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Mittwoch, 18. August 2021

Wasser und Wald

Am Mummelsee bei Ludwigswinkel

Es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer, aber eine Vielzahl künstlich angelegter Weiher und Seen. Viele sind Fischteiche, andere laden aber auch im Sommer zum Baden. Und sind, wenn die Saison vorüber ist, Orte der Ruhe. Die Weiher im Pfälzerwald heißen Wooge. Es sind heute Fischweiher und früher dienten sie auch der Holzdrift. Es sind viele aufgelassen und deswegen gibt es ein Projekt der Universität Kaiserslautern zu ihrer Erhaltung. Denn sie sind typisch für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Und würden sie verschwinden, würde eine Einmaligkeit verloren gehen

Der Mummelsee bei Ludwigswinkel, einer der Wooge des Pfälzerwaldes

Als einen Woog (von mittelhochdeutsch wâc) bezeichnett man in Südwestdeutschland ein stehendes Gewässer.


In erster Linie als Wasserspeicher für den Betrieb von Mühlen oder von Klausen, in denen Holz für die Trift gesammelt wurde, wurden durch Aufstauung von Wasserläufen künstliche Wooge angelegt. Diese dienten auch, meist bei Klöstern, als Fischzuchtteiche.

Ludwigswinkel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Dahner Felsenland an, die ihren Verwaltungssitz in der Stadt Dahn hat. Ludwigswinkel ist eine der jüngeren Ortschaften in der Südwestpfalz und grenzt an Frankreich.


Ludwigswinkel liegt im Dahner Felsenland im Pfälzerwald direkt an der Grenze zu Frankreich. 86,7 Prozent der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Nordöstlich befindet sich Fischbach bei Dahn, im Osten Petersbächel und im Südwesten Sturzelbronn (Lothringen). Die nächste größere Stadt ist Pirmasens im Nordwesten. Im Norden des Dorfs befindet sich etwas abgeschieden der Ortsteil Schöntal, der andere Teil des Dorfes besitzt keinen Zweitnamen. Vor Ort prägen Woogtäler das Landschaftsbild. Nachbargemeinden sind – im Uhrzeigersinn – Lemberg, Fischbach bei Dahn, Obersteinbach, Sturzelbronn und Eppenbrunn.

Der Ort wurde 1783 von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt gegründet, als Ort zur Erholung für Soldaten. Ludwigswinkel gehörte zum Amt Lemberg und lag dort in der Amtsschultheißerei Obersteinbach.

Das Dorf wurde 2008 Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Es wurde unter anderem für vorbildliche ökologische Leistungen ausgezeichnet.

Im Dahner Felsenland nahe der Ortschaft Erlenbach liegt der Seehof unterhalb der Burg Berwartstein. Der See ist durch Bachstau entstanden. Nach Baumaßnahmen an den Dämmen wird der Seehof seit 1950 als Bade- und Fischgewässer genutzt. Seine Ufer sind stellenweise dicht bewaldet. Der südliche Teil des Seehofes ist als öffentlicher Badeplatz mit flachem Sandstrand und großzügiger Liegewiese angelegt. Der nördliche Seeteil ist privates Gelände. Das Gebiet um den See ist unter Naturschutz gestellt (Amphibienschutz). Die große Liegewiese lädt zum Verweilen ein und das bewirtschaftete Kiosk bietet neben Kaffee, hausgemachtem Kuchen, Eis auch Flammkuchen, Pizza uvm.





Samstag, 31. August 2019

Die Wooge im Pfälzerwald


Als einen Woog (von mittelhochdeutsch wâc) bezeichnet man in Südwestdeutschland ein stehendes Gewässer. In erster Linie als Wasserspeicher für den Betrieb von Mühlen oder von Klausen, in denen Holz für die Trift gesammelt wurde, wurden durch Aufstauung von Wasserläufen künstliche Wooge angelegt. Diese dienten auch, meist bei Klöstern, als Fischzuchtteiche.

Der Mummelsee bei Ludwigswinkel, einer der Wooge des Pfälzerwaldes.


Ein bißchen Technik (Quelle: Technische Universität Kaiserslautern, Fachgebiet Wasserbau und Wasserwirtschaft): Hauptbauwerk aller künstlichen Stillgewässer ist das sogenannte Absperrbauwerk, mit dem der Aufstau erfolgt. Es handelt sich dabei in den meisten Fällen um einen Erddamm, manchmal auch um eine Staumauer aus Natursteinen oder Beton. Zur Regulierung des Wasserstandes im Teich und zu dessen Leerung dient in den meisten Fällen ein so genannter Mönch (das ist dieses Teil, durch das im Video das Wasser rauscht). Wooge, die der Energienutzung (Mühlen, Hammerwerke usw.) gedient haben sowie ehemalige Triftwooge zum Transport von Holz auf einzelnen Bächen des Pfälzerwaldes haben meist keinen Mönch, sondern eine Öffnung im Damm, die bis zur Gewässersohle hinunterreicht und seitlich mit Mauerwerk oder Beton gesichert ist. Verschluss und Regulierung erfolgen durch ein bewegliches Schütz in dieser Öffnung.

 

Der Mummelsee ist einer der idyllischsten Waldweiher, die wir kennen. Aber es gibt in Ludwigswinkel noch mehr Weiher. Beliebt der Schöntalweiher oder Lagerweiher als Badesee.


Eine Kernzone des Biosphärenreservates Pfälzerwald ist heute der Rösselsweiher.


Ein gleichfalls sehr idyllischer Waldsee ist der Stüdenwoog oder Stüdenbachweiher bei Eppenbrunn, von dem aus der "Bach ohne Grenzen" (Ruisseau sans frontière) seinen Ausgang nimmt.


Entlang des Eppenbrunner Bachs und der Trualb geht es von Eppenbrunn über die Grenze nach Walschbronn ins Nachbarland Frankreich. Natur erleb- und begreifbar zu machen, ermöglichen 35 Einzelstationen des Gewässerlehrpfads. Lehrtafeln oder Aktionen zum Mitmachen vermitteln Wissenswertes über vorhandene Biotope, eine Fischtreppe oder die verschiedenen Lebewesen in Weiher, Bach und Tümpel. Damit sensibilisiert der "Bach ohne Grenzen" nicht nur für die Belange von Natur- und Umweltschutz, sondern wirbt mit seiner Zweisprachigkeit auch für Völkerverständigung und gemeinsames Lernen.

Das Wort Woog kommmt auch in Ortsnamen vor, etwa in Salzwoog. Der kleine Ort Salzwoog, der von jeher eine sogenannte Annexe der Gemeinde Lemberg war, hat seinen Namen der historischen Salzstraße zu verdanken, die auf ihrem Weg von Lothringen an den Rhein durch seine Gemarkung führte. Auf dem damaligen Salzwooger Hof, der auf der Bistumsgrenze zwischen Metz und Speyer lag, befand sich eine Zollstation mit einer Salzwaage, um das "weiße Gold" zu wiegen. Im Ort Salzwoog gibt es noch einige schöne Fachwerkhäuser. Die Geburt des Ortes Salzwoog geschah im Jahr 1727 durch die Brüder Kettenring, durch die Errichtung einer Sägemühle und eines Hofgutes. Daran erinnert heute das “Kettenring’sche Haus”, ein Fachwerkbau, der von seinem jetzigen Besitzer restauriert wurde. Den Betrieb der Mühle hat man nach dem 2. Weltkrieg eingestellt. Den Woog zum Antreiben der Mühle gibt es ebenfalls nicht mehr.


In der Karlstalschlucht - Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden.


Wir besuchen auch den Unterhammer, eines der alten Hammerwerke an der Moosalbe, mit seinem Herrenhaus und die Klug'sche Mühle. Auch bei diesen Anlagen gibt es noch entsprechhende Stauweiher, die früher zum Betrieb notwendig gewesen sind.

Gerade bei diesen heute nicht mehr in Betrieb befindlichen Mühlen und Hammerwerken erkennt man, wie gefährdet das Kulturerbe der Wooge ist. Soweit heute noch eine Bewirtschaftung der Wooge im Pfälzerwald erfolgt, dominiert die fischereiliche Nutzung. Neben einigen Anlagen mit gewerbsmäßiger, intensiver Fischzucht, existieren viele Anlagen, in denen dies als Hobby mehr oder weniger intensiv betrieben wird. Diese Nutzungsform ging in den letzten Jahrzehnten stark zurück. Es zeichnet sich ab, dass ein großer Teil der Wooge im Pfälzerwald in absehbarer Zeit keine gezielte Nutzung mehr aufweisen wird. Damit entfällt auch die Motivation für eine Unterhaltung der Anlagen. Die heutige Bedeutung der Wooge im Pfälzerwald muss deshalb auch unter den besonderen Aspekten gesehen werden, die sich aus der besonderen Funktion des Pfälzerwaldes als Biosphärenreservat ergeben: Förderung einer nachhaltigen Entwicklung sowohl hinsichtlich der Ziele des Naturhaushalts (Arten- und Biotopschutz) als auch der Ansprüche des Menschen (umweltverträgliche Nutzung und Bewahrung des kulturellen Erbes).

Samstag, 13. April 2019

Wasser und Wald


Gibt es in Deutschland einen Urwald? Spontan werden die meisten an den Nationalpark Bayerischer Wald denken. Doch der ist erst zum Urwald gemacht worden. Ein echter Urwald hingegen ist der Pfälzerwald mit seiner in weiten Teilen unberührten Natur. Was Wunder, daß seit altersher sich Sagen, Legenden und Mythen um diesen Wald ranken.


Es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer, aber eine Vielzahl künstlich angelegter Weiher und Seen. Viele sind Fischteiche, andere laden aber auch im Sommer zum Baden. Und sind, wenn die Saison vorüber ist, Orte der Ruhe.


On Location am Seehof

Der Seehof an einem heißen Sommertag mit 35°Celsius


Idyllischer Woog im Pfälzerwald bei Ludwigswinkel


Die Weiher im Pfälzerwald heißen Wooge. Es sind heute Fischweiher und früher dienten sie auch der Holzdrift. Es sind viele aufgelassen und deswegen gibt es ein Projekt der Universität Kaiserslautern zu ihrer Erhaltung. Denn sie sind typisch für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Und würden sie verschwinden, würde eine Einmaligkeit verloren gehen, denn es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer.

 

Ludwigswinkel ist die jüngste Ortschaft in der Südwestpfalz. Der Ort wurde 1783 von Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt gegründet, als Ort zur Erholung für seine Soldaten. Ludwigswinkel ist seit 2002 staatlich anerkannter Luftkurort. Das Dorf wurde 2008 Landessieger im Wettbewerb Unser Dorf hat Zukunft. Es wurde unter anderem für vorbildliche ökologische Leistungen ausgezeichnet.


Donnerstag, 4. Mai 2017

Ausflug im Pfälzerwald


Unsere Tour beginnt mit der Fahrt über die sog. Eselssteige nach Ludwigswinkel.

Eselssteige - Eine Straße im Pfälzerwald from Franz Roth on Vimeo.


Wir passieren den Mummelsee, einen der idyllischen Wooge.


Idyllischer Woog im Pfälzerwald nahe Ludwigswinkel von franz-roth-tv

Ludwigswinkel


Es geht nun weiter über Fischbach Richtung Rumbach. Kurz vor Rumbach geht es rechts ab nach Nothweiler.

  

Zurück in Rumbach besuchen wir die Christuskirche mit ihren mittelalterlichen Fresken.


Nächster Etappenort ist Bundenthal.


In der Annakapelle, die wir dannn passieren hat der Burgvogt des Berwartsteins, der sagenumwobene Hans von Trotha, im Volksmund Hans Trapp genannt, seine letzte Ruhestätte gefunden.



Burg Berwartstein bei Erlenbach

Am Berwartstein vorbei erreichen wir den Seehof, einen beliebten Badesee.


In Erlenbach sehenswert ist das Hedwigshaus.


Hier lebte die Romanfigur Hedwig aus dem gleichnamigen Roman von August Becker (* 27. April 1828 in Klingenmünster; † 23. März 1891 in Eisenach).

Becker war ein deutscher Schriftsteller. Mit seinem ursprünglich als Reiseführer geplanten Buch "Die Pfalz und die Pfälzer" (1857) gilt er als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde.

"Hedwig. Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868.

Sonntag, 19. Februar 2017

Ludwigswinkel im Pfälzerwald - Erholung zu jeder Jahreszeit



Ludwigswinkel, unweit der französischen Grenze, hat dem Urlauber einiges zu bieten. Es gibt Badeseen, Barfußpfad, Minigolf und eine reichhaltige Gastronomie. Um nur einiges zu nennen. Und interessante Ausflugsziele in der näheren Umgebung.

Besonders die Naturfreunde kommen auf ihre Kosten und können zugleich viel Wissenswertes erfahren.


Zum Beispiel über die Wooge, wie die kleinen Waldweiher genannt werden. Dienten sie früher der Holztrift, so sind es heute meist Fischteiche. Viele sind aber auch aufgelassen und deswegen befasst sich ein Projekt der Universität Kaiserslautern mit ihrem Erhalt.

Beim Biosphärenhaus im benachbarten Fischbach finden Abenteuerlustige den Baumwipfelpfad. Ein Abenteuer für Jung und Alt in luftiger Höhe.



Dem kulturell interessierten sei im nahen Rumbach die Christuskirche aus dem 12. Jahrhundert mit ihren wunderbaren mittelalterlichen Fresken empfohlen.


Mittwoch, 18. Dezember 2013

Unterwegs im Pfälzerwald


Ein Ausflug nach Ludwigswinkel (im Bild oben der Mummelsee, ein idyllischer Waldweiher (Woog) an der Strecke.

Wir fahren über die Eselssteige.


Eselssteige - Eine Straße im Pfälzerwald by Franz Roth

Die Eselssteige ist eine Bergstrecke im Pfälzerwald. Früher wurde hier der Wasgau-Bergpreis ausgetragen, ein bekanntes Straßenrennen. Heute ist die Strecke eine wahre Schlaglochpiste. Wir befahren die ehemalige Rennstrecke talwärts.


Ludwigswinkel im Pfälzerwald - im Dezember by Franz Roth

Ludwigswinkel im Pfälzerwald im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz). Wir sehen den Lagerweiher, das (mittlerweile geschlossene) ehemalige Müttergenesungsheim (ursprünglich das Offizierskasino des französischen Kriegsgefangenenlagers), das Jagdschloß des Landgrafen Ludwig IX. (nach dem Ludwigswinkel benannt ist) und den Dorfweiher.