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Sonntag, 4. August 2019

Unterwegs in Unterfranken (Teil 2)

Bei Iphofen

Ein sommerlicher Cabrio-Ausflug von Nürnberg nach Unterfranken

Wir besuchen Mönchsondheim, Iphofen, Mainbernheim und fahren via Marktbreit und Sulzfeld an den Main bei Kitzingen.


Abtei Münsterschwarzach in Unterfranken

Die Abtei Münsterschwarzach liegt an der Mündung der Schwarzach in den Main, rund 23 Kilometer östlich von Würzburg, in Schwarzach am Main und gehört zu den wichtigsten Klöstern der Benediktiner in Deutschland. Zum Konvent gehören 115 Benediktiner, von denen etwa 80 in Münsterschwarzach und 35 in abhängigen Häusern des Klosters oder der Missionsarbeit weltweit wirken.


Der Stammsitz der Fürsten Schwarzenberg


Über Scheinfeld liegt idyllisch, in dichte Laubwälder eingebettet, das Schloss Schwarzenberg. Bereits im Jahre 1150 wird erstmals ein Berchtold de Swarcenburc in einer Urkunde genannt. Die mittelalterliche Burg und Feste wird 1258, bei der Teilung der Grafschaft Castell, erwähnt. Die Linie der ursprünglichen Burgherren war ausgestorben und der Besitz gelangt über die Grafen von Castell, die Hohenlohe und Vestenberg an Erkinger von Seinsheim. Freiherr Erkinger erwirbt in den Jahren 1405 bis 1421 die gesamte Anlage und wird damit zum Stammvater des Fürstenhauses Schwarzenberg. Die Belehnung mit Schwarzenberg erfährt er direkt von Kaiser Sigismund im Jahr 1429. Bis zum Jahr 1806 besteht das Fürstentum als eigenständiger kleiner Staat im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Die Internatsschule Schloss Schwarzenberg besteht bereits seit 1968. Zurzeit besuchen ca. 510 Schülerinnen und Schüler die privaten Schulen auf Schloss Schwarzenberg. Davon leben im Internat bis zu 80 Schülerinnen und Schüler, die auch teilweise die staatlichen Schulen in Scheinfeld besuchen. Träger der Schulen und des Internats ist der Trägerverein der Mathilde-Zimmer-Stiftung e.V. mit Sitz in Berlin. Schloss Schwarzenberg ist assoziiertes Mitglied der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Auf Schloss Schwarzenberg werden neben der schulischen Bildung grundlegende Werte vermittelt. Die ganzheitliche Erziehung stärkt den Einzelnen in seiner Eigenverantwortlichkeit und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft.

In Münstersteinach am Rande des Steigerwaldes wohnte der beliebte Schauspieler Günter Strack und ist auch dort beigesetzt.


Samstag, 10. März 2018

Im Grenzland zwischen Unterfranken und Mittelfranken - Steigerwald und Haßberge


Die alte Furt ist neu erstanden: Markt Nordheim (Kreis Neustadt/Aisch-Bad-Windsheim): Sowohl Masse als auch Maße der Steine im Bachbett verraten es, dies ist keine alte Furt. Vielmehr wurde im Rahmen der Dorferneuerung auch das Bachbett neu gestaltet.

Unweit: Die Abtei Münchsteinach im Steigerwald, Landkreis Neustadt/Aisch-Bad Windsheim, hier ist Günther Strack beigesetzt, der 1999 verstorbene beliebte Schauspieler. Er hatte seinen Weinberg in Iphofen und wohnte in Münchsteinach.


Bei Münchsteinach im Frühling:


Schloß Breitenlohe im Steigerwald


Berühmt ist das Wasserschloß, das im Kern aus dem 15. Jahrhundert stammt und im 16. Jahrhundert ausgebaut wurde. Es hat einen quadratischen Grundriss, einen rechteckigen Innenhof und verfügt über vier dreigeschossige Flügel und runde Ecktürme. Östlich, dem Schloß vorgelagert, stehen mit einem Stallgebäude und einer Scheune aus dem 18. Jahrhundert dem Schloß zugeordnete Wirtschaftsgebäude. Im südwestlichen Turm befand sich ein Gefängnis. Im Jahre 1340 wurde die Wasserburg zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als sie im Besitz von Albrecht von Hohenlohe war. Noch im 14. Jahrhundert folgten die Edlen von Vestenberg, welche die Wasserburg zu einem Schloss umbauten, das in den Bauernkriegen um 1525 zerstört wurde. Kunz Christoph von Vestenberg ließ ab etwa 1569 aus den Überresten das heutige Schloß erbauen. 1592 verkaufte der verschuldete Sigismund von Vestenberg das Schloß samt Gut an Lorenz von Münster zu Lisberg. Unter dieser Familie wurde das Schloß teilweise barockisiert. 1783 wurden Schloss und Flur an die Grafen von Castell verkauft. 1942 kaufte es der Wasserwerksunternehmer Georg Jaeckel, von dem es die heutigen Besitzer, Familie Friedrich, geerbt haben; sie haben es in mehreren Bauabschnitten restauriert.


Gnötzheim im Steigerwald


Schloß Gereuth in den Haßbergen

Vor seiner Instandsetzung vermittelte das Gemäuer wahrhaftig den Eindruck eines verwunschenen Märchenschlosses.


Schloß Gereuth in den Haßbergen, das "Alte Schloß", der ehemalige Wirtschaftstrakt. Es harrt noch der Restaurierung.


Direkt daneben Sankt Christophorus.