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Dienstag, 5. Dezember 2017

Im Bitscherland - Le Pays de Bitche


Bitche (dt. und lothr. Bitsch) ist eine französische Gemeinde mit 5183 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines, ist Hauptort des Kantons Bitche und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Bitche (Bitscher Land). Die Einwohner nennen sich Bitchois, Spitzname: "Rampartritscher". Die Kleinstadt Bitsch liegt im Bitscherland, unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz (20 km südlich von Hornbach, 30 km südlich von Zweibrücken). Die umliegende waldreiche Region, das „Bitscher Land“, ist nach ihr benannt. Der Ort wird von einem Sandsteinplateau überragt, auf und in dem die Zitadelle von Bitsch errichtet wurde. Die Zitadelle wurde 1979 als Monument historique eingestuft und ist heute ein Freilichtmuseum.

Haspelschiedt (deutsch Haspelscheidt) ist eine französische Gemeinde mit 289 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche. Die Gemeinde Haspelschiedt liegt im äußersten Nordosten Lothringens, nahe der Grenze zum deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Das Gemeindegebiet von Haspelschiedt ist Teil des Regionalen Naturparks Nordvogesen und des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen.


Die Zitadelle von Bitche

Die Zitadelle von Bitsch ist das stadtbildprägende Festungswerk der Stadt Bitche im Département Moselle der historischen Region Lothringen. Als Meisterwerk der militärischen Technik wurde die Zitadelle 1979 als Monument historique des Pays de Bitche eingestuft. Die Zitadelle bildet mit dem Sandsteinkegel etwa 40 m hohe senkrechte Wände. In den Felsen getriebene Souterrains boten in der Zeit bis zum 20. Jahrhundert bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung in Form von separaten Räumen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sowie für erforderliche Infrastruktureinrichtungen. Für Friedenszeiten wurden auf dem obersten Plateau zwei Kasernen (caserne de la garnison) und eine Kapelle im klassizistischen Stil errichtet. Unter der Kapelle befindet sich ein 450 m³ großes Wasserreservoir. Das Gebäude der Festungskommandantur (État-major) befindet sich gegenüber der Kapelle. Die Oberfläche der Kuppe zerfällt, wie dies bei vielen Burgen in den Nordvogesen der Fall ist (z. B. Waldeck, Falkenstein, Ramstein und andere), in drei Teile: einen mittleren größeren und, durch Schluchten davon getrennt, einen kleineren nordöstlichen – der große (grosse Tête) – und südwestlichen – der kleine Kopf (petite Tête) genannt. Der Zugang zur Feste führt über eine große Rampe mit Zugbrücke und Poterne.


Das etwa 366 m lange und 30 bis 60 m breite Sandsteinplateau, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, überragt die Umgebung von Bitsch um etwa 80 m. Es liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren bereits seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. So maß auch der für Lothringen und Bar zuständige Militärkommissar Marschall Belle-Isle Bitsch als Knotenpunkt von sechs Straßen, nämlich der von Straßburg, von Phalsbourg, von Saargemünd, von Zweibrücken, von Landau und von Wissembourg, eine derart hohe Bedeutung bei, dass eine Neubefestigung im großen Stil beschlossen wurde. Um das dazu erforderliche Geld zu erhalten, wurde eine besondere Steuer in Lothringen ausgeschrieben, da bei den verschwenderischen Hofhaltungen der Herzöge Franz III. und Stanislaus Leszczyński andere Gelder nicht flüssig waren. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Felsen großräumig von Teichen und Sumpf umgeben, was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte, da der Feind kein schweres Belagerungsmaterial in Stellung bringen konnte. Eine Markierung auf dem obersten Plateau zeigt eine Höhe über dem Meeresspiegel von 365 m an. Der Blick von der Höhe der Festung reicht in die weiten, kuppenreichen Nordvogesen.

Als Ludwig XIV. Bitsch nach dem Frieden von Nimwegen vereinnahmte, lag die Burg der Grafen von Zweibrücken-Bitsch in Ruinen, obwohl sie im Laufe ihrer Geschichte mehrmals restauriert wurde. Auf den früheren Ratschlag von Turenne hin, der während des Französisch-niederländischen Kriegs im Winter 1673–1674 sein Quartier in der Pfalz genommen hatte, beauftragte der König seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitsch uneinnehmbar zu machen. Der Festungsbau dauerte von 1683 bis 1697, und die Kosten für Frankreich beliefen sich auf 2.500.000 Livres d’or, eine riesige Summe für die damalige Zeit. Durch geschickte Geländeausnutzung gelang ihm die Anordnung von mehrstufigen Geschützetagen. Das gestufte Feuer wurde durch eine Aufteilung des Felsens in einen Hauptteil und zwei detachierte Werke, eine Lünette im Westen (Kleiner Kopf) und ein Hornwerk im Osten (Großer Kopf) gewährleistet. Die Flankensicherung wurde durch vier aus dem Hauptteil hervorspringende Basteien gewährleistet. Die Zitadelle wurde schon im Jahre 1698 als Ergebnis der Bedingungen des Friedens von Rijswijk geschleift, die Stadt Bitche an Leopold I., Herzog von Lothringen übertragen. Die Vauban'schen Befestigungen sollten abgerissen werden. Von Herbst 1697 bis Sommer 1698 sollte ein Regiment aus Flandern diese Aufgabe erledigen. Im Jahre 1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, und wieder nahm eine französische Garnison Bitsch ein. Die Soldaten begannen sofort mit dem Wiederaufbau der Befestigungsanlagen von Vauban, die kurz zuvor dem Erdboden gleichgemacht worden waren.

Sonntag, 5. November 2017

Bitche - Bitsch


Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die ab 1680 von Vauban errichtete Zitadelle. Die im Krieg von 1870/1871 genutzte Zitadelle - sie war Rückzugspunkt der Soldaten aus Froeschwiller-Woerth und Metz - hielt der Belagerung vom 8. August 1870 bis zum 26. Februar 1871 stand. Nachdem Napoléon III. die Kapitulation unterschrieben hatte, wollten die Preußen die Festung übernehmen. Commandant Teyssier lehnte aber angeblich mit den Worten ab: "Frankreich hat kapituliert, ich aber nicht". Die Festung hielt sich noch bis zum 25. März 1871. Die Preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Die Preußen nahmen die Zitadelle erst in Besitz, nachdem alle Franzosen - auch die Zivilisten - die Zitadelle verlassen hatten. Die Zitadelle kann besichtigt werden. Mittels einer Videoführung kommt man durch die im Inneren des Mauerwerks gelegenen Gänge.


Das Straßburger Tor


Rue Maréchal Foch, gesehen vom Straßburger Tor

Bitche (dt. und lothr. Bitsch) hat mal gerade 5183 Einwohner. Die Kleinstadt Bitsch liegt im Bitscherland, unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz (20 km südlich von Hornbach, 30 km südlich von Zweibrücken). Die umliegende waldreiche Region, das „Bitscher Land“, ist nach ihr benannt. Der Ort wird von einem Sandsteinplateau überragt, auf und in dem die Zitadelle von Bitsch errichtet wurde. Die Zitadelle wurde 1979 als Monument historique eingestuft und ist heute ein Freilichtmuseum. Die Einwohner nennen sich Bitchois. Spitzname: "Rampartritscher".

Der Felsen von Bitche liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren schon seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. 80 Meter überragt der steile Klotz die Ebene, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in weiten Teilen von Wasser und Sumpf umgeben war - was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte. 400 Meter lang ist das Felsplateau, nur 30 Meter breit. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein haben sich hier heftige Kämpfe abgespielt. 1634, im 30jährigen Krieg, erstürmten die Franzosen den strategischen Felsen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV beauftragte 1679 seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitche uneinnehmbar zu machen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Heute kann die gesamten Anlagen besichtigt werden,eine audiovisuelle Begehung auch der unterirdischen Gänge bietet ein eindrückliches Erlebnis der kriegerischen Vergangenheit.

Die Zitadelle von Bitsch - 2017-04-16 from Franz Roth on Vimeo.


"Frivole Genüsse" nennt sich der Skulpturengarten am Straßburger Tor in Bitche.

Bitche - Bitsch - 30.10.2017 from Franz Roth on Vimeo.


Karte:


Und er hatte vor Jahren wohl keine Lust auf Afrika ...



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Donnerstag, 14. August 2014

Im Bitscherland



Natürlich die Attraktion im Bitscherland: Die Zitadelle von Bitche (Bitsch) in Lothringen (Region Lorraine, Department Moselle, 57), erbaut vom Festungsbaumeister Vauban.


La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch by Franz Roth


Aber rund um Bitche gibt es eine Menge zu entdecken. Eingedenk des 100-sten Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges noch ein weiteres kriegerisches Ziel: Das Fort Casso, ein Fort der Maginot-Linie, in Rohrbach-les-Bitches.


Fort Casso - 2014-07-04 - 02 by Franz Roth


Wer es lieber friedfertiger mag, der ist hier gut aufgehoben:

La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche - Vosges du Nord - Bitscherland, Nordvogesen - Lorraine (Department Moselle) - Lothringen (Frankreich, France). Die Mühle von Eschweiler ist eine noch voll funktionsfähige Wassermühle. Sie beherbergt neben einem Museum eine ausgezeichnete Gastronomie.


La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche - Vosges du Nord by Franz Roth


Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.


Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum - Pays de Bitche by Franz Roth

Dienstag, 8. Juli 2014

Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche)


Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.


La Citadelle de Bitche - Die Festung Bitsch by Franz Roth

Der Felsen von Bitche liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren schon seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. 80 Meter überragt der steile Klotz die Ebene, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in weiten Teilen von Wasser und Sumpf umgeben war - was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte. 400 Meter lang ist das Felsplateau, nur 30 Meter breit. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein haben sich hier heftige Kämpfe abgespielt. 1634, im 30jährigen Krieg, erstürmten die Franzosen den strategischen Felsen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV beauftragte 1679 seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitche uneinnehmbar zu machen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Heute kann die gesamten Anlagen besichtigt werden,eine audiovisuelle Begehung auch der unterirdischen Gänge bietet ein eindrückliches Erlebnis der kriegerischen Vergangenheit.


La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch by Franz Roth

Mittwoch, 30. Oktober 2013

La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch


La Citadelle de Bitche - Die Festung Bitsch von franz-roth-tv

Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.