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Freitag, 10. Januar 2020

"Saarhundert": Saarland feiert hundertjähriges Bestehen

Die Geburtsstunde war der 10. Januar 1920: An diesem Tag entstand mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags das "Saargebiet" als eigenständige Region unter Verwaltung des Völkerbunds. 1935 dann kehrte das Saarland nach einer Abstimmung der Bevölkerung mit gut 90 Prozent Ja-Stimmen nach Deutschland zurück.

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Anfang 1946 wurde das Saarland aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert und bekam eine eigene Verfassung. Wirtschaftlich wurde das Land Frankreich angeschlossen, auch bildungs- und kulturpolitisch gab es einen starken französischen Einfluß. Dagegen regte sich immer mehr Widerstand: 1955 votierten die Saarländer gegen das Saarstatut und somit für die Rückkehr nach Deutschland.

Das kleinste der Flächenländer und hinsichtlich der Einwohnerzahl mit knapp einer Million das zweitkleinste Land (nach Bremen) grenzt im Norden und Osten an das Land Rheinland-Pfalz, im Süden an die französische Region Grand Est, dort an das Département Moselle, und im Westen an das Großherzogtum Luxemburg. Gemeinsam mit diesen Nachbarn und der belgischen Region Wallonien bildet das Saarland die europäische Großregion Saar-Lor-Lux. Landeshauptstadt, größte Stadt und einziges Oberzentrum des Saarlands ist Saarbrücken.


Homburg - Ein Städteportrait


Homburg im Saarpfalzkreis - Ein Städteportrait - Altstadt, Festung, Schloßberghöhlen, Römermuseum in Schwarzenacker und die Einkaufsstadt (Saarpfalzcenter in der Talstraße und Dehner Gartencenter).

Homburg (im örtlichen Dialekt Humborch) ist die Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises im Saarland. Die Universitätsstadt ist mit 41.811 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2018) die drittgrößte Stadt des Saarlandes.

In der Reunionszeit ließ der französische König Ludwig XIV. durch seinen Festungsbaumeister Vauban Schloss und Stadt in den Jahren 1679 bis 1692 zu einer starken Festung ausbauen. Die Grundstruktur der Altstadt stammt aus dieser Zeit. Die Festungsanlagen wurden 1697 und nach einem Wiederaufbau ab 1705 im Jahr 1714 endgültig geschleift. Ab 1981 wurden die eindrucksvollen Ruinen auf dem Schlossberg freigelegt und restauriert. Sie sind heute eine Sehenswürdigkeit auf der Barockstraße SaarPfalz. 1755 kam Homburg durch einen Gebietstausch von der Grafschaft Nassau-Saarbrücken zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Zwischen 1778 und 1788 ließ Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken auf dem Buchenberg (dem heutigen Karlsberg) bei Homburg Schloss Karlsberg (hist. Schreibweise Carlsberg) errichten. Im Jahr 1779 verlegte er seine Residenz auf den Karlsberg. Am 28. Juli 1793 wurde dieses Schloss von französischen Revolutionstruppen zerstört.

1816 fiel Homburg an den Rheinkreis unter dem bayerischen König Maximilian I. Joseph, dem jüngeren Bruder des Herzogs Karl II. August. Die Region rund um Homburg und dem benachbarten Zweibrücken konnte sich nach dem Wiener Kongress zu einem Zentrum der demokratischen Bewegung entwickeln, da das Königreich Bayern dem Rheinkreis seine durch die Französische Revolution von 1789 eingeführten Freiheitsrechte beließ, um so u. a. auch von den für den Staat vorteilhaften Steuergesetzen zu profitieren. Wirth und Siebenpfeiffer waren die Initiatoren des Hambacher Festes; daran erinnert in Homburg seit 1992 der "Freiheitsbrunnen".

Durch die territorialen Bestimmungen des Versailler Vertrages (1919) gehörte Homburg von 1920 bis 1935 zum Saargebiet, das mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt wurde.

Freitag, 16. August 2019

Die Barockstraße Saarpfalz


Die Barockstraße Saar-Pfalz ist eine Touristische Themenstraße im Saarland und der angrenzenden Westpfalz. Das Projekt von Landkreis Neunkirchen, Regionalverband Saarbrücken, Stadt Zweibrücken und Saarpfalz-Kreis verbindet barocke Zentren der Region in der Zeit zwischen 1650 und 1800 und alte, historisch gewachsene Kulturlandschaften über heute gezogene Landes- und Kreisgrenzen hinweg. Die Straße ist insgesamt (mit der Nebenstrecke "Köllertal-Warndt-Schleife") rund 250 Kilometer lang und wurde 2007 eingerichtet. Die Hauptstrecke verläuft zwischen den vier ehemaligen Residenzstädten Ottweiler, Zweibrücken, Blieskastel und Saarbrücken.

Die Erlebnisroute thematisiert das barocke Zeitalter der Jahre 1650 bis 1800 und verbindet gekonnt die Wirkungsstätten der ehemaligen Fürsten, Herzöge und Grafen in der deutsch-französischen Grenzregion. Die vier Residenzstädte Ottweiler, Zweibrücken, Blieskastel und Saarbrücken und drei miteinander auf das Engste verbundene Herrscherhäuser bilden die Achse der Barockstraße Saar-Pfalz. Dazwischen liegen die Ruinen prächtiger Schlösser, die Jagdreviere und die verspielten Gartenanlagen des Adels.

Vom Barockstädtchen Ottweiler führt die Barockstraße zunächst über Homburg-Jägersburg und Homburg ins herzogliche Zweibrücken. Von dort lohnt sich ein Abstecher nach Hornbach mit seinem alterwürdigen Kloster, bevor man in Blieskastel eintrifft - der ehemaligen Residenz der Grafen von der Leyen. Über St. Ingbert und Sulzbach geht es dann nach Saarbrücken, wo eine Vielzahl spekakulärer Bauwerke des berühmten Barockbaumeisters Friedrich Joachim Stengel zu besichtigen sind

Erst mal ein kleiner Clip als "Teaser":


In der Altstadt von Homburg/Saar


Katholische Pfarrkirche Sankt Michael in Homburg/Saar


Unterwegs in Zweibrücken

Die Top-Sehenswürdigkeiten: Die Alexanderskirche (Grablege der Wittelsbacher), s'Luiche, die Herzogvorstadt mit der Karlskirche und das Schloß.


Kloster Hornbach in der Südwestpfalz, eine Gründung des Heiligen Pirminius, Namensgeber der nahen Stadt Pirmasens.


Blieskastel - ehem. Residenz der von der Leyen


Paradeplatz, Schloßberg, Orangerie und Schloßkirche

Niederwürzbach


Und - last but not least geht es nach Saarbrücken.


Im "Ristorante La Gondola", unweit des Schlosses: