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Samstag, 31. August 2019

Im Wasgau


Erlenbach im Wasgau


Zu Füßen des sagenhaften Berwartsteins, einer der typischen, weitgehend restaurierten Felsenburgen des Wasgaus, die, eine absolute Rarität, noch heute von den Besitzern bewohnt und bewirtschaftet wird, liegt das kleine gemütliche Dorf Erlenbach mit seinen Ortsteilen Lauterschwan und Seehof.

Der Berwartstein

Der Berwartstein ist die einzige noch bewohnte Burg im Wasgau. Vermutlich um 1000 gebaut, wurde sie 1152 erstmals urkundlich erwähnt, als sie von Kaiser Friedrich Barbarossa dem damaligen Speyerer Bischof Günther von Henneberg zum Geschenk gemacht wurde. Nach mehreren Zerstörungen und Wiederaufbauten wurde sie in der heutigen Form um 1900 wiederhergestellt.


Berühmtester Besitzer war der mit der nahen Reichsstadt Weißenburg (Wissembourg im Elsaß) in ständiger Fehde liegende Ritter Hans Trapp. Der Berwartstein verfügt über eine originelle Burgschänke. Leider ist der Zugang zur Burg nicht behinderten- bzw. seniorengerecht: konnte man früher bis zur Burg hochfahren und auch dort parken, so ist heute der steile Anstieg zu Fuß zu bewältigen.

Der Seehof bei Erlenbach im Pfälzerwald

Idyllisch gelegener Badesee am Fuß der Burg Berwartstein.


Der Seehof im Herbst:


Sankt Anna Kapelle

Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.


Bundenthal

Der Ort Bundenthal wird erstmals in einer Urkunde Kaiser Ludwigs des Bayern vom 22. September 1342 als "Wuntental" erwähnt. Die Ortsherrschaft hatten von 1648 bis zur Französischen Revolution die Schenken von Waldenburg inne.


Die vor rund 250 Jahren erbaute Kirche St. Peter und Paul, hoch auf der mächtigen, mittelalterlichen Friedhofsbefestigungsmauer, bestimmt das Ortsbild mit seinen schönen, historischen Gebäuden.

Die Geschichte des Dorfes Bundenthal ist eng mit der Benediktinerabtei Weißenburg im Elsaß verbunden, die zu den ältesten und mächtigsten Abteien Deutschlands zählte. Durch sie erfolgte die Besiedlung und Missionierung des Lautertales im 7., 8. und 9. Jahrhundert. Seit 1347 gehörte auch die Burg Berwartstein, zu deren Herrschaftsbereich Bundenthal gehörte, zum Besitz der Abtei Weißenburg.

Das Stiftskapitel von Weißenburg nahm 1785 die Wiederbegründung der Pfarrei Bundenthal vor. Das Pfarrhaus hat zur Erinnerung daran eine Kartusche über dem Eingang mit dem Peterschlüssel, dem C (Capitulum) und dem Baudatum 1786.

Das Wappen von Bundenthal zeigt im Wesentlichen das Wappen der Freiherrn von Waldenburg, den silbernen, dreilatzigen Turnierkragen auf blauem Grund im oberen Teil. In dem goldenen Feld unten wurde zusätzlich der rote Schlüssel als Emblem der Fürstabtei Weißenburg aufgenommen. Bundenthal besteht aus dem alten Bundenthal, und Finsternheim. Bundenthal, links der Lauter, gehörte zur Burg und Herrschaft Berwartstein, der Nebenort Finsternheim, rechts der Lauter, zur Abtei Weißenburg. 1834 wurden beide zur Gemeinde Bundenthal zusammengelegt.

Die Lage des Dorfes an der Schnittstelle des Lautertals zum Sauertal hat Bundenthal schon vor rund 175 Jahren zu einem bedeutenden Handelsplatz gemacht. So fand damals um Johannis (24. Juni) der sog. "Sensenmarkt" statt, damit sich die Bauern vor Erntebeginn mit neuen Gerätschaften eindecken konnten. Dieser traditionelle Markt findet seit 40 Jahren wieder alljährlich am letzten Wochenende im Juni statt.

Die Christuskirche in Rumbach aus dem 12. Jahrhundert mit wundervollen mittelalterlichen Fresken.


Im Mittelpunkt des Ortskerns liegt die 1000-jährige romanische Wehrkirche, die Christuskirche mit alten sehenswerten Fresken. Die Reste einer Kapelle stammen bereits aus dem 9.Jh.. Der ehemalige Wallfahrtsort "Rhonebach", war dem heiligen Sankt Gangolf gewidmet. Die Ritter aus den umliegenden Burgen ließen hier ihre Pferde segnen. Nach der Reformation wurde die Kirchhe lutherisch. Bis 1957 hieß die Kirche noch "Sankt Gangolf Kirche" und wurde dann umbenannt in Christuskirche. Die Christusfreske an der Nordwand des Chores gab dabei den Ausschlag zur Neubenennung der Kirche.

Hinter Rumbach geht es den Berg hoch nach Nothweiler.


Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Nothweiler zu Pfalz-Zweibrücken. Von 1798 bis 1814, als die Pfalz Teil der Französischen Republik (bis 1804) und anschließend Teil des Napoleonischen Kaiserreichs war, war der Ort in den Kanton Pirmasens eingegliedert und unterstand der Mairie Schönau. 1815 hatte der Ort 27 Einwohner. Im selben Jahr wurde der Ort Österreich zugeschlagen. Bereits ein Jahr später wechselte der Ort wie die gesamte Pfalz in das Königreich Bayern. 1817 wechselte Nothweiler in den neu geschaffenen Kanton Dahn. Vom 1818 bis 1862 gehörte die Gemeinde dem Landkommissariat Pirmasens an; aus diesem ging das Bezirksamt Pirmasens hervor.

Östlich des Siedlungsgebiets liegt das Besucherbergwerk der alten Grube Sankt-Anna-Stollen Nothweiler; in dieser wurde Eisenerz mit hohem Mangangehalt abgebaut.

Montag, 12. August 2019

Impressionen aus dem Wasgau

Im "Landgasthof zur Wegelnburg" in Nothweiler

   

Nothweiler:

  


Erlenbach, Bundenthal und Bruchweiler-Bärenbach - Streetviews von Wasgau-Dörfern im Dahner Felsenland


Das Hedwighaus in Erlenbach wird renoviert. es hat bereits ein neues Mansarddach.


Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach). Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde. "Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.

Bundenthal im Wasgau (Pfälzerwald, Dahner Felsenland) - Landkreis Südwestpfalz


Bobenthal


Der Weiler Sankt Germanshof ist ein Ortsteil der Gemeinde Bobenthal im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Eigentlich nur ein kleiner Ortsteil von Bobenthal. Die wenigen Häuser liegen ein paar Kilometer entfernt vom Dorf, direkt an der französischen Grenze. Ein Hotel, ein alter Klosterhof, ein Sägewerk, ein Forsthaus und ein paar ehemalige Zollhäuser gehören dazu. Rund 40 Menschen leben hier.


Doch so unscheinbar der Ort auch ist, einst war St. Germanshof in aller Munde - und zwar als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Denn 1949 wurde St. Germanshof von Frankreich annektiert. Dem damaligen Bürgermeister von Bobenthal ist es zu verdanken, dass die St. Germanshofer ihre französische Staatsbürgerschaft nach ein paar Monaten wieder abgeben konnten.

Ein Jahr später, 1950, stand das Örtchen noch einmal im Blickpunkt der europäischen Öffentlichkeit.

Am 6. August 1950 war St. Germanshof europaweit in den Schlagzeilen, als dort 300 europabegeisterte Studenten die französischen und deutschen Zöllner überrumpelten, Schlagbäume zerstörten, Zollschilder herunterrissen und durch Schilder mit der Aufschrift „Sie bleiben in Europa“ ersetzten und die europäische Flagge hissten.

Das war der erste Beginn der Einheit Europas. An dieses historische Ereignis erinnert heute das Denkmal auf der Grenze.

Mittwoch, 29. Mai 2019

Ausflug nach Bad Bergzabern


Es geht vorbei an der Burg Berwartstein (wiederaufgebaut und auch heute bewohnt) nach Bad Bergzabern, dem Thermalbad am Übergang vom Pfälzerwald in die Rheinebene. Die pittoreske Altstadt mit bemerkenswertem Renaissance-Haus ist sehenswert. Auch das ehemalige kurfürstliche Schloß. Dann geht es ein Stück entlang der Deutschen Weinstraße bis zur Burg Landeck bei Klingenmünster.


In Bad Bergzabern besuchen wir auch den Kurpark.


Der Kurpark wurde 1955 durch den bekannten Gartenbauarchitekten Valentin mit einer Fläche von 70.000 qm angelegt. Die Südpfalz Therme präsentiert sich als modernes Wellness- und Gesundheitszentrum.


In Bad Bergzabern lohnt auch ein Besuch des Westwallmuseums.

   

Impressionen von der Rückfahrt:


Das Hedwighaus in Erlenbach wird renoviert. Es hat bereits ein neues Mansarddach. Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach). Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde. "Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.

 



Sonntag, 6. Mai 2018

Rund um den Berwartstein


Das Hedwighaus in Erlenbach am Fuß des Berwartsteins

Burg Berwartstein im Wasgau (Pfälzerwald) - Der Berwartstein bei Erlenbach ist eine wiederaufgebaute und bewohnte mittelalterliche Burganlage. Berühmtester Besitzer war der mit der nahen Reichsstadt Weißenburg (Wissembourg im Elsaß) in ständiger Fehde liegende Ritter Hans Trapp. Der Berwartstein verfügt über eine originelle Burgschänke.


Das Hedwighaus in Erlenbach bei Dahn im Pfälzerwald: Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach). Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde. "Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.


Der Seehof im Pfälzerwald bei Erlenbach: Idyllisch gelegener Badesee am Fuß der Burg Berwartstein.


Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.


Die Christuskirche in Rumbach aus dem 12. Jahrhundert mit wundervollen mittelalterlichen Fresken.


Nothweiler


Bundenthal


Bobenthal



Donnerstag, 4. Mai 2017

Ausflug im Pfälzerwald


Unsere Tour beginnt mit der Fahrt über die sog. Eselssteige nach Ludwigswinkel.

Eselssteige - Eine Straße im Pfälzerwald from Franz Roth on Vimeo.


Wir passieren den Mummelsee, einen der idyllischen Wooge.


Idyllischer Woog im Pfälzerwald nahe Ludwigswinkel von franz-roth-tv

Ludwigswinkel


Es geht nun weiter über Fischbach Richtung Rumbach. Kurz vor Rumbach geht es rechts ab nach Nothweiler.

  

Zurück in Rumbach besuchen wir die Christuskirche mit ihren mittelalterlichen Fresken.


Nächster Etappenort ist Bundenthal.


In der Annakapelle, die wir dannn passieren hat der Burgvogt des Berwartsteins, der sagenumwobene Hans von Trotha, im Volksmund Hans Trapp genannt, seine letzte Ruhestätte gefunden.



Burg Berwartstein bei Erlenbach

Am Berwartstein vorbei erreichen wir den Seehof, einen beliebten Badesee.


In Erlenbach sehenswert ist das Hedwigshaus.


Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach).

Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde.

"Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.