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Montag, 1. April 2024

Die faszinierenden Küsten der Bretagne und unsere Lieblingsstadt Saint-Malo

In Frankreich ist die Küste der Bretagne mit 2.700 Kilometern die größte Küstenregion des Landes. Diese Küste zeichnet sich aufgrund ihrer Vielfältigkeit aus. Von malerischen Stränden über imposante Klippen und beeindruckende Dünenlandschaften bis hin zu wehrhaften alten Festungen und pittoresken Häfen. Allgegenwärtig der berühmte Festungsbaumeister Ludwig XIV., Sébastien Le Prestre, Seigneur de Vauban. Die über 2.000 Jahre alte Korsarenstadt Saint-Malo ist sicher ein absolutes Highlight. Aber auch die Felsküsten der Côte de Granit Rose in Côtes d'Armor und die Côte Sauvage, die "Wilde Küste" auf Quiberon im Département Morbihan. Wir finden mondäne Badeorte und Austern- und Muschelzuchten. Der "Heilige Berg des Abendlandes", der Mont-Saint-Michel, ist - auch wenn er bereits ganz knapp zur Normandie zählt - ein lohnendes Ziel. Nicht entgehen lassen sollte man sich auch Les Rochers Sculptés in Rothéneuf bei Saint-Malo. Geschaffen wurden diese durch Abbé Fouré (1839 - 1910) nachdem er aus Krankheitsgründen sein Priesteramt nicht mehr ausüben konnte. Wohl durch einen Schlaganfall hatte er eine Lähmung, die Sprache verloren und wurde taub. Deshalb ließ er sich hier nieder um in den Klippen die Felsen zu behauen. Er schuf auf einem Felsvorsprung mehr als 300 Reliefs und Skulpturen.


Unser geliebtes Saint-Malo - die Anreise und Impressionen der Stadt - Chaussée du Sillon in Saint Malo - Sozusagen "unsere" Straße: Drei Jahre hatten wir dort unser Urlaubsquartier.


Das Château De Saint-Malo ist eine Burg aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und liegt Intra Muros, also in der von einer Mauer umgebenen Altstadt von Saint-Malo.

Erbaut wurde sie von den Herzögen der Bretagne um die Herrschaft über die Stadt zu sichern. Seit Juli 1886 ist sie als Monument Historique klassifiziert.

Vor der Burg - Le Jardin des Douves: Mit einer Fläche von 3.600m² ist es der älteste Garten der Stadt Saint-Malo. Er wurde 1880 auf dem alten Burggraben angelegt und ist mit einem neobarocken Brunnen geschmückt. Vorher gab es dort einen kleinen Garten mit dem Namen "Jardin d’amour", in dem sich Liebespaare trafen.

Les Remparts de Saint-Malo - Die Stadtmauern von Saint-Malo: Ein Spaziergang auf den Stadtmauern ist ein absolutes Muss, wenn man in Saint Malo zu Besuch ist. Er gibt wundervolle Ausblicke auf das Meer und die Stadt intra muros zu Ihren Füssen. Sie brauchen etwa eine Stunde für einen kompletten Rundgang. Die hohe Mauer, die die Stadt Saint Malo umrundet, bildet eine Schleife von etwa zwei Kilometern Länge.

Die Stadtmauer von Saint-Malo wurde im 12. Jahrhundert errichtet, lange vor dem goldenen Zeitalter der königlichen Korsaren. Nach der großen Feuersbrunst im Jahr 1661 wurden die Granitmauern neu aufgebaut; im 18. Jahrhundert wurden sie von dem Ingenieur und Architekten Garangeau, einem Schüler Vaubans, erweitert. Die Bastion de la Hollande wurde 1674 erbaut. Ihren Namen erhielt sie von ihrem Zweck, die Stadt gegen holländische Kriegsschiffe zu verteidigen.

Die Hollande Bastion wurde mit 24 Kanonen ausgestattet, die später vom Grafen von Toulouse durch stärkere Kanonen ersetzt wurden. Die Kanonen mit 36 oder 42 Kalibern waren eine Belohnung für den Mut, den die Bevölkerung während der Attacken der Holländer im Jahre 1696 gezeigt hatte.

1684 wurde der Zwinger der “Chiens du Guet” (Wachhunde) in diesen Teil der Stadtmauer versetzt. Ab 1150 bewachte eine Meute Doggen nachts die Stadt. Um 22 Uhr gab die Glocke «Noguette» das Signal und die Hunde wurden in den Straßen freigelassen.

Saint-Malo war als eines der Hauptquartiere des deutschen Atlantikwalls durch alliierte Bombardements im Zweiten Weltkrieg nahezu vollständig zerstört worden. Aber im Gegensatz zu anderen Städten (wie Brest, Lorient oder Le Havre in der Normandie) hatte man sich damals gottseidank entschieden, die Stadt nach historischen Plänen und Bildern wieder aufzubauen.
Abendessen in Saint-Malo. Madame nimmt Muscheln, Monsieur zwei Dutzend Austern. Dazu einen Muscadet-sur-lie, einen auf der Maische gereiften Wein aus Loire-Atlantique.
P.S.: NIE Zitrone zu den Austern !!!
Das verdirbt sie. Nur Apfelessig
Im Jahr 2000 beging die Stadt ihre 2000-Jahr-Feier mit großem Gepränge. Wir waren damals dort gewesen und haben alles hautnah miterlebt. Für die große "Parade défilé", den Umzug auf der Chaussée du Sillon, hatten wir an unserem Fenster im Hotel Ibis einen "Logenplatz" gehabt.

Saint-Malo ist der Geburtsort von René Francois de Châteaubriand, Abenteurer, Staatsmann und Romancier, ein Zeitgenosse Napoleons I.
Er ist auch auf der Insel Grand Bé bei Saint-Malo beerdigt. Sein einsames Grab ist beeindruckend. Und die Insel kann man nur bei Ebbe erreichen. Von dort bietet sich ein grandioser Panoramablick auf die Altstadt (Ville Close, Intra Muros).

"Ich und Napoleon" sagte er mal. Und so unbescheiden wie er selbst zeitlebens gewesen war, so pompös ist auch sein Grab. Die Rede ist von René François de Châteaubriand, Adeliger, Offizier, Abenteurer, Staatsmann und Romancier aus Saint-Malo.

Die Grabanlage ist auch nicht mehr im Original erhalten: Sie war anfangs von einem Eisengitter im neogotischen Stil umzäunt. 1944 sprengte eine Granate bei der Schlacht um Saint-Malo (bei der auch das Fort Grand Bé zerstört wurde) eine Ecke des Grabsteins weg und beschädigte den Zaun. Ein neuer, einfacherer Zaun mit nur noch drei Seiten wurde errichtet. Die Seite zum Meer blieb nun offen.

Sein Grab ist, wie sein Leben war: Einsam und von ausgesuchter Theatralik. Er hatte sich diese Felskante des einsamen Eilands schon zu Lebzeiten als letzte Ruhestätte gewählt.

Saint-Malo, Place Châteaubriand - Das Geburtshaus des Schriftstellers, die Brasserie Lion d'Or, eine kulinarische Institution und das Café de L'Ouest
François-René, Vicomte de Chateaubriand (* 4. September 1768 in Saint-Malo; † 4. Juli 1848 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Politiker und Diplomat. Er gilt als einer der Begründer der literarischen Romantik in Frankreich. Er hat in Frankreich die Bedeutung, die Goethe in Deutschland hat.

Sonntag, 12. März 2023

Die Felsküsten der Bretagne


Die Côte de Granit Rose (bretonisch: Aod ar Vein Ruz), die Rosa Granitküste, ist ein Küstenabschnitt der nördlichen Bretagne zwischen Paimpol und Trébeurden.

Die Entstehungsgeschichte der Rosa Granitküste:

Die Côte de Granit Rose erstreckt sich an der französischen Kanalküste im Département Côtes d’Armor und gehört zu den außergewöhnlichsten Küstenregionen der Bretagne. Namensgeber für den Küstenabschnitt ist rosafarbener Granit, der das Antlitz der gesamten Region prägt. Die Rosa Granitküste zieht sich auf einer Länge von zehn Kilometern zwischen den Ortschaften Paimpol und Trébeurden an der bretonischen Nordküste entlang. Die charakteristische Färbung verdankt der Rosengranit den Mineralien Hämatit und Alkalifeldspat. Gebildet wurde der Fels vor rund 300 Millionen Jahren durch geologische Prozesse im Oberkarbon. Die über dem Granit liegenden Erdschichten wurden im Verlauf von Millionen Jahren durch die Kraft von Wind und Wasser abgetragen. Zurück blieb eine bizarre Küstenlandschaft.

Eine faszinierende Landschaft, Bildhauerkunst der Natur, geschaffen von Wind und Wasser - faszinierende Skulpturen im roten Granit. An der Côte de Granit Rose, an der Pointe de Chateau (Le Gouffre), nahe Plougrescant, finden wir auch das wahrscheinlich meistfotografierte Haus der Bretagne, das Haus im Fels.




Die Pointe de Minard und die Klippen von Plouézec erheben sich 70 Meter über dem Meer. Die Felsen von Plouézec zählen zu den höchsten Felsen der Bretagne. Auf alten Zöllner- und Schmugglerpfaden (Circuit des Falaises) geht es durch die Falaises, die Klippen.


Am Cap Fréhèl (Département Côtes d'Armor), eine der größten Heidelandschaften Europas


Das Cap Fréhel (teils auch Cap Fréhal geschrieben, bretonisch Kab Frehel) ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne und bildet den nördlichsten Punkt des felsigen Vorgebirges, das zwischen den Städten Saint-Malo und Saint-Brieuc in den Golf von Saint-Malo hineinragt. Es liegt ca. 8,5 km von der gleichnamigen Gemeinde Fréhel entfernt, liegt jedoch auf dem Gemeindegebiet von Plévenon.

Von der Pointe du Grouin bis zur Ile de Bréhat erstreckt sich das Kap über 400 Hektar Heideland – eine der größten Heideflächen Europas. Von Mai bis Oktober bietet das Kap eine wahre Sinfonie aus Farben. Das leuchtende Gelb des Stechginsters kombiniert mit dem Rosa der Strand-Grasnelke im Frühjahr, dem Violett des Heidekrauts im Sommer.

Die Klippen bestehen aus rötlichem Sandstein, schwarzem Schiefer und dem von der Côte de Granit Rose berühmten rosa-farbenen Granit. Sie fallen steil zum Wasser hin ab und haben eine Höhe von bis zu 70 m. Die Wiesen, die das Kliffdach bedecken, sind am reizvollsten im Frühjahr und Sommer, wenn hier Wildhyazinthen, Narzissen, Vielblütige Weißwurz und Nelken blühen. Hinter den Klippen wachsen Stechginster und Erika.

Cap Fréhel ist ein Vogelschutzgebiet, das eine Vielzahl an Brutvögeln beherbergt. Am zahlreichsten sind die Krähenscharben und Silbermöwen, außerdem kommen Lummen, Austernfischer, Herings-, Mantel- und Dreizehenmöwen, Papageitaucher, Eissturmvögel und Kolkraben vor.

Die Leuchttürme vom Cap Fréhèl
Phare du Cap Fréhel ist der Name eines Leuchtturms, der in den Jahren 1946 bis 1950 auf der Fréhèl-Spitze im Département Côtes-d’Armor in der Bretagne errichtet wurde. Seine Tragweite beträgt theoretisch 29 Seemeilen, was etwa 55 Kilometern entspricht. Er leuchtet die äußerst gefährliche Überfahrt von Saint-Brieuc nach Saint-Malo aus und ersetzte einen älteren, im Zweiten Weltkrieg gesprengten Turm, der seinerseits der Nachfolger des noch bestehenden Turms aus der Ära des Festungsbaumeisters Vauban war.

Erster Leuchtturm (Phare Vauban)

Im Mai 1694 inspizierte General Vauban die Nordküste der Bretagne, und schlug vor, auf dem Cap Fréhèl einen Turm zu bauen, der vor Angriffen der englischen Flotte warnen sollte. Der aus Steinen gemauerte Turm war mit einem Halbzylinder gekrönt, welches die Befeuerung beherbergte. Diese war bis 1717 ausschließlich in den Wintermonaten in Betrieb. Bis 1774 kam das Licht von einem offenen Feuer, das mit Holzkohle genährt wurde, danach kamen runde Lampen, die mit Pflanzenöl betrieben wurden, zum Einsatz. Seit der Turm 1821 mit acht Parabolspiegeln neu ausgestattet wurde und das Leuchtfeuer drehbar wurde, gab er alle 135 Sekunden einen langen Blink ab. Die Tragweite der Befeuerung betrug 21 Seemeilen.

Herrlicher Strand unterhalb des Cap Fréhèl: Wir gehören ja nun nicht zu den klassischen "Strand-Fuzzies", die den ganzen Tag in der Sonne liegen, wir machen lieber Ausflüge, aber dabei sind die Badeklamotten schon ständig "an Bord". Und an diesem Stand beim Cap Fréhèl im Départment Côte d'Armor kommen wir selten ohne kleine Stippvisite vorbei.


Ausreichend Parkplätze an der Rue des Plages (wenn man früh genug kommt). Kurzer Fußweg zum Strand an der Pointe de la Guette. Aber Achtung: Das Wasser ist eiskalt !!! Und bei Flut ist kein Strand mehr da.

Fort La Latte

Fort La Latte (auch Château de la Roche Goyon oder Fort de la Dent de Gargantua genannt, bretonisch Roc'h Goueon) ist eine Burg auf dem Gebiet der Gemeinde Plévenon in der Bretagne. Sie thront auf einer schmalen Landzunge am Eingang der Baye de la Fresnaye, etwa 4 km südöstlich von Cap Fréhel und 35 km von Saint-Malo.


Erbaut wurde die Burg im 13. Jahrhundert von der einflussreichen Familie Goyon de Matignon. Im Jahre 1379 wurde die Burg von Bertrand du Guesclin erobert und für Karl V. beschlagnahmt. Durch den Vertrag von Guérande bekamen ihre Besitzer die Burg aber schon 1381 wieder zurück. 1490 wurde die Burg von den Engländern erfolglos belagert.

Zwischen 1690 und 1715 ließ Vauban das Bauwerk in eine Festungsanlage zur Verteidigung der Küste umbauen. Das seit 1925 denkmalgeschützte Fort ist eine der bedeutendsten und bekanntesten Festungsanlagen der Bretagne.

Die Burg diente mehreren Filmen als Kulisse, darunter „Die Wikinger“ (1957) mit Tony Curtis und Kirk Douglas.

Doigt de Gargantua - Der Finger des Gargantua

Der Doigt de Gargantua (deutsch „Gargantuas Finger, auch Gargantuas Zahn“ oder Menhir de La Latte genannt) ist ein Menhir nahe Fort La Latte (im Hintergrund zu sehen) in Plévenon im Département Côtes-d’Armor in der Bretagne. Über den Menhir gibt es mehrere Legenden. Laut einer hätte der Riese seinen Zahn oder seinen Finger verloren, als er den Ärmelkanal übersprang, um die Küste von England zu erreichen.

Die Pointe Du Grouin (bretonisch Beg an Trein) ist eine Landzunge an der Côte d’Émeraude in der nordöstlichen Bretagne Sie liegt etwa vier Kilometer nördlich der Gemeinde Cancale. Auf der Landzunge befindet sich das 1861 errichtete Semaphor zur Beobachtung des Schiffsverkehrs, von welchem auch Seenotrettungseinsätze geleitet werden und welcher als Wetterstation dient. Das Kap ist touristisch erschlossen durch zwei Restaurants und ein Hotel. Im Semaphor finden Kunstausstellungen statt. Außerdem findet man auf dem Kap noch Reste deutscher Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg.


Die mit Heidekraut bewachsene Pointe du Grouin ist Naturschutzgebiet und Teil des europäischen Netzwerks "Natura 2000". Die Pointe du Grouin besitzt eine außergewöhnliche Flora und Fauna. Über sechzig Pflanzenarten, Moorboden sowie diverse Sperlinge, Dompfaffen, Reptilien, diverse Schmetterlingsarten und Fledermäuse findet man hier.

Entlang des mit Farn bewachsenen östlichen Teils der Pointe du Grouin befindet sich die gegenüberliegende 1100 Meter lange und 100 Meter breite Insel Île des Landes. Die unbewohnte Insel Île des Landes ist ein ornithologisches und botanisches Reservat (Réserve ornithologique et botanique). Mantelmöwen (Goëlands marin), Kormorane, Austernfischer (Huîtrier pie) Brandseeschwalben (Sterne Caugek), Basstölpel (Fou de Bassan) und Lachmöwen (Mouette rieuse) nisten auf der Île des Landes.

Die Côte Sauvage auf Quiberon - Die Côte Sauvage an der Westküste ist eine Naturschönheit ganz besonderer Art. Eine einmalige Küstenlandschaft, die große Gefahren aufweist und mit Bedacht genossen werden sollte.


Der zweitwestlichste Punkt Frankreichs: Pointe de Saint-Mathieu

Auf einer sturmumtosten Felsspitze liegen Kloster und Leuchtturm von Saint-Mathieu.
Phare de Saint-Mathieu ist der Name eines Leuchtturms auf der Saint-Mathieu-Spitze in Plougonvelin im Département Finistère. Er wurde auf dem Gelände der alten Abtei Saint-Mathieu errichtet. Seine Tragweite beträgt theoretisch 29 Seemeilen, was in etwa 55 Kilometern entspricht. Der heutige Leuchtturm ist seit 1835 in Betrieb. Sein 37 m hohes Leuchtfeuer erhellt das Meer alle 15 Sekunden. Mit einer Reichweite von 29 Seemeilen signalisiert es den richtigen Weg zur Fahrt durch die Meerenge von Brest. Das 1937 elektrifizierte Leuchtfeuer wurde 1996 automatisiert. Der letzte Leuchtturmwärter verließ 2006 seinen Posten. Der Leuchtturm wird seit dem 23. Mai 2011 als historisches Monument Frankreichs geführt. Im Juni 1963 bekam Saint-Mathieu sein heutiges Aussehen: weiß mit roten Streifen und der Aufschrift „SAINT-MATHIEU“.

Außer dem Leuchtturm findet sich ein Semaphor (Telegrafenturm), eine Signal- und Radaranlage.

Die Saint-Mathieu-Landspitze (Pointe de Saint-Mathieu) bildet die nördliche Begrenzung der Bucht von Brest (la rade de Brest), das Kliff hat hier eine Höhe von 20 Metern, der 1835 erbaute Leuchtturm wurde auf dem Gelände des ehemaligen Benediktiner-Klosters Saint Mathieu errichtet. Der Legende nach existiert das Kloster seit dem 6.Jh und wurde durch den Heiligen Tanguy gegründet, der in der Bretagne sehr verehrt wird. Ebenfalls der Legende nach sollen bretonische Seefahrer an diesen Ort aus Ägypten die Reliquien des Apostels Matthias gebracht haben, diese wurden jedoch im 10.Jh durch Piraten wieder gestohlen und nach Salerno gebracht.

Dienstag, 10. August 2021

Küsten der Bretagne

Die Küsten und Küstenabschnitte der Bretagne sind eines der größten und vielseitigsten Meeres-Küstengebiete Europas. In Frankreich ist die Küste der Bretagne die größte Küstenregion des Landes.

Die Felsküsten der Bretagne


Die Felsküsten der Bretagne - Côte de Granit Rose, Côte Sauvage auf Quiberon
und Pointe de Minard (die höchsten Klippen der Bretagne)

Die Côte de Granit Rose (bretonisch: Aod ar Vein Ruz), die Rosa Granitküste, ist ein Küstenabschnitt der nördlichen Bretagne zwischen Paimpol und Trébeurden und gehört zu den eindrücklichsten Sehenswürdigkeiten der Bretagne. Felsformationen aus uraltem Granit-Gestein verwandeln die Küste in eine unwirkliche Landschaft voller Objekte, die aus einer Welt zu sein scheinen, in der die Naturgesetze aufgehoben sind. Die Gewaltigsten findet man im Landschaftspark von Ploumanac'h und bei Trégastel. Sie stehen als nationales Kulturgut unter Schutz und locken jährlich bis zu einer Millionen Besucher in die Region.

Die Entstehungsgeschichte der Rosa Granitküste:

Die Côte de Granit Rose erstreckt sich an der französischen Kanalküste im Département Côtes d’Armor und gehört zu den außergewöhnlichsten Küstenregionen der Bretagne. Namensgeber für den Küstenabschnitt ist rosafarbener Granit, der das Antlitz der gesamten Region prägt. Die Rosa Granitküste zieht sich auf einer Länge von zehn Kilometern zwischen den Ortschaften Paimpol und Trébeurden an der bretonischen Nordküste entlang. Die charakteristische Färbung verdankt der Rosengranit den Mineralien Hämatit und Alkalifeldspat. Gebildet wurde der Fels vor rund 300 Millionen Jahren durch geologische Prozesse im Oberkarbon. Die über dem Granit liegenden Erdschichten wurden im Verlauf von Millionen Jahren durch die Kraft von Wind und Wasser abgetragen. Zurück blieb eine bizarre Küstenlandschaft.

Côte Sauvage de Quiberon: Auf der dem Atlantik zugewandten Seite der Halbinsel Quiberon findet man eindrucksvolle Felsen, Klippen, Grotten, Riffe und eine starke Brandung, die die Côte Sauvage ausmachen. Von Portivy bis nach Port Maria schlängelt sich eine ca. 8 km lange und meist sehr enge Küstenstraße an der Westküste entlang. Hier ist das Baden verboten, was aber viele Surfer nicht abschreckt, trotzdem ins Wasser zu steigen. Einige Gedenktafeln erinnern an Rettungsschwimmer, die beim Versuch andere zu retten, ums Leben kamen.

Das gefährliche sind die sog. Grundwellen (auch Monsterwellen genannt) des Atlantik, die entstehen, wenn das Wasser in nicht-linearen Wellen auf den Festlandsockel trifft und die völlig unvermittelt, wie aus dem Nichts, bis zu 20 Metern in die Höhe schießen können.

Treffen zwei oder mehr Wellen in einem Winkel von 41 Grad aufeinander, können sie sich gegenseitig aufschaukeln. Faszinierend daran ist die Tatsache, dass aus zwei oder mehr nicht-linearen Wellen regelrechte Wellenpakete mit dreimal höheren Amplituden als bei einer einzelnen Welle entstehen. Die Energie des Wassers wird schmalbandig in einem engen Wellenlängenbereich und mit plötzlicher, großer Amplitude gebündelt.

Die Pointe de Minard und die Klippen von Plouézec erheben sich 70 Meter über dem Meer. Ein Wanderweg führt von hier nach Bréhec. Die Landschaft ist atemberaubend.

Dünenlandschaften in der Bretagne


Corniche de l'Armorique
Die Küste zwischen Carantec und Morlaix: Felsklippen und Sandstrände, Landzungen und kleine Häfen wechseln einander ab. Erschlossen wird die Corniche de l'Armorique über ein kurvenreiches Stück der D73.

Sonntag, 9. August 2015

Sielhäfen an der friesischen und ostfriesischen Nordseeküste


Neuharlingersiel

Der Sielhafen ist der vorherrschende Hafentyp an der friesischen und ostfriesischen Nordseeküste. Ein Siel dient der Entwässerung des eingedeichten Landes. Diese Rinnen und der Anschluss an die schiffbaren Wasserläufe im Hinterland, die Tiefs, machten die Siele zu geeigneten Standorten für Häfen im flachen Wattenmeer. Um eine Durchfahrt durch das Siel zu ermöglichen, baute man seit dem 15. Jahrhundert Sieltore. Über Jahrhunderte hinweg haben Sielhäfen an der Nordseeküste als Stützpunkte der Watten- und Seeschiffahrt mit Segelschiffen eine bedeutsame Rolle gespielt. Um die Mitte des vorigen Jahrhunderts bestanden allein im Gebiet zwischen Ems und Elbe rund 50 solcher Häfen.

Einer unserer Lieblingsorte ist Neuharlingersiel.


Carolinensiel - Am alten Sielhafen - Deutsches Sielhafenmuseum

Am alten Sielhafen und beim Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel beim Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer. Interessant die alten Wattsegler, die hier in großer Zahl vor Anker liegen.


Horumersiel

Horumersiel, Badeort und Hafen in Friesland - wir fahren durch den Ort zum Yachthafen vor dem Deich.


Hooksiel


Die vorgestellten Sielhafenorte liegen alle an der Störtebekerstraße, einer Tourismusroute entlang der Wattenmeerküste.


Auf der Störtebeker-Straße in Ostfriesland von franz-roth-tv

Freitag, 11. Oktober 2013

Impressionen aus dem Norden: Carolinensiel


Am alten Sielhafen und beim Deutschen Sielhafenmuseum in Carolinensiel beim Nationalpark niedersächsisches Wattenmeer. Interessant die alten Wattsegler, die hier in großer Zahl vor Anker liegen.




Carolinensiel - Am alten Sielhafen - Deutsches... von franz-roth-tv



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Impressionen aus dem Norden - Leer in Ostfriesland




Leer - Idylle in Ostfriesland von franz-roth-tv