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Donnerstag, 7. Oktober 2021

Historische Schiffe

Schiffstyp: Dundee Thonier (Thunfischfänger), Gaffelketsch

1954 als Thunfischkutter auf der Werft Auguste Tertu in Camaret gebaut, Einsatz im Golf von Biskaya und zur Schleppnetzfischerei in irischen Gewässern, Anfang der 1980er Jahre außer Dienst gestellt und verkauft. 1990 durch Bob Escoffier ersteigert, 13 monatige Restauration und Umbenennung in "Etoile Molène". Einsatz bei Tagesfahrten und längeren Törns mit Segelgästen.

Historische Fähren in Ostfriesland

Historische Fähren in Ostfriesland. die Emsfähre in Ditzum im Rheiderland und die Treidelpünte über die Jümme bei Leer.


Die Emsfähre „Ditzum“ verbindet seit vielen Jahrzehnten das gleichnamige Fischerdorf Ditzum im Rheiderland auf der linken Seite der Ems mit der zur Stadt Emden gehörenden Ortschaft Petkum auf der rechten Emsseite. Sie schließt damit eine Lücke zwischen der K43 (Molkereistraße) und der L2 (Leeraner Landstraße) und ist besonders bei Fahrradfahrern und Fußgängern sehr beliebt. Denn ohne diese Fährverbindung wäre eine Querung der Ems erst wieder über die etwa 20 Kilometer südlich gelegene Jann-Berghaus-Brücke in Leer möglich.

Diese kleine nostalgische Wagenmotorfähre, die bereits 1926, also vor nunmehr 90 Jahren, auf der weit über die niedersächsischen Landesgrenzen hinaus bekannten Meyer-Werft in Papenburg fertig gestellt wurde, transportiert mehrmals täglich auf ihrer etwa 20 minütigen Emsquerung nicht nur Fußgänger und Fahrradfahrer, sondern neben motorisierten Zweirädern auch bis zu drei Personenkraftwagen gleichzeitig. Möglich wurde dies nach einer umfangreichen Restaurierungsaktion vor einigen Jahren, welche aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert wurde.

Die Pünte in Wiltshausen (Landkreis Leer (Ostfriesland) im äußersten Nordwesten Niedersachsens) ist eine kleine handbetriebene Binnenfähre über die Jümme, dicht bei der Mündung in die Leda, die ihrerseits nach etwa 10 km hinter Leer in die Ems mündet. Sie verbindet die Orte Amdorf und Wiltshausen und ist die älteste handgezogene Fähre Nordeuropas.

Die Pünte wird bereits 1562 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Sie wurde zuletzt bis 1975 vom Landkreis betrieben und dann aus Kostengünden eingestellt. Bei der Bekanntgabe der Schließung 1974 formierte sich sofort eine Bewegung unter den Bürgern zum "Verein zur Förderung und Erhaltung der historischen Pünte als Denkmal auf dem Wasser e.V." (Pünten-Verein), der den Fährbetrieb 1988 wieder aufnahm. 2002 wurde die Pünte unter Denkmalschutz gestellt.

Historische Schiffe in der Bretagne und an der Nordsee


Historische Schiffe (Segelschiffe) in der Bretagne und an der Nordsee / Saint-Malo, Auray, Papenburg, Weener, Carolinensiel

Historische Schiffe - die La Recouvrance in Saint-Malo, die Brigg Friederike in Papenburg, am Hafen von Weener im Rheiderland, der Sielhafen von Carolinensiel und die Kuff Margaretha in Papenburg.

Der Schoner "Saint Sauveur" in Auray (Saint-Goustan) ist Geschichte: Er wurde bei Bauarbeiten im Hafenbecken im Mai 2009 verlegt und dabei irreparabel beschädigt.

Montag, 31. Mai 2021

Unsere persönlichen Highlights im Norden


Mit der Pünte über die Jümme bei Leer in Ostfriesland

Die Pünte in Wiltshausen (Landkreis Leer (Ostfriesland) im äußersten Nordwesten Niedersachsens) ist eine kleine handbetriebene Binnenfähre über die Jümme, dicht bei der Mündung in die Leda, die ihrerseits nach etwa 10 km hinter Leer in die Ems mündet. Sie verbindet die Orte Amdorf und Wiltshausen und ist die älteste handgezogene Fähre Nordeuropas.


Die Pünte wird bereits 1562 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Sie wurde zuletzt bis 1975 vom Landkreis betrieben und dann aus Kostengünden eingestellt. Bei der Bekanntgabe der Schließung 1974 formierte sich sofort eine Bewegung unter den Bürgern zum "Verein zur Förderung und Erhaltung der historischen Pünte als Denkmal auf dem Wasser e.V." (Pünten-Verein), der den Fährbetrieb 1988 wieder aufnahm. 2002 wurde die Pünte unter Denkmalschutz gestellt.

Am Ems-Jade-Kanal bei Hoheesche

Hoheesche ist ein Ort in der Gemeinde Friedeburg im Landkreis Wittmund in Ostfriesland. Die Brücke über den Ems-Jade-Kanal ist als Baudenkmal ausgewiesen.


Für uns war Hoheesche mit seiner Brücke der interessanteste Abschnitt dess Kanals. Ganz anders als die sonstigen modernen Klappbrücken. Hier führt halt keine Bundes- oder Landesstraße durch und so konnte die alte Holzbrücke erhalten werden.

Entlang des Großefehnkanals in Ostfriesland - 1633 von Emden gebauter, an das Fehntjer Tief bei Westgroßefehn anschließender Moorkanal von ca. 10km Länge und vier Schleusen, von denen die Eingangsschleuse von 1786 in den 1990er Jahren restauriert wurde; 1921-34 über den Großefehnanschlusskanal mit dem Nordgeorgsfehnkanal (und dem Ems-Jade-Kanal) zum Ringkanal verbunden.


Fehntjer-Land heißt die Landschaft in und um Großefehn, und das zu Recht. Denn hier in Westgroßefehn entstand 1633 das erste Fehngebiet aus unwirtlichem Moor. Vier Emder Bürger waren es, die den ersten Fehnkanal graben ließen, um das Land zu entwässern und um Torf auf „Törfmuttjes“ nach Emden transportieren zu können. Dort, wo der Großefehnkanal in die Flumm mündet und die Westgroßefehner Mühle steht, begann alles. Heute noch ist Großefehn – die älteste Fehnanlage Ostfrieslands – kreuz und quer von Kanälen, Wieken und Inwieken durchzogen, und überall sieht man die markanten weißen Klappbrücken, die darüberführen.

Freitag, 3. August 2018

Mit der Treidel-Pünte über die Jümme


Die Jümme-Fähre bei Leer - Seit 450 Jahren überquert eine handgezogene Wagenfähre den Fluß Jümme bei Leer in Ostfriesland. Die Pünte mit dem Auto zu benutzen ist ein echtes Abenteuer, denn Auf- und Abfahrt sind steil und eng. Besonders beim Verlassen der Fähre muss man aufpassen, nicht aufzusetzen. Speziell an Tagen (bzw. zu Tageszeiten), wenn die gezeitenabhängige Jümme weniger Wasser führt.


Die Pünte ist die letzte per Hand gezogene Wagenfähre Europas!

Seit über 450 Jahren überquert die handgezogene Fähre (Treidelpünte) am Zweistrom von Leda und Jümme in Wiltshausen die Jümme. Schon im Jahre 1562 wurde die Pünte schriftlich erwähnt, und ihre Bauform ist die gleiche geblieben wie damals. Nur die heutigen Besucher unterscheiden sich von der handbetriebenen Fähre sehr von denen, die vor 450 Jahren in diese Gegend kamen. Damals war die "Pünte" ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Land diesseits und jenseits der Jümme und Leda, denn es führten keine Brücken über diese Flüsse. Also verlief der Haupthandels- und Reiseweg von Westfalen nach Ostfriesland eben über die Treidelpünte bei Amdorf-Wiltshausen, am sogenannten Lüdeweg, der über Backemoor zu dieser Stelle an den Zweistrom (Leda-Jümme) führte. Wie viele Reise- und Postkutschen einst diesen Weg über die Pünte nahmen kann man kaum erahnen.

Die Fährpreise sind sehr moderat.

Karte:


Zu beachten: Die Fähre verkehrt nur vom 1. Mai bis zum 30. September. Und nur von Mittwoch bis Sonntag.

Mehr auch hier: http://www.puentenverein.de/

Mittwoch, 1. August 2018

Leer, das Tor Ostfrieslands

Krimi in Ostfriesland: "Tatort Taraxacum" in Leer

Leer in Ostfriesland - Ein Städteporträt - In der Altstadt, Besuch der Evenburg und des Plytenberges - Die Stadt Leer (Ostfriesland) ist die Kreisstadt des Landkreises Leer in Niedersachsen. Durch ihren Seehafen ist die an Ems und Leda gelegene Stadt seit Jahrhunderten vom Handel und der Seefahrt geprägt. Sie ist einer der größten deutschen Reederei-Standorte. Sie bezeichnet sich als Tor Ostfrieslands und liegt an Kreuzungspunkten der Verkehrsträger Straße, Schiene und Fluss. Die Altstadt gilt wegen des guten Erhaltungszustands ihrer historischen Häuser als die „wertvollste“ der Region. Leer ist Sitz des Landeskirchenamtes der Evangelisch-reformierten Kirche, des Kommandos Schnelle Einsatzkräfte Sanitätsdienst der Bundeswehr und Unternehmenssitz der Bünting-Gruppe. In Leer befindet sich der 'Fachbereich Seefahrt' der Hochschule Emden/Leer. Im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert war Leer durch den Häuptling Focko Ukena ein politisches Zentrum Ostfrieslands. Zur Stadt erhoben wurde Leer aber erst 1823. Zuvor galt der Ort als Marktflecken, hatte aber schon lange vor der Verleihung des Stadtrechts städtische Züge angenommen. Wahrscheinlich lässt sich der Name der Stadt Leer von dem urgermanischen Wort „hlér“ („Weideplatz“) ableiten.


Ein kleiner Bummel durch das ostfriesische Leer, vom Hafen in die Altstadt und retour. Impressionen einer pittoresken norddeutschen Idylle.


Die Jann-Berghaus-Brücke über die Ems in Leer in Ostfriesland ist neben der Erasmusbrücke eine der größten Klappbrücken Westeuropas. Sie liegt zwischen den Leeraner Stadtteilen Leerort und Bingum im Verlauf der B 436.


Mit der Pünte über die Jümme - Seit über 450 Jahren überquert die handgezogene Fähre (Treidelpünte) am Zweistrom von Leda und Jümme in Wiltshausen die Jümme. Schon im Jahre 1562 wurde die Pünte schriftlich erwähnt, und ihre Bauform ist die gleiche geblieben wie damals. Nur die heutigen Besucher unterscheiden sich von der handbetriebenen Fähre sehr von denen, die vor 450 Jahren in diese Gegend kamen. Damals war die "Pünte" ein wichtiges Verbindungsglied zwischen dem Land diesseits und jenseits der Jümme und Leda, denn es führten keine Brücken über diese Flüsse. Also verlief der Haupthandels- und Reiseweg von Westfalen nach Ostfriesland eben über die Treidelpünte bei Amdorf-Wiltshausen, am sogenannten Lüdeweg, der über Backemoor zu dieser Stelle an den Zweistrom (Leda-Jümme) führte. Wie viele Reise- und Postkutschen einst diesen Weg über die Pünte nahmen kann man kaum erahnen.


Die Kirche von Neuburg in Ostfriesland

Kurz hinter der Jümme-Fähre erreicht man Neuburg.


Die erste Kirche wurde 1628 durch einen Sturm zerstört. 1634 baute man eine neue Kirche, die 145 Jahre später wegen Baufälligkeit abgerissen werden musste. 1779 entstand die dritte Kirche an dieser Stelle. Die Kanzel von 1650 und der Altar von 1674 stammen aus der alten Kirche.