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Donnerstag, 2. September 2021

Wallfahrten in der Oberpfalz



Vor den Toren der Oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710. Der Grundriß der Kirche ist der sagenhaften Gralsburg nachempfunden. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.


Die Wallfahrt Eichelberg in der Oberpfalz

1688 hörte die 74-jährige Mesnersfrau Margarete Lutzin aus Neukirchen die Aufforderung, auf dem Eichlberg eine Kapelle zu Ehren der hlst. Dreifaltigkeit zu errichten und zu diesem Zweck Geld zu sammeln. Sie informierte die zuständigen Geistlichen, ohne rechte Zustimmung zu finden. Erst der Dekan und Pfarrer von Laaber nahm sich des Anliegens an und beide erlangten 1691 vom Kurfürsten von Pfalz-Neuburg und vom Bischof zu Regensburg die vorläufige Erlaubnis, ein Marterl mit einem Opferstock aufzustellen. Sogleich kamen viele Pilger herbei und auch der Ertrag des Opferstocks war entsprechend hoch. So gab der Bischof die endgültige Erlaubnis zum Bau einer Kapelle, für die 1693 der Grundstein gelegt wurde. Aber bald war der Zustrom der Pilger so groß, dass man daran ging, die jetzige Wallfahrtskirche zu errichten. Nach mehreren Unterbrechungen, hervorgerufen durch Krieg, Pest und "trübe Zeiten", konnte der Bau fertig gestellt und 1711 eingeweiht werden. Bis heute ist die Wallfahrtskirche das Ziel vieler Pilger und Besucher.

Kloster Habsberg - Marien- und Kranken-Wallfahrt

Wallfahrtskirche, Kapelle und Gnadenbild befinden sich auf dem höchsten Wallfahrtsberg der westlichen Oberpfalz (Habsberg 621m). Herrliche, weitgehend unversehrte Einheit von Raum und Ausstattung aus dem Rokoko (1769). Sie gilt als eine der schönsten Rokokokirchen der westlichen Oberpfalz. Der Hochaltar zählt mit zu den bedeutendsten Werken der Altarbaukunst des Rokoko in Ostbayern.


Der Habsberg bei Velburg im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz ist Ortsteil der Stadt Velburg und ein Wallfahrtsort im Oberpfälzer Jura. Auf dem Habsberg befinden sich die Kirche Maria Heil der Kranken, eine Gnadenkapelle sowie ein Diözesanjugendhaus des Bistums Eichstätt. Der Berg ist 621 m hoch und der nördlichste Etappenpunkt auf dem knapp 240 km langen Jurasteig im oberpfälzischen Juraland.

Bereits im 11. Jahrhundert wurde von den Grafen von Sulzbach-Kastl-Habsberg die Burg Habsberg erbaut, von der bis heute eine Zisterne erhalten ist. Die Burg war Teil eines Burgennetzes und diente auch zum Schutz vor wiederkehrenden Einfällen aus dem böhmischen Raum. Im 14. Jahrhundert wurde die Burg zerstört.

Gründer der Wallfahrt auf den Habsberg war ein Johannes Panzer, Gerichtspfleger des Grafen Tilly, vom Schloss Helfenberg bei Lengenfeld. 1680 ließ er zum Dank für seine Heilung von der Gicht auf dem Habsberg aus Resten der Burgruine eine Kapelle mit einer Votivtafel errichten. Im Jahr 1682 wurde die Kapelle fertiggestellt und zog bald viele Pilger an.

1731 wurde diese Kapelle abgebrochen und dafür eine größere errichtet. Am 13. September 1747 wurde diese eingeweiht. In den Jahren 1761–1773 wurde die heutige Rokoko-Wallfahrtskirche Maria Heil der Kranken nach einem Entwurf des Münchener kurfürstlichen Hofmaurermeisters Leonhard Matthäus Giessl erbaut. Im Jahre 1764 schuf der Oberpfälzer Maler Johann Michael Wild das Deckenfresko des Altarraumes der Habsberger Wallfahrtskirche.

1961 wurde ein Jugendhaus errichtet, das mehrere Male umgebaut wurde. Auf halber Höhe befindet sich ein Waldfriedhof.





Auf Entdeckungstour im Altmühltal und entlang der Sulz


Durch das Tal der Sulz in der Oberpfalz


Abtei Plankstetten, Berching, Erasbach und Sulzbürg

Maria Hilf in Freystadt (Oberpfalz)


Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.

Pyrbaum: Mit Napoleon im Feldlager


Reenactors spielen historische Militär-Szenen aus der Napoleonischen Ära

Unterwegs im Altmühltal


Die Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth (Naturpark Altmühltal, Landkreis Eichstätt) beherbergt in ihrer Taufkapelle im Chorturm eine kulturhistorische Einmaligkeit: mittelalterliche Fresken aus dem Jahr 1310. Entdeckt wurden diese Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Wandputz der ansonsten im frühen 18. Jahrhundert im Barock umgestalteten Kirche.


Der Dom zu Eichstätt

Der Dom in Eichstätt im Altmühltal, Grablege des Heiligen Willibald. Hauptkirche des Bistums Eichstätt.


Das Mortuarium des Eichstätter Doms ist das bedeutendste Bauwerk der deutschen Spätgotik. Die zweischiffige Halle diente bis zur Säkularisation als Grablege der Domkapitulare. Dieser halbsakrale Raum, der den westlichen der vier Flügel des Kreuzgangs bildet, wurde 1498 eingeweiht. Der Raum wirkt ausgewogen und feierlich, die Epitaphien an den Wänden erzählen jahrhundertelange Geschichte: Adelsgeschichte, Kirchengeschichte, Glaubensgeschichte. Eine Pfeilerreihe mit Stützenwechsel gliedert den ideal proportionierten Raum. Besonders prächtig gestaltete Stützen markieren Anfang und Ende des Raums und verweisen auf das Thema Leben und Tod.Das kostbarste Kunstwerk des Mortuariums ist das sog. Holbeinfenster, das bunte Glasfenster an der Längsseite des Saals. Sie entstanden um 1500, stilgeschichtlich an der Wende der Spätgotik zur Renaissance, und wurden von dem Augsburger Künstler Hans Holbein d. Ä. geschaffen. Der Titel des Bildes wurde passend zum Thema des Ortes gewählt: "Das jüngste Gericht" In beeindruckenden Farben und dramatischen Szenen wird gezeigt wie sich die Vertreter aller weltlichen und geistlichen Stände trennen und ins Paradies oder den Höllenschlund eintreten. Eine Kreuzigungsgruppe des Eichstätter Künstlers Loy Hering (1521) an der Südwand zählt zu dem wertvollen Bildschmuck des Mortuariums. Der spätgotische Kreuzgang wurde in mehreren Abschnitten von ca. 1410 - 1504 erbaut. Nach Abschluss der Dombauarbeiten erneuerte man den romanischen Vorgängerbau im spätgotischen Stil, was - mit Unterbrechungen - fast 100 Jahre dauerte. Die gut erhaltene Vier-Flügel-Anlage ist fast quadratisch und zweigeschossig. Die Obergeschosse haben sich, was sehr selten der Fall ist, erhalten und beherbergen das Diözesanmuseum. Der schmale Nordflügel ist mit einem seltenen Dreistrahlrippengewölbe versehen. Reiches Fenstermaßwerk schmückt die viergeteilten Fenster. Es herrscht eine wunderschöne Atmosphäre der Stille und Sammlung.

Die Willibaldsburg in Eichstätt


Hexenagger, ein Ortsteil des Marktes Altmannstein im oberbayerischen Landkreis Eichstätt


Schloss Hexenagger ist ein Barockschloss auf einem Bergsporn über dem bayerischen Ort Hexenagger bei Altmannstein im Schambachtal, einem Seitental der Altmühl. In seiner jetzigen Form wurde das Schloss mit seiner Kapelle von 1625 bis 1629 auf Basis der im Dreißigjährigen Krieg zerstörten Burg wiedererbaut. Schloss Hexenagger, das von einem Mauerring mit vier Türmen umgeben ist, entstand über dem mittelalterlichen Vorgängerbau. Nur der Stumpf des quadratischen Bergfrieds an der Südwestseite der Burganlage mit seinen starken Buckelquadern gehört noch der mittelalterlichen Zeit an. Charakteristisch für das Schloss ist der durch Blendarchitektur gegliederte Kapellenturm, der sich über einem ehemaligen Wehrturm erhebt, und der Wohntrakt, ein Treppengiebelbau des 16. Jahrhunderts. Sehenswert sind auch die beiden Schlosskapellen aus dem 17. Jahrhundert.

Die Herren von Hexenagger, die von 982 bis 1480 nachgewiesen sind, waren Erbauer der Burg Hexenagger. Durch die Heirat der Witwe von Johann von Hexenagger mit Graf Jörg von Helfenstein kam diese Familie in den Besitz von Hexenagger. Diese veräußerte 1528 Hexenagger an Herzog Wilhelm von Bayern, der den Pfleger zu Dietfurt und Altmannstein, Erhardt von Muggenthal belehnte.

Nach der Zerstörung der Burg im Dreißigjährigen Krieg bauten die Muggenthaler 1625/29 Schlosskapelle und Turm wieder auf. Als 1724 die Linie Hexenagger der Muggenthaler ausstarb, verkauften die Erben Hexenagger an den bayerischen Kurfürsten Karl Albrecht, der das Schloss 1731 seiner Geliebten Maria Josepha Gräfin von Morawitzky schenkte. 1738 kam der Besitz an ihren Gemahl Fürt Portia und nach dessen Tod 1754 an Anton von Kayserstein, der einen neuen Schlossflügel anbauen ließ. Von 1830 bis 1951 waren die Edlen von Weidenbach Herren auf Schloss Hexenagger, jetzt gehört das Schloss der Familie Leichtfuß. In Privatbesitz; keine Besichtigung der Innenräume möglich.

Ottersdorf, unweit Berghausen bei Hexenagger, besteht nur aus zwei Gehöften und einer Kapelle. Ein pittoreskes Idyll. Die Kapelle ist ein Barocker Putzbau mit Steildach und Dachreiter, eine Fensterachse, Fassadengliederung, 18. Jahrhundert. Der Bildstock stammt auch aus dem 17. oder 18. Jahrhundert.





Donnerstag, 19. August 2021

Impressionen aus Bayern (IV)

Neumarkt in der Oberpfalz (amtlich: Neumarkt i.d.OPf., bairisch: Neimack, Neimoark) ist eine Große Kreisstadt im gleichnamigen Landkreis im bayerischen Regierungsbezirk Oberpfalz sowie der Verwaltungssitz des Landkreises. Sie stellt das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der westlichen Oberpfalz zwischen Nürnberg, Ingolstadt und Regensburg dar. Mit 40.243 Einwohnern ist Neumarkt nach Regensburg, Weiden und Amberg die viertgrößte Stadt in der Oberpfalz und im bayerischen Landesentwicklungsprogramm als Oberzentrum eingetragen.

Im 15. und 16. Jahrhundert war Neumarkt eine Residenzstadt der wittelsbachischen Linien Pfalz-Neumarkt und Pfalz-Mosbach. Ab dem 19. Jahrhundert entwickelte sich die Stadt zunehmend zu einem Wirtschafts- und Industriestandort.

Neumarkt liegt am Westrand der Fränkischen Alb bzw. des Oberpfälzer Jura, eingebettet in einen Talkessel. Das Stadtgebiet reicht im Osten bis auf die Hochfläche des Oberpfälzer Jura. Neumarkt befindet sich an der westlichen Kante eines einstigen Korallenriffes der ehemaligen Tethys der Jurazeit, dem heutigen Oberpfälzer Jura.

Die genauen Gründungsdaten von Neumarkt sind nicht bekannt, aber die Gründung als „neuer Markt“ wird für den Anfang des 12. Jahrhunderts an der Handelsstraße zwischen Nürnberg und Regensburg angenommen. 1135 und 1160 wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt, 1315 wurde zum ersten Mal von einer Stadtbefestigung berichtet. Im 13. Jahrhundert gewährte Kaiser Friedrich II. Zollfreiheit zwischen Neumarkt und Nürnberg und der Stadt damit auch die Reichsunmittelbarkeit. Diesen Status konnte die Stadt jedoch nie durchsetzen, 1329 fiel die Stadt durch den Hausvertrag von Pavia an die pfälzischen Wittelsbacher. Im 15. und 16. Jahrhundert war Neumarkt pfälzische Residenzstadt und bis 1531, als Kaiser Karl V. sie als erblichen Besitz an die Pfalzgrafen übereignete, Freie Reichsstadt. Pfalzgraf Johann verlegte seinen Regierungssitz dorthin und begann, die Stadt zur Residenz auszubauen. Es entstanden unter anderem die Kirche St. Johannes, die Hofkirche und das Pfalzgrafenschloss. Es folgten die Pfalzgrafen Otto I., sein Sohn Otto II. und Friedrich II. von der Pfalz, der später Kurfürst wurde und nach Heidelberg übersiedelte.


Deutschlands ältestes Chorgestühl

Das Kloster Seligenporten ist ein ehemaliges Kloster der Zisterzienserinnen, später der Salesianerinnen und dann der Zisterzienser im Markt Pyrbaum in Bayern in der Diözese Eichstätt. Seligenporten ist ein kleiner Ort im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten, der ehemaligen Klosterkirche, findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland.


Wegen der guten Gastronomie ist Seligenporten sommers ein beliebtes Ausflugsziel.

Die Klosterruine von Gnadenberg in der Oberpfalz

Eine Besonderheit in der Oberpfalz ist die weithin unbekannte Ruine eines Klosters: Die steht in der westlichen Oberpfalz: In Gnadenberg in der Gemeinde Berg im Landkreis Neumarkt.


Mitten in dem kleinen Ort Gnadenberg stehen die mächtigen Ruinen einer Klosterkirche. Kein Dach, kein Fußboden, nur die Außenmauern mit ihren riesigen gotischen Fenstern stehen noch. Gnadenberg war ein Kloster der Birgitterinnen, auch das eine Rarität. Es wurde als eines von 27 Klöstern 1420 erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Das Kloster Gnadenberg ist ein ehemaliges Kloster des Birgittenordens (Erlöserorden) im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Berg bei Neumarkt in der Oberpfalz in Bayern in der Diözese Eichstätt.

Das Kloster (1438 - 1577) in Gnadenberg war das älteste der drei ehemaligen Birgittenklöster in Süddeutschland. Von der Klosterkirche stehen noch die Umfassungsmauern des imposanten Langhauses. Das Kloster wurde 1422 von Pfalzgraf Johann I. von Neumarkt und seiner Gattin Katharina gegründet. Katharina verbrachte ihre Jugend in diesem Orden und setzte sich deshalb für ein Birgittenkloster ein, 1420 erteilte Papst Martin IV. dann die Erlaubnis für die Errichtung. 1430 kamen bereits die ersten Mönche nach Gandenberg. Da die Birgittenklöster von der Ordensgründerin als Doppelklöster angelegt waren und das Frauenkloster 1435 fertiggestellt war, folgten ihnen fünf Jahre später die ersten Nonnen mit ihrer ersten Äbtissin Anna Svenson. Die Weihe einer Notkirche erfolgte 1438, mit dem Bau der Klosterkirche wurde erst 1451 begonnen. Während des 30jährigen Krieges wurde das Kloster im Jahre 1635 zerstört.

Maria Hilf in Freystadt

Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.


Erasbach, der Geburtsort von Willibald Gluck

Christoph Willibald Ritter von Gluck galt im 18. Jahrhundert als Erneuerer der Oper. Seine Wirkungsstätten waren die berühmtesten Opernhäuser Europas. Geboren wurde er 1714 im Dorf Erasbach in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt).


Kottingwoerth - Fresken von 1310


Die Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth (Naturpark Altmühltal, Landkreis Eichstätt) beherbergt in ihrer Taufkapelle im Chorturm eine kulturhistorische Einmaligkeit: mittelalterliche Fresken aus dem Jahr 1310. Entdeckt wurden diese Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Wandputz der ansonsten im frühen 18. Jahrhundert im Barock umgestalteten Kirche.

Beilngries im Altmühltal


Mitten im Naturpark Altmühltal und direkt am Main-Donau-Kanal liegt die Stadt Beilngries. Ein Hauch von Süden weht durch die Straßen der historischen Altstadt mit ihren mittelalterlichen Türmen und barocken Bauten. Schon die Eichstätter Fürstbischöfe zog es hierher, um den Sommer zu genießen.

Dienstag, 9. Januar 2018

On Location in der Oberpfalz


Bild oben: Beim Dreh in Freystadt



Vor den Toren der Oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710. Der Grundriß der Kirche ist der sagenhaften Gralsburg nachempfunden. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.


Von Freystadt Richtung Berching kommen wir nach Erasbach (ein Stadtteil von Berching).


Christoph Willibald Ritter von Gluck galt zu seiner Zeit als Erneuerer der Oper. Er wirkte vorwiegend in London, Paris und Wien, wo er 1787 starb. Geboren jedoch wurde er am 2. Juli 1714 in Erasbach im Kreis Neumarkt (Oberpfalz, Bayern). Und weil man an dem kleinen Örtchen wahrscheinlich vorbeifahren würde, ohne ihm groß Beachtung zu schenken, hat ihm seine Heimatgemeinde dieses Denkmal in Form einer Harfe an der Durchgangsstraße zur B 299 in Erinnerung an den großen Sohn aufgestellt.


Christoph Willibald Ritter von Gluck, einer der großen Komponisten des 18. Jahrhunderts, wirkte in London, Paris und Wien, wo er auch 1787 starb. Geboren aber wurde er am 2. Juli 1714 in dem kleinen Örtchen Erasbach in der Oberpfalz. 2014 jährte sich sein Geburtstag zum 300-ten mal.

Berching


In Berching hat man nachgebaut wie es im Mittelalter war. Nur dass durch die Gosse heute klares Wasser fließt und keine Fäkalien.


Im Eiscafe in Berching:

     

Montag, 1. Januar 2018

Nach dem Jahreswechsel in der Oberpfalz


In der Zeit zwischen Silvester und dem Dreikönigstag bietet sich die Gelegenheit, die Oberpfalz etwas zu erkunden und ihre Kostbarkeiten zu entdecken.

Maria Hilf in Freystadt

Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.




Die Wallfahrtskirche Mariahilf bei Freystadt in der Oberpfalz (Bayern). Hier haben Egid Quirin und Cosmas Damian Asam erstmals unter Leitung ihres Vaters als Freskanten und Srukkateure gearbeitet. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.

Unweit von Freystadt: Deutschlands ältestes Chorgestühl

In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland. Über eine gleichfalls uralte ausgetretene Holztreppe geht es empor zu dem sog. Nonnenchor.


Mittwoch, 20. Dezember 2017

Die Asams: Feinster Barock


Klosterkirche Weltenburg

Egid Quirin und Coamas Damian Asam zählen zu den bedeutendsten Stukkateuren und Freskanten des süddeutschen Barock (im Bild oben der Stukkateur Egid Quirin als Selbstbildnis in der Klosterkirche Weltenburg an der Donau).

Kirche der Benediktinerabtei Rohr in Niederbayern

Kloster Rohr in Niederbayern wurde im Jahr 1133 als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ das Kloster als Ruine und die Kirche schwer beschädigt.

Erst nach 1661 konnte damit begonnen werden, die Klostergebäude wieder herzustellen. Und erst im 18. Jahrhundert wurde die Kirche in Angriff genommen.

Von 1717 bis 1723 entstand die heutige Barockkirche unter Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Egid Quirin war der Architekt gewesen.

Die Asams standen zum Baubeginn 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Akademie San Luca in Rom und so sind in der Gestaltung des Baues in Rohr auch starke römische Vorbilder und Einflüsse erkennbar.



Ein Kleinod des Barock ist die von den Gebrüdern Egid Quirin und Cosmas Damian Asam gestaltete Kirche des Klosters Rohr in Niederbayern.


Auch die Innenausstattung der Klosterkirche von Weltenburg an der Donau stammt von den Brüdern Asam.


Die Asamkirche in München

Die Asamkirche (offiziell St.-Johann-Nepomuk-Kirche) in der Sendlinger Straße in Münchens Altstadt wurde von 1733 bis 1746 von den Brüdern Asam (Cosmas Damian Asam und Egid Quirin Asam) errichtet. Sie gilt als eines der bedeutendsten Bauwerke der beiden Hauptvertreter des süddeutschen Spätbarocks. Die Kirche sollte ursprünglich als Kapelle der inzwischen in München ansässigen Brüder Asam entstehen. Nachdem es Egid Quirin Asam zwischen 1729 und 1733 gelungen war, mehrere neben seinem Wohnhaus gelegene Grundstücke zu erwerben, errichtete er ab 1733 zusammen mit seinem Bruder Cosmas Damian dort die Kirche St. Johann Nepomuk. Die Grundsteinlegung erfolgte 1733 am Fest des heiligen Nepomuk durch Kurprinz Maximilian Joseph von Bayern; die noch unvollendete Kirche wurde am 1. Mai 1746 geweiht.

Die Kirche wurde ohne Auftrag und als Privatkirche zur höheren Ehre Gottes und zum Seelenheil der Baumeister errichtet. Das ermöglichte den Brüdern auch, unabhängig von den Vorstellungen von Auftraggebern zu bauen. So konnte Egid Quirin Asam durch ein Fenster aus seinem Privathaus direkt auf den Hochaltar blicken. Obwohl die Kirche eigentlich als Privatkirche geplant war, mussten die Gebrüder sie nach Protesten der Bevölkerung öffentlich zugänglich machen. Egid Quirin Asam konzipierte die Kirche als Beichtkirche für die Jugend. So enthält sie sieben Beichtstühle mit allegorischen Darstellungen.

Mehr zu den Asams: Mariahilf in Freystadt


Maria Hilf in Freystadt (Oberpfalz)


Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710. Der Grundriß der Kirche ist der sagenhaften Gralsburg nachempfunden.

Jetzt in der Weihnachtszeit ist dort eine herrliche Krippe.

Die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Freystadt bei Neumarkt in der Oberpfalz ist ein bedeutender Zentralbau des deutschen Hochbarocks. Die Kirche befindet sich zusammen mit dem Kloster Freystadt auf einer weiten flachen Wiese nördlich vor den Toren des kleinen Städtchens. Gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges errichteten die beiden Hirtenbuben Hans Popp und Hans Steinmetz auf der Rosswiese im Norden von Freystadt eine kleine Kapelle aus Holz und Lehm. Dort stellten sie ein von einer Sarah Frank geschenktes Marienbild auf. Auf Grund des starken Zulaufs an Pilgern wurde bald danach mit dem Bau einer steinernen Kapelle begonnen, in der ein geschnitztes Gnadenbild aufgestellt wurde. Die Weihe erfolgte 1670. Eine auf Grund der großen Pilgerscharen geplante Erweiterung der Kirche wurde nicht zuletzt wegen Baumängel zu Gunsten eines Neubaus aufgegeben. Als Bauherr trat der örtliche Grundherr Ferdinand Lorenz Franz Xaver Graf Tilly auf, dessen Familie (Nachkommen des Generals Tilly) mit reichen Pfründen in der von Bayern eroberten Oberpfalz belehnt worden war. In den Jahren 1700 bis 1710 wurde nach den Plänen von Giovanni Antonio Viscardi ein Zentralbau errichtet, der von einer Kuppel mit Laterne überwölbt und von vier kleinen Ecktürmen eingefasst ist. Die Stuckierung der Barockkirche stammt von Pietro Francesco Appiani. Die Fresken aus dem Marienleben schuf Hans Georg Asam mit Unterstützung seiner Söhne Cosmas Damian und Egid Quirin. Neben der Kirche entstand 1712 bis 1714 nach Plänen des Franziskanerbruders und Architekten Philipp Plank ein Franziskaner-Kloster zur Betreuung der Wallfahrt. Schon vor der Reformation unterhielt der Orden auf dem unweit gelegenen Möninger Berg ein Kloster. 40 Jahre nach Bau diente die Pläne der Kirche als Vorbild für die Dresdener Frauenkirche.






Dienstag, 19. September 2017

In der Oberpfalz im Landkreis Neumarkt i.d.Opf.


Neumarkt in der Oberpfalz - Pfalzgrafenschloß (im Hintergrund) und Residenzkirche "Zu unserer lieben Frau"

Der Oberpfälzer Landkreis Neumarkt hat eine ganze Menge an Sehenswertem zu entdecken. Einiges davon möchte ich Ihnen / Euch in diesem Artikel im Video vorstellen.

Zwischen Neumarkt und Altdorf liegt Gnadenberg mit seiner Klosterruine.


Das Kloster Gnadenberg ist ein ehemaliges Kloster des Birgittenordens (Erlöserorden). Gnadenberg war das erste Birgittenkloster in Süddeutschland. Es wurde 1422 von Pfalzgraf Johann I. von Neumarkt und seiner Gattin Katharina, Tochter des Herzogs Wratislaw VII. von Pommern, gegründet. Im Dreißigjährigen Krieg brannten am 23. April 1635 schwedische Truppen die Kirche und Teile des Klosters nieder; seitdem ist Gnadenberg eine Ruine.

In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland. Über eine gleichfalls uralte ausgetretene Holztreppe geht es empor zu dem sog. Nonnenchor.


Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.


Christoph Willibald Ritter von Gluck galt im 18. Jahrhundert als Erneuerer der Oper. Seine Wirkungsstätten waren die berühmtesten Opernhäuser Europas. Geboren wurde er 1714 im Dorf Erasbach in der Oberpfalz.


Die Wallfahrt auf den Habsberg (im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt) zählt zu den bekanntesten in Bayern. Alljährlich pilgern insbesondere viele Kranke auf den Habsberg und bitten um Heilung von ihren Leiden.


Die Wallfahrt auf den Habsberg (im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt) zählt zu den bekanntesten in Bayern. Alljährlich pilgern insbesondere viele Kranke auf den Habsberg und bitten um Heilung von ihren Leiden. Zur Geschichte: Im Mittelalter befand sich auf dem Habsberg eine kleine Burg, von der aber nur noch die Zisterne erhalten blieb. Der Ursprung des Wallfahrtsortes geht auf den ersten Kapellenbau (1680) zurück. Historische Quellen besagen, dass Johann Panzer, Amtspfleger auf Burg Helfenberg an einem schweren Gichtleiden litt. Von seinem Krankenlager aus blickte er oftmals auf seine Marienfigur und flehte um Hilfe. Eines Nachts vernahm er eine Stimme, die ihn aufforderte, auf dem Habsberg eine Kapelle zu errichten. Panzer ließ sicht dorthin tragen. Er erwarb sich die Kuppe des Berges und ließ 1680/82 eine Kapelle in der Form eines kleinen Zentralbaues errichten. Die Marienfigur wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. Panzer erlangte nach der Überlieferung Heilung. Nach mehreren Heilungswundern entstand 1730 an gleicher Stelle eine größere Kapelle. Die Kirche wurde 1760 im Stil des Rokoko erbaut. Ungebrochen ist die Anziehungskraft des Wallfahrtsortes auf Gläubige und suchende Menschen über die Region hinaus. Heute beherbergt der Habsberg auch ein Wallfahrts- und Jugendhaus.

Sonntag, 1. Mai 2016

Ein Ausflug in die Oberpfalz


Wir starten unsere Fahrt in Nürnberg und unser erstes Etappenziel ist Altdorf bei Nürnberg, die Stadt der Wallensteinfestspiele (denn hier studierte Albrecht von Wallenstein, der Herzog von Friedland).


Altdorf bei Nürnberg von franz-roth-tv

Unser nächstes Ziel (schon in der Oberpfalz) ist Gnadenberg mit seiner Klosterruine.


Kurz darauf, in Oberölsbach, biegen wir links ab Richtung Lauterhofen und erreichen nach kurzer Fahrt Kastl im Lauerachtal.


Auf der Klosterburg‬, einer ehemaligen ‪Benediktinerabtei‬, finden sich zwei Besonderheiten.

Da wäre zum einen die eigenwillige ‎Grabtumba‬ des Feldhauptmanns Seyfried Schweppermann, der für den Kaiser Ludwig den Bayern am 28. September 1322 die Schlacht von Mühldorf gewonnen hatte. Schweppermann zeichnete sich hier durch besondere Tapferkeit aus. Gemäß einer Anekdote hatten der Kaiser und sein Gefolge danach nur einen Korb mit Eiern zur Speise, und er entschied: Jedem Mann ein Ei, und dem braven Schweppermann zwei. Dieser Spruch wurde in das Wappen und in die Grabinschrift Schweppermanns zu Kastl (in der Kirche der Klosterburg Kastl) in der Oberpfalz aufgenommen. Und ganz oben sehen wir die berühmten zwei Eier.

Nicht mehr zu "besichtigen" war geraume Zeit das sog. Mumienkind von Kastl. Es handelt sich dabei um die jüngste Tochter Ludwigs des Bayern, die Prinzessin Anna, die im Alter von drei Jahren bei einem Aufenthalt in Kastl erkrankte und am 29. Januar 1319 verstarb und in Kastl beigesetzt wurde. Ursprünglich war der Leichnam des Kindes in einem zinnernen Sarg bestattet. Dieser war in einem Steinmal versenkt. Der Platz dieser Tumba war mitten im Schiff der Klosterkirche vor dem Kreuzaltar. Der uralte Altar wurde im Jahre 1679 abgebrochen. Im Jahr 1715 ließen die Jesuiten den Leichnam der Prinzessin aus dem Hochgrab herausnehmen und den als Mumie erhaltenen Leichnam in einem Eichenschrank aufbewahren. Nachdem Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen der Mumie zugesetzt hatten, wurde sie 2013 ein halbes Jahr in einen mit Stickstoff gefüllten Spezialschrein umgebettet sowie gereinigt. Mittlerweile wurde der Leichnam in einer speziell konstruierten Vitrine, die die Luftdruckunterschiede durch eine Art Kondensator ausgleicht und am 28. Januar 2014 in den zuvor renovierten Barockschrank eingepasst wurde, wieder ins „Paradies“ (die Vorhalle der Klosterkirche) zurückgebracht und soll darin, mit königlichen Insignien (wie stilisierter Krone und Wappen), weiter öffentlich zu sehen sein. Eine durchaus sehr makabre "Sehenswürdigkeit".

Von 1958 bis 2006 befand sich in den historischen Räumen des Klosters das Europäisch-Ungarische Gymnasium mit angeschlossenem Internat.

Wir fahren weiter durch das Lauterachtal und erreichen Schmidmühlen. Zur Sommerszeit genießen wir hier gerne ein Eis.


Weiter geht es durch das Tal der Vils nach Kallmünz.

Der idyllische Ort war und ist eine Künstlerkolonie. Im frühen 20. Jahrhundert lebten und arbeiteten hier Wassily Kandisky und Gabriele Münter. Sie verlobten sich in Kallmünz.


In Kallmünz gibt es eine ganz besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen: das Haus im Fels. Das Haus im Fels ist ein auch heute noch (jedenfalls im Sommer!) von seinen Besitzern bewohntes zweistöckiges Wohnhaus aus dem Mittelalter. Es besitzt kein Dach. Diese Funktion übernimmt die mächtige Felswand, in die das Haus hineingebaut worden ist.


Über Velburg erreichen wir dann den Habsberg, eine bedeutende Marien- und Krankenwallfahrt.


Die Wallfahrt auf den Habsberg (im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt) zählt zu den bekanntesten in Bayern. Alljährlich pilgern insbesondere viele Kranke auf den Habsberg und bitten um Heilung von ihren Leiden. Zur Geschichte: Im Mittelalter befand sich auf dem Habsberg eine kleine Burg, von der aber nur noch die Zisterne erhalten blieb. Der Ursprung des Wallfahrtsortes geht auf den ersten Kapellenbau (1680) zurück. Historische Quellen besagen, dass Johann Panzer, Amtspfleger auf Burg Helfenberg an einem schweren Gichtleiden litt. Von seinem Krankenlager aus blickte er oftmals auf seine Marienfigur und flehte um Hilfe. Eines Nachts vernahm er eine Stimme, die ihn aufforderte, auf dem Habsberg eine Kapelle zu errichten. Panzer ließ sicht dorthin tragen. Er erwarb sich die Kuppe des Berges und ließ 1680/82 eine Kapelle in der Form eines kleinen Zentralbaues errichten. Die Marienfigur wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. Panzer erlangte nach der Überlieferung Heilung. Nach mehreren Heilungswundern entstand 1730 an gleicher Stelle eine größere Kapelle. Die Kirche wurde 1760 im Stil des Rokoko erbaut. Ungebrochen ist die Anziehungskraft des Wallfahrtsortes auf Gläubige und suchende Menschen über die Region hinaus. Heute beherbergt der Habsberg auch ein Wallfahrts- und Jugendhaus.


Bild oben: Friedhof mit alten schmiedeeisernen Grabkreuzen, Habsberg, Oberpfalz, Bayern; Habsberg ist eine Wallfahrt, der Friedhof ist der Klosterfriedhof des Klosters Habsberg.

Auf der Tour zurück besuchen wir Erasbach.


Christoph Willibald Ritter von Gluck galt im 18. Jahrhundert als Erneuerer der Oper. Seine Wirkungsstätten waren die berühmtesten Opernhäuser Europas. Geboren wurde er 1714 im Dorf Erasbach in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt).

Danach passieren wir Freystadt und besuchen Mariahilf.


Freystadt - Maria Hilf - Wallfahrtskirche von franz-roth-tv

Die Wallfahrtskirche Mariahilf bei Freystadt in der Oberpfalz (Bayern). Hier haben Egid Quirin und Cosmas Damian Asam erstmals unter Leitung ihres Vaters als Freskanten und Srukkateure gearbeitet. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.

Unsere letzte Etappe ist dann Seligenporten.


In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland.

Sonntag, 4. Oktober 2015

Auf den Spuren der Gebrüder Asam


Egid Quirin und Cosmas Damian Asam zählen zu den bedeutendsten Stukkateuren und Freskanten des süddeutschen Barock (im Bild oben der Stukkateur Egid Quirin als Selbstbildnis in der Klosterkirche Weltenburg an der Donau).





Kirche der Benediktinerabtei Rohr in Niederbayern

Kloster Rohr in Niederbayern wurde im Jahr 1133 als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ das Kloster als Ruine und die Kirche schwer beschädigt.

Erst nach 1661 konnte damit begonnen werden, die Klostergebäude wieder herzustellen.
Und erst im 18. Jahrhundert wurde die Kirche in Angriff genommen.

Von 1717 bis 1723 entstand die heutige Barockkirche unter Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Egid Quirin war der Architekt gewesen. Die Asams standen zum Baubeginn 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Akademie San Luca in Rom und so sind in der Gestaltung des Baues in Rohr auch starke römische Vorbilder und Einflüsse erkennbar.


Asamkirche Kloster Rohr in Niederbayern by Franz Roth


Mariahilf in Freystadt

Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Freystadt in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) ist eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns. Die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam haben hier unter der Ägide ihres Vaters erstmals als Freskanten und Stukkateure sich ihre ersten Sporen verdient.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth

Dienstag, 21. April 2015

Roadmovie: Altmühltal und Oberpfalz

Bild oben: Essing im Altmühltal

Wir unternehmen eine Fahrt von Kelheim am Zusammenfluss von Altmühl und Donau das Altmühltal aufwärts bis Beilngries und von dort weiter Richtung Neumarkt in der Oberpfalz.

Roadmovie - 19. April 2015 from Franz Roth on Vimeo.


Und was gibt es unterwegs zu sehen?

Ein "Must-See" ist auf jeden Fall die katholische Pfarrkirche Sankt Vitus in Kottingwörth mit ihren Fresken aus dem Jahr 1310. Sankt Vitus wird auch "der kleine Dom des Altmühltals" genannt. Der "große" ist der Willibalds-Dom in Eichstätt.


Kottingwoerth - Fresken von 1310 by Franz Roth

Unweit, über Beilngries, thront das Schloß Hirschberg, einst ein Sommersitz der Bischöfe von Eichstätt, heute eine Seminarstätte des Bistums.


Und nur wenige Kilometer weiter Richtung Neumarkt, entlang des "Alten Kanals", des Ludwig-Main-Donau-Kanals, passieren wir die Benediktinerabtei Plankstetten.


Nach Plankstetten passieren wir Berching, das "Kleinod des Mittelalters".


Zur Stadt Berching gehört auch Erasbach. Christoph Willibald Ritter von Gluck galt zu seiner Zeit als Erneuerer der Oper. Er wirkte u.a. in London. Geboren aber ist er in dem kleinen Örtchen Erasbach in der Oberpfalz. Seine Heimatgemeinde erinnert mit einem Denkmal in Form einer Harfe am Ortseingang an den großen Sohn.


Willibald Gluck - Erasbach, sein Geburtsort in der Oberpfalz by Franz Roth


Nicht versäumen sollte man auch Mariahilf in Freystadt, eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns. Und hier haben sich die Barockkünstler Cosmas Damian und Egid Quirin Asam ihre ersten Meriten erworben.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth


Und wieder ganz in der Nähe entdecken wir ein weiteres kulturhistorisches Highlight: In Seligenporten finden wir in der Kirche des ehemaligen Klosters Deutschlands ältestes Chorgestühl, einen über 600 Jahre alten Nonnenchor.


Deutschlands ältestes Chorgestühl in Seligenporten by Franz Roth

Sonntag, 19. April 2015

Asam-Kirchen in Rohr und Freystadt


Efid Quirin und Coamas Damian Asam zählen zu den bedeutendsten Stukkateuren und Freskanten des süddeutschen Barock (im Bild oben der Stukkateur Egid Quirin als Selbstbildnis in der Klosterkirche Weltenburg an der Donau).

Kirche der Benediktinerabtei Rohr in Niederbayern

Kloster Rohr in Niederbayern wurde im Jahr 1133 als Augustiner-Chorherren-Stift gegründet. Der Dreißigjährige Krieg hinterließ das Kloster als Ruine und die Kirche schwer beschädigt.

Erst nach 1661 konnte damit begonnen werden, die Klostergebäude wieder herzustellen.
Und erst im 18. Jahrhundert wurde die Kirche in Angriff genommen.

Von 1717 bis 1723 entstand die heutige Barockkirche unter Egid Quirin und Cosmas Damian Asam. Egid Quirin war der Architekt gewesen. Die Asams standen zum Baubeginn 1717 noch stark unter dem Eindruck ihrer Ausbildung an der Akademie San Luca in Rom und so sind in der Gestaltung des Baues in Rohr auch starke römische Vorbilder und Einflüsse erkennbar.


Asamkirche Kloster Rohr in Niederbayern by Franz Roth


Mariahilf in Freystadt

Die Wallfahrtskirche Mariahilf in Freystadt in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) ist eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns. Die Brüder Egid Quirin und Cosmas Damian Asam haben hier unter der Ägide ihres Vaters erstmals als Freskanten und Stukkateure sich ihre ersten Sporen verdient.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Mariahilf in Freystadt in der Oberpfalz


Vor den Toren der oberpfälzer Stadt Freystadt (Landkreis Neumarkt) findet sich mit der barocken Wallfahrtskirche Maria Hilf eine besondere Sehenswürdigkeit. Cosmas Damian und Egid Quirin Asam arbeiteten hier unter der Leitung ihres Vaters erstmals als Freskanten. Erbaut wurde Maria Hilf in den Jahren 1700 bis 1710.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth


Freystadt - Maria Hilf - Wallfahrtskirche by Franz Roth

Montag, 19. September 2011

Meine Lieblingsfilme

Sie behandeln alle besondere kulturelle Kostbarkeiten Bayerns:

Das schon im letzten Post behandelte Kloster Scheyern, die Wallfahrtskirche Maria Hilf in Freystadt in der Oberpfalz, das älteste Chorgestühl Deutschlands im ehemaligen Kloster Seligenporten (gleichfalls Oberpfalz) und die Fresken aus dem Jahr 1310 in der Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth im Altmühltal (letztere zusammengefasst im Film "Kostbarkeiten des Mittelalters").