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Sonntag, 3. Oktober 2021

3. Oktober: Tag der Deutschen Einheit

Tag der Deutschen Einheit: Rudolphstein in Oberfranken, 11.11.1989 - die Luft geschwängert vom Zweitakter-Gemisch der Trabant.
Am 11. November 1989 waren wir in Rudolphstein alle versammelt, wir "Knipser" der großen Fotoagenturen dieser Welt: Ich für Keystone, Kollegen von Black Star, Contact Press Images, Gamma, Sygma, Sipa-Press et alii.
An eine Rückfahrt nach Nürnberg über die A9 war nicht zu denken. Alles verstopft. So bin ich auf Schleichwegen bis Bayreuth und erst dort wieder auf die Autobahn.
An der Raststätte Sophienberg traf ich eine Familie, die wollten eigentlich zu Verwandten nach Stuttgart. Habe ihnen klargemacht, dass das mit dem Trabi ein hoffnungslosen Unterfangen wäre, wenn sie auch wieder zurück wollten.
Okay, ich habe meine zwei Kartons mit Süßigkeiten für die Kinder weiter entleert und sie nach Nürnberg "eskortiert".
Mit dabei: Meine beiden Nikon F2.


Point Alpha

Point Alpha, Rhön, Grenze zwischen Bayern und Thüringen, ehemalige Demarkationslinie zur DDR, Mahnmal zur Erinnerung an den Kalten Krieg und den Eisernen Vorhang.
Helmut Kohl und Michail Gorbatschow können zu Recht als die Väter der Deutschen Einheit gelten.

Sie habe ich 1989 in Ludwigshafen Oggersheim auf dem Weg zum Haus der Familie Kohl abgelichtet. Ein Riesenauflauf damals.

Kleiner Gag am Rande: Um eine erhöhte Aufnahmeposition zu haben stand ich auf einer Mülltonne. Eine verdammt wacklige Angelegenheit.
Raissa Maximowna Gorbatschowa, geb. Titarenko (russisch Раиса Максимовна Горбачёва, wiss. Transliteration Raisa Maksimovna Gorbačëva; * 5. Januar 1932 in Rubzowsk, Krai Westsibirien, Russische SFSR, Sowjetunion; † 20. September 1999 in Münster, Deutschland) war eine russische Soziologin. Als Ehefrau von Michail Gorbatschow war sie eine einflussreiche, sozial und kulturell engagierte Frau in der Sowjetunion und in Russland.

Das etwas andere Feature zum Tag der Deutschen Einheit
1989: Der erste gesamtdeutsche Christkindlesmarkt
Gedränge bei den öffentlichen Toiletten
Zum ersten Mal hatten damals die Bürger der DDR die Möglichkeit, den Nürnberger Christkindlesmarkt zu besuchen und entsprechend groß war der Ansturm. Auch und natürlich dort, wo immer Gedränge herrscht, bei den öffentlichen Toiletten, hier in der U-Bahn-Station Lorenzkirche.

Fragmente der Berliner Mauer bei Neuffer am Park in Pirmasens


Die drei Mauerfragmente bei Neuffer am Park in Pirmasens gehören zu den wenigen, die nach dem November 1989 von der Ostseite aus bemalt worden sind.


Dienstag, 31. August 2021

Fränkische Impressionen


Ausflug nach Mönchsondheim zur Kirchenburg; Unterfranken - Mönchsondheim ist ein Stadtteil der Stadt Iphofen im unterfränkischen Landkreis Kitzingen.


Die Kirchenburg Mönchsondheim umfasst die befestigten Bereiche des Kirchhofes um die evangelisch-lutherische Kirche St. Bonifatius. Die Anlage gilt als eine der besterhaltenen ihrer Art in Franken und ist heute Mittelpunkt des Kirchenburgmuseums Mönchsondheim.
Ostheim vor der Rhön - Wehrkirche
Ostheim v.d. Rhön, Kirchenburg; der Ort kam erst 1945 zu Bayern; in den Jahrhunderten zuvor hatte das Städtchen immer wieder den Landesfürsten gewechselt. Die damaligen Fehden des Mitelalters spiegeln sich auch deutlich wider in der durch einen doppelten Mauerring mit vier Ecktürmen, Zwinger und kleineren Bastionen bewehrten Kirchenfestung.

Die in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfes gearbeitete hölzerne Kuppel des Kirchenschiffs ist kunstvoll bemalt.
Frauenroth in der Rhön
Die von einem unbekannten Meister Mitte des 13. Jahrhunderts geschaffenen lebensgroßen Reliefsteine in der ehemaligen Klosterkirche Frauenroth (Gemeine Burkardroth, Landkreis Kissingen), die das Stifterpaar darstellen, zählen zu den bedeutendsten bildhauerischen Meisterwerken jener Zeit und sind der wertvollste Kunstschatz der Rhön. Graf Otto von Bodenlauben-Henneberg, Kreuzritter und Minnesänger (seine Lieder sind in der Manesse-Handschrift aufgenommen, der Sammlung der bedeutendsten Dichtung des Mittelalters) und seine Gemahlin Beatrix von Courtenay, Tochter eines Fürstengeschlechts aus Palästina und zu ihrer Zeit als morgenländische Schönheit gepriesen, hatten nach ihrer Rückkehr aus dem heiligen Land das Kloster gegründet. Der Sage nach soll die Gründung an dem Ort erfolgt sein, an dem Burkhardrother Frauen den vom Wind weggetragenen Schleier der Gräfin gefunden haben. In der Wandnische im Hintergrund wird noch immer eine Attrappe des Legenden-Schleiers aufbewahrt.

Beatrix von Courtenay (frz. Beatrice; † nach 1245) war Herrin der „Seigneurie de Joscelin“ im Königreich Jerusalem. Sie war die älteste Tochter und Erbin des Joscelin III. von Courtenay und seiner Gattin Agnes von Milly.

Am 21. Oktober 1186 verlobte sie sich mit Wilhelm von Lusignan († vor 1208), Herr von Valence, einem Bruder Guidos von Lusignan. Es ist kein Beleg dafür erhalten, ob die Ehe vollzogen wurde; mit Wilhelm hatte sie keine Kinder. Zwischen 1206 und 1208 heiratete sie den deutschen Kreuzritter und Minnesänger Otto von Botenlauben, der aus ihrem Recht die Regierung der Seigneurie de Joscelin übernahm, die sie nach dessen Tod geerbt hatte. Mit Otto hatte sie zwei Söhne.

1220 verkauften Otto und Beatrix ihre Besitzungen im Heiligen Land an den Deutschen Orden unter Hermann von Salza und kehrten in Ottos deutsche Heimat zurück, wo sie auf der Burg Botenlauben residierten. 1231 stiftete sie zusammen mit ihrem Mann das Zisterzienserinnen-Kloster Frauenroth. Sie starb nach 1245 und wurde wie ihr Gatte im Kloster Frauenroth begraben.

Bad Kissingen


Bad Kissingen, bayerisches Staatsbad an der Fränkischen Saale. Hier kurte im 19. Jahrhundert die Haute Volee der europäischen Hocharistokratie. Reichskanler Otto von Bismarck u.a. verweilte gerne hier, aber auch der russische Zar.
Point Alpha in der Rhön im Dreiländereck zwischen Hessen, Bayern und Thüringen. Im Kalten Krieg war Point Alpha ein US-Beobachtungs-Stützpunkt. Heute ist Point Alpha der Name einer Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte.



Samstag, 10. März 2018

In der Rhön

Ostern steht vor der Tür

Die Rhön hat so einiges Interessantes zu bieten, das einen Besuch lohnt. Bekannt ist sicher das Bayerische Staatsbad Bad Kissingen, wo schon Otto von Bismarck und die russischen Zaren zu kuren pflegten.


 

Und unweit liegt das idyllische Münnerstadt.


Eine Region, in die wir gerade im Herbst gerne Ausflüge unternehmen.


Point Alpha


Am authentischen Ort der Geschichte präsentiert die Gedenkstätte Point Alpha die Konfrontation der beiden Machtblöcke im Kalten Krieg und die leidvolle Zeit der innerdeutschen Teilung.

Point Alpha (engl. Observation Post (OP) Alpha) war neben OP Romeo, OP India und OP Oscar einer von vier US-Beobachtungsstützpunkten an der hessischen innerdeutschen Grenze. Heute ist „Point Alpha“ der Name einer Mahn-, Gedenk- und Begegnungsstätte an der Straße zwischen Geisa (Thüringen) und Rasdorf (Hessen) und am Fernradweg Iron Curtain Trail. In direkter Nachbarschaft Geisas erfüllte der Beobachtungsstützpunkt „Point Alpha“ bis zum Fall des Eisernen Vorhangs eine wichtige Beobachtungsaufgabe im Verteidigungskonzept der NATO. Auf der anderen Seite der Grenze standen zwar Wach- und Führungstürme der DDR-Grenztruppen, außer diesen Einheiten waren aber keine Truppen des Warschauer Paktes direkt an der Grenze stationiert. Der Stützpunkt lag im Zentrum der NATO-Verteidigungslinie "Fulda Gap" (Fuldaer Lücke), in der die NATO im Ernstfall die Invasion der Truppen des Warschauer Pakts erwartete. Die „Fulda Gap“ zog sich von Herleshausen über Fulda bis in die Nähe von Bad Neustadt. Der Name Point Alpha geht darauf zurück, dass es der erste errichtete Beobachtungspunkt war. Als Beobachtungspunkt war Point Alpha darüber hinaus deshalb geeignet, weil er sich auf 411 Meter Höhe auf einem Bergzug befindet und damit einen guten Überblick über das angenommene vorderste Aufmarschgebiet des Warschauer Pakts im Ulstergrund bot. Auch für das Abhören des Funkverkehrs aus Richtung Osten waren die geographischen Bedingungen günstig. Die Point-Alpha-Stiftung ist seit 2008 Trägerin der Mahn-, Gedenk- und Bildungsstätte.

Ostheim vor der Rhön


Ostheim v.d. Rhön, Kirchenburg; der Ort kam erst 1945 zu Bayern; in den Jahrhunderten zuvor hatte das Städtchen immer wieder den Landesfürsten gewechselt. Die damaligen Fehden des Mitelalters spiegeln sich auch deutlich wider in der durch einen doppelten Mauerring mit vier Ecktürmen, Zwinger und kleineren Bastionen bewehrten Kirchenfestung.


Die in Form eines umgedrehten Schiffsrumpfes gearbeitete hölzerne Kuppel des Kirchenschiffs ist kunstvoll bemalt.

Fladungen in der Langen Rhön, Bayerns nördlichste Stadt

 

Fladungen in der langen Rhön ist Bayerns nördlichste Stadt. Sie kam erst während der napoleonischen Ära zu Bayern. Und im Rhön-Museum findet man folgerichtig dann auch noch ein altes Grenzschild aus der damaligen Zeit.

Die von einem unbekannten Meister Mitte des 13. Jahrhunderts geschaffenen lebensgroßen Reliefsteine in der ehemaligen Klosterkirche Frauenroth (Gemeinde Burkardroth, Landkreis Kissingen), die das Stifterpaar darstellen, zählen zu den bedeutendsten bildhauerischen Meisterwerken jener Zeit und sind der wertvollste Kunstschatz der Rhön. Graf Otto von Bodenlauben-Henneberg, Kreuzritter und Minnesänger (seine Lieder sind in der Manesse-Handschrift aufgenommen, der Sammlung der bedeutendsten Dichtung des Mittelalters) und seine Gemahlin Beatrix von Courtenay, Tochter eines Fürstengeschlechts aus Palästina und zu ihrer Zeit als morgenländische Schönheit gepriesen, hatten nach ihrer Rückkehr aus dem heiligen Land das Kloster gegründet. Der Sage nach soll die Gründung an dem Ort erfolgt sein, an dem Burkhardrother Frauen den vom Wind weggetragenen Schleier der Gräfin gefunden haben. In der Wandnische im Hintergrund wird noch immer eine Attrappe des Legenden-Schleiers aufbewahrt.


Und last but not least: Die Wasserscheide zwischen Rhein und Weser bei Motten.




Sonntag, 23. August 2015

Meilensteine der Aussöhnung und des Friedens: Point Alpha und der Sankt Germanshof


Was da in der Mitte zwischen den Flaggen steht, das ist ein Stück der Mauer. Dieser unsäglichen Mauer, die seit dem 13. August 1961 Deutschland von Deutschland trennte. Am 9. November 1989 ist sie gefallen.

Mit der Reisefreiheit für die Bürger der DDR begann das, was ein knappes Jahr später, am 3. Oktober 1990, zur Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten führen sollte.


Und das waren die Väter der deutschen Einheit: Helmut Kohl und Maichail Gorbatschow.


Und so wurde auch Point Alpha, der amerikanische Posten an der ehemaligen Demarkationslinie in der Rhön, an der Grenze zwischen Bayern und Thüringen, obsolet und zu einem Symbol und Mahnmal.


Wie auch die amerikanischen C-Waffen damit obsolet geworden waren, die von Juli bis September 1990 vom US-Depot in Clausen in der Pfalz in der "Operation Lindwurm" abtransportiert wurden.


Das Ende des "Kalten Krieges" war damit eingeläutet. Karl Marx in Chemnitz, dem ehemaligen Karl-Marx-Stadt, der "real existierende Sozialismus", das war ein Kapitel Geschichte geworden.


Das vereinte Deutschland war nun gemeinsam ein Teil von Europa, der EU, der europäischen Staaten.

Der Beginn der Einheit Europas

Der Grundstein der Einheit Europas, der wurde schon in den frühen Fünfzigern gelegt: Beim Sankt Germanshof im Pfälzerwald.


Deutsche und französische Studenten rissen damals die Schlagbäume nieder und besetzten die Grenzstationen. Heute erinnert ein Denkmal an dieses historische Ereignis.