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Montag, 1. April 2024

Die faszinierenden Küsten der Bretagne und unsere Lieblingsstadt Saint-Malo

In Frankreich ist die Küste der Bretagne mit 2.700 Kilometern die größte Küstenregion des Landes. Diese Küste zeichnet sich aufgrund ihrer Vielfältigkeit aus. Von malerischen Stränden über imposante Klippen und beeindruckende Dünenlandschaften bis hin zu wehrhaften alten Festungen und pittoresken Häfen. Allgegenwärtig der berühmte Festungsbaumeister Ludwig XIV., Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban. Die über 2.000 Jahre alte Korsarenstadt Saint-Malo ist sicher ein absolutes Highlight. Aber auch die Felsküsten der Côte de Granit Rose in Côtes d'Armor und die Côte Sauvage, die "Wilde Küste" auf Quiberon im Département Morbihan. Wir finden mondäne Badeorte und Austern- und Muschelzuchten. Der "Heilige Berg des Abendlandes", der Mont-Saint-Michel, ist - auch wenn er bereits ganz knapp zur Normandie zählt - ein lohnendes Ziel. Nicht entgehen lassen sollte man sich auch Les Rochers Sculptés in Rothéneuf bei Saint-Malo. Geschaffen wurden diese durch Abbé Fouré (1839 - 1910) nachdem er aus Krankheitsgründen sein Priesteramt nicht mehr ausüben konnte. Wohl durch einen Schlaganfall hatte er eine Lähmung, die Sprache verloren und wurde taub. Deshalb ließ er sich hier nieder um in den Klippen die Felsen zu behauen. Er schuf auf einem Felsvorsprung mehr als 300 Reliefs und Skulpturen.


Unser geliebtes Saint-Malo - die Anreise und Impressionen der Stadt - Chaussée du Sillon in Saint Malo - Sozusagen "unsere" Straße: Drei Jahre hatten wir dort unser Urlaubsquartier.


Das Château De Saint-Malo ist eine Burg aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und liegt Intra Muros, also in der von einer Mauer umgebenen Altstadt von Saint-Malo.

Erbaut wurde sie von den Herzögen der Bretagne um die Herrschaft über die Stadt zu sichern. Seit Juli 1886 ist sie als Monument Historique klassifiziert.

Vor der Burg - Le Jardin des Douves: Mit einer Fläche von 3.600m² ist es der älteste Garten der Stadt Saint-Malo. Er wurde 1880 auf dem alten Burggraben angelegt und ist mit einem neobarocken Brunnen geschmückt. Vorher gab es dort einen kleinen Garten mit dem Namen "Jardin d’amour", in dem sich Liebespaare trafen.

Les Remparts de Saint-Malo - Die Stadtmauern von Saint-Malo: Ein Spaziergang auf den Stadtmauern ist ein absolutes Muss, wenn man in Saint Malo zu Besuch ist. Er gibt wundervolle Ausblicke auf das Meer und die Stadt intra muros zu Ihren Füssen. Sie brauchen etwa eine Stunde für einen kompletten Rundgang. Die hohe Mauer, die die Stadt Saint Malo umrundet, bildet eine Schleife von etwa zwei Kilometern Länge.

Die Stadtmauer von Saint-Malo wurde im 12. Jahrhundert errichtet, lange vor dem goldenen Zeitalter der königlichen Korsaren. Nach der großen Feuersbrunst im Jahr 1661 wurden die Granitmauern neu aufgebaut; im 18. Jahrhundert wurden sie von dem Ingenieur und Architekten Garangeau, einem Schüler Vaubans, erweitert. Die Bastion de la Hollande wurde 1674 erbaut. Ihren Namen erhielt sie von ihrem Zweck, die Stadt gegen holländische Kriegsschiffe zu verteidigen.

Die Hollande Bastion wurde mit 24 Kanonen ausgestattet, die später vom Grafen von Toulouse durch stärkere Kanonen ersetzt wurden. Die Kanonen mit 36 oder 42 Kalibern waren eine Belohnung für den Mut, den die Bevölkerung während der Attacken der Holländer im Jahre 1696 gezeigt hatte.

1684 wurde der Zwinger der “Chiens du Guet” (Wachhunde) in diesen Teil der Stadtmauer versetzt. Ab 1150 bewachte eine Meute Doggen nachts die Stadt. Um 22 Uhr gab die Glocke «Noguette» das Signal und die Hunde wurden in den Straßen freigelassen.

Saint-Malo war als eines der Hauptquartiere des deutschen Atlantikwalls durch alliierte Bombardements im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört worden. Aber im Gegensatz zu anderen Städten (wie Brest, Lorient oder Le Havre in der Normandie) hatte man sich damals gottseidank entschieden, die Stadt nach historischen Plänen und Bildern wieder aufzubauen.
Abendessen in Saint-Malo. Madame nimmt Muscheln, Monsieur zwei Dutzend Austern. Dazu einen Muscadet-sur-lie, einen auf der Maische gereiften Wein aus Loire-Atlantique.
P.S.: NIE Zitrone zu den Austern !!!
Das verdirbt sie. Nur Apfelessig
Im Jahr 2000 beging die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier mit großem Gepränge. Wir waren damals dort gewesen und haben alles hautnah miterlebt. Für die große "Parade défilé", den Umzug auf der Chaussée du Sillon, hatten wir an unserem Fenster im Hotel Ibis einen "Logenplatz" gehabt.

Saint-Malo ist der Geburtsort von René Francois de Châteaubriand, Abenteurer, Staatsmann und Romancier, ein Zeitgenosse Napoleons I.
Er ist auch auf der Insel Grand Bé bei Saint-Malo beerdigt. Sein einsames Grab ist beeindruckend. Und die Insel kann man nur bei Ebbe erreichen. Von dort bietet sich ein grandioser Panoramablick auf die Altstadt (Ville Close, Intra Muros).

"Ich und Napoleon" sagte er mal. Und so unbescheiden wie er selbst zeitlebens gewesen war, so pompös ist auch sein Grab. Die Rede ist von René François de Châteaubriand, Adeliger, Offizier, Abenteurer, Staatsmann und Romancier aus Saint-Malo.

Die Grabanlage ist auch nicht mehr im Original erhalten: Sie war anfangs von einem Eisengitter im neogotischen Stil umzäunt. 1944 sprengte eine Granate bei der Schlacht um Saint-Malo (bei der auch das Fort Grand Bé zerstört wurde) eine Ecke des Grabsteins weg und beschädigte den Zaun. Ein neuer, einfacherer Zaun mit nur noch drei Seiten wurde errichtet. Die Seite zum Meer blieb nun offen.

Sein Grab ist, wie sein Leben war: Einsam und von ausgesuchter Theatralik. Er hatte sich diese Felskante des einsamen Eilands schon zu Lebzeiten als letzte Ruhestätte gewählt.

Saint-Malo, Place Châteaubriand - Das Geburtshaus des Schriftstellers, die Brasserie Lion d'Or, eine kulinarische Institution und das Café de L'Ouest
François-René, Vicomte de Chateaubriand (* 4. September 1768 in Saint-Malo; † 4. Juli 1848 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat. Er gilt als einer der Begründer der literarischen Romantik in Frankreich. Er hat in Frankreich die Bedeutung, die Goethe in Deutschland hat.

Donnerstag, 16. November 2023

Unsere maritimen Lieblingsstädte: Wilhelmshaven und Saint-Malo

Saint Malo - Bretagne - unsere Lieblingsstadt in der Bretagne - Trotz des typisch bretonisch rauhen und windigen Wetters kann man (besonders im Sommer) auch häufig die Sonne genießen. Eine Festungsanlage, Gezeitenunterschiede von bis zu 14 Metern und schöne Sandstrände machen St. -Malo mittlerweile zu einem der meistbesuchten Touristenorte in Frankreich.


Wie ein steinernes Schiff reckt Saint-Malo in der Rance-Mündung stolz seine Festungsmauern ins Meer. Die aus den Befestigungen emporragenden Fassaden und Türme verleihen der Stadt ihre einzigartige Silhouette. Der Wehrgang bietet einen herrlichen Ausblick über die Stadt.

Saint-Malo entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. aus Alet. Im 12. Jahrhundert erwächst aus dem alten römischen Hafen eine Stadt, die zunächst auf einer kleinen grünen Insel gegründet wird. Im 16. Jahrhundert mache sich Jacques Cartier von hier auf, Kanada zu entdecken und ganze Fischfang-Armadas landen in Neufundland. Die alle Seestraßen abklappernden Reeder sichern der Stadt ihren Wohlstand, die im Schutz der von den Schülern Vaubans errichteten Befestigungsmauern prosperiert. Im 18. Jahrhundert untermauern die Korsaren Duguay-Trouin und Surcouf das Ansehen Saint-Malos, dessen Standarte unter der französischen Flagge weht.

Ihre Blütezeit erreichte die Stadt im 16. Jahrhundert. Durch Fischfang und Handel (auch Kaperfahrten, Schleichhandel und Sklavenhandel) erlangte Saint-Malo Wohlstand. 1590 wurde eine eigene Republik ausgerufen, die jedoch nur bis 1594 bestand. Diese war Grundlage für das Selbstbewusstsein der Bewohner, die sich Malouinen (frz. malouins) nannten. Gefürchtet war Saint-Malo bei holländischen und englischen Handelsschiffen, denn die Stadt war auch Heimat von Korsaren, allen voran Robert Surcouf (1773–1827), der mit seinem schnellen und wendigen Schiff „Renard“ (Fuchs) auf Beutezug ging. Er war dabei so erfolgreich, dass er sich mit 35 Jahren zur Ruhe setzen konnte.

Im August 1944, nach der Landung der Alliierten in der Normandie, wurde die Innenstadt von Saint-Malo (intra muros) zu etwa 85 Prozent durch anglo-amerikanische Bombardierungen zerstört, da der damalige Festungskommandant Oberst Andreas von Aulock sich weigerte, zu kapitulieren. Im Gegensatz zu anderen stark zerstörten Städten bemühte sich Saint-Malo aber um einen möglichst originalgetreuen Wiederaufbau, der auch weitestgehend gelang. Man stützte sich dazu auf alte Pläne und Abbildungen der Stadt.

Wilhelmshaven ist und bleibt unsere erklärte Lieblingsstadt an der Nordsee-Küste. Maritim und zugleich urban


Wilhelmshaven liegt an der Nordwestküste des Jadebusens, einer etwa 190 km² großen Meeresbucht an der Nordsee.

Die Stadtgeschichte ist seit der Einweihung als „erster deutscher Kriegshafen an der Jade“ am 17. Juni 1869 eng mit der Geschichte der Deutschen Marine verbunden. Die Stadt ist heute der größte Standort der Deutschen Marine, seit Umsetzung des Stationierungskonzepts 2011 der Bundeswehr auch der größte Standort der Bundeswehr und einer der größten Marinestützpunkte in Westeuropa.

Wilhelmshaven hat den Tiefwasserhafen mit der größten Wassertiefe in Deutschland und ist der größte Erdölumschlaghafen des Landes. 72 Prozent des Rohölumschlags aller deutschen Seehäfen und fast 27 Prozent des deutschen Rohölimports werden über Wilhelmshaven abgewickelt. Von hier führen Pipelines zu Erdölraffinerien im Rhein-Ruhr-Gebiet und nach Hamburg. Das tiefe Fahrwasser der Jade prägt die Wirtschaft und ist die Basis für Ansiedlungen von Großbetrieben der Petrochemie, der chemischen Industrie, der stromerzeugenden Industrie, der Logistik-Industrie und weiterer maritimer Wirtschaftszweige (Reparaturwerften, Schiffsausrüstungen etc.). Mit dem im September 2012 eröffneten JadeWeserPort erhielt Wilhelmshaven ein von der Tide unabhängiges Containerterminal, das auch die größten Containerschiffe voll beladen abfertigen kann.

Wilhelmshaven profitiert vom Tourismus an der Nordseeküste. Die Stadt zieht mit ihren Einkaufsmöglichkeiten und ihren touristischen Einrichtungen Feriengäste der umliegenden Badeorte an.

Lokalpatrioten nennen Wilhelmshaven schon mal "das Acapulco des Nordens". Und immerhin hat die Stadt den einzigen Südstrand an der gesamten deutschen Nordseeküste.

Der Südstrand mit südländisch anmutender Promenade hat ein ganz besonderes Flair. Mit seinen gemütlichen Hotels und Restaurants, Attraktionen und Aktionen ist er beliebtes Ausflugsziel zu allen Jahreszeiten. In der Badesaison von Mai bis September prägen bunte Strandkörbe das Bild des Südstrandes mit dem vorgelagerten Badestrand.

Der Südstrand ist einzigartig an der deutschen Nordseeküste. Seit 1929 ist er einer der Anziehungspunkte Wilhelmshavens.

Von Einheimischen und eingeweihten Auswärtigen wird Wilhelmshaven oft auch Schlicktau oder Schlicktown genannt.

Der Name Schlicktau entstammt der kaiserlichen Marine, die eine Anspielung auf den Schlick des Wilhelmshavener Watts als auch das Wortende der Hauptstadt Tsingtau des ehemaligen Pachtgebietes von Kiautschou in China in einem Wort vereinigten. In Tsingtau waren zur Kolonialzeit vor allem Wilhelmshavener Marinesoldaten stationiert.

Der heute recht häufig gebrauchte Begriff Schlicktown ist erst in den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden, als durch die NATO-Zugehörigkeit der Bundeswehr Englisch auch in der Marine die vorherrschende Sprache unter den Bündnisländern wurde.








Donnerstag, 3. Februar 2022

Korsarenstadt Saint-Malo und Heimat der Neufundlandfischer

Einer der Touristenmagneten der Bretagne ist die alte nach einem walisischen Missionar benannte Hafenstadt Saint-Malo (54.000 Einwohner) an der Smaragdküste (Côte Emeraude) am Ärmelkanal. Kilometerlange Sandstrände bieten rund um die Stadt ausgezeichnete Bademöglichkeiten. Saint-Malo hat eine pittoreske, von wuchtigen Stadtmauern umschlossene Altstadt (Ville Close), die 1944 von den Alliierten beim Sturm auf den von den Deutschen besetzten und zur Festung ausgebauten Hafen fast vollständig zerstört wurde. Zwischen 1949 und 1952 wurde die geschichtsträchtige Altstadt aus dem 18. Jahrhundert originalgetreu wieder aufgebaut. Damals hatte die Hafenstadt Weltgeltung erlangt und die Malouins, die Bewohner von Saint-Malo, hatten ihren Ruf als wagemutige Seefahrer erworben.
Einen maßgeblichen Beitrag zum Reichtum der Handelsstadt leisteten die Korsaren, die im 17. und 18. Jahrhundert die schillerndste Epoche der Seefahrerstadt prägten. Im Gegensatz zu einfachen Piraten waren die Korsaren mit einem Kaperbrief (lettre de course) ihrer Regierung ausgestattet, der sie offiziell legitimierte, feindliche Schiffe aufzubringen oder deren Besatzungen zwecks Lösegeldforderungen zu verschleppen. Über die erbeutete Ware musste sorgfältig Buch geführt und ein Anteil an den König abgeführt werden. Im Gegenzug konnten die Schiffe französische Häfen anlaufen, um sich mit Proviant zu versorgen oder Reparaturen vorzunehmen. Auch Aktiengesellschaften rüsteten Korsarenschiffe aus und spekulierten auf reiche Beute. Mitte des 17. Jahrhunderts waren die Kaperfahrten zum Gewohnheitsrecht geworden. Das ‘Einsatzgebiet' der Korsaren reichte von der Karibik, wo spanische Schatzschiffe kreuzten, bis nach Südostasien, wo mit Gewürzen beladene Handelsschiffe reiche Beute verhießen.

Viele Korsaren brachten es zu großem Wohlstand, wurden Reeder und geachtete Mitglieder der ehrenwerten Gesellschaft. Zu den bekanntesten gehören der später geadelte René Dugay-Trouin (1673-1736), der mehr als 300 Schiffe erbeutete und 1711 Rio de Janeiro plünderte, und Robert Surcouf (1773-1827), der als einer der letzten Korsaren Saint-Malos zum ‘Schrecken der Engländer' wurde und bis 1809 ein Riesenvermögen erwarb.

Der ein Jahrhundert nach seinem Cousin Duguay-Trouin geborene Robert Surcouf tat sich im Handelskrieg gegen England hervor. Seine Meisterleistung war, die „Kent“, ein mächtiges Schiff der britischen Indien-Kompanie, zu kapern. Die Erbeutung des 1200 Registertonnen schweren Schiffes brachte ihm den Ehrennamen „König der Korsaren“ ein. Surcouf wurde zu einem der vermögendsten und mächtigsten Reeder von Saint-Malo.
Die Bronzestatue von Robert Surcouf steht im Jardin du Cavalier, gegenüber von Petit-Bé und Grand-Bé

Nach den Napoleonischen Kriegen und der Neuordnung Europas zu Beginn des 19. Jahrhunderts endete die Ära des Korsarentums. 1856 wurde die guerre de course, die staatlich sanktionierte Kaperschiffahrt, abgeschafft. Die Malouins verlegten sich auf die Grande Pêche, den Kabeljaufang vor Neufundland und Labrador, der zusammen mit dem Export von Textilien noch bis zum Ersten Weltkrieg Wohlstand garantierte.

Kabeljaufischer bei Neufundland

Über fast fünf Jahrhunderte fuhren die französischen Fischer jedes Jahr zur Insel Neufundland vor der kanadischen Küste. Saint-Malo war ein bedeutender Hafen der Neufundlandfischerei. Der letzte Neufundlandfischer legte seinen Beruf im Jahr 1951 nieder.

Die Schiffe liefen für eine Fangsaison von 6 bis 7 Monaten mit etwa dreißig Männern an Bord aus. An Bord befanden sich auch die Dories, kleine Beiboote mit flachem Boden, die leicht zu manövrieren waren und auf Deck gestapelt wurden.
Wenn die Fanggründe erreicht waren, wurden die Doriboote mit jeweils zwei Männern an Bord ausgesetzt. Sie fischten den ganzen Tag lang; am Abend wurden die Fische an Bord gebracht, aufgeschlitzt, ausgenommen, gereinigt, gesalzen und gestapelt. Der so behandelte (gesalzene) Fisch wurde „morue verte“ genannt.

Nach dem Niedergang der Neufundlandfischerei blieb es als praktisches kleines „Boot für alles“ im Umkreis von Saint-Malo beliebt. Manche Dories sind mit einem Großsegel und einer Fock ausgestattet. Heute finden Doriboot-Regatten bei Festen und sommerlichen Events statt, so wie in Saint-Suliac am Ufer der Rance.

Die "Mole der schwarzen Frauen"
Der lange Wellenbrecher an der Hafeneinfahrt von Saint-Malo wird Môle des Noires genannt, Mole der Schwarzen Frauen. Die Legende besagt, dass die ganz in Schwarz gekleideten Frauen der verschollenen Seeleute hier vergeblich der Rückkehr ihrer Ehemänner harrten.

Wenn ein Mann an Bord eines Schiffes starb, wurde seine Leiche dem Meer übergeben – dem Gesetz nach durfte sie nicht länger als 24 Stunden nach dem Tod an Bord behalten werden. Sie wurde also in einen mit Steinen beschwerten Leinensack gesteckt; eine Zeremonie, bei der der Kapitän des Schiffes ein Gebet sprach, fand auf dem Deck statt, bevor zwei Männer den Befehl bekamen, die Leiche über Bord zu werfen. Die Frauen der Seeleute konnten nie von ihren verstorbenen Ehemännern Abschied nehmen.

Seefestung Saint-Malo

Saint-Malo, Bastion de la Hollande
Dieser Teil der Stadtmauer wurde im Jahre 1674 gebaut um die Stadt vor einem Angriff der holländischen Flotte zu beschützen und wurde 1708 erweitert. Die Hollande-Bastion wurde mit 24 Kanonen ausgestattet, die später vom Grafen von Toulouse durch stärkere Kanonen ersetzt wurden. Die Kanonen mit 36 oder 42 Kalibern waren eine Belohnung für den Mut, den die Bevölkerung während der Attacken der Holländer im Jahre 1696 gezeigt hatte.
Vom Wall ist das Ensemble der befestigten Inseln zu überblicken (Fort Île Cézembre, Fort de la Conchée, Fort Harbour, Fort du Grand Bé und das Fort du Petit Bé). Ganz draußen das Fort de la Conchée, näher das Fort National und das Fort du Petit Bé. Letztere sind bei Ebbe zu Fuss erreichbar. Ebenso die Ile du Grand Bé mit Chateaubriands letzter Ruhestätte.
Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Befestigung auf Grand Bé nach Plänen von Sébastien Le Prestre de Vauban durch den Ingenieur Siméon Garangeau ausgebaut und durch die Festungsanlage auf Petit Bé ergänzt. 1697 war das Fort du Grand Bé mit zwölf Kanonen, drei Mörsern und 204 Soldaten bestückt. Die Befestigungen wurden im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Wehrmacht zur Aufstellung schwerer Küstengeschütze und Fliegerabwehrkanonen genutzt und deshalb durch amerikanischen Artilleriebeschuss während der Schlacht um Saint-Malo und Luftangriffe weitgehend zerstört.

Die westlichste Festung von Saint-Malo ist Fort La Latte, Stammsitz der Matignon (nach ihnen ist der Sitz des französischen Staatspräsidenten in Paris benannt), Vorfahren der Grimaldi, der Fürsten von Monaco.

Garengeau (Schüler des berühmten Militärarchitekten Vauban) war unter Ludwig XIV. für die Befestigung der Küste und die Verteidigung von Saint-Malo zuständig. Er übernahm die seit 1597 nach einer Belagerung und Eroberung Ruine und baute sie mit Einwilligung der Matignons zwischen 1690 und 1715 wieder auf. Große Teile der Struktur der heutigen Anlage wurden damals errichtet. Außerdem wurde die Festung mit Kanonenbatterien ausgestattet, um nach Saint-Malo fahrende Schiffe vor Übergriffen durch englische oder holländische Angreifer zu schützen.
Fort La Latte ist Romanspielort, Hollywood-Kulisse und Seefestung am Ärmelkanal. Hier spielte der Film "Die Wikinger" mit Kirk Douglas und Tony Curtis (1957 von Richard Fleischer gedreht). Auch die Sat.1-Produktion Tristan und Isolde wurde hier gedreht.
Doch der Ort war nicht nur für Cineasten von Interesse. Denn mindestens zwei Romane spielen hier, „La Châtelaine aux deux visages“ (Die Schloßherrin mit den zwei Gesichtern) von Simone Roger-Vercel, gleichfalls von 1957, und „Das Spiel des Königs“ von Jean Raspail.

Mittwoch, 2. Februar 2022

Unüberwindliche Stadtmauern: Saint-Malo und Nürnberg

Saint-Malo und die Rance-Mündung

Wie ein steinernes Schiff reckt Saint-Malo in der Rance-Mündung stolz seine Festungsmauern ins Meer. Die aus den Befestigungen emporragenden Fassaden und Türme verleihen der Stadt ihre einzigartige Silhouette.
Saint-Malo entstand im 1. Jahrhundert v. Chr. aus Alet. Im 12. Jahrhundert erwächst aus dem alten römischen Hafen eine Stadt, die zunächst auf einer kleinen grünen Insel gegründet wird. Im 16. Jahrhundert mache sich Jacques Cartier von hier auf, Kanada zu entdecken und ganze Fischfang-Armaden gehen vor Neufundland auf Kabeljaufang. Die alle Seestraßen abklappernden Reeder sichern der Stadt ihren Wohlstand, die im Schutz der von den Schülern Vaubans errichteten Befestigungsmauern prosperiert.

Und diese Festungsmauern und die Ville Close erinnern uns an unsere eigene Stadt Nürnberg. Okay, Nürnberg liegt nicht am Meer, aber es gibt Gemeinsamkeiten: Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört und wiederaufgebaut, eine vollständig erhaltene Stadtmauer und eine Altstadt mit Flair.
Das Neutor ist ein altes Tor im Nordwesten der Nürnberger Stadtmauer, südwestlich der Nürnberger Burg gelegen.
Der Neutorturm ist einer der vier markanten, runden Haupttürme der Nürnberger Stadtbefestigung.
Les Remparts de Saint Malo - Die Festungswälle von Saint-Malo

Ein Muss in Saint-Malo: Einmal komplett über die Remparts, die Stadtmauer, laufen. Das sind ungefähr zwei Kilometer und man braucht eine gute Stunde.


Die Stadtmauer von Saint-Malo wurden im 12. Jahrhundert errichtet, lange vor dem goldenen Zeitalter der königlichen Korsaren. Nach der großen Feuersbrunst im Jahr 1661 wurden die Granitmauern neu aufgebaut; im 18. Jahrhundert wurden sie von dem Ingenieur und Architekten Garangeau, einem Schüler Vaubans, erweitert.

Die Nürnberger Stadtmauer ist ein Kulturgut von europäischem Rang

Der Nürnberg Stadtmauerring ist eines der Wahrzeichen der Stadt. Er ist im 15. und 16. Jahrhundert entstanden. Er ist insgesamt rund fünf Kilometer lang und gilt als eine der am besten erhaltenen Anlagen dieser Art in Europa.


In seiner langen Geschichte wurde Nürnberg nur einmal mit militärischen Mitteln eingenommen: im April 1945 bei der Schlacht um Nürnberg von der 7. US-Armee. Dass dies vorher nie geschehen war, ist nicht zuletzt auf die im Mittelalter als unüberwindlich geltende Stadtbefestigung zurückzuführen. Und als unüberwindlich galten auch die Mauern von Saint-Malo.

Souvenirs des Vacances: Saint-Malo

Les Vacances dans Saint-Malo

Seit 1999 haben wir viele Sommer in Saint-Malo verbracht, der alten Korsarenstadt am Ärmelkanal. Einige Impressionen der Heimatstadt von (u.a.) Robert Surcouf und René François de Châteaubriand.


Kathedrale Saint-Vincent in Saint-Malo

Die Kathedrale auf der Place Jean de Châtillon wurde im 12. Jahrhundert von Jean de Chatillon erbaut. Sie wurde gegen Ende des Zweiten Weltkriegs 1944 zu 80% zerstört und mit großer Sorgfalt wieder aufgebaut.
In einer Kapelle ruht Jacques Cartier (1491-1557), der aus Saint-Malo stammende Entdecker Kanadas, neben dem Korsaren René Duguay-Trouin (1673-1736).
Nein, das sind keine historischen Gebäude, das sieht nur so aus. Diese Reederhäuser in Saint-Malo wurden nach dem Zweiten Weltkrieg (wie die meisten Häuser in der Ville Close (Intra Muros), der historischen Altstadt, nach ihren historischen Vorbildern neu gebaut.
Denn als ein Hauptquartier des Deutschen Atlantikwalls war Saint-Malo durch alliierte Bombenangriffe nahezu völlig zerstört worden.

Aber im Gegensatz zu Lorient, Brest oder auch Le Havre in der Normandie hat man die Stadt nach alten Ansichten rekonstruiert und so vermieden, dass sie, wie die genannten anderen, durch einen ausschließlich modernen Wiederaufbau ihr Gesicht verliert.

Ein Muss in Saint-Malo: Einmal komplett über die Remparts, die Stadtmauer, laufen. Das sind ungefähr zwei Kilometer und man braucht eine gute Stunde.


Die Stadtmauer von Saint-Malo wurden im 12. Jahrhundert errichtet, lange vor dem goldenen Zeitalter der königlichen Korsaren. Nach der großen Feuersbrunst im Jahr 1661 wurden die Granitmauern neu aufgebaut; im 18. Jahrhundert wurden sie von dem Ingenieur und Architekten Garangeau, einem Schüler Vaubans, erweitert.

Geliebtes Saint-Malo

Skyline von Saint-Malo, gesehen von Grand Bé

Zwei "Must-See" in Saint-Malo:

Rothéneuf, ein Stadtteil von Saint-Malo - die Rochers Sculptés des Abbé Fouré in Rothèneuf: Die Felsskulpturen des Abbé Adolphe Julien Fouéré, genannt Abbé Fouré (1839-1910), geschaffen in den Jahren 1894 bis 1907.


Einzigartige und atemberaubende Skulpturen, die direkt in die Granitfelsen der Klippe, am Rande des rauhen Meeres, gehauen wurden:

Nachdem der Gemeindepfarrer, Abbé Fouré (1839–1910), im Alter von 55 Jahren einen Schlaganfall erlitten hatte, der ihn halbseitig lähmte und der ihn ohne Gehör und Sprache zurückließ, zog er sich auf die Klippen von Rothéneuf zurück, wo er dann die letzten 15 Jahre seines Lebens als Einsiedler lebte.

Seine in den Fels gehauenen Skulpturen von Dämonen, Piraten und Fantasiewesen sind heute eine beliebte Touristenattraktion.

Der Priester ließ sich von verschiedenen Quellen inspirieren: religiösen Mythen ebenso wie heidnischen Legenden und Geschichten, aber auch von den bemerkenswerten Ereignissen seiner Zeit. Er verkörperte die Geschichte der Rotheneuf, einer lokalen Fischerfamilie, die im 16. und 17. Jahrhundert lebte. Sie wurden Piraten und etablierten ihre Herrschaft in der Region, indem sie am größten Teil der Smaragdküste schmuggelten und ein riesiges Vermögen sammelten (wie es die Legende besagt), bevor sie während der Französischen Revolution verfolgt wurden.

Das Ensemble besteht auch aus dem französischen Entdecker und Seefahrer Jacques Cartier (der aus Rothéneuf stammte) sowie berühmten bretonischen Heiligen wie Saint Budoc.

Saint-Malo, Grand Bé mit dem Grab von François René de Châteaubriand; die Insel ist nur bei Ebbe zu Fuß über einen gepflasterten Weg erreichbar.

Sich vorher bitte über die Gezeiten informieren, damit es kein nasser Rückweg wird!

"Ich und Napoleon" sagte er mal. Und so unbescheiden wie er selbst zeitlebens gewesen war, so pompös ist auch sein Grab. Die Rede ist von René François de Châteaubriand, Adeliger, Offizier, Abenteurer, Staatsmann und Romancier aus Saint-Malo.

Jean-Paul Sartre war dereinst von diesem Pomp so angewidert, dass er auf das Grab urinierte. Nun ja, auch nicht grade die feine Art. Selbst für einen Existenzialisten.

Robert Surdouf

Noch ein berühmter Malouin: Robert Surcouf, einer der berühmtesten Kaperkapitäne aus Saint-Malo (Bretagne) - sein Denkmal auf den Remparts, den Festungswällen um die Ville Close, die mauerumgürtete Altstadt und sein Grab im Stadtteil Rocabey.


Das Korsarentum als Form des Seekrieges wurde erst in den 1860-er Jahren durch die Pariser Seerechtsdeklaration abgeschafft.

Robert Surcouf (* 12. Dezember 1773 in Saint-Malo, Frankreich; † 8. Juli 1827 in Saint-Malo) war während der Revolutionskriege ein französischer Kaperer gegen Großbritannien; während der Kontinentalsperre betrieb er darüber hinaus als Unternehmer weitere Kaperschiffe.

Robert Surcouf fügte dem britischen Handel bei seinen Kaperfahrten in insgesamt 50 Monaten auf See beträchtliche Verluste zu, 47 feindliche Schiffe wurden erobert oder versenkt. Seine Kommandos waren La Créole, La Clarisse, La Confiance und Charles (ex Le Revenant). Er wurde 1810 von Napoleon zum Baron erhoben.

Am 7. Oktober 1800 gelang Surcouf die Eroberung des mit 26 Kanonen bewaffneten Indienfahrers Kent der Britischen Ostindien-Kompanie. Um diesen Sieg ranken sich Mythen. So sprechen viele französische Quellen bei der Kent von einem Kriegsschiff mit bis zu 400 Mann Besatzung und 40 Kanonen; tatsächlich war die Kent jedoch "nur" ein bewaffnetes Handelsschiff. Nach der Kaperung der Kent im Golf von Bengalen 1800 entspann sich folgender Dialog zwischen einem britischen Offizier und Surcouf: Britischer Offizier: „Ihr Franzosen kämpft des Geldes wegen, wir Engländer um der Ehre willen.“ Surcouf: „Jeder kämpft für das, was er nicht hat.“

Durch seine Beteiligung an der Beute war Surcouf zu beträchtlichem Wohlstand gekommen. Er ließ sich in St. Malo nieder, wurde ein erfolgreicher Geschäftsmann und heiratete. Ab 1804 wurde der nun sehr reiche Surcouf Reeder von 14 Schiffen in St. Malo.

Karl May widmete ihm seinen Roman "Der Kaperkapitän".

In der Altstadt von Saint Malo


Die Burg von Saint-Malo

Das Château De Saint-Malo ist eine Burg aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und liegt Intra Muros, also in der von einer Mauer umgebenen Altstadt von Saint-Malo.


Erbaut wurde sie von den Herzögen der Bretagne um die Herrschaft über die Stadt zu sichern. Seit Juli 1886 ist sie als Monument Historique klassifiziert.

Chaussée du Sillon in Saint Malo - Sozusagen "unsere" Straße: Drei Jahre hatten wir dort unser Urlaubsquartier.
Der Sillon verbindet die Ville Close (Intra Muros), die Altstadt, mit dem Festland.


Die Strände von Saint Malo


Unsere Anreise nach Saint-Malo - Nürnberg - Saint-Malo: Rd. 1.200 Kilometer und 12 Stunden Fahrt.


Die Route:


Maritimes aus Saint-Malo


Die Stadt ist der bedeutendste Hafen an der bretonischen Nordküste.

2000 Jahre Saint Malo (im Jahr 2000)


Hier dabei sein zu können, das war für uns ein einmaliges Erlebnis gewesen.

Dienstag, 19. Oktober 2021

Saint-Servan und die Kap-Horn-Fahrer

Saint-Servan - Tour Solidor und die Bruderschaft der Kap Hoorniers

Ein Kap Hoornier, Kaphoornier oder Kap Horner (engl. Cape-Horner; frz. Cap Hornier) ist ein Seemann, der auf einem Segelschiff OHNE Motor das berüchtigte Kap Hoorn umrundet hat.

Bis 2003 gab es eine weltweite Vereinigung von Kaphoorniers, die Internationale Bruderschaft der Kapitäne auf großer Fahrt, Kaphoorniers (kurz A.I.C.H. von frz. Amicale Internationale des Capitaines au Long Cours, Cap Horniers), unter anderem auch mit einer deutschen Abteilung, der ein Großteil der deutschen Kaphoorniers angehörte. Die Vereinigung war 1937 im französischen Saint-Malo gegründet worden und wurde aufgelöst, weil Kaphoorniers heute fast ausgestorben sind. Der letzte Frachtsegler ohne Hilfsmotor, der das Kap umrundete, war am 11. Juli 1949 die Pamir.
Aufgrund der Altersstruktur wurde die Internationale Bruderschaft am 15. Mai 2003 in Saint-Malo aufgelöst. Zu diesem Zeitpunkt gab es weltweit nicht einmal mehr 400 Mitglieder, und das Durchschnittsalter lag bei 87 Jahren. Im September 2004 wurde auf einem Abschlusstreffen in Hamburg auch die deutsche Abteilung der Kaphoorniers aufgegeben, der zeitweilig 700 und jetzt nur noch 50 Kaphoorniers angehörten. Im Oktober 2005 starb Heiner Sumfleth, der letzte Grand Mât (Präsident) der internationalen Vereinigung.

Das Museum der Kap-Hoorn-Fahrer (Long cours et Cap Horniers) ist im Tour Solidor.

Vom Tour Solidor hat man einen herrlichen Blick auf Saint-Malo.
Saint-Servan hat eine entspannte Atmosphäre und ist für den Blick auf die Altstadt von Saint-Malo bekannt. An der kleinen Bucht Anse des Sablons, die auch einen Jachthafen umfasst, finden sich französische und italienische Lokale sowie Fischrestaurants. Fort d'Alet ist eine Festung aus dem 18. Jahrhundert, die heute das Mémorial 39–45 mit Ausstellungsstücken zu den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs in der Region beherbergt.


Samstag, 16. Oktober 2021

Destination Bretagne: Saint-Malo und Saint-Pierre-Quiberon

Drei Jahre waren wir in Saint-Malo gewesen, drei Jahre in Saint-Pierre-Quiberon. Das sind zwei ganz unterschiedliche Regionen der Bretagne: Urban die Korsarenstadt am Ärmelkanal, eher ländlich die Gemeinde auf der Halbinsel Quiberon.

  • Ein Morgen in Saint-Malo
  • Portivy, Côte Sauvage und unser "Hausstrand", "Quiberon-Rituale"
  • Saint-Pierre-Quiberon


  • Bombastisch waren in Saint-Malo immer die Sonnenuntergänge gewesen, die wir vom Fenster unseres Hotels beobachten konnten. So phantastisch schön, dass sie auch ihren Weg in die Presse gefunden haben.
    In Saint-Pierre-Quiberon haben wir sozusagen Familienanschluß zu unserer Gastgeberfamilie gehabt. Wir waren bereits seit unserem ersten Aufenthalt persönlich befreundet.
    Dieser quasi Familienanschluß hatte auch was mit unserem roten Honda S2000 Roadster zu tun: Gleich nach unserer ersten Ankunft, während wir uns in unserem Zimmer einrichteten, hatte der Patron, Autofan wie (fast) alle männlichen Franzosen, den Wagen umrundet und begutachtet. Er hatte erst gedacht, das sei ein Porsche.
    Und als dann in der zweiten Woche noch ein Nürnberger Ehepaar angekommen ist, stand deren SUV (natürlich, fränkischer Lokalpatriotismus) neben unserem Renner.

    En passant: Dass es in Saint-Pierre einen großen Parkplatz gab ...
    ... das war eindeutig besser als der Parking Fermé in Saint-Malo. Solange wir mit unserem Integra Type R nach Saint-Malo gefahren sind und im Hotel Ibis auf dem Sillon logierten hatten wir beim dortigen Parking Fermé immer zwei Plätze. Denn einer war für unseren Renner einfach zu schmal. Und die zwei (bezahlten!) Plätze waren sehr lackschonend. Es haben sich einige in dem engen Innenhof an den Pfeilern die Autos verschrammt.

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