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Dienstag, 9. Januar 2018

On Location in der Oberpfalz


Bild oben: Beim Dreh in Freystadt



Vor den Toren der Oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710. Der Grundriß der Kirche ist der sagenhaften Gralsburg nachempfunden. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.


Von Freystadt Richtung Berching kommen wir nach Erasbach (ein Stadtteil von Berching).


Christoph Willibald Ritter von Gluck galt zu seiner Zeit als Erneuerer der Oper. Er wirkte vorwiegend in London, Paris und Wien, wo er 1787 starb. Geboren jedoch wurde er am 2. Juli 1714 in Erasbach im Kreis Neumarkt (Oberpfalz, Bayern). Und weil man an dem kleinen Örtchen wahrscheinlich vorbeifahren würde, ohne ihm groß Beachtung zu schenken, hat ihm seine Heimatgemeinde dieses Denkmal in Form einer Harfe an der Durchgangsstraße zur B 299 in Erinnerung an den großen Sohn aufgestellt.


Christoph Willibald Ritter von Gluck, einer der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts, wirkte in London, Paris und Wien, wo er auch 1787 starb. Geboren aber wurde er am 2. Juli 1714 in dem kleinen Örtchen Erasbach in der Oberpfalz. 2014 jährte sich sein Geburtstag zum 300-ten mal.

Berching


In Berching hat man nachgebaut wie es im Mittelalter war. Nur dass durch die Gosse heute klares Wasser fließt und keine Fäkalien.


Im Eiscafe in Berching:

     

Mittwoch, 20. Dezember 2017

Die Asams: Feinster Barock


Klosterkirche Weltenburg

Egid Quirin und Coamas Damian Asam zählen zu den bedeutendsten Stukkateuren und Freskanten des süddeutschen Barock (im Bild oben der Stukkateur Egid Quirin als Selbstbildnis in der Klosterkirche Weltenburg an der Donau).

Kirche der Benediktinerabtei Rohr in Niederbayern

Kloster Rohr in Niederbayern wurde im Jahr 1133 als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ das Kloster als Ruine und die Kirche schwer beschädigt.

Erst nach 1661 konnte damit begonnen werden, die Klostergebäude wieder herzustellen. Und erst im 18. Jahrhundert wurde die Kirche in Angriff genommen.

Von 1717 bis 1723 entstand die heutige Barockkirche unter Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Egid Quirin war der Architekt gewesen.

Die Asams standen zum Baubeginn 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Akademie San Luca in Rom und so sind in der Gestaltung des Baues in Rohr auch starke römische Vorbilder und Einflüsse erkennbar.



Ein Kleinod des Barock ist die von den Gebrüdern Egid Quirin und Cosmas Damian Asam gestaltete Kirche des Klosters Rohr in Niederbayern.


Auch die Innenausstattung der Klosterkirche von Weltenburg an der Donau stammt von den Brüdern Asam.


Die Asamkirche in München

Die Asamkirche (offiziell St.-Johann-Nepomuk-Kirche) in der Sendlinger Straße in Münchens Altstadt wurde von 1733 bis 1746 von den Brüdern Asam (Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam) errichtet. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der beiden Hauptvertreter des süddeutschen Spätbarocks. Die Kirche sollte ursprünglich als Kapelle der inzwischen in München ansässigen Brüder Asam entstehen. Nachdem es Egid Quirin Asam zwischen 1729 und 1733 gelungen war, mehrere neben seinem Wohnhaus gelegene Grundstücke zu erwerben, errichtete er ab 1733 zusammen mit seinem Bruder Cosmas Damian dort die Kirche St. Johann Nepomuk. Die Grundsteinlegung erfolgte 1733 am Fest des heiligen Nepomuk durch Kurprinz Maximilian Joseph von Bayern; die noch unvollendete Kirche wurde am 1. Mai 1746 geweiht.

Die Kirche wurde ohne Auftrag und als Privatkirche zur höheren Ehre Gottes und zum Seelenheil der Baumeister errichtet. Das ermöglichte den Brüdern auch, unabhängig von den Vorstellungen von Auftraggebern zu bauen. So konnte Egid Quirin Asam durch ein Fenster aus seinem Privathaus direkt auf den Hochaltar blicken. Obwohl die Kirche eigentlich als Privatkirche geplant war, mussten die Gebrüder sie nach Protesten der Bevölkerung öffentlich zugänglich machen. Egid Quirin Asam konzipierte die Kirche als Beichtkirche für die Jugend. So enthält sie sieben Beichtstühle mit allegorischen Darstellungen.

Mehr zu den Asams: Mariahilf in Freystadt


Maria Hilf in Freystadt (Oberpfalz)


Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710. Der Grundriß der Kirche ist der sagenhaften Gralsburg nachempfunden.

Jetzt in der Weihnachtszeit ist dort eine herrliche Krippe.

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Freystadt bei Neumarkt in der Oberpfalz ist ein bedeutender Zentralbau des deutschen Hochbarocks. Die Kirche befindet sich zusammen mit dem Kloster Freystadt auf einer weiten flachen Wiese nördlich vor den Toren des kleinen Städtchens. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges errichteten die beiden Hirtenbuben Hans Popp und Hans Steinmetz auf der Rosswiese im Norden von Freystadt eine kleine Kapelle aus Holz und Lehm. Dort stellten sie ein von einer Sarah Frank geschenktes Marienbild auf. Auf Grund des starken Zulaufs an Pilgern wurde bald danach mit dem Bau einer steinernen Kapelle begonnen, in der ein geschnitztes Gnadenbild aufgestellt wurde. Die Weihe erfolgte 1670. Eine auf Grund der großen Pilgerscharen geplante Erweiterung der Kirche wurde nicht zuletzt wegen Baumängel zu Gunsten eines Neubaus aufgegeben. Als Bauherr trat der örtliche Grundherr Ferdinand Lorenz Franz Xaver Graf Tilly auf, dessen Familie (Nachkommen des Generals Tilly) mit reichen Pfründen in der von Bayern eroberten Oberpfalz belehnt worden war. In den Jahren 1700 bis 1710 wurde nach den Plänen von Giovanni Antonio Viscardi ein Zentralbau errichtet, der von einer Kuppel mit Laterne überwölbt und von vier kleinen Ecktürmen eingefasst ist. Die Stuckierung der Barockkirche stammt von Pietro Francesco Appiani. Die Fresken aus dem Marienleben schuf Hans Georg Asam mit Unterstützung seiner Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin. Neben der Kirche entstand 1712 bis 1714 nach Plänen des Franziskanerbruders und Architekten Philipp Plank ein Franziskaner-Kloster zur Betreuung der Wallfahrt. Schon vor der Reformation unterhielt der Orden auf dem unweit gelegenen Möninger Berg ein Kloster. 40 Jahre nach Bau diente die Pläne der Kirche als Vorbild für die Dresdener Frauenkirche.






Sonntag, 19. April 2015

Asam-Kirchen in Rohr und Freystadt


Efid Quirin und Coamas Damian Asam zählen zu den bedeutendsten Stukkateuren und Freskanten des süddeutschen Barock (im Bild oben der Stukkateur Egid Quirin als Selbstbildnis in der Klosterkirche Weltenburg an der Donau).

Kirche der Benediktinerabtei Rohr in Niederbayern

Kloster Rohr in Niederbayern wurde im Jahr 1133 als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ das Kloster als Ruine und die Kirche schwer beschädigt.

Erst nach 1661 konnte damit begonnen werden, die Klostergebäude wieder herzustellen.
Und erst im 18. Jahrhundert wurde die Kirche in Angriff genommen.

Von 1717 bis 1723 entstand die heutige Barockkirche unter Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Egid Quirin war der Architekt gewesen. Die Asams standen zum Baubeginn 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Akademie San Luca in Rom und so sind in der Gestaltung des Baues in Rohr auch starke römische Vorbilder und Einflüsse erkennbar.


Asamkirche Kloster Rohr in Niederbayern by Franz Roth


Mariahilf in Freystadt

Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Freystadt in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) ist eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns. Die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam haben hier unter der Ägide ihres Vaters erstmals als Freskanten und Stukkateure sich ihre ersten Sporen verdient.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth