilerbasilika (vom Langhaus nur das östliche Doppeljoch erhalten), Quaderbau, Fenster teilweise spätgotisch verändert; spätgotische Gewölbeansätze von Kreuzgang und Konventsbauten, um 1200 bis 1264.


Samstag, 10. August 2019

Unterwegs im Weinland der Pfalz (Teil 2)


Streetview Gleisweiler


Burrweiler

Im September 2000 wurde das Deutsche Ofenmuseum durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eingeweiht. Gezeigt wurden, an über 100 Exponaten, die Ofen-Geschichte von der offenen Feuerstelle des 16. Jahrhunderts zum Ofen des 20. Jahrhunderts in Abfolge der Stilepochen zeitgetreu inszeniert. 2009 wurde es geschlossen. Das Museum befindet sich nunmehr in den Räumen der Viessmann-Werke in Allendorf (Eder). In Burrweiler befindet sich jedoch noch eine Antik-Ofen-Galerie in den Ausstellungsräumen der Firma Stritzinger.

Über dem Ort der Annaberg mit der Annakapelle (Wallfahrt mit Kreuzweg).


Von Hainfeld bis Hambach (Neustadt a.d.W.)



Bei Edesheim


Freitag, 20. April 2018

Die Wittelsbacher in der Pfalz


Die Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben, erbaut von König Ludwig I. von Bayern, zählt sicher zu den bekanntesten Bauwerken der Wittelsbacher Dynastie in der Pfalz.


Unterhalb liegt Rhodt unter Rietburg.


Zweibrücken, die Residenz der Linie Pfalz-Zweibrücken.


Die Alexanderskirche in Zweibrücken, Grablege der Wittelsbacher der Linie Pfalz-Zweibrücken. Der bislang letzte hier beigesetzte Angehörige der ältesten Dynastie Europas ist Alexander Prinz von Bayern (1923 - 2001).


Meisenheim war vor Zweibrücken Residenzstadt.


Die Schlosskirche bildet zusammen mit dem Herzog-Wolfgang-Haus den einzigen erhaltenen Rest des ehemaligen Schlosses. Der Grundstein wurde 1497 gelegt, vollendet wurde der Bau 1504. Die dreischiffige Hallenkirche besteht aus fünf Jochen und hat einen prachtvoll ausgebildeten Turm mit Turmhelm. Der quadratische Vorchor wird von einer Grabkapelle und einer zweigeschossigen Sakristei flankiert. Die Netzgewölbe ruhen auf Rundpfeilern. Im Vorchor und Chorpolygon gibt es reiche kuppelige Sterngewölbe. Das kunstvollste Gewölbe befindet sich rechts in der Grabkapelle. Im 18. Jh. wurde durch die Gebrüder Stumm eine großzügig dimensionierte Orgel eingebaut. Sehenswert ist auch die Rokoko-Kanzel aus der Meisenheimer Schmidt-Werkstatt. Die Schlosskirche zählt zu den bedeutendsten linksrheinischen Bauwerken der Spätgotik.



Sonntag, 4. Oktober 2015

Auf den Spuren der Wittelsbacher - In Bayern und in der Pfalz


Altötting ist sicher die bedeutendste Marienwallfahrt Bayerns und die Gnadenkapelle steht auch in Beziehung zum Hause Wittelsbach, denn in der sogenannten Herzgruft dort sind die Herzen der Wittelsbacher beigesetzt. Ihre Körper hingegen in der Münchner Theatinerkirche. Und dann haben die Wittelsbacher auch noch ein Stammkloster. Das ist Scheyern, nahe Pfaffenhofen an der Ilm.


Versailles in Bayern

Maximilian II. Emanuel, der "Blaue Kurfürst" strebte einst nach der deutschen Kaiserwürde. Und da der französische Sonnenkönig Ludwig XIV. in ganz Europa in Versailles den größten absolutistischen Pomp sein eigen nannte, ja, deswegen wollte der Kurfürst natürlich mithalten und ließ in Schleißheim bei München das "Neue Schloß" errichten.


An den Schulden dieses Verschwenders hat Bayern noch mehr als hundert Jahre bezahlt.

Die Pfälzer Wittelsbacher

Die bayerischen Wittelsbacher sind Ende des 18. Jahrhunderts ausgestorben. Sie hatten keine männlichen Nachkommen mehr. Und so gelangte Bayern in die Hand der Pfälzer Wittelsbacher. Von denen hatte auch mal einer Versailles nachbauen wollen. In Form des Schlosses Karlsberg bei Homburg. Das aber haben die Truppen der Französischen Revolution dem Erdboden gleichgemacht.

Im südwestpfälzischen Zweibrücken aber gibt es heute noch ein Wittelsbacher Schloß.


Aus dieser Zweibrücker Linie entstammte auch König Ludwig I. von Bayern. Das war der mit der Lola Montez. Und mit der Walhalla und der Befreiungshalle bei Kelheim. Im Gegensatz zum Blauen Kurfürsten hat dieser König allerdings seine Bauprojekte aus eigener Tasche und nicht aus der Staatskasse bezahlt.


Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle. Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingewiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege. Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten. Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.

Klar, dass sich der König als gebürtiger Pfälzer auch gerne in der Pfalz aufgehalten hat. Zum Beispiel in seiner Sommerfrische, der Villa Ludwigshöhe bei Edenkoben. In der Toskana Deutschlands.

  

Und die Feldherrenhalle in München hat auch Ludwig I. erbauen lassen.