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Donnerstag, 12. September 2019

Wieder ein regionaler Anbieter weniger


Der "Nah und gut Frischemarkt Schnabel" in der Pirmasenser Straße 62 in Vinningen hat Ende März bereits geschlossen. Rund 20 Jahre führten Marianne und Ehemann Herbert Schnabel das Geschäft. Vor allem wirtschaftliche Gründe und gesundheitliche Aspekte seien für die Entscheidung verantwortlich, so Marianne Schnabel. Auf 400 Quadratmetern bot der Markt ein breites Lebensmittelsortiment, eine große Fleisch- und Wurst- sowie eine Käsetheke, frische Brötchen und Backwaren, Obst und Gemüse sowie einen Getränkemarkt.

     

Der Frischemarkt war der einzige Lebensmitteladen auf der gesamten Hackmesserseite. Aus Vinningen, Bottenbach, Hilst, Schweix, Kröppen, Trulben und Eppenbrunn kamen die Kunden, ja sogar aus dem benachbarten Lothringen.

Und dann kommt mal eben so der Herr Bundespräsident Steinmeier mit seiner Genossin Malu Dreyer vorbei und sie labern über die "Entwicklung des ländlichen Raumes" ...


Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, besuchen am 22.10.2018 die Grundschule in Bottenbach. Zuvor haben sie in Großsteinhausen dem Dorfladen "Sonja's Lädche" einen Besuch abgestattet.

Sonja's Lädche in Großsteinhausen, der Dorfladen ist einer der letzten seiner Art. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte den Laden bei seiner Informationsreise durch die Südwestpfalz am 22. Oktober 2018.


Ländlicher Raum, kannste ohne Auto knicken.




Streetview: Von Bottenbach (haben wir wieder die guten Landeier gekauft) über die Eichelsbacher Mühle und Winzeln nach Pirmasens zu WASGAU in der Arnulfstraße.

Dienstag, 9. April 2019

Es ist was los in der Südwestpfalz


Italienischer Markt auf dem Schloßplatz in Zweibrücken - vom 05. bis 07. April 2019. Wir waren dort und haben einiges gekauft. Sehr leckere Sachen, Brot aus der Lombardei, Käse und Salami aus Sardinien und Dolce aus Sizilien.


Landgrafentage 2019 in Pirmasens


Großes Spektakel auf dem (Unteren) Schloßplatz (wir waren am 7. April dort). Zwischen Altem Rathaus und Schloßtreppen war einiges geboten, u.a. ein Spielmannszug und herrliche Artistik.


Erinnert sich noch jemand? 22.Oktober 2018: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht die Grundschule in Bottenbach und lernt unter anderem, wie man gesunde Schulbrote schmiert ...




Tja, dann brennt auch noch ein Windrad ab ...

Zwischen Vinningen und Obersimten (Kreis Südwestpfalz) hat am Donnerstagabend, 29. November 2018, 17:56 Uhr, ein Windrad Feuer gefangen.



Freitag, 2. November 2018

Two weeks later: Steinmeier in der Südwestpfalz


Zwei Wochen danach: Noch was zu hören, sehen, lesen vom Präsidentenbesuch? Wenig. Abgehakt. Irgendwas Konkretes für die Region? Fehlanzeige.

Video: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht am 22. Oktober 2018 die Grundschule in Bottenbach in der Südwestpfalz.


Der Bundespräsident und die Ministerpräsidentin rauschten in dicken Limousinen und mit viel Security durchs Land. Die lokale "Polit-Prominenz" stand bereit für Shake-Hands und Keep-Smiling. Der Präsident degustierte eine regionale Spezialität (Hoorische mit Specksoße), die dank des Sicherheitsaufwandes die teuersten Halb-und-Halb-Klöße aller Zeiten gewesen sein dürften.

Sorry, aber ein bißchen wirkte die Reise des Bundespräsidenten, wie wenn ein König seine Untertanen besucht.

Ländlicher Raum werde oft gleichgesetzt mit Postkartenidylle einerseits und abgehängt sein andererseits. Steinmeier ist überzeugt: "Beides ist komplett falsch."

Die Idylle aber trügt. Vielerorts bereiten sehr wohl Strukturprobleme den Menschen gewaltig Kopfzerbrechen. Eine schlechte ärztliche Versorgung sowie eine wackelige Mobilfunkverbindung und die Unterfinanzierung des Gemeindehaushalts, das sind die Probleme des ländlichen Raumes.

Und während der Bundespräsident von der digitalen Zukunft sprach, hatten die mitgereisten Journalisten meist keine Internetverbindung. Und wenn, dann das französische Netz. Kennen wir auch zur Genüge im Bereich Mobilfunk.

Nun ja, diesbezüglich soll es ja jetzt Abhilfe geben:


Wobei diese Abhilfe aber nicht auf den Präsidentenbesuch zurückzuführen ist.

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Donnerstag, 25. Oktober 2018

Eine persönliche Betrachtung zum Besuch des Bundespräsidenten in der Südwestpfalz


Ich komme doch nochmal auf den Präsidentenbesuch zurück. Mir fiel nämlich siedend heiß ein, wie froh ich vor runden 46 Jahren gewesen bin, endlich ein Auto zu haben. Denn die Busverbindungen zu unserem südwestpfälzischen "Kaff" waren mehr als beschissen.


Und sie sind es heute noch (der Fahrplan unter meinem Käfer-Bild ist der aktuelle). Mittlerweile im Dorf kein Laden mehr, ganz zu schweigen von Arzt, Apotheke, Bank usw.

Man braucht also zwingend ein Auto. Auch mit fortschreitendem Alter. Wohl dem, der auch mit 80 und mehr noch sicher hinterm Volant sitzt. Wir sind schlicht und ergreifend ab vom Schuß. Das ändert auch kein Dorfladen in Großsteinhausen und kein "Ernährungsführerschein" für Bottenbacher Kinder.

Die Strukturschwäche zeigt sich in solch banalen Alltäglichkeiten. War aber sicher kein Thema beim hohen Besuch.

Minimum zu fahren: 3,1 Kilometer, wenn man eine Apotheke, die Post, eine Bäckerei oder einen Blumenladen erreichen will.


Wir haben hier viel Landschaft. Und das war's.


Meine Streetview dokumentieren das ja ganz gut: Die 3 Kilometer ins Nachbardorf zur Apotheke, dann 15 Kilometer weiter nach Pirmasens zum Einkaufen. DAS ist Alltag. Und der geht nur mit Auto.


Wie gesagt, Landschaft haben wir viel. Und die "schönen" Windräder, die ja so wichtig sind für die "Energiewende", die ja dank der rheinland-pfälzischen "Ampel" so forciert wird.


Mich machen solche "Viel-Lärm-um-nichts"-Veranstaltungen ziemlich wütend.

Der Bundespräsident und die Ministerpräsidentin rauschen in dicken Limousinen und mit viel Security durchs Land. Die lokale "Polit-Prominenz" steht bereit für Shake-Hands und Keep-Smiling. Der Präsident degustiert eine regionale Spezialität (Hoorische mit Specksoße), die dank des Sicherheitsaufwandes die teuersten Halb-und-Halb-Klöße aller Zeiten gewesen sein dürften.

Und was erwartet sich eigentlich der Lokalpolitiker? Dass dieser Besuch irgendwas bewegen täte im Landkreis oder in der Verbandsgemeinde? Und die Bürger, von denen sich welche als glühende Lokalpatrioten gerieren, mit vor Stolz geschwellter Brust ob der Tatsache, dass das oberste Verfassungsorgan der Bundesrepublik ihnen die Ehre gibt, ihr Dörfchen "heimzusuchen"?

Der Mann ist tags darauf wieder in der Hauptstadt. Und sie weiterhin nicht am Nabel, sondern am Arsch der Welt.