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Montag, 13. Februar 2023

Klingenmünster


Burg Landeck bei Klingenmünster

Die Burg Landeck ist die Ruine einer Höhenburg südwestlich von Landau, bei Klingenmünster im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Wie bei der überwältigenden Mehrzahl der pfälzischen Burgen ist auch bei Burg Landeck das genaue Gründungsjahr unbekannt. Allgemein wird angenommen, dass die Burg als Nachfolgerin für die nahe gelegene, wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstörte Turmburg Walastede (heute „Schlössel“ genannt) errichtet wurde. Für diese Annahme gibt es jedoch ebenso wenig einen direkten Beweis wie für die weitere These, dass beide Burgen eine Schutzfunktion für das nahe gelegene Kloster Klingen(-münster) besessen hätten. Die sichtbaren baustilistischen Merkmale Landecks verweisen auf die Zeit um 1200.

Spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts war die Anlage ein Reichslehen, das sich im gemeinsamen Lehnsbesitz der Grafen von Zweibrücken und der Grafen von Leiningen befand. Nach dem schnellen Aussterben der Seitenlinie Leiningen-Landeck im Jahr 1289/90 verlieh König Rudolf von Habsburg die rückgefallene Hälfte der Reichsburg 1290 an seinen Neffen, den elsässischen Landvogt Otto III. von Ochsenstein, während die andere Hälfte im Besitz der Grafen von Zweibrücken-Bitsch blieb.

Erst seit Beginn des 14. Jahrhunderts lassen sich mehr oder weniger berechtigte, auf lange Sicht aber erfolgreiche Versuche der Abtei Klingenmünster nachweisen, Landeck und umliegende Güter als ihr Eigentum auszugeben, was vor allem Auswirkungen auf den ochsensteinischen Anteil hatte. Wichtig sollten auch die seit der Jahrhundertmitte erkennbaren Ambitionen der Pfalzgrafen bei Rhein werden, die Burg in ihre Hand zu bringen, was 1358/66 mit dem Erwerb des Öffnungsrechts ihren Ausgang nahm. In ähnlicher Weise durch innerfamiliäre Streitigkeiten, Auseinandersetzungen der Gemeiner untereinander und nicht zuletzt durch finanzielle Schwierigkeiten bedingt, fiel 1405 ein weiterer Anteil an das Fürstbistum Speyer. Die erhaltenen Schriftquellen, darunter besonders wichtig die Burgfrieden, bezeugen die Versuche der nun drei Besitzerparteien, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, die Herren von Ochsenstein und das Fürstbistum Speyer, ihre Burggemeinschaft nachhaltig zu regeln.

Im Orleans'schen Krieg (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde die Burg von französischen Truppen zerstört.

Heute ist die Burgruine Landeck ein beliebtes Ausflugsziel. Die Burgschänke wird das ganze Jahr, außer an Heiligabend, bewirtschaftet. Bei einem Schoppen Pfälzer Riesling lässt es sich dort gut aushalten. Nicht-Pfälzer aufgemerkt: Ein Schoppen, das ist in der Pfalz ein halber Liter!


Das Kloster in Klingenmünster gehört zu den frühesten Abteien Deutschlands. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639). Von der ursprünglichen Anlage ist aber heute nichts mehr vorhanden. Die Baugeschichte des Klosters Klingenmünster ist bis ins 12. Jh. kaum bekannt. Es gab keine planmäßigen Ausgrabungen wodurch Alter und Baugestalt der frühmittelalterlichen Gründung archäologisch bisher kaum zu erschließen sind. Sogar die Lage des Klosters ist vor dem 12. Jh. nicht gesichert. Es gibt Hypothesen, die aus dem frühen Namenswechsel von Plidinfeld zu Clingo/Clinga einen Ortswechsel vom heutigen Pleisweiler nach Klingenmünster annehmen. Aussagekräfte Befunde fehlen. In einer Aktennotiz des Jahres 1737 berichtete der Pfarrer an die kirchliche Oberbehörde, dass die "allhiesige uhralte aO 626 erbaute Stifts- und Pfarrkirche" eingerissen und neu erstellt werden soll. Der damalige Pfarrer könnte diese Jahreszahl nur in einer Bauinschrift gelesen haben, denn in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden alle Akten und Bestände vernichtet.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gründete der Mainzer Erzbischof Gerold das Kloster, vermutlich weil er den Einfluss des Bistums Speyer, das u.a. das Kloster Weißenburg (Wissembourg) stiftete, schmälern will. Enge Verbindungen zu Mainz sind glaubhaft belegt. Seit Anbeginn ist vermutlich St. Michael der Hauptpatron des Klosters. Zudem befolgten die Mönche wohl anfänglich die Regeln des hl. Columban. Wann genau Karl der Große die Benediktinerregeln in den Klöstern seines Reiches durchsetzte ist nicht belegt. Die schriftlichen Zeugnisse des 8. und 9. Jh. lassen vermuten, dass in Klingenmünster ein Konvent aus Priestern und Mönchen lebte, die sich zunächst der karolingischen Reform entzogen. Belegt ist in dieser Zeit die Gebetsverbrüderung zwischen den Klöstern Reichenau und St. Gallen und dem Kloster Clingo oder Plidinfeld (Blidenfeld). Plidinfeld scheint der ursprüngliche Name des Klosters zu sein.

Im 11. und 12. Jahrhundert erlebte das Kloster seine Blütezeit. Seine Glanzzeit erlebt des Klosters unter Abt Stephan I., der auch Abt von Weißenburg, Selz und Limburg an der Haardt sowie consiliarius Heinrich IV. ist. Unter ihm wird mit einem Neubau der romanischen Klosterkirche begonnen. Schenkungen, Stiftungen und billige Ankäufe vergrößern den Klosterbesitz. Rund um das Kloster siedeln sich verstärkt Handwerker, Bauern und Händler an.

Klingenmünster tritt im Mittelalter als adelige Grablege kaum in Erscheinung. Erhalten hat sich lediglich der Grabstein der Gräfin Loreda von Bitsch, deren Mutter sich im 15. Jh. als Mitgemeinerin auf der Burg Landeck nachweisen lässt. Das figürliche Grabmal wurde 1929 zerschlagen wieder aufgefunden und steht heute stark restauriert in der Südwestecke der Kirche.


Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war der Klosterbesitz zu großen Teilen bereits wieder veräußert und in den Besitz der Grafen von Leiningen und Zweibrücken übergegangen. Durch die verschiedenen Veräußerungen des Klosterbesitzes schwand die wirtschaftliche und politische Einflussnahme. 1490 waren in der Abtei nur noch vier Konventsmitglieder, weshalb Papst Innozenz VIII. die Abtei am 18. November 1490 in ein weltliches Chorherrenstift umwandelte. Mit dem Fortschreiten der Reformation und der Glaubensspaltung kam auch der Niedergang des Klosters. Kurfürst Friedrich III. führte in der Kurpfalz die Lehre Johannes Calvins ein. Die Pfalz wird protestantisch. In der Stiftskirche wird eine protestantische Pfarrei eingerichtet, die vom Stift besoldet wird. Erstmals wird die Kloster-/ Stiftskirche als Pfarrkirche genutzt. Zwischen 1565 und 1567 wurden alle Klöster aufgehoben und die Einrichtungen vernichtet.

Das Stift wird während des Dreißigjährigen Krieges verwüstet und gelangt wechselseitig unter österreichische, schwedische und französische Herrschaft. Der durch Brände beschädigte Ostflügel des Klosters wird 1625 als Wohnung für einen katholischen Pfarrer wieder hergestellt.

Die seit Jahren baufällige romanische Stiftskirche wird 1735-1737 abgetragen und auf den alten Fundamenten neue errichtet. Die romanische "136 Werkschuhe" lange Basilika wird bis auf die Stümpfe der Westtürme und Teile der Außenwände abgebrochen und durch einen barocken Kirchensaal mit Sakristei ersetzt. Der neue Westturm entsteht über dem Mittelteil des Westbaus, seitliche Halbgiebel binden das Kirchendach ein. Am Turm sind im barocken Dachraum zahlreiche zweitverwendete Werksteine sichtbar.

Anfang des 20. Jh. und 2003 wird die Stiftskirche restauriert. Dabei werden mittelalterliche Baureste an Kirche, Sakristei und Ostflügel wieder sichtbar gemacht, darunter die westliche Innenwand des ehemaligen dreischiffigen Langhauses. Überreste von Nord- und Südmauer der Seitenschiffe sind in den barocken Längsmauern bewahrt, Reste des Südquerarms in der barocken Sakristei. Der barocke Fußboden liegt ca. 1,20 m über dem mittelalterlichen.

Quellen:
  • Pfälzisches Klosterlexikon, Handbuch der Pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 2 (H-L), Thorsten Unger, Martin Wenz, Matthias Untermann, Inst. für Pfälzische Geschichte und Volkskunde
  • Clemens Jöckle, Stiftskirche und ehemaliges Benediktinerkloster Klingenmünster, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg
  • Jürgen Müsel, Die Keysermühle, Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle, Publikation Stiftsgut Keysermühle

Samstag, 16. November 2019

Klingenmünster in der Südpfalz


Burg Landeck bei Klingenmünster in der Südpfalz - Eine der bekanntesten Burgruinen in der Pfalz ist die Burgruine Landeck in Klingenmünster in der Pfalz. An der Stelle, an der die heutige Burgruine Landeck thront, nahm schon im 9. oder 10. Jh. die Festung Heidenschuh, eine mittelalterliche Fliehburg, ihren Platz ein. Die Festung Heidenschuh wurde abgelöst durch das Waldschlössl, einer Turmburg, die wahrscheinlich schon 1168 im Zuge einer Fehde zwischen Kaiser Barbarossa und den Grafen von Saarbrücken zerstört wurde.


Das Waldschlössl, dessen Aufgabe es war das Kloster Klingenberg zu beschützen, wurde von der Burg Landeck, die um 1170 erbaut worden ist, übernommen. Wie so oft in der Pfalz waren die kaiserlichen Lehnsherren die Grafen von Leiningen. Sie gründeten auf der Burg Landeck eien Seitenlinie, die aber bereits 1289 ausstarb. Daraufhin erbten die Grafen von Zweibrücken-Bitsch die Burg, bevor sie wenig später kurpfälzisch wurde. Das Bistum Speyer besaß bis 1709 einen Teil der Burganlage. Nachdem Landeck 1689 durch französische Truppen während des Pfalzkrieges zerstört worden ist, wurde sie dem Verfall ausgesetzt.

Erst 1964 sicherten umfangreiche Sanierungsarbeiten der Schlösserverwaltung in Zusammenarbeit mit dem 1881 gegründeten Landeckverein den Baubestand. Statt auf einem Felsen zu thronen, bestach der gut erhaltene Bergfried vielmehr durch seinen „Hohen Mantel“ aus Buckelquadern, der den Angreifern eine gewisse Undurchdringlichkeit suggerierte. Lediglich das Dach des Bergfrieds und die hölzerne Brustwehr der Mantelmauer fehlen heute. Seine Zinnen sind eine Neuerung aus dem Jahre 1910. Direkt am Bergfried befand sich der dreigeschossige Palas, von dem noch vier Fensternischen mit Sitzbänken und Balkenlöcher zu sehen sind. Die Burgruine Landeck stellt heute ein beliebtes Ausflugsziel dar. Die Burgschänke wird das ganze Jahr außer an Heiligabend bewirtschaftet.

Ehemaliges Kloster Klingenmünster

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Das Benediktinerkloster Klingenmünster “Clinga Monasterium”, 626 bis 1565, ist Namensgeber und Keimzelle des Ortes. Es handelt sich wahrscheinlich um das älteste der Urklöster Deutschlands. Da alle Dokumente beim Großbrand im Jahr 840 vernichtet wurden, bezieht man sich mit dem Gründungsjahr 626 auf eine Inschrift in einem Fundamentstein, der bei Umbauten im 18. Jahrhundert freigelegt wurde. Das Kloster soll auf Veranlassung des Merowingerkönigs Dagobert I. von iroschottischen Mönchen gegründet worden sein. Erste schriftliche Erwähnung findet sich in der „Fleidoliste„ des Klosters Reichenau als „de monasterio quod Clingo vocatur sive Plindinvelt„. Im Verbrüderungsbuch von St. Gallen wird es „de monasterio Clingone„ genannt.

Die Blütezeit des Klosters war zur Salier- und Stauferzeit ab ca. 850 bis ins 13. Jahrhundert Die Mönche rodeten das Land und bauten Fronhöfe und Siedlungen, Kirchen und Kapellen. Ausbauorte des Klosters sind unter anderem Pleisweiler-Oberhofen, Niederhorbach und Kapellen. Den Höhepunkt seiner Entwicklung mit hohem Stand an Bildung und Kultur hatte es unter Abt Stephan I. um 1100. Die Klöster bildeten damals die kulturellen und geistigen Zentren des Landes. Im Jahr 1223 sprach Papst Honorius St. Michael den besonderen Schutz des Klosters durch den Heiligen Stuhl aus. Zum Schutz der Abtei wurden im Verlauf der Jahrhunderte die drei Burganlagen Heidenschuh, Schlössel und Landeck errichtet.

Der Niedergang des Klosters begann 1491 mit der Umwandlung in ein weltliches Chorherrenstift durch Papst Innozenz VIII. Während der Bauernkriege um 1525 wurde das Stift geplündert und mit Einführung der Reformation durch Kurfürst Friedrich III. im Jahr 1567 säkularisiert. Später wurde es wieder rekatholisiert, mehrfach umgebaut, teilweise abgerissen und erneut säkularisiert. 1928 wurden Grabungen durchgeführt und die Basis der nördlichen Westsäulen des Schiffes freigelegt sowie der Boden entwässert.

Erhalten sind bauliche Reste des Kirchenbaus von 1100: Das romanische Westwerk, die Doppelturmanlage mit Spindeltreppen, eine spätromanische Emporenkapelle und die Verbindung zum Abtshaus. Malereireste findet man nur noch über dem Chorbogen an der Ostwand (Umrisse einer Maria mit Kind). Ein ehemaliges südliches Querschiff (früher mit Apsis) ist heute Sakristei. Reste des Ostflügels (Dormitoriumstür), renoviert 1990. Südlich zwischen den Hauptgebäuden schließt der ehem. Kreuzgang an die Kirche an. Es sind nur einige romanische Reste erhalten (zweiteilige Rundbogenarkade, Mittelsäulen mit Eckknollenbasis und Würfelkapitellen). Im Jahr 2001 wurde ein neues Kirchenfenster eingebaut, das der brasilianische Künstler „Sarro„ gestaltet hat. Die Klosteranlage war von einer schützenden Mauer umgeben. Mauerreste aus dem 13. Jahrhundert befinden sich an der Nordseite, entlang des Klingbachs, zwischen Stiftsschaffnei und Pfarrgarten. 1996 wurde der ehemalige Klostergarten wieder als Kräutergarten angelegt.

Fahrt von Pleisweiler nach Klingenmünster


Fahrt durch Klingenmünster




Donnerstag, 22. August 2019

Klingenmünster - Burg Landeck und ehem. Reichsabtei

Burg Landeck bei Klingenmünster

Die Burg Landeck ist die Ruine einer Höhenburg südwestlich von Landau, bei Klingenmünster im Landkreis Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz. Wie bei der überwältigenden Mehrzahl der pfälzischen Burgen ist auch bei Burg Landeck das genaue Gründungsjahr unbekannt. Allgemein wird angenommen, dass die Burg als Nachfolgerin für die nahe gelegene, wohl in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts zerstörte Turmburg Walastede (heute „Schlössel“ genannt) errichtet wurde. Für diese Annahme gibt es jedoch ebenso wenig einen direkten Beweis wie für die weitere These, dass beide Burgen eine Schutzfunktion für das nahe gelegene Kloster Klingen(-münster) besessen hätten. Die sichtbaren baustilistischen Merkmale Landecks verweisen auf die Zeit um 1200.

Spätestens in der Mitte des 13. Jahrhunderts war die Anlage ein Reichslehen, das sich im gemeinsamen Lehnsbesitz der Grafen von Zweibrücken und der Grafen von Leiningen befand. Nach dem schnellen Aussterben der Seitenlinie Leiningen-Landeck im Jahr 1289/90 verlieh König Rudolf von Habsburg die rückgefallene Hälfte der Reichsburg 1290 an seinen Neffen, den elsässischen Landvogt Otto III. von Ochsenstein, während die andere Hälfte im Besitz der Grafen von Zweibrücken-Bitsch blieb.

Erst seit Beginn des 14. Jahrhunderts lassen sich mehr oder weniger berechtigte, auf lange Sicht aber erfolgreiche Versuche der Abtei Klingenmünster nachweisen, Landeck und umliegende Güter als ihr Eigentum auszugeben, was vor allem Auswirkungen auf den ochsensteinischen Anteil hatte. Wichtig sollten auch die seit der Jahrhundertmitte erkennbaren Ambitionen der Pfalzgrafen bei Rhein werden, die Burg in ihre Hand zu bringen, was 1358/66 mit dem Erwerb des Öffnungsrechts ihren Ausgang nahm. In ähnlicher Weise durch innerfamiliäre Streitigkeiten, Auseinandersetzungen der Gemeiner untereinander und nicht zuletzt durch finanzielle Schwierigkeiten bedingt, fiel 1405 ein weiterer Anteil an das Fürstbistum Speyer. Die erhaltenen Schriftquellen, darunter besonders wichtig die Burgfrieden, bezeugen die Versuche der nun drei Besitzerparteien, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, die Herren von Ochsenstein und das Fürstbistum Speyer, ihre Burggemeinschaft nachhaltig zu regeln.

Im Orleans'schen Krieg (Pfälzischer Erbfolgekrieg) wurde die Burg von französischen Truppen zerstört.

Heute ist die Burgruine Landeck ein beliebtes Ausflugsziel. Die Burgschänke wird das ganze Jahr, außer an Heiligabend, bewirtschaftet. Bei einem Schoppen Pfälzer Riesling lässt es sich dort gut aushalten. Nicht-Pfälzer aufgemerkt: Ein Schoppen, das ist in der Pfalz ein halber Liter!


Das Kloster in Klingenmünster gehört zu den frühesten Abteien Deutschlands. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639). Von der ursprünglichen Anlage ist aber heute nichts mehr vorhanden. Die Baugeschichte des Klosters Klingenmünster ist bis ins 12. Jh. kaum bekannt. Es gab keine planmäßigen Ausgrabungen wodurch Alter und Baugestalt der frühmittelalterlichen Gründung archäologisch bisher kaum zu erschließen sind. Sogar die Lage des Klosters ist vor dem 12. Jh. nicht gesichert. Es gibt Hypothesen, die aus dem frühen Namenswechsel von Plidinfeld zu Clingo/Clinga einen Ortswechsel vom heutigen Pleisweiler nach Klingenmünster annehmen. Aussagekräfte Befunde fehlen. In einer Aktennotiz des Jahres 1737 berichtete der Pfarrer an die kirchliche Oberbehörde, dass die "allhiesige uhralte aO 626 erbaute Stifts- und Pfarrkirche" eingerissen und neu erstellt werden soll. Der damalige Pfarrer könnte diese Jahreszahl nur in einer Bauinschrift gelesen haben, denn in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wurden alle Akten und Bestände vernichtet.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft gründete der Mainzer Erzbischof Gerold das Kloster, vermutlich weil er den Einfluss des Bistums Speyer, das u.a. das Kloster Weißenburg (Wissembourg) stiftete, schmälern will. Enge Verbindungen zu Mainz sind glaubhaft belegt. Seit Anbeginn ist vermutlich St. Michael der Hauptpatron des Klosters. Zudem befolgten die Mönche wohl anfänglich die Regeln des hl. Columban. Wann genau Karl der Große die Benediktinerregeln in den Klöstern seines Reiches durchsetzte ist nicht belegt. Die schriftlichen Zeugnisse des 8. und 9. Jh. lassen vermuten, dass in Klingenmünster ein Konvent aus Priestern und Mönchen lebte, die sich zunächst der karolingischen Reform entzogen. Belegt ist in dieser Zeit die Gebetsverbrüderung zwischen den Klöstern Reichenau und St. Gallen und dem Kloster Clingo oder Plidinfeld (Blidenfeld). Plidinfeld scheint der ursprüngliche Name des Klosters zu sein.

Im 11. und 12. Jahrhundert erlebte das Kloster seine Blütezeit. Seine Glanzzeit erlebt des Klosters unter Abt Stephan I., der auch Abt von Weißenburg, Selz und Limburg an der Haardt sowie consiliarius Heinrich IV. ist. Unter ihm wird mit einem Neubau der romanischen Klosterkirche begonnen. Schenkungen, Stiftungen und billige Ankäufe vergrößern den Klosterbesitz. Rund um das Kloster siedeln sich verstärkt Handwerker, Bauern und Händler an.

Klingenmünster tritt im Mittelalter als adelige Grablege kaum in Erscheinung. Erhalten hat sich lediglich der Grabstein der Gräfin Loreda von Bitsch, deren Mutter sich im 15. Jh. als Mitgemeinerin auf der Burg Landeck nachweisen lässt. Das figürliche Grabmal wurde 1929 zerschlagen wieder aufgefunden und steht heute stark restauriert in der Südwestecke der Kirche.

Zu Beginn des 13. Jahrhunderts war der Klosterbesitz zu großen Teilen bereits wieder veräußert und in den Besitz der Grafen von Leiningen und Zweibrücken übergegangen. Durch die verschiedenen Veräußerungen des Klosterbesitzes schwand die wirtschaftliche und politische Einflussnahme. 1490 waren in der Abtei nur noch vier Konventsmitglieder, weshalb Papst Innozenz VIII. die Abtei am 18. November 1490 in ein weltliches Chorherrenstift umwandelte. Mit dem Fortschreiten der Reformation und der Glaubensspaltung kam auch der Niedergang des Klosters. Kurfürst Friedrich III. führte in der Kurpfalz die Lehre Johannes Calvins ein. Die Pfalz wird protestantisch. In der Stiftskirche wird eine protestantische Pfarrei eingerichtet, die vom Stift besoldet wird. Erstmals wird die Kloster-/ Stiftskirche als Pfarrkirche genutzt. Zwischen 1565 und 1567 wurden alle Klöster aufgehoben und die Einrichtungen vernichtet.

Das Stift wird während des Dreißigjährigen Krieges verwüstet und gelangt wechselseitig unter österreichische, schwedische und französische Herrschaft. Der durch Brände beschädigte Ostflügel des Klosters wird 1625 als Wohnung für einen katholischen Pfarrer wieder hergestellt.

Die seit Jahren baufällige romanische Stiftskirche wird 1735-1737 abgetragen und auf den alten Fundamenten neue errichtet. Die romanische "136 Werkschuhe" lange Basilika wird bis auf die Stümpfe der Westtürme und Teile der Außenwände abgebrochen und durch einen barocken Kirchensaal mit Sakristei ersetzt. Der neue Westturm entsteht über dem Mittelteil des Westbaus, seitliche Halbgiebel binden das Kirchendach ein. Am Turm sind im barocken Dachraum zahlreiche zweitverwendete Werksteine sichtbar.

Anfang des 20. Jh. und 2003 wird die Stiftskirche restauriert. Dabei werden mittelalterliche Baureste an Kirche, Sakristei und Ostflügel wieder sichtbar gemacht, darunter die westliche Innenwand des ehemaligen dreischiffigen Langhauses. Überreste von Nord- und Südmauer der Seitenschiffe sind in den barocken Längsmauern bewahrt, Reste des Südquerarms in der barocken Sakristei. Der barocke Fußboden liegt ca. 1,20 m über dem mittelalterlichen.

Quellen:
  • Pfälzisches Klosterlexikon, Handbuch der Pfälzischen Klöster, Stifte und Kommenden Band 2 (H-L), Thorsten Unger, Martin Wenz, Matthias Untermann, Inst. für Pfälzische Geschichte und Volkskunde
  • Clemens Jöckle, Stiftskirche und ehemaliges Benediktinerkloster Klingenmünster, Verlag Schnell & Steiner GmbH Regensburg
  • Jürgen Müsel, Die Keysermühle, Von der Mühle des Klosters Klingenmünster zum Stiftsgut Keysermühle, Publikation Stiftsgut Keysermühle

Montag, 12. August 2019

Ausflug vom Pfälzerwald ins Pfälzer Weinland


Burg Berwartstein im Pfälzerwald - Er gehört zu den meistbesuchten Burgen der Pfalz und am späten Nachmittag im Novembernebel aufragend zeigt er sich so mystisch und sagenumwoben, wie er es im Sagengut der Region seit langem ist, der im späten Mittelalter als uneinnehmbar geltende Berwartstein im Dahner Felsenland bei Erlenbach (Landkreis Südwestpfalz).


Sein berühmtester Besitzer war der mit Kirchenbann und Reichsacht belegte Ritter Hans von Trotha (in der Gegend Hans Trapp genannt), der bei eine Fehde gegen das dortige Kloster (das gleichfalls den Besitz des Berwartstein für dich reklamierte) die nahe Reichsstadt Weißenburg (heute Wissembourg im Elsaß) durch Stauen des Flüßchens Wieslauter erst vom Wasser abschnitt und dann, nach Protest der Weißenburger, die Dämme einfach einreißen ließ und in Weißenburg für eine gewaltige Überschwemmung sorgte.

Die Felsenburg ist auch heute bewohnt (eine ziemlich exklusive Wohnlage) und ist daher nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Das Burgrestaurant im ehemaligen Rittersaal bietet Pfälzer Spezialitäten. Und - last but not least - soll es auf dem Berwartstein spuken. Die Rede ist von einer "Weißen Frau", die gerne die Besucher narrt.

Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.


Ein Spätsommerausflug in der Pfalz - Es geht vorbei an der Burg Berwartstein (wiederaufgebaut und auch heute bewohnt) nach Bad Bergzabern, dem Thermalbad am Übergang vom Pfälzerwald in die Rheinebene. Die pittoreske Altstadt mit bemerkenswertem Renaissance-Haus ist sehenswert. Auch das ehemalige kurfürstliche Schloß. Dann geht es ein Stück entlang der Deutschen Weinstraße bis zur Burg Landeck bei Klingenmünster.


Bad Bergzabern - Am Kurpark und der Südpfalztherme


Der Kurpark wurde 1955 durch den bekannten Gartenbauarchitekten Valentin mit einer Fläche von 70.000 qm angelegt. Die Südpfalz Therme präsentiert sich als modernes Wellness- und Gesundheitszentrum.

===> Trips von Bad Bergzabern

Der Kürbishof in Birkenhördt in der Pfalz

Eine vielfältige Auswahl nicht nur an Zierkürbissen, sondern auch an Speisekürbissen (sowie an Marmeladen, Weinen und Schnäpsen) bietet dann im Herbst der besuchenswerte Kürbishof im pfälzischen Birkenhördt, unweit Bad Bergzabern.


Auf dem Heimweg gerne ein Abstecher ins Bärenbrunnertal bei Dahn.


Sonntag, 11. August 2019

Im Bärenbrunnertal


Das Bärenbrunner Tal gehört zum Dahner Felsenland im deutschen Teil des Wasgaus, der vom Südteil des Pfälzerwaldes (Rheinland-Pfalz, Deutschland) und dem Nordteil der Vogesen (Departements Bas-Rhin und Moselle, Frankreich) gebildet wird. Das Tal liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Busenberg (Landkreis Südwestpfalz). Erreichbar ist das Bärenbrunner Tal nur über das Dorf Schindhard.

Am Ende des Tales endet auch die Kreisstraße. Dort liegt in einem nur nach Südwesten offenen Kessel der Bärenbrunnerhof. Dies ist ein historischer Bauernhof, der ab 1712 angelegt wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Seit 1830 befindet er sich im Besitz der Familie der heutigen Eigentümer, die dort einen Biohof mit Rinderzucht und angeschlossener Gaststätte betreiben.


Website des Bärenbrunnerhofes: http://www.baerenbrunnerhof.de/

Aus der Geschichte:

Bärenbrunn war im 14. Jahrhundert ein kleines Dorf, gelegen am Eingang des "Haberteich" in das Haupttal (Bärenbrunnertal). Es war Eigentum der Abtei Klingenmünster:

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Der Ort Klingenmünster entstand als Siedlung von Bauern und Handwerkern um das Reichskloster Klingenmünster herum. Die Geschichte der Gemeinde ist somit sehr eng mit dem Kloster in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verknüpft. Die Bauern und Handwerker von Klingenmünster waren Leibeigene des Klosters und gehörten zum Fronhofbestand. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639).

Wahrscheinlich ist die Dorfanlage von Bärenbrunn auf eine frühere Kirchenanlage zurückzuführen, die als Wallfahrtskirche diente, denn die dort lebenden Menschen wurden als "Michaelleute" bezeichnet, d.h. die Kirche war wahrscheinlich dem heiligen Michael geweiht. Die Leute waren Leibeigene und hatten Frondienste zu leisten.

1389 gab das Kloster das Dorf dem Grafen Eckebrecht von Dürkheim zu Genuß. Dafür übernahm er - sein Wohnsitz war Burg Drachenfels - den Schutz des Klosters und dessen Güter.

1485 ging Bärenbrunn kurz in den Besitz des "Hans von Trott" über. In der Reformationszeit (16. Jhd.) wurden die Bewohner auf Veranlassung der Eckebrechts vorübergehend protestantisch.

Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde Bärenbrunn zerstört und leutlos. Busenberg zählte noch 5 Einwohner. Es erfolgte eine baldige Neubesiedlung, die jedoch in den "Orleanischen Kriegen" (Erbansprüche Ludwig KLV bezüglich seiner Schwägerin Lieselotte von der Pfalz) 1689 wieder zerstört wurde.

Nach Abzug der Franzosen siedelten sich wieder Leute in Bärenbrunn an,

1712 übergab Phillip Heinrich Eckebrecht von Dürkheim dem Bürger Nikolaus Lorch von Bergzabern die Äcker, Wiesen und Wälder von Bärenbrunn durch Erbbestandsbrief gegen eine jährliche Erbpacht von 50 Gulden. Lorch hat den heutigen Hof und die Mühle angelegt.

Während der Französichen Revolution wurden die Güter versteigert. Die Mühle ersteigerte der Müller Jean Ganter für 800 Gulden, und den Hof ersteigerte der bisherige Pächter Friedrich Haage für 4.000 Gulden.

Zu Beginn des 19. Jhd. kaufte Jakob Rebholz aus Merzaben Hof und Mühle. Um das Jahr 1830 pachtete Johannes Guth den Bärenbrunn. Seit dieser Zeit ist die Familie Guth auf Hof und Mühle ansässig.

Busenberg

Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf des Jahres" der SWR-Landesschau gewesen, einem Wettbewerb von Dörfern aus Rheinland-Pfalz. Dieser Auszeichnung widmet sich der erste Teil des Films.


Wir sehen weiterhin das - zwischenzeitlich abgerissene - Mikwe-Häuschen, das das letzte in der Pfalz gewesen war. Der Drachenfels ist eine der typischen Felsenburgen des Wasgau. Sehenswert auch der alte jüdische Friedhof.

Von Schindhard aus kommen wir nach Erfweiler. Erfweiler ist eines der Dörfer im Wasgau, die sich ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt haben: typische Fachwerkhäuser bilden das Ortsensemble.




Montag, 5. August 2019

In der Südpfalz


Klingenmünster in der Südpfalz: Wir sehen das ehemalige Reichskloster und die Burg Landeck


Auch wenn vom Kloster heute nicht mehr viel erhalten ist, so zählt es dennoch zu den ältesten Klöstern Deutschlands.

Unterwegs in der Südpfalz - Kandel - Jockgrim- Rheinzabern


Der Adamshof bei Kandel in der Südpfalz - ein sehr schöner Biergarten


Tabakanbau in der Vorderpfalz bei Kandel - Tabakfeld und Tabakdorf mit den Trockenspeichern


In Birkweiler beim Stern'l im Biergarten - ein schattiger Platz für eine Rast -


Mittwoch, 3. April 2019

Unterwegs in der Südpfalz


Kandel in der Südpfalz - Landkreis Germersheim - Kandel liegt am Nordrand des Bienwaldes, etwa 12 Kilometer von der französischen Grenze entfernt, 19 km südlich von Landau und 20 km westnordwestlich von Karlsruhe in der Oberrheinischen Tiefebene.

Wir sehen die pittoreske Innenstadt, u.a. mit der Kirche St. Georg, den vielen Fachwerkhäusern und dem barocken Rathaus.


Früher war Kandel das Zentrum des Tabakanbaus in der Pfalz.

Wir besuchen auch den Adamshof, einen empfehlenswerten Biergarten am Rande der Stadt (Richtung Rheinzabern).


Jockgrim, auf einem Sporn des Rheinhochufers, zählt zu den großen Gemeinden des Landkreises Germersheim. Der im Jahre 1223 erstmals unter dem Namen „Jochenheim“ erwähnte Ort war im Mittelalter im Besitz des Speyerer Fürstbischofs, der dort zeitweise seinen Sitz innehatte. Aus dieser Zeit stammt die heute noch teilweise gut erhaltene Stadtmauer, während die Burgvogtei und die übrigen Festungsanlagen 1793 durch Jakobinerheere geschleift wurden.

Das durch historische Fachwerkhäuser geprägte „Hinnerstädel“ beeindruckt durch sein idyllisches Flair. In St. Dionysius finden heute nur noch an bestimmten Fest- und Feiertagen Messen statt. Sehr beliebt ist die Kirche als Hochzeitskirche. Erbaut wurde die Kirche ab 1772.


Rheinzabern (in Pfälzer Mundart Rheinzawere gesprochen) ist eine Ortsgemeinde im südpfälzischen Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Jockgrim an. Rheinzabern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Gegründet wurde der Ort unter dem Namen Tabernae als Raststätte an der römischen Fernstraße von Italien über Basel nach Mainz. Rheinzabern feierte im Jahr 2004 sein 1950-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste Gemeinde in der Südpfalz. In römischer Zeit wurden hier vor allem Tonwaren hergestellt. Tabernae rhenanae galt als bedeutendste Töpfersiedlung des Römerreiches nördlich der Alpen. Besonders berühmt ist die Terra Sigillata Tonware, welche europaweit exportiert wurde. Noch heute kann man die antiken Brennöfen besichtigen. Römische Baukeramik wurde unter anderem für das Kastell Mogontiacum (Mainz) angefertigt. Interdisziplinäre Forschung ermöglichte die Lokalisierung von Ziegeln, die den Ziegelstempel der Legio XXII Primigenia tragen, für die Herstellungsprovenienz Rheinzabern.

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Der Ort Klingenmünster entstand als Siedlung von Bauern und Handwerkern um das Reichskloster Klingenmünster herum. Die Geschichte der Gemeinde ist somit sehr eng mit dem Kloster in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verknüpft. Die Bauern und Handwerker von Klingenmünster waren Leibeigene des Klosters und gehörten zum Fronhofbestand. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639).

Leinsweiler


Sehenswert ist das Rathaus von Leinsweiler aus dem Jahr 1619 mit seiner Arkadenhalle und dem Dorfbrunnen von 1581.

Oberotterbach


Sonntag, 6. Mai 2018

Rund um Bad Bergzabern



Dörrenbach, das „Dornröschen der Pfalz“ genannt, ist ein staatlich anerkannter Erholungsort und liegt am östlichen Rand des Biosphärenreservats Pfälzerwald vor dem Abfall zur Oberrheinebene auf einer Höhe von 295 m ü. NN in einem Tal ohne Durchgangsverkehr. Nahe am Ort vorbei führt die Deutsche Weinstraße.



Klingenmünster - Wir sehen das ehemalige Reichskloster und die Burg Landeck




Samstag, 21. April 2018

Vom Wald in den Wein


Ein Ausflug in der Pfalz - Es geht vorbei an der Burg Berwartstein (wiederaufgebaut und auch heute bewohnt) nach Bad Bergzabern, dem Thermalbad am Übergang vom Pfälzerwald in die Rheinebene. Die pittoreske Altstadt mit bemerkenswertem Renaissance-Haus ist sehenswert. Auch das ehemalige kurfürstliche Schloß. Dann geht es ein Stück entlang der Deutschen Weinstraße bis zur Burg Landeck bei Klingenmünster.



Ein "Roadmovie" von Klingenmünster


Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Von Klingenmünster geht es weiter nach Leinsweiler, ein idyllischer und pittoresker Weinort, über dem der Slevogthof thront, das Domizil des Malers Max Slevogt.


Auf der Fahrt nach Leinsweiler passieren wir Eschbach am Fuß der Madenburg.


Blick auf Leinsweiler und den Slevogthof:



Es geht weiter über Ranschbach und Birkweiler nach Albersweiler. In Birkweiler machen wir eine Rast beim "Stern'l".



Freitag, 12. Januar 2018

In der Südpfalz

Unterwegs in der Südpfalz



Jockgrim, auf einem Sporn des Rheinhochufers, zählt zu den großen Gemeinden des Landkreises Germersheim. Der im Jahre 1223 erstmals unter dem Namen „Jochenheim“ erwähnte Ort war im Mittelalter im Besitz des Speyerer Fürstbischofs, der dort zeitweise seinen Sitz innehatte. Aus dieser Zeit stammt die heute noch teilweise gut erhaltene Stadtmauer, während die Burgvogtei und die übrigen Festungsanlagen 1793 durch Jakobinerheere geschleift wurden.

Das durch historische Fachwerkhäuser geprägte „Hinnerstädel“ beeindruckt durch sein idyllisches Flair. In St. Dionysius finden heute nur noch an bestimmten Fest- und Feiertagen Messen statt. Sehr beliebt ist die Kirche als Hochzeitskirche. Erbaut wurde die Kirche ab 1772.


Rheinzabern (in Pfälzer Mundart Rheinzawere gesprochen) ist eine Ortsgemeinde im südpfälzischen Landkreis Germersheim in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Jockgrim an. Rheinzabern ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Gegründet wurde der Ort unter dem Namen Tabernae als Raststätte an der römischen Fernstraße von Italien über Basel nach Mainz. Rheinzabern feierte im Jahr 2004 sein 1950-jähriges Jubiläum und ist damit die älteste Gemeinde in der Südpfalz. In römischer Zeit wurden hier vor allem Tonwaren hergestellt. Tabernae rhenanae galt als bedeutendste Töpfersiedlung des Römerreiches nördlich der Alpen. Besonders berühmt ist die Terra Sigillata Tonware, welche europaweit exportiert wurde. Noch heute kann man die antiken Brennöfen besichtigen. Römische Baukeramik wurde unter anderem für das Kastell Mogontiacum (Mainz) angefertigt. Interdisziplinäre Forschung ermöglichte die Lokalisierung von Ziegeln, die den Ziegelstempel der Legio XXII Primigenia tragen, für die Herstellungsprovenienz Rheinzabern.

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Der Ort Klingenmünster entstand als Siedlung von Bauern und Handwerkern um das Reichskloster Klingenmünster herum. Die Geschichte der Gemeinde ist somit sehr eng mit dem Kloster in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verknüpft. Die Bauern und Handwerker von Klingenmünster waren Leibeigene des Klosters und gehörten zum Fronhofbestand. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639).

Leinsweiler


Sehenswert ist das Rathaus von Leinsweiler aus dem Jahr 1619 mit seiner Arkadenhalle und dem Dorfbrunnen von 1581.

Freitag, 18. November 2016

Klingenmünster in der Südpfalz


Der Appetit ist in der Pfalz sehr groß. "Der Bauch is dem Pälzer soi Herrgott", heißt es oft. Und der Durst, ja erst der Durst, der ist in der Pfalz gewaltig. Und der wird bestimmt nicht mit Wasser gestillt, das ist zum Waschen da. Nein, in der Pfalz da löscht man seinen Durst mit Wein.

Aber der große Pfälzer Durst, der hat auch eine eigene Maßeinheit hervorgebracht: Den Pfälzer Schoppen.

Derweil überall sonst in den deutschen Weingebieten ein Schoppen ein Viertelliter ist, machmal gar nur ein Fünftelliter, so ist iin der Pfalz ein Schoppen ein halber Liter.

Und keinen Tropfen weniger!

Entsprechend sieht das Pfälzer Schoppenglas auch aus. Eigentlich wie ein Wasserglas. Was es natürlich nicht ist. Siehe oben, von wegen Wasser trinken und so.

Dazu diese Anekdote.

Pfälzer zu einem Freund aus anderem deutschen Gau: "Monn, isch hobb jo so ee Dorschd!" "Möchtest Du ein Glas Wasser?" "Ich hab gesaht, dass isch Dorschd hab, ned dass isch dreggisch bin unn mich wesche will!"

Übersetzt: Auf das Angebot eines Glases Wasser antwortet der Pfälzer, dass er doch Durst habe und nicht etwa schmutzig sei und sich waschen wolle.

Ja, so ist das eben in der Pfalz.

Auch in Klingenmünster.

Und so gibt es eben in der Burgschänke der Burg Landeck über der Stadt auch einen Schoppen Riesling in einem Halbliter-Glas, das bis zum Rand gefüllt wird. Sehr zum Erstaunen so mancher Touristen.


Das ehemalige Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner karolingischen Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.

In Klingenmünster wurde am 27. April 1828 der Schriftsteller August Becker geboren, der als einer der Begründer der pfälzischen Volkskunde gilt.

"Hedwig - Ein Roman aus dem Wasgau" erschien 1868 und die Romanfigur Hedwig wohnte iin dem nach ihr benannten Haus in Erlenbach im Pfälzer Wald.


Sonntag, 11. September 2016

Unterwegs an der Deutschen Weinstraße


Wir besuchen einige interessante Locations an der Deutschen Weinstraße.


Oberotterbach in der Südpfalz an der Deutschen Weinstraße - hier hat der Gemahl der englischen Königin seine Wurzeln.


Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Sonntag, 16. August 2015

Vom Pfälzerwald ins Pfälzer Weinland


Ein Spätsommerausflug in der Pfalz - Es geht vorbei an der Burg Berwartstein (wiederaufgebaut und auch heute bewohnt) nach Bad Bergzabern, dem Thermalbad am Übergang vom Pfälzerwald in die Rheinebene. Die pittoreske Altstadt mit bemerkenswertem Renaissance-Haus ist sehenswert. Auch das ehemalige kurfürstliche Schloß. Dann geht es ein Stück entlang der Deutschen Weinstraße bis zur Burg Landeck bei Klingenmünster.



Ein "Roadmovie" von Klingenmünster


Von Klingenmünster geht es weiter nach Leinsweiler, ein idyllischer und pittoresker Weinort, über dem der Slevogthof thront, das Domizil des Malers Max Slevogt.


Auf der Fahrt nach Leinsweiler passieren wir Eschbach am Fuß der Madenburg.


Blick auf Leinsweiler und den Slevogthof:

Sonntag, 10. August 2014

Ausflug in der Pfalz



Ein Ausflug durch die Pfalz. Wir beginnen im Pfälzerwald und sehen die Burg Berwartstein im Dahner Felsenland (Wasgau), ein sagenhaftes Gemäuer, dereinst im Besitz des Ritters Hans Trapp.

Die nächste Etappe führt uns an die Südliche Weinstraße. Zunächst nach Bad Bergzabern, Heil- und Thermalbad, und anschließend zur Burg Landeck bei Klingenmünster.


Ausflug in der Pfalz by Franz Roth