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Mittwoch, 6. Oktober 2021

Historische Festungen


Festung Wülzburg bei Weißenburg in Bayern (Hohenzollernfestung Wülzburg)

Die Wülzburg wurde erbaut von den Markgrafen von Brandenburg-Ansbach und war eine ständige Bedrohung der Reichsstädte Weißenburg und Nürnberg.

Sie hat eine quasi Beziehung zu Frankreich und zum Ersten Weltkrieg: denn auf ihr war der junge Leutnant Charles de Gaulle als Kriegsgefangener inhaftiert. Er unternahm von der Wülzburg mehrere erfolglose aber durchaus spektakuläre Fluchtversuche. So unter anderem in einem Wäschekorb.

Bemerkenswert an der Festungsanlage ist u.a. der sogenannte Siebenröhrenbrunnen, der aus 133 Metern Tiefe die Festungsanlage mit Wasser versorgte.
Oberhalb von Weißenburg, auf der mit 630 Metern höchsten Bergkuppe der südlichen Frankenalb, liegt die alte ansbachische Hohenzollernfestung Wülzburg. Ein eindrucksvolles und einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland.

Neben der Zitadelle Jülich (1549ff), der Festung Dömitz (1559 bis 1565) und der Zitadelle Spandau (1560ff) ist die Wülzburg eine der vier engverwandten Renaissance-Festungen, die im deutschsprachigen Raum erhalten sind. Sie verdeutlichen in einmaliger Folge den zeittypischen Wehrbau der Renaissance.

Seit dem 11. Jahrhundert befand sich an dieser Stelle ein Benediktinerkloster, das im Zuge der Reformation zuerst in eine Probstei und 1537 in ein weltliches Verwalteramt umgewandelt wurde.

Im Jahre 1588 ließ Markgraf Georg Friedrich d.Ä. von Brandenburg-Ansbach hier an der südlichen Grenze seines Territoriums in direkter Nachbarschaft der Reichsstadt Weißenburg, des Deutschen Ordens in Ellingen, der Grafschaft Pappenheim und des Fürstbistums Eichstätt eine pentagonale Festungsanlage mit den Bastionen Jungfrau, Krebs, Rossmühle, Kaltes Eck und Hauptwache im neuitalienischen Bastionärssystem errichten. Die Bastionen Jungfrau und Krebs erhielten ihre Namen durch gleichnamige Kanonen.
Den Grundriss der Wülzburg bildet ein fast regelmäßiges Fünfeck, ein Pentagon. Dieses hatte gegenüber den älteren quadratischen oder rechteckigen Anlagen ballistische und konstruktive Vorteile, weshalb man sich im ausgehenden 16. Jahrhundert für dieses Planschema entschied.

Der Außenrundgang und der Innenhof der Festung sind jederzeit zugänglich.

Der "Siebenröhrenbrunnen" - Als Wasserversorgung diente ursprünglich der Tiefe Brunnen im Westflügel. Mit 143,2 Metern (nach erfolgter Freilegung) ist er einer der tiefsten Festungsbrunnen Deutschlands. Er wurde um das Jahr 1600 angelegt und hat einen Durchmesser von 2,5 Metern. Zwischen 1823 und 1831 wurden vom Königreich Bayern sechs Regenwasserzisternen (nach Plänen des bayerischen Ingenieurhauptmanns Franz von Hörmann) errichtet; fünf davon in den Wallmauern, die größte Zisterne zentral im Innenhof. Diese, genannt Ludwigszisterne (nach König Ludwig I. von Bayern), war die größte ihrer Art im gesamten Königreich und ist bis heute ein Spitzenprodukt der Ingenieursbaukunst. Die Ludwigszisterne fasst 1,3 Millionen Liter, das von jeweils vier Pumpen- und Ziehbrunnen entnommen werden kann.

Auf der Festung Wülzburg finden sich mehrere Gedenkstätten. Am 15. Februar 1997 wurde das Mahnmal an die Vertreibung der Deutschen nach dem Zweiten Weltkrieg als zentrale Gedenkstätte im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eingeweiht. In mehrere Platten sind die Namen zahlreicher schlesischer, preußischer und sudetendeutscher Orte eingraviert. An den Kriegsgefangenen und späteren Präsidenten Charles de Gaulle erinnert eine Gedenktafel. An die sonstigen Kriegsgefangenen des Ersten Weltkriegs mahnt ein Obelisk.

Festung Rothenberg bei Schnaittach

Rothenberg ist Europas größte Barockfeste mit über 22 Meter hohen Wällen und Bastionen oberhalb von Schnaittach gelegen.


Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage vom Kurfürsten von Bayern nach französischem Vorbild als bedeutende Rokoko-Festung errichtet (Bauzeit von ca. 1729 bis 1750). Zeitweise waren 400 Soldaten untergebracht. Erbaut ist sie auf einer geschleiften älteren und kleineren Befestigungsanlage, die auf den Resten einer noch älteren Burgruine errichtet worden war, auf der zeitweise auch Conz Schott von Schottenstein als Burggraf beheimatet war.

Die Willibaldsburg in Eichstätt im Altmühltal


Die Willibaldsburg wurde um 1353 errichtet. Sie war bis ins 18. Jahrhundert repräsentative Burg und Sitz der Eichstätter Fürstbischöfe.

Unter Bischof Johann Konrad von Gemmingen (1595–1612) erhielt die Burg unter anderem einen botanischen Garten, den Hortus Eystettensis.

Auf der Grundlage des 1613 erschienen Kupferstichwerkes "Hortus Eystettensis", herausgegeben von Basilius Besler (1561-1629), wurde der "Bastionsgarten" auf der Willibaldsburg von der Bayerischen Schlösserverwaltung angelegt und 1998 eröffnet.

Dieser Informationsgarten über die Pflanzenwelt des historisch bedeutenden Kupferstichwerkes "Hortus Eystettensis" ist in Deutschland wohl einmalig. Die Bepflanzung folgt wie im Pflanzenbuch der jahreszeitlich bedingten Blütezeit. Die Anlage erinnert auch an den einst berühmten botanischen Garten des Fürstbischofs Johann Conrad von Gemmingen, den Besler ab 1592 angelegt hatte.

Die Zitadelle von Bitche


Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.

Die Zitadelle von Bitsch (Bitche) ist das stadtbildprägende Festungswerk der Stadt Bitsch im Département Moselle der historischen Region Lothringen. Als Meisterwerk der militärischen Technik wurde die Zitadelle 1979 als Monument historique des Pays de Bitche (Bitscher Land) eingestuft.

In den Felsen getriebene Souterrains boten in der Zeit bis zum 20. Jahrhundert bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung in Form von separaten Räumen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sowie für erforderliche Infrastruktureinrichtungen. In die Souterrains kommt man durch ein Gebäude unmittelbar nach den Eingangsbauwerken.

Die Burg von Saint-Malo

Das Château De Saint-Malo ist eine Burg aus dem 15. bis 18. Jahrhundert und liegt Intra Muros, also in der von einer Mauer umgebenen Altstadt von Saint-Malo in der Bretagne (Frankreich).


Erbaut wurde sie von den Herzögen der Bretagne um die Herrschaft über die Stadt zu sichern. Seit Juli 1886 ist sie als Monument Historique klassifiziert.

Bretagne - Port Louis - Zitadelle


Die Spanier errichten die ersten Teile der Zitadelle im Jahr 1590. Nach dem Abzug der Männer von Juan del Aguila vollendet Louis XIII die Festung im Jahr 1637 und gibt der Stadt den Namen Port Louis. Als Standort der Compagnie des Indes, der französischen Indien-Kompagnie, erlebt Port Louis eine von würzigen Wohlgerüchen umwehte Zeit des Wohlstands. Nach dem Umzug der Kompagnie nach Lorient wendet sich die Stadt der Fischerei zu.

Le Fort de Porh Puns auf Gavres

Das Fort wurde 1695 erbaut und seine Aufgabe war der Schutz der Zitadelle von Port-Louis. Im Zweiten Weltkrieg wurde es in den Atlantikwall integriert und für eine Küstenbatterie armiert und ausgebaut, die die Rade von Lorient und den deutschen U-Boot-Stützpunkt sicherte.

Das Fort ist im Besitz der französischen Marine und für die Öffentlichkeit nur wochenends (Sa. + So.) zugänglich.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

Haspelschiedt - Bitche - Schorbach


Bitche (dt. und lothr. Bitsch) ist eine französische Gemeinde mit 5183 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines, ist Hauptort des Kantons Bitche und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Bitche (Bitscher Land). Die Einwohner nennen sich Bitchois, Spitzname: "Rampartritscher". Die Kleinstadt Bitsch liegt im Bitscherland, unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz (20 km südlich von Hornbach, 30 km südlich von Zweibrücken). Die umliegende waldreiche Region, das „Bitscher Land“, ist nach ihr benannt. Der Ort wird von einem Sandsteinplateau überragt, auf und in dem die Zitadelle von Bitsch errichtet wurde. Die Zitadelle wurde 1979 als Monument historique eingestuft und ist heute ein Freilichtmuseum.

Haspelschiedt (deutsch Haspelscheidt) ist eine französische Gemeinde mit 289 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche. Die Gemeinde Haspelschiedt liegt im äußersten Nordosten Lothringens, nahe der Grenze zum deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Das Gemeindegebiet von Haspelschiedt ist Teil des Regionalen Naturparks Nordvogesen und des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen.


Die Zitadelle von Bitche

Die Zitadelle von Bitsch ist das stadtbildprägende Festungswerk der Stadt Bitche im Département Moselle der historischen Region Lothringen. Als Meisterwerk der militärischen Technik wurde die Zitadelle 1979 als Monument historique des Pays de Bitche eingestuft. Die Zitadelle bildet mit dem Sandsteinkegel etwa 40 m hohe senkrechte Wände. In den Felsen getriebene Souterrains boten in der Zeit bis zum 20. Jahrhundert bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung in Form von separaten Räumen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sowie für erforderliche Infrastruktureinrichtungen. Für Friedenszeiten wurden auf dem obersten Plateau zwei Kasernen (caserne de la garnison) und eine Kapelle im klassizistischen Stil errichtet. Unter der Kapelle befindet sich ein 450 m³ großes Wasserreservoir. Das Gebäude der Festungskommandantur (État-major) befindet sich gegenüber der Kapelle. Die Oberfläche der Kuppe zerfällt, wie dies bei vielen Burgen in den Nordvogesen der Fall ist (z. B. Waldeck, Falkenstein, Ramstein und andere), in drei Teile: einen mittleren größeren und, durch Schluchten davon getrennt, einen kleineren nordöstlichen – der große (grosse Tête) – und südwestlichen – der kleine Kopf (petite Tête) genannt. Der Zugang zur Feste führt über eine große Rampe mit Zugbrücke und Poterne.


Das etwa 366 m lange und 30 bis 60 m breite Sandsteinplateau, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, überragt die Umgebung von Bitsch um etwa 80 m. Es liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren bereits seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. So maß auch der für Lothringen und Bar zuständige Militärkommissar Marschall Belle-Isle Bitsch als Knotenpunkt von sechs Straßen, nämlich der von Straßburg, von Phalsbourg, von Saargemünd, von Zweibrücken, von Landau und von Wissembourg, eine derart hohe Bedeutung bei, dass eine Neubefestigung im großen Stil beschlossen wurde. Um das dazu erforderliche Geld zu erhalten, wurde eine besondere Steuer in Lothringen ausgeschrieben, da bei den verschwenderischen Hofhaltungen der Herzöge Franz III. und Stanislaus Leszczyński andere Gelder nicht flüssig waren. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Felsen großräumig von Teichen und Sumpf umgeben, was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte, da der Feind kein schweres Belagerungsmaterial in Stellung bringen konnte. Eine Markierung auf dem obersten Plateau zeigt eine Höhe über dem Meeresspiegel von 365 m an. Der Blick von der Höhe der Festung reicht in die weiten, kuppenreichen Nordvogesen.

Als Ludwig XIV. Bitsch nach dem Frieden von Nimwegen vereinnahmte, lag die Burg der Grafen von Zweibrücken-Bitsch in Ruinen, obwohl sie im Laufe ihrer Geschichte mehrmals restauriert wurde. Auf den früheren Ratschlag von Turenne hin, der während des Französisch-niederländischen Kriegs im Winter 1673–1674 sein Quartier in der Pfalz genommen hatte, beauftragte der König seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitsch uneinnehmbar zu machen. Der Festungsbau dauerte von 1683 bis 1697, und die Kosten für Frankreich beliefen sich auf 2.500.000 Livres d’or, eine riesige Summe für die damalige Zeit. Durch geschickte Geländeausnutzung gelang ihm die Anordnung von mehrstufigen Geschützetagen. Das gestufte Feuer wurde durch eine Aufteilung des Felsens in einen Hauptteil und zwei detachierte Werke, eine Lünette im Westen (Kleiner Kopf) und ein Hornwerk im Osten (Großer Kopf) gewährleistet. Die Flankensicherung wurde durch vier aus dem Hauptteil hervorspringende Basteien gewährleistet. Die Zitadelle wurde schon im Jahre 1698 als Ergebnis der Bedingungen des Friedens von Rijswijk geschleift, die Stadt Bitche an Leopold I., Herzog von Lothringen übertragen. Die Vauban'schen Befestigungen sollten abgerissen werden. Von Herbst 1697 bis Sommer 1698 sollte ein Regiment aus Flandern diese Aufgabe erledigen. Im Jahre 1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, und wieder nahm eine französische Garnison Bitsch ein. Die Soldaten begannen sofort mit dem Wiederaufbau der Befestigungsanlagen von Vauban, die kurz zuvor dem Erdboden gleichgemacht worden waren.

Das Beinhaus von Schorbach - L'Ossuaire de Schorbach

Die kleine Gemeinde Schorbach in Lothringen, nahe der deutsch-französischen Grenze, hat ein romanisches Beinhaus aus dem 11. Jahrhundert. Da nach altem Volksglauben nur der die ewige Seligkeit erlangen konnte, der bis zum Jüngsten Tag in geweihter Erde ruhte (oder auf ihr), wurden die Gebeine der Toten wegen des Platzmangels auf den Gottesäckern exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.


Ossuaire de 11eme siecle dans Schorbach (Pays de Bitche, Department Moselle, Lorraine) pres de la frontiere Franco-Allemande.

Les Douze Apôtres

Der Zwölfapostelstein (Les Douze Apôtres), auch Breitenstein genannt, ein christianisierter Menhir markiert seit altersher bei Goetzenbruck (Department Moselle, 57) die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß.


Dienstag, 5. Dezember 2017

Im Bitscherland - Le Pays de Bitche


Bitche (dt. und lothr. Bitsch) ist eine französische Gemeinde mit 5183 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines, ist Hauptort des Kantons Bitche und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Bitche (Bitscher Land). Die Einwohner nennen sich Bitchois, Spitzname: "Rampartritscher". Die Kleinstadt Bitsch liegt im Bitscherland, unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz (20 km südlich von Hornbach, 30 km südlich von Zweibrücken). Die umliegende waldreiche Region, das „Bitscher Land“, ist nach ihr benannt. Der Ort wird von einem Sandsteinplateau überragt, auf und in dem die Zitadelle von Bitsch errichtet wurde. Die Zitadelle wurde 1979 als Monument historique eingestuft und ist heute ein Freilichtmuseum.

Haspelschiedt (deutsch Haspelscheidt) ist eine französische Gemeinde mit 289 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen). Sie gehört zum Arrondissement Sarreguemines und zum Kanton Bitche. Die Gemeinde Haspelschiedt liegt im äußersten Nordosten Lothringens, nahe der Grenze zum deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Das Gemeindegebiet von Haspelschiedt ist Teil des Regionalen Naturparks Nordvogesen und des Biosphärenreservates Pfälzerwald-Nordvogesen.


Die Zitadelle von Bitche

Die Zitadelle von Bitsch ist das stadtbildprägende Festungswerk der Stadt Bitche im Département Moselle der historischen Region Lothringen. Als Meisterwerk der militärischen Technik wurde die Zitadelle 1979 als Monument historique des Pays de Bitche eingestuft. Die Zitadelle bildet mit dem Sandsteinkegel etwa 40 m hohe senkrechte Wände. In den Felsen getriebene Souterrains boten in der Zeit bis zum 20. Jahrhundert bombensicheren Schutz für die Besatzung der Festung in Form von separaten Räumen für Offiziere, Unteroffiziere und Mannschaften sowie für erforderliche Infrastruktureinrichtungen. Für Friedenszeiten wurden auf dem obersten Plateau zwei Kasernen (caserne de la garnison) und eine Kapelle im klassizistischen Stil errichtet. Unter der Kapelle befindet sich ein 450 m³ großes Wasserreservoir. Das Gebäude der Festungskommandantur (État-major) befindet sich gegenüber der Kapelle. Die Oberfläche der Kuppe zerfällt, wie dies bei vielen Burgen in den Nordvogesen der Fall ist (z. B. Waldeck, Falkenstein, Ramstein und andere), in drei Teile: einen mittleren größeren und, durch Schluchten davon getrennt, einen kleineren nordöstlichen – der große (grosse Tête) – und südwestlichen – der kleine Kopf (petite Tête) genannt. Der Zugang zur Feste führt über eine große Rampe mit Zugbrücke und Poterne.


Das etwa 366 m lange und 30 bis 60 m breite Sandsteinplateau, auf dem die Zitadelle errichtet wurde, überragt die Umgebung von Bitsch um etwa 80 m. Es liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren bereits seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. So maß auch der für Lothringen und Bar zuständige Militärkommissar Marschall Belle-Isle Bitsch als Knotenpunkt von sechs Straßen, nämlich der von Straßburg, von Phalsbourg, von Saargemünd, von Zweibrücken, von Landau und von Wissembourg, eine derart hohe Bedeutung bei, dass eine Neubefestigung im großen Stil beschlossen wurde. Um das dazu erforderliche Geld zu erhalten, wurde eine besondere Steuer in Lothringen ausgeschrieben, da bei den verschwenderischen Hofhaltungen der Herzöge Franz III. und Stanislaus Leszczyński andere Gelder nicht flüssig waren. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war der Felsen großräumig von Teichen und Sumpf umgeben, was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte, da der Feind kein schweres Belagerungsmaterial in Stellung bringen konnte. Eine Markierung auf dem obersten Plateau zeigt eine Höhe über dem Meeresspiegel von 365 m an. Der Blick von der Höhe der Festung reicht in die weiten, kuppenreichen Nordvogesen.

Als Ludwig XIV. Bitsch nach dem Frieden von Nimwegen vereinnahmte, lag die Burg der Grafen von Zweibrücken-Bitsch in Ruinen, obwohl sie im Laufe ihrer Geschichte mehrmals restauriert wurde. Auf den früheren Ratschlag von Turenne hin, der während des Französisch-niederländischen Kriegs im Winter 1673–1674 sein Quartier in der Pfalz genommen hatte, beauftragte der König seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitsch uneinnehmbar zu machen. Der Festungsbau dauerte von 1683 bis 1697, und die Kosten für Frankreich beliefen sich auf 2.500.000 Livres d’or, eine riesige Summe für die damalige Zeit. Durch geschickte Geländeausnutzung gelang ihm die Anordnung von mehrstufigen Geschützetagen. Das gestufte Feuer wurde durch eine Aufteilung des Felsens in einen Hauptteil und zwei detachierte Werke, eine Lünette im Westen (Kleiner Kopf) und ein Hornwerk im Osten (Großer Kopf) gewährleistet. Die Flankensicherung wurde durch vier aus dem Hauptteil hervorspringende Basteien gewährleistet. Die Zitadelle wurde schon im Jahre 1698 als Ergebnis der Bedingungen des Friedens von Rijswijk geschleift, die Stadt Bitche an Leopold I., Herzog von Lothringen übertragen. Die Vauban'schen Befestigungen sollten abgerissen werden. Von Herbst 1697 bis Sommer 1698 sollte ein Regiment aus Flandern diese Aufgabe erledigen. Im Jahre 1701 brach der Spanische Erbfolgekrieg aus, und wieder nahm eine französische Garnison Bitsch ein. Die Soldaten begannen sofort mit dem Wiederaufbau der Befestigungsanlagen von Vauban, die kurz zuvor dem Erdboden gleichgemacht worden waren.

Sonntag, 5. November 2017

Bitche - Bitsch


Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die ab 1680 von Vauban errichtete Zitadelle. Die im Krieg von 1870/1871 genutzte Zitadelle - sie war Rückzugspunkt der Soldaten aus Froeschwiller-Woerth und Metz - hielt der Belagerung vom 8. August 1870 bis zum 26. Februar 1871 stand. Nachdem Napoléon III. die Kapitulation unterschrieben hatte, wollten die Preußen die Festung übernehmen. Commandant Teyssier lehnte aber angeblich mit den Worten ab: "Frankreich hat kapituliert, ich aber nicht". Die Festung hielt sich noch bis zum 25. März 1871. Die Preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Die Preußen nahmen die Zitadelle erst in Besitz, nachdem alle Franzosen - auch die Zivilisten - die Zitadelle verlassen hatten. Die Zitadelle kann besichtigt werden. Mittels einer Videoführung kommt man durch die im Inneren des Mauerwerks gelegenen Gänge.


Das Straßburger Tor


Rue Maréchal Foch, gesehen vom Straßburger Tor

Bitche (dt. und lothr. Bitsch) hat mal gerade 5183 Einwohner. Die Kleinstadt Bitsch liegt im Bitscherland, unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz (20 km südlich von Hornbach, 30 km südlich von Zweibrücken). Die umliegende waldreiche Region, das „Bitscher Land“, ist nach ihr benannt. Der Ort wird von einem Sandsteinplateau überragt, auf und in dem die Zitadelle von Bitsch errichtet wurde. Die Zitadelle wurde 1979 als Monument historique eingestuft und ist heute ein Freilichtmuseum. Die Einwohner nennen sich Bitchois. Spitzname: "Rampartritscher".

Der Felsen von Bitche liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren schon seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. 80 Meter überragt der steile Klotz die Ebene, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in weiten Teilen von Wasser und Sumpf umgeben war - was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte. 400 Meter lang ist das Felsplateau, nur 30 Meter breit. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein haben sich hier heftige Kämpfe abgespielt. 1634, im 30jährigen Krieg, erstürmten die Franzosen den strategischen Felsen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV beauftragte 1679 seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitche uneinnehmbar zu machen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Heute kann die gesamten Anlagen besichtigt werden,eine audiovisuelle Begehung auch der unterirdischen Gänge bietet ein eindrückliches Erlebnis der kriegerischen Vergangenheit.

Die Zitadelle von Bitsch - 2017-04-16 from Franz Roth on Vimeo.


"Frivole Genüsse" nennt sich der Skulpturengarten am Straßburger Tor in Bitche.

Bitche - Bitsch - 30.10.2017 from Franz Roth on Vimeo.


Karte:


Und er hatte vor Jahren wohl keine Lust auf Afrika ...



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Mittwoch, 18. Oktober 2017

Kriegerisches Grenzland


Der als Élysée-Vertrag bezeichnete deutsch-französische Freundschaftsvertrag wurde am 22. Januar 1963 von Bundeskanzler Konrad Adenauer und vom französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Dieses Abkommen über die deutsch-französische Zusammenarbeit hat die beiden Nachbarn in Europa nach langer „Erbfeindschaft“ und verlustreichen Kriegen seitdem immer mehr zusammengeführt. Die Zeugen der einstmals feindseligen Nachbarschaft aber finden wir noch allenthalben im Grenzland. Diesseits und jenseits der Grenze.

Die Maginotlinie und der Westwall

Derweil auf der französischen Seite die alten Festungswerke der Ligne Maginot erhalten und als touristische Sehenswürdigkeiten ausgewiesen werden findet man auf deutscher Seite in der Südwestpfalz kaum noch etwas vom Westwall. Ausnahme ist das Westwallmuseum im Pirmasenser Stadtteil Niedersimten.


Am Westwall und an der Maginotlinie - Kriegerische Zeugnisse diesseits und jenseits der Grenze. Wir sehen Fort Casso im Pays de Bitche (Bitscherland) bei Rohrbach, Four à Chaux bei Lembach im Elsaß und das Westwallmuseum in Pirmasens-Niedersimten.

Das Westwallmuseum in Pirmasens: http://www.westwall-museum.de


Aber nicht nur die jüngere Vergangenheit war kriegerisch, nein, wir finden auch vieles aus der Zeit des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71. Damit befasst sich dieser eigene Artikel.

Eine besondere Rolle spielt die Zitadelle von Bitche (Bitsch). Sie hielt im Krieg 1870/1871 der deutschen Belagerung stand und kapitulierte erst nach der Kapitulation Frankreichs.


Während der Belagerung im preußisch-französischen Krieg in den Jahren 1870–1871 wurde die Zitadelle teilweise zerstört. Die Anlage wurde 230 Tage lang belagert. In dieser Zeit widerstand die Zitadelle unter dem Kommando von Louis-Casimir Teyssier den Angriffen einer bayerischen Armee mit einer Stärke von 7000 Mann und drei starken Bombardierungen. Die Besatzung der Festung bestand aus einem 800 Mann starken Bataillon des 86e régiment d’infanterie de ligne, 200 Zöllnern (Douaniers), 250 Reserveartilleristen, 250 Nationalgardisten, 30 Gendarmen und 1200 weiteren Soldaten aus 70 verschiedenen Einheiten. Auch nach der Reichsgründung leistete Teyssier erbitterten Widerstand, da er bis zum 27. März 1871 keinen offiziellen Evakuierungsbefehl erhielt.

Die deutsche Militärverwaltung des Reichslands Elsass-Lothringen ließ die Festung von 1870 bis 1900 modernisieren und mit einer preußischen Garnison besetzen. Die Zitadelle war die letzte große Festung, die zur Verstärkung der Reichslande ausgebaut wurde. Durch die Weiterentwicklung der Artillerie verlor das Werk gegen Ende des 19. Jahrhunderts seine militärische Bedeutung.

Links im Bild zu sehen mein Großvater mütterlicherseits, Ernst Dreher aus Horn im Hunsrück als Soldat zu Beginn des Ersten Weltkrieges. Gerade mal 20 Jahre alt. Er erhielt in Bitsch damals seine Ausbildung zum Unteroffizier.

Während des Ersten Weltkriegs hatte sie nicht unter den Kämpfen zu leiden. 1944–1945 wurde die Zitadelle durch amerikanische Artillerie beschädigt. Die Zitadelle befindet sich laut Inventar der historischen Denkmäler (monument historique) seit 1979 unter Denkmalschutz.

Freitag, 29. September 2017

Über Grenzen - Bitscherland, Westrich und Saarpfalzkreis


Bilder oben: Bitche (Bitsch) im Département Moselle in der Region Grand Est (bis 2015 Lothringen), Hauptort des Kantons Bitche und Sitz des Gemeindeverbandes Pays de Bitche (Bitscher Land).

Touristischer Hauptanziehungspunkt ist die ab 1680 von Vauban an Stelle einer mittelalterlichen Burg errichtete Zitadelle. Die Zitadelle kann besichtigt werden. Mittels einer Video- und Audioführung (französisch, deutsch oder englisch) kommt man durch die im Inneren des Bauwerks gelegenen Gänge und Räume. Es ist den Machern der Ausstellung gelungen, eine wertungsfreie Darstellung des Deutsch-Französischen Krieges zu erstellen, die insbesondere den Schrecken des Krieges hervorhebt.

Die Zitadelle von Bitsch - 2017-04-16 from Franz Roth on Vimeo.


Die Pfarrkirche Saint-Remi und das Beinhaus aus dem frühen Mittelalter im lothringischen Schorbach - Die kleine Gemeinde Schorbach in Lothringen, nahe der deutsch-französischen Grenze, hat ein romanisches Beinhaus aus dem 11. Jahrhundert. Da nach altem Volksglauben nur der die ewige Seligkeit erlangen konnte, der bis zum Jüngsten Tag in geweihter Erde ruhte (oder auf ihr), wurden die Gebeine der Toten wegen des Platzmangels auf den Gottesäckern exhumiert und in Beinhäusern auf dem Friedhof aufbewahrt.

Ossuaire de 11eme siecle dans Schorbach (Pays de Bitche, Department Moselle, Lorraine) pres de la frontiere Franco-Allemande.

Schorbach Saint Remi 18122016 001 from Franz Roth on Vimeo.


Ca. 20 Kilometer nördlich von Bitche, im Landkreis Südwestpfalz, liegt Hornbach. Hornbach liegt nur etwas nördlich der deutsch-französischen Grenze bzw. östlich der Grenze zum Saarland im äußersten Südwesten des Südteils von Rheinland-Pfalz. Dort befindet sich die Stadt im Westrich südlich von Zweibrücken. Sie wird vom Hornbach durchflossen, der bei Bitsch entspringt und nach Zweibrücken fließt.

Kloster Hornbach und die Kirche Sankt Pirminius - 2016-10-08 from Franz Roth on Vimeo.


In Hornbach (Gamundias, ‚Zusammenfluss‘) wurde um 741 vom hier gestorbenen heiligen Pirminius das Kloster Hornbach gegründet. Das Kloster Hornbach, das im Jahr 1087 von Kaiser Heinrich IV. dem Bischof von Speyer geschenkt wurde, besaß bis ins 14. Jahrhundert einen weitreichenden Einfluss und gab wichtige Impulse für die Entwicklung in Oberlothringen. Zahlreiche Dorf- und Hofgründungen gehen auf dieses Kloster zurück. Das Benediktinerkloster existiert in Resten baulich noch heute und wurde in den letzten Jahren aufwändig restauriert. Heute ist darin das „Hotel Kloster Hornbach“ untergebracht.

Nicht versäumen sollte man auch einen Besuch der Barockstadt Blieskastel.


Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz.

Der größte Menhir Mitteleuropas
Der Gollenstein bei Blieskastel


Der Gollenstein ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Seine Höhe beträgt 6,58 Meter.

Donnerstag, 4. Mai 2017

Auf dem Westrich und im Bitscherland


Kloster Hornbach

Muttertag steht ja bald wieder vor der Tür. Hier unser Ausflugstipp für die Südwestpfalz und das angrenzende Bitscherland.


Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

Unser erstes Ziel ist Hornbach, dessen Kloster eine Gründung des Heiligen Pirminius ist.

Auch in Hornbach sollte man die Kirche Sankt Pirminius besuchen.


Wir passieren die französische Grenze und machen einen Abstecher zur Mühle von Eschviller.


La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche... von franz-roth-tv

In Bitche besuchen wir die von Vauban erbaute Zitadelle.


Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.


Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum... von franz-roth-tv

Der Zwölfapostelstein bei Goetzenbruck , ein christianisierter Menhir, markiert seit altersher die Grenze zwischen dem Elsaß und Lothringen. Viele Sagen und Legenden ranken sich um die alte Grenzmarke.


Donnerstag, 14. August 2014

Im Bitscherland



Natürlich die Attraktion im Bitscherland: Die Zitadelle von Bitche (Bitsch) in Lothringen (Region Lorraine, Department Moselle, 57), erbaut vom Festungsbaumeister Vauban.


La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch by Franz Roth


Aber rund um Bitche gibt es eine Menge zu entdecken. Eingedenk des 100-sten Jahrestages des Beginns des Ersten Weltkrieges noch ein weiteres kriegerisches Ziel: Das Fort Casso, ein Fort der Maginot-Linie, in Rohrbach-les-Bitches.


Fort Casso - 2014-07-04 - 02 by Franz Roth


Wer es lieber friedfertiger mag, der ist hier gut aufgehoben:

La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche - Vosges du Nord - Bitscherland, Nordvogesen - Lorraine (Department Moselle) - Lothringen (Frankreich, France). Die Mühle von Eschweiler ist eine noch voll funktionsfähige Wassermühle. Sie beherbergt neben einem Museum eine ausgezeichnete Gastronomie.


La Moulin d'Eschviller - Pays de Bitche - Vosges du Nord by Franz Roth


Die Gegend um Goetzenbruck und Meisenthal ist seit altersher ein Zentrum der Glasbläserei in Lothringen. In Meisenthal befindet sich deshalb ein Internationales Zentrum für Glaskunst. Ein lohnendes Ziel im Bitscherland.


Meisenthal - Internationales Glaskunstzentrum - Pays de Bitche by Franz Roth

Dienstag, 8. Juli 2014

Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche)


Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.


La Citadelle de Bitche - Die Festung Bitsch by Franz Roth

Der Felsen von Bitche liegt strategisch günstig an der Kreuzung von mehreren schon seit dem frühen Mittelalter wichtigen Fernverbindungen vom Rhein nach Lothringen und vom Elsass in die Pfalz. 80 Meter überragt der steile Klotz die Ebene, die noch bis ins 19. Jahrhundert hinein in weiten Teilen von Wasser und Sumpf umgeben war - was die Verteidigungsfähigkeit weiter erhöhte. 400 Meter lang ist das Felsplateau, nur 30 Meter breit. Bis in die jüngste Vergangenheit hinein haben sich hier heftige Kämpfe abgespielt. 1634, im 30jährigen Krieg, erstürmten die Franzosen den strategischen Felsen. Der Sonnenkönig Ludwig XIV beauftragte 1679 seinen Festungsbaumeister Vauban, den Felsen von Bitche uneinnehmbar zu machen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 verteidigte Kommandant Louis-Casimir Teyssier die Zitadelle, die seit dem 8. August 1870 von bayerischen Truppen belagert wurde. Teyssier kapitulierte erst rund einen Monat nach dem Vorfrieden von Versailles am 25. März 1871. Die preußische Armee erlaubte den Abzug der französischen Soldaten unter Waffen. Heute kann die gesamten Anlagen besichtigt werden,eine audiovisuelle Begehung auch der unterirdischen Gänge bietet ein eindrückliches Erlebnis der kriegerischen Vergangenheit.


La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch by Franz Roth

Mittwoch, 30. Oktober 2013

La Citadelle de Bitche - Die Zitadelle von Bitsch


La Citadelle de Bitche - Die Festung Bitsch von franz-roth-tv

Die Zitadelle von Bitsch im Bitscherland (Pays de Bitche) in Lothringen (Lorraine, 57, Department Moselle). Die Festung wurde von Vauban erbaut und erlangte im deutsch-französischen Krieg 1870 - 1871 Berühmtheit.