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Sonntag, 25. Februar 2024

Unser Reisetagebuch: Unsere speziellen Tipps

Im Ammerland: Rastede und Bad Zwischenahn


Rastede - Wir besuchen den Schloßpark und den gegenüberliegenden Palais-Garten. Rastede nennt sich "Residenzstadt", Lästermäuler hingegen sprechen vom "Potsdam von Oldenburg".

Das Schloss in Rastede war für lange Zeit die Residenz der Grafen und Großherzöge des Hauses Oldenburg und befindet sich noch heute in Familienbesitz. Das Gebäude ist beispielhaft für den Oldenburger Klassizismus, der durch den Herzog Peter Friedrich Ludwig nach Oldenburg gebracht wurde und auch der wichtigste Profanbau im Ammerland. Das der Öffentlichkeit leider nicht zugängliche Schloss liegt inmitten einer Parklandschaft im englischen Stil.

Das Palais Rastede liegt eingebettet in einer kleinen Parkanlage im Stil des englischen Landschaftsgartens gegenüber des Schlosses Rastede, der einstigen Sommerresidenz der Großherzöge von Oldenburg. In dem historischen Gebäude werden regelmäßig wechselnde Ausstellungen und ein kulturelles Programm angeboten.

Am Zwischenahner Meer - Bad Zwischenahn -

Mit einer Wasserfläche von 5,5 km² (550 ha) ist das Zwischenahner Meer nach dem Steinhuder Meer und dem Dümmer der drittgrößte Binnensee Niedersachsens. Der Nord-Süd-Durchmesser beträgt 2,8 Kilometer, der Ost-West-Durchmesser etwa 2 Kilometer. Er hat einen Umfang von 11 Kilometer. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 3,3 Meter, die tiefste Stelle oberhalb einer Faulschlammschicht liegt bei etwa 5,5 bis 6,0 Meter. Die Faulschlammschicht hat eine Dicke von etwa 4 bis 6 Metern. Der Pegel befindet sich auf 5 m ü. NN.

Das seit 1910 bestehende Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus ist eine Bauernhofanlage, die heute aus insgesamt 17 Häusern und Nebengebäuden besteht. Hauptgebäude ist ein original Ammerländer Buurnhus, das im Kern aus der Zeit um 1695 stammt. Weitere Gebäude kamen zwischen 1910 und 2013 von anderen Standorten der Gemeinde auf das Museumsgelände. Das Museum zeigt die bäuerliche Lebenskultur der Zeit um 1700.

Mühle im Kurpark:

Die Windmühle im Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn ist eine zweigeschossige Galeriekappenwindmühle (Holländer). Sie stammt aus dem Jahre 1811 und wurde zunächst im benachbarten Westerstede aufgebaut. Nach wiederholtem Besitzerwechsel war ihr letzter Standort in Hüllstede in der Nähe von Westerstede. Dort drohte sie nach ihrer Stillegung im Jahre 1958 zu verfallen und wurde 1960 zur Rettung in das Freilichtmuseum nach Bad Zwischenahn versetzt. In der Mühle gibt es einen funktionsfähigen Mahlgang zum Schroten sowie einen Kollergang, der zur Ölherstellung gebraucht wird. Die Flügel der Mühle sind 11,20 Meter lang, die Gesamthöhe der Mühle bis Kappenfirst beträgt 21 Meter.

Im Areal des Ammerländer Bauernhauses / des Spiekers gibt es auch das urige Restaurant Spieker (man sieht es im Film). Eine der Spezialitäten ist der Räucheraal (Smoortaal) aus dem Zwischenahner Meer.

Im Rheiderland


Im Rheiderland - Bingum, Jemgum, Critzum, Ditzum, Weener, Bunde, Kanalpolder - Über die Jann-Berghaus-Brücke nach Bingum - Die Jann-Berghaus-Brücke über die Ems bei Leer, nach der Erasmus-Brücke in Rotterdam Europas größte Klappbrücke. Bingum ist der einzige westlich der Ems liegende Leeraner Stadtteil.

Das Albahaus ist eines der ältesten Bürgerhäuser im ostfriesischen Jemgum. Das Gebäude wurde im Jahr 1567 von Heuwe Syrt in Art der friesischen Steinhäuser errichtet. Erst seit den 1920er Jahren ist es unter diesem Namen bekannt, als von der Heimatforschung vermutet wurde, hier habe der spanische Herzog Alba nach der Schlacht von Jemgum 1568 übernachtet.

Die Critzumer Kirche ist eine evangelisch-reformierte Kirche in der Ortschaft Critzum in der Gemeinde Jemgum im Landkreis Leer in Ostfriesland, die im 13. Jahrhundert auf einer Warft errichtet wurde. Der gedrungene Glockenturm des „geschlossenen Typs“ soll früher höher gewesen sein und den Emsschiffen als Leuchtturm gedient haben.

Das Fischerdorf Ditzum ist der schönste Sielhafenort an der deutschen Nordseeküste. Wo die Ems in den Dollart mündet - an dieser Meeresbucht liegt das beschauliche Fischerdorf. „Endje van de Welt“ nennt sich die Region, denn: Nahe dem Ortsteil Pogum mündet die Ems in den Dollart.

Der romantische Fischerort Ditzum ist ein alter, ostfriesischer Sielhafen. Die typische trichterartige historische Form blieb bis heute erhalten. Yachten, Kutter und die kleine Emsfähre nach Petkum legen hier ab.

Weener ist die einzige Stadt der historischen Region Rheiderland und erstreckt sich linksseits der Ems.

Der staatl. anerkannte Erholungsort mit seiner über 1000-jährigen Geschichte ist das Zentrum des Rheiderlandes. Neben dem historischen „Alten Hafen“ wird das Stadtbild geprägt von Häusern aus dem 18. und 19. Jahrhundert.

In vergangenen Jahrhunderten hatte Weener einen Hafen an der Ems und lag an der linksemsischen Handelsroute ins südlich gelegene Münsterland. Die Stadt war vor allem durch ihre Vieh- und Pferdemärkte bekannt und exportierte landwirtschaftliche Handelsgüter. Mittlerweile spielen der Hafen als Warenumschlagsort und der Viehhandel keine Rolle mehr.

Im Zentrum von Bunde steht die Evangelisch-reformierte Kirche (ehem. ‚St. Martin‘), eine imposante Kreuzkirche. Mit dem Bau des trutzigen, rein romanischen Längsschiffs auf dem höchsten Punkt des Bunder Geestrückens wurde bereits um das Jahr 1200 begonnen. Das höher gelegene Querschiff mit Chor stammt aus dem späten 13. Jahrhundert, es weist Stilmerkmale der `Romano-Gotik` auf, einem Übergangsstil, den es in dieser Ausprägung nur im Groninger Land und im westlichen Ostfriesland gibt. Beeindruckend auch der Friedhof mit seinen alten Grabmalen.

Die Deichreihensiedlung Kanalpolder gehört zum Ortsteil Dollart in der Gemeinde Bunde im ostfriesischen Rheiderland. Ein kleiner Teil befindet sich in der nördlich gelegenen Gemeinde Jemgum. Mit Kanalpolder fanden die Einpolderungen im Rheiderland im Jahr 1877 ihren Abschluss.

Das lang gezogene Gebiet von Kanalpolder grenzt im Osten unmittelbar an die Meeresbucht Dollart und westlich an Heinitzpolder. Durch einen Deich wird der Polder vor Überflutungen geschützt. Der gesamte Ort ist durch Landgewinnung entstanden und liegt auf fruchtbarem Marschboden. Ein Sieltief dient als Entwässerungskanal für das niedrig gelegene Land.

Burjadingen - Wesermarsch


Die Landschaft Butjadingen liegt an der deutschen Nordseeküste und grenzt im Südwesten an den Jadebusen, im Westen und Nordwesten an die Innenjade sowie im Osten und im Nordosten an die Weser und deren Mündung. Butjadingen besteht aus Marschland und ist recht dünn besiedelt.

Die Nordsee-Halbinsel Butjadingen hat sich im Mittelalter gebildet als große Sturmfluten den Verlauf der heutigen Nordseeküste gestalteten. Butjadingen leitet sich von niederdeutsch „buten“ ( = außen, außerhalb, jenseits) und Jade ab. Das Wort „Butjadingen“ bezeichnet also das „Land jenseits der Jade“.

Dangast ist das südlichste Nordseebad und bietet durch die besondere Lage auf einem Geestrücken einen unverbauten Blick auf die Nordsee.

Der Kurort Nordseebad Dangast liegt am südwestlichen Jadebusen im Landkreis Friesland und ist Teil der Stadt Varel.

Die Anfänge Dangasts reichen bis in das 11. Jahrhundert zurück. Bei der Zweiten Marcellusflut 1362 wurde die erste Siedlung Dangast, die einige hundert Meter nordwestlich des heutigen Ortes lag, zerstört und mit ihr der Stammsitz des friesischen Häuptlingsgeschlechts der Wimekinge, aus dem Edo Wiemken der Ältere (Häuptling von Rüstringen ca. 1354/1378 bis 1415) hervorging. Nach der Marcellusflut wurde Dangast an flutgeschützter Stelle auf dem Südhang eines eiszeitlichen Geestrückens neu gegründet. Dank dieser Lage ist Dangast heute einer der wenigen Plätze an der deutschen Nordseeküste, an dem der Bau eines Schutzdeiches nicht erforderlich ist. Der hierdurch ermöglichte „deichlose Meerblick“ gehört zu den wichtigsten Attraktionen des Ortes.

Um 1795 beschloss Graf Gustav Friedrich Wilhelm Bentinck, ein Seebad nach englischem Vorbild anzulegen. Schon 1797 wurde berichtet, dass Dangast gern von Badegästen aufgesucht werde. Die provisorischen Anlagen wurden in den Jahren 1804 bis 1865 durch die endgültigen, überwiegend bis heute erhaltenen Baulichkeiten ersetzt. 1874 übernahm der Wilhelmshavener Bauunternehmer Linde die See-Badeanstalt Dangast. Er ließ die vorhandenen Einrichtungen renovieren und baute ein weiteres Logierhaus für Gäste.

Dangast ist seit langem ein beliebter Wohnort und Treffpunkt von Künstlern.

Schwimmendes Moor in Sehestedt am Jadebusen und Deichschafe

Ein weltweit einzigartiges Kleinod befindet sich in der Gemeinde Jade in Sehestedt: Das Schwimmende Moor.

Dieses aussendeichs gelegene Hochmoor ist der Rest eines ehemals riesigen Hochmoorgebietes, das in den vergangenen Jahrhunderten weite Teile der Wesermarsch bedeckte.

Durch den Bau des Deiches um 1725 wurde dieser Moorbereich vom restlichen Moor abgetrennt und ist seitdem den Naturgewalten von Sturm und Meer ausgesetzt.

Bei hochauflaufenden Sturmfluten hebt sich das Moor in seiner Gesamtheit an: Es " schwimmt".

Um das Schwimmende Moor herum führt ein 5 km langer Rundwanderweg, der "SalzwiesenErlebnispfad". Auf diesem Weg mitten durch den Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer ist das Leben am und im Watt, die Flora und Fauna der Salzwiesen sowie die Be- und Entwässerung der Landschaft hinter dem Deich auf über 30 Tafeln dargestellt.

Eckwarderhörne liegt direkt am Wasser und ist schon von weither durch sein Wahrzeichen, das Oberfeuer Preußeneck, zu identifizieren. Der Strand gilt als Geheimtipp für Badegäste und El Dorado für Windsurfer. Mit großzügiger Liegewiese und flach abfallendem Strand ist das Badevergnügen garantiert. Beste Sicht auf den Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und traumhafte Sonnenuntergänge gehören hier zum täglichen Programm.

An Butjadingens "Zipfel" (Eckwarderhörne) befindet sich der 1962 erbaute Leuchtturm "Oberfeuer Preußeneck". Dieser diente 50 Jahre lang den Seefahrern als Oberfeuer und wies den Seeleuten den Weg nach Wilhelmshaven.

Das mit einem Kostenaufwand von über 300.000 Euro sanierte Oberfeuer „Preußeneck“ in Eckwarderhörne entwickelt sich zu einem Touristenmagneten. Der Turm sollte nach der Außerdienststellung abgerissen werde und erst das Aufbegehren einer Bürgerinitiative hat dies verhindert.

Der knapp 45 Meter hohe und 2017 komplett sanierte Leuchtturm ist der mit Abstand höchste Punkt in Butjadingen.





Freitag, 29. September 2023

Ausflug ins Ammerland


Residenzstadt Rastede

Rastede nennt sich "Residenzstadt", Lästermäuler hingegen sprechen vom "Potsdam von Oldenburg".


Das Schloss befindet sich noch heute in Familienbesitz.

Das Schloss in Rastede war einst die Sommerresidenz der Großherzöge von Oldenburg. Es steht auf uralten Grundmauern, denn dort, wo sich heute das Schlossgebäude erstreckt, befand sich einst das Abtshaus des bedeutenden Rasteder Benediktinerklosters von 1091. Dieses Kloster war lange Jahrhunderte das kulturelle Zentrum der alten Grafschaft Oldenburg gewesen.

Als 1529 unter Graf Anton Günther die Reformation in Oldenburg Einzug hielt, wurden die Mönche abgefunden und die Klostergüter vom Grafenhaus eingezogen. Seitdem wohnten die Grafen von Oldenburg hier auch zeitweise.

Graf Anton Günther residierte gern in Rastede und ließ sich über dem bis heute existenten Keller des ehemaligen Abtshauses ein „Lust- und Jagdhaus“ errichten. Er verstarb 1667 in Rastede als letzter Graf von Oldenburg.

Wegen der engen Verwandtschaft der Oldenburger mit dem dänischen Königshaus wurde die Grafschaft an die dänische Krone vererbt. Aber auch während der Dänenzeit diente das Haus als herrschaftliche Residenz. Prinzessin Eleonore von Holstein-Beck wurde 1744 in der Krypta der St.-Ulrichs-Kirche bestattet.

Da die Dänen aber insgesamt wenig Interesse an ihrer Oldenburger Exklave hatten, war es nicht verwunderlich, dass sie Mitte des 18. Jahrhunderts die Residenz verkauften.

Der neue Besitzer, Justizrat von Römer, ließ die noch stehenden Klostergebäude leider abreißen, um sich einen repräsentativen Landsitz zu gestalten. Nach seinem Tod 1777 kaufte der spätere Großherzog Peter Friedrich Ludwig das alte Klostergut zurück und ließ das Haus durch Umbau weitgehend in seinen jetzigen Zustand versetzen. Hier erkennt man mühelos die Handschrift der klassizistischen Bauherrn wieder, die auch die Stadt Oldenburg in ihrem Erscheinungsbild geprägt haben.

Das Areal der ehemaligen Klosteranlage wurde nun im Sinne der herzoglichen Residenz ausgestaltet und abgerundet. So entstanden hier nach 1780 links des Hauptgebäudes der Marstall und rechts das Kavalierhaus, die Torhäuser und der Venustempel im Schlossgarten - und ein großzügig geschnittener Landschaftspark.

Bis zum Ende der Monarchie in Deutschland nach der Novemberrevolution von 1918 diente das Schloss den Großherzögen von Oldenburg als Sommerresidenz.

Das Schloss befindet sich noch heute im Familienbesitz und ist für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.

Gegenüber vom Schloss befindet sich das Palais Rastede.

Eingebettet in einer kleinen Parkanlage im Stil des englischen Landschaftsgartens liegt das Palais gegenüber dem Schloss Rastede. Das Ensemble, zu dem einige Nebengebäude und der umliegende Palaisgarten zählen, gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Oldenburger Landes und ist insoweit auch eines der repräsentativsten Bauwerke im Landkreis Ammerland.

Das Palais wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom herzoglichen Reisemarschall Graf Schmettau als Landhaus erbaut.

Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg erwarb das Palais 1822 zur Erweiterung der Hofhaltung für den Erbprinzen. 1882 wurde es von Großherzog Nikolaus Friedrich Peter erweitert und im Sinne des Historismus zum heutigen Erscheinungsbild umgebaut.

Schon bevor das Palais mit seinen Nebengebäuden und dem umliegenden Garten 2018 in ihren Besitz überging, hatte die Gemeinde Rastede das Ensemble seit 1971 Schritt für Schritt angepachtet, um es im Laufe der 1980er-Jahre zu restaurieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im „Goldenen Salon“ des Palais werden standesamtliche Trauungen durchgeführt, in einem Nebengebäude ist das Gemeindearchiv untergebracht und das historische Gebäude selbst dient seit langem als Austragungsort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen.

Heute finden hier wechselnde Kunstausstellungen, Konzerte oder Lesungen statt. Seit 1999 gestaltet der Kunst- und Kulturkreis Rastede (KKR) das im Palais präsentierte Programm, bestehend aus wechselnden Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Kursen und Workshops. Außerdem dient das Palais seit mehr als 25 Jahren dem Zimmertheater "Orlando" als Bühne für ihre jährlich wechselnden Produktionen.

Im Jahr 2012 eröffnete die Dauerausstellung "Rastede - eine Sommerresidenz".

Das Palais ist seit dem 01. Januar 2018 im Besitz der Gemeinde Rastede. Die weitere Instandsetzung des Ensembles und seine nachhaltige Etablierung als kultureller und touristischer Ankerpunkt sind Ziele, die eng mit dem Erwerb der Immobilie verknüpft waren.

Karte:


Am Zwischenahner Meer - Bad Zwischenahn -

Mit einer Wasserfläche von 5,5 km² (550 ha) ist das Zwischenahner Meer nach dem Steinhuder Meer und dem Dümmer der drittgrößte Binnensee Niedersachsens. Der Nord-Süd-Durchmesser beträgt 2,8 Kilometer, der Ost-West-Durchmesser etwa 2 Kilometer. Er hat einen Umfang von 11 Kilometer. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 3,3 Meter, die tiefste Stelle oberhalb einer Faulschlammschicht liegt bei etwa 5,5 bis 6,0 Meter. Die Faulschlammschicht hat eine Dicke von etwa 4 bis 6 Metern. Der Pegel befindet sich auf 5 m ü. NN.


Auf dem See wird hauptsächlich nach Aalen gefischt, die geräuchert als Räucheraal eine der kulinarischen Spezialitäten der Region darstellen. In die Netze gehen aber auch Wollhandkrabben und Karpfen.

Gemäß einer norddeutschen Legende ist die Entstehung des Sees ein Teufelswerk (Düwelswark). Demnach versuchte der Teufel einen Kirchenbau in Oldenburg zu unterbinden und diesen zu zerstören. In der Nähe von Zwischenahn riss er ein großes Stück Wald aus und flog in Richtung Oldenburg, um damit die Kirche zu treffen. Auf dem Weg nach Oldenburg wurde der Düwel von drei krähenden Hähnen jedoch so durcheinandergebracht, dass er den Weg verlor. Kurz vor der Stadtgrenze ließ er das ausgerissene Waldstück fallen. An dieser Stelle entstanden so der Kleine und Große Wildenloh, auf sandigem Untergrund wachsende Waldflächen. Die Stelle, an der der Wald herausgerissen wurde, bildet heute das Zwischenahner Meer.

Das seit 1910 bestehende Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus ist eine Bauernhofanlage, die heute aus insgesamt 17 Häusern und Nebengebäuden besteht. Hauptgebäude ist ein original Ammerländer Buurnhus, das im Kern aus der Zeit um 1695 stammt. Weitere Gebäude kamen zwischen 1910 und 2013 von anderen Standorten der Gemeinde auf das Museumsgelände. Das Museum zeigt die bäuerliche Lebenskultur der Zeit um 1700.

Die Windmühle im Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn ist eine zweigeschossige Galeriekappenwindmühle (Holländer). Sie stammt aus dem Jahre 1811 und wurde zunächst im benachbarten Westerstede aufgebaut. Nach wiederholtem Besitzerwechsel war ihr letzter Standort in Hüllstede in der Nähe von Westerstede. Dort drohte sie nach ihrer Stillegung im Jahre 1958 zu verfallen und wurde 1960 zur Rettung in das Freilichtmuseum nach Bad Zwischenahn versetzt. In der Mühle gibt es einen funktionsfähigen Mahlgang zum Schroten sowie einen Kollergang, der zur Ölherstellung gebraucht wird. Die Flügel der Mühle sind 11,20 Meter lang, die Gesamthöhe der Mühle bis Kappenfirst beträgt 21 Meter.

Im Areal des Ammerländer Bauernhauses / des Spiekers gibt es auch das urige Restaurant Spieker (man sieht es im Film). Eine der Spezialitäten ist der Räucheral (Smoortaal) aus dem Zwischenahner Meer.

Karte:


Donnerstag, 16. März 2023

Bad Zwischenahn im Ammerland

Am Zwischenahner Meer - Bad Zwischenahn -

Das Zwischenahner Meer ist ein See in der Gemeinde Bad Zwischenahn im Landkreis Ammerland in Niedersachsen. Er liegt zwischen dem Hauptort Bad Zwischenahn im Süden und dem Ortsteil Dreibergen im Norden. Der See wird auch als Perle des Ammerlandes bezeichnet. Der Name Zwischenahner Meer setzte sich erst Anfang des 19. Jahrhunderts durch, vorher wurde der See als "Elmendorfer" oder "Ammersches Meer" bezeichnet.


Mit einer Wasserfläche von 5,5 km² (550 ha) ist das Zwischenahner Meer nach dem Steinhuder Meer und dem Dümmer der drittgrößte Binnensee Niedersachsens. Der Nord-Süd-Durchmesser beträgt 2,8 Kilometer, der Ost-West-Durchmesser etwa 2 Kilometer. Er hat einen Umfang von 11 Kilometer. Die durchschnittliche Wassertiefe beträgt 3,3 Meter, die tiefste Stelle oberhalb einer Faulschlammschicht liegt bei etwa 5,5 bis 6,0 Meter. Die Faulschlammschicht hat eine Dicke von etwa 4 bis 6 Metern. Der Pegel befindet sich auf 5 m ü. NN.

Auf dem See wird hauptsächlich nach Aalen gefischt, die geräuchert als Räucheraal eine der kulinarischen Spezialitäten der Region darstellen. In die Netze gehen aber auch Wollhandkrabben und Karpfen.

Gemäß einer norddeutschen Legende ist die Entstehung des Sees ein Teufelswerk (Düwelswark). Demnach versuchte der Teufel einen Kirchenbau in Oldenburg zu unterbinden und diesen zu zerstören. In der Nähe von Zwischenahn riss er ein großes Stück Wald aus und flog in Richtung Oldenburg, um damit die Kirche zu treffen. Auf dem Weg nach Oldenburg wurde der Düwel von drei krähenden Hähnen jedoch so durcheinandergebracht, dass er den Weg verlor. Kurz vor der Stadtgrenze ließ er das ausgerissene Waldstück fallen. An dieser Stelle entstanden so der Kleine und Große Wildenloh, auf sandigem Untergrund wachsende Waldflächen. Die Stelle, an der der Wald herausgerissen wurde, bildet heute das Zwischenahner Meer.

Das Ammerländer Bauernhausmuseum in Bad Zwischenahn

Das seit 1910 bestehende Freilichtmuseum Ammerländer Bauernhaus ist eine Bauernhofanlage, die heute aus insgesamt 17 Häusern und Nebengebäuden besteht. Hauptgebäude ist ein original Ammerländer Buurnhus, das im Kern aus der Zeit um 1695 stammt. Weitere Gebäude kamen zwischen 1910 und 2013 von anderen Standorten der Gemeinde auf das Museumsgelände. Das Museum zeigt die bäuerliche Lebenskultur der Zeit um 1700.


Mühle im Kurpark:

Die Windmühle im Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn ist eine zweigeschossige Galeriekappenwindmühle (Holländer). Sie stammt aus dem Jahre 1811 und wurde zunächst im benachbarten Westerstede aufgebaut. Nach wiederholtem Besitzerwechsel war ihr letzter Standort in Hüllstede in der Nähe von Westerstede. Dort drohte sie nach ihrer Stillegung im Jahre 1958 zu verfallen und wurde 1960 zur Rettung in das Freilichtmuseum nach Bad Zwischenahn versetzt. In der Mühle gibt es einen funktionsfähigen Mahlgang zum Schroten sowie einen Kollergang, der zur Ölherstellung gebraucht wird. Die Flügel der Mühle sind 11,20 Meter lang, die Gesamthöhe der Mühle bis Kappenfirst beträgt 21 Meter.

Im Areal des Ammerländer Bauernhauses / des Spiekers gibt es auch das urige Restaurant Spieker (man sieht es im Film). Eine der Spezialitäten ist der Räucheraal (Smoortaal) aus dem Zwischenahner Meer.

Mehr aus dem Ammerland: Residenzstadt Rastede

Sonntag, 26. Februar 2023

Residenzstadt Rastede im Ammerland

Vor den Toren der Universitätsstadt Oldenburg, eingebettet in die grüne Parklandschaft des Ammerlandes, liegt der reizvolle Residenzort Rastede. Schon die Oldenburger Herzöge wussten die Vorzüge der Gegend zu schätzen und wählten Rastede zu ihrer Sommerresidenz.


Das Schloss befindet sich noch heute in Familienbesitz.

Das Schloss in Rastede war einst die Sommerresidenz der Großherzöge von Oldenburg. Es steht auf uralten Grundmauern, denn dort, wo sich heute das Schlossgebäude erstreckt, befand sich einst das Abtshaus des bedeutenden Rasteder Benediktinerklosters von 1091. Dieses Kloster war lange Jahrhunderte das kulturelle Zentrum der alten Grafschaft Oldenburg gewesen.

Als 1529 unter Graf Anton Günther die Reformation in Oldenburg Einzug hielt, wurden die Mönche abgefunden und die Klostergüter vom Grafenhaus eingezogen. Seitdem wohnten die Grafen von Oldenburg hier auch zeitweise.

Graf Anton Günther residierte gern in Rastede und ließ sich über dem bis heute existenten Keller des ehemaligen Abtshauses ein „Lust- und Jagdhaus“ errichten. Er verstarb 1667 in Rastede als letzter Graf von Oldenburg.

Wegen der engen Verwandtschaft der Oldenburger mit dem dänischen Königshaus wurde die Grafschaft an die dänische Krone vererbt. Aber auch während der Dänenzeit diente das Haus als herrschaftliche Residenz. Prinzessin Eleonore von Holstein-Beck wurde 1744 in der Krypta der St.-Ulrichs-Kirche bestattet.

Da die Dänen aber insgesamt wenig Interesse an ihrer Oldenburger Exklave hatten, war es nicht verwunderlich, dass sie Mitte des 18. Jahrhunderts die Residenz verkauften.

Der neue Besitzer, Justizrat von Römer, ließ die noch stehenden Klostergebäude leider abreißen, um sich einen repräsentativen Landsitz zu gestalten. Nach seinem Tod 1777 kaufte der spätere Großherzog Peter Friedrich Ludwig das alte Klostergut zurück und ließ das Haus durch Umbau weitgehend in seinen jetzigen Zustand versetzen. Hier erkennt man mühelos die Handschrift der klassizistischen Bauherrn wieder, die auch die Stadt Oldenburg in ihrem Erscheinungsbild geprägt haben.

Das Areal der ehemaligen Klosteranlage wurde nun im Sinne der herzoglichen Residenz ausgestaltet und abgerundet. So entstanden hier nach 1780 links des Hauptgebäudes der Marstall und rechts das Kavalierhaus, die Torhäuser und der Venustempel im Schlossgarten - und ein großzügig geschnittener Landschaftspark.

Bis zum Ende der Monarchie in Deutschland nach der Novemberrevolution von 1918 diente das Schloss den Großherzögen von Oldenburg als Sommerresidenz.

Das Schloss befindet sich noch heute im Familienbesitz und ist für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich.

Gegenüber vom Schloss befindet sich das Palais Rastede.

Das Palais wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom herzoglichen Reisemarschall Graf Schmettau als Landhaus erbaut.

Herzog Peter Friedrich Ludwig von Oldenburg erwarb das Palais 1822 zur Erweiterung der Hofhaltung für den Erbprinzen. 1882 wurde es von Großherzog Nikolaus Friedrich Peter erweitert und im Sinne des Historismus zum heutigen Erscheinungsbild umgebaut.

Heute finden hier wechselnde Kunstausstellungen, Konzerte oder Lesungen statt.

Im Jahr 2012 eröffnete die Dauerausstellung "Rastede - eine Sommerresidenz".

Das Palais ist seit dem 01. Januar 2018 im Besitz der Gemeinde Rastede.
Vor über 950 Jahren wurde die St.-Ulrichs-Kirche mit der Krypta unter dem Chorraum erbaut. Die frühromanische dreischiffige Hallenkrypta gehört zum ältesten Bestand der Kirche – einzigartig für eine nordwestdeutsche Pfarrkirche. Jeden ersten Sonntag im Monat werden von Mai bis Oktober um 16 Uhr Führungen angeboten.

Die St.-Ulrichs-Kirche wurde im Jahr 1059 von Graf Huno von Oldenburg und seiner Gattin Willa zu Ehren des Heiligen Ulrich von Augsburg gegründet. Sie ist damit, nach der Wiefelsteder St.-Johannes-Kirche, die zweitälteste Kirchengründung des Ammerlandes. Sie (oder ein Vorgängerbau des heutigen Gotteshauses) wurde am 11. November 1059 geweiht, auf den Tag 66 Jahre nach der Heiligsprechung ihres Namensgebers. Das Stiftungsjahr der Kirche gilt auch als das Gründungsjahr des Ortes Rastede.

Die seit 1524 lutherische St.-Ulrichs-Kirche in Rastede, deren Stiftung am 11. September 1059 bestätigt wurde, ist eine Einraum-Kirche mit Krypta, innen 26,50 m lang und 9,50 m breit. Ihr Turm im Westen ist 34,50 m hoch. Der freistehende Glockenturm im Südwesten der Kirche aus dem 15. Jahrhundert ist 17,00 m hoch und birgt drei Glocken. Die älteste Glocke wurde 1498 von Johannes Frese aus Osnabrück gegossen und hat den Schlagton e'. Die zweite Glocke, die letzte bekannte Arbeit Freses, wurde 1522 gegossen und hat den Schlagton d'. Die dritte Glocke fertigte 1992 die Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn (Lahn-Dill-Kreis); sie hat den Schlagton g'.

Die St.-Ulrichs-Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte eine Reihe von Erweiterungen, Umbauten und Restaurierungen erfahren.

Das vom gräflich-oldenburgischen Bereiter Reinhard Schröder (1594 - 1662) gestiftete Altarretabel wurde 1636 von der Hugenottin Lucretia de Saint Simon geschaffen, unter Verwendung von gotischen Apostelfiguren eines Vorgängeraltars.

Donnerstag, 16. September 2021

Im Ammerland (Teil 2: Bad Zwischenahn)

Bad Zwischenahn an einem Regentag. Wir besuchen den Spieker und das Ammerländer Bauernhausmuseum.


Mühle im Kurpark:
Die Windmühle im Freilichtmuseum in Bad Zwischenahn ist eine zweigeschossige Galeriekappenwindmühle (Holländer). Sie stammt aus dem Jahre 1811 und wurde zunächst im benachbarten Westerstede aufgebaut. Nach wiederholtem Besitzerwechsel war ihr letzter Standort in Hüllstede in der Nähe von Westerstede. Dort drohte sie nach ihrer Stillegung im Jahre 1958 zu verfallen und wurde 1960 zur Rettung in das Freilichtmuseum nach Bad Zwischenahn versetzt. In der Mühle gibt es einen funktionsfähigen Mahlgang zum Schroten sowie einen Kollergang, der zur Ölherstellung gebraucht wird. Die Flügel der Mühle sind 11,20 Meter lang, die Gesamthöhe der Mühle bis Kappenfirst beträgt 21 Meter.
Im Areal des Ammerländer Bauernhauses / des Spiekers gibt es auch das urige Restaurant Spieker (man sieht es auch im Film). Eine der Spezialitäten ist der Räucheral (Smoortaal) aus dem Zwischenahner Meer.
Sie gehören zum Bild von Bad Zwischenahn: Die Skulpturen des Ateliers Gerz aus Nomborn (Westerwald), etwa "Der Flötenspieler und der Lauscher" im Kurpark.



Im Ammerland (Teil 1: Rastede)

Von diesen Kopfsteinpflasterstraßen gibt es noch viele im Ammerland. Und sie sind und bleiben ein Stein des Anstoßes. Die breite Mehrheit plädiert für eine Schwarzdecke, während eine Minderheit sich mit gleicher Entschiedenheit für die Pflasterung stark macht. Aber diese straßen sind schlecht, das ist nicht nur Meinung der unter dem Lärm leidenden Anlieger, sondern auch vieler Fahrer, für die diese Pisten gerade bei Regen zu tückischen Rutschbahnen werden.

So wie auch von unserem Urlaubsort Sillenstede in Friesland so eine tückische Piste ins benachbarte Fedderwarden (Wilhelmshaven) führt. Ich hasse sie bei Regen!


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Rastede im Ammerland

Rastede: Wir besuchen den Schloßpark und den gegenüberliegenden Palais-Garten. Rastede nennt sich "Residenzstadt", Lästermäuler hingegen sprechen vom "Potsdam von Oldenburg".


Das Schloss in Rastede war für lange Zeit die Residenz der Grafen und Großherzöge des Hauses Oldenburg und befindet sich noch heute in Familienbesitz. Das Gebäude ist beispielhaft für den Oldenburger Klassizismus, der durch den Herzog Peter Friedrich Ludwig nach Oldenburg gebracht wurde und auch der wichtigste Profanbau im Ammerland. Das der Öffentlichkeit leider nicht zugängliche Schloss liegt inmitten einer Parklandschaft im englischen Stil.

Eingebettet in einem ausgedehnten Englischen Park inmitten Rastedes liegt das Schloss heute unweit der nordsüdlichen Ortsdurchfahrt, der Oldenburger Straße. Das Rasteder Schloss ist der erste profane klassizistische Bau im Oldenburger Land. Zuvor standen hier das Abtshaus des Benediktinerklosters Rastede und das Lustschloss Graf Anton Günthers von Oldenburg.

Der heutige Bau geht zurück auf ein seit 1756 erbautes barockes Landschloss, das 1779-1791 auf Veranlassung Herzog Peter Friedrich Ludwigs klassizistisch umgebaut worden ist (Architekt J.G. Becker). Der 11-achsige Bau mit zwei Stockwerken und Mezzaningeschoss besitzt an der Hauptfassade einen Mittelrisalit mit Dreiecksvergiebelung und vorgelagertem Portikus mit gekuppelten toskanischen Säulen. In den Portikus führen zwei seitliche Rampen, an deren Ende jeweils eine Sphinx hockt.

Das Schloss heute:

Das Schloss ist Eigentum seiner königlichen Hoheit des Großherzogs Christian von Oldenburg und dient ihm sowie seiner Familie bei gelegentlichen Aufenthalten als Wohnsitz. Ein regelmäßiger Anlass dazu sind die international besetzten „Rasteder Musiktage“, deren Schirmherr der Herzog ist.

Herzogin Caroline von Oldenburg führt die interessierte Öffentlichkeit jährlich zu bestimmten Terminen durch die Innenräume des Schlosses. Sie und Herzog Christian sind zudem Gastgeber des berühmten Empfangs zum jährlich stattfindenden Landesreitturnier.

Der Palaisgarten:

Die Ursprünge des Palais liegen in einem Landhaus, das nach 1788 für Detlef Hans Graf von Schmettau umgebaut wurde. Herzog Peter Friedrich Ludwig erwarb das Gebäude 1822, um es zu einem Erbprinzenpalais herzurichten.

Eingebettet in einer kleinen Parkanlage im Stil des englischen Landschaftsgartens liegt das Palais gegenüber dem Schloss Rastede. Das Ensemble, zu dem einige Nebengebäude und der umliegende Palaisgarten zählen, gehört zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern des Oldenburger Landes und ist insoweit auch eines der repräsentativsten Bauwerke im Landkreis Ammerland.


Heute wird es vom Kunst- und Kulturkreis Rastede e.V. unterhalten, der regelmäßige Kunstaustellungen sowie die Dauerausstellung „Rastede – eine Sommerresidenz“ veranstaltet.

Schon bevor das Palais mit seinen Nebengebäuden und dem umliegenden Garten 2018 in ihren Besitz überging, hatte die Gemeinde Rastede das Ensemble seit 1971 Schritt für Schritt angepachtet, um es im Laufe 1980er-Jahre zu restaurieren und für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Im „Goldenen Salon“ des Palais werden standesamtliche Trauungen durchgeführt, in einem Nebengebäude ist das Gemeindearchiv untergebracht und das historische Gebäude selbst dient seit langem als Austragungsort für verschiedene kulturelle Veranstaltungen.

Seit 1999 gestaltet der Kunst- und Kulturkreis Rastede (KKR) das im Palais präsentierte Programm, bestehend aus wechselnden Ausstellungen, Theateraufführungen, Konzerten, Lesungen, Vorträgen, Kursen und Workshops. Außerdem dient das Palais seit mehr als 25 Jahren dem Zimmertheater "Orlando" als Bühne für ihre jährlich wechselnden Produktionen.

Die weitere Instandsetzung des Ensembles und seine nachhaltige Etablierung als kultureller und touristischer Ankerpunkt sind Ziele, die eng mit dem Erwerb der Immobilie verknüpft waren. Bis 2022 ist eine Sanierung und Umgestaltung geplant, die mit 1,44 Millionen Euro vom Bund gefördert wird.

Vor über 950 Jahren wurde die St.-Ulrichs-Kirche mit der Krypta unter dem Chorraum erbaut. Die frühromanische dreischiffige Hallenkrypta gehört zum ältesten Bestand der Kirche – einzigartig für eine nordwestdeutsche Pfarrkirche. Jeden ersten Sonntag im Monat werden von Mai bis Oktober um 16 Uhr Führungen angeboten.

Die St.-Ulrichs-Kirche wurde im Jahr 1059 von Graf Huno von Oldenburg und seiner Gattin Willa zu Ehren des Heiligen Ulrich von Augsburg gegründet. Sie ist damit, nach der Wiefelsteder St.-Johannes-Kirche, die zweitälteste Kirchengründung des Ammerlandes. Sie (oder ein Vorgängerbau des heutigen Gotteshauses) wurde am 11. November 1059 geweiht, auf den Tag 66 Jahre nach der Heiligsprechung ihres Namensgebers. Das Stiftungsjahr der Kirche gilt auch als das Gründungsjahr des Ortes Rastede.

Die seit 1524 lutherische St.-Ulrichs-Kirche in Rastede, deren Stiftung am 11. September 1059 bestätigt wurde, ist eine Einraum-Kirche mit Krypta, innen 26,50 m lang und 9,50 m breit. Ihr Turm im Westen ist 34,50 m hoch. Der freistehende Glockenturm im Südwesten der Kirche aus dem 15. Jahrhundert ist 17,00 m hoch und birgt drei Glocken. Die älteste Glocke wurde 1498 von Johannes Frese aus Osnabrück gegossen und hat den Schlagton e'. Die zweite Glocke, die letzte bekannte Arbeit Freses, wurde 1522 gegossen und hat den Schlagton d'. Die dritte Glocke fertigte 1992 die Glocken- und Kunstgießerei Rincker in Sinn (Lahn-Dill-Kreis); sie hat den Schlagton g'.

Die St.-Ulrichs-Kirche hat im Laufe ihrer Geschichte eine Reihe von Erweiterungen, Umbauten und Restaurierungen erfahren.

Montag, 15. Juli 2019

Emsland und Ammerland


Die Wittelsbacher im Norden - Emsland

Schloß Clemenswerth, bei Sögel, südlich von Papenburg, Emsland, Niedersachsen; Jagdschloß des Kölner Erzbischofs (Fürstbischof) Clemens August aus dem Hause Wittelsbach (Bayern). Ja, der Bursche, der da hoch im Norden auf dem Sockel steht, das ist wahrhaftig ein Bajuware: Clemens August Ferdinand Maria Hyazinth von Bayern (* 16. August 1700 in Brüssel; † 6. Februar 1761 in Koblenz). Er war als Clemens August I. von 1723 bis 1761 Erzbischof von Köln und damit gleichzeitig Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches, Landesherr des zugehörigen Erzstifts sowie der Nebenländer Recklinghausen und Westfalen. Außerdem war er Legatus natus des Heiligen Apostolischen Stuhls zu Rom, Hochmeister des Deutschen Ordens, Fürstbischof von Regensburg, Münster, Osnabrück, Paderborn und Hildesheim sowie Inhaber anderer kirchlicher Würden.

Papenburg, Deutschlands älteste Fehnsiedlung

Papenburg ist die nördlichste Stadt des Emslandes. An der Grenze zu Ostfriesland gelegen, werden dort bereits seit Jahrhunderten Schiffe gebaut. Während es heute die Kreuzfahrtriesen aus der Meyer Werft sind, die in Papenburg entstehen, waren es früher kleine Schiffe wie Tjalk, Schoner und Brigg, die zum Warenverkehr mit anderen Orten genutzt wurden.


Die Geschichte Papenburgs ist eng mit dem Torfabbau verknüpft. Nachdem Dietrich von Velen das "Gut Papenburg" im Dezember 1630 von Friedrich von Schwarzenberg erworben hatte, ließ er zur Entwässerung Kanäle, sogenannte Wieken, ziehen. Damit legte er den Grundstein für die Erschließung der bis dahin unzugänglichen emsländischen Moore. Die Kanäle nutzte er gleichzeitig, um den Torf mit schmalen Schiffen zu den ostfriesischen Ziegeleien zu liefern. So wurde Papenburg zur ersten Moorkolonie Deutschlands.

Binnenkanäle mit einer Gesamtlänge von mehr als 40 Kilometern führen bis ins Zentrum der Stadt, die deshalb auch "Venedig des Nordens" genannt wird.

Im Ammerland - Residentstadt Rastede (Schloßpark und Palais-Garten) und Bad Zwischenahn (letzteres an einem Regentag - Zwischenahner Meer, Kurpark und Spieker, das Freilichtmuseum


Das Ammerland ist eine Teillandschaft der Oldenburger Geest. Das Ammerland ist wie kaum eine andere Region mit zahlreichen wunderschönen Parks und Gärten ausgestattet. In der Mitte der Region liegt das Zwischenahner Meer. Es ist nach dem Dümmer und dem Steinhuder Meer das drittgrößte Binnengewässer Niedersachsens.


Rastede nennt sich Residenzstadt, weshalb es Spötter oft "Das Potsdam von Oldenburg" nennen.

Im Palais-Garten von Rastede im Ammerland kann man ganz toll Hochzeitsfotos machen. Eine herrliche Kulisse.




Sonntag, 20. Mai 2018

Rastede und Bad Zwischenahn im Ammerland


Rastede - Wir besuchen den Schloßpark und den gegenüberliegenden Palais-Garten. Rastede nennt sich "Residenzstadt", Lästermäuler hingegen sprechen vom "Potsdam von Oldenburg".



Karte:


Der Palaisgarten ist eine optimale Location für Hochzeitsfotos.


Unser Logis- und Gastrotipp fürs Ammerland: "Zum Zollhaus" in Rastede - http://www.zumzollhaus.de/


Von Rastede ist es nicht weit bis Bad Zwischenahn. Auch bei Regen einen Besuch wert: Der Spieker in Bad Zwischenahn, ein jahrhundertealtes Bauernhausensemble.



Montag, 3. Juli 2017

Unterwegs im Ammerland


Das Ammerland ist eine Teillandschaft der Oldenburger Geest und Namensgeber des Landkreises Ammerland. Sie liegt im Nordwesten Niedersachsens unmittelbar nordwestlich der Stadt Oldenburg. Das Ammerland erstreckt sich von Halsbek im Norden bis Apen im Südwesten und Bad Zwischenahn im Süden. Die Kreisstadt Westerstede liegt südwestlich des Zentrums.

Rastede

Wir besuchen den Schloßpark und den gegenüberliegenden Palais-Garten. Rastede nennt sich "Residenzstadt", Lästermäuler hingegen sprechen vom "Potsdam von Oldenburg".


Bad Zwischenahn

Bad Zwischenahn an einem Regentag. Wir besuchen den Spieker und das Ammerländer Bauernhausmuseum.


Montag, 27. April 2015

Samstag, 12. Juli 2014

Wilhelmshaven und mehr (nicht nur vom Meer)


Wilhelmshaven, immer wieder von uns gerne besucht. Obgleich die Stadt so viele soziale Probleme hat. Oder trotzdem. Das Marinemuseum gehört immer dazu und auch der Helgolandkai.

Wilhelmshaven - maritime Impressionen von Kaiser-Wilhelmbrücke und Marinemuseum am Bontekai (Südstrand) sowie vom Helgolandkai am Jadebusen. Die Aufnahmen entstanden im Juli 2010. Tagsüber waren es 39 Grad Celsius gewesen und auch abends in der Seebrise noch 28 Grad. Die waren richtig angenehm.


Nordseeküste - Wilhelmshaven - Marinemuseum - Helgolandkai by Franz Roth

Und mit dem Helgolandkai geht es im nächsten Clip gleich weiter. Diesmal aber im Regen.

Ein Regentag im "Hohen Norden! Wir sind in Wilhelmshaven am Helgolandkai, in Mariensiel, beim Schloß zu Jever und im Kurpark von Bad Zwischenahn im Ammerland. Das Video entstand 2013.


Ein Regentag in Wilhelmshaven, in Jever und im Ammerland by Franz Roth


Der Pfau im Rehen leitet über zu unserem Bummel durch Jever in diesem Jahr. Viel besser war das Wetter nicht, aber es nieselte nur dezent und goß nicht in Strömen.


Jever - Friesland by Franz Roth


Zurück nach Wilhelmshaven: Dazu gehören auch einige interessante Örtlichkeiten außerhalb des Stadtzentrums. Etwa in Sengwarden.


Neben der Windmühle ist auch die Kirche Sankt Georg sehenswert.


Kirche Sankt Georg in Sengwarden (Wilhelmshaven) by Franz Roth

Auch die Burg Kniphausen (gehört zum Stadtteil Fedderwarden lohnt einen Besuch.



Burg Kniphausen bei Wilhelmshaven by Franz Roth