Nothweiler - Pfälzerwald - Südwestpfalz - Nothweiler liegt im Wasgau, wie der Südteil des Pfälzerwaldes und der sich anschließende Nordteil der Vogesen auch genannt wird, im sogenannten Dahner Felsenland unmittelbar an der Grenze zum französischen Elsass.
Über Nothweiler liegt auf dem Sindelsberg die Ruine der Wegelnburg direkt an der deutsch-französischen Grenze. Die Burganlage liegt 570,9 m hoch und ist damit die höchstgelegene der Pfalz.
Östlich des Siedlungsgebiets liegt das Besucherbergwerk der alten Grube Sankt-Anna-Stollen Nothweiler; in dieser wurde Eisenerz mit hohem Mangangehalt abgebaut.
Der Reißlerhof (alternative Schreibweise: Reislerhof) ist ein historisches Gebäude in Ludwigswinkel in Rheinland-Pfalz, das im 18. Jahrhundert erbaut wurde und von 1972 bis 2018 als Wochenend- und Urlaubsunterkunft der „Mietergemeinschaft Reißlerhof“ diente. Der Hof wird als „Wiege“ des im Jahr 1783 gegründeten Dorfes Ludwigswinkel betrachtet. In der Nähe des Hauses entspringt der nach diesem benannte Bach vom Reißlerhof, rechter Zufluss der Sauer, die in den Rhein mündet.
1722 wurde ein großer Geländeteil des sumpfingen oberen Sauerbachtales zur Urbarmachung und Neulandgewinnung durch die herrschaftliche Regierung der Grafschaft Hanau-Lichtenberg meistbietend versteigert. Der Hanau-Lichtenbergische Zollpächter Hans Georg Schlick aus Fischbach erwarb das Gelände als Erblehen; seine Erben errichteten nach seinem Tod 1745 dort den Reißlerhof.
In der Folgezeit entstand dort die von Landgraf Ludwig IX. genehmigte Neusiedlung Ludwigswinkel. Die Gebäude des Hofguts wurden auf Geheiß des Landgrafen in einen dauerhaft guten Zustand versetzt, da der landgräfliche Amtsmann Hopfenblatt, der die Ludwigswinkler Siedlungsgeschäfte leiten sollte, mit seiner Familie dort Wohnung nehmen musste. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz des Landes Rheinland-Pfalz.
Im Jahr 1886 gelangte der Hof in den Besitz des bayerischen Staates und blieb danach von 1887 bis 1972 Dienstsitz von Forstbeamten.
Kurz vor dem Reislerhof liegt der Mummelsee.
Die Weiher im Pfälzerwald heißen Wooge. Es sind heute Fischweiher und früher dienten sie auch der Holzdrift. Es sind viele aufgelassen und deswegen gibt es ein Projekt der Universität Kaiserslautern zu ihrer Erhaltung. Denn sie sind typisch für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Und würden sie verschwinden, würde eine Einmaligkeit verloren gehen, denn es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer.
Die drei Weiher von Ludwigswinkel:
Der Badesee Schöntalweiher bei Ludwigswinkel: Der Badesee liegt am Rande der Gemeinde Ludwigswinkel im Reislertal, einem schönen Gebiet in der Südwestpfalz im Pfälzerwald mit zahlreichen Wanderwegen. Er bietet eine Liegewiese mit Umkleidemöglichkeiten und ein bewirtschaftetes Kiosk. Zum baden ist der südöstliche Teil vorgesehen. Seine flachen Ufer und die großzügigen Spiel- und Liegewiesen machen den See sehr kinderfreundlich.
Der Mühlweiher, auch Saarbacher Hammer genannt, ist ein etwa 4,5 ha großer Weiher. Er ist an seiner tiefsten Stelle 4 m tief. Die Farbe seiner Oberfläche schwankt zwischen schwach braungelb und gelb. Angelegt wurde er im 18. Jahrhundert für das mit Wasserkraft betriebene Hammerwerk "Saarbacher Hammer". Im Jahre 1919 wurde er trockengelegt und als Wiese und Weide genutzt. In den dreißiger Jahren wurde er erneut gestaut, er dient seitdem als Fisch- und Badegewässer.
Der Dorfweiher oder Sägmühlweiher: Der Sägmühlweiher liegt umgeben von der typischen Landschaft des Pfälzerwaldes in der Ortsmitte von Ludwigswinkel in der Südwestpfalz. Ursprünglich zum Betrieb einer Sägemühle aufgestaut, die man als Privathaus an einer Seeseite immer noch sehen kann, dient er heute nur noch zum Baden. Er ist mit ca. 1,5 Metern sehr flach und besitzt eine gute Wasserqualität. Es sind einige Treppenstufen angelegt die ins Wasser führen.
Der Wasgau ist Grenzland, aber man nimmt diese Grenze im Süden des Pfälzerwaldes längst nicht mehr wahr. Zusammen mit den Nordvogesen bildet der Pfälzerwald ein Biosphärenreservat - einen grenzüberschreitenden Natur-, Wirtschafts- und Lebensraum. Der staatlich anerkannte Erholungsort Fischbach mit seinen rund 1660 Einwohnern liegt auf 200 Metern Höhe in einer Senke direkt an der deutsch-französischen Grenze. Umgeben ist die Senke des Saarbachs von mehr als 500 Meter hohen Erhebungen. Der Über 800 Jahre alte Ort gehörte bis nach der Französischen Revolution zum Hochstift Speyer und zur Herrschaft Hanau-Lichtenberg, bis 1815 zu Frankreich. Nach dem Wiener Kongress kam er 1816 zum Königreich Bayern, nach dem Zweiten Weltkrieg zum neu entstadenen Bundesland Rheinland-Pfalz.
Bekannteste Anziehungspunkte sind das Biosphärenhaus und der Baumwipfelpfad. Mit seinem Ortsteil Petersbächel liegt Fischbach im weiten Tal der Sauer, umgeben von Wäldern und Felsen. In unmittelbarer Nähe liegen drei Naturschutzgebiete, in denen Besucher im Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen seltene Tier- und Pflanzenarten entdecken können.
Das Faunertal
Das Naturschutzgebiet Oberes Fauner-Tal ist ein sehr artenreiches Biotop. Dort kommen viele geschützte Tier- und Pflanzenarten vor. Die Süßgräser sind mit der Spitzblütigen- und der Flatter-Binse, mit der Feld-Hain- und der Wald-Simse, der Sumpf-, Blasen-, Schnabel-, Hirse- und der Rispen-Segge, dem Roten Strauß-, dem Gewöhnlichen Ruch-, dem Wolligen Honig- und dem Rohrglanzgras, dem Glatthafer, der Rotschwingel und dem Breitblättrigen Rohrkolben besonders zahlreich vertreten.
Streetview Fischbach
Der Baumwipfelpfad beim Biosphärenhaus
Eine Attraktion ist der Baumwipfelpfad bei Fischbach im Wasgau im Dahner Felsenland. Ein Abenteuer für Jung und Alt in luftiger Höhe.
Der Baumwipfelpfad ist 270m lang und führt in einer Höhe von 12-18m als fester Holzsteg durch die Baumkronen. Alter und Fitness spielen dabei keine Rolle. Ein Teil des Pfades ist sogar für Rollstuhlfahrer zugänglich. Er ist kein Klettergarten, sondern ein Lehr- und Spielpfad in den Baumkronen, auf den niemand geführt oder angeseilt werden muss.
Das Königsbruch
Das Naturschutzgebiet Königsbruch ist das größte Naturschutzgebiet im Landkreis Südwestpfalz. Das etwa 120 ha große Gebiet, das im Jahr 1996 unter Naturschutz gestellt wurde, erstreckt sich südöstlich der Ortsgemeinde Fischbach bei Dahn entlang des Saarbaches und des Rumbaches. Am nordöstlichen Rand des Gebietes verläuft die Landesstraße 478, am südöstlichen Rand ist es die L 488. Südlich verläuft die Staatsgrenze zu Frankreich.
Dieser Trip führt uns von der Hackmesserseite in den Wasgau, ins Dahner Felsenland. Über die L485 vorbei am Stephanshof und entlang des Salzbachs zunächst nach Glashütte.
Wir erreichen dann den zu Lemberg gehörenden Weiler Salzwoog.
Der kleine Ort Salzwoog, der von jeher eine sogenante Annexe der Gemeinde Lemberg war, hat seinen Namen der historischen Salzstraße zu verdanken, die auf ihrem Weg von Lothringen an den Rhein durch seine Gemarkung führte. Auf dem damaligen Salzwooger Hof, der auf der Bistumsgrenze zwischen Metz und Speyer lag, befand sich eine Zollstation mit einer Salzwaage, um das "weiße Gold" zu wiegen. Im Ort Salzwoog gibt es noch einige schöne Fachwerkhäuser.
Weiter geht es nach Dahn, dem "Tor zum Wasgau".
Inmitten des romantischen Wasgaus, einem beliebten Feriengebiet, liegt das reizvolle Städtchen Dahn, nach dem das "Dahner Felsenland" benannt ist. Dahn ist kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Dahner Tales, wurde 1963 zur Stadt erhoben und im Jahr 1973 als Luftkurort staatlich anerkannt. Dahn wurde als "Thanne" im Jahr 1148 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zur Herrschaft der Ritter von Dahn. Nach dem Aussterben des Rittergeschlechtes kam der Ort 1603 unter die Oberhoheit des Bischofs von Speyer und zu dem Schenk von Waldenburg. Dahn entwickelte sich schon mit Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer ländlichen Kleinstadt mit Verwaltungsfunktion. In der strukturschwachen Südwestpfalz muss Dahn heute ohne nennenswerte Industrie auskommen. Die Probleme lassen sich unter anderem daraus ersehen, dass die Einwohnerzahl sich rückläufig entwickelt. Lediglich der Tourismus zeigt angesichts der weitgehend intakten, zum Teil als "spektakulär" aufgefassten Natur einen positiven Trend. Das Dahner Felsenland wurde am 12. Januar 2019 als Premiumwanderregion vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnet. Dahn liegt an der Deutsch-Französischen Touristikroute und an der Deutschen Schuhstraße.
Ein Stück hinter Dahn öffnet sich das Bärenbrunnertal.
Das Tal liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Busenberg (Landkreis Südwestpfalz). Erreichbar ist das Bärenbrunner Tal nur über das Dorf Schindhard. Am Ende des Tales endet auch die Kreisstraße. Dort liegt in einem nur nach Südwesten offenen Kessel der Bärenbrunnerhof. Dies ist ein historischer Bauernhof, der ab 1712 angelegt wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Seit 1830 befindet er sich im Besitz der Familie der heutigen Eigentümer, die dort einen Biohof mit Rinderzucht und angeschlossener Gaststätte betreiben.
Burg Berwartstein - Er gehört zu den meistbesuchten Burgen der Pfalz und hoch aufragend zeigt er sich so mystisch und sagenumwoben, wie er es im Sagengut der Region seit langem ist, der im späten Mittelalter als uneinnehmbar geltende Berwartstein im Dahner Felsenland bei Erlenbach (Landkreis Südwestpfalz). Sein berühmtester Besitzer war der mit Kirchenbann und Reichsacht belegte Ritter Hans von Trotha (in der Gegend Hans Trapp genannt), der bei eine Fehde gegen das dortige Kloster (das gleichfalls den Besitz des Berwartstein für dich reklamierte) die nahe Reichsstadt Weißenburg (heute Wissembourg im Elsass) durch Stauen des Flüßchens Wieslauter erst vom Wasser abschnitt und dann, nach Protest der Weißenburger, die Dämme einfach einreißen ließ und in Weißenburg für eine gewaltige Überschwemmung sorgte. Die Felsenburg ist auch heute bewohnt (eine ziemlich exklusive Wohnlage) und ist daher nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Das Burgrestaurant im ehemaligen Rittersaal bietet Pfälzer Spezialitäten. Und - last but not least - soll es auf dem Berwartstein spuken. Die Rede ist von einer "Weißen Frau", die gerne die Besucher narrt.
Der Seehof im Pfälzerwald bei Erlenbach, idyllisch gelegener Badesee am Fuß der Burg Berwartstein.
Auf dem Rückweg: Erlenbach, Bundenthal und Bruchweiler-Bärenbach
Streetviews von Wasgau-Dörfern im Dahner Felsenland - Das Hedwighaus in Erlenbach wird renoviert. es hat bereits ein neues Mansarddach. Das Hedwighaus in Erlenbach bei Dahn im Pfälzerwald: Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach). Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde. "Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.
Und zurück geht es dann wieder über die Ludwigsthaler Glashütte.
Burg Berwartstein im Pfälzerwald - Er gehört zu den meistbesuchten Burgen der Pfalz und am späten Nachmittag im Novembernebel aufragend zeigt er sich so mystisch und sagenumwoben, wie er es im Sagengut der Region seit langem ist, der im späten Mittelalter als uneinnehmbar geltende Berwartstein im Dahner Felsenland bei Erlenbach (Landkreis Südwestpfalz).
Sein berühmtester Besitzer war der mit Kirchenbann und Reichsacht belegte Ritter Hans von Trotha (in der Gegend Hans Trapp genannt), der bei eine Fehde gegen das dortige Kloster (das gleichfalls den Besitz des Berwartstein für dich reklamierte) die nahe Reichsstadt Weißenburg (heute Wissembourg im Elsaß) durch Stauen des Flüßchens Wieslauter erst vom Wasser abschnitt und dann, nach Protest der Weißenburger, die Dämme einfach einreißen ließ und in Weißenburg für eine gewaltige Überschwemmung sorgte.
Die Felsenburg ist auch heute bewohnt (eine ziemlich exklusive Wohnlage) und ist daher nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Das Burgrestaurant im ehemaligen Rittersaal bietet Pfälzer Spezialitäten. Und - last but not least - soll es auf dem Berwartstein spuken. Die Rede ist von einer "Weißen Frau", die gerne die Besucher narrt.
Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.
Ein Spätsommerausflug in der Pfalz - Es geht vorbei an der Burg Berwartstein (wiederaufgebaut und auch heute bewohnt) nach Bad Bergzabern, dem Thermalbad am Übergang vom Pfälzerwald in die Rheinebene. Die pittoreske Altstadt mit bemerkenswertem Renaissance-Haus ist sehenswert. Auch das ehemalige kurfürstliche Schloß. Dann geht es ein Stück entlang der Deutschen Weinstraße bis zur Burg Landeck bei Klingenmünster.
Bad Bergzabern - Am Kurpark und der Südpfalztherme
Der Kurpark wurde 1955 durch den bekannten Gartenbauarchitekten Valentin mit einer Fläche von 70.000 qm angelegt. Die Südpfalz Therme präsentiert sich als modernes Wellness- und Gesundheitszentrum.
Eine vielfältige Auswahl nicht nur an Zierkürbissen, sondern auch an Speisekürbissen (sowie an Marmeladen, Weinen und Schnäpsen) bietet dann im Herbst der besuchenswerte Kürbishof im pfälzischen Birkenhördt, unweit Bad Bergzabern.
Erlenbach, Bundenthal und Bruchweiler-Bärenbach - Streetviews von Wasgau-Dörfern im Dahner Felsenland
Das Hedwighaus in Erlenbach wird renoviert. es hat bereits ein neues Mansarddach.
Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach). Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde. "Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.
Bundenthal im Wasgau (Pfälzerwald, Dahner Felsenland) - Landkreis Südwestpfalz
Bobenthal
Der Weiler Sankt Germanshof ist ein Ortsteil der Gemeinde Bobenthal im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Eigentlich nur ein kleiner Ortsteil von Bobenthal. Die wenigen Häuser liegen ein paar Kilometer entfernt vom Dorf, direkt an der französischen Grenze. Ein Hotel, ein alter Klosterhof, ein Sägewerk, ein Forsthaus und ein paar ehemalige Zollhäuser gehören dazu. Rund 40 Menschen leben hier.
Doch so unscheinbar der Ort auch ist, einst war St. Germanshof in aller Munde - und zwar als Zankapfel zwischen Deutschland und Frankreich. Denn 1949 wurde St. Germanshof von Frankreich annektiert. Dem damaligen Bürgermeister von Bobenthal ist es zu verdanken, dass die St. Germanshofer ihre französische Staatsbürgerschaft nach ein paar Monaten wieder abgeben konnten.
Ein Jahr später, 1950, stand das Örtchen noch einmal im Blickpunkt der europäischen Öffentlichkeit.
Am 6. August 1950 war St. Germanshof europaweit in den Schlagzeilen, als dort 300 europabegeisterte Studenten die französischen und deutschen Zöllner überrumpelten, Schlagbäume zerstörten, Zollschilder herunterrissen und durch Schilder mit der Aufschrift „Sie bleiben in Europa“ ersetzten und die europäische Flagge hissten.
Das war der erste Beginn der Einheit Europas. An dieses historische Ereignis erinnert heute das Denkmal auf der Grenze.
Inmitten des romantischen Wasgaus, einem beliebten Feriengebiet, liegt das reizvolle Städtchen Dahn, nach dem das "Dahner Felsenland" benannt ist. Dahn ist kultureller und wirtschaftlicher Mittelpunkt des Dahner Tales, wurde 1963 zur Stadt erhoben und im Jahr 1973 als Luftkurort staatlich anerkannt. Dahn wurde als "Thanne" im Jahr 1148 erstmals urkundlich erwähnt und gehörte ursprünglich zur Herrschaft der Ritter von Dahn. Nach dem Aussterben des Rittergeschlechtes kam der Ort 1603 unter die Oberhoheit des Bischofs von Speyer und zu dem Schenk von Waldenburg. Dahn entwickelte sich schon mit Beginn des 19. Jahrhunderts zu einer ländlichen Kleinstadt mit Verwaltungsfunktion. In der strukturschwachen Südwestpfalz muss Dahn heute ohne nennenswerte Industrie auskommen. Die Probleme lassen sich unter anderem daraus ersehen, dass die Einwohnerzahl sich rückläufig entwickelt. Lediglich der Tourismus zeigt angesichts der weitgehend intakten, zum Teil als "spektakulär" aufgefassten Natur einen positiven Trend. Das Dahner Felsenland wurde am 12. Januar 2019 als Premiumwanderregion vom Deutschen Wanderinstitut ausgezeichnet. Dahn liegt an der Deutsch-Französischen Touristikroute und an der Deutschen Schuhstraße.
Die Burgengruppe Alt-Dahn, im 12. und 13. Jahrhundert erbaut, besteht aus den drei Burgen Altdahn, Grafendahn und Tannstein. Die drei Felsenburgen gehören zu den größten Burganlagen in der Pfalz.
Die Burg Altdahn ist die Ruine einer Felsenburg im südlichen Pfälzerwald, dem deutschen Teil des Wasgaus (Rheinland-Pfalz). Die Burg auf 337 m knapp 1 km östlich der Landstadt Dahn gehört zur Dahner Burgengruppe, zu der noch die Burgen Grafendahn und Tanstein zählen. Die drei Burgen wurden zwar nicht gleichzeitig, aber direkt nebeneinander auf einem Bergrücken errichtet. Altdahn wurde vermutlich Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut.
Sankt Laurentius-Kirche in Dahn - Die Kirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Der Vorgängerbau stammte von 955.
Die ehemalige Synagoge in Dahn
Ein Betsaal war - zumindest vorübergehend - bereits 1769 vorhanden. Damals wurde der Amtsschreiber H. Schantz in Dahn von den Behörden in Colmar darauf hingewiesen, dass die Juden der Stadt nicht mehr in Dahn ihre Gottesdienste abhalten sollten, sondern wie bisher dazu nach Busenberg gehen sollten. 1815 erfährt man wiederum von einem Betsaal in einem jüdischen Privathaus. Nach einer mündlichen Überlieferung war der Betsaal im Haus Kirchgasse 5 mit den Giebelfenstern zur katholischen Kirche hin.
Eine erste Synagoge wurde um 1820 erbaut. Neben der Synagoge wurde 1843 das israelitische Schulhaus mit Lehrerwohnung und einer Mikwe im Keller erbaut. Nachdem dieses Gebäude nach einem halben Jahrhundert baufällig geworden war, wurde 1872/73 am selben Standort eine neue Synagoge erbaut. Zur Finanzierung des Neubaus war 1871 eine Kollekte in jüdischen Gemeinden der Pfalz und anderen bayrischen Regionen durchgeführt worden. Sie erbrachte immerhin 732 Gulden. 1.800 Gulden trugen die jüdischen Familien Dahns selbst durch Spenden bei. Weitere 1.000 Gulden wurden auf die Familien umgelegt. Diese wurde am 4. Juli 1873 feierlich eingeweiht.
Über 60 Jahre war die Dahner Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens in der Stadt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ging die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder schnell zurück. 1936/37 konnte bereits kein regelmäßiger Gottesdienst stattfinden, da die nötige Zehnzahl der jüdischen Männer nicht mehr erreicht wurde. Am 18. August 1937 verkaufte der letzte Gemeindevorsteher Josef Katz die Synagoge mit Schule an den Schreinermeister Ludwig Flory, der darin eine Schreinerwerkstatt einbaute. Die Mikwe im Untergeschoss der israelitischen Schule wurde 1938/39 zugeschüttet. Bis zur Gegenwart befindet sich die Schreinerwerkstatt in dem Gebäude, in dem zahlreiche Originalteile erhalten sind. 1991 wurde am Gebäude eine Gedenktafel angebracht.
"Braut und Bräutigam" - Zwei markante Wasgau-Felsen
Um Braut und Bräutigam rankt sich auch eine Sage: Ein junger Mann und eine junge Frau gingen heimlich im Dahner Felsenland spazieren. Ihre Eltern durften nicht wissen, daß sie verliebt waren, denn ihre Familien waren seit vielen Jahren verfeindet. Deshalb kletterten sie fast jeden Abend auf einen hohen Hügel vor der Stadt, weil sie wußten, daß dort sonst niemand hinkam. Auf dem Berg waren sie immer ganz alleine. Plötzlich hörten sie Stimmen von Männern, die wütend den Berg heraufgerannt kamen. Als sie näher kamen, sah das Mädchen, daß es ihr Vater und ihre zwei Brüder waren. Jemand aus dem Ort hatte sie verraten. Die Frau fing laut an zu weinen. Sie wußte, daß ihr Vater mit ihr schimpfen würde und daß sie ihren Freund niemals wieder sehen durfte. Weglaufen konnten sie nicht, weil der Hügel auf der anderen Seite wie ein Felsen ganz steil war. Weil sie sich aber so sehr liebten, wollten sie sich nicht trennen lassen. Da knieten sie nieder und beteten zum lieben Gott. Dann nahmen sie sich fest an der Hand und sprangen auf der steilen Seite des Berges in die Tiefe. Aber ihre Eltern haben die beiden nie gefunden. An der Stelle, an der sie auf dem Boden aufgeschlagen sein mußten, wuchsen zwei Steinhügel aus dem Gras. In Dahn erzählten sich die Leute, daß die beiden nicht tot sind, sondern, daß Gott es gut mit ihnen gemeint hat und sie zu sich in den Himmel geholt hat, wo sie für ewig beisammen sein können. Seit dem sind noch viele unglücklich verliebte Paare von dem Berg gesprungen. Und jedes Mal wuchs der Steinhügel ein Stück in die Höhe. Und weil die Felsen so eng wie zwei Verliebte nebeneinander stehen, nennen sie die Leute "Braut und Bräutigam".
Der Jungfernsprung in Dahn
Der Ort wird vom Jungfernsprung überragt, einem etwa 70 m hohen steilen Felsen, der als Teil des Klettergebiets Südpfalz im Sommer oft das Ziel von Sportkletterern ist und zu dem eine alte Sage existiert.
Die Sage, deren meistverbreitete Version von Heimatschriftsteller August Becker (1857) stammt, berichtet: Einst ging eine Jungfrau in den Dahner Wald, um Beeren zu pflücken. Weitab von den Häusern trat plötzlich ein Mann aus dem Dickicht. Es war angeblich der Raubritter Hans Trapp von der Burg Berwartstein, der sich anschickte, der Jungfrau die Unschuld zu rauben. Darum raffte sie die Röcke und begab sich auf die Flucht, doch der Unhold kam ihr immer näher. In ihrer Panik achtete die Verfolgte nicht auf den Weg. So stand sie mit einem Mal keuchend auf der vorspringenden Ecke des Felsens und sah tief unten die Häuser des Ortes liegen. Ohne zu überlegen, stürzte sich die Jungfrau in den Abgrund. Und nun geschah das Wunder: Weil ihre Röcke sich aufbauschten und sie langsam nach unten schweben ließen, überstand sie den Sprung völlig unverletzt. An der Stelle, wo ihr Fuß auftraf, sprudelt seither eine Quelle.
Der kleine Ort Salzwoog, der von jeher eine sogenante Annexe der Gemeinde Lemberg war, hat seinen Namen der historischen Salzstraße zu verdanken, die auf ihrem Weg von Lothringen an den Rhein durch seine Gemarkung führte. Auf dem damaligen Salzwooger Hof, der auf der Bistumsgrenze zwischen Metz und Speyer lag, befand sich eine Zollstation mit einer Salzwaage, um das "weiße Gold" zu wiegen. Im Ort Salzwoog gibt es noch einige schöne Fachwerkhäuser.
Hinterweidenthal in der Pfalz (Wasgau, Pfälzerwald) - staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz - nahe des Ortes befinden sich verschiedene Felsformationen, wie Teufelstisch (im Video zu sehen), Rappenfels und Heufelsen. Die evangelische Kirche ist ein Saalbau von 1778. Sehenswert die vielen Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert.
Dahn im Pfälzerwald
Die Sankt Laurentius-Kirche wurde im 18. Jahrhundert erbaut. Der Vorgängerbau stammte von 955.
Erfweiler (bei Dahn) ist eines der Dörfer im Wasgau, die sich ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt haben: Typische Fachwerkhäuser bilden das Ortsensemble.
Burg Berwartstein im Pfälzerwald - Er gehört zu den meistbesuchten Burgen der Pfalz und hoch aufragend zeigt er sich so mystisch und sagenumwoben, wie er es im Sagengut der Region seit langem ist, der im späten Mittelalter als uneinnehmbar geltende Berwartstein im Dahner Felsenland bei Erlenbach (Landkreis Südwestpfalz). Sein berühmtester Besitzer war der mit Kirchenbann und Reichsacht belegte Ritter Hans von Trotha (in der Gegend Hans Trapp genannt), der bei eine Fehde gegen das dortige Kloster (das gleichfalls den Besitz des Berwartstein für dich reklamierte) die nahe Reichsstadt Weißenburg (heute Wissembourg im Elsass) durch Stauen des Flüßchens Wieslauter erst vom Wasser abschnitt und dann, nach Protest der Weißenburger, die Dämme einfach einreißen ließ und in Weißenburg für eine gewaltige Überschwemmung sorgte. Die Felsenburg ist auch heute bewohnt (eine ziemlich exklusive Wohnlage) und ist daher nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Das Burgrestaurant im ehemaligen Rittersaal bietet Pfälzer Spezialitäten. Und - last but not least - soll es auf dem Berwartstein spuken. Die Rede ist von einer "Weißen Frau", die gerne die Besucher narrt.
Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.
Der Seehof im Pfälzerwald bei Erlenbach - bei 35° Celsius eine willkommene Erfrischung. Idyllisch gelegener Badesee am Fuß der Burg Berwartstein.
Busenberg im Pfälzerwald
Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf des Jahres" der SWR-Landesschau gewesen, einem Wettbewerb von Dörfern aus Rheinland-Pfalz. Dieser Auszeichnung widmet sich der erste Teil des Films. Wir sehen weiterhin das - zwischenzeitlich abgerissene - Mikwe-Häuschen, das das letzte in der Pfalz gewesen war. Der Drachenfels ist eine der typischen Felsenburgen des Wasgau. Sehenswert auch der alte jüdische Friedhof.
Der Rödelstein
Der Rödelstein nahe des Örtchens Vorderweidenthal im Pfälzerwald gehört zu den bekannten Kletterfelsen der Pfalz. Von Februar bis Juli darf der Felsen wegen des Brutgeschäfts der dort beheimateten Falken nicht geklettert werden.
RTL II hat sich in seiner "Doku"-Reihe "Hartz und herzlich" jüngst das Winzler Viertel in Pirmasens vorgenommen. Man könnte denken, dort seien die schlimmsten Slums von Pirmasens, ein völlig heruntergekommenes Quartier. Okay, ich zeige in Ausschnitten das Winzler Viertel.
Die Winzler Straße
Die Winzler Straße ist sozusagen die Lebensader des Viertels.
Sankt Anton
Über weite Teile der Stadt sieht man den Kirchturm von St. Anton ragen. Nachdem Ende des 19. Jahrhunderts die Kirche St. Pirmin errichtet worden war, kam der Gedanke auf, dass es auch wichtig sei, eine Kirche für den Westen der Stadt zu haben. Aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel wurde dieses Projekt jedoch verschoben. Anfang der 20er Jahre konnte dann schließlich mit dem Bau begonnen werden. Gleichzeitig wurde durch die Gründung zahlreicher kirchlicher Vereine und Verbände in diesem Teil der Stadt die Gemeinde auch innerlich erbaut. Um die vielen Sandsteine für den Kirchenbau beschaffen zu können, erwarb man in der Bischer Straße einen Steinbruch, von wo die Bruchsteine mit einer eigenen kleinen Lokomotive und fünf Güterwagen zum 1,4 km entfernten Bauplatz gebracht wurden. In der Festschrift zum 50-jährigen Bestehen der Kirche heißt es: „Der selbstlose Opfersinn schuf unter den Gläubigen von St. Anton eine Gemeinschaft, wie man sie nur selten vorfindet“. – Am 15. März 1931 konnte Bischof Dr. Ludwig Sebastian die neue Kirche dem Hl. Antonius von Padua. weihen. Schon am 14. Jahrestag ihrer Konsekration, am 15. März 1945, wurde die Kirche jedoch Opfer des Luftangriffs über Pirmasens. Die zwölf Säulen, die für die Apostel stehen, und das Bild der Gottesmutter über dm Eingang zur Krypta blieben erhalten.Und wieder begann man damit, die Kirche aufzubauen. 1950 war es dann so weit, und 1956 konnte auch das neu errichtete Pfarrhaus in der Uhlandstraße bezogen werden. Auch der Innenausbau der Kirche machte Fortschritte. – Am 30. September 1971 allerdings brach um die Mittagszeit unter dem Kirchendach ein Feuer aus, und schneller als die Feuerwehr es unter Kontrolle brinen konnte, wurden große Teile der Kirche ein Opfer der Flammen. Die Gemeinde begann jedoch unverzüglich mit dem Wiederaufbau und bereits am 8. April 1973 konnte die Kirche wieder in Dienst genommen und am 6. Mai erneut durch Bischof Dr. Wetter konsekriert werden. Damals schon wurde der Volksaltar zur Gemeinde hin gerückt und der Chorraum durch eine Wand, die das himmlische Jerusalem darstellt, von der neuen Werktagskirche getrennt. Nicht von ungefähr ist auf dem Ambo von St. Anton der Phoenix dargestellt, jener sagenhafte Vogel der griechischen Mythologie, der stets erneuert aus der Asche ersteht – auch ein Symbol für die Auferstehung Jesu Christi.
Ludwigswinkel liegt im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Es gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Ludwigswinkel ist die jüngste Ortschaft in der Südwestpfalz. Der Ort wurde 1783 von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt gegründet, als Ort zur Erholung für seine Soldaten. Ludwigswinkel ist seit 2002 staatlich anerkannter Luftkurort. Das Dorf wurde 2008 Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Es wurde unter anderem für vorbildliche ökologische Leistungen ausgezeichnet.