Unseren schönen roten Roadster hat uns ja nach nur zwei Jahren so eine Bekloppte (eine Akademikerin! eine Dr. med.!), die bei Rot in Nürnberg in die Kreuzung bretterte, zum Totalschaden geschrottet.
Unser nächster war dann silbern. Passte gut zu meinen Haaren. Mit dem waren wir auch in der Bretagne.
Rattenscharf an dem Auto waren die roten Sitze; wie einst in unserem Honda Integra Type R.
Und natürlich cruisten wir auch mit diesem Wagen entlang der Côte Sauvage auf Quiberon.
Unser Patron machte aber keinen Hehl daraus, dass ihm der rote viel besser gefallen hatte.
Mit so einem Auto darf man sich auch sehr inniger Kontakte mit der Gendarmerie erfreuen: Man kann Wetten darauf abschließen, bei jeder Verkehrskontrolle zu hundert Prozent dabei zu sein. Dabei geht es wohl weniger darum, zu testen, ob der Fahrer Alkohol getrunken hat als vielmehr darum, sich dieses Auto doch mal aus der Nähe genauer anzusehen. Das fand unser Patron Eric auch immer sehr lustig, wenn mich die Gendarmerie mal wieder zur Alkoholkontrolle gestoppt hatte. Und die finden regelmäßig am Isthmus von Penthièvre statt. Aber gemäß dem Motto "If you drive don't drink!" hatten die blauen Männchen bei mir regelmäßig Pech. So'n Pech aber auch.
Es ist ja vielfach "en vogue", mit dem Wohnmobil in Urlaub zu fahren. Küche, Wohnzimmer, Bett und Klo immer dabei. Unser ding ist das nicht. Zum einen habe ich keine Lust, den Urlaub quasi als LKW-Fahrer zu verbringen (als Gymnasiast bin ich als Ferienjob früher genug Lastwagen und Transporter gefahren), zum andern kann auch meine Frau diese Gefährte nicht leiden (und Stellplätze oder Campingplätze sind uns ein Graus; Campingurlaub musste ich als Kind zur Genüge mitmachen) und des weiteren lieben wir es, auf den kurvenreichen Corniches und Sträßchen der Bretagne mit sportlichen Autos flott unterwegs zu sein. Am schönsten ist das im offenen Roadster.
Vor der Roadster-Zeit waren wir mit einem Honda Integra Type R unterwegs gewesen. Dieses 2+2-sitziges Sportcoupé mit Frontantrieb von Honda wurde gerne als Gruppe-N-Rennwagen mit Straßenzulassung bezeichnet. Und das nicht zu Unrecht.
Angetrieben wurde er von einem 1,8-Liter-Saugmotor mit der von Honda entwickelten VTEC-Ventilsteuerung und einer Spitzenleistung von 190 PS (Leistungsgewicht 6,32 kg/PS, Literleistung 106 PS) und 178 Nm Drehmoment bei 7300 min−1. Die Kraft wurde über ein 5-Gang-Getriebe und ein 25-prozentiges, drehmomentfühlendes Torsen-Sperrdifferential an die Vorderräder geleitet. Dadurch beschleunigte das mit 1200 kg Leergewicht relativ leichte Sportcoupé in 6,7 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 234 km/h.
Drei Jahre lang waren wir mit ihm in der Bretagne unterwegs gewesen und bei den autobegeisterten Franzosen war er ein richtiger Star gewesen. Jeder Tankwart verwickelte einen in ein Gespräch über diesen raren Sportwagen. Und auf der D797 Richtung Mont-Saint-Michel, sind wir mehrfach seinem französischen "Zwilling" begegnet. Das war jedesmal ein Riesen-Hallo, winken, hupen, blinken, schiere Begeisterung.
Der Integra hat uns von 1999 bis 2001 dreimal zuverlässig in die Bretagne gebracht.
Wir lieben sportliche Fahrzeuge. Und die sind auch gerade das richtige für die teilweise sehr engen und kurvenreichen bretonischen Landstraßen. Rechtzeitig vor der Fahrt in die Bretagne im Jahr 2002 kauften wir uns unseren ersten Honda S2000 Roadster. Wir waren in diesem Jahr zum ersten Mal im Morbihan und auf Quiberon. Unbeschreiblich, wie toll es ist, bei stürmischer Atlantikbrise die Corniche entlang der Côte Sauvage zu cruisen.
In der Bretagne - Mit dem Honda Integra Type R, dem Rennwagen mit Straßenzulassung
Seit unserem ersten Aufenthalt 1999 bis zum Jahr 2001 treue Dienste leistete uns unser Honda Integra Type R.
Er war eigentlich ein für die Straße zugelassener Rennwagen, wenn man’s mal genau nimmt. „Grollen, fauchen, jubeln“, so charakterisierte der Prospekt seine Motorcharakteristik.
Auch ein echter Hingucker war in der Bretagne immer unser Integra Type R. Der war ja auch rar. Und er fand Bewunderer bei den autoversessenen Franzosen. Weil er so selten war. Aber gerade in der Bretagne sind wir zweimal einem französischen Integra begegnet! Schon 1999 auf der Straße von Cherrueix nach Avranches kam uns einer entgegen. Weiß, wie unserer. Und wir beiden Fahrer haben uns im Vorbeifahren erst erstaunt angesehen und dann begeistert zugewunken. Ein Jahr später standen wir an der Barrage du Rance bei Saint-Malo genau neben einem, als wir warten mussten, weil die Brücke gedreht war, um ein Schiff durchzulassen.
Bei hoher Geschwindigkeit sorgen Autofahrerhandschuhe aus Leder dank ihrer besonderen Struktur für einen besseren Halt am Lenkrad – selbst plötzliche Lenkbewegungen können mit ihnen sicher und kontrolliert umgesetzt werden, ohne dass man dabei Gefahr läuft, abzurutschen. Wenn längere Strecken am Stück zurückgelegt werden müssen, dann haben Autofahrerhandschuhe gleich mehrere Vorteile: Sie dämpfen Vibrationen, die beim Fahren über das Lenkrad übertragen werden und direkt auf Hände und Handgelenke wirken. Dadurch treten Ermüdungserscheinungen erst später auf, die Ausdauer bei langen Fahrten wird gesteigert und die Handgelenke werden geschont.
Für die Wagenpflege war bei uns schon immer die Person zuständig, die es am besten kann.
In der Waschanlage
Und das war unser heißester Renner ...
Honda Integra Type R: Dieses 2+2-sitziges Sportcoupé mit Frontantrieb von Honda wurde gerne als Gruppe-N-Rennwagen mit Straßenzulassung bezeichnet. Und das nicht zu Unrecht. Angetrieben wurde er von einem 1,8-Liter-Saugmotor mit der von Honda entwickelten VTEC-Ventilsteuerung und einer Spitzenleistung von 190 PS (Leistungsgewicht 6,32 kg/PS, Literleistung 106 PS) und 178 Nm Drehmoment bei 7300 min−1. Die Kraft wurde über ein 5-Gang-Getriebe und ein 25-prozentiges, drehmomentfühlendes Torsen-Sperrdifferential an die Vorderräder geleitet. Dadurch beschleunigte das mit 1200 kg Leergewicht relativ leichte Sportcoupé in 6,7 Sekunden auf 100 km/h und erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von 234 km/h. Januar 2001 wurden die letzten Exemplare in Deutschland verkauft. Die Produktion wurde Oktober 2001 beendet.
Die roten Recaro-Rennschalensitze waren für ein solches Fahrzeug also durchaus angebracht. Darin saß man wie angegossen. Sehr angenehm auf Langstrecken.
Grollen, fauchen, jubeln, so hat Honda selbst im Prospekt die Motorcharakteristik beschrieben. Der Spoiler, der "Angeberflügel", der hat für den nötigen Anpreßdruck bei hohen Geschwindigkeiten gesorgt. Der Wagen lag auch bei über 200 noch wie ein Brett auf der Straße.
Der Zweitürer mit den markant langgezogenen Rückleuchten fällt auf im Straßenverkehr – erstens natürlich, weil er optisch anders als der Durchschnitt daher rollt und zweitens, weil man ihn im Straßenbild für gewöhnlich nie sieht. Aber wenn man ihn doch mal zu Gesicht bekommt, dann fällt er auf. Und man hört ihn in der Regel auch. Denn wer die werksangegebenen 6,7 Sekunden für den Sprint von 0 auf 100 schaffen will, muss den hochgezüchteten Vierventiler richtig drehen lassen. Viertausend Umdrehungen, sechstausend? Der rote Bereich beginnt erst bei ungefähr 8300 Touren, und jenseits der 5000er-Linie verspürt man in diesem Integra sogar noch einen zweiten Wind, wenn nämlich die intelligente Nockenwelle (V-TEC) die Steuerzeiten anpasst. Das heißt allerdings nicht, dass unterhalb dieser Marke nichts geht. Denn mit 1,2 Tonnen Leermasse ist der frontgetriebene Sportler so leicht, dass die Maschine recht spielerisch mit ihm umgeht und bereits unten herum ansehnlichen Schub bietet.
Honda Deutschland wird 60 Jahre - Ich habe 22 Jahre Honda gefahren
Die European Honda Motor Trading GmbH (Honda Deutschland) in Hamburg wurde im Mai 1961 gegründet. Der Firmensitz der Honda Deutschland GmbH, mit ca. 162 Arbeitsplätzen, ist seit 2013 in Frankfurt am Main. Der Präsident ist Takahiro Hachigo. Die deutsche Forschungsabteilung Honda R&D Europe, mit mehr als 100 Ingenieuren und Wissenschaftlern, befindet sich weiterhin in Offenbach am Main.
Mein erster Honda: Den hatte ich im Oktober 1985 gegen meinen Scirocco GT "getauscht" und für 21 Monate geleast. Bis 1999 (Kauf des Integra Type R) habe ich alle meine Hondas geleast, aber dann immer für drei Jahre.
Das zweite CRX-Coupé
Honda CRX del Sol Targa -1993 bis 1999
Ein weiterer CRX del sol ESi folgte, danach der Integra Type R.
Von 2002 bis 2007 fuhren wir dann zwei S2000 Roadster.
Der Honda CRX del sol war ein Funcar par excellence. Und ganz schnell zum offenen Roadster mutiert: Dachschale rausheben, im Kofferraum einhängen, fertig.
Mit dem Honda S2000 in der Bretagne:
Wagenpflege - Frühjahrsputz - Honda S2000 - der Roadster wird frühlingsfit gemacht
Bevor wir ihn im Jahr 2007 erworben haben standen mehr als 20 Jahre Honda. Den CRX, den Integra Type R ...
... und zuletzt zwei S2000 Roadster nannten wir unser eigen.
Diese 240 PS starken Renner waren faszinierend, doch auch extrem teuer in der Unterhaltung. Super Plus fraßen sie reichlich, 245-er Reifen hinten und 225-er vorne gingen ins Geld, ebenso die Kundendienste. Und auch die Vollkasko-Versicherung, die man natürlich für solche Fahrzeuge abschließt, schlug satt zu Buche. Vernünftig also, umzusteigen. Aber Autos sind nie "vernünftig". Sie müssen Spaß machen. Und daher musste es natürlich auch wieder ein Cabrio sein. Und chic sollte es auch sein. Und so haben wir einen der ersten auf dem deutschen Markt erworben. Und damals war noch nicht absehbar, daß der Peugeot 207 CC mal Deutschlands beliebtestes Cabrio werden sollte. Uns hat er überzeugt.
Der Peugeot 207 CC ist ein dynamisches Auto, spritzig und spurtstark. Dafür reichen die 120 PS der Sport-Version allemal gut aus. Sein Design ist ansprechend und chic. Und er braucht in der Summe aller seiner herausstechenden Merkmale den Vergleich mit "echten" Sportwagen in keinster Weise zu scheuen. Der Spritverbrauch (Super) ist - wichtig in den heutigen Zeiten - mit im Schnitt sieben Litern pro 100 Kilometer sehr moderat. Der CO2-Ausstoß ist gering (Euro 4).
Und 2012, vor fast genau 5 Jahren haben wir uns den zweiten zugelegt.
Enge und kurvenreiche Sträßchen, die findet man allenthalben in der Bretagne. Nach solchen Straßen giert der Roadsterfahrer geradezu.
Es darf aber auch gerne ein etwas alltagstauglicherer Sportwagen sein. Und warum nicht ein Fahrzeug aus französischer Produktion?
Schade, dass beide Autos nicht mehr gebaut werden.
Apropos nicht mehr gebaut: Wir hatten uns nach unseren Roadstern für ein wendiges Franzosen-Cabrio entschieden. Dessen erste größere Reise ging in die Bretagne. Und nun wird er auch nicht mehr gebaut.
Auch unsere Rennmaschine Honda Integra Type R unternahm seine erste Langstrecke in die Bretagne. Wird auch nicht mehr gebaut.