Muschelsucher und Bunker des Atlantikwalls bei Kerhillio
Porh-Kerhouet bei Kerhilio
Bei Ebbe liegen die Felsen frei, auf denen sich die Miesmuscheln zu großen Bänken festgeklebt haben. Im Lebensbereich der Miesmuscheln herrscht in der Regel eine starke Strömung. Um in diesen Regionen überleben zu können und nicht ins Meer hinausgespült zu werden, besitzen Miesmuscheln eine Art "Superkleber". Mithilfe dieses Klebers kann die Muschel sich beinahe an allen Oberflächen festkleben. An ihrem Fuß scheidet sie Fäden aus, die aus einem Proteinkleber bestehen.
Der Begriff Miesmuschel geht auf das althochdeutsche Wort für Moos zurück. Denn die Tiere überziehen bisweilen in kilometerlangen Bänken den Meeresgrund. Da sie diese bräunliche Fäden zum Festkleben bilden, erinnert die Ansammlung tatsächlich an einen Moosteppich.
Le Fauteuil und Les Pierres Sèches an der Plage de Kerouriec bei Kerhillio
Kerhillio verfügt über 8 Kilometer Strände und eine Dünenlandschaft, die gemeinsam mit Les Sables Blancs in Plouharnel zur größten Dünenlandschaft Frankreichs zählt (als Grand Site de France klassifiziert).
Diese Landschaft aus endlosen wilden Dünen beherbergt verschiedene Ökosysteme für Flora und Fauna. Fast 700 Pflanzenarten , darunter 80 geschützte, sind auf der Grand Site de France aufgeführt, oder mehr als ein Drittel der armorikanischen Flora.
Les Sables Blancs bei Plouharnel
Plouharnel und Erdeven
Am Eingang zur Halbinsel Quiberon bildet Plouharnel sozusagen das Tor zum Meer. Sehenswert: Die Chapelle Notre-Dame des Fleurs.
Der Dolmen von Crucuno :
Crucuno ist ein Weiler in der Gemeinde (commune) Plouharnel im Département Morbihan in der Bretagne in Frankreich. Er liegt östlich der Straße D781 (Rue des Menhirs) von Erdeven nach Plouharnel, zwischen zwei kleinen Teichen. Der Ort ist bekannt durch zwei Dolmen und einen Cromlec'h.
Der Dolmen, der lange Zeit als Stall diente, steht dicht an einem Haus mitten im Weiler. Er besaß früher einen langen Gang und hatte eine Gesamtlänge von etwa 27,0 m. Die Deckenplatte hat ein Gewicht von etwa 40 Tonnen.
Erdeven - Alignements de Kerzerho:
Sie wurden durch den Bau der D781 zwischen Erdeven und Plouharnel schwer beschädigt. Zuvor bildeten sie ein Ensemble aus ca. 1100 Steinen, das zwei Kilometer lang und 65 m breit war. Heute kann man die Reste einen Kilometer südlich von Erdeven besichtigen.
Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port". Portivy ist der einzige Schutz für Seeleute auf der Atlantikseite der Halbinsel Quiberon.
Zum Abschluß unserer Tagesausflüge haben wir immer erst mal diesen kleinen Hafen angefahren.
Bei unseren Urlauben auf Quiberon haben wir nach unseren Ausflügen aufs Festland nach Rückkehr immer ab Portivy die Runde über die Corniche entlang der Côte Sauvage gefahren und uns den Atlantikwind um die Nase wehen lassen. Ein Erlebnis im offenen Auto. Feinstes Roadsterland: Die Corniche entlang der Côte Sauvage auf Quiberon. Der stürmische Wind ist herrlich.
Autohasser haben keine Ahnung, wieviel Spaß es macht, im Roadster oder Cabrio etwa über die Corniche an der Côte Sauvage auf Quiberon (Bretagne, Morbihan) zu cruisen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. wer offen fährt, der ist der wahre Naturfreund, denn er kriegt hautnah mit, was da draußen ist: Der Salzgeruch des Meeres oder aber auch der Duft frisch gemähter Wiesen.
Schön und gefährlich:
Quiberons Wilde Küste, die Côte Sauvage
Es treibt uns immer wieder geradezu die Haare zu Berge, wenn wir sehen, wie bodenlos Leichtsinnige sich an Quiberons Wilder Küste verhalten und ihr Leben aufs Spiel setzen. Da können noch so viele Warnschilder aufgestellt sein, diese "Naturfreunde" müssen immer und immer wieder bis ganz nah an den Atlantik. Keine Ahnung, was sie davon haben. Dabei ist die Wilde Küste berüchtigt für ihre gefährlichen Grundwellen (die sich hier am steilen Festlandsockel bilden, wenn der Atlantik auftrifft und die bis zu 20 Meter in die Höhe schießen), die auch Jahr für Jahr immer wieder welche dieser Unbelehrbaren in den nassen Tod reißen. Die Gedenkstätten (auch für getötete Retter) entlang der Corniche legen davon beredtes Zeugnis ab.
Jahr für Jahr fordert - trotz all der vielen Warnschilder (in deutsch, englisch und französisch!) und trotz der allenthalben installierten Notrufanlagen die Wilde Küste ihre Opfer. Nicht nur unter den Leichtsinnigen selbst, sondern auch unter den Rettungskräften, die versuchen, diese Unbelehrbaren aus dem Atlantik zu retten.
Das Besondere der Halbinsel Quiberon ist ihre Vielfalt, die dadurch zustande kommt, dass eine Seite der Insel dem Festland (Bucht von Quiberon), die andere dem Atlantik zugewandt ist. Das Meer ist landseitig ruhig, im Gegensatz zur Wilden Küste (Côte sauvage) auf der Atlantikseite mit kleinen Sandstränden zwischen den felsigen Buchten Port Blanc und Port Bara, an denen jedoch striktes Badeverbot herrscht.
Es halten sich in der Tat viele nicht an das Badeverbot. Aber auch bei ruhigem Wetter können Strömungen und Grundseen (Grundwellen) an den Stränden der Côte Sauvage sehr gefährlich sein. Die treten auch bei Ebbe auf.
Grundwellen entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen kann.
Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.
Geschieht dies in Ufernähe, dann reißen sie von Land alles mit, was sich dort aufhält.
Einen Stopp legen wir dann immer noch bei Le vivier ein.
Das Château Turpault ist keineswegs eine Burg aus dem Mittelalter, das ließ Georges Turpault aus Cholet zu Beginn des 20. Jahrhunderts (von 1904 bis 1910) als Feriendomizil erbauen. Zwischen dem Fischerhafen von Port Maria und der wilden Atlantikküste ist es eine Art fotogenes Wahrzeichen des Ortes. Besichtigen kann man es nicht, da es auch heute noch Privatbesitz ist.
Genauso ein "Ritual" ist es dann noch, unseren "Hausstrand", die Plage de Kerbourgnec, an der Ostseite der Insel, der ruhigen Baie de Quiberon, anzusteuern.
Hausstrand deswegen, weil er fußläufig von unserem Hotel rd. in 5 Minuten erreichbar ist. Und nach einem üppigen Abendessen z.B. unternehmen wir immer noch einen kleinen Spaziergang dorthin.
Hotel Saint-Pierre in Saint-Pierre-Quiberon, 3 Jahre unser Quartier. Sehr familiär. Und bestes Essen. Besonders die Meeresfrüchteplatten. Einmalig.
Der Ria ist ziemlich verwinkelt und man kann sich, wie auf der Halbinsel Rhuys, nur schwer orientieren. Deshalb auch hier der Tipp mit der guten Straßenkarte. Unsere Empfehlung sind die gelben Karten von Michelin.
Und die grünen Reiseführer leisten auch hervorragende Dienste. Sie sind geradezu ein Muss, wenn man sich vertieftes Wissen über die Region erwerben will.
Der Ria d'Étel (breton.: Stêr an Intel) ist ein von mehreren Wasserläufen gespeister Meerbusen. Gemeinsam mit der malerischen Insel Saint-Cado bildet er eine der schönsten Sehenswürdigkeiten der Region. In diesem zwischen Lorient und Vannes gelegenen Binnenmeer von 22 km² Fläche fügen sich Austernzuchten, Halbinseln und Moorlandschaften zu einer Postkartenidylle von ungewöhnlicher Schönheit zusammen.
Der Ria d'Étel, ein vom Meer erobertes Flusstal, bildet eine von einer Vielzahl kleiner Inseln durchsetzte Bucht. Am östlichen Ende der Bucht von Quiberon mündet der Küstenfluss Ria d’Étel ins Meer, wobei der Atlantik ihn im Rhythmus der Gezeiten mal voll- und mal leerlaufen lässt – ein eindrucksvolles Schauspiel zwischen Land und Meer. Er beherbergt authentische kleine Häfen, versteckte Strände und seine berühmten Austernbänke. An seiner Mündung schließt eine "Barre d’Étel" genannte Treibsandbank die Bucht.
Saint-Cado in Belz liegt im Herzen der Rivière d'Étel. Der bezaubernde, auf einer Insel mitten im Fluss errichtete Weiler Saint-Cado ist über eine Brücke mit dem Festland verbunden und unbedingt einen Besuch wert.
Der Legende nach wollte Saint-Cado eine Brücke bauen, um die Insel im Ria d'Étel mit dem Land zu verbinden. Aber aus Mangel an Mitteln wurde er eines Tages vom Teufel besucht. Letzterer bot ihm seine Hilfe an, unter der Bedingung, dass er die Seele des ersten Lebewesens, das die Brücke überquerte, erhielt. Der Heilige Cado akzeptierte und der Dämon schuf in einer Nacht die Brücke. Man sagt, Saint-Cado habe eine List angewandt und eine Katze über die Brücke geschickt.
Auf dem zentralen Platz steht eine prächtige romanische Kapelle, die dem Heiligen Cado geweiht ist und von Mönchen im 12. Jahrhundert erbaut wurde.
Weiterhin gibt es einen mit Skulpturen verzierten Kalvarienberg und den Brunnen des Heiligen unten am Ufer des Ria, der regelmäßig von der Flut überflutet wird.
Durchaus eine eigene Sehenswürdigkeit ist der den Étel überspannende Pont-Lorois.
Saint-Pierre-Quiberon, Plage de Kerbourgnec, unser "Hausstrand". Fährt man die Straße weiter kommt man zur staatlichen Segelschule von Beg Rohu und anschließend dann nach Port Haliguen.
Unser Strand ist nicht weit weg von unserem Hotel.
Hotel Saint-Pierre in Saint-Pierre-Quiberon, 3 Jahre unser Quartier. Sehr familiär. Und bestes Essen. Besonders die Meeresfrüchteplatten. Einmalig.
Der deutsche Künstler, Karsten Klingbeil, hat Quiberon zwei Skulpturen geschenkt: der Fischer und die Wassernixe. Der jahrhundertealte, traditionsreiche, kleine, französische Fischerhafen Port Haliguen sollte aus seinem verschlafenen Dasein populärer und interessanter gemacht werden. So hat Klingbeil 1998 zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Eine junge, schöne Nixe, die am Ende der Mole im Begriff ist, ins Wasser zu springen und auf der gegenüberliegenden Mole einen Frischer, der auf einem Hummerfangkorb sitzt und mit einer Hand die Augen vor der Sonne schützend zur Nixe hinüberschaut.
Von Port Haliguen fahren wir über Beg-er-Vil nach Port-Maria.
Dann geht es via Le Vivier über die Corniche entlang der Côte Sauvage nach Portivy.
Portivy, ein Ortsteil von Saint-Pierre-Quiberon, ist der einzige Schutz für Seeleute auf der Atlantikseite der Halbinsel und unser Lieblingort auf der Halbinsel. Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard und einen Martini Rouge ist das "Café du Port".
Wir verlassen die Halbinsel und kommen nach Plouharnel. Am Eingang zur Halbinsel Quiberon bildet Plouharnel sozusagen das Tor zum Meer. Sehenswert: Die Chapelle Notre-Dame des Fleurs. Bei Plouharnel befindet sich das größte Dünengebiet Frankreichs (Les Sables Blancs).
Der Dolmen von Crucuno:
Crucuno ist ein Weiler in der Gemeinde (commune) Plouharnel im Département Morbihan in der Bretagne in Frankreich. Er liegt östlich der Straße D781 (Rue des Menhirs) von Erdeven nach Plouharnel, zwischen zwei kleinen Teichen. Der Ort ist bekannt durch zwei Dolmen und einen Cromlec'h. Der Dolmen, der lange Zeit als Stall diente, steht dicht an einem Haus mitten im Weiler. Er besaß früher einen langen Gang und hatte eine Gesamtlänge von etwa 27,0 m. Die Deckenplatte hat ein Gewicht von etwa 40 Tonnen.
Wir fahren weiter Richtung Norden nach Erdeven.
Erdeven - Bretagne - Morbihan - Alignements de Kerzerho und Plage de Kerhilio -
Attraktionen des Ortes sind ein sieben Kilometer langer Sandstrand am Atlantik beim Ortsteil Kerhillio (plage de Kerhillio), sowie zahlreiche prähistorische Stätten der Megalithkultur mit Dolmen, Menhiren und Alignements (z. B. Alignements von Kerzerho).
Unser nächstes Ziel ist die Barre d'Étèl.
île de Saint-Cado (Commune de Belz) - Belz ist eine Gemeinde im Département Morbihan in der Region Bretagne. Sie gehört zum Kanton Quiberon. Im Norden der Gemeinde liegen im Fluss mehrere Inseln, von denen die Île de Saint Cado durch eine Steinbrücke mit dem Ortsteil Saint Cado verbunden ist.
Nach einer Legende ließ sich der aus Wales stammende heilige Cadoc im 6. Jahrhundert n. Chr. auf der Île de Saint Cado nieder und gründete dort eine Einsiedelei. Diese erbten die Mönche von Quimperlé im Jahr 1089 und bauten sie zu einem Priorat aus, das sich zu einem bedeutenden Pilgerzentrum entwickelte. Die jetzige Kapelle ist auf das 11. bis 12. Jahrhundert datiert.
Mit der Chapelle de Saint-Cado finden wir hier eine der ganz wenigen romanischen Kirchen der Bretagne.
Die alte Templerkirche bietet ein beeindruckendes Inneres. So zum Beispiel das sogenannte Bett des Heiligen Cado. Unterhalb am Ufer des Ria der Brunnen des Heiligen.
Die Mühle von Pen Castel ist eine sog. Gezeitenmühle, d.h. bei einer Gezeitenmühle wird das Mahlwerk angetrieben von der Kraft des Wassers im Rhythmus von Ebbe und Flut.
Eine Gezeitenmühle (seltener auch Tide(n)mühle oder Flutmühle genannt) wird periodisch mittels Ebbe und Flut an Küsten mit ausreichendem Tidenhub angetrieben. Sie ist mit herkömmlichen Wassermühlen verwandt.
Gezeitenmühlen lagen gewöhnlich in den Mündungen von Tideflüssen, weit genug vom Meer entfernt, um negative Einflüsse des Wellenganges zu vermeiden, und nahe genug, um den Tidenhub zu nutzen. Durch einen Damm mit einer Schleuse wurde überflutetes Gebiet, oder ein Teil eines Ästuars zu einem Staubecken gemacht. Die Flut strömt durch die Schleuse, welche sich automatisch schließt, wenn die Tide zurückgeht, in den Mühlenweiher. Bei niedrigem Wasserstand kann man das aufgestaute Wasser über das Mühlrad zurückströmen lassen.
Solche Gezeitenmühlen sind ganz typisch für die Bretagne.
Wenn wir die Mühle von Pen Castel passieren kommen wir (Foto oben links) zur Cale de Bilouris. Von dort hat man einen Blick auf den Golfe du Morbihan. Gleichwohl kann man sagen, hier ist man am A... der Welt.
Der Golf von Morbihan wird durch die Rhuys-Halbinsel von der Bucht von Quiberon (Atlantik) getrennt. Die Verbindung zum Atlantik ist nur einen Kilometer breit und liegt zwischen der Landspitze von Kerpenhir (Pointe de Kerpenhir in der Gemeinde Locmariaquer) im Westen und der Landspitze von Port-Navalo (Pointe Port-Navalo in der Gemeinde Arzon) im Osten. Die Gezeitenströme dort sind sehr stark, mit Geschwindigkeiten von bis zu 4 Metern pro Sekunde. Auch innerhalb des Golfes bestehen aufgrund der Gezeiten und der an vielen Stellen geringen Wassertiefe viele Strömungen, weshalb die Jachthäfen im Gebiet des Golfes Freizeitkapitänen Lotsendienste anbieten.
Château Sucinio, Port Navalo, Gezeitenmühle Pen Castel
Die über zehn Kilometer lange und im Durchschnitt zwei Kilometer breite Halbinsel Rhuys umschließt den südlichen Golfe du Morbihan. Die Nordküste ist in viele Winkel zerklüftet und dadurch ziemlich unübersichtlich. Allzu leicht verfährt man sich in dem Gewirr von Ästuaren, Flüssen und Landspitzen. Man ist gut beraten, eine gute Straßenkarte an Bord zu haben. Denn abseits der die Halbinsel durchschneidenden D780 kann die Orientierung schwerfallen.
Château Suscinio
Ursprünglich war Suscinio ein Jagdschloß der bretonischen Herzöge gewesen, aber im Zuge des Hundertjährigen Krieges und des Bretonischen Erbfolgekrieges wurde es zur Festung ausgebaut.
Suscinio entdeckt man erst im letzten Moment, in einer Kurve zwischen hübschen, strohgedeckten Häusern. Die Lage ist bemerkenswert: Das von Moor und Wald umrahmte Schloss verfügt über „Meerblick“, genauer gesagt über einen herrlichen Blick auf die Bucht von Landrezac. Im 13. Jahrhundert war es ein Priorat mit etwas Landwirtschaft ringsherum. Nachdem die Herzöge der Bretagne hier einen ersten Herrensitz eingerichtet hatten, vergrößerte sich das Anwesen, es wurde umgebaut und so entstand schließlich nach und nach die fürstliche Residenz, wie wir sie heute bewundern können. Damals war das Schloss sogar die Lieblingsresidenz der bretonischen Herzöge und von Anne de Bretagne. Die riesige Ringmauer ist von Wassergräben umgeben und wird von sechs Türmen flankiert.
Die oben genannten beiden Kriegsereignisse führten auch zum Unionsvertrag von Vannes im Jahre 1532, mit dem die "immer währende Union des Landes und Herzogtums Bretagne mit dem Königreich und der Krone Frankreichs" festgelegt wurde. Mit diesem Vertrag wurde die Bretagne eine französische Provinz. Nach der französischen Revolution wurde sie in eine Region mit damals fünf Departments umgewandelt.
Der Golf von Morbihan ist ein inselreiches Binnenmeer im bretonischen Département Morbihan, das über eine schmale Passage mit dem Atlantik verbunden und daher salzwasserhaltig ist. Der Name des Golfes stammt vom bretonischen mor bihan ab, das "kleines Meer" bedeutet. Nach dem Golf wurde auch das Département Morbihan benannt. Der Golf von Morbihan wird durch die Rhuys-Halbinsel von der Bucht von Quiberon (Atlantik) getrennt. Die Verbindung zum Atlantik ist nur einen Kilometer breit und liegt zwischen der Landspitze von Kerpenhir (Pointe de Kerpenhir in der Gemeinde Locmariaquer) im Westen und der Landspitze von Port-Navalo (Pointe Port-Navalo in der Gemeinde Arzon) im Osten. Die Gezeitenströme dort sind sehr stark, mit Geschwindigkeiten von bis zu 4 Metern pro Sekunde. Auch innerhalb des Golfes bestehen aufgrund der Gezeiten und der an vielen Stellen geringen Wassertiefe viele Strömungen, weshalb die Jachthäfen im Gebiet des Golfes Freizeitkapitänen Lotsendienste anbieten.
Die Megalithstätten von Locmariaquer
Locmariaquer liegt etwa zehn Kilometer (Fahrtstrecke) südlich von Auray auf einer Halbinsel, die den Atlantik vom Golf von Morbihan trennt. Der Ort liegt auf Meereshöhe und etwa zwölf Kilometer von Carnac entfernt. Die Gemeinde ist vor allem wegen der vielen eindrucksvollen Monumente aus der Megalithzeit international bekannt geworden.
Der Table des Marchand wurde bereits im Jahr 1889 zum Monument historique erklärt. Ausgrabungsarbeiten in den 1980er und 1990er Jahren haben ergeben, dass das jungsteinzeitliche Bauwerk wahrscheinlich zu Beginn des 4. Jahrtausends v. Chr. errichtet wurde. Das Bauwerk wurde wahrscheinlich bis in die Bronzezeit (d. h. bis um 2000 v. Chr.) genutzt.
Der Grand Menhir auch Grand Menhir Brisé (grand: „groß“, maen: „Stein“, hir: „lang“) ist der größte bekannte Menhir der Welt. Der Stein war ursprünglich etwa 20,60 m lang und erreichte aufgerichtet eine Höhe von ca. 18,50 m. Heute besteht der gewaltige Stein aus vier Teilstücken. Etwa 200–300 Jahre nach seiner Aufrichtung stürzte der Menhir um, ob von Menschenhand oder etwa durch ein Erdbeben ist wissenschaftlich bis heute ungeklärt – möglicherweise war es beabsichtigt.
Über Auray mit Besuch des pittoresken Hafens von Saint-Goustan geht es Richtung Halbinsel Rhuys.
Die im Durchschnitt zwei Kilometer breite Halbinsel Rhuys ist eine lang gestreckte Landzunge, die den Golf von Morbihan vom offenen Ozean trennt.
Château Sucinio, Port Navalo, Gezeitenmühle Pen Castel
Château Suscinio
Ursprünglich war Suscinio ein Jagdschloß der bretonischen Herzöge gewesen, aber im Zuge des Hundertjährigen Krieges und des Bretonischen Erbfolgekrieges wurde es zur Festung ausgebaut.
Diese beiden Kriegsereignisse führten auch zum Unionsvertrag von Vannes im Jahre 1532, mit dem die "immer währende Union des Landes und Herzogtums Bretagne mit dem Königreich und der Krone Frankreichs" festgelegt wurde. Der Unionsvertrag verbietet es, einen unabhängigen bretonischen Staat zu gründen - sehr zum Mißfallen vieler bretonischer Separatisten bis heute, deren Ziel ein eigener Staat ist.
Suscinio entdeckt man erst im letzten Moment, in einer Kurve zwischen hübschen, strohgedeckten Häusern. Die Lage ist bemerkenswert: Das von Moor und Wald umrahmte Schloss verfügt über „Meerblick“, genauer gesagt über einen herrlichen Blick auf die Bucht von Landrezac. Im 13. Jahrhundert war es ein Priorat mit etwas Landwirtschaft ringsherum. Nachdem die Herzöge der Bretagne hier einen ersten Herrensitz eingerichtet hatten, vergrößerte sich das Anwesen, es wurde umgebaut und so entstand schließlich nach und nach die fürstliche Residenz, wie wir sie heute bewundern können. Damals war das Schloss sogar die Lieblingsresidenz der bretonischen Herzöge und von Anne de Bretagne. Die riesige Ringmauer ist von Wassergräben umgeben und wird von sechs Türmen flankiert.
Gezeitenmühle bei Pen-Castel: Bei einer Gezeitenmühle wird das Mahlwerk angetrieben von der Kraft des Wassers im Rhythmus von Ebbe und Flut. Die Mühle ist nicht mehr in Betrieb und heute Veranstaltungsstätte.
Saint-Pierre-Quiberon, Plage de Kerbourgnec, unser "Hausstrand". Fährt man die Straße weiter kommt man zur staatlichen Segelschule von Beg Rohu und anschließend dann nach Port Haliguen.
Von Port Haliguen fahren wir über Beg-er-Vil nach Port-Maria.
Dann geht es via Le Vivier über die Corniche entlang der Côte Sauvage nach Portivy.
Portivy, ein Ortsteil von Saint-Pierre-Quiberon, ist der einzige Schutz für Seeleute auf der Atlantikseite der Halbinsel und unser Lieblingort auf der Halbinsel. Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard und einen Martini Rouge ist das "Café du Port".
Wir verlassen die Halbinsel und kommen nach Plouharnel. Am Eingang zur Halbinsel Quiberon bildet Plouharnel sozusagen das Tor zum Meer. Sehenswert: Die Chapelle Notre-Dame des Fleurs. Bei Plouharnel befindet sich das größte Dünengebiet Frankreichs (Les Sables Blancs).
Der Dolmen von Crucuno:
Crucuno ist ein Weiler in der Gemeinde (commune) Plouharnel im Département Morbihan in der Bretagne in Frankreich. Er liegt östlich der Straße D781 (Rue des Menhirs) von Erdeven nach Plouharnel, zwischen zwei kleinen Teichen. Der Ort ist bekannt durch zwei Dolmen und einen Cromlec'h. Der Dolmen, der lange Zeit als Stall diente, steht dicht an einem Haus mitten im Weiler. Er besaß früher einen langen Gang und hatte eine Gesamtlänge von etwa 27,0 m. Die Deckenplatte hat ein Gewicht von etwa 40 Tonnen.
Es geht weiter nach Carnac, weltberühmt für seine Megalithen.
La Trinité-sur-Mer (bretonisch: An Drinded-Karnag) ist eine französische Gemeinde. Sie liegt im Département Morbihan in der Region Bretagne zwischen der Quiberon-Halbinsel und dem Golf du Morbihan, am Ästuar des Flusses Crac’h.
Der Ort ist ein bekannter Yachthafen in der Bretagne. Darin liegen mehrere größere Yachten, vor allem Mehrrumpfboote (Katamarane und Trimarane). Der Hafen wird von größeren Booten zum Teil zur Vorbereitung von Langstreckenfahrten (insbesondere Weltumrundungen) genutzt. Es gibt hier auch einige Werften.
Schätzchen am Wegesrand:
Dorfkirche Saint-Philibert (auch Notre-Dame du Flux et du Reflux oder Notre-Dame du Ster;17. und 18. Jahrhundert, restauriert im 20. Jahrhundert). Von außen eher unscheinbar wirkt die romanische Pfarrkirche von Saint-Philibert (nahe La Trinité sur mer), birgt in ihrem Inneren jedoch eine beeindruckende Ausschmückung im romantischen Stil.
In einer von vielen Tälern durchzogenen Gegend liegt das beschauliche Le Faouët. In 40 Kilometer Entfernung von Lorient duckt sich Le Faouët, bretonisch für Buchenwäldchen (diese Bäume sind dort immer noch sehr zahlreich), in eine gebirgige Landschaft. Die Gegend nennt sich "Land des Königs Morvan". Wer war König Morvan? Der bretonische Anführer aus dem 9. Jahrhundert gilt als erster König einer vereinigten Bretagne. Die durch Stechginster golden leuchtende Bocage-Landschaft wird von der Ellé, einem Lachse und Forellen führenden Fluß, durchzogen. Die Boutevilles sind die ersten Grundherren der Stadt. Im 15. Jahrhundert vermachen sie der Region ein reiches ziviles und religiöses Erbe. Um die Markthalle herum schaffen die Familie Goulaine und später die Barone Du Fresnay einen wichtigen Handelsplatz.
Im Ortszentrum von Le Faouët steht die imposante, aus Holz erbaute Markthalle (1.000 qm Fläche) mit einer sehenswerten Dachkonstruktion. Ende des 15. / Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut, ist die Markthalle heute immer noch in Nutzung.
Marion de Faouët, ein weiblicher Robin Hood aus der Bretagne und noch heute, mehr als zweihundert Jahre später, eine Volksheldin
Unter dem Schieferdach der großen Markthalle aus dem 16. Jahrhundert an der Grande Place lebt ein Phantom: Marion de Faouet (Marie Louise Tromel; 6. Mai 1717 - 2. August 1755). Die Straßenräuberin, die die Reichen beraubte und die Armen beschenkte, wurde in Quimper gehängt. Seitdem ist ihre Seele zum Spuken verdammt.
Der älteste Lettner der Bretagne
Saint-Fiacre bei Le Faouët
Auf französisch heißt der Lettner, der Chor und Kirchenraum trennt "Jubé", was aus dem Lateinischen kommt: Jube domine (lobe den Herrn); der Lettner von Saint-Fiacre ist der älteste der Bretagne und mit Millionenaufwand restauriert worden, so daß er wieder in seiner ganzen Farbenpracht erstrahlt.
Die römisch-katholische Kapelle Saint-Fiacre in Le Faouët, einer Gemeinde im Département Morbihan in der französischen Region Bretagne, wurde in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts im Stil der Flamboyantgotik errichtet. Die Kirche liegt etwa zweieinhalb Kilometer vom Ortskern entfernt. Sie ist dem Patrozinium des heiligen Fiacrius unterstellt, einem aus Irland stammenden Einsiedler, der im 7. Jahrhundert nach Frankreich kam und sich in der Brie, in der Nähe von Meaux, niederließ. In der Kirche ist neben einer reichen Ausstattung an Skulpturen und Bleiglasfenstern aus dem 15. und 16. Jahrhundert ein holzgeschnitzter Lettner aus dem späten 15. Jahrhundert erhalten. Im Jahr 1889 wurde die Kapelle als Monument historique in die Liste der Baudenkmäler (Base Mérimée) in Frankreich aufgenommen.
Bedeutendstes Ausstattungsstück der Kapelle ist der holzgeschnitzte Lettner, der in den Jahren 1480 bis 1492 von Olivier le Loergan (oder Loernagan) geschaffen wurde.
Dieses wunderbar geschnitzte Bilderbuch präsentiert auf einer Seite die Macht des Bösen, auf der anderen verweist es auf das durch die Kirche zuteilwerdende Heil. Der Erschaffer des Lettners, Olivier Le Loergan, wurde für dieses Werk in den Adelsstand erhoben.
Der älteste Lettner der Bretagne erstrahlt nach aufwendiger Sanierung seit 2002 wieder in seiner ganzen Farbenpracht. Wir hatten damals das Glück, kurz nachdem Saint-Fiacre für die Öffentlichkeit wieder zugänglich war, dieses mittelalterliche Meisterwerk bewundern zu dürfen.
Eine spektakuläre wilde Küste im Westen, schöne feine Sandstrände im Osten – auf 14 Kilometern bietet die Halbinsel Quiberon eine Vielfalt an Landschaften, die sofort begeistert. Die zu den führenden Badeorten der Bretagne zählende Halbinsel hat vieles zu bieten.
Nachdem man die Landenge von Penthièvre passiert hat, ist man auf der Halbinsel Quiberon im Morbihan angekommen.Quiberon war einst eine Insel, bis etwa ab dem 11. Jahrhundert durch das Abholzen von Wäldern Sand freigesetzt wurde, der durch Wind und Meeresströmung diese Landbrücke bildete, den Isthmus von Penthièvre. Die Halbinsel ist ganzjährig nur über diese einzige Straße zu erreichen, die im Sommer häufig überfüllt ist.
Die Côte Sauvage
Das Besondere der Halbinsel Quiberon ist ihre Vielfalt, die dadurch zustande kommt, dass eine Seite der Insel dem Festland (Bucht von Quiberon), die andere dem Atlantik zugewandt ist. Das Meer ist landseitig ruhig, im Gegensatz zur Wilden Küste (Côte sauvage) auf der Atlantikseite mit kleinen Sandstränden zwischen den felsigen Buchten Port Blanc und Port Bara, an denen jedoch striktes Badeverbot herrscht.
Auf der dem Atlantik zugewandten Seite der Halbinsel Quiberon findet man eindrucksvolle Felsen, Klippen, Grotten, Riffe und eine starke Brandung, die die Côte Sauvage ausmachen. Von Portivy bis nach Port Maria schlängelt sich eine ca. 8 km lange und meist sehr enge Küstenstraße an der Westküste entlang. Hier ist das Baden verboten, was aber viele Surfer nicht abschreckt, trotzdem ins Wasser zu steigen. Einige Gedenktafeln erinnern an Rettungsschwimmer, die beim Versuch andere zu retten, ums Leben kamen.
Das gefährliche sind die sog. Grundwellen (auch Monsterwellen genannt) des Atlantik, die entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und die völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen können.
Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.
Jahr für Jahr fordert - trotz all der vielen Warnschilder (in deutsch, englisch und französisch!) und trotz der allenthalben installierten Notrufanlagen die Wilde Küste ihre Opfer. Nicht nur unter den Leichtsinnigen selbst, sondern auch unter den Rettungskräften, die versuchen, diese Unbelehrbaren aus dem Atlantik zu retten.
Quiberon ist auch Ausgangspunkt für die Überfahrt nach Belle-île, Houat und Hoëdic.
Im Haupthafen von Quiberon, Port Maria, liegt der Meeresbahnhof (gare maritime). Hier starten Fähren, die die vorgelagerten Inseln Belle-Île, Île d’Houat (Enteninsel) und Île d’Hœdic („kleine Ente“) anfahren. Vom Osthafen Port-Haliguen starten im Sommer Ausflugsboote zu Touren durch den Golf von Morbihan („kleines Meer“).
Der deutsche Künstler, Karsten Klingbeil, hat Quiberon zwei Skulpturen geschenkt: der Fischer und die Wassernixe. Der jahrhundertealte, traditionsreiche, kleine, französische Fischerhafen Port Haliguen sollte aus seinem verschlafenen Dasein populärer und interessanter gemacht werden. So hat Klingbeil 1998 zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Eine junge, schöne Nixe, die am Ende der Mole im Begriff ist, ins Wasser zu springen und auf der gegenüberliegenden Mole einen Frischer, der auf einem Hummerfangkorb sitzt und mit einer Hand die Augen vor der Sonne schützend zur Nixe hinüberschaut.
Mittelalterliche Fantasie
Obwohl das Schloss Turpault nicht besichtigt werden kann, ist seine Silhouette bezeichnend für die Halbinsel Quiberon. Türmchen, Mauerzinnen… Ein Bauwerk aus dem Mittelalter? Nein, eine 1904 von einem reichen Industriellen erbaute Fantasie.
Das Château Turpault ist keineswegs eine Burg aus dem Mittelalter, das ließ Georges Turpault aus Cholet zu Beginn des 20. Jahrhunderts (von 1904 bis 1910) als Feriendomizil erbauen. Zwischen dem Fischerhafen von Port Maria und der wilden Atlantikküste ist es eine Art fotogenes Wahrzeichen des Ortes. Besichtigen kann man es nicht, da es auch heute noch Privatbesitz ist.
Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port".
Port-Haliguen in Quiberon, einer französischen Hafenstadt im Département Morbihan in der Region Bretagne, ist ein Ortsteil und ein Hafen der Stadt. Seit 1769 bemühten sich die Bewohner von Port-Haliguen um einen Neubau des Hafens, der ihre Fischerboote besser schützen sollte. Er wurde schließlich 1848 nach Plänen des Ingenieurs Pichot neu erbaut und erweitert. Sträflinge, die zu Zwangsarbeit verurteilt waren, mussten die Bauarbeiten verrichten. In den 1960er Jahren wurde die Hafenanlage auf einen modernen Stand gebracht und der Leuchtturm wurde modernisiert.
Der deutsche Künstler Karsten Klingbeil, hat Quiberon zwei Skulpturen geschenkt: der Fischer und die Wassernixe. Der jahrhundertealte, traditionsreiche, kleine, französische Fischerhafen Port Haliguen sollte aus seinem verschlafenen Dasein populärer und interessanter gemacht werden. So hat Klingbeil 1998 zwei lebensgroße Figuren geschaffen: Eine junge, schöne Nixe, die am Ende der Mole im Begriff ist, ins Wasser zu springen und auf der gegenüberliegenden Mole einen Frischer, der auf einem Hummerfangkorb sitzt und mit einer Hand die Augen vor der Sonne schützend zur Nixe hinüberschaut.
Gedenktafel an die Rückkehr des Hauptmanns Dreyfus von der Teufelsinsel, Quiberon, Port Haliguen
Alfred Dreyfus (* 9. Oktober 1859 in Mülhausen; + 12. Juli 1935 in Paris) war ein französischer Offizier. Alfred Dreyfus war neunter Sohn eines jüdischen Textilunternehmers aus Mülhausen (Elsass). Als das Elsass nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1871 vom Deutschen Reich annektiert wurde, optierten seine Eltern für die Beibehaltung der französischen Staatsbürgerschaft und gingen mit einem Teil der Familie nach Paris. Dreyfus legte hier das Baccalauréat ab und wurde 1878 Student der traditionsreichen Pariser Elitehochschule École polytechnique. Anschließend durchlief er eine Ausbildung als Artillerist an der Kriegsschule (École de Guerre) und wurde Berufsoffizier. Als solcher wurde er 1893 dem Generalstab zugeordnet. 1894 wurde er, inzwischen Hauptmann, des Geheimnisverrats bezichtigt. Durch eine als Hausdienerin eingeschleuste Spionin, die in der deutschen Botschaft die Papierkörbe leerte, war der französische Geheimdienst in den Besitz eines Schriftstücks gelangt, das Informationen über die französische Artillerie enthielt. Der Verdacht fiel schnell auf den Artilleristen Dreyfus, den seine Eigenschaft als quasi deutschstämmiger Jude als Verräter zu prädestinieren schien. Ein graphologisches Gutachten (das allerdings von anderen Gutachtern angezweifelt wurde), diente als Hauptbeweismittel.
Von Port Haliguen nach Port Maria auf Quiberon
Die Côte Sauvage auf Quiberon
Die Côte Sauvage an der Westküste ist eine Naturschönheit ganz besonderer Art. Eine einmalige Küstenlandschaft, die große Gefahren aufweist und mit Bedacht genossen werden sollte.
Das gefährliche sind die sog. Grundwellen (auch Monsterwellen genannt) des Atlantik, die entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und die völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen können.
Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.
Bei unseren Urlauben auf Quiberon haben wir nach unseren Ausflügen aufs Festland nach Rückkehr immer die Runde über die Corniche entlang der Côte Sauvage gefahren und uns den Atlantikwind um die Nase wehen lassen.
Autohasser haben keine Ahnung, wieviel Spaß es macht, im Roadster oder Cabrio etwa über die Corniche an der Côte Sauvage auf Quiberon (Bretagne, Morbihan) zu cruisen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. wer offen fährt, der ist der wahre Naturfreund, denn er kriegt hautnah mit, was da draußen ist: Der Salzgeruch des Meeres oder aber auch der Duft frisch gemähter Wiesen.
Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port".Ein Erlebnis im offenen Auto. Feinstes Roadsterland: Die Corniche entlang der Côte Sauvage auf Quiberon. Der stürmische Wind ist herrlich.
Autohasser haben keine Ahnung, wieviel Spaß es macht, im Roadster oder Cabrio etwa über die Corniche an der Côte Sauvage auf Quiberon (Bretagne, Morbihan) zu cruisen und sich den Wind um die Nase wehen zu lassen. wer offen fährt, der ist der wahre Naturfreund, denn er kriegt hautnah mit, was da draußen ist: Der Salzgeruch des Meeres oder aber auch der Duft frisch gemähter Wiesen.
Saint-Pierre-Quiberon / Ortsteil Portivy: Ein pittoresker kleiner Hafen, kein Trubel, ein Ort zum "die Seele baumeln lassen". Unsere kleine Lieblingsbar auf einen Ricard ist das "Café du Port".
Hennebont (bret. Henbont) - Stadttor Bro-Erec'h - Das bei den Bombenabwürfen im August 1944 beschädigte Tor wurde mit viel Liebe und Geduld restauriert und begeistert heute wieder mit seinen zwei massiven Türmen mit ihren Kegeldächern.
Die Gemeinde liegt am Blavet etwa 42 Kilometer westnordwestlich von Vannes und etwa 9 Kilometer nordöstlich von Lorient.
Port Louis und Umgebung
Im mittelalterlichen Hafen des Blavet wird mit Wein, Salz und Getreide gehandelt. Die Spanier errichten die ersten Teile der Zitadelle im Jahr 1590. Nach dem Abzug der Männer von Juan del Aguila vollendet Louis XIII die Festung im Jahr 1637 und gibt der Stadt den Namen Port Louis. Als Standort der Compagnie des Indes, der französischen Indien-Kompagnie, erlebt Port Louis eine von würzigen Wohlgerüchen umwehte Zeit des Wohlstands. Nach dem Umzug der Kompagnie nach Lorient wendet sich die Stadt der Fischerei zu.
Port-Louis (bretonisch Porzh-Loeiz) ist eine französische Stadt mit 2621 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Die Stadt liegt gleich neben der größeren Stadt Lorient, nur durch eine Meeresbucht getrennt.
Port-Louis hieß ursprünglich Blavet, nach dem gleichnamigen Fluss Blavet, der hier in den Atlantik mündet, und wurde 1618 von Louis XIII. von Frankreich in Port-Louis umbenannt.
Eine Zitadelle deckte die Einfahrt in die Bucht und den Hafen. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg als Gefangenenlager von den Deutschen benutzt. Dort wurden 69 Angehörige (bzw. Verdächtigte) der Résistance erschossen.
Die Stadt bzw. ihre deutsche Besatzung wurde von den Alliierten umfangreich bombardiert. Auch heute noch ist Lorient gegenüber Marinestützpunkt. Von der Zitadelle Port-Louis sieht man die U-Boot-Basis.
Und gegenüber auf der Halbinsel Gâvres - Fort de Porh Puns
Dieses alte Vauban-Fort gegenüber Lorient bzw. Port Louis war in den deutschen Atlantikwall integriert und zusätzlich ausgebaut worden. Es ist auch heute im Eigentum der französischen Streitkräfte. Es war 1695 zum Schutz von Port-Louis erbaut worden.
Gavres: Das Fischerdorf mit 673 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) und ausgeprägtem ozeanischem Klima befindet sich exponiert gelegen am westlichsten Ende einer bizarr geformten, langgezogenen und sehr schmalen Halbinsel auf einem abgetragenen Felsen am Petite mer de Gâvres. Östlich des Ortes befinden sich die Insel Groix und westlich die Reede der Stadt Lorient. Unmittelbar nördlich von Gâvres liegt der Hafen der Kleinstadt Port-Louis, lediglich getrennt durch eine Bucht, die La petite mer de Gâvres genannt wird.
Der einzige Landweg zur Halbinsel, der ein Tombolo ist (ein Tombolo - plur. Tomboli - ist ein Dünenstreifen, der eine Insel mit dem Festland verbindet und so zu einer Halbinsel macht, oder zwei Inseln miteinander verbindet. Tomboli entstehen durch Ablagerung, verursacht durch Flussmündungen, Küstenströmungen und Wellenbrechung im Inselumfeld) und nach Gâvres führt, über die 8,0 Kilometer östliche gelegene Kleinstadt Plouhinec, wobei die Départementsstraße D158 die Verbindung herstellt. Diese Zufahrt kreuzt ein Militär- und Schießgelände der französischen Armee, weshalb sie sporadisch für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist.
Ursprünglich war Gâvres eine echte Insel, die lediglich durch eine parallel zur Küstenlinie verlaufende Dünenkette mit dem Festland verbunden war. Die Lagune erstreckte sich über 350 Hektar und war ein beliebtes Ziel für die so genannte Pêche à pied (Einsammeln von Meeresfrüchte von Hand), wobei vor allem viele Venusmuscheln erbeutet wurden.
Riantec liegt im Südwesten des Départements Morbihan etwa sechs Kilometer südöstlich von Lorient an der Lagune des Kap von Lorient (dem sog. La Petite Mer de Gavre). Neun Kilometer der Küste des kleinen Binnenmeeres (Petite Mer) säumen den Ort. Die Landschaft und das Meer mit ihrer reichen Tier- und Pflanzenwelt stehen unter Naturschutz. Das hier natürlich vorkommende Zooplankton ist der Grund, warum es hier so viele Schalentiere gibt.
Riantec wird umgeben von den Nachbargemeinden Merlevenez im Osten und Nordosten, Plouhinec im Südosten, Gâvres im Süden auf der anderen Lagunenseite, Port-Louis im Westen und Locmiquélic im Nordwesten.
Merlevenez - eine der wenigen romanischen Kirchen in der Bretagne: Kirche Notre-Dame de Joie (12. bis 15. Jahrhundert) mit unversehrtem romanischen Portal aus dem 12. Jahrhundert (Monument historique).
Die Gründung des Ortes geht auf die Tempelritter zurück, die dort im 12. Jahrhundert ein Kloster und eine Kapelle erbauten. Der Ortsname wechselt mehrfach und findet sich zuerst im Jahr 1367 als Breullenevez.
In Le Bono am Hafen
Bono liegt nahe der Küste des Départements Morbihan am Ästuar des Flusses Sal, der hier auch Rivière du Bono genannt wird. Die Kleinstadt Auray ist nur vier Kilometer in nördlicher Richtung entfernt, die Stadt Vannes etwa 15 km in östlicher Richtung.
Und so ein Regentag in der Bretagne im Roadster hat durchaus seinen Reiz: Wenn der Regen aufs Verdeck trommelt, das vermittelt ein richtiges heimeliges Gefühl. Wie im Zelt.
Und noch der Praxis-Tipp Bretagne:
Es kommt immer wieder vor, dass jemandem wegen nicht angezogener Handbremse oder nicht eingelegtem Gang das Auto im Hafenbecken "abtaucht". Aber da habe ich vielleicht einen Tipp, der sowas künftig vermeiden kann.
Vorweg: Alle Parkplätze an Häfen sind immer leicht schräg. Das hat einen Grund: Dass das Wasser bei starkem Regen ins Hafenbecken abläuft.
Aber einige haben eine Art "Bremsklotz". Davor parken, dann kann das Auto nicht die Kaimauer runterstürzen, wenn es mal ins Rollen kommt. Gibt dann höchstens ein paar Schrammen im Lack.
Nochmal zu den "Bremsklötzen": In kleineren Häfen, wie hier in Le Bono bei Auray (Morbihan, 56) sind die vor jedem Parkplatz. Sie stehen so weit auseinander, dass man, wenn man ein Boot slippen will, mit dem Trailer hindurchkommt.
Quiberon, Côte Sauvage, Le Vivier und Château Turpault
Das Département Morbihan ist das einzige bretonische Département, das einen bretonischen Namen hat: Mor = Meer und bihan = klein, heißt also "Kleines Meer", womit der Golfe du Morbihan gemeint ist.
Unterwegs im Morbihan:
Besonders interessant: Le Faouët
Le Faouët liegt im äußersten Nordwesten des Departements Morbihan.
Im Ortszentrum von Le Faouët steht die imposante, aus Holz erbaute Markthalle mit einer sehenswerten Dachkonstruktion. Ende des 15. / Anfang des 16. Jahrhunderts erbaut, ist die Markthalle heute immer noch in Nutzung.
Im Ortsteil Saint-Fiacre befindet sich die gleichnamige, 1480 erbaute Kapelle Saint-Fiacre. 1 km vom Stadtzentrum entfernt zeugt die Kapelle Saint-Fiacre auf prachtvolle Weise von der Flamboyant-Gotik. Ihr herrlicher Lettner aus bemaltem Holz, einer der ältesten der Bretagne, begründet ihren Ruhm. Dieses wunderbar geschnitzte Bilderbuch präsentiert auf einer Seite die Macht des Bösen, auf der anderen verweist es auf das durch die Kirche zuteilwerdende Heil. Der Erschaffer des Lettners, Olivier Le Loergan, wurde für dieses Werk in den Adelsstand erhoben.
Auray - Alter Hafen von Saint-Goustan
In einer Ria im Golfe du Morbihan, malerisch am Fluss Auray gelegen, befindet sich der charmante Hafen Port de Saint-Goustan. Einst ein wichtiger Handelshafen.
Im 13. Jahrhundert bauten die Herzöge der Bretagne in Saint-Goustan eine Brücke, einen Hafen und eine Burg. So entstanden zwei Stadtteile: der Hafen, am Fuße der Festung, und die Oberstadt mit Blick auf den Hafen. Heute ist von der Burg nichts übrig geblieben, aber das Viertel Saint-Goustan hat sich seine Authentizität und mittelalterliche Architektur dennoch bewahrt.
Viele Persönlichkeiten haben den Charakter dieses Hafens geprägt, wie der Anführer der Chouans, General Georges Cadoudal, der 1771 in Auray geboren wurde. Zu seinem Gedenken wurde im Ortsteil Kerléano, in der Oberstadt, ein Mausoleum errichtet. Dieses widmet sich seiner Vergangenheit als Oberbefehlshaber der bretonischen Armee der Chouans und unterstreicht die Bedeutung dieser Figur während der Zeit der französischen Revolution.
Eine weitere wichtige Persönlichkeit, die die Geschichte des Hafens von Saint-Goustan geprägt hat, war der berühmte Amerikaner Benjamin Franklin. 1776 wurde er durch den Wind gezwungen, in Auray an Land zu gehen, als er eigentlich nach Nantes wollte, um Frankreich beim Erreichen der Unabhängigkeit der USA um Hilfe zu bitten. Der Kai, den er damals betrat, trägt heute seinen Namen.
Den Schoner (Goelette) Saint-Sauveur, einst das Wahrzeichen des Hafens, gibt es übrigens nicht mehr. Den hatten sie 2009 wegen Bauarbeiten am Quai Benjamin Franklin an eine andere Stelle im Hafenbecken verlegt, dort saß das alte Schiff bei Ebbe auf Grund und erlitt nicht reparable Schäden! Es ist sozusagen in zwei Teile zerbrochen. Es musste dann von einer Spezialfirma demontiert und zerstört werden.
La-Trinité-sur-mer
La Trinité-sur-Mer (bretonisch: An Drinded-Karnag) ist eine französische Gemeinde. Sie liegt im Département Morbihan in der Region Bretagne zwischen der Quiberon-Halbinsel und dem Golf du Morbihan, am Ästuar des Flusses Crac’h. Der Ort ist ein bekannter Yachthafen in der Bretagne. Darin liegen mehrere größere Yachten, vor allem Mehrrumpfboote (Katamarane und Trimarane). Der Hafen wird von größeren Booten zum Teil zur Vorbereitung von Langstreckenfahrten (insbesondere Weltumrundungen) genutzt. Es gibt hier auch einige Werften.
Schätzchen am Wegesrand:
Dorfkirche Saint-Philibert (auch Notre-Dame du Flux et du Reflux oder Notre-Dame du Ster; 17. und 18. Jahrhundert, restauriert im 20. Jahrhundert)
Allenthalben im Morbihan stößt man auf kleine Kostbarkeiten. Und zum Teil muß man aufpassen, nicht achtlos an ihnen vorüber zu fahren.
Von außen eher unscheinbar wirkt die romanische Pfarrkirche von Saint-Philibert (nahe La Trinité sur mer), birgt in ihrem Inneren jedoch eine beeindruckende Ausschmückung im romantischen Stil.
Sainte-Anne-d'Auray (oder Breton Santez-Anna-Wened) im Pays d'Auray ist das wichtigste Heiligtum und die größte Wallfahrtsstätte der Bretagne und nach Lourdes die zweitgrößte Frankreichs.
Höhepunkt ist alljährlich der Pardon am 26. Juli. Schon am Vorabend findet eine beeindruckende Lichterprozession statt.
Verehrt wird die hl. Anna, die Mutter der Jungfrau Maria. 1623 erschien der Legende nach dem Landarbeiter Yves Nicolazic (1591–1645) die hl. Anna und bat ihn eine ihr geweihte verfallene Kapelle auf seinem Feld wieder aufzubauen. Es wird über Yves Nicolazic berichtet, er sei ein äußerst frommer Mensch gewesen, der regelmäßig beichtete und im Vertrauen an die heilige Anna lebte. 1625 wurde bei den Bauarbeiten am 7. März eine alte Statue der hl. Anna gefunden. Um an diesen Fund zu erinnern findet jedes Jahr am 7. März der erste Pardon zu Ehren der hl. Anna statt.
Die Kapelle wurde im 19. Jahrhundert durch die heutige Basilika ersetzt. Im Kreuzgang findet man den Kirchenschatz, in dem auch die Reliquie der hl. Anna enthalten ist, die ein Geschenk der Königin Anna von Östereich zum Dank für die Geburt des lange ersehnten Sohnes (später Ludwig XIV) war. Zudem findet man in der Basilika Goldschmiedearbeiten und den Mantel der alten Statue. Die Fenster der Basilika zeigen die Lebensgeschichte der hl. Anna. Immer wieder wird auch an Papst Johannes Paul II. erinnert, der am 20. September 1996 an einem Pardon teilgenommen und in der Basilika gebetet hat.
Die Basilika selbst wurde zwischen 1865 und 1874 nach klassizistischen Vorbildern gebaut. Trotzdem ist sie, typisch für Frankreich, an der Gotik orientiert, besitzt aber auch einige Barockelemente
In 8 Jahren Bretagne haben wir nicht nur viel gesehen und erlebt, sondern uns auch, nicht zuletzt aufgrund intensiver Kontakte und Freundschaften mit Bretonen, eine ganze Menge Wissen über diese faszinierende Region angeeignet.
Ich möchte daher in diesem Artikel die vier bretonischen Départements abrißhaft vorstellen und auch ein paar Worte zur bretonischen Sprache verlieren.
Ille-et-Vilaine
Das Département Ille-et-Vilaine (bretonisch Il-ha-Gwilen) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 35. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach den Flüssen Ille (bretonisch: Il) und Vilaine (bretonisch: Gwilen) benannt. Ille-et-Vilaine ist das östlichste Département der Bretagne.
Das Département wurde zur Zeit der Französischen Revolution am 4. März 1790 auf der Grundlage des Gesetzes vom 22. Dezember 1789 über die Gliederung Frankreichs in Départements aus dem nordöstlichen Teil der alten Provinz Bretagne gebildet.
Côtes d'Armor
Das Département Côtes d’Armor (bretonisch Aodoù an Arvor) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 22. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach der keltischen Bezeichnung Armor („Land am Meer“) benannt. Côtes d’Armor grenzt im Westen an das Département Finistère, im Süden an das Département Morbihan und im Osten an das Département Ille-et-Vilaine.
Die 250 km lange Küstenlinie des Départements besteht aus Steilküstenabschnitten, die sich mit zahlreichen Sandstränden und Buchten abwechseln. Bekannt ist vor allem die Côte de Granit Rose zwischen der Pointe de l’Arcouest und Trébeurden mit ihren leuchtend rosafarbenen, teils bizarr geformten Granitfelsen. Der Pointe de l’Arcouest sind die Bréhat-Inseln vorgelagert. Die höchsten Klippen der Bretagne sind an der Pointe de Plouha zu finden.
Das Département wurde am 4. März 1790 aus einem Teil der Provinz Bretagne gebildet. Bis 1990 trug das Département den Namen Côtes-du-Nord (bretonisch Aodoù an Hanternoz). Im Westen des Départements ist die bretonische Sprache noch sehr präsent, in den übrigen Teilen dominiert das Französische bzw. das Gallo.
Morbihan
Das Département Morbihan (Bretonisch Mor-Bihan) ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 56. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist nach dem Golf von Morbihan benannt, Mor-Bihan ist der bretonische Name des Golfs („kleines Meer“). Der Golf von Morbihan wird durch die Halbinseln von Locmariaquer und Rhuys vom Atlantik getrennt.
Das Morbihan war im Neolithikum Westeuropas einer der kulturellen Brennpunkte. Neben den anderen Regionen der Bretagne steht es für den Beginn der megalithischen Bauweisen in Europa. Hier entwickelten sich aus den Erdhügeln (Tumuli) die Steinhügel, was in Kombination mit den beim Aufrichten von gewaltigen Menhiren erworbenen Fähigkeiten bereits im 5. Jahrtausend v. Chr. zum Bau von Megalithanlagen führte.
Finistère
Das Département Finistère ist das französische Département mit der Ordnungsnummer 29. Es liegt im Nordwesten des Landes in der Region Bretagne und ist das westlichste kontinentale Département Frankreichs. Aufgrund seiner Lage auf der Spitze der bretonischen Halbinsel bekam es bereits in römischer Zeit den Namen Finis Terrae (Ende der Erde). Der bretonische Name lautet Penn ar Bed (Anfang, Spitze oder auch Haupt der Welt). Das Departement wird in Nord- und Süd-Finistère unterteilt, Präfektursitze sind Quimper im Süden und die Hafenstadt Brest im Norden. Das Département gehört zum Verbreitungsgebiet der bretonischen Sprache.
Das Bretonische (bretonisch Brezhoneg) ist eine keltische Sprache. Es gehört wie das Walisische, das Kornische und das ausgestorbene Kumbrisch zur Untergruppe der britannischen Sprachen. Bretonisch wird in der Bretagne von den britophonen Bretonen gesprochen und ist damit die einzige moderne keltische Sprache, die auf dem europäischen Festland beheimatet ist. Sie geht nicht auf die antike keltische Sprache Galliens zurück. Ihr Verbreitungsgebiet ist die Bretagne bretonnante, die heute noch aus den westlichen Gebieten der Bretagne besteht, d. h. aus dem Département Finistère (Penn ar Bed) und dem westlichen Teil der Départements Côtes-d’Armor (Aodoù-an-Arvor) und Morbihan (Mor-bihan). Der östlich gelegene Teil der Bretagne ist das Pays gallo, in dessen westlichen Teilen früher ebenfalls Bretonisch gesprochen wurde, während das Bretonische in den Osten der Bretagne (etwa in die Gegend um Nantes, eine der historischen Hauptstädte der Bretagne) nie vordringen konnte.
Beim Bretonischen handelt es sich nicht etwa um einen Nachfolger der Sprache der ursprünglich in der Gegend ansässigen keltischen Gallier, sondern um die Sprache britischer Flüchtlinge und Einwanderer aus Großbritannien, die vor der angelsächsischen Eroberung der britischen Inseln wichen. Das Bretonische ist eng mit den britannischen Sprachen Kornisch (Cornwall) und Walisisch (Wales) verwandt. Vor allem mit dem Kornischen, mit dem es zur Gruppe der südwestbritannischen Sprachen zusammengefasst wird, teilt es viele Gemeinsamkeiten.
Das Neubretonische ist durch einen starken Zerfall in Dialekte und den Verfall der schriftsprachlichen Tradition gekennzeichnet. Es dauerte bis ins 20. Jahrhundert, bis sich wieder eine Standardvarietät herausbilden konnte. Von den 1930er Jahren an bemühte sich Roparz Hemon um eine erneuerte, einheitliche Orthographie und die kulturelle Emanzipation gegenüber Frankreich. Er wurde in seinen Bemühungen im Zweiten Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht unterstützt und emigrierte nach dem Krieg.
Die bretonische Sprache unterteilt sich in vier Dialekte: Leoneg, Tregerieg, Gwenedeg und Kerneveg.
Gwenedeg (französisch vannetais) wird rund um die Stadt Vannes (bretonisch Gwened) gesprochen und ist der am wenigsten verbreitete bretonische Dialekt, der nur von 16 % aller Bretonen gesprochen wird.
Kerneveg (französisch cornouaillais) wird rund um die Stadt Quimper (bretonisch Kemper) gesprochen und ist der größte bretonische Dialekt, mit einem Anteil von 41 % der Gesamtzahl der Sprecher. Kerneveg ist am engsten verwandt mit Kornisch, der Sprache Cornwalls.
Leoneg (französisch léonard) wird im Léon (bretonisch Bro Leon), das den nördlichen Teil des Departements Finistère (bretonisch Penn ar Bed) umfasst, gesprochen und ist mit 24,5 % der zweitstärkste bretonische Dialekt.
Tregerieg (französisch trégor(r)ois) wird rund um die Stadt Tréguier (bretonisch Landreger) von 18 % der Bretonisch-Sprecher verwendet.