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Montag, 13. Februar 2023

Klingenmünster


Burg Landeck bei Klingenmünster

Die Burg Landeck ist die Ruine einer Höhenburg südwestlich von Landau, bei Klingenmünster im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Wie bei der überwältigenden Mehrzahl der pfälzischen Burgen ist auch bei Burg Landeck das genaue Gründungsjahr unbekannt. Allgemein wird angenommen, dass die Burg als Nachfolgerin für die nahe gelegene, wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstörte Turmburg Walastede (heute „Schlössel“ genannt) errichtet wurde. Für diese Annahme gibt es jedoch ebenso wenig einen direkten Beweis wie für die weitere These, dass beide Burgen eine Schutzfunktion für das nahe gelegene Kloster Klingen(-münster) besessen hätten. Die sichtbaren baustilistischen Merkmale Landecks verweisen auf die Zeit um 1200.

Spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts war die Anlage ein Reichslehen, das sich im gemeinsamen Lehnsbesitz der Grafen von Zweibrücken und der Grafen von Leiningen befand. Nach dem schnellen Aussterben der Seitenlinie Leiningen-Landeck im Jahr 1289/90 verlieh König Rudolf von Habsburg die rückgefallene Hälfte der Reichsburg 1290 an seinen Neffen, den elsässischen Landvogt Otto III. von Ochsenstein, während die andere Hälfte im Besitz der Grafen von Zweibrücken-Bitsch blieb.

Erst seit Beginn des 14. Jahrhunderts lassen sich mehr oder weniger berechtigte, auf lange Sicht aber erfolgreiche Versuche der Abtei Klingenmünster nachweisen, Landeck und umliegende Güter als ihr Eigentum auszugeben, was vor allem Auswirkungen auf den ochsensteinischen Anteil hatte. Wichtig sollten auch die seit der Jahrhundertmitte erkennbaren Ambitionen der Pfalzgrafen bei Rhein werden, die Burg in ihre Hand zu bringen, was 1358/66 mit dem Erwerb des Öffnungsrechts ihren Ausgang nahm. In ähnlicher Weise durch innerfamiliäre Streitigkeiten, Auseinandersetzungen der Gemeiner untereinander und nicht zuletzt durch finanzielle Schwierigkeiten bedingt, fiel 1405 ein weiterer Anteil an das Fürstbistum Speyer. Die erhaltenen Schriftquellen, darunter besonders wichtig die Burgfrieden, bezeugen die Versuche der nun drei Besitzerparteien, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, die Herren von Ochsenstein und das Fürstbistum Speyer, ihre Burggemeinschaft nachhaltig zu regeln.

Im Orleans'schen Krieg (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde die Burg von französischen Truppen zerstört.

Heute ist die Burgruine Landeck ein beliebtes Ausflugsziel. Die Burgschänke wird das ganze Jahr, außer an Heiligabend, bewirtschaftet. Bei einem Schoppen Pfälzer Riesling lässt es sich dort gut aushalten. Nicht-Pfälzer aufgemerkt: Ein Schoppen, das ist in der Pfalz ein halber Liter!


Das Kloster in Klingenmünster gehört zu den frühesten Abteien Deutschlands. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639). Von der ursprünglichen Anlage ist aber heute nichts mehr vorhanden. Die Baugeschichte des Klosters Klingenmünster ist bis ins 12. Jh. kaum bekannt. Es gab keine planmäßigen Ausgrabungen wodurch Alter und Baugestalt der frühmittelalterlichen Gründung archäologisch bisher kaum zu erschließen sind. Sogar die Lage des Klosters ist vor dem 12. Jh. nicht gesichert. Es gibt Hypothesen, die aus dem frühen Namenswechsel von Plidinfeld zu Clingo/Clinga einen Ortswechsel vom heutigen Pleisweiler nach Klingenmünster annehmen. Aussagekräfte Befunde fehlen. In einer Aktennotiz des Jahres 1737 berichtete der Pfarrer an die kirchliche Oberbehörde, dass die "allhiesige uhralte aO 626 erbaute Stifts- und Pfarrkirche" eingerissen und neu erstellt werden soll. Der damalige Pfarrer könnte diese Jahreszahl nur in einer Bauinschrift gelesen haben, denn in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden alle Akten und Bestände vernichtet.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gründete der Mainzer Erzbischof Gerold das Kloster, vermutlich weil er den Einfluss des Bistums Speyer, das u.a. das Kloster Weißenburg (Wissembourg) stiftete, schmälern will. Enge Verbindungen zu Mainz sind glaubhaft belegt. Seit Anbeginn ist vermutlich St. Michael der Hauptpatron des Klosters. Zudem befolgten die Mönche wohl anfänglich die Regeln des hl. Columban. Wann genau Karl der Große die Benediktinerregeln in den Klöstern seines Reiches durchsetzte ist nicht belegt. Die schriftlichen Zeugnisse des 8. und 9. Jh. lassen vermuten, dass in Klingenmünster ein Konvent aus Priestern und Mönchen lebte, die sich zunächst der karolingischen Reform entzogen. Belegt ist in dieser Zeit die Gebetsverbrüderung zwischen den Klöstern Reichenau und St. Gallen und dem Kloster Clingo oder Plidinfeld (Blidenfeld). Plidinfeld scheint der ursprüngliche Name des Klosters zu sein.

Im 11. und 12. Jahrhundert erlebte das Kloster seine Blütezeit. Seine Glanzzeit erlebt des Klosters unter Abt Stephan I., der auch Abt von Weißenburg, Selz und Limburg an der Haardt sowie consiliarius Heinrich IV. ist. Unter ihm wird mit einem Neubau der romanischen Klosterkirche begonnen. Schenkungen, Stiftungen und billige Ankäufe vergrößern den Klosterbesitz. Rund um das Kloster siedeln sich verstärkt Handwerker, Bauern und Händler an.

Klingenmünster tritt im Mittelalter als adelige Grablege kaum in Erscheinung. Erhalten hat sich lediglich der Grabstein der Gräfin Loreda von Bitsch, deren Mutter sich im 15. Jh. als Mitgemeinerin auf der Burg Landeck nachweisen lässt. Das figürliche Grabmal wurde 1929 zerschlagen wieder aufgefunden und steht heute stark restauriert in der Südwestecke der Kirche.


Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war der Klosterbesitz zu großen Teilen bereits wieder veräußert und in den Besitz der Grafen von Leiningen und Zweibrücken übergegangen. Durch die verschiedenen Veräußerungen des Klosterbesitzes schwand die wirtschaftliche und politische Einflussnahme. 1490 waren in der Abtei nur noch vier Konventsmitglieder, weshalb Papst Innozenz VIII. die Abtei am 18. November 1490 in ein weltliches Chorherrenstift umwandelte. Mit dem Fortschreiten der Reformation und der Glaubensspaltung kam auch der Niedergang des Klosters. Kurfürst Friedrich III. führte in der Kurpfalz die Lehre Johannes Calvins ein. Die Pfalz wird protestantisch. In der Stiftskirche wird eine protestantische Pfarrei eingerichtet, die vom Stift besoldet wird. Erstmals wird die Kloster-/ Stiftskirche als Pfarrkirche genutzt. Zwischen 1565 und 1567 wurden alle Klöster aufgehoben und die Einrichtungen vernichtet.

Das Stift wird während des Dreißigjährigen Krieges verwüstet und gelangt wechselseitig unter österreichische, schwedische und französische Herrschaft. Der durch Brände beschädigte Ostflügel des Klosters wird 1625 als Wohnung für einen katholischen Pfarrer wieder hergestellt.

Die seit Jahren baufällige romanische Stiftskirche wird 1735-1737 abgetragen und auf den alten Fundamenten neue errichtet. Die romanische "136 Werkschuhe" lange Basilika wird bis auf die Stümpfe der Westtürme und Teile der Außenwände abgebrochen und durch einen barocken Kirchensaal mit Sakristei ersetzt. Der neue Westturm entsteht über dem Mittelteil des Westbaus, seitliche Halbgiebel binden das Kirchendach ein. Am Turm sind im barocken Dachraum zahlreiche zweitverwendete Werksteine sichtbar.

Anfang des 20. Jh. und 2003 wird die Stiftskirche restauriert. Dabei werden mittelalterliche Baureste an Kirche, Sakristei und Ostflügel wieder sichtbar gemacht, darunter die westliche Innenwand des ehemaligen dreischiffigen Langhauses. Überreste von Nord- und Südmauer der Seitenschiffe sind in den barocken Längsmauern bewahrt, Reste des Südquerarms in der barocken Sakristei. Der barocke Fußboden liegt ca. 1,20 m über dem mittelalterlichen.

Quellen:
  • Pfälzisches Klosterlexikon, Handbuch der Pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 2 (H-L), Thorsten Unger, Martin Wenz, Matthias Untermann, Inst. für Pfälzische Geschichte und Volkskunde
  • Clemens Jöckle, Stiftskirche und ehemaliges Benediktinerkloster Klingenmünster, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg
  • Jürgen Müsel, Die Keysermühle, Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle, Publikation Stiftsgut Keysermühle

Donnerstag, 22. August 2019

Klingenmünster - Burg Landeck und ehem. Reichsabtei

Burg Landeck bei Klingenmünster

Die Burg Landeck ist die Ruine einer Höhenburg südwestlich von Landau, bei Klingenmünster im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Wie bei der überwältigenden Mehrzahl der pfälzischen Burgen ist auch bei Burg Landeck das genaue Gründungsjahr unbekannt. Allgemein wird angenommen, dass die Burg als Nachfolgerin für die nahe gelegene, wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstörte Turmburg Walastede (heute „Schlössel“ genannt) errichtet wurde. Für diese Annahme gibt es jedoch ebenso wenig einen direkten Beweis wie für die weitere These, dass beide Burgen eine Schutzfunktion für das nahe gelegene Kloster Klingen(-münster) besessen hätten. Die sichtbaren baustilistischen Merkmale Landecks verweisen auf die Zeit um 1200.

Spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts war die Anlage ein Reichslehen, das sich im gemeinsamen Lehnsbesitz der Grafen von Zweibrücken und der Grafen von Leiningen befand. Nach dem schnellen Aussterben der Seitenlinie Leiningen-Landeck im Jahr 1289/90 verlieh König Rudolf von Habsburg die rückgefallene Hälfte der Reichsburg 1290 an seinen Neffen, den elsässischen Landvogt Otto III. von Ochsenstein, während die andere Hälfte im Besitz der Grafen von Zweibrücken-Bitsch blieb.

Erst seit Beginn des 14. Jahrhunderts lassen sich mehr oder weniger berechtigte, auf lange Sicht aber erfolgreiche Versuche der Abtei Klingenmünster nachweisen, Landeck und umliegende Güter als ihr Eigentum auszugeben, was vor allem Auswirkungen auf den ochsensteinischen Anteil hatte. Wichtig sollten auch die seit der Jahrhundertmitte erkennbaren Ambitionen der Pfalzgrafen bei Rhein werden, die Burg in ihre Hand zu bringen, was 1358/66 mit dem Erwerb des Öffnungsrechts ihren Ausgang nahm. In ähnlicher Weise durch innerfamiliäre Streitigkeiten, Auseinandersetzungen der Gemeiner untereinander und nicht zuletzt durch finanzielle Schwierigkeiten bedingt, fiel 1405 ein weiterer Anteil an das Fürstbistum Speyer. Die erhaltenen Schriftquellen, darunter besonders wichtig die Burgfrieden, bezeugen die Versuche der nun drei Besitzerparteien, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, die Herren von Ochsenstein und das Fürstbistum Speyer, ihre Burggemeinschaft nachhaltig zu regeln.

Im Orleans'schen Krieg (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde die Burg von französischen Truppen zerstört.

Heute ist die Burgruine Landeck ein beliebtes Ausflugsziel. Die Burgschänke wird das ganze Jahr, außer an Heiligabend, bewirtschaftet. Bei einem Schoppen Pfälzer Riesling lässt es sich dort gut aushalten. Nicht-Pfälzer aufgemerkt: Ein Schoppen, das ist in der Pfalz ein halber Liter!


Das Kloster in Klingenmünster gehört zu den frühesten Abteien Deutschlands. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639). Von der ursprünglichen Anlage ist aber heute nichts mehr vorhanden. Die Baugeschichte des Klosters Klingenmünster ist bis ins 12. Jh. kaum bekannt. Es gab keine planmäßigen Ausgrabungen wodurch Alter und Baugestalt der frühmittelalterlichen Gründung archäologisch bisher kaum zu erschließen sind. Sogar die Lage des Klosters ist vor dem 12. Jh. nicht gesichert. Es gibt Hypothesen, die aus dem frühen Namenswechsel von Plidinfeld zu Clingo/Clinga einen Ortswechsel vom heutigen Pleisweiler nach Klingenmünster annehmen. Aussagekräfte Befunde fehlen. In einer Aktennotiz des Jahres 1737 berichtete der Pfarrer an die kirchliche Oberbehörde, dass die "allhiesige uhralte aO 626 erbaute Stifts- und Pfarrkirche" eingerissen und neu erstellt werden soll. Der damalige Pfarrer könnte diese Jahreszahl nur in einer Bauinschrift gelesen haben, denn in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden alle Akten und Bestände vernichtet.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gründete der Mainzer Erzbischof Gerold das Kloster, vermutlich weil er den Einfluss des Bistums Speyer, das u.a. das Kloster Weißenburg (Wissembourg) stiftete, schmälern will. Enge Verbindungen zu Mainz sind glaubhaft belegt. Seit Anbeginn ist vermutlich St. Michael der Hauptpatron des Klosters. Zudem befolgten die Mönche wohl anfänglich die Regeln des hl. Columban. Wann genau Karl der Große die Benediktinerregeln in den Klöstern seines Reiches durchsetzte ist nicht belegt. Die schriftlichen Zeugnisse des 8. und 9. Jh. lassen vermuten, dass in Klingenmünster ein Konvent aus Priestern und Mönchen lebte, die sich zunächst der karolingischen Reform entzogen. Belegt ist in dieser Zeit die Gebetsverbrüderung zwischen den Klöstern Reichenau und St. Gallen und dem Kloster Clingo oder Plidinfeld (Blidenfeld). Plidinfeld scheint der ursprüngliche Name des Klosters zu sein.

Im 11. und 12. Jahrhundert erlebte das Kloster seine Blütezeit. Seine Glanzzeit erlebt des Klosters unter Abt Stephan I., der auch Abt von Weißenburg, Selz und Limburg an der Haardt sowie consiliarius Heinrich IV. ist. Unter ihm wird mit einem Neubau der romanischen Klosterkirche begonnen. Schenkungen, Stiftungen und billige Ankäufe vergrößern den Klosterbesitz. Rund um das Kloster siedeln sich verstärkt Handwerker, Bauern und Händler an.

Klingenmünster tritt im Mittelalter als adelige Grablege kaum in Erscheinung. Erhalten hat sich lediglich der Grabstein der Gräfin Loreda von Bitsch, deren Mutter sich im 15. Jh. als Mitgemeinerin auf der Burg Landeck nachweisen lässt. Das figürliche Grabmal wurde 1929 zerschlagen wieder aufgefunden und steht heute stark restauriert in der Südwestecke der Kirche.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war der Klosterbesitz zu großen Teilen bereits wieder veräußert und in den Besitz der Grafen von Leiningen und Zweibrücken übergegangen. Durch die verschiedenen Veräußerungen des Klosterbesitzes schwand die wirtschaftliche und politische Einflussnahme. 1490 waren in der Abtei nur noch vier Konventsmitglieder, weshalb Papst Innozenz VIII. die Abtei am 18. November 1490 in ein weltliches Chorherrenstift umwandelte. Mit dem Fortschreiten der Reformation und der Glaubensspaltung kam auch der Niedergang des Klosters. Kurfürst Friedrich III. führte in der Kurpfalz die Lehre Johannes Calvins ein. Die Pfalz wird protestantisch. In der Stiftskirche wird eine protestantische Pfarrei eingerichtet, die vom Stift besoldet wird. Erstmals wird die Kloster-/ Stiftskirche als Pfarrkirche genutzt. Zwischen 1565 und 1567 wurden alle Klöster aufgehoben und die Einrichtungen vernichtet.

Das Stift wird während des Dreißigjährigen Krieges verwüstet und gelangt wechselseitig unter österreichische, schwedische und französische Herrschaft. Der durch Brände beschädigte Ostflügel des Klosters wird 1625 als Wohnung für einen katholischen Pfarrer wieder hergestellt.

Die seit Jahren baufällige romanische Stiftskirche wird 1735-1737 abgetragen und auf den alten Fundamenten neue errichtet. Die romanische "136 Werkschuhe" lange Basilika wird bis auf die Stümpfe der Westtürme und Teile der Außenwände abgebrochen und durch einen barocken Kirchensaal mit Sakristei ersetzt. Der neue Westturm entsteht über dem Mittelteil des Westbaus, seitliche Halbgiebel binden das Kirchendach ein. Am Turm sind im barocken Dachraum zahlreiche zweitverwendete Werksteine sichtbar.

Anfang des 20. Jh. und 2003 wird die Stiftskirche restauriert. Dabei werden mittelalterliche Baureste an Kirche, Sakristei und Ostflügel wieder sichtbar gemacht, darunter die westliche Innenwand des ehemaligen dreischiffigen Langhauses. Überreste von Nord- und Südmauer der Seitenschiffe sind in den barocken Längsmauern bewahrt, Reste des Südquerarms in der barocken Sakristei. Der barocke Fußboden liegt ca. 1,20 m über dem mittelalterlichen.

Quellen:
  • Pfälzisches Klosterlexikon, Handbuch der Pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 2 (H-L), Thorsten Unger, Martin Wenz, Matthias Untermann, Inst. für Pfälzische Geschichte und Volkskunde
  • Clemens Jöckle, Stiftskirche und ehemaliges Benediktinerkloster Klingenmünster, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg
  • Jürgen Müsel, Die Keysermühle, Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle, Publikation Stiftsgut Keysermühle

Sonntag, 4. August 2019

Unterwegs in Unterfranken (Teil 2)

Bei Iphofen

Ein sommerlicher Cabrio-Ausflug von Nürnberg nach Unterfranken

Wir besuchen Mönchsondheim, Iphofen, Mainbernheim und fahren via Marktbreit und Sulzfeld an den Main bei Kitzingen.


Abtei Münsterschwarzach in Unterfranken

Die Abtei Münsterschwarzach liegt an der Mündung der Schwarzach in den Main, rund 23 Kilometer östlich von Würzburg, in Schwarzach am Main und gehört zu den wichtigsten Klöstern der Benediktiner in Deutschland. Zum Konvent gehören 115 Benediktiner, von denen etwa 80 in Münsterschwarzach und 35 in abhängigen Häusern des Klosters oder der Missionsarbeit weltweit wirken.


Der Stammsitz der Fürsten Schwarzenberg


Über Scheinfeld liegt idyllisch, in dichte Laubwälder eingebettet, das Schloss Schwarzenberg. Bereits im Jahre 1150 wird erstmals ein Berchtold de Swarcenburc in einer Urkunde genannt. Die mittelalterliche Burg und Feste wird 1258, bei der Teilung der Grafschaft Castell, erwähnt. Die Linie der ursprünglichen Burgherren war ausgestorben und der Besitz gelangt über die Grafen von Castell, die Hohenlohe und Vestenberg an Erkinger von Seinsheim. Freiherr Erkinger erwirbt in den Jahren 1405 bis 1421 die gesamte Anlage und wird damit zum Stammvater des Fürstenhauses Schwarzenberg. Die Belehnung mit Schwarzenberg erfährt er direkt von Kaiser Sigismund im Jahr 1429. Bis zum Jahr 1806 besteht das Fürstentum als eigenständiger kleiner Staat im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

Die Internatsschule Schloss Schwarzenberg besteht bereits seit 1968. Zurzeit besuchen ca. 510 Schülerinnen und Schüler die privaten Schulen auf Schloss Schwarzenberg. Davon leben im Internat bis zu 80 Schülerinnen und Schüler, die auch teilweise die staatlichen Schulen in Scheinfeld besuchen. Träger der Schulen und des Internats ist der Trägerverein der Mathilde-Zimmer-Stiftung e.V. mit Sitz in Berlin. Schloss Schwarzenberg ist assoziiertes Mitglied der Evangelischen Schulstiftung in Bayern. Auf Schloss Schwarzenberg werden neben der schulischen Bildung grundlegende Werte vermittelt. Die ganzheitliche Erziehung stärkt den Einzelnen in seiner Eigenverantwortlichkeit und legt den Grundstein für eine erfolgreiche Zukunft.

In Münstersteinach am Rande des Steigerwaldes wohnte der beliebte Schauspieler Günter Strack und ist auch dort beigesetzt.


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Ein Hort gesammelten Wissens: Die Klosterbibliothek in Metten


Die Benediktinerabtei St. Michael in Metten ist ein Kloster in der Diözese Regensburg. Sie liegt zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes und dem Donautal nahe Deggendorf. Das Kloster betreibt ein Gymnasium mit Internat sowie verschiedene Handwerksbetriebe.


Die Bibliothek, die für Besichtigungen offen steht, enthält über 150.000 Bände aus den Bereichen Theologie, Philologie und Geschichte.

  


Was gibt es sonst noch in der Region?

Die Dorfensembles Datting und Gerholling (gehören zu Lalling im Bayerischen Wald) stehen in ihrer Gesamtheit unter Denkmalschutz. Der Besucher glaubt sich in einem Museum, aber hier spielt sich noch ganz normaler Dorfalltag ab, hier leben die Besitzer in ihren jahrhunderte alten Häusern. Datting und Gerholling sind deshalb unbedingt einen Besuch wert.


Brauch aus Zeiten der Not:
Totenbretter bei Lalling im Bayerischen Wald



Diese Totenbretter sind ein Relikt aus den Zeiten, da man sich teure Särge nicht leisten konnte. Die Verstorbenen wurden bis zur Beisetzung auf diesen Brettern aufgebahrt. Und nach der Beerdigung wurden die Totenbretter gerne mit Sinnsprüchen aus dem Leben des Verstorbenen bemalt und an Wegkreuzen oder Kapellen aufgestellt.

Man findet diese Totenbretter im Bayerischen Wald, der Oberpfalz, aber auch in Böhmen.

Sonntag, 1. Mai 2016

Ein Ausflug in die Oberpfalz


Wir starten unsere Fahrt in Nürnberg und unser erstes Etappenziel ist Altdorf bei Nürnberg, die Stadt der Wallensteinfestspiele (denn hier studierte Albrecht von Wallenstein, der Herzog von Friedland).


Altdorf bei Nürnberg von franz-roth-tv

Unser nächstes Ziel (schon in der Oberpfalz) ist Gnadenberg mit seiner Klosterruine.


Kurz darauf, in Oberölsbach, biegen wir links ab Richtung Lauterhofen und erreichen nach kurzer Fahrt Kastl im Lauerachtal.


Auf der Klosterburg‬, einer ehemaligen ‪Benediktinerabtei‬, finden sich zwei Besonderheiten.

Da wäre zum einen die eigenwillige ‎Grabtumba‬ des Feldhauptmanns Seyfried Schweppermann, der für den Kaiser Ludwig den Bayern am 28. September 1322 die Schlacht von Mühldorf gewonnen hatte. Schweppermann zeichnete sich hier durch besondere Tapferkeit aus. Gemäß einer Anekdote hatten der Kaiser und sein Gefolge danach nur einen Korb mit Eiern zur Speise, und er entschied: Jedem Mann ein Ei, und dem braven Schweppermann zwei. Dieser Spruch wurde in das Wappen und in die Grabinschrift Schweppermanns zu Kastl (in der Kirche der Klosterburg Kastl) in der Oberpfalz aufgenommen. Und ganz oben sehen wir die berühmten zwei Eier.

Nicht mehr zu "besichtigen" war geraume Zeit das sog. Mumienkind von Kastl. Es handelt sich dabei um die jüngste Tochter Ludwigs des Bayern, die Prinzessin Anna, die im Alter von drei Jahren bei einem Aufenthalt in Kastl erkrankte und am 29. Januar 1319 verstarb und in Kastl beigesetzt wurde. Ursprünglich war der Leichnam des Kindes in einem zinnernen Sarg bestattet. Dieser war in einem Steinmal versenkt. Der Platz dieser Tumba war mitten im Schiff der Klosterkirche vor dem Kreuzaltar. Der uralte Altar wurde im Jahre 1679 abgebrochen. Im Jahr 1715 ließen die Jesuiten den Leichnam der Prinzessin aus dem Hochgrab herausnehmen und den als Mumie erhaltenen Leichnam in einem Eichenschrank aufbewahren. Nachdem Luftfeuchtigkeit und Temperaturschwankungen der Mumie zugesetzt hatten, wurde sie 2013 ein halbes Jahr in einen mit Stickstoff gefüllten Spezialschrein umgebettet sowie gereinigt. Mittlerweile wurde der Leichnam in einer speziell konstruierten Vitrine, die die Luftdruckunterschiede durch eine Art Kondensator ausgleicht und am 28. Januar 2014 in den zuvor renovierten Barockschrank eingepasst wurde, wieder ins „Paradies“ (die Vorhalle der Klosterkirche) zurückgebracht und soll darin, mit königlichen Insignien (wie stilisierter Krone und Wappen), weiter öffentlich zu sehen sein. Eine durchaus sehr makabre "Sehenswürdigkeit".

Von 1958 bis 2006 befand sich in den historischen Räumen des Klosters das Europäisch-Ungarische Gymnasium mit angeschlossenem Internat.

Wir fahren weiter durch das Lauterachtal und erreichen Schmidmühlen. Zur Sommerszeit genießen wir hier gerne ein Eis.


Weiter geht es durch das Tal der Vils nach Kallmünz.

Der idyllische Ort war und ist eine Künstlerkolonie. Im frühen 20. Jahrhundert lebten und arbeiteten hier Wassily Kandisky und Gabriele Münter. Sie verlobten sich in Kallmünz.


In Kallmünz gibt es eine ganz besondere Sehenswürdigkeit zu bestaunen: das Haus im Fels. Das Haus im Fels ist ein auch heute noch (jedenfalls im Sommer!) von seinen Besitzern bewohntes zweistöckiges Wohnhaus aus dem Mittelalter. Es besitzt kein Dach. Diese Funktion übernimmt die mächtige Felswand, in die das Haus hineingebaut worden ist.


Über Velburg erreichen wir dann den Habsberg, eine bedeutende Marien- und Krankenwallfahrt.


Die Wallfahrt auf den Habsberg (im oberpfälzischen Landkreis Neumarkt) zählt zu den bekanntesten in Bayern. Alljährlich pilgern insbesondere viele Kranke auf den Habsberg und bitten um Heilung von ihren Leiden. Zur Geschichte: Im Mittelalter befand sich auf dem Habsberg eine kleine Burg, von der aber nur noch die Zisterne erhalten blieb. Der Ursprung des Wallfahrtsortes geht auf den ersten Kapellenbau (1680) zurück. Historische Quellen besagen, dass Johann Panzer, Amtspfleger auf Burg Helfenberg an einem schweren Gichtleiden litt. Von seinem Krankenlager aus blickte er oftmals auf seine Marienfigur und flehte um Hilfe. Eines Nachts vernahm er eine Stimme, die ihn aufforderte, auf dem Habsberg eine Kapelle zu errichten. Panzer ließ sicht dorthin tragen. Er erwarb sich die Kuppe des Berges und ließ 1680/82 eine Kapelle in der Form eines kleinen Zentralbaues errichten. Die Marienfigur wurde als Gnadenbild dorthin gebracht. Panzer erlangte nach der Überlieferung Heilung. Nach mehreren Heilungswundern entstand 1730 an gleicher Stelle eine größere Kapelle. Die Kirche wurde 1760 im Stil des Rokoko erbaut. Ungebrochen ist die Anziehungskraft des Wallfahrtsortes auf Gläubige und suchende Menschen über die Region hinaus. Heute beherbergt der Habsberg auch ein Wallfahrts- und Jugendhaus.


Bild oben: Friedhof mit alten schmiedeeisernen Grabkreuzen, Habsberg, Oberpfalz, Bayern; Habsberg ist eine Wallfahrt, der Friedhof ist der Klosterfriedhof des Klosters Habsberg.

Auf der Tour zurück besuchen wir Erasbach.


Christoph Willibald Ritter von Gluck galt im 18. Jahrhundert als Erneuerer der Oper. Seine Wirkungsstätten waren die berühmtesten Opernhäuser Europas. Geboren wurde er 1714 im Dorf Erasbach in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt).

Danach passieren wir Freystadt und besuchen Mariahilf.


Freystadt - Maria Hilf - Wallfahrtskirche von franz-roth-tv

Die Wallfahrtskirche Mariahilf bei Freystadt in der Oberpfalz (Bayern). Hier haben Egid Quirin und Cosmas Damian Asam erstmals unter Leitung ihres Vaters als Freskanten und Srukkateure gearbeitet. Die Marienwallfahrt gehört zu den bedeutendsten Bayerns.

Unsere letzte Etappe ist dann Seligenporten.


In der Pfarrkirche der Gemeinde Seligenporten in der Oberpfalz (Landkreis Neumarkt) findet sich das mit über 600 Jahren älteste Chorgestühl Süddeutschlands, wahrscheinlich das älteste von ganz Deutschland.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Marmoutier - Maursmünster - schönste Romanik im Elsaß


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.




Sonntag, 8. November 2015

Zisterzienser in der Pfalz - Otterberg und Eußerthal


Die Zisterzienserabtei in Otterberg, nördlich von Kaiserslautern, wurde Mitte des 12. Jahrhunderts gegründet. Getreu des zisterziensischen Mottos von Sachlichkeit und Strenge entstand in 90 Jahren Bauzeit die Abteikirche, die zu den ganz herausragenden mittelalterlichen Sakralbauten zählt.

In der Blütezeit des Klosters 8um 1400) lebten hier gut 200 Mönche.

Im Zuge der Reformation wechselte im Jahre 1556 Kurfürst Ottheinrich von der Pfalz die Konfession und wurde evangelisch. Sein Nachfolger Friedrich III. löste das Kloster auf.

Das war ziemlich zeitgleich mit der Flucht der Wallonen, einer Volksgruppe im heute französischsprachigen Teil Belgiens, der damals zu den (katholischen) Spanischen Niederlanden gehörte. Sie mussten wegen ihres reformierten Glaubens das Land verlassen. Pfalzgraf Johann Casimir holte die Wallonen 1579 ins Land und siedelte sie in Otterberg in der aufgelassenen Abtei an. Die Flüchtlinge gründeten dort Tuch- und Ledermanufakturen.


Auch in Eußerthal in der Südpfalz finden wir mit der Abteikirche das letzte Überbleibsel einer ehedem Zisterzienserabtei. In der Spätromanik als Pfeilerbasilika errichtet und dem Patrozinium des Heiligen Bernhard von Clairvaux geweiht.


Samstag, 24. Oktober 2015

Impressionen der Deutschen Weinstraße

Weinlandschaft bei Gleisweiler


Bilder oben: Rund um die Sankt Anna Kapelle bei Gleisweiler


Von Hainfeld nach Neustadt an der Weinstraße



Einen Abstecher lohnt auf jeden Fall auch die ehemalige Zisterzienserabtei Eußerthal. Von der ehemaligen Klosteranlage ist zwar nur noch die Kirche erhalten, doch allein die ist sehenswert.


Sonntag, 4. Oktober 2015

Ein Hort des Wissens: die Bibliothek des Klosters Metten


Die Benediktinerabtei St. Michael in Metten ist ein Kloster in der Diözese Regensburg. Sie liegt zwischen den Ausläufern des Bayerischen Waldes und dem Donautal nahe Deggendorf. Das Kloster betreibt ein Gymnasium mit Internat sowie verschiedene Handwerksbetriebe.


Die Bibliothek, die für Besichtigungen offen steht, enthält über 150.000 Bände aus den Bereichen Theologie, Philologie und Geschichte.



Die barocke Bibliothek des Klosters Metten in Niederbayern nahe Deggendorf ist ein Hort gesammelten Wissens. Rund 150.000 Bände beherbergt die von Franz Joseph Holzinger und Innocenz Waräthi gestaltete Bibliothek.

Mittwoch, 5. August 2015

Ehemalige Zisterzienserabtei Eußerthal


Das Kloster Eußerthal ist ein ehemaliges Zisterzienserkloster in Eußerthal bei Annweiler am Trifels. Vom Kloster ist nur der vordere Teil der ehemaligen Klosterkirche erhalten, und dient heute als Pfarrkirche. *** Der Ursprung des Dorfes Eußerthal in der Südpfalz war die Gründung eines Klosters der Zisterzienser im Jahre 1148 (und mit Mönchen aus dem lothringischen Kloster Weiler-Bettnach besiedelt), dessen Klosterkirche heute noch das katholische Gotteshaus der Gemeinde ist. Dem Kloster Eußerthal oblag die Verwahrung der Reichskleinodien auf der nahegelegenen Reichsburg Trifels im 12. und 13. Jahrhundert. Das Kirchengebäude wurde wohl um 1220 begonnen und 1262 geweiht. Zahlreiche Zerstörungen und Plünderungen erfuhr das Kloster zwischen 1455 und 1525 (in den Bauernkriegen). Aufhebung des Klosters 1560 durch die Reformation. Von der Klosterkirche stehen noch der Chor, das Querschiff und das erste Joch des Langhauses. Am Chorhaupt schöne Gruppe von drei Fenstern (die oberen zwei sind modern). Während der Aufriß der Kirche noch ganz romanisch ist, sind die Kreuzgewölbe im Innern schon gotisch. *** Mit Quellenmaterial von Wikipedia ***



Montag, 23. März 2015

Romanik im Elsaß

Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg, Weißenburg)



Die romanische Kirche Sankt Ulrich in Altenstadt, einem Stadtteil von Wissembourg im Département Bas-Rhin, unweit der deutsch-französischen Grenze, markiert den Startpunkt der Route Romane, der Straße der Romanik, durch das Elsaß.


Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg) by Franz Roth


Wenige Kilometer von Weißenburg entfernt, in Altenstadt, heute ein Ortsteil der Gemeinde Wissembourg, finden wir das erste rein romanische Bauwerk an der Strecke der elsässer Route Romane, die Kirche St. Ulrich aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Deren Westturm birgt ein bemerkenswertes Portal, dessen reichgeschmückter Sturz aus dem 11. Jahrhundert Seltenheitswert besitzt. Die sieben umrankten Medaillons erinnern an koptische Stoffe und eine Inschrift besagt, dass jeder Besucher der Kirche vor Eintritt erst die Erlaubnis des Abtes Liuthard einholen solle. Das ist heute nicht mehr möglich, denn Liuthard von Weißenburg stand dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich in Altenstadt im ersten Drittel des 11. Jahrhunderts vor.

Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)




Marmoutier - Abteikirche Saint-Martin by Franz Roth


Gegründet im Jahr 590 als merowingisches Kloster war Mauersmünster (Mauri Monasterium) eine Reichsabtei gewesen. Der gewaltige romanische Sakralbau beherbergt in seinem Innern eine Orgel des sächsischen Orgelbauers Silbermann.

Abteikirche Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)




Marmoutier - Abteikirche Saint-Martin by Franz Roth


Gegründet im Jahr 590 als merowingisches Kloster war Mauersmünster (Mauri Monasterium) eine Reichsabtei gewesen. Der gewaltige romanische Sakralbau beherbergt in seinem Innern eine Orgel des sächsischen Orgelbauers Silbermann.

Sonntag, 18. September 2011

Scheyern, Benediktinerabtei ud Stammkloster der Wittelsbacher



Kloster Scheyern, das Stammkloster der Wittelsbacher, nahe Pfaffenhofen an der Ilm. Gegründet wurde das Kloster bereits im 12. Jahrhundert.