Kandel in der Südpfalz - Landkreis Germersheim - Kandel liegt am Nordrand des Bienwaldes, etwa 12 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, 19 km südlich von Landau und 20 km westnordwestlich von Karlsruhe in der Oberrheinischen Tiefebene.
Wir sehen die pittoreske Innenstadt, u.a. mit der Kirche St. Georg, den vielen Fachwerkhäusern und dem barocken Rathaus.
Früher war Kandel das Zentrum des Tabakanbaus in der Pfalz.
Wir besuchen auch den Adamshof, einen empfehlenswerten Biergarten am Rande der Stadt (Richtung Rheinzabern).
Jockgrim, auf einem Sporn des Rheinhochufers, zählt zu den großen Gemeinden des Landkreises Germersheim. Der im Jahre 1223 erstmals unter dem Namen „Jochenheim“ erwähnte Ort war im Mittelalter im Besitz des Speyerer Fürstbischofs, der dort zeitweise seinen Sitz innehatte. Aus dieser Zeit stammt die heute noch teilweise gut erhaltene Stadtmauer, während die Burgvogtei und die übrigen Festungsanlagen 1793 durch Jakobinerheere geschleift wurden.
Das durch historische Fachwerkhäuser geprägte „Hinnerstädel“ beeindruckt durch sein idyllisches Flair. In St. Dionysius finden heute nur noch an bestimmten Fest- und Feiertagen Messen statt. Sehr beliebt ist die Kirche als Hochzeitskirche. Erbaut wurde die Kirche ab 1772.
Rheinzabern (in Pfälzer Mundart Rheinzawere gesprochen) ist eine Ortsgemeinde im südpfälzischen Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Jockgrim an. Rheinzabern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Gegründet wurde der Ort unter dem Namen Tabernae als Raststätte an der römischen Fernstraße von Italien über Basel nach Mainz. Rheinzabern feierte im Jahr 2004 sein 1950-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste Gemeinde in der Südpfalz. In römischer Zeit wurden hier vor allem Tonwaren hergestellt. Tabernae rhenanae galt als bedeutendste Töpfersiedlung des Römerreiches nördlich der Alpen. Besonders berühmt ist die Terra Sigillata Tonware, welche europaweit exportiert wurde. Noch heute kann man die antiken Brennöfen besichtigen. Römische Baukeramik wurde unter anderem für das Kastell Mogontiacum (Mainz) angefertigt. Interdisziplinäre Forschung ermöglichte die Lokalisierung von Ziegeln, die den Ziegelstempel der Legio XXII Primigenia tragen, für die Herstellungsprovenienz Rheinzabern.
Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.
Der Ort Klingenmünster entstand als Siedlung von Bauern und Handwerkern um das Reichskloster Klingenmünster herum. Die Geschichte der Gemeinde ist somit sehr eng mit dem Kloster in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verknüpft. Die Bauern und Handwerker von Klingenmünster waren Leibeigene des Klosters und gehörten zum Fronhofbestand. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639).
Leinsweiler
Sehenswert ist das Rathaus von Leinsweiler aus dem Jahr 1619 mit seiner Arkadenhalle und dem Dorfbrunnen von 1581.
Wir fahren entlang der Deutschen Weinstraße. Start ist in Hainfeld, es geht über Rhodt unter Rietburg und Maikammer nach Neustadt an der Weinstraße. Dort machen wir einen Bummel durch die Altstadt. Wir sehen die Stiftskirche und das Rathaus.
Wiederum von Hainfeld aus führt uns nun der Weg nach Burrweiler.
In Burrweiler ist das Deutsche Ofenmuseum zuhause.
Kandel, eine Kleinstadt in der Südpfalz, im Landkreis Germersheim, wer kannte es vor dem 28. Dezember 2017? Wer kannte diese Stadt, bevor ein Afghane dort in einem Supermarkt ein 15-jähriges Mädchen erstochen hat?
Die Stadt Kandel liegt in der Südpfalz im Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz und ist Verwaltungssitz der Verbandsgemeinde Kandel. Kandel liegt am Nordrand des Bienwaldes, etwa 12 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, 19 km südlich von Landau und 20 km westnordwestlich von Karlsruhe in der Oberrheinischen Tiefebene. Die erste Erwähnung Kandels findet sich in einer Urkunde des Speyerer Bischofs Günther von Henneberg aus dem Jahre 1150. Dort ist ein "Adelbrath von Canele" als Zeuge einer Schenkung genannt. Urkunden sprechen im Jahre 1348 von einer Kirche in Kandel.
Wir kennen Kandel sehr gut. Es gehört zu unseren bevorzugten sommerlichen Ausflugszielen in der Südpfalz.
Und gerade, wenn man einen Ort persönlich kennt, an dem so eine grausame Bluttat stattgefunden hat, umso persönlicher empfindet man auch. Umsomehr auch nimmt man wahr, dass die Gewalt nicht nur in den Großstädten zuhause ist, sondern längst die beschauliche Provinz erreicht hat.
Wenn ich mich bislang mit aktuellen Themen rund um Kandel befasst habe, so ging es um die Situation der Tabakbauern.
Denn den Pfälzer Tabakbauern geht die Luft aus. Diese traditionelle Erwerbsquelle der Bauern in der Vorderpfalz ist bedroht durch Rauchverbote, das Verbot der Zigarettenwerbung etc. pp. - Viele der Bauern haben den Anbau bereits eingestellt und konzentrieren sich nun auf andere Produkte. Die Trockenspeicher für die Tabakpflanzen stehen vielfach leer, womit auch das gewachsene Gesicht der Tabakdörfer sich zu veändern droht. Viele Betriebe haben auf Gewürzfelder umgestellt. Hatzenbühl war lange Zeit das älteste und zeitweise auch größte "Tabakdorf" in Deutschland, weil in der Südpfalz Klima und Böden für den Anbau dieses Nachtschattengewächses ideal waren. Trotz eines rapiden Anbaurückgangs wegen starker internationaler Konkurrenz blieb die Südpfalz viele Jahre eines der wichtigsten deutschen Anbaugebiete. Höhepunkt waren nach dem Zweiten Weltkrieg die Jahre zwischen 1970 und 2009, als rund um Kandel, Herxheim und Hatzenbühl auf über 1200 Hektar die drei Sorten Badischer Geudertheimer für Zigarren sowie Badischer Burnley und Virgin für Zigaretten und Pfeifentabak angebaut wurden. Jedoch wurden 2010 die Subventionen der EU für den Tabakanbau gestrichen. Ohne finanzielle Förderung gaben viele Tabakpflanzer die zeitintensive und mit Handarbeit verbundene Produktion auf.
Aus dem wirklich aktuellen Geschäft des Bildreporters habe ich mich vor acht Jahren zurückgezogen. Irgendwann ist man dafür zu alt. Rein physisch. Und man muss es sich auch nicht mehr antun, Unfälle und andere schreckliche Ereignisse zu dokumentieren.
So bin ich persönlich bei den Reise- und Kulturthemen gelandet. Und bei den Naturthemen. Bei den Features. Es wäre mir noch vor kurzem nicht in den Sinn gekommen, dass es aus Kandel etwas anderes zu berichten geben wird als, wo man entspannt ein schönes bayerisches Weißbier in der Pfalz genießen kann.
Nun ist es anders gekommen. .
Nein, ich schnappe jetzt nicht meine Ausrüstung, fahre nach Kandel und knipse und filme Kerzen und Blumen vor dem DM-Supermarkt. Das habe ich letztmals bei Nine-Eleven gemacht. Vor dem Deutsch-Amerikanischen Institut in Nürnberg.
Aber Kandel, die Pfälzer Idylle, hat für uns ihre Unschuld verloren. Die Stadt wird künftig auch immer mit diesem feigen Mord in Verbindung stehen.
Die Südpfalz hat in der Rheinebene einen ganz besonderen Charme. Üblicherweise verbindet man mit der "Weinpfalz" die Haardt, die Hänge des Gebirgskamms am Rande des Pfälzerwaldes, aber auch die flache Ebene ist nicht ohne Reiz. Pittoreske Städtchen und Dörfer laden ein. Mit bedeutenden und sehenswerten historischen Ortskernen, ein Eldorado für uns Knipser und Filmer.
In Jockgrim bis zum historischen Altort vorzustoßen kann schon fast zur Odyssee geraten, so groß (also eher lang und weitverzweigt) ist das Dorf.
Wir haben es aber dennoch geschafft.
Last but not least haben wir Rheinzabern besucht.
Und auf der Rückfahrt an einem Tag mit über 30°C haben wir dann bei Kandel einen wunderschönen schattigen Biergarten entdeckt.
Quo vadis, Tabakanbau? Die Kampagne gegen den Tabakkonsum, Nichtrauchergesetze und Rauchverbote in der Gastronomie bringen die pfälzischen Tabakbauern an den Rand der Existenz.
Die Anbauflächen für Tabak wurden stark reduziert. Auf vielen Flächen wächst heute der allgegenwärtige Mais. Die alten Trockenspeicher stehen vielfach leer, zum Teil werden sie zu Wohnungen oder Ferienhäusern umgebaut. Oder verfallen. So drohen auch die Orte ihr Gesicht zu verlieren.