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Dienstag, 21. September 2021

In der Bretagne, die Départements und die Sprache

In 8 Jahren Bretagne haben wir nicht nur viel gesehen und erlebt, sondern uns auch, nicht zuletzt aufgrund intensiver Kontakte und Freundschaften mit Bretonen, eine ganze Menge Wissen über diese faszinierende Region angeeignet.

Ich möchte daher in diesem Artikel die vier bretonischen Départements abrißhaft vorstellen und auch ein paar Worte zur bretonischen Sprache verlieren.

Ille-et-Vilaine


Das Département Ille-et-Vilaine (bretonisch Il-ha-Gwilen) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 35. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach den Flüssen Ille (bretonisch: Il) und Vilaine (bretonisch: Gwilen) benannt. Ille-et-Vilaine ist das östlichste Département der Bretagne.

Das Département wurde zur Zeit der Französischen Revolution am 4. März 1790 auf der Grundlage des Gesetzes vom 22. Dezember 1789 über die Gliederung Frankreichs in Départements aus dem nordöstlichen Teil der alten Provinz Bretagne gebildet.

Côtes d'Armor


Das Département Côtes d’Armor (bretonisch Aodoù an Arvor) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 22. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach der keltischen Bezeichnung Armor („Land am Meer“) benannt. Côtes d’Armor grenzt im Westen an das Département Finistère, im Süden an das Département Morbihan und im Osten an das Département Ille-et-Vilaine.

Die 250 km lange Küstenlinie des Départements besteht aus Steilküstenabschnitten, die sich mit zahlreichen Sandstränden und Buchten abwechseln. Bekannt ist vor allem die Côte de Granit Rose zwischen der Pointe de l’Arcouest und Trébeurden mit ihren leuchtend rosafarbenen, teils bizarr geformten Granitfelsen. Der Pointe de l’Arcouest sind die Bréhat-Inseln vorgelagert. Die höchsten Klippen der Bretagne sind an der Pointe de Plouha zu finden.

Das Département wurde am 4. März 1790 aus einem Teil der Provinz Bretagne gebildet. Bis 1990 trug das Département den Namen Côtes-du-Nord (bretonisch Aodoù an Hanternoz). Im Westen des Départements ist die bretonische Sprache noch sehr präsent, in den übrigen Teilen dominiert das Französische bzw. das Gallo.

Morbihan


Das Département Morbihan (Bretonisch Mor-Bihan) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 56. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach dem Golf von Morbihan benannt, Mor-Bihan ist der bretonische Name des Golfs („kleines Meer“). Der Golf von Morbihan wird durch die Halbinseln von Locmariaquer und Rhuys vom Atlantik getrennt.

Das Morbihan war im Neolithikum Westeuropas einer der kulturellen Brennpunkte. Neben den anderen Regionen der Bretagne steht es für den Beginn der megalithischen Bauweisen in Europa. Hier entwickelten sich aus den Erdhügeln (Tumuli) die Steinhügel, was in Kombination mit den beim Aufrichten von gewaltigen Menhiren erworbenen Fähigkeiten bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. zum Bau von Megalithanlagen führte.

Finistère


Das Département Finistère ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 29. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist das westlichste kontinentale Département Frankreichs. Aufgrund seiner Lage auf der Spitze der bretonischen Halbinsel bekam es bereits in römischer Zeit den Namen Finis Terrae (Ende der Erde). Der bretonische Name lautet Penn ar Bed (Anfang, Spitze oder auch Haupt der Welt). Das Departement wird in Nord- und Süd-Finistère unterteilt, Präfektursitze sind Quimper im Süden und die Hafenstadt Brest im Norden. Das Département gehört zum Verbreitungsgebiet der bretonischen Sprache.

Das Bretonische (bretonisch Brezhoneg) ist eine keltische Sprache. Es gehört wie das Walisische, das Kornische und das ausgestorbene Kumbrisch zur Untergruppe der britannischen Sprachen. Bretonisch wird in der Bretagne von den britophonen Bretonen gesprochen und ist damit die einzige moderne keltische Sprache, die auf dem europäischen Festland beheimatet ist. Sie geht nicht auf die antike keltische Sprache Galliens zurück. Ihr Verbreitungsgebiet ist die Bretagne bretonnante, die heute noch aus den westlichen Gebieten der Bretagne besteht, d. h. aus dem Département Finistère (Penn ar Bed) und dem westlichen Teil der Départements Côtes-d’Armor (Aodoù-an-Arvor) und Morbihan (Mor-bihan). Der östlich gelegene Teil der Bretagne ist das Pays gallo, in dessen westlichen Teilen früher ebenfalls Bretonisch gesprochen wurde, während das Bretonische in den Osten der Bretagne (etwa in die Gegend um Nantes, eine der historischen Hauptstädte der Bretagne) nie vordringen konnte.

Beim Bretonischen handelt es sich nicht etwa um einen Nachfolger der Sprache der ursprünglich in der Gegend ansässigen keltischen Gallier, sondern um die Sprache britischer Flüchtlinge und Einwanderer aus Großbritannien, die vor der angelsächsischen Eroberung der britischen Inseln wichen. Das Bretonische ist eng mit den britannischen Sprachen Kornisch (Cornwall) und Walisisch (Wales) verwandt. Vor allem mit dem Kornischen, mit dem es zur Gruppe der südwestbritannischen Sprachen zusammengefasst wird, teilt es viele Gemeinsamkeiten.

Das Neubretonische ist durch einen starken Zerfall in Dialekte und den Verfall der schriftsprachlichen Tradition gekennzeichnet. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, bis sich wieder eine Standardvarietät herausbilden konnte. Von den 1930er Jahren an bemühte sich Roparz Hemon um eine erneuerte, einheitliche Orthographie und die kulturelle Emanzipation gegenüber Frankreich. Er wurde in seinen Bemühungen im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht unterstützt und emigrierte nach dem Krieg.

Die bretonische Sprache unterteilt sich in vier Dialekte: Leoneg, Tregerieg, Gwenedeg und Kerneveg.
  • Gwenedeg (französisch vannetais) wird rund um die Stadt Vannes (bretonisch Gwened) gesprochen und ist der am wenigsten verbreitete bretonische Dialekt, der nur von 16 % aller Bretonen gesprochen wird.
  • Kerneveg (französisch cornouaillais) wird rund um die Stadt Quimper (bretonisch Kemper) gesprochen und ist der größte bretonische Dialekt, mit einem Anteil von 41 % der Gesamtzahl der Sprecher. Kerneveg ist am engsten verwandt mit Kornisch, der Sprache Cornwalls.
  • Leoneg (französisch léonard) wird im Léon (bretonisch Bro Leon), das den nördlichen Teil des Departements Finistère (bretonisch Penn ar Bed) umfasst, gesprochen und ist mit 24,5 % der zweitstärkste bretonische Dialekt.
  • Tregerieg (französisch trégor(r)ois) wird rund um die Stadt Tréguier (bretonisch Landreger) von 18 % der Bretonisch-Sprecher verwendet.

Wer sich für das Bretonische interessiert: http://www.kervarker.org/

Im Finistère


Den Namen bekam die Finistère von den Römern, „Finis Terrae“ bedeutet „Ende der Welt“. Je nach Standpunkt ganz anders oder sehr ähnlich liest sich die Bezeichnung der Region in bretonischer Sprache: „Penn-ar-Bed“ heißt übersetzt „Anfang der Welt“. Heute ist die Finistère das nordwestlichste Département Frankreichs und der äußerste Zipfel der Bretagne. Das Departement erstreckt sich in etwa von Morlaix über Brest bis Quimperlé. Lange Sandstrände im Süden, Mäander und kleine Buchten im Norden, eine schroffe Felsenküste mit Heidelandschaften dahinter im Westen kennzeichnen die Küste des Finistère.


Doëlan - Einer der malerischsten Häfen im Finistère -
Zwischen den Austernparks des Flusses Belon und dem Fluss Laïta wechseln sich im Küstengebiet Buchten mit goldfarbenem Sand, kleine geschützte Häfen und Steilküsten ab. Der versteckt liegende Hafen von Doëlan schmiegt sich in eine enge, tiefe Bucht, die den Fischern und einigen Jachtbesitzern einen idealen Hafen bietet.


Der zweitwestlichste Punkt Frankreichs
Pointe de Saint-Mathieu

Auf einer sturmumtosten Felsspitze liegen Kloster und Leuchtturm von Saint-Mathieu.
Der Legende zufolge sollen Händler aus dem Léon, die den Leichnam des Heiligen Mathäus nach Hause brachten, vor dieser Landspitze wundersam vor einem Schiffbruch gerettet worden sein. Das Kloster wurde im 6. Jahrhundert gegründet, um hier die Reliquien des Heiligen aufzubewahren.
In der Cornouaille

Cornouaille, das ist übrigens Cornwall auf französisch; auch daran erkennt man die Verbindung dieser keltischen Regionen über den Ärmelkanal hinweg. Ja es gibt auch in Frankreich ein Cornwall. Denn die keltische Besiedelung der Bretagne erfolgte dereinst von dort. Cornische und Bretonen können sich auch (wenn sie ihre native Sprache können) miteinander unterhalten ohne Englisch oder Französisch zu sprechen. Denn Bretonisch und Kornisch sind nahezu identisch.


Zur Chapelle de Penhors führt der größte und bedeutendste Pardon (Wallfahrt) der Cornouaille. Chapelle de Languidou - unweit der Chapelle de Penhors - Langidou ist nur noch Ruine. Der älteste Kalvarienberg der Bretagne: Nôtre Dame de Tronoen, Calvaire (Kalvarienberg), der älteste der Bretagne (von 1450 bis 1460). Es ist immer wieder bewegend und anrührend, vor diesen jahrhundertealten Zeugen tiefer Frömmigkeit zu stehen.

Die umfriedeten Kirchhöfe der Bretagne: „enclos paroissiaux“ - EINE BESONDERHEIT DES FINISTÈRE


Diese Kirchhöfe sind in Frankreich einzigartig. Sie bestehen aus Kirche, Umfassungsmauer (enclos), Monumentaltor oder Triumphbogen, Kalvarienberg und Beinhaus. Die meisten bretonischen „enclos paroissiaux“ befinden sich im Norden und in der Mitte des Finistère. Erbaut wurden sie im 16. Jh., dem „goldenen Zeitalter“ der Bretagne. Der blühende Seehandel und der Hanf- und Flachsanbau bescherten der Region damals einen Wirtschaftsboom. Tuch aus der Bretagne wurde nach ganz Europa ausgeführt. So begann der Bau der kunstvollen Kirchhöfe, der bis ins 17. Jh. dauerte. Diese Anlagen zeugen von einer echten künstlerischen Tradition im Dienste des Glaubens; sie waren Ausdruck der Verwurzelung einer Gemeinde in ihrer Geschichte und Kultur. Als Symbole der Zusammengehörigkeit erfüllten die „enclos paroissiaux“ eine religiöse, aber auch eine gesellschaftliche Funktion: Hier kamen die gewählten Ratsherren zusammen, Vorläufer der heutigen Gemeinderäte. Es begann ein Wettstreit der Gemeinden untereinander; jede wollte den schönsten Kirchhof haben! Dazu holte man unzählige Handwerker und Künstler in die Region: Baumeister, Bildhauer, Glaskünstler, Schreiner, Maler und viele andere, die Stein und Holz in Kunstwerke verwandelten. Die Standbilder, Deckenbalken und Retabel geben viele Einzelheiten preis über die Menschen, die sie in Auftrag gegeben, und jene, die sie geschaffen haben; man muss nur richtig hinsehen. Wie in einem steinernen Bilderbuch werden auf den Kalvarienbergen, zu denen bis zu zweihundert Figuren gehören können, verschiedene Episoden aus dem Leben Christi und der Apostel dargestellt. Damit kam diesen Steinbildern bei der Bauernbevölkerung, die weder lesen noch schreiben konnte, eine wichtige pädagogische Bedeutung zu. Nicht selten sind auch Legenden abgebildet, in denen häufig der Teufel eine Rolle spielt.
Erbaut von - natürlich (!!!) - Vauban. Wie könnte es anders sein. Bloß der Uhrturm nicht. Der stammt nämlich von 1906. Verglichen mit Saint-Malo ist diese Ville Close geradezu winzig. Und sie ist ausschließlich touristisch. Es gibt nichts außer Restaurants und Souvenirläden. Und die, die Schokolade in vielen Varianten verkaufen. Auch die obligatorischen Töpferläden fehlen natürlich nicht. Mein Urteil: Muss man natürlich mal gewesen sein, aber einmal reicht auch.


Sonntag, 19. September 2021

Von Roscoff nach Saint-Malo par la côte

Tour von Roscoff nach Saint Malo - Von den "Onion Johnnies" im Pays de Leon entlang der Küste in die "Ancien Cité de Corsaire". Wir sehen u.a. die Côte de Granit Rose, die Côte de Goëllo, das Cap Fréhèl, Fort La Latte, Le Val André, die Bucht von Saint-Brieuc und die Ville Close von Saint-Malo.


Eine Tour von einer Korsarenstadt in die andere Korsarenstadt

Schauen wir uns ein bißchen was von unterwegs etwas genauer an ...

Loguivy-de-la-Mer - Ploubazlanec- Loguivy-de-la-Mer ist auch der Titel eines Chansons von François Budet, das dieser 1965 zu Ehren dieses Hafens geschrieben hat. Dieser Fischerhafen, der zweitgrößte des Department Côtes d'Armor, hat seinen Charakter von einst bewahrt. Bei Ebbe laufen die Boote einfach auf den Strand auf.
Pointe de Minard - Dép. Côtes d'Armor - Circuit des Falaises -


Die Felsen von Plouézec zählen zu den höchsten Felsen der Bretagne und können sowohl zu Fuß als auch mit dem Fahrrad oder mit dem Auto erreicht werden. Die Pointe de Minard und die Klippen von Plouézec erheben sich 70 Meter über dem Meer. Ein Wanderweg führt von hier nach Bréhec. Auf alten Zöllner- und Schmugglerpfaden geht es durch die Falaises, die Klippen.

Chapelle de Kermaria-an-Iskuit

Kermaria-an-Iskuit in der Bretagne mit einem der wenigen erhaltenen mittelalterlichen Totentänze in ganz Frankreich.


An der Straße von Plouha nach Plehedel findet man den zur Gemeinde Plouha gehörenden Ort Kermaria. Die Besonderheit ist die aus dem 13. Jahrhundert stammende Kapelle Kermaria an Iskuit (bretonisch für: Maria, die aus der Not hilft oder die Gesundheit gibt.). Sie wurde wahrscheinlich vom Adligen Henry d’Avaugour gebaut, der 1240 von Kreuzzügen nach Palästina zurück kam und sich bei der Jungfrau Maria für ihren Beistand bedanken wollte. Im 15. Jahrhundert wurde die Kapelle durch einen Anbau maßgeblich erweitert. Im 18. Jahrhundert kam ein neuer Chor dazu.

Im 19. Jahrhundert wollte der damalige Pfarrer die Kapelle abreißen um aus den Steinen eine neue, größere Pfarrkirche zu bauen. Obwohl der Abriß bereits genehmigt war, wurde er durch die Bevölkerung mit Sensen, Mistgabeln und anderen “Waffen” verhindert. Als man dann 1856 unter dem Putz alte Fresken entdeckte, wurde die Kapelle endgültig vor dem Abbruch verschont. Auf den dann freigelegten Fresken wird ein Totentanz (Danse Macabre) dargestellt: Der Tod führt alle Menschen, egal welchen Standes zu seinem makabren Tanz. Zu sehen sind z.B. folgende Stände bzw. Menschen: Kardinal, König, Patriarch, Feldherr, Erzbischof, Ritter, Bischof, Knappe, Abt, Landvogt, Wahrsager, Bürger, Kartäusermönch, Offizier, Arzt, Frau, Wucherer, Arme, Verliebter, Dorfmusikant, Landwirt, und ein Kind. Die Aussage der Fresken: Am Ende des Lebens sind alle gleich.
Die Moulin de Buglais, eine Windmühle, wurde im 16. Jahrhundert von den Mönchen der Abtei von St. Jacut de la Mer erbaut.
Nach einer wechselvollen Geschichte ist die Mühle seit 1972 im Besitz der Gemeinde Lancieux. Anfang der 1990er Jahre wurde sie aufwändig restauriert und ist heute wieder voll funktionsfähig. Seit 1975 ist sie Monument historique.

Mittwoch, 28. Juli 2021

Im Finistère

Segelschüler in Port Manec'h

Port Manec'h ist ein Badeort in der Stadt Nevez am Ufer von Aven und Belon. Port Manec'h ist ein Ferienort seit der Belle Époque. Am Strand bezeugen das weiße Badekabinen aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Port Manec'h war im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts ein bedeutender Sardinenfischer-Hafen. Bei unserem besuch waren dort Engländer, die mit ihren Rolls Royce Oldtimer Roadstern die Bretagne bereisten.


Doëlan, einer der malerischsten Häfen des Finistère


Der Hafen von Doëlan ist in einer engen und tiefen Flußmündung gelegen und wird gleichsam von zwei Leuchttürmen bewacht, einem grünen und einem roten. Der versteckt liegende Hafen von Doëlan schmiegt sich in eine enge, tiefe Bucht, die den Fischern und einigen Jachtbesitzern einen idealen Hafen bietet. Von der umfangreichen Fischerei- und Handelstätigkeit, die die Kais im 19. Jahrhundert erbeben ließ, ist heute die Küstenfischerei übriggeblieben. Ein langer Deich schützt die Liegeplätze vor den Launen des Meeres. Am linken Ufer erhebt sich ein weiß-grün gestreifter Leuchtturm über die gepflasterten Laderampen. Ein rosafarbenes Gebäude beherbergte einst die Konservenfabrik Capitaine Cook. Das Unternehmen existiert noch heute, ist jedoch nach Clohars-Carnoët umgezogen.
Le Guilvinec, der bedeutendste traditionelle Fischereihafen Frankreichs, hat seine besondere Beziehung zur See seit dem 18. Jahrhundert. Während Le Guilvinec noch im letzten Jahrhundert ein kleines Fischerdorf war, ist es heute der Verwaltungssitz der maritimen Zone, die die Häfen des Pays Bigouden umfasst, welche namentlich Le Guilvinec, Saint-Guénolé, Bénodet sowie Loctudy und Lesconil sind. Ungefähr 850 Tonnen Hummer werden in Le Guilvinec jedes Jahr angelandet. Der Hummer ist das quasi "Wahrzeichen" der Häfen Bigoudens, wobei die Haupt-Fangzeit zwischen April und Juli ist. Dann ist der Hafen auch der lebhafteste Ort der Stadt. Und den Hummer gibt es auch bei "Le Doris".
   
Website: https://www.ledoris.com/

In der Cornouaille

Cornouaille, das ist übrigens Cornwall auf französisch; auch daran erlennt man die Verbindung dieser keltischen Regionen über den Ärmelkanal hinweg. Ja es gibt auch in Frankreich ein Cornwall. Denn die keltische Besiedelung der Bretagne erfolgte dereinst von dort. Cornische und Bretonen können sich auch (wenn sie ihre native Sprache können) miteinander unterhalten ohne Englisch oder Französisch zu sprechen. Denn Bretonisch und Kornisch sind nahezu identisch.


Zur Chapelle de Penhors führt der größte und bedeutendste Pardon (Wallfahrt) der Cornouaille. Chapelle de Languidou - unweit der Chapelle de Penhors - Langidou ist nur noch Ruine.

Der älteste Kalvarienberg der Bretagne: Nôtre Dame de Tronoën, Calvaire (Kalvarienberg), der älteste der Bretagne (von 1450 bis 1460). Es ist immer wieder bewegend und anrührend, vor diesen jahrhundertealten Zeugen tiefer Frömmigkeit zu stehen.