Der neue EDEKA-Markt Kissel in der Belle Vue 2 in Kröppen eröffnete amm 18. Februar 2021. Zwei Jahre hat es nur gedauert, dieses für die Infrasruktur Hackmesserseite so wichtige Projekt zu realiseren.
Denn schon seit März 2019 war der "Nah und gut Frischemarkt Schnabel" im benachbarten Vinningen, der einzige Lebensmitteladen auf der gesamten Hackmesserseite, geschlossen.
Rund 20 Jahre führten Marianne und Ehemann Herbert Schnabel (damals im Jahr 2019 68 und 69 Jahre alt) das Geschäft. Aus Vinningen, Bottenbach, Hilst, Schweix, Kröppen, Trulben und Eppenbrunn kamen die Kunden, ja sogar aus dem nahen Lothringen. Vor allem wirtschaftliche Gründe und gesundheitliche Aspekte waren für die Entscheidung verantwortlich.
Diese Lücke schließt nun der neue EDEKA-Markt.
Der bei der Einweihung auch anwesende Ortsbürgermeister des französischen Walschbronn, Christian Schwalbach, ist der festen Überzeugung, dass der Markt auch von der grenznahen französischen Bevölkerung wegen der auch im Sortiment vorhandenen französischen Artikel gut angenommen werde.
Aber es dürften auch die in Deutschland günstigeren Preise sein. Einkaufen in Frankreich ist teurer als in Deutschland.
Wir fahren zu MATCH, wenn wir Sachen kaufen wollen, die es so diesseits der Grenze im Supermarkt kaum gibt.
Diese Lothringer Kreuze, die es diesseits und jenseits der Grenze gibt, sind nicht zu verwechseln mit dem Lothringer Kreuz mit den zwei Querbalken. Diese hier haben als typisches Merkmal einen Feldaltar.
Die Lothringer Kreuze haben ihren Urspung im Bitscher Land und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei. Es befinden sich insgesamt acht solcher Kreuze in Eppenbrunn, Kröppen und Trulben.
Die Lothringer Kreuze findet man auf der Hackmesserseite, dem Westrich und im angrenzenden Bitscherland in Lothringen - das Besondere ist, dass es nicht einfach Feld- oder Wegekreuze sind, sondern einen kleinen Altar haben, an dem bei Prozessionen Halt gemacht wird.
Lothringer Kreuze finden wir an verschiedenen Standorten in den Gemeinden der "Hackmesserseite" zum großen Teil frei zugänglich, in freier Natur, auf Friedhöfen, an Wegekreuzungen und privaten Grundstücken.
Das Kreuz in Trulben kann mit seinen drei Figuren sogar schon als "Calvaire" bezeichnet werden. Denn mindestens drei Figuren der Kreuzigungsgruppe bilden einen Calvaire, einen Kalvarienberg, wie wir sie vielfach in der Bretagne finden.
Lothringer Kreuz in Kröppen
Das Kreuz bei Kröppen südöstlich des Ortes an der K 4 (Flur Auf den Birken III. Ahnung) stammt aus dem Jahr 1812.
Alljährlich im November fand bei Walther's Naturgut, Vinningen, der Hubertusmarkt statt - Wild aus eigener Jagd - Obst aus eigenem Anbau - Forellen aus eigenen Gewässern - Marmeladen, Konfitüren, Senf, Pasteten - nun leider auch den Corona-Maßnahmen zum Opfer gefallen.
Die Mardellen von Vinningen - Mardellen sind meist baumbestandene und wassergefüllte Einstürze auf Hochflächen. Die Dolinen sind meist wassergefüllt und sumpfig. Diese Biotope sind Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten, wie Salamander, Eidechsen oder Libellen. Die Mardellen von Vinningen im Landkreis Südwestpfalz liegen am Ortsrand Richtung Obersimten auf den Äckern der Hochebene.
Im Jahr 1212 erstmals urkundlich erwähnt, lassen sich in und um Vinningen bis ins 5. Jahrhundert fränkische Siedlungsspuren zurückverfolgen. Und auch heute hat Vinningen einige Schätzchen zu bieten. So wie etwa das "Haus am Lindenbrunnen" in der historischen Ortsmitte, ein liebevoll renoviertes Fachwerkhaus.
Benannt ist das Haus nach dem direkt nebenan liegenden Lindenbrunnen, der auch unter einer alten Linde angelegt ist. Der plätschernde Brunnen (in Sandstein gefasst, dem typischen Stein der Region) lädt zum Verweilen ein.
Direkt gegenüber das "Kulturzentrum Alte Kirche". Das Gebäude stammt in seinem ältesten Teil (unterer Turmbereich) aus dem 13. Jahrhundert. Es gehört somit zu den ältesten der Region.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts war die Kirche für die katholische Kirchengemeinde Vinningens zu klein geworden und man baute direkt daneben ein neues Gotteshaus.
Die "Alte Kirche" wurde dann für verschiedene Zwecke genutzt, so unter anderem als Lagerhaus. Ab der Mitte der 80-er Jahre wurde das Gebäude dann sukkzessive restauriert und seinerr heutigen Bestimmung als Veranstaltungsort für Ausstellungen, Konzerte und Lesungen zugeführt. Die Bedeutung als Kulturzentrum ist auch überregional.
Neben dem Haus am Lindenbrunnen gibt es noch einige weitere renovierte alte Gebäude im Ort.
Manchmal ist auch in der beschaulichen Provinz mächtig was los:
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besucht am 22.10.2018 die Grundschule in Bottenbach in der Südwestpfalz
Steinmeier in Bottenbach, mein persönliches Résumé: Ich habe mal wieder das "große Besteck" ausgepackt und getestet, ob ich "News & Features" noch kann. Fazit: Ich kann es noch. Ist aber anstrengend.
Und ein paar Eindrücke der Atmosphäre:
"Jetzt missener klatsche!" rief jemand bei der Ankunft der Präsidentenlimousine. Dass der Wagen der Security direkt daneben parkte und die Sicht versperrte stieß beim Publikum aber auf wenig Wohlwollen. Viele standen da ja schon zwei Stunden, um den Präsidenten zu sehen. Schicksal des nicht geladenen Zaungastes. Der offizielle Teil fand ohnehin unter Ausschluß der Öffentlichkeit drinnen statt. Gut, im Anschluß noch das obligatorische "Bad in der Menge" und ein bißchen Smalltalk (unsereins hatte da schon "die Zelte abgebrochen", das Equipment wieder im Kofferraum verstaut und war abgefahren). Andere zogen es vor, im Sportheim zum Kerwe-Montag lieber Frühschoppen zu machen (bei Live-Musik).
Der "Durchfahrtsort" auf der weiteren Strecke nach Pirmasens, Vinningen, hatte sich auch mit Fahnen herausgeputzt. Mit Europafahne, Deutschlandfahne, Landesfahne Rheinland-Pfalz und Ortsfahne. Schön in der Reihenfolge. Tja, die Hackmesserseite zeigte Flagge.
Eine Pirmasenser Regionalredaktion hatte einen Live-Blog eingerichtet. Vorzugsweise mit den bei solchen Anlässen üblichen Bildern (Eintrag ins Goldene Buch, Gruppenbild mit Ministerpräsidentin und Lokalpolitikern, "Keep smiling", der Präsident und die Landfrauen etc. pp.). Ich habe es noch im Ohr: "Jetzt missener klatsche!" (Übersetzung ins Hochdeutsche: Jetzt müsst ihr applaudieren!).
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, besuchen am 22.10.2018 die Grundschule in Bottenbach. Zuvor haben sie in Großsteinhausen dem Dorfladen "Sonja's Lädche" einen Besuch abgestattet.
Witzig waren 2019 die Straßenmarkierung in Schlangenlinien bei Vinningen.
Das Sterben der kleinen Läden auf dem Land: Nun auch schon seit März 2019 Geschichte, der "Nah und gut Frischemarkt Schnabel" in Vinningen.
Rund 20 Jahre führten Marianne und Ehemann Herbert Schnabel (damals 68 und 69 Jahre alt) das Geschäft. Vor allem wirtschaftliche Gründe und gesundheitliche Aspekte seien für die Entscheidung verantwortlich.
Mittlerweile hat in Kröppen nun ein neuer Edeka-Markt eröffnet.
Seit mehr als einem Jahrzehnt dokumentiere ich die Hackmesserseite
Die Hackmesserseite ist eine Gegend in der Pfalz südwestlich der Stadt Pirmasens (Rheinland-Pfalz). Der Name entstand in den 1790er Jahren nach der Französischen Revolution und gründet sich auf eine regionale Bezeichnung für die Guillotine, die im Volksmund „Hackmesser“ genannt wurde.
Die Wogen der Revolution ergriffen 1792 auch die Dörfer um Trulben mit Eppenbrunn, Hilst, Schweix und Ludwigswinkel. Zusammen mit zwölf Nationalgardisten erreichten mehrere Bürger unter der Führung des Oberförsters Weiß aus dem französischen Roppeviller am 8. November 1792 Eppenbrunn und pflanzten einen Freiheitsbaum. Die Freiheitskämpfer zogen am gleichen Tag auch noch nach Trulben und pflanzten dort einen weiteren Baum als "Zeugen der Freiheit". Die Dörfer Kröppen, Hilst und Schweix folgten dem Beispiel am nächsten Tag. Die in "freie Franken" umgewandelten Bürger erklärten dem Oberamt Pirmasens, keine Salzsteuer mehr zu bezahlen und der Darmstädter Regierung "... keinen Pfennig mehr zu entrichten". 1.000 Klafter Holz, das der Landgraf bereits an Zweibrücker Holzhändler verkauft hatte, teilten die Aufständischen unter sich auf. Schultheißen wurden abgesetzt und die herrschaftlichen Jäger und Waldhüter vertrieben. Die widerspenstigen Dörfer schufen eine neue Gemeindeverwaltung nach französischem Vorbild und stellten an die Pariser Nationalversammlung den Antrag auf Vereinigung mit der französischen Republik. Bereits schon am 14. Februar 1793 entsprach die Pariser Nationalversammlung dem Bittgesuch und erklärte die freiheitsliebenden Dörfer zu französischem Staatsgebiet. Bitscher Freiheitsleute brachten ihren pfälzischen Brüdern ein Geschenk mit: die Guillotine, im Volksmund "Hackmesser" genannt. Dieses Mordinstrument soll eifrig in Tätigkeit gewesen sein. In Erinnerung an die blutigen Opfer entstand daraufhin der Name "Hackmesserseite".
Sankt Stephanus in Trulben
Der schlichte Saalbau der St. Stephanus-Kirche (Hauptstraße in Trulben) zeigt vier Fensterachsen und einen eingezogenen dreiseitig schließenden Chor mit durchlaufendem Dachfirst. An der Ostwand des Schiffes befindet sich eine auf toskanischen Säulen ruhende Empore, deren gefelderte Brüstung im mittleren Teil nach vorne ausschwingt. Von der ursprünglichen Ausstattung haben sich die beiden Seitenaltäre erhalten. Die Kanzel ist angeblich aus Stürzelbronn nach Trulben gekommen, vermutlich um 1750. Der Hochalter wurde bei der Renovierung 1912/15 von der Fa. Vogel aus Bergzabern erstellt. Der barocke Altar von 1769 zeigt ein Altarbild des Kirchenpatrons. Den Zelebrationsaltar schuf in den 70er Jahren Bildhauer Nuding aus Clausen.
Die Annexen von Trulben
Die Annexen Hochstellerhof und Felsenbrunnerhof der Gemeinde Trulben (Hackmesserseite, Südwestpfalz)
Hochstellerhof: Der Ort liegt in der hügeligen Region Hackmesserseite auf einer 430 Meter hohen Kuppe an der Kreisstraße 6, die innerörtlich Pirmasenser Straße heißt. 4 Kilometer sind es nach Westen zum Kernort und 7 Kilometer nach Norden zur Stadt Pirmasens. Die Grenze zu Frankreich verläuft 5 Kilometer (Luftlinie) südwestlich, zum nächstgelegenen Grenzübergang (Walschbronn) sind es 7 Kilometer. Der Hochstellerhof entstand 1745, Keimzelle war ein Hofgut. Zusammen mit dem benachbarten Felsenbrunnerhof bildet der Hochstellerhof den einzigen Ortsbezirk der Gemeinde Trulben. Das zwischenzeitlich abgerissene Herrenhaus des Felsenbrunnerhofes stammte aus dem Jahr 1788.
Lothringer Kreuze in der Südwestpfalz auf der Hackmesserseite - diese Lothringer Kreuze, die es diesseits und jenseits der Grenze gibt, sind nicht zu verwechseln mit dem Lothringer Kreuz mit den zwei Querbalken. Diese hier haben als typisches Merkmal einen Feldaltar.
Die Lothringer Kreuze findet man auf der Hackmesserseite, dem Westrich und im angrenzenden Bitscherland in Lothringen - das Besondere ist, dass es nicht einfach Feld- oder Wegekreuze sind, sondern einen kleinen Altar haben, an dem bei Prozessionen Halt gemacht wird.
Die Lothringer Kreuze haben ihren Urspung im Bitscherland und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei.
Lothringer Kreuze finden wir an verschiedenen Standorten in den Gemeinden der "Hackmesserseite" zum großen Teil frei zugänglich, in freier Natur, auf Friedhöfen, an Wegekreuzungen und privaten Grundstücken.
Die gewisse Abgeschiedenheit derr Hackmesserseite konnte man auch an dem schlechten Mobilfunknetz und der miesen Internetanbindung erkennen. Nun, seit Oktober 2018 ist die Region jetzt mit Breitband-Verkabelung ausgestattet.
Die Hackmesserseite wird von Insidern gerne als "Pfälzisch Sibirien" bezeichnet. Denn hier sind die Winter noch Winter.
Was sagte dieser ominöse Mojib Latif am 1. April des Jahres 2000: "Winter mit starkem Frost und viel Schnee wie noch vor zwanzig Jahren wird es in unseren Breiten nicht mehr geben."
Südwestpfalz, 3. Januar 2011: Nach dem Jahreswechsel in der Südwestpfalz. Der Winter hat die Hackmesserseite noch im Griff. Winterdienst im Einsatz, um die Auffahrt eines Einfamilienhauses von Schnee und Eis zu befreien.
Manchmal legt man auch selbst Hand an ...
Nur als Hinweis, bevor sich "Umwelt-Freaks" echauffieren: Das sog. "Streusalz" ist natürlich ein ökologisch unbedenkliches Produkt. Es ist ein sog. "abstumpfendes Streumittel" (Granulat).
En passant wäre Streusalz in unserer Verbandsgemeinde aber nicht generell verboten: "Auftaumittel dürfen nur verwendet werden, wenn sie unschädlich sind. Bitte verwenden Sie – wenn möglich – kein Salz [...], sondern abstumpfende Stoffe ..." So zu lesen in der amtlichen Mitteilung zur Räum- und Streupflicht.
Zwischen Eppenbrunn im Pfälzerwald (Landkreis Südwestpfalz, Verbandsgemeinde Pirmasens-Land) und dem französischen Nachbarort Roppeviller verläuft der Helmut-Kohl-Wanderweg, den der ehemalige Bundeskanzler gerne und oft privat benutzt hat. Der Helmut-Kohl-Wanderweg war 2017 15 Jahre alt.
Imsbacherhof, Trulbermühle, Trulben (Streetview)
Imsbacherhof (historisch: Imsbach) ist ein Ortsteil der Ortsgemeinde Trulben im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Der heutige Ortsteil war ursprünglich als Imsbach ein selbständiges Dorf, das 1404 als „Ymesbach“ erwähnt wurde. Es lag im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der Amtsschultheißerei Trulben.
Eppenbrunn
Eppenbrunn liegt im deutschen Teil des Wasgaus, der zum Südteil des Pfälzerwaldes gehört und bereits unmittelbar westlich des Ortes fließend in das zur Westricher Hochfläche gehörende Zweibrücker Hügelland übergeht, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. Eppenbrunn wurde 1235 als Eppenburnen erwähnt, der Weiler Ransbrunnerhof schon 1155 als Ransbronnen. Beide gehörten damals zum Kloster Sturzelbronn in Lothringen. Von dort gelangten sie an die Grafschaft Zweibrücken-Bitsch. Das Dorf Eppenbrunn lag im Amt Lemberg der Grafschaft und dort in der Amtsschultheißerei Trulben.
Die Altschloßfelsen bei Eppenbrunn - wunderbare Verwitterungsformen des Buntsandsteins - Die Altschlossfelsen sind eine als Naturdenkmal (ND) und Kulturdenkmal (KD) ausgewiesene Felsgruppe aus Buntsandstein im Pfälzerwald an der Grenze zu Frankreich und die größte Felsformation der Pfalz. Sie befinden sich am Brechenberg nahe Eppenbrunn und Roppeviller auf einer Höhe von rund 406 m ü. NHN.
Die Lourdes-Grotte bei Eppenbrunn
Die Lourdesgrotte in Eppenbrunn verdankt ihre Entstehung dem widerspenstigen Pfarrer Johannes Drauden und dem gewachsenen Sandstein, der das Landschaftsbild im Wasgau prägt.
Als 1933 Adolf Hitler an die Macht gekommen war, stellten die nationalsozialistischen Anhänger in Eppenbrunn ein großes Hakenkreuz auf dem südwestlich vom Ort gelegenen Berg auf, der auch heute noch von der älteren Bevölkerung "Hakenkreuz-Felsen" genannt wird.
Dieses Hakenkreuz war vom Dorf aus sehr gut zu sehen, sehr zum Ärgernis des damaligen Ortspfarrers Johannes Drauden, der unter dem Nationalsozialismus schwer zu leiden hatte und sich mit dem weithin sichtbaren symbolträchtigen Zeichen nicht abfinden wollte.
Während eines Krankenlagers kam ihm der Gedanke, als Gegenstück zum Hakenkreuz ein echtes Kreuz aufzustellen. Als Aufstellungsort wählte er einen Punkt, den er von seinem Krankenlager im Pfarrhaus aus einsehen konnte. Als die mit der Fertigung beauftragten Gebrüder Bender das Kreuz aufstellen wollten, stießen sie beim Wegräumen von Schutt und Geröll auf einen Felsen, der sich nach dem Freilegen als ideal zur Anlage einer Grotte anbot. Trotz der kirchenfeindlichen Politik der Nationalsozialisten fanden sich viele freiwillige Helfer bereit, an der Errichtung einer Grotte nach dem Vorbild von Lourdes (Frankreich) fleißig mitzuarbeiten. Und so entstand in den Jahren 1934/1935 die Grotte in ihrer heutigen Form. Dies war in der damaligen Zeit ein großes Wagnis und mit sehr großen Risiken verbunden. Umso mehr ist es als eine große Tat gelebten Glaubens zu werten.
Der Weiler Felsenbrunnerhof gehört zur Ortsgemeinde Trulben im rheinland-pfälzischen Landkreis Südwestpfalz.
Der Weiler liegt in der hügeligen Region Hackmesserseite östlich des Hauptorts Trulben und nördlich des Hochstellerhofs auf einer 430 Meter hohen Kuppe an der Kreisstraße 6, die innerörtlich Felsenbrunnerhof heißt.
Die Umgebung des Felsenbrunnerhofs wird im Süden durch die Trualb(e) und im Norden durch die Felsalb(e) entwässert, die beide als rechte Zuflüsse in den Hornbach münden.
Das Gehöft stammte aus dem Jahr 1788. Im Jahr 2009 wurde das barocke Herrenhaus (das einzig erhaltene aus der Zeit des Landgrafen Ludwig IX.) aus der Denkmalliste genommen und abgerissen.
Als ich 2009 die Aufnahmen machte dachte ich, das altehrwürdige Haus würde endlich mal wieder von Grund auf saniert. Nie hätte ich gedacht, dass es abgerissen würde. Ich kannte es seit Jugendzeiten (seit 1969, als wir damals von Pirmasens auf die Hackmesserseite gezogen sind).
Windrad abgebrannt
Zwischen Vinningen und Obersimten, unweit des Felsenbrunnerhofes (Kreis Südwestpfalz), hat am Donnerstagabend, 29. November 2018, 17.56 Uhr, ein Windrad Feuer gefangen.
Am Donnerstagabend war der Generator-Block des Windrads aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Flammen in großer Höhe konnten nicht direkt gelöscht werden, also ließ die Feuerwehr das Feuer kontrolliert abbrennen. Das Gebiet um das Windrad wurde wegen der Gefahr herabfallender Trümmer weiträumig abgesperrt. Der Windpark Vinningen besteht aus vier Windrädern.
Das Feuer konnte nicht gelöscht werden, da das Windrad sehr hoch sei und sich im Inneren viele elektrische Teile befänden. Verletzt wurde laut Polizei niemand, es gebe aber eine große Rauchentwicklung.
Der Sachschaden wurde von der Polizei auf etwa 500 000 Euro geschätzt.Schwierig und langwierig gestaltete sich auch die Demontage des Wracks.
Kröppen auf der Hackmesserseite
Kröppen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an. Kröppen liegt am Rand des Zweibrücker Hügellandes direkt an der Grenze zu Frankreich. Es gehört zu den Dörfern der Hackmesserseite. Nordöstlich befindet sich Vinningen, südöstlich Trulben und westlich (auf französischer Seite) liegt Walschbronn. Im Zuge der Corona-Krise war der Grenzübergang im Frühjahr 2020 gesperrt.
Die älteste erhaltene Erwähnung von Kröppen stammt von 1267. Das Dorf Kröppen lag im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der gleichnamigen Amtsschultheißerei Kröppen.
Die Katholische Kirche St. Jakobus Major ist ehemaliges Hitler-Jugend-Heim, 1950/51 zur Kirche umgebaut und durch einen Turm ergänzt.
Das Lothringer Kreuz südöstlich des Ortes an der K 4 stammt von 1812.
Mit 241 Metern wurde im Windpark Kröppen das höchste Windrad in Rheinland-Pfalz errichtet.
Vinningen
Vinningen auf der Hackmesserseite - Vinningen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an. Vinningen liegt im Zweibrücker Hügelland südwestlich von Pirmasens nahe der Grenze zu Frankreich. Bis ins 5. Jahrhundert lassen sich fränkische Siedlungsspuren zurückverfolgen. Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1212. Das Dorf Vinningen lag im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der gleichnamigen Amtsschultheißerei Vinningen.
Der Begriff "Hackmesserseite" übrigens stammt aus der Zeit der franz. Revolution 1789.
Die Wogen der Revolution ergriffen 1792 auch die Dörfer um Trulben mit Eppenbrunn, Hilst, Schweix und Ludwigswinkel.
Zusammen mit zwölf Nationalgardisten erreichten mehrere Bürger unter der Führung des Oberförsters Weiß aus dem französischen Roppeviller am 8. November 1792 Eppenbrunn und pflanzten einen Freiheitsbaum.
Die Freiheitskämpfer zogen am gleichen Tag auch noch nach Trulben und pflanzten dort einen weiteren Baum als "Zeugen der Freiheit". Die Dörfer Kröppen, Hilst und Schweix folgten dem Beispiel am nächsten Tag.
Die in "freie Franken" umgewandelten Bürger erklärten dem Oberamt Pirmasens, keine Salzsteuer mehr zu bezahlen und der Darmstädter Regierung "... keinen Pfennig mehr zu entrichten".
1.000 Klafter Holz, das der Landgraf bereits an Zweibrücker Holzhändler verkauft hatte, teilten die Aufständischen unter sich auf. Schultheißen wurden abgesetzt und die herrschaftlichen Jäger und Waldhüter vertrieben.
Die widerspenstigen Dörfer schufen eine neue Gemeindeverwaltung nach französischem Vorbild und stellten an die Pariser Nationalversammlung den Antrag auf Vereinigung mit der französischen Republik.
Bereits schon am 14. Februar 1793 entsprach die Pariser Nationalversammlung dem Bittgesuch und erklärte die freiheitsliebenden Dörfer zu französischem Staatsgebiet. Bitscher Freiheitsleute brachten ihren pfälzischen Brüdern ein Geschenk mit: die Guillotine, im Volksmund "Hackmesser" genannt. Dieses Mordinstrument soll eifrig in Tätigkeit gewesen sein.
In Erinnerung an die blutigen Opfer entstand daraufhin der Name "Hackmesserseite".
Die Mardellen von Vinningen - Mardellen sind meist baumbestandene und wassergefüllte Einstürze auf Hochflächen. Diese Biotope sind Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten, wie Salamander, Eidechsen oder Libellen.
Vinningen: Evangelische Kirche Luthersbrunn (Kröpper Straße 21), Saalbau, 1769, mit Kirchendienerwohnung und Gemeindesaal.
Hilst liegt im Südwesten des Pfälzerwalds am Rand des Zweibrücker Hügellandes an der französischen Grenze. Es gehört zu den Dörfern der Hackmesserseite. 61,8 % der Gemarkungsfläche sind bewaldet. Die nächstgelegene Stadt ist das nordöstlich gelegene Pirmasens.
1939 gehörte Hilst zur sog. "Roten Zone": Im September 1939 machten die Nazis aus einem 500 Kilometer langen Streifen entlang der Westgrenze eine Rote Zone. Binnen Stunden mussten die Menschen ihre Heimat verlassen, Häuser wurden zerstört.
Als die Evakuierten 1940 in ihre Dörfer und Städte zurückkehrten, waren viele Häuser geplündert und beschädigt. Auf den brachliegenden Felder wuchs das Unkraut. Zudem hatte NS-Gauleiter Josef Bürckel rund 2.000 Anwesen niederreißen lassen, um an deren Stelle Bauerndörfer nach nationalsozialistischem Ideal aufzubauen.
Katholische Pfarrkirche St. Stephanus der Gemeinde Trulben (Pfarrei Hl. Wendelinus)
Der Turm von St. Stephanus (2018 250 Jahre alt) ist spätromanisch. Die Kirche birgt eine Kanzel aus der Abtei Sturzelbronn. Das im Video auch zu Anfang zu sehende steinerne Kirchhofskreuz von 1807 gehört zum Typus der Lothringer Kreuze.
Bemerkenswert auch die Lourdes-Grotte und die Statue des Heiligen Bruders Konrad von Parzham, des bis dato letzten deutschen Heiligen.
Trulben (im einheimischen Dialekt Trulwe) ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an.
Trulben liegt in einem weiten felsgesäumten Talkessel südöstlich von Kröppen im Zweibrücker Hügelland und ist zentraler Ort der Hackmesserseite. Östlich Richtung Pirmasens liegt der Ortsteil Hochstellerhof auf 430 m ü. NHN. Unterhalb entspringt die Trualbe, die sich in Trulben mit zwei Nebenbächen vereinigt.
Genau am Schnittpunkt dieser dreier Flüsschen ist die Gemeinde Trulben zu finden. Die Muttergemeinde zählt mit ihren Ortsteilen Felsenbrunnerhof, Hochstellerhof, Imsbacherhof und Trulbermühle rund 1.400 Einwohner. Die erste urkundliche Erwähnung reicht in das Jahr 1307 zurück. Trulben ist Ausgangspunkt schöner Rundwanderwege mit herrlichem Rundblick über Pfälzerwald und Nordvogesen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören die Pfarrkirche St. Stephanus mit ihrem mittelalterlichem Turm, die St. Wendelinus-Kapelle und die Lothringer Kreuze aus dem 18. Jahrhundert als Zeugnisse einer frommen und religiösen Handwerkskunst.
Trulben wurde 1307 als Druhalben erwähnt, der Weiler Imsbacherhof 1404 als Ymesbach. Beide lagen im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der Amtsschultheißerei Lemberg.
Der neue EDEKA-Markt Kissel in der Belle Vue 2 in Kröppen eröffnete amm 18. Februar 2021. Zwei Jahre hat es nur gedauert, dieses für die Infrasruktur Hackmesserseite so wichtige Projekt zu realiseren.
Denn schon seit März 2019 war der "Nah und gut Frischemarkt Schnabel" im benachbarten Vinningen, der einzige Lebensmitteladen auf der gesamten Hackmesserseite, geschlossen.
Rund 20 Jahre führten Marianne und Ehemann Herbert Schnabel (damals im Jahr 2019 68 und 69 Jahre alt) das Geschäft. Aus Vinningen, Bottenbach, Hilst, Schweix, Kröppen, Trulben und Eppenbrunn kamen die Kunden, ja sogar aus dem nahen Lothringen. Vor allem wirtschaftliche Gründe und gesundheitliche Aspekte waren für die Entscheidung verantwortlich.
Diese Lücke schließt nun der neue EDEKA-Markt.
Der bei der Einweihung auch anwesende Ortsbürgermeister des französischen Walschbronn, Christian Schwalbach, ist der festen Überzeugung, dass der Markt auch von der grenznahen französischen Bevölkerung wegen der auch im Sortiment vorhandenen französischen Artikel gut angenommen werde.
In Pfälzisch Sibirien - Der nächste Winter kommt bestimmt. Wohl dem, der eine gute Ölheizung hat.
Der Winter hat uns fest im Griff. Es schneit. Die Bürgersteige müssen geräumt werden. Besonders in den ländlichen Regionen entsteht viel Aufwand. Ein Winter-Feature.
Hackmesserseite in der Südwestpfalz - 10. Januar 2019 -
Das sog. "Streusalz" ist natürlich ein ökologisch unbedenkliches Produkt. Es ist ein sog. "abstumpfendes Streumittel" (Granulat).
En passant wäre Streusalz in unserer Verbandsgemeinde aber nicht generell verboten: "Auftaumittel dürfen nur verwendet werden, wenn sie unschädlich sind. Bitte verwenden Sie – wenn möglich – kein Salz [...], sondern abstumpfende Stoffe ..." So zu lesen in der amtlichen Mitteilung zur Räum- und Streupflicht.
Windräder im Hunsrück - gesehen von der BAB A61 - der Hunsrück ist mit Windrädern geradezu zugepflastert. Die "Energiewende" in Rheinland-Pfalz, die nur noch erneuerbare Energien will, führte dazu.
In unserer unmittelbaren Nachbarschaft haben wir die Schattenseiten dieser Technologie erlebt: Zwischen Vinningen und Obersimten (Kreis Südwestpfalz) hat am Donnerstagabend, 29. November 2018, 17.56 Uhr, ein Windrad Feuer gefangen. Am Donnerstagabend war der Generator-Block des Windrads aus bislang ungeklärter Ursache in Brand geraten. Die Flammen in großer Höhe konnten nicht direkt gelöscht werden, also ließ die Feuerwehr das Feuer kontrolliert abbrennen. Das Gebiet um das Windrad wurde wegen der Gefahr herabfallender Trümmer weiträumig abgesperrt. Der Windpark Vinningen besteht aus vier Windrädern.
Der Windpark Vinningen im August 2015:
Energiewende? In Ostfriesland schießen die Windkraftanalagen geradezu aus dem Boden. Eine fürchterliche "Verspargelung" der Landschaft!
Der "Nah und gut Frischemarkt Schnabel" in der Pirmasenser Straße 62 in Vinningen hat Ende März bereits geschlossen. Rund 20 Jahre führten Marianne und Ehemann Herbert Schnabel das Geschäft. Vor allem wirtschaftliche Gründe und gesundheitliche Aspekte seien für die Entscheidung verantwortlich, so Marianne Schnabel. Auf 400 Quadratmetern bot der Markt ein breites Lebensmittelsortiment, eine große Fleisch- und Wurst- sowie eine Käsetheke, frische Brötchen und Backwaren, Obst und Gemüse sowie einen Getränkemarkt.
Der Frischemarkt war der einzige Lebensmitteladen auf der gesamten Hackmesserseite. Aus Vinningen, Bottenbach, Hilst, Schweix, Kröppen, Trulben und Eppenbrunn kamen die Kunden, ja sogar aus dem benachbarten Lothringen.
Und dann kommt mal eben so der Herr Bundespräsident Steinmeier mit seiner Genossin Malu Dreyer vorbei und sie labern über die "Entwicklung des ländlichen Raumes" ...
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer, besuchen am 22.10.2018 die Grundschule in Bottenbach. Zuvor haben sie in Großsteinhausen dem Dorfladen "Sonja's Lädche" einen Besuch abgestattet.
Sonja's Lädche in Großsteinhausen, der Dorfladen ist einer der letzten seiner Art. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier besuchte den Laden bei seiner Informationsreise durch die Südwestpfalz am 22. Oktober 2018.
Ländlicher Raum, kannste ohne Auto knicken.
Streetview: Von Bottenbach (haben wir wieder die guten Landeier gekauft) über die Eichelsbacher Mühle und Winzeln nach Pirmasens zu WASGAU in der Arnulfstraße.
Alternativ zur Route durch den Pfälzerwald gibt es noch eine zweite Variante für die Fahrt ins Nordelsaß: Durch Lothringen, über Bitche. Immer entlang der deutsch-französischen Grenze.
Unser Weg führt uns jetzt nicht via Wasgau, sondern weiter auf die Hackmesserseite. Nach Vinningen.
Vinningen auf der Hackmesserseite
Vinningen liegt im Zweibrücker Hügelland südwestlich von Pirmasens nahe der Grenze zu Frankreich. Bis ins 5. Jahrhundert lassen sich fränkische Siedlungsspuren zurückverfolgen. Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1212. Sehenswert: Die Mardellen von Vinningen - Mardellen sind meist baumbestandene und wassergefüllte Einstürze auf Hochflächen. Diese Biotope sind Heimat seltener Tier- und Pflanzenarten, wie Salamander, Eidechsen oder Libellen.
Bei Kröppen finden wir ein sog. Lothringer Kreuz. Nicht zu verwechseln mit dem Croix Lorraine mit den zwei Querbalken. Die meisten Lothringer Kreuze stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Katholiken der grenznahen Gemeinden Eppenbrunn, Trulben, Hilst, Schweix und Kröppen haben sich der Sitte ihrer Glaubensbrüder in Ostlothringen angeschlossen und ebenso wie diese, aus religiösen Bedürfnissen heraus, Steinkreuze aufgestellt. Viele dieser Kreuze sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die teilweise bis zu 4 m hohen Schaftkreuze bestehen aus einem mehr oder weniger kräftig ausgebildeten Sockel, aus dem sich der mit Figuren und Symbolen geschmückte Schaft erhebt.
Hinter Kröppen passieren wir die französische Grenze und erreichen Walschbronn.
Um 1490 errichtete Graf Simon IV. Wecker von Zweibrücken-Bitsch in Walschbronn ein Jagdschloss, heute "Weckerburg" genannt. Die Burg war später in Besitz von Georg von Zweibrücken-Bitsch und Ochsenstein († 1559) sowie Jakob von Zweibrücken-Bitsch. Nach dessen Tod im Jahre 1570 wurde das Gebäude aufgegeben und verfiel zur Ruine. Im 15. und 16. Jahrhundert muss die Heilquelle im Ort bereits einen weiten Ruf genossen haben, denn die deutschen Kaiser Friedrich III. und Karl V. waren Förderer des Bades. Der Badebetrieb war eine bedeutende Einnahmequelle für das Haus Zweibrücken-Bitsch, bevor die Quelle in den Verwüstungen des Dreißigjährigen Krieges versiegte. Im Dorf Walschbronn, für das drei Jahrzehnte zuvor ein Chronist noch die stattliche Zahl von 400 Häusern genannt hatte, lebten 1648 gerade noch elf Einwohner.
Wir erreichen Bitche. Impressionen aus Bitche: Die "Frivolen Genüsse" am Straßburger Tor, ein Storch auf dem Rathaus, die Zitadelle von Vauban und einkaufen beim Supermarché MATCH.
Wir verlassen Bitche auf der D35.
Die ehemalige Abtei Sturzelbronn in Lothringen - Sturzelbronn (deutsch Stürzelbronn, lothr. Stirzelbrunn) - Die 1135 von Herzog Simon I. von Lothringen gegründete Zisterzienserabtei ist der eigentliche Ursprung der Ortschaft. Die Abtei Sturzelbronn hatte im Mittelalter weitreichende Besitzungen und Zehntrechte im Bitscher Land, das damals auch viele heute auf deutscher Seite liegende Ortschaften umfasste. 1799 wurde die Abtei aufgehoben.
Hinter Sturzelbronn erreichen wir das Elsaß.
Burgruine Lutzelhardt bei Obersteinbach im Elsaß - Ehemalige Vogteiburg des Herzogs von Lothringen.
Eppenbrunn liegt im deutschen Teil des Wasgaus, der zum Südteil des Pfälzerwaldes gehört und bereits unmittelbar westlich des Ortes fließend in das zur Westricher Hochfläche gehörende Zweibrücker Hügelland übergeht, unmittelbar an der Grenze zu Frankreich. In der Zeit der Französischen Revolution entstand die Bezeichnung Hackmesserseite für den Ort und einige Nachbardörfer, weil sie sich 1792 der Revolution anschlossen.
Der Begriff "Hackmesserseite" stammt aus der Zeit der franz. Revolution 1789. Die Wogen der Revolution ergriffen 1792 auch die Dörfer um Trulben mit Eppenbrunn, Hilst, Schweix und Ludwigswinkel. Zusammen mit zwölf Nationalgardisten erreichten mehrere Bürger unter der Führung des Oberförsters Weiß aus dem französischen Roppeviller am 8. November 1792 Eppenbrunn und pflanzten einen Freiheitsbaum. Die Freiheitskämpfer zogen am gleichen Tag auch noch nach Trulben und pflanzten dort einen weiteren Baum als "Zeugen der Freiheit". Die Dörfer Kröppen, Hilst und Schweix folgten dem Beispiel am nächsten Tag. Die in "freie Franken" umgewandelten Bürger erklärten dem Oberamt Pirmasens, keine Salzsteuer mehr zu bezahlen und der Darmstädter Regierung "... keinen Pfennig mehr zu entrichten". 1.000 Klafter Holz, das der Landgraf bereits an Zweibrücker Holzhändler verkauft hatte, teilten die Aufständischen unter sich auf. Schultheißen wurden abgesetzt und die herrschaftlichen Jäger und Waldhüter vertrieben. Die widerspenstigen Dörfer schufen eine neue Gemeindeverwaltung nach französischem Vorbild und stellten an die Pariser Nationalversammlung den Antrag auf Vereinigung mit der französischen Republik. Bereits schon am 14. Februar 1793 entsprach die Pariser Nationalversammlung dem Bittgesuch und erklärte die freiheitsliebenden Dörfer zu französischem Staatsgebiet. Bitscher Freiheitsleute brachten ihren pfälzischen Brüdern ein Geschenk mit: die Guillotine, im Volksmund "Hackmesser" genannt. Dieses Mordinstrument soll eifrig in Tätigkeit gewesen sein. In Erinnerung an die blutigen Opfer entstand daraufhin der Name "Hackmesserseite".
Eppenbrunn wurde 1235 als Eppenburnen erwähnt, der Weiler Ransbrunnerhof schon 1155 als Ransbronnen. Beide gehörten damals zum Kloster Sturzelbronn in Lothringen. Von dort gelangten sie an die Grafschaft Zweibrücken-Bitsch. Das Dorf Eppenbrunn lag im Amt Lemberg der Grafschaft und dort in der Amtsschultheißerei Trulben. Im folgenden Video kommen wir von Trulben aus nach Eppenbrunn.
Eppenbrunn - Ein Ortsportrait
Eppenbrunn ist ein staatlich anerkannter Luftkurort und im (ehem.) Bruder Konrad Kur- und Bäderhaus war schon immer eine Praxis für Physiotherapie untergebracht.
In Eppenbrunn befindet sich die Vita Natura Klinik, eine der ältesten Kliniken für Ganzheitsmedizin in Deutschland. Auch sie sehen wir im obigen Video.
Zwischen Eppenbrunn und dem französischen Nachbarort Roppeviller verläuft der Helmut Kohl-Wanderweg, den der ehemalige Bundeskanzler gerne und oft privat benutzt hat.
Roppeviller im Bitscherland
Mit 109 Einwohnern (Stand 1. Januar 2016) ist Roppeviller die kleinste Gemeinde des Bitscher Landes. Die Einwohner nennen sich auf Französisch Roppevillerois und auf Deutsch Roppweilerer.
Das Grenzland hat aber auch eine sehr kriegerische Vergangenheit: Im Pfälzerwald, auch rund um Eppenbrunn, stößt man allenthalben auf die gesprengten Reste der Bunker des Westwalls.
Der Westwall - Eine Spurensuche
Auf Spurensuche am Westwall im Pfälzerwald - u.a. ein Besuch des Westwallmuseums in Pirmasens -