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Dienstag, 14. Dezember 2021

Open Air Cars

1. Mai 2007, die erste Ausfahrt


Der Rote und der Schwarze haben einiges gemeinsam (nicht nur, dass sie - bei der ersten Ausfahrt - neben blühendem Rapsfeld geknipst wurden), beide wurden im Mai gekauft, der rote Honda S2000 Roadster im Jahr 2002, der Peugeot 207 CC im Jahr 2007. Und beide haben kurz darauf ihre erste längere Reise nach Quiberon in der Bretagne unternommen.


Mit dem S2000 in der Bretagne


Peugeot 207 CC - Eine Hommage an unsere französische Fahrmaschine



Donnerstag, 21. Oktober 2021

Unsere Reise in die Bretagne mit dem Peugeot 207 CC Cabrio



Wir hatten 2007 unseren Honda S2000 Roadster (das war der Silberne, der Rote war unser erster) gegen den kleinen Franzosen eingetauscht. Nicht zuletzt auch aus Kostengründen: schluckte mit seinen 240 PS Super plus satt, fette Niederquerschnitts-Rennsocken, das ging gewaltig ins Geld. Und auch die Vollkasko-Versicherung schlug zu Buche. Kein Vergleich dagegen unser mit 120 PS "bescheiden" motorisierter 207 CC Sport Platinum. Sparsam im Verbrauch, bezahlbare Versicherung und Werkstattkosten und dennoch flott und sportlich unterwegs.

Bevor wir ihn im Jahr 2007 erworben haben standen mehr als 20 Jahre Honda. Den CRX, den Integra Type R und zuletzt zwei S2000 Roadster nannten wir unser eigen.

Diese 240 PS starken Renner waren faszinierend, doch auch extrem teuer in der Unterhaltung. Super Plus fraßen sie reichlich, 245-er Reifen hinten und 225-er vorne gingen ins Geld, ebenso die Kundendienste. Und auch die Vollkasko-Versicherung, die man natürlich für solche Fahrzeuge abschließt, schlug satt zu Buche.

Vernünftig also, umzusteigen. Aber Autos sind nie "vernünftig". Sie müssen Spaß machen. Und daher musste es natürlich auch wieder ein Cabrio sein. Und chic sollte es auch sein. Und so haben wir einen der ersten auf dem deutschen Markt erworben. Und damals war noch nicht absehbar, daß der Peugeot 207 CC mal Deutschlands beliebtestes Cabrio werden sollte. Uns hat er überzeugt. Seine "Feuertaufe", seine erste Langstreckenreise, absolvierte er in die Bretagne.
Für unseren Gastgeber war der kleine Flitzer stark gewöhnungsbedürftig. Man hatte uns im schnellen Roadster erwartet und dann kommen wir im Peugeot, ein Peugeot, ein französisches Auto. Das war fast gleichbedeutend mit "sozialem Abstieg". Wäre es eine Renault Alpine gewesen, ja, das ginge, aber so ein kleiner Peugeot ...
Dass unter dessen Haube ein rassereiner BMW-Motor werkelte, das wußte ja kaum jemand. Der gleiche Motor, der den MINI One und den BMW 116i antrieb.

Mir ging dabei auch durch den Kopf, dass dann die Gendarmerie wohl auch nicht mehr so viel Interesse daran haben würde, uns zu kontrollieren. War ja bloß ein Peugeot Cabrio, so ein "Frauenauto" ...
Was er aber mit Gewißheit nicht ist. Seine Frontpartie kann man durchaus, dem Löwen als Markenlogo entsprechend, als ganz schön aggressiv bezeichnen. Und seine Beschleunigung und seine Straßenlage haben durchaus Roadsterqualitäten.
Carnac, Ortsteil Saint-Colomban


Nicht verpassen sollte man das pittoreske Saint-Colomban, einen Ortsteil von Carnac. Der Weiler liegt circa eineinhalb Kilometer westlich von Carnac. Er ist über eine Sackstraße zu erreichen. Der Ort besteht aus alten Steinhäusern, der Kapelle St-Colomban und einigen wenigen Neubauten aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts.


Ausflug ins Finistère bei Concarneau




Corniche du Cabellou - Plage du Large Cabellou
1 La Cor Du Carbellou, 29900 Concarneau

Mittwoch, 20. Oktober 2021

Mit dem Honda S2000 Roadster in der Bretagne - eine Hommage (Teil 2)

Unseren schönen roten Roadster hat uns ja nach nur zwei Jahren so eine Bekloppte (eine Akademikerin! eine Dr. med.!), die bei Rot in Nürnberg in die Kreuzung bretterte, zum Totalschaden geschrottet.


Unser nächster war dann silbern. Passte gut zu meinen Haaren. Mit dem waren wir auch in der Bretagne.
Rattenscharf an dem Auto waren die roten Sitze; wie einst in unserem Honda Integra Type R.


Und natürlich cruisten wir auch mit diesem Wagen entlang der Côte Sauvage auf Quiberon.
Unser Patron machte aber keinen Hehl daraus, dass ihm der rote viel besser gefallen hatte.
Mit so einem Auto darf man sich auch sehr inniger Kontakte mit der Gendarmerie erfreuen: Man kann Wetten darauf abschließen, bei jeder Verkehrskontrolle zu hundert Prozent dabei zu sein. Dabei geht es wohl weniger darum, zu testen, ob der Fahrer Alkohol getrunken hat als vielmehr darum, sich dieses Auto doch mal aus der Nähe genauer anzusehen. Das fand unser Patron Eric auch immer sehr lustig, wenn mich die Gendarmerie mal wieder zur Alkoholkontrolle gestoppt hatte. Und die finden regelmäßig am Isthmus von Penthièvre statt. Aber gemäß dem Motto "If you drive don't drink!" hatten die blauen Männchen bei mir regelmäßig Pech. So'n Pech aber auch.

Mit dem Honda S2000 Roadster in der Bretagne - eine Hommage

Frühjahr 2002: Rechtzeitig vor unserer Reise in die Bretagne haben wir unseren roten Honda S2000 Roadster gekauft. Er war mein etwas vorgezogenes Geschenk zu meinem 50. Geburtstag im Oktober dieses Jahres gewesen. Es war unsere erste Reise nach Quiberon und der rote Wagen machte auch gewaltigen Eindruck auf den Patron unseres Hotels: Während wir unser Gepäck im Zimmer ausräumten umkreiste er das Auto, erst vermutend, das sei ein Porsche, wie er uns später erzählte.


Mit dem Roadster in Quiberon - An der Cote Sauvage, unserem Hausstrand und unterwegs


Von Port Haliguen nach Port Maria auf Quiberon

Les Sables Blancs bei Plouharnel, die größte Dünenlandschaft Frankreichs


Herrlich: Fahren bis auf den Strand!

2002 auf der Rückreise aus der Bretagne:
Ein Tag mit fast 40°C. Übernachtung in Châteauneuf-sur-Loire im Hotel Capitainerie
.

An diesem Tag waren wir zum ersten mal froh, dass unser Roadster eine Klimaanlage hatte, den wir fuhren mit geschlossenem Verdeck, weil wir auch im Ablagefach des Verdecks Gepäck verstaut hatten. Und ohne die Klimaanlage wäre es in dem engen Cockpit sicher unerträglich heiß geworden.


Châteauneuf-sur-Loire gehört zum Arrondissement Orléans und ist Hauptort des Kantons Châteauneuf-sur-Loire. Châteauneuf-sur-Loire liegt am Ufer der Loire 25 Kilometer östlich von Orléans.

Bei der Hitze haben wir nur einen kleinen Bummel in den Schloßpark und an die Loire unternommen. Es war der Tag der Präsidentschaftswahl und unter unserem Fenster wurde die halbe Nacht auf der Straße heftig und lautstark diskutiert.

Combreux im Loiret:

Das war unser Zwischenstopp auf der Fahrt nach Quiberon (Bretagne) im Jahr 2005 gewesen.

Combreux ist ein kleines Kaff mit 277 Einwohnern, hat aber ein großes Schloß (das wir uns aber nicht angesehen haben, war ja nur eine Übernachtung). Uns hat ein kleiner Bummel an den Canal d'Orléans gereicht.

Der Canal d’Orléans ist ein ehemaliger Schifffahrtskanal, der im Département Loiret in der Region Centre-Val de Loire verläuft und den Höhenzug zwischen den Tälern der Loire und des Loing überwindet. Er wurde für die Schifffahrt im Jahre 1954 außer Betrieb genommen.

Der Kanal wurde in den Jahren 1680 bis 1693 errichtet. Nach seiner Eröffnung konnten die Schiffe von der Loire über den Canal d’Orléans und den Canal du Loing die Seine erreichen und damit direkt bis Paris gelangen.

Der derzeitige Eigentümer, der Generalrat des Départements Loiret, arbeitet an der Restaurierung des Kanals und beabsichtigt eine Wiedereröffnung für den Wassertourismus mit Sport- und Hausbooten. Mit dieser Zielsetzung wurde die Association pour la Navigation du Canal d’Orléans (ANCO) gegründet.

Montag, 18. Oktober 2021

Bretagne: Cars & Fun

Es ist ja vielfach "en vogue", mit dem Wohnmobil in Urlaub zu fahren. Küche, Wohnzimmer, Bett und Klo immer dabei. Unser ding ist das nicht. Zum einen habe ich keine Lust, den Urlaub quasi als LKW-Fahrer zu verbringen (als Gymnasiast bin ich als Ferienjob früher genug Lastwagen und Transporter gefahren), zum andern kann auch meine Frau diese Gefährte nicht leiden (und Stellplätze oder Campingplätze sind uns ein Graus; Campingurlaub musste ich als Kind zur Genüge mitmachen) und des weiteren lieben wir es, auf den kurvenreichen Corniches und Sträßchen der Bretagne mit sportlichen Autos flott unterwegs zu sein. Am schönsten ist das im offenen Roadster.


Vor der Roadster-Zeit waren wir mit einem Honda Integra Type R unterwegs gewesen. Dieses 2+2-sitziges Sportcoupé mit Frontantrieb von Honda wurde gerne als Gruppe-N-Rennwagen mit Straßenzulassung bezeichnet. Und das nicht zu Unrecht.

Angetrieben wurde er von einem 1,8-Liter-Saugmotor mit der von Honda entwickelten VTEC-Ventilsteuerung und einer Spitzenleistung von 190 PS (Leistungsgewicht 6,32 kg/PS, Literleistung 106 PS) und 178 Nm Drehmoment bei 7300 min−1. Die Kraft wurde über ein 5-Gang-Getriebe und ein 25-prozentiges, drehmomentfühlendes Torsen-Sperrdifferential an die Vorderräder geleitet. Dadurch beschleunigte das mit 1200 kg Leergewicht relativ leichte Sportcoupé in 6,7 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 234 km/h.

Drei Jahre lang waren wir mit ihm in der Bretagne unterwegs gewesen und bei den autobegeisterten Franzosen war er ein richtiger Star gewesen. Jeder Tankwart verwickelte einen in ein Gespräch über diesen raren Sportwagen. Und auf der D797 Richtung Mont-Saint-Michel, sind wir mehrfach seinem französischen "Zwilling" begegnet. Das war jedesmal ein Riesen-Hallo, winken, hupen, blinken, schiere Begeisterung.


Der Integra hat uns von 1999 bis 2001 dreimal zuverlässig in die Bretagne gebracht.




Montag, 11. Oktober 2021

Die Bretagne ist Roadster-Land

Wir lieben sportliche Fahrzeuge. Und die sind auch gerade das richtige für die teilweise sehr engen und kurvenreichen bretonischen Landstraßen. Rechtzeitig vor der Fahrt in die Bretagne im Jahr 2002 kauften wir uns unseren ersten Honda S2000 Roadster. Wir waren in diesem Jahr zum ersten Mal im Morbihan und auf Quiberon. Unbeschreiblich, wie toll es ist, bei stürmischer Atlantikbrise die Corniche entlang der Côte Sauvage zu cruisen.


In der Bretagne - Mit dem Honda Integra Type R, dem Rennwagen mit Straßenzulassung

Seit unserem ersten Aufenthalt 1999 bis zum Jahr 2001 treue Dienste leistete uns unser Honda Integra Type R.

Er war eigentlich ein für die Straße zugelassener Rennwagen, wenn man’s mal genau nimmt. „Grollen, fauchen, jubeln“, so charakterisierte der Prospekt seine Motorcharakteristik.


Auch ein echter Hingucker war in der Bretagne immer unser Integra Type R. Der war ja auch rar. Und er fand Bewunderer bei den autoversessenen Franzosen. Weil er so selten war. Aber gerade in der Bretagne sind wir zweimal einem französischen Integra begegnet! Schon 1999 auf der Straße von Cherrueix nach Avranches kam uns einer entgegen. Weiß, wie unserer. Und wir beiden Fahrer haben uns im Vorbeifahren erst erstaunt angesehen und dann begeistert zugewunken. Ein Jahr später standen wir an der Barrage du Rance bei Saint-Malo genau neben einem, als wir warten mussten, weil die Brücke gedreht war, um ein Schiff durchzulassen.