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Samstag, 9. Oktober 2021

Rund um den Golf du Morbihan

Der Golf von Morbihan ist ein inselreiches Binnenmeer im bretonischen Département Morbihan, das über eine schmale Passage mit dem Atlantik verbunden und daher salzwasserhaltig ist. Der Name des Golfes stammt vom bretonischen mor bihan ab, das "kleines Meer" bedeutet. Nach dem Golf wurde auch das Département Morbihan benannt. Der Golf von Morbihan wird durch die Rhuys-Halbinsel von der Bucht von Quiberon (Atlantik) getrennt. Die Verbindung zum Atlantik ist nur einen Kilometer breit und liegt zwischen der Landspitze von Kerpenhir (Pointe de Kerpenhir in der Gemeinde Locmariaquer) im Westen und der Landspitze von Port-Navalo (Pointe Port-Navalo in der Gemeinde Arzon) im Osten. Die Gezeitenströme dort sind sehr stark, mit Geschwindigkeiten von bis zu 4 Metern pro Sekunde. Auch innerhalb des Golfes bestehen aufgrund der Gezeiten und der an vielen Stellen geringen Wassertiefe viele Strömungen, weshalb die Jachthäfen im Gebiet des Golfes Freizeitkapitänen Lotsendienste anbieten.

Die Megalithstätten von Locmariaquer

Locmariaquer liegt etwa zehn Kilometer (Fahrtstrecke) südlich von Auray auf einer Halbinsel, die den Atlantik vom Golf von Morbihan trennt. Der Ort liegt auf Meereshöhe und etwa zwölf Kilometer von Carnac entfernt. Die Gemeinde ist vor allem wegen der vielen eindrucksvollen Monumente aus der Megalithzeit international bekannt geworden.


Der Table des Marchand wurde bereits im Jahr 1889 zum Monument historique erklärt. Ausgrabungsarbeiten in den 1980er und 1990er Jahren haben ergeben, dass das jungsteinzeitliche Bauwerk wahrscheinlich zu Beginn des 4. Jahrtausends v. Chr. errichtet wurde. Das Bauwerk wurde wahrscheinlich bis in die Bronzezeit (d. h. bis um 2000 v. Chr.) genutzt.

Der Grand Menhir auch Grand Menhir Brisé (grand: „groß“, maen: „Stein“, hir: „lang“) ist der größte bekannte Menhir der Welt. Der Stein war ursprünglich etwa 20,60 m lang und erreichte aufgerichtet eine Höhe von ca. 18,50 m. Heute besteht der gewaltige Stein aus vier Teilstücken. Etwa 200–300 Jahre nach seiner Aufrichtung stürzte der Menhir um, ob von Menschenhand oder etwa durch ein Erdbeben ist wissenschaftlich bis heute ungeklärt – möglicherweise war es beabsichtigt.


Über Auray mit Besuch des pittoresken Hafens von Saint-Goustan geht es Richtung Halbinsel Rhuys.


Die im Durchschnitt zwei Kilometer breite Halbinsel Rhuys ist eine lang gestreckte Landzunge, die den Golf von Morbihan vom offenen Ozean trennt.


Château Sucinio, Port Navalo, Gezeitenmühle Pen Castel

Château Suscinio

Ursprünglich war Suscinio ein Jagdschloß der bretonischen Herzöge gewesen, aber im Zuge des Hundertjährigen Krieges und des Bretonischen Erbfolgekrieges wurde es zur Festung ausgebaut. Diese beiden Kriegsereignisse führten auch zum Unionsvertrag von Vannes im Jahre 1532, mit dem die "immer währende Union des Landes und Herzogtums Bretagne mit dem Königreich und der Krone Frankreichs" festgelegt wurde. Der Unionsvertrag verbietet es, einen unabhängigen bretonischen Staat zu gründen - sehr zum Mißfallen vieler bretonischer Separatisten bis heute, deren Ziel ein eigener Staat ist.

Suscinio entdeckt man erst im letzten Moment, in einer Kurve zwischen hübschen, strohgedeckten Häusern. Die Lage ist bemerkenswert: Das von Moor und Wald umrahmte Schloss verfügt über „Meerblick“, genauer gesagt über einen herrlichen Blick auf die Bucht von Landrezac. Im 13. Jahrhundert war es ein Priorat mit etwas Landwirtschaft ringsherum. Nachdem die Herzöge der Bretagne hier einen ersten Herrensitz eingerichtet hatten, vergrößerte sich das Anwesen, es wurde umgebaut und so entstand schließlich nach und nach die fürstliche Residenz, wie wir sie heute bewundern können. Damals war das Schloss sogar die Lieblingsresidenz der bretonischen Herzöge und von Anne de Bretagne. Die riesige Ringmauer ist von Wassergräben umgeben und wird von sechs Türmen flankiert.

Gezeitenmühle bei Pen-Castel: Bei einer Gezeitenmühle wird das Mahlwerk angetrieben von der Kraft des Wassers im Rhythmus von Ebbe und Flut. Die Mühle ist nicht mehr in Betrieb und heute Veranstaltungsstätte.



Donnerstag, 7. Oktober 2021

Historische Schiffe

Schiffstyp: Dundee Thonier (Thunfischfänger), Gaffelketsch

1954 als Thunfischkutter auf der Werft Auguste Tertu in Camaret gebaut, Einsatz im Golf von Biskaya und zur Schleppnetzfischerei in irischen Gewässern, Anfang der 1980er Jahre außer Dienst gestellt und verkauft. 1990 durch Bob Escoffier ersteigert, 13 monatige Restauration und Umbenennung in "Etoile Molène". Einsatz bei Tagesfahrten und längeren Törns mit Segelgästen.

Historische Fähren in Ostfriesland

Historische Fähren in Ostfriesland. die Emsfähre in Ditzum im Rheiderland und die Treidelpünte über die Jümme bei Leer.


Die Emsfähre „Ditzum“ verbindet seit vielen Jahrzehnten das gleichnamige Fischerdorf Ditzum im Rheiderland auf der linken Seite der Ems mit der zur Stadt Emden gehörenden Ortschaft Petkum auf der rechten Emsseite. Sie schließt damit eine Lücke zwischen der K43 (Molkereistraße) und der L2 (Leeraner Landstraße) und ist besonders bei Fahrradfahrern und Fußgängern sehr beliebt. Denn ohne diese Fährverbindung wäre eine Querung der Ems erst wieder über die etwa 20 Kilometer südlich gelegene Jann-Berghaus-Brücke in Leer möglich.

Diese kleine nostalgische Wagenmotorfähre, die bereits 1926, also vor nunmehr 90 Jahren, auf der weit über die niedersächsischen Landesgrenzen hinaus bekannten Meyer-Werft in Papenburg fertig gestellt wurde, transportiert mehrmals täglich auf ihrer etwa 20 minütigen Emsquerung nicht nur Fußgänger und Fahrradfahrer, sondern neben motorisierten Zweirädern auch bis zu drei Personenkraftwagen gleichzeitig. Möglich wurde dies nach einer umfangreichen Restaurierungsaktion vor einigen Jahren, welche aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mitfinanziert wurde.

Die Pünte in Wiltshausen (Landkreis Leer (Ostfriesland) im äußersten Nordwesten Niedersachsens) ist eine kleine handbetriebene Binnenfähre über die Jümme, dicht bei der Mündung in die Leda, die ihrerseits nach etwa 10 km hinter Leer in die Ems mündet. Sie verbindet die Orte Amdorf und Wiltshausen und ist die älteste handgezogene Fähre Nordeuropas.

Die Pünte wird bereits 1562 zum ersten mal urkundlich erwähnt. Sie wurde zuletzt bis 1975 vom Landkreis betrieben und dann aus Kostengünden eingestellt. Bei der Bekanntgabe der Schließung 1974 formierte sich sofort eine Bewegung unter den Bürgern zum "Verein zur Förderung und Erhaltung der historischen Pünte als Denkmal auf dem Wasser e.V." (Pünten-Verein), der den Fährbetrieb 1988 wieder aufnahm. 2002 wurde die Pünte unter Denkmalschutz gestellt.

Historische Schiffe in der Bretagne und an der Nordsee


Historische Schiffe (Segelschiffe) in der Bretagne und an der Nordsee / Saint-Malo, Auray, Papenburg, Weener, Carolinensiel

Historische Schiffe - die La Recouvrance in Saint-Malo, die Brigg Friederike in Papenburg, am Hafen von Weener im Rheiderland, der Sielhafen von Carolinensiel und die Kuff Margaretha in Papenburg.

Der Schoner "Saint Sauveur" in Auray (Saint-Goustan) ist Geschichte: Er wurde bei Bauarbeiten im Hafenbecken im Mai 2009 verlegt und dabei irreparabel beschädigt.