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Sonntag, 28. November 2021

Der Geschichte auf der Spur im Naturpark Altmühltal

Thalmässing, historisch auch Thalmessingen, ist ein Markt im Landkreis Roth (Mittelfranken, Bayern). Er liegt in der Metropolregion Nürnberg.

Thalmässing liegt am Rande des Naturparks Altmühltal, an der Grenze zum Fränkischen Seenland. Eingebettet zwischen Ausläufern des Juramassivs und dem Berg Landeck, erstreckt sich am Lauf der Thalach der Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.

Neben dem Jura zieht sich als zweite Anhöhe die Europäische Wasserscheide durch das Gemeindegebiet, welche die Flüsse entweder über die Donau ins Schwarze Meer oder über Main/Rhein in die Nordsee leitet.

Das Geschichtsdorf am südlichen Rand von Landersdorf wuchs aus der anfänglichen Rekonstruktion eines Keltischen Bauernhauses durch die Naturhistorische Gesellschaft Nürnberg e. V. Zwischenzeitlich können neben dem Keltenhaus die detailgetreuen Nachbildungen eines Bajuwarenhauses sowie eines Steinzeithauses besichtigt werden. Ein vorgeschichtlicher Garten mit dem Anbau von Einkorn, Emmer, Dinkel, Ackerbohnen, Lein, Mohn und Färbepflanzen rundet das Thema Vor- und Frühgeschichte anschaulich ab.


Die hier wieder aufgebauten Grabhügel bildeten zur späten Hallstattzeit (um 500 v. Chr.) das Zentrum eines größeren Grabhügelfeldes.


In den Jahren 1983-1985 wurden zunächst von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg, später durch das Landesamt für Denkmalpflege, insgesamt 27 Grabhügel und annähernd 70 Urnenbestattungen untersucht. Durch den Ackerbau in den vergangenen Jahrhunderten sind sie originalen Grabstätten nunmehr völlig eingeebnet.

Der Erkertshofener Limesturm ist der einzige Nachbau eines steinernen Wachtturms in Deutschland.


Der dreigeschossige Bau aus handbehauenen Kalkbruchsteinen wurde 1992 fertiggestellt. Der Turm hat einen Zugang im ersten Obergeschoss, eine betretbare umlaufende Holzgalerie im zweiten Obergeschoss und ein Zeltdach aus Holzschindeln. Grundlage für die Wiedererrichtung waren die Grundrisse der weiter östlich aufgefundenen Steintürme.

Aus der Tatsache, dass dort im Erdgeschoss keine Eingangstüre entdeckt wurde, schließt man, dass der Zugang über eine (einziehbare) Leiter im ersten Obergeschoss erfolgte.

Das darunter liegende, nur von innen zugängliche Erdgeschoss diente wohl vor allem als Vorratsraum für Nahrungsmittel, denn die vier bis fünf Mann starke Turmbesatzung wurde jeweils für einen längeren Zeitraum vom nächstgelegenen Kastell zum Wachtdienst abkommandiert.

Das erste Obergeschoss war wahrscheinlich Aufenthalts- und Schlafraum der Besatzung, das zweite Obergeschoss mit der Galerie, die gute Aussichtsmöglichkeiten gewährte, der Dienstraum für die römischen Soldaten auf Wache. Die Gestaltung der Galerie und des Geländers beruht auf der Darstellung eines Limesturms auf der Trajanssäule in Rom.
Hier scheiden sich Rhein und Donau: Europäische Talwasserscheide im Ortsteil Graben von Treuchtlingen im Altmühltal.
Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Der erste Vorläufer des Main-Donau-Kanals - Die Fossa Carolina (auch der Karlsgraben genannt) war eine Verbindung zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl in Bayern.


Zwischen Altmühl und Rezat liegt beim Dorf Graben (Ortsteil von Treuchtlingen) eines der größten technischen Kulturdenkmäler des frühen Mittelalters: die FOSSA CAROLINA (Karlsgraben). Eine heute noch 500 Meter lange Wasserfläche und daran anschließende Erdwälle zeugen von dem ersten Versuch, die Flußsysteme von Rhein und Donau durch eine Wasserstraße zu verbinden.

Karl der Große ließ hier im Jahre 793 einen rund 3000 Meter langen Kanal ausheben, um bequem mit Schiffen in den Südosten seines Reiches fahren zu können und den Nachschub für das fränkische Heer zu sichern.

Der Karlsgraben wurde vom Bayerischen Umweltministerium als eines der 100 schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet.



Sonntag, 5. September 2021

Auf den Spuren der Römer


Die Römer im Südwesten


Die Römer im Südwesten: Römermuseum Homburg Schwarzenacker und Europäischer Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim.

Gallo-römische Thermen in Mackwiller im Elsaß


Pfünz im Altmühltal

Die Altmühlbrücke Pfünz (Gemeinde Walting, Landkreis Eichstätt, Oberbayern) gilt als eine der bedeutendsten historischen Steinbrücken Bayerns. Der alte Flussübergang wurde 1979 durch einen Neubau entlastet und ist seitdem nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben.

Der Name des Dorfes Pfünz, der sich vom lateinischen „pons“ ableitet, deutet auf eine Brückenanlage dieser Zeitstellung hin. Der Altmühlübergang war vom Kastell aus gut zu überwachen. Diese erste Brücke war sicherlich eine Holzkonstruktion an der Stelle einer vorrömischen Furt.

Die erhaltene vierjochige Bogenbrücke geht wahrscheinlich auf das 15. Jahrhundert zurück. Um 1486 wird ein Brückenzoll zu Pfünz erwähnt, so dass der Baubeginn in die Amtszeit der Eichstätter Fürstbischofs Wilhelm von Reichenau fallen könnte. Das Bistum war bis kurz nach 1700 für den Unterhalt zuständig und nahm den Wegzoll ein. Anschließend wurde der Gemeinde das Zollerhebungsrecht zugesprochen.


Während der Napoleonischen Kriege sprengten österreichische Truppen am 22. Juli 1800 die Brücke. In einer Reparaturrechnung von 1822 ist von einer hölzernen Ersatzkonstruktion die Rede. Später erneuerte man die Bögen jedoch wieder in der ursprünglichen Form. Vielleicht ist dies um 1878 geschehen, als im Schriftverkehr zwischen der Gemeinde und dem Königlichen Bezirksamt Eichstätt eine Erweiterung erwähnt wurde, die durch die Zolleinnahmen finanziert werden sollte.

1976 beschädigte ein amerikanischer Panzer die auf 12 Tonnen beschränkte Brücke schwer. Die Schäden konnten noch im gleichen Jahr beseitigt werden, wobei die Brüstungen größtenteils neu aufgemauert werden mussten.

Unweit der Brücke liegt das römische Kastell Vetonianis auf einer Bergzunge. Weitere 10 Kilometer nördlich verlief der Limes, die Außengrenze des Reiches.

In Pfünz findet man die unter anderem von Friedrich Winkelmann zwischen 1884 und 1900 ergrabenen Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der rückwärtigen Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 höchstwahrscheinlich endgültig von den Alamannen zerstört. Sichtbar sind konservierte Teile der Grundmauern sowie des in den anstehenden Felsen geschlagenen Doppelspitzgrabens.

Der Limesturm von Erkertshofen im Naturpark Altmühltal, die einzige gemauerte Rekonstruktion eines römischen Wachturms in Deutschland.


Kastell Biricianum (Biriciana), Weißenburg in Bayern
Die Regio Biriciana vermittelt mit Resten von Römerstraßen, dem teilweise noch sichtbaren Verlauf des Limes, den Kastellen, Bauernhöfen, den Weißenburger Römerthermen und insbesondere dem Römermuseum mit seinen religiösen oder sonstigen Gegenständen aus der damaligen Zeit ein anschauliches Bild der Menschen, der Kultur und des alltäglichen Lebens in der (damals römischen) "Provinz". Das rekonstruierte Nordtor des Römerkastells (porta decumana) wurde zum Symbol der "Regio Biriciana", die mit Weißenburg als Mittelpunkt zu lohnenden Ausflügen in das nahe Umland, nach Ellingen (Sablonetum), dem römischen Gutshof am Nagelberg bei Treuchtlingen, dem Römerbad Theilenhofen (Iciniacum) oder zum Kleinkastell (Burgus) auf dem Jura bei Burgsalach auffordert. Das Nordtor ist zum neuen Aushängeschild des "römischen" Weißenburg geworden und bereichert damit auch die gesamte Regio Biriciana mit Limes, römischen Gutshöfen (villae rusticae) und weiteren Kastellen. Am 15. Juli 2005 hat die Welterbekommission der UNESCO im südafrikanischen Durban den obergermanisch-raetischen Limes als "Welterbe" anerkannt.

Römische Thermen Weißenburg - Große, außergewöhnlich gut erhaltene Bäderanlage aus der Zeit der Römer

Die 1977 entdeckte große Thermenanlage gewährt einen spannenden Einblick in die wohl angenehmste Seite der römischen Kultur. Die Thermen der antiken Welt waren nicht nur ein Ort der luxuriösen Entspannung und Erholung mit den unterschiedlichsten Bademöglichkeiten und Wellnessangeboten, sondern auch einer der beliebtesten sozialen Treffpunkte. So kamen bei Sport und Spiel auch die leiblichen Genüsse wie Essen und Trinken nicht zu kurz. Ohne Zweifel waren die Thermen auch ein geeigneter Ort seine Geschäfte zu erledigen und den neuesten Klatsch und Tratsch auszutauschen. Daher sind sie von der gesamten Bevölkerung, Männern wie Frauen, besucht worden. Die Thermen dienten allerdings nicht nur dem Vergnügen. In erster Linie sollten die Bäder die Hygiene und Gesundheit der Menschen sichern.
Die bauliche Entwicklung der römischen Thermen in Weißenburg ist dank der Konservierung und Restaurierung Anfang der 1980er Jahre gut von den Besuchern nachvollziehbar. Ein maßstabsgetreues Modell und das Doku-Drama „Macht, Pracht und Untergang“ vermitteln den Besuchern einen Eindruck der einstigen Größe und des Aussehens der Thermen als auch des Kastells.



Donnerstag, 19. August 2021

Impressionen aus Bayern (IX)

Der Landkreis Roth liegt im Südosten des bayerischen Regierungsbezirks Mittelfranken. Der Landkreis ist Mitglied der Metropolregion Nürnberg und der Planungsregion Nürnberg. Der Landkreis Roth liegt in der „geographischen Mitte“ Bayerns, im Fränkischen Seenland und im Naturpark Altmühltal. Das südliche Kreisgebiet nimmt die Fränkische Alb mit Höhen bis zu 612 m (bei Reinarzhofen, Gemeinde Thalmässing) ein. Der Norden gehört zum Albvorland und zum Mittelfränkischen Becken. Das größte natürliche Gewässer ist die Rednitz, die auf dem Gebiet der Gemeinde Georgensgmünd aus dem Zusammenfluss ihrer Quellflüsse Fränkische Rezat und Schwäbische Rezat entsteht, dann Richtung Osten, später nach Norden fließt und vor Schwabach das Kreisgebiet wieder verlässt. Zu den zahlreichen Quellen und Flüssen kommen künstliche Gewässer: der 171 Kilometer lange Main-Donau-Kanal, der das östliche Kreisgebiet von Norden nach Südosten durchzieht, sowie der Brombachsee und der Rothsee. Dieses zur Niedrigwasseraufhöhung der Regnitz und des Mains entstandene Gewässersystem wird mittlerweile auch touristisch genutzt.

Im Triathlonland: Der Landkreis Roth in Mittelfranken


Der Ironman Europe war ein Triathlon über die Ironman-Distanz (3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und 42 km Laufen) und fand von 1988 bis 2001 jährlich in Roth (Bayern) statt. Seit 2002 trägt das Rennen den Namen Challenge Roth.

Challenge Roth bzw. „DATEV Challenge Roth“ (bis 2009 „Quelle Challenge Roth“) ist seit 2002 der Name des weltweit größten Wettkampfs auf der Triathlon-Langdistanz im mittelfränkischen Roth. Der Triathlon über 3,8 km Schwimmen, 180 km Radfahren und einem Marathonlauf über 42,2 km zählt zu den traditionsreichsten und bestbesetzten europäischen Veranstaltungen über diese Distanz und gehörte als erster Wettkampf zur Challenge Family Weltserie.

Die Geschichte des Challenge Roth reicht zurück bis ins Jahr 1984, als Detlef Kühnel, 1982 und 1983 einer der ersten europäischen Teilnehmer des Ironman Hawaii, am 22. September 1984 mit der von ihm gegründeten Triathlonabteilung des TSV Roth den Franken-Triathlon mit 83 Teilnehmern organisierte.

Aus dem Franken-Triathlon wurden 1985 die erste Bayerische Meisterschaft, 1986 Deutsche Meisterschaften mit Scott Tinley und Dirk Aschmoneit an der Spitze und 1987 Europameisterschaften. Kühnel schloss einen Vertrag mit Valerie Silk, der ihm ermöglichte, ihr Markenzeichen „Ironman“ exklusiv in Europa zu nutzen. Der Ironman Europe entwickelte sich zur mit Abstand größten europäischen Triathlonveranstaltung, die zeitweise fast zehn Stunden live im Fernsehen gezeigt wurde. 4000 Anmeldungen für 2700 Startplätze gingen 1998, als Meldeformulare noch per Post versandt wurden, bei Kühnel ein.

Eine Reduzierung des Teilnehmerfeldes, einen Massenstart statt der traditionellen Startgruppen sowie höhere Gebühren für die – längst nicht mehr europaweit exklusive – Nutzung seines Markenzeichens Ironman im Veranstaltungsnamen forderte dessen Rechteinhaber 2001. Kühnel und Walchshöfer benannten daraufhin die Veranstaltung 2002 in Challenge Roth um, wobei z. B. Streckenführung und Hauptsponsoren Quelle und Post AG, insbesondere aber die mehreren tausend freiwilligen Helfer und das Zuschaueraufkommen an der Strecke unverändert blieben.

Der Limesturm von Erkertshofen


Der Limesturm von Erkertshofen im Naturpark Altmühltal, die einzige gemauerte Rekonstruktion eines römischen Wachturms in Deutschland

Erkertshofen gehört zum Markt Titting (Landkreis Eichstätt) und liegt am Rand des Naturparks Altmühltal auf der Höhe des Jura. Hier verlief einst der rätische Limes.
Auf den Spuren der Kelten in Landersdorf im Naturpark Altmühltal

Vorgeschichtliche Grabhügel bei Landersdorf (Markt Thalmässing, Landkreis Roth).


Im Keltendorf in Landersdorf (Markt Thalmässing im Landkreis Roth, Mittelfranken) kann man hautnah erleben, wie die Kelten wohnten, lebten, Ackerbau betrieben usw.

Greding im Landkreis Roth in Mittelfranken

Greding hat zwei Veranstaltungs- Highlights: Den Trachtenmarkt und die Triathlon-Challenge Roth. Auf dem Trachtenmarkt in Greding dreht sich alles rund um die Tracht. An mehr als 90 Ständen werden sowohl fertig geschneiderte Trachten als auch Stoffe, Kurzwaren, Accessories, Schnittmuster und Bücher zum Kauf angeboten. Neben fachkundiger Beratung gibt es an einigen Ständen auch Vorführungen. Ein musikalisches Rahmenprogramm gehört ebenso zum Gredinger Trachtenmarkt wie kulinarische Angebote für die Besucher. Höhepunkt dieses besonderen Trachtenfestes ist das "Rumlumpen" am Samstagabend, an dem Musikanten in Trachten durch die Wirtshäuser am Marktplatz ziehen. Der Trachtenmarkt in Greding findet immer am ersten Wochenende im September statt.


Von Kinding nach Greding - durchs Tal der Schwarzach

Der Gredinger Kalvarienberg ist für die Triathleten immer eine besondere Herausforderung.

Der Name Kalvarienberg steht in der christlichen Welt für den Leidensweg des Gottessohnes Jesus. In der Bibelgeschichte trug der gegeiselte Jesus das Kreuz auf die Golgota Anhöhe bei Jerusalem, wo er anschließend gekreuzigt wurde. Das Christentum hat im Gedenken daran an vielen Orten entsprechende Andachtsstätten geschaffen. Auch heute noch kommt deshalb in unserem Kulturkreis die Bezeichnung Kalvarienberg an sehr vielen Orten vor. Allen gemein ist, es geht wie für einen Berg üblich, bergauf. So hat es der Kalvarienberg auch in zwei weltbekannte Triathlon-Strecken geschafft. Bei der Challenge Roth müssen die Teilnehmer in Greding, am südlichsten Punkt der Radstrecke, über den Kalvarienberg klettern. Seit 1994, als die Rother Radstrecke von drei 60 Kilometer langen Runden auf zwei große 86 Kilometer lange Runden verändert wurde, geht es über den Gredinger Kalvarienberg. Die Leiden in Greding halten sich aber in Grenzen, da der Anstieg nur auf den ersten 300 Metern kurz auf knapp über 10 Prozent Steigung ansteigt. Allerdings zieht sich der Anstieg in die Länge. Über 6,7 Kilometer geht es nahezu durchgehend bergauf. Die 158 Höhenmeter sorgen deshalb vor allem in der zweiten Radrunde des Rother Triathlons, mit bereits gut 120 Kilometern in den Beinen, für erhöhe Lakatwerte in den Oberschenkeln.

Samstag, 12. Mai 2018

Römer und Kelten am Rätischen Limes


Uuups !!! Am Kreuthweiher bei Gnotzheim in Mittelfranken am rätischen Limes müssen die römischen Legionen sich bei ihrem Marsch an ein strenges Tempolimit halten !!! Scherz beiseite, ein netter Gag auf geschichtsträchtigem Terrain.

ALTMÜHLTAL - Auf den Spuren der Geschichte


Der Limesturm von Erkertshofen: Die einzige in Stein gebaute Rekonstruktion in Deutschland.

Erkertshofen gehört zum Markt Titting (Landkreis Eichstätt) und liegt am Rand des Naturparks Altmühltal auf der Höhe des Jura. Hier verlief einst der rätische Limes.

Im Video: Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen, das Keltendorf und die vorgeschichtlichen Grabhügel bei Landersdorf sowie Pfünz mit seiner alten Steinbrücke aus dem Mittelalter und das römische Kastell.


Die Römer wachen noch immer bei Pfünz:


 

Die alte Brücke von Pfünz ist bei uns auch ein beliebter Platz für ein Picknick.


Das Kastell Biriciana in Weißenburg in Bayern, die bedeutendste Ausgrabung aus römischer Zeit im süddeutschen Raum. Sehenswert auch die Thermen.


   

Auch wenn die #Winter zur Römerzeit in Rätien vielleicht noch nicht ganz so kalt und eisig waren wie heute (denn es herrschte eine Warmzeit), so mussten sich die römischen Legionen gleichwohl vor der Kälte schützen. Ihre Art der Fußbodenheizung kann man heute bei der Ausgrabung des Kastells Biriciana bei Weißenburg in #Bayern sehen.


Samstag, 21. April 2018

Römer und Kelten im Altmühltal

Die Legionäre bei Pfünz

Zu den beliebtesten Fotomotiven des Altmühltals - bei Profis und Amateuren gleichermaßen - gehören die beiden Legionäre bei Pfünz. In Pfünz findet man Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 schließlich endgültig von den Alemannen zerstört. Sichtbar sind noch Teile der Grundmauern , das Nordtor wurde rekonstruiert. Ein Modell des Lagers sowie Funde findet man in der frühgeschichtlichen Sammlung auf der Willibaldsburg in Eichstätt.


Die Römer in Pfünz - Auf den Spuren der Geschichte - Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter. Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Und oberhalb von Pfünz befindet sich die Rekonstruktion eines Kastells, das hier einst der Sicherung des Limes diente. Und unten an der Bundesstraße halten zwei Legionäre (aus Bronze) noch immer die Wacht. Ein allseits beliebtes Fotomotiv.


Für uns ist die Brücke von Pfünz auch immer ein beliebter Platz für ein Picknick.


Der Limesturm von Erkertshofen - Die einzige in Stein gebaute Rekonstruktion in Deutschland

Erkertshofen gehört zum Markt Titting (Landkreis Eichstätt) und liegt am Rand des Naturparks Altmühltal auf der Höhe des Jura. Hier verlief einst der rätische Limes.


Das Keltendorf von Landersdorf

Im Keltendorf in Landersdorf (Markt Thalmässing im Landkreis Roth, Mittelfranken) kann man hautnah erleben, wie die Kelten wohnten, lebten, Ackerbau betrieben usw.


Vorgeschichtliche Grabhügel bei Landersdorf


Archäologische Grabungsfunde in Landersdorf lassen eine Besiedlung schon zur Jungsteinzeit erkennen. Ein keltisches Gräberfeld stammt aus der frühen Eisenzeit.