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Samstag, 3. Juni 2023

Auf den Spuren der Geschichte im Altmühltal

Archäologie in Landersdorf (Thalmässing, Naturpark Altmühltal)
Vorgeschichtliche Grabhügel und Keltendorf


Grabhügelfeld aus der Hallstattzeit: Die hier wieder aufgebauten Grabhügel bildeten zur späten Hallstattzeit (um 500 v. Chr.) das Zentrum eines größeren Grabhügelfeldes. In den Jahren 1983-1985 wurden zunächst von der Naturhistorischen Gesellschaft Nürnberg, später durch das Landesamt für Denkmalpflege, insgesamt 27 Grabhügel und annähernd 70 Urnenbestattungen untersucht.

Die Steinkreise der Grabhügel waren in unterschiedlicher Bauweise errichtet. Die Trockenmauer bestand aus flach übereinandergelegten Steinplatten, aus senkrecht in den Boden gesetzten Kalksteinen oder einer Mischung beider Bauarten. In einem Fall war der Grabhügel noch von kreisförmig angeordneten Holzpfosten umgeben. Der Durchmesser der Grabhügel ist ganz unterschiedlich, er reicht von 6 bis 14 Metern.

Geschichtsdorf Landersdorf: Wie unsere Vorfahren in Süddeutschland vor 1.200, 2.500 oder 5.000 Jahren gelebt haben. Die originalgetreuen, begehbaren Rekonstruktionen eines Steinzeit-, eines Kelten- und eines Bajuwarenhauses vermitteln anschaulich den Alltag der frühen Siedler.

Die ältesten Hinweise auf eine Besiedelung bei Landersdorf stammen bereits aus der Jungsteinzeit. Dies war die Zeit, in der die Menschen sesshaft wurden und mit Hausbau und Landwirtschaft begannen. Die Wohnungsbedingungen dieser frühen Siedler werden im Steinzeithaus anschaulich.

Das Keltenhaus beweist die Fortschritte, die die Bewohner in der Hausbautechnik in rund 2.000 Jahren zurückgelegt haben: Statt reine Holzbauten wohnten die Kelten bereits in Hütten aus Flechtwänden und Lehmbewurf.

Geradezu "modern" wirkt das stattliche Bajuwarenhaus, das zeigt, wie die Siedler im sechsten bis siebten Jahrhundert nach Christus gewohnt haben. Ein Vorgeschichtlicher Garten mit seinen alten Getreidesorten, (Heil-) Kräutern und Färbepflanzen – wie Emmer, Einkorn oder Schlafmohn – zeugt vom landwirtschaftlichen Geschick unserer frühen Vorfahren.

Alljährlich findet am dritten Sonntag im September das Keltenfest statt. Hier werden das arbeitsreiche Alltagsleben, aber auch die kulinarischen Genüsse unserer Vorfahren im wahrsten Sinne des Worte lebendig.

Pfünz im Altmühltal: Die alte Brücke und das Kastell Vetoniana


Die Altmühlbrücke Pfünz (Gemeinde Walting, Landkreis Eichstätt, Oberbayern) gilt als eine der bedeutendsten historischen Steinbrücken Bayerns. Der alte Flussübergang wurde 1979 durch einen Neubau entlastet und ist seitdem nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben.

Der Name des Dorfes Pfünz, der sich vom lateinischen „pons“ ableitet, deutet auf eine Brückenanlage dieser Zeitstellung hin. Der Altmühlübergang war vom Kastell aus gut zu überwachen. Diese erste Brücke war sicherlich eine Holzkonstruktion an der Stelle einer vorrömischen Furt.

Die erhaltene vierjochige Bogenbrücke geht wahrscheinlich auf das 15. Jahrhundert zurück. Um 1486 wird ein Brückenzoll zu Pfünz erwähnt, so dass der Baubeginn in die Amtszeit der Eichstätter Fürstbischofs Wilhelm von Reichenau fallen könnte. Das Bistum war bis kurz nach 1700 für den Unterhalt zuständig und nahm den Wegzoll ein. Anschließend wurde der Gemeinde das Zollerhebungsrecht zugesprochen.

Während der Napoleonischen Kriege sprengten österreichische Truppen am 22. Juli 1800 die Brücke. In einer Reparaturrechnung von 1822 ist von einer hölzernen Ersatzkonstruktion die Rede. Später erneuerte man die Bögen jedoch wieder in der ursprünglichen Form. Vielleicht ist dies um 1878 geschehen, als im Schriftverkehr zwischen der Gemeinde und dem Königlichen Bezirksamt Eichstätt eine Erweiterung erwähnt wurde, die durch die Zolleinnahmen finanziert werden sollte.

1976 beschädigte ein amerikanischer Panzer die auf 12 Tonnen beschränkte Brücke schwer. Die Schäden konnten noch im gleichen Jahr beseitigt werden, wobei die Brüstungen größtenteils neu aufgemauert werden mussten.

Unweit der Brücke liegt das römische Kastell Vetoniania auf einer Bergzunge. Weitere 10 Kilometer nördlich verlief der Limes, die Außengrenze des Reiches.

Das Kastell liegt südlich des heutigen Dorfes auf dem sog. „Kirchberg“, einer spitz zulaufenden Bergzunge, 42 Meter über dem Altmühltal. Es bildete ein Rechteck von 189 Meter Länge und 145 Meter Breite und entsprach einer Fläche von 2,75 ha. Die Bergzunge wird von drei Tälern umschlossen, daraus ergab sich für das Kastell eine strategisch optimale Lage.

In Pfünz findet man die unter anderem von Friedrich Winkelmann zwischen 1884 und 1900 ergrabenen Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der rückwärtigen Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 höchstwahrscheinlich endgültig von den Alamannen zerstört. Sichtbar sind konservierte Teile der Grundmauern sowie des in den anstehenden Felsen geschlagenen Doppelspitzgrabens. Das Nordtor wurde rekonstruiert.



Mittwoch, 6. Oktober 2021

Impressionen aus Mittelfranken - Hopfenland und Seenland

Das "Mühlreisighaus" in Spalt - das schönste Hopfenbauernhaus Deutschlands

Die hochgiebligen imposanten Fachwerkhäuser mit bis zu fünf Böden entsprachen nicht der architektonischen Mode der damaligen Zeit, sondern dienten zur Trocknung der Hopfendolden. Durch die aufgeklappten Giebelläden und Dachgauben konnte die Luft optimal zirkulieren. Besonders sehenswert ist das Hopfengut Mühlreisig aus dem Jahr 1746, das an der Staatsstraße Richtung Wassermungenau steht. Das Mühlreisighaus in Spalt steht auf dem Hopfengut Mühlreisig. Das sechs-geschossige Hopfenlagerhaus fällt durch sein gebrochenes Steilsatteldach und seine rote Farbe auf. Es wurde 1746 erbaut und zum Trocknen und Lagern von Hopfen verwendet. Es liegt ziemlich weit außerhalb der Stadt Spalt an der Staatsstraße nach Wassermungenau. Das Mühlreisighaus ist das höchste und wohl bedeutendste mittelfränkische Hopfenbauernhaus.


Der Spalter Hopfen zählt zu den besten Hopfensorten der Welt.

Das Hopfenzentrum Frankens - Spalter Hopfen genießt Weltruf und selbstverständlich spielt er eine Hauptrolle in der Stadt mit ihrer 450-jährigen Brautradition. Das Spalter Bier schmeckt herrlich frisch und hopfig. Der edle Lupulingehalt des Spalter Hopfens macht ihn weltweit zum begehrten Rohstoff zahlreicher Brauereien. Zu seinem Schutze erhielt er das älteste Hopfensiegel Deutschlands bereits im Jahr 1538.
Ornbau an der Altmühl - Das „Tor zum Fränkischen Seenland“

Die Zwergstadt an der europäischen Wasserscheide: Ornbau ist eine der kleinsten Städte Bayerns mit etwas mehr als 1.700 Einwohnern.
Im Jahr 1313 hat der Fürstbischof von Eichstädt nämlich vom Kaiser höchstpersönlich das Recht bekommen, Ornbau zu befestigen, also eine Mauer drum herum zu bauen. Ein Ort mit einer Mauer drum herum war damals automatisch eine Stadt – und diesen Titel haben die Ornbauer bis heute nicht mehr hergegeben.

Die Stadtmauer ist heute noch fast komplett erhalten. Das meiste stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Stadtgraben unter der Brücke ist auch noch gut zu erkennen.
Das untere Stadttor, das in seinem Aufbau gut erhalten blieb, schirmte als Bastei mit seinen Geschützen die Altmühlübergänge, insbesondere die Altmühlbrücke. Zwischen Brücke und unterem Tor verlief ein Graben, der mit der „unteren Zugbrücke überquert werden konnte. Innerhalb des Stadttores befand sich ein eisernes Fallgitter, von dem die Führungsrinnen in Stein noch sichtbar sind. Die heutige fünfbogige steinerne Brücke wurde wohl um die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und in den Jahren 1805/07 auf Staatskosten so erstellt wie sie heute ist. Die aus groben Sandsteinquadern erbaute Brücke ist ein Schmuckstück im oberen Altmühltal.


Montag, 5. April 2021

Unterwegs im Altmühltal


Das Altmühltal beginnt mit der Altmühlquelle an der Frankenhöhe nordwestlich von Leutershausen und endet in Kelheim an der Donau bei Regensburg. Die oberen drei Viertel des Tals liegen im bayerischen Regierungsbezirk Mittelfranken. Ein Stück fließt die Altmühl durch den Landkreis Eichstätt im Regierungsbezirk Oberbayern. Ein kleiner Teil gehört zum Regierungsbezirk Oberpfalz, die Mündung zu Niederbayern. Für manche Autoren gilt es als die Wiege des Geotourismus in Europa. Über besondere Bekanntheit verfügt das Altmühltal aufgrund der im Kalkgestein auffindbaren Fossilien (z. B. Archaeopteryx).

Die Altmühl ist Bayerns langsamster Fluss. Auf ihrem windungsreichen Weg zur Donau mäandert sie an Treuchtlin­gen, Solnhofen und Dollnstein vorbei zur Bischofs- und Universitätsstadt Eichstätt und fließt über Kipfenberg, Kinding und Beilngries bis nach Dietfurt. Dort trifft sie auf den Main-Donau-Kanal, der von Nürnberg kommend durch Berching und Beilngries führt. Gemeinsam streben sie ab Dietfurt und vorbei an Riedenburg der Mündung in die Donau bei Kelheim entgegen.


Im Video fahren wir, von Kelheim kommend, flußaufwärts bis zum Karlsgraben bei Treuchtlingen.

Kelheim - Befreiungshalle auf dem Michelsberg


Ein kostspieliges Vergnügen war für den Bayernkönig Ludwig I. die Fertigstellung der Befreiungshalle auf dem Michelsberg bei Kelheim, bezahlte er das Bauwerk doch nach seinem Rücktritt als Staatsoberhaupt aus seiner Privatschatulle. Sein Ehrgeiz, den Marschällen und Generälen der napoleonischen Befreiungskriege ein Denkmal zu setzen, war ihm 20 Millionen wert gewesen. Die Bauzeit betrug mehr als 20 Jahre. Eingeweiht wurde das von Gärtner begonnene und von Leo von Klenze fertiggestellte Bauwerk am 50. Jahrestag der Völkerschlacht von Leipzig, am 18. Oktober 1863, in Anwesenheit aller noch lebenden Feldherren der Befreiungskriege. Das Innere des Rundbaus ziert eine Galerie von 34 sogenannten Viktorien, Siegesgöttinnen also, die jeweils in ihrer Mitte einen aus feuervergoldeter erbeuteter Geschützbronze gegossenen Schild mit den siegreichen Gefechten der Befreiungskriege von 1813 bis 1815 halten. Die Namen der Feldherren und der eroberten Festungen sind gleichfalls darauf festgehalten. Beachtlich ist auch die Aussicht von der Außenbrüstung auf Donau- und Altmühltal.

Die Pfarrkirche St. Vitus in Kottingwörth (Naturpark Altmühltal, Landkreis Eichstätt) beherbergt in ihrer Taufkapelle im Chorturm eine kulturhistorische Einmaligkeit: mittelalterliche Fresken aus dem Jahr 1310. Entdeckt wurden diese Ende des 19. Jahrhunderts unter dem Wandputz der ansonsten im frühen 18. Jahrhundert im Barock umgestalteten Kirche.


Sankt Vitus wird oft "der kleine Dom des Altmühltals" genannt. Den großen Dom finden wir in Eichstätt.

Der Dom zu Eichstätt


Der Eichstätter Dom ist die Grablege des Heiligen Willibald und das Mortuarium ist der bedeutendste Raum der deutschen Spätgotik.

Die Gubgoldinger Wacholderheide


Was der Heide ihr eigenartiges Gepräge gibt, sind die unzähligen Exemplare des meist buschförmigen Gemeinen Wacholders. Dazwischen finden sich auch säulenförmige Wuchsformen. Neben den Wacholderbeständen, die durch wilde Rosen, Schlehen und Weißdorn aufgelockert werden, konnte sich auf den Felsen und felsigen Teilen eine prächtige Steppenheide halten.

Die Gungoldinger Wacholderheide entstand im Mittelalter durch Rodung des Waldes und Viehbeweidung. Auf der Fläche konnten sich dann die Pflanzenarten des Trockenrasens ausbreiten. Wir finden hier prachtvolle Polster der Felsennelke und der sehr seltenen Spitzblättrigen Miere, das Kahlblättrige Heideröschen, ebenfalls eine große Seltenheit, und drei Enziane: Frühlingsenzian, Gefranster Enzian und Deutscher Enzian. Diese wertvollen, von Menschenhand geschaffenen Pflanzenstandorte bedürfen einer ständigen Pflege durch Schafbeweidung, da sonst Gebüsch und Wald die Heide zurückerobern.


Die Gungoldinger Wacholderheide wird als die schönste der südlichen Frankenalb bezeichnet, obgleich vor einigen Jahrzehnten noch viele Wacholderbäume wegen der vielseitigen Verwendbarkeit gefällt wurden. Räucherwerk aus den Zweigen diente nicht nur zum Räuchern von Schinken und Wurst, sondern auch der Abwehr von Krankheiten, Pestilenz und bösen Mächten in Haus und Hof.

Ornbau an der Altmühl - Das „Tor zum Fränkischen Seenland“


Die Zwergstadt an der europäischen Wasserscheide: Ornbau ist eine der kleinsten Städte Bayerns mit etwas mehr als 1.700 Einwohnern.

Im Jahr 1313 hat der Fürstbischof von Eichstädt nämlich vom Kaiser höchstpersönlich das Recht bekommen, Ornbau zu befestigen, also eine Mauer drum herum zu bauen. Ein Ort mit einer Mauer drum herum war damals automatisch eine Stadt – und diesen Titel haben die Ornbauer bis heute nicht mehr hergegeben.

Die Stadtmauer ist heute noch fast komplett erhalten. Das meiste stammt aus dem 15. Jahrhundert. Der Stadtgraben unter der Brücke ist auch noch gut zu erkennen.

Das untere Stadttor, das in seinem Aufbau gut erhalten blieb, schirmte als Bastei mit seinen Geschützen die Altmühlübergänge, insbesondere die Altmühlbrücke. Zwischen Brücke und unterem Tor verlief ein Graben, der mit der „unteren Zugbrücke überquert werden konnte. Innerhalb des Stadttores befand sich ein eisernes Fallgitter, von dem die Führungsrinnen in Stein noch sichtbar sind. Die heutige fünfbogige steinerne Brücke wurde wohl um die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und in den Jahren 1805/07 auf Staatskosten so erstellt wie sie heute ist. Die aus groben Sandsteinquadern erbaute Brücke ist ein Schmuckstück im oberen Altmühltal.


Am Altmühlsee im Fränkischen Seenland





Samstag, 3. August 2019

Unterwegs im Landkreis Roth (Teil 3)


Ornbau im Fränkischen Seenland - An der Altmühlbrücke

Unteres Tor:
Das untere Stadttor, das in seinem Aufbau gut erhalten blieb, schirmte als Bastei mit seinen Geschützen die Altmühlübergänge, insbesondere die Altmühlbrücke. Zwischen Brücke und unterem Tor verlief ein Graben, der mit der „unteren Zugbrücke überquert werden konnte. Innerhalb des Stadttores befand sich ein eisernes Fallgitter, von dem die Führungsrinnen in Stein noch sichtbar sind.


Altmühlbrücke:
Die heutige fünfbogige steinerne Brücke wurde wohl um die Mitte des 17. Jahrhunderts erbaut und in den Jahren 1805/07 auf Staatskosten so erstellt wie sie heute ist. Die aus groben Sandsteinquadern erbaute Brücke ist ein Schmuckstück im oberen Altmühltal.

Der Brückenheilige Sankt Nepomuk:
Auf dem Scheitel der „Ornbauer Bruckn“ an dem ersten Ausweichlager steht die barocke Sandsteinskulptur des heiligen Nepomuks. 1752 hat der Stadtmüller Josef Eder zur Ehre Gottes diese herrliche, barocke Sandsteinskulptur gestiftet.


Der Bilderstock an der Altmühlbrücke:
1611 unter Bischof Johann Konrad von Gemmingen errichtet. Der Sandsteinpfeiler ist dreifach, nach oben verjüngend, abgesetzt und von einer quadratischen Ecksäule mit vier gut erhaltenen und ausdrucksvollen Halbreliefs gekrönt: die Geißelung und Dornenkrönung Christi, die Kreuztragung, die Kreuzigung und den drei weinenden Frauen und die Auferstehung. Über dem Bild der Kreuzigung sind die Wappen des Bischofs und der Stadt angebracht, darunter, unter dem Gesims, die Jahreszahl 1611 mit dem Steinmetzzeichen. Den Abschluss der etwa drei Meter hohen Steinsäule bildet ein schmiedeeisernes griechisches Kreuz.

Am Altmühlzuleiter bei Ornbau

Der Altmühlzuleiter ist ein etwa 4,7 Kilometer langer, in den 1970er Jahren entstandener, künstlicher Wasserlauf, mit dem bei Hochwasser in der Nähe der Ortschaft Gern bei Ornbau im Landkreis Ansbach der Altmühl Wasser entnommen und dem Altmühlsee nahe Streudorf bei Gunzenhausen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zugeführt wird. Der Zuleiter ist in der Regel gut 50 Meter breit und etwa zwei Meter tief. Altmühlzuleiter, Altmühlsee und Altmühlüberleiter dienen der Donau-Main-Überleitung.


Sonntag, 28. Juli 2019

Die Heimat des Urvogels feiert Geburtstag

Einer unserer liebsten Picknickplätze: An der Alten Brücke bei Pfünz im Altmühltal.

Im Jahr 2019 hat der Naturpark Altmühltal Anlass zum Feiern: Seine Gründung jährt sich zum 50. Mal. Über die Landkreis- und Bezirksgrenzen hinweg entstand 1969 am Schnittpunkt von Altbayern, Franken und Schwaben der damals größte Naturpark in Deutschland mit knapp 3.000 Quadratkilometern Fläche.

Die Römer wachen noch immer bei Pfünz


Zu den beliebtesten Fotomotiven des Altmühltals - bei Profis und Amateuren gleichermaßen - gehören die beiden Legionäre bei Pfünz. In Pfünz findet man Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 schließlich endgültig von den Alemannen zerstört. Sichtbar sind noch Teile der Grundmauern , das Nordtor wurde rekonstruiert.

 

Ein Ausflug im Naturpark Altmühltal: Wir besuchen Landersdorf mit seinen vorgeschichtlichen Grabhügeln und dem Keltendorf, Pfünz mit seiner mittelalterlichen Steinbrücke über die Altmühl und der Rekonstruktion eines römischen Kastells am rätischen Limes.

Highlights im Altmühltal - Keltendorf und Grabhügel in Landersdorf, Alte Brücke und römisches Kastell in Pfünz, Karlsgraben bei Treuchtlingen

Die Altmühlbrücke Pfünz (Gemeinde Walting, Landkreis Eichstätt, Oberbayern) gilt als eine der bedeutendsten historischen Steinbrücken Bayerns. Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter. Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Der alte Flussübergang wurde 1979 durch einen Neubau entlastet und ist seitdem nur für Fußgänger und Radfahrer freigegeben. Die erhaltene vierjochige Bogenbrücke geht wahrscheinlich auf das 15. Jahrhundert zurück. Um 1486 wird ein Brückenzoll zu Pfünz erwähnt.

Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Die Fossa Carolina - Hier versuchte schon Karl der Große Rhein und Donau zu verbinden. Das Projekt scheiterte an den schweren Regenfällen, die den Aushub immer wieder in den Kanal zurückspülten. Hier bei Treuchtlingen ist die Europäische Talwasserscheide.


Dieser Brunnen beim Treuchtlinger Ortsteil Graben steht an der südlichsten Stelle der europäischen Hauptwasserscheide. Der linke Ausfluß ergießt sich in den Karlsgraben, den ersten Versuch Karls des Großen vor über tausend Jahren, Rhein und Donau zu verbinden, und somit ins Schwarze Meer. Der rechte, nördliche, Ausfluß leitet sein Wasser in die Rezat und über Rednitz, Regnitz, Main und Rhein nach rund 1.000 Kilometern in die Nordsee.

Cabrioausflug zur Steinernen Rinne bei Rohrbach im Naturpark Alltmühltal


Bei Rohrbach wuchs das Bachbett über seine Umgebung hinaus und es entstand ein eigentümlicher Kalktuffdamm, eine "Steinerne Rinne" von etwa 60 Metern Länge und bis zu 1,5 Metern Breite.

Die "Steinernen Rinnen" stellen eine geologische Besonderheit dar. Im Normalfall wird durch das fließende Wasser in der Regel Erdreich abgetragen. Bei der "Steinernen Rinne" geschieht jedoch genau das Gegenteil. Überwiegend an Waldhängen sammelt sich in unterirdischen Becken kalkreiches Wasser.

Eine Tonschicht verhindert das weitere Versickern. Sobald nun das Wasser an die Oberfläche tritt, bildet sich aus dem Sauerstoff der Luft und dem kohlensauren Kalk des Wassers der so genannte Kalktuff. Dieser überzieht dann Moose, Blätter und kleine Äste, wodurch im Laufe von vielen Jahren ein Damm gebildet wird. Auf diesem läuft in einer Rinne das kalkreiche Wasser des Bächleins dahin.

Steinerne Rinnen, auch wachsende Steine genannt, entstehen durch Kalkabscheidungen aus fließendem Wasser. Während sonst Kalktuffe meist flächig oder in breiten Wölbungen vorkommen, hat man es hier mit einer linearen, in Richtung des fließenden Wassers ziehenden Erhöhung zu tun. Gewöhnlich gräbt sich ein Bach durch die erosive Kraft des fließenden Wassers in sein Bett. Bei Steinernen Rinnen dagegen wird durch Kalkabscheidung das Bachbett erhöht.

Die Rinne befindet sich in einem Laubwald, der eine üppige Bodenflora aufweist wie Moose, Farne und zahlreiche Blütenpflanzen. Der Wasserlauf wird durch kleine Wasserfälle und Seen im Kleinformat unterbrochen. Am Rand der Rinne findet man Gräser und Feuchtigkeit liebende Blumen (z. B. Sumpfdotterblume). Die Rohrbacher Rinne entspringt über dem Ornatenton in einer Quellnische des unteren Weißjura. Das Bächlein verlässt nach ca. 20 m Lauf die Nische und fließt dann ca. 100 m auf einem Tuffdamm den Hang abwärts. Bei der Quelle handelt es sich um eine Überlaufquelle.

Die Steinerne Rinne ist als Naturdenkmal und vom Bayerischen Landesamt für Umwelt als Geotop 577R004 ausgewiesen. Das Gelände ist durch einen Holzsteg gut erschlossen. Bei der Steinernen Rinne überwindet der Limeswanderweg, ein Teilabschnitt des Deutschen Limes-Wanderwegs, den Trauf der Fränkischen Alb.

===> Ähnlicher Artikel

Sonntag, 22. April 2018

Unterwegs im Altmühltal


Unterwegs im Altmühltal - wir besuchen Solnhofen, Eichstätt, Beilngries, Kelheim und Treuchtlingen. Wir sehen die Sola-Basilika, die Zwölf Apostel, den Karlsgraben (Fossa Carolina), das idyllische Hexenagger und die Bavaria-Buche bei Pondorf (Altmannstein). Auch werfen wir einen Blick in die Kalkschiefer-Steinbrüche und genießen eine Brotzeit mit kühlem dunklem Weißbier auf der Willibaldsburg. Beeindruckend auch die Friedensmale im Hessental. Die Gungoldinger Wacholderheide ist eine alte Kulturlandschaft.


Auf den Spuren der Geschichte:


Eine Fahrt ab Kelheim Richtung Beilngries, dann über Plankstetten mit seiner Abtei Richtung Neumarkt in der Oberpfalz. Ein Abstecher führt uns nach Kinding und Greding.


Steine aus dem Altmühltal für den ländlichen Garten

Achtung, wichtiger Hinweis für alle "Stein-Fans": Steine sammeln ist - außer im Fossilien-Steinbruch des Landkreises Eichstätt - nur und lediglich im Abraum und Abfall (außerhalb des Bruchs) aktiver und in Betrieb befindlicher Steinbrüche möglich. Das Betreten der Steinbrüche und die Mitnahme von Steinen aus dem Bruch selbst ist nicht gestattet. Hinweisschilder machen darauf aufmerksam. Und aus diesem Grund sind für die Sammler außerhalb diese "Schuttberge" mit Abfallsteinen quasi zum Bedienen "ausgelegt".




Samstag, 21. April 2018

Römer und Kelten im Altmühltal

Die Legionäre bei Pfünz

Zu den beliebtesten Fotomotiven des Altmühltals - bei Profis und Amateuren gleichermaßen - gehören die beiden Legionäre bei Pfünz. In Pfünz findet man Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 schließlich endgültig von den Alemannen zerstört. Sichtbar sind noch Teile der Grundmauern , das Nordtor wurde rekonstruiert. Ein Modell des Lagers sowie Funde findet man in der frühgeschichtlichen Sammlung auf der Willibaldsburg in Eichstätt.


Die Römer in Pfünz - Auf den Spuren der Geschichte - Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter. Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Und oberhalb von Pfünz befindet sich die Rekonstruktion eines Kastells, das hier einst der Sicherung des Limes diente. Und unten an der Bundesstraße halten zwei Legionäre (aus Bronze) noch immer die Wacht. Ein allseits beliebtes Fotomotiv.


Für uns ist die Brücke von Pfünz auch immer ein beliebter Platz für ein Picknick.


Der Limesturm von Erkertshofen - Die einzige in Stein gebaute Rekonstruktion in Deutschland

Erkertshofen gehört zum Markt Titting (Landkreis Eichstätt) und liegt am Rand des Naturparks Altmühltal auf der Höhe des Jura. Hier verlief einst der rätische Limes.


Das Keltendorf von Landersdorf

Im Keltendorf in Landersdorf (Markt Thalmässing im Landkreis Roth, Mittelfranken) kann man hautnah erleben, wie die Kelten wohnten, lebten, Ackerbau betrieben usw.


Vorgeschichtliche Grabhügel bei Landersdorf


Archäologische Grabungsfunde in Landersdorf lassen eine Besiedlung schon zur Jungsteinzeit erkennen. Ein keltisches Gräberfeld stammt aus der frühen Eisenzeit.


Montag, 5. März 2018

Die Römer im Altmühltal

Die Legionäre bei Pfünz


Die Römer in Pfünz - Auf den Spuren der Geschichte - Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter. Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Und oberhalb von Pfünz befindet sich die Rekonstruktion eines Kastells, das hier einst der Sicherung des Limes diente. Und unten an der Bundesstraße halten zwei Legionäre (aus Bronze) noch immer die Wacht. Ein allseits beliebtes Fotomotiv.


Freitag, 19. Januar 2018

Unterwegs im Naturpark Altmühltal


Ein besonders Gotteshaus: Die Wehrkirche Mariä Geburt in Kinding

Eine außergewöhnliche Kirche gibt es in der Pfarrei Kinding im Bistum Eichstätt (Bild oben). Denn die Pfarrkirche Mariä Geburt zählt zu den Wehrkirchenanlagen. Die Kirchenburg diente als Schutz vor Angreifern. Die Kirchenburg Kinding mit dem Kirchenpatrozinium Mariä Geburt ist eine spätmittelalterliche Wehrkirchenanlage. Nach alter Überlieferung erbaute der bayerische Lehnsherr von Kinding, Ulrich I. Schenk von Geyern, nach 1310 aus dem Abbruchmaterial seiner Burg die Kirche, zumindest das Langhaus. Das Untergeschoss des Kirchturms reicht in die romanische Zeit zurück.

Unterwegs an Altmühl und Schwarzach - Eine Fahrt ab Kelheim Richtung Beilngries, dann über Plankstetten mit seiner Abtei Richtung Neumarkt in der Oberpfalz. Ein Abstecher führt uns nach Kinding und Greding.


Unterwegs im Altmühltal - wir besuchen Solnhofen, Eichstätt, Beilngries, Kelheim und Treuchtlingen. Wir sehen die Sola-Basilika, die Zwölf Apostel, den Karlsgraben (Fossa Carolina), das idyllische Hexenagger und die Bavaria-Buche bei Pondorf (Altmannstein). Auch werden wir einen Blick in die Kalkschiefer-Steinbrüche und genießen eine Brotzeit mit kühlem dunklem Weißbier auf der Willibaldsburg. Beeindruckend auch die Friedensmale im Hessental. Die Gungoldinger Wacholderheide ist eine alte Kulturlandschaft.


Ein Ausflug im Naturpark Altmühltal: Wir besuchen Landersdorf mit seinen vorgeschichtlichen Grabhügeln und dem Keltendorf, Pfünz mit seiner mittelalterlichen Steinbrücke über die Altmühl und der Rekonstruktion eines römischen Kastells am rätischen Limes und fahren dann das Altmühltal hoch, vorbei am Fundort des Urvogels Archäopteryx und der faszinierenden Felsformation der Zwölf Apostel.


Eichstätt:


Die Steinerne Rinne bei Rohrbach im Naturpark Altmühltal

Die Steinerne Rinne bei Rohrbach im Naturpark Altmühltal -- Hier baut sich ein Bach seinen eigenen Damm - Bei Rohrbach wuchs das Bachbett über seine Umgebung hinaus und es entstand ein eigentümlicher Kalktuffdamm, eine "Steinerne Rinne" von etwa 60 Metern Länge und bis zu 1,5 Metern Breite. Steinerne Rinnen, auch wachsende Steine genannt, entstehen durch Kalkabscheidungen aus fließendem Wasser. Während sonst Kalktuffe meist flächig oder in breiten Wölbungen vorkommen, hat man es hier mit einer linearen, in Richtung des fließenden Wassers ziehenden Erhöhung zu tun. Gewöhnlich gräbt sich ein Bach durch die erosive Kraft des fließenden Wassers in sein Bett. Bei Steinernen Rinnen dagegen wird durch Kalkabscheidung das Bachbett erhöht.


Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Die Fossa Carolina

Der Karlsgraben bei Treuchtlingen - Der erste Vorläufer des Main-Donau-Kanals - Die Fossa Carolina (auch der Karlsgraben genannt) war eine Verbindung zwischen Schwäbischer Rezat und Altmühl in Bayern.

Zwischen Altmühl und Rezat liegt beim Dorf Graben (Ortsteil von Treuchtlingen) eines der größten technischen Kulturdenkmäler des frühen Mittelalters: die FOSSA CAROLINA (Karlsgraben). Eine heute noch 500 Meter lange Wasserfläche und daran anschließende Erdwälle zeugen von dem ersten Versuch, die Flusssysteme von Rhein und Donau durch eine Wasserstraße zu verbinden.

Karl der Große ließ hier im Jahre 793 einen rund 3000 Meter langen Kanal ausheben, um bequem mit Schiffen in den Südosten seines Reiches fahren zu können und den Nachschub für das fränkische Heer zu sichern.

Der Karlsgraben wurde vom Bayerischen Umweltministerium als eines der 100 schönsten Geotope Bayerns ausgezeichnet.


Mittwoch, 22. Februar 2017

Pfünz im Altmühltal


Die Römer in Pfünz - Auf den Spuren der Geschichte - Die oft als Römerbrücke bezeichnete Brücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter (schöner Platz übrigens für ein Picknick). Da sich aber der Ortsname Pfünz vom lateinischen Pons (Brücke) ableitet, ist davon auszugehen, dass sich hier auch bereits in der Römerzeit eine Brücke über den Fluß befunden hat. Und oberhalb von Pfünz befindet sich die Rekonstruktion eines Kastells, das hier einst der Sicherung des Limes diente. Und unten an der Bundesstraße halten zwei Legionäre (aus Bronze) noch immer die Wacht. Ein allseits beliebtes Fotomotiv.

Dienstag, 21. April 2015

Roadmovie: Altmühltal und Oberpfalz

Bild oben: Essing im Altmühltal

Wir unternehmen eine Fahrt von Kelheim am Zusammenfluss von Altmühl und Donau das Altmühltal aufwärts bis Beilngries und von dort weiter Richtung Neumarkt in der Oberpfalz.

Roadmovie - 19. April 2015 from Franz Roth on Vimeo.


Und was gibt es unterwegs zu sehen?

Ein "Must-See" ist auf jeden Fall die katholische Pfarrkirche Sankt Vitus in Kottingwörth mit ihren Fresken aus dem Jahr 1310. Sankt Vitus wird auch "der kleine Dom des Altmühltals" genannt. Der "große" ist der Willibalds-Dom in Eichstätt.


Kottingwoerth - Fresken von 1310 by Franz Roth

Unweit, über Beilngries, thront das Schloß Hirschberg, einst ein Sommersitz der Bischöfe von Eichstätt, heute eine Seminarstätte des Bistums.


Und nur wenige Kilometer weiter Richtung Neumarkt, entlang des "Alten Kanals", des Ludwig-Main-Donau-Kanals, passieren wir die Benediktinerabtei Plankstetten.


Nach Plankstetten passieren wir Berching, das "Kleinod des Mittelalters".


Zur Stadt Berching gehört auch Erasbach. Christoph Willibald Ritter von Gluck galt zu seiner Zeit als Erneuerer der Oper. Er wirkte u.a. in London. Geboren aber ist er in dem kleinen Örtchen Erasbach in der Oberpfalz. Seine Heimatgemeinde erinnert mit einem Denkmal in Form einer Harfe am Ortseingang an den großen Sohn.


Willibald Gluck - Erasbach, sein Geburtsort in der Oberpfalz by Franz Roth


Nicht versäumen sollte man auch Mariahilf in Freystadt, eine der bedeutendsten Marienwallfahrten Bayerns. Und hier haben sich die Barockkünstler Cosmas Damian und Egid Quirin Asam ihre ersten Meriten erworben.


Asamkirche Mariahilf in Freystadt by Franz Roth


Und wieder ganz in der Nähe entdecken wir ein weiteres kulturhistorisches Highlight: In Seligenporten finden wir in der Kirche des ehemaligen Klosters Deutschlands ältestes Chorgestühl, einen über 600 Jahre alten Nonnenchor.


Deutschlands ältestes Chorgestühl in Seligenporten by Franz Roth

Freitag, 25. Juli 2014

Unterwegs im Naturpark Altmühltal


Immer wieder einen Ausflug wert, ob zur Gungoldinger Wacholderheide (Bilder oben) oder zu anderen interessanten Zielen, der Naturpark Altmühltal. Einige dieser Ziele möchte ich in Videos vorstellen.


Durchs Almühltal bei Solnhofen - Cabrio-Tour - Ein Roadmovie by Franz Roth

Ein Road-Movie: Cabrio-Fahrt durchs Altmühltal bei Solnhofen durch urwüchsige Landschaft und Natur. Wir passieren die Fundstelle des Urvogels Archäopteryx, der heute im Bürgermeister-Müller-Museum in Solnhofen ausgestellt ist, sowie die beeindruckende Felsformation der Zwölf Apostel.


Die Steinerne Rinne bei Rohrbach - Naturpark Altmühltal by Franz Roth

Ein Bach baut sich seinen eigenen Damm - Die Steinerne Rinne bei Rohrbach am Rande des Naturparks Altmühltal - Steinerne Rinnen sind typische Naturwunder des Jura: Das fließende Wasser reagiert unter Luftsauerstoff mit dem Kalk des Gesteins und bildet Tuff. Und dieser Damm wächst kontinuierlich, wenn auch sehr langsam.


Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal by Franz Roth

Auf den Spuren von Römern und Kelten im Naturpark Altmühltal. Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen (Markt Thalmässing, Mittelfranken, Landkreis Roth), eine Rekonstruktion eines Wachturms des rätischen Limes. Bei Landersdorf ist die Nachbildung eines Keltendorfes zu finden sowie Grabhügel aus der Hallstattzeit. Dann besuchen wir Pfünz mit seiner alten Brücke und die Rekonstruktion des dortigen römischen Kastells. Mauerreste und Wallanlagen sind zum Teil noch original. Die Brücke von Pfünz wird oft Römerbrücke genannt, sie stammt aber aus dem Mittelalter und gehört zu den ältesten Steinbrücken Bayerns. Da sich der Name Pfünz aber vom lateinischen Pons (die Brücke) ableitet ist davon auszugehen, dass sich hier schon in der Römerzeit eine Brücke über die Altmühl befunden hat.


Der Karlsgraben bei Treuchtlingen (3 Versionen) by Franz Roth

Der Karlsgraben beim Treuchtlinger Ortsteil Graben ist der erste Vorläufer des Rhein-Main-Donau-Kanals. Hier versuchte bereits Karl der Große Altmühl und Rednitz, und damit Rhein und Donau, zu verbinden. Das ambitionierte Projekt des frühen Mittelalters scheiterte an den damaligen Witterungsverhältnissen, denn dauernde schwere Regenfälle verschütteten immer wieder den ausgehobenen Kanal. Beim Karlsgraben ist auch die Europäische Talwasserscheide. --- Dieses Video beinhaltet 3 verschieden bearbeitete Versionen ---


Die Bavariabuche ist tot - Requiem für einen Baum by Franz Roth


Ein Baum ist tot. Dem heftigen Gewitter mit schwerem Sturm am Montag, 19. August 2013, ist am Nachmittag die schon seit vielen Jahren schwer geschädigte, 500 bis 900 Jahre alte, Rotbuche zum Opfer gefallen.

Die Bavaria-Buche war einer der bekanntesten und schönsten Bäume Deutschlands - unweit der Ortschaft Pondorf (Markt Altmannstein) im oberbayerischen Landkreis Eichstätt im Naturpark Altmühltal.

Die uralte Rotbuche (lat. Fagus sylvatica) war im Rahmen einer Verordnung des Landkreises Eichstätt als Naturdenkmal geschützt. Geprägt von vielen Lebensjahren in der herben Juralandschaft trotzte die Bavaria-Buche über Jahrhunderte Wind und Wetter.

Das Leben der Bavaria Buche neigte sich schon seit vielen Jahren dem Ende entgegen.

Seit einiger Zeit brachen Äste und Stammteile aus. Außerdem wurde die Bavaria-Buche von einem Brandkrustenpilz befallen, der den Zusammenbruch des gesamten Baumes bewirken würde.

Nach gewissenhafter Prüfung des Baumzustandes entschied man sich für das natürliche Sterben des Baumes: Damit akzeptierte man sein allmähliches Vergehen im Ökokreislauf. Als Schutzzone um die Bavaria-Buche wurde eine großflächige Einzäunung angebracht.

Und nun ist der alte Patriarch nicht mehr.

Montag, 25. November 2013

Die Römer wachen noch immer bei Pfünz


Zu den beliebtesten Fotomotiven des Altmühltals - bei Profis und Amateuren gleichermaßen - gehören die beiden Legionäre bei Pfünz. In Pfünz findet man Reste des Römerkastells Vetoniana. Das Kastell wurde unter Kaiser Domitian erbaut und bildete einen Teil der Befestigungen des Limes. Zunächst in Holz, unter Kaiser Antoninus Pius in Stein erbaut, 166 zerstört und wiederaufgebaut, wurde es 233 schließlich endgültig von den Alemannen zerstört. Sichtbar sind noch Teile der Grundmauern , das Nordtor wurde rekonstruiert. Ein Modell des Lagers sowie Funde findet man in der frühgeschichtlichen Sammlung auf der Willibaldsburg in Eichstätt.


Die Römer in Pfünz by Franz Roth

Auf den Spuren der Römer in Pfünz im Altmühltal - Die immer wieder als "Römerbrücke" bezeichnete Steinbrücke über die Altmühl ist aus dem Mittelalter und zählt zu den bedeutendsten und ältesten Steinbrücken Bayerns. Aber der Name Pfünz leitet sich vom lateinischen Pons (Brücke) ab und so ist davon auszugehen, dass hier auch in der Römerzeit am rätischen Limes schon eine Brücke gewesen ist. Und über Pfünz finden wir die Rekonstruktion eines Kohorten-Kastells. Mit teilweise noch original erhaltenen Wällen.