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Freitag, 10. Januar 2020

"Saarhundert": Saarland feiert hundertjähriges Bestehen

Die Geburtsstunde war der 10. Januar 1920: An diesem Tag entstand mit Inkrafttreten des Versailler Vertrags das "Saargebiet" als eigenständige Region unter Verwaltung des Völkerbunds. 1935 dann kehrte das Saarland nach einer Abstimmung der Bevölkerung mit gut 90 Prozent Ja-Stimmen nach Deutschland zurück.

Nach dem Zweiten Weltkrieg: Anfang 1946 wurde das Saarland aus der französischen Besatzungszone ausgegliedert und bekam eine eigene Verfassung. Wirtschaftlich wurde das Land Frankreich angeschlossen, auch bildungs- und kulturpolitisch gab es einen starken französischen Einfluß. Dagegen regte sich immer mehr Widerstand: 1955 votierten die Saarländer gegen das Saarstatut und somit für die Rückkehr nach Deutschland.

Das kleinste der Flächenländer und hinsichtlich der Einwohnerzahl mit knapp einer Million das zweitkleinste Land (nach Bremen) grenzt im Norden und Osten an das Land Rheinland-Pfalz, im Süden an die französische Region Grand Est, dort an das Département Moselle, und im Westen an das Großherzogtum Luxemburg. Gemeinsam mit diesen Nachbarn und der belgischen Region Wallonien bildet das Saarland die europäische Großregion Saar-Lor-Lux. Landeshauptstadt, größte Stadt und einziges Oberzentrum des Saarlands ist Saarbrücken.


Homburg - Ein Städteportrait


Homburg im Saarpfalzkreis - Ein Städteportrait - Altstadt, Festung, Schloßberghöhlen, Römermuseum in Schwarzenacker und die Einkaufsstadt (Saarpfalzcenter in der Talstraße und Dehner Gartencenter).

Homburg (im örtlichen Dialekt Humborch) ist die Kreisstadt des Saarpfalz-Kreises im Saarland. Die Universitätsstadt ist mit 41.811 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2018) die drittgrößte Stadt des Saarlandes.

In der Reunionszeit ließ der französische König Ludwig XIV. durch seinen Festungsbaumeister Vauban Schloss und Stadt in den Jahren 1679 bis 1692 zu einer starken Festung ausbauen. Die Grundstruktur der Altstadt stammt aus dieser Zeit. Die Festungsanlagen wurden 1697 und nach einem Wiederaufbau ab 1705 im Jahr 1714 endgültig geschleift. Ab 1981 wurden die eindrucksvollen Ruinen auf dem Schlossberg freigelegt und restauriert. Sie sind heute eine Sehenswürdigkeit auf der Barockstraße SaarPfalz. 1755 kam Homburg durch einen Gebietstausch von der Grafschaft Nassau-Saarbrücken zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken. Zwischen 1778 und 1788 ließ Herzog Karl II. August von Pfalz-Zweibrücken auf dem Buchenberg (dem heutigen Karlsberg) bei Homburg Schloss Karlsberg (hist. Schreibweise Carlsberg) errichten. Im Jahr 1779 verlegte er seine Residenz auf den Karlsberg. Am 28. Juli 1793 wurde dieses Schloss von französischen Revolutionstruppen zerstört.

1816 fiel Homburg an den Rheinkreis unter dem bayerischen König Maximilian I. Joseph, dem jüngeren Bruder des Herzogs Karl II. August. Die Region rund um Homburg und dem benachbarten Zweibrücken konnte sich nach dem Wiener Kongress zu einem Zentrum der demokratischen Bewegung entwickeln, da das Königreich Bayern dem Rheinkreis seine durch die Französische Revolution von 1789 eingeführten Freiheitsrechte beließ, um so u. a. auch von den für den Staat vorteilhaften Steuergesetzen zu profitieren. Wirth und Siebenpfeiffer waren die Initiatoren des Hambacher Festes; daran erinnert in Homburg seit 1992 der "Freiheitsbrunnen".

Durch die territorialen Bestimmungen des Versailler Vertrages (1919) gehörte Homburg von 1920 bis 1935 zum Saargebiet, das mit einem Mandat des Völkerbundes für 15 Jahre unter französische Verwaltung gestellt wurde.

Donnerstag, 15. August 2019

Ausflug nach Blieskastel

Auf dem Schloßberg in Blieskastel

Der Bliesgau gehört zu den Regionen, die wir ganz besonders gerne besuchen. Am 26. Mai 2009 wurde der Bliesgau durch die UNESCO als jüngstes deutsches Biosphärenreservat anerkannt. Es umfasst eine Fläche von ca. 36.000 ha und wird vor allem von Wäldern, Streuobstwiesen und den Auenlandschaften der Blies geprägt. Des Weiteren ist die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie das dichte Nebeneinander von städtischem und ländlichem Raum für die Region prägend.


Wir haben nicht weit zu fahren ...

Blieskastel - ehem. Residenz der von der Leyen


Paradeplatz, Schloßberg, Orangerie und Schloßkirche

Wallfahrtskloster Blieskastel - Klosterpark - Bruder-Konrad-Brunnen, Figurengruppe Hl. Franziskus predigt den Tieren.


Die Heilig Kreuz Kapelle des Wallfahrtsklosters Blieskastel


Die Heilig-Kreuz-Kapelle steht auf dem Han, einer Anhöhe über Blieskastel. 1682/83 entstand durch "Meister Thomas Gampfer" (Camper) der heute noch stehende flachgedeckte Saalbau mit dreiseitigem Schluss. Bauherren waren die in Koblenz regierenden Freiherren Carl Caspar und Damian Adolph von der Leyen, deren Wappen noch das Portal ziert. "Zur vermehrten Einpflanzung christlich katholischer Andacht der Untertanen" wurden auf dem Vorplatz eine Kreuzigungsgruppe mit den Schächern und die "sieben Fußfälle" aus dem Kreuzweg Christi, sowie der Stationen der Sieben Schmerzen Mariens und ein Heiliges Grab errichtet. Ein Säulengang bildete den Abschluss der Gesamtanlage.

Der besondere Anziehungspunkt war eine Kreuzreliquie innerhalb der Kapelle. Der Schmuck im Kapelleninnern, besonders der sehr farbige Deckenstuck bezog sich ganz auf die Kreuzwallfahrt. Die Gottesdienste besorgten eigene Kapläne, ab 1775 die Franziskaner.

Die Wallfahrt fand durch die Französische Revolution ihr Ende. Die Kapelle wurde geplündert, die Inneneinrichtung vernichtet und der Raum als Pulvermagazin verwendet. An den Portalsäulen sind noch Inschriften von französischen Soldaten aus diesen Jahren zu erkennen. Auch die Kreuzigungsgruppe wurde beschädigt.

Ab 1804 hielten die Franziskaner wieder Stationsandacht; der hiesige Apotheker Mehler ließ vom Bildhauer Matthias Weysser die Kreuzigungsgruppe nach altem Vorbild wieder herstellen. Die beiden Schächerkreuze von 1685, denen 1688 durch Soldaten Arme und Beine verstümmelt wurden, waren noch erhalten und wurden gleichfalls restauriert. Die Kreuzwegstationen in einer halboffenen Säulenhalle stammen aus dem Jahre 1857. Sie ersetzen die zerstörten "Sieben Fußfälle". 1829 kam das Gnadenbild "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" in die Kreuzkapelle.

Niederwürzbach: Am Würzbacher Weiher mit Gedenkstätte Kurt Hartz


Kurt Hartz (* 21. Oktober 1935 in Niederwürzbach; † 24. September 2014 in Blieskastel) war ein deutscher Politiker (SPD).

Im Gedenken und zur Erinnerung an Kurt Hartz hat der SPD Ortsverein Niederwürzbach am Ufer des Würzbacher Weihers eine Gedenkstätte errichtet.

Kurt Hartz, eine prägende Persönlichkeit seines Heimatortes Niederwürzbach, der von 1962 bis 1982 Vorsitzender des SPD-Ortsvereins war. Er setzte als jüngster Bürgermeister des Saarlandes vom 9. November 1964 bis zur kommunalen Neugliederung am 1. Januar 1974 Maßstäbe für den Ort. Ein Meilenstein war der Kauf von Gut Junkerwald mit dem Weiher im Mai 1965. Auf Bestreben von Kurz Hartz wurde der Heimat- und Verkehrsverein gegründet, den er von 1965 bis 1982 sehr erfolgreich leitete.

Als Bevollmächtigter der IG Metall und SPD-Landtagsabgeordneter setzte er sich insbesondere für den Erhalt der Arbeitsplätze in der Stahlindustrie im Saarland ein.

Kurt Hartz Brüder sind der frühere VW-Personalvorstand Peter Hartz (* 1941), nach dem das Hartz-Konzept zur Arbeitsmarktreform benannt wurde, und Rudi Hartz (* 1940, † 2016).

Rückweg Richtung Südwestpfalz


Wasserbüffel bei Hornbach


Acht Wasserbüffel - sechs Kühe und zwei Bullen - waren es 2010 gewesen beim offiziellen Startschuss der Beweidung der Talaue zwischen Hornbach und Mauschbach. Mittlerweile sind es einige mehr.

Der Landkreis Südwestpfalz hatte das mit 96.000 Euro vom Land geförderte Projekt gestartet, um drei Ziele zu erreichen. Zum einen als Biotopschutz, zum zweiten, um eine Verbuschung der Kulturlandschaft zu verhindern und zu erhalten. Und zum Dritten hat das Projekt auch einen touristischen Aspekt.

Den jetzt elf Tieren stehen rund 17 Hektar zwischen der Landstraße 478 und dem St. Johanner Weg auf beiden Seiten der Trualb (die mündet zwar bei Waldhouse von rechts in den Hornbach, der Hornbach führt aber bis zu der gleichnamigen Stadt den Namen „Trualbe“ als Zweitname nebenher) zur Verfügung. Sie sind eine Attraktion im Hornbachtal.



Mittwoch, 14. August 2019

Im Saarpfalzkreis

Blieskastel

Wie waren im Saarpfalzcenter in Homburg zum Einkaufen. Auf der Rückfahrt machten wir einen Abstecher nach Blieskastel und besuchten die Orangerie.


Homburg - Ein Städteportrait

Homburg im Saarpfalzkreis - Ein Städteportrait - Altstadt, Festung, Schloßberghöhlen, Römermuseum in Schwarzenacker und die Einkaufsstadt (Saarpfalzcenter in der Talstraße und Dehner Gartencenter).


Blieskastel - Residenz der von der Leyen

Blieskastel - Altstadt, Schloß, Orangerie, Schloßkirche, Wallfahrt und Niederwürzbach - Barockstraße Saarpfalz - Residenz der von der Leyen


Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.

Unterwegs im Bliesgau (Langfassung)

Streetview von der Südwestpfalz (Bottenbach, Hackmesserseite, via Großsteinhausen) über den Westrich (und Hornbach) in den Saarpfalzkreis - Blieskastel mit Altstadt, Orangerie, Schloßkirche und Wallfahrtskloster mit Gnadenkapelle - Niederwürzbach: Niederwürzbacher Weiher und die Schlösser der von der Leyen.


Auf der Rückfahrt von Blieskastel kommen wir durch den Ortsteil Böckweiler: Sankt Stephanus in Böckweiler sollte man unbedingt mal einen Besuch abstatten.


Die Stephanuskirche ist die evangelische Pfarrkirche von Böckweiler, einem Ortsteil von Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) im Saarland. Sie ist eine ehemalige Prioratskirche der Benediktiner-Abtei Hornbach. Bei der baulichen Aufnahme nach den Kriegsschäden des Zweiten Weltkrieges wurden römische Reste und die Fundamente einer Basilika aus der Zeit der Karolinger entdeckt. Der Ursprung von Sankt Stephanus datiert ins 11. Jahrhundert.

Eine romanische Kirche am Jakobsweg und an der Barockstraße Saar-Pfalz. Eine "Dreikonchenkirche" aus dem 11. Jh., die wiederum auf den Fundamenten einer karolingischen Basilika aus dem 9. Jh. entstand.

Böckweiler wurde 1149 als "Bickwilre" erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit hat sich die "Dreikonchenkirche" in der Ortsmitte erhalten. Der Mittelpunkt wird geprägt von dem weithin bekannten kulturhistorischen Kleinod, der tausendjährigen romanischen Stephanuskirche. Sie steht inmitten einer gepflegten Anlage mit dem uralten Lindenbrunnen und einem Dorfweiher. Die Ausstattung des Böckweiler Chorturms mit drei Apsiden gilt als einmalig. Das damalige Priorat des nahe gelegenen Hornbacher Klosters geht auf eine frühromanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert zurück, die wiederum auf Fundamenten einer karolingischen Basilika aus dem 9. Jahrhundert entstand. Deren Grundriss markieren im Rasen eingelassene Steine. Im Bereich der Kirche wurden zudem Reste einer römischen Villa gefunden, die vermutlich auch die Funktion einer Poststation hatte - unweit verläuft eine ehemalige "Fernstraße", auf der seit altersher das Salz aus Dieuze (Lothringen) nach Norden transportiert wurde. Der Kirchenbau war im Zweiten Weltkrieg von schweren Zerstörungen betroffen. Die Kirche liegt am Jakobsweg von Hornbach nach Metz.

Dienstag, 25. Dezember 2018

Am 26. Dezember, am zweiten Weihnachtstag, ist Stefanitag.


Der Stefanitag, Stephanstag, Stephanitag, Stefanstag, seltener Stephanustag oder Tag des Erzmärtyrers Stephanus, wird am 26. Dezember als Gedenktag des heiligen Diakons Stephanus gefeiert. Er gilt als erster christlicher Märtyrer, weswegen sein Gedanktag meist in der liturgischen Farbe Rot zelebriert wird.

Nach diesem heiligen sind auch Kirchen benannt, am bekanntesten sicher der Stephansdom in Wien oder der gleichnamige Passauer Dom.


Wien, Stephansdom - Seitenaltar: Altar von Maria Pötsch unter dem Öchsl-Baldachin - Unter dem spätgotischen Öchsel-Baldachin befindet sich der Altar des Gnadenbildes Maria Pócs oder Pötsch. Es handelt sich um eine im heutigen Máriapócs (Ungarn, damals Pötsch) entstandene Kopie einer ostkirchlichen Ikone. Dem Bild wurde ein Tränenwunder nachgesagt und dem Volksglauben nach unterstützte es die kaiserlichen Truppen in den Türkenkriegen. Es wurde auf Befehl Kaiser Leopolds I. 1697 nach Wien gebracht und ursprünglich am Hochaltar aufgestellt. Seit 1945 hat es seinen jetzigen Standort.

Der Dom zu Passau mit der größten Kirchenorgel der Welt


Der Passauer Dom beherbergt die größte Orgel Europas (und zugleich die größte Kirchenorgel der Welt), sie hat 215 Register und 16.000 Pfeifen. Der Passauer Dom ist eine Schwesterkirche des Wiener Stephansdomes.

Auch nach dem Heiligen benannt ist die alte romanische Kirche im saarpfälzischen Böckweiler.


Auch Sankt Stephanus im südwestpfälzischen Trulben trägt den Namen des Heiligen.


Dienstag, 24. April 2018

Unterwegs im Bliesgau


Die Region war zunächst Siedlungsgebiet der Kelten und Römer, später der Merowinger. Einflußreich war die Herrschaft des Klosters Hornbach, das der Heilige Pirminius 742 gegründet hatte. Es folgten die Grafen von Zweibrücken und Bitsch, das Herzogtum Lothringen (mit seinem Ex-Polenkönig Stanislas als letztem Regenten), das Königreich Frankreich, das Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und die Herrschaft von der Leyen. Ab 1793 hatte Napoleon das Sagen, der Wiener Kongress zog 1815 wieder neue Grenzen. Das Königreich Bayern stieß hier jetzt plötzlich an Frankreich, die Region blieb endgültig Grenzgebiet, was sie in den beiden Weltkriegen schmerzlich zu spüren bekam.

Ausflug in die Saarpfalz - Wir fahren von der Hackmesserseite in der Südwestpfalz über Bottenbach und den Westrich nach Hornbach und folgen dann der Barockstraße Saar-Pfalz nach Blieskastel. Im Ortsteil Niederwürzbach besuchen wir den Weiher, den Annahof und den "Roten Bau".


Zur Stadt Blieskastel gehört auch Böckweiler.


Sankt Stephanus in Böckweiler im Saar-Pfalz-Kreis. Eine romanische Kirche am Jakobsweg und an der Barockstraße Saar-Pfalz. Böckweiler ist ein Stadtteil von Blieskastel im Bliesgau.

     

Kloster Gräfinthal

Gräfinthal ist eine monastische Gründung des 13. Jahrhunderts. Mönche einer benediktinischen Ordensgemeinschaft aus der Toskana, die Eremiten von Malvalle, kamen damals in die Einöde des Letschenbachtales, wo Gräfin Elisabeth von Blieskastel ein Kloster errichtet hatte. Sie hüteten dort den kostbaren Schatz der „Madonna mit den Pfeilen“, eine Pietà, der ein Blutwunder nachgesagt wurde, und die von weither Pilger anzog.


Aus Gräfinthal stammt ursprünglich die Pietà "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" in der Heilig-Kreuz-Kapelle des Klosters Blieskastel.


Das Kloster Blieskastel ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel im Saarland. Das Kloster ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Teil des heutigen Klosteranlage ist die 1682/83 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle.

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Freitag, 20. April 2018

Kloster Gräfinthal in der Saarpfalz


Kloster Gräfinthal ist ein zum Bistum Speyer gehöriges Priorat der Benediktiner im Saar-Pfalz-Kreis (bei Bliesmengen-Bolchen, Gemeinde Mandelbachtal). Entstanden ist das Kloster im 13. Jahrhundert als eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. In Gräfinthal gibt es neben guter Gastronomie auch eine Freilichtbühne.


Gräfinthal ist eine monastische Gründung des 13. Jahrhunderts. Mönche einer benediktinischen Ordensgemeinschaft aus der Toskana, die Eremiten von Malvalle, kamen damals in die Einöde des Letschenbachtales, wo Gräfin Elisabeth von Blieskastel ein Kloster errichtet hatte. Sie hüteten dort den kostbaren Schatz der „Madonna mit den Pfeilen“, eine Pietà, der ein Blutwunder nachgesagt wurde, und die von weither Pilger anzog. Der Konvent der Mönche blühte auf.


Gräfinthal war wegen seiner strengen Lebensweise bekannt und angesehen. Seine frühen Prioren sind Ordens-Visitatoren im Rheinland und in Süddeutschland. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts gründen sie das Priorat Marienthal bei Hagenau im Elsaß, das bis heute als großer Wallfahrtsort bekannt ist.

Über viele Jahrhunderte hin besteht Gräfinthal im Wechsel von Blüte und Niedergang. Es beherbergt ca. ein Dutzend Mönche, wie Konventlisten seit 1292 belegen. In späterer Zeit sind es nicht selten Ordensleute deutscher, französischer und flämischer Muttersprache gleichzeitig. Mindestens fünf Mal wird Gräfinthal in Kriegszeiten völlig zerstört, entsteht aber immer wieder neu aus den Ruinen. Noch im 18. Jahrhundert ist das Kloster ein bedeutender Wallfahrtsort auf dem Territorium des Herzogs von Lothringen.

Nach den Verwüstungen des dreißigjährigen Krieges begann mit der barocken Bauperiode eine Blütezeit für Gräfinthal. Bevölkerung und Adel gewähten Unterstützung. Vor allem der polnische Exil-König Stanislas Leszczynski im nahen Zweibrücker Exil erwies sich als Wohltäter. Er übereignete dem Konvent den goldenen Reichsapfel des Königreiches Polen, als Weihegabe an die Gottesmutter Maria, die in Gräfinthal verehrt wird. Seine jüngste Tochter wird Königin von Frankreich, Anna dagegen, die ältere, stirbt mit 18 Jahren und wird 1717 in der kaum vollendeten Prioratskirche bestattet. Noch einmal, im ausgehenden Barock, erfährt Gräfinthal eine kraftvolle religiöse und kulturelle Erneuerung.

Dann machen sich die verdorbenen Früchte eines ideologischen Liberalismus und Relativismus im Konvent bemerkbar. Der Zeitgeist der Aufklärung fordert seine Opfer. Reichsgräfin Marianne von der Leyen sieht die Krise und versucht Abhilfe zu schaffen. Sie verlegt mit römischer Erlaubnis 1787 den Konvent nach Blieskastel, wo er sich als Chorherrenstift konstituiert. Doch Revolution und Säkularisation besiegeln seinen Untergang. Die Mönche zerstreuen sich. Der letzte von ihnen, Frater Bernhard Jerusalem, kehrt ins Letschenbachtal zurück und stirbt in Gräfinthal im Januar 1823. Gräfinthal aber bleibt trotz Verfall und Ruin der stille Zufluchtsort vieler Beter. 1809 errichtet der Bürgermeister von Saargemünd, Jean Baptiste Mathieu, eine Kapelle im Ruinenbezirk für die vielen Wallfahrer, die weiterhin privat nach Gräfinthal kommen. Mathieu wird nach seinem Tode 1842 in Gräfinthal bestattet. Mehrmals im 19. und 20. Jahrhundert wird an Wiederaufbau gedacht. Nun ist die Kapelle seit 2017 restauriert.



Von der Südwestpfalz in den Bliesgau - Blieskastel, die Residenz der von der Leyen


Der Startpunkt unserer Exkursion ist in Bottenbach. Hier auf dem Hof kaufen wir bei unseren Aufenthalten in der Südwestpfalz übrigens immer unsere Eier und Kartoffeln. Von bester Qualität. Hier in Bottenbach beginnt unsere Fahrt über den Westrich, von der Südwestpfalz in den Bliesgau.


Sankt Cyriakus Großsteinhausen

Die 1729 neugegründete Pfarrei Großsteinhausen bestand ursprünglich nur aus zwei Ortschaften, dem Parochialort Großsteinhausen und der Nachbargemeinde Kleinsteinhausen. Aus diesem Grunde wird Sie auch als „Pfarrei Steinhausen“ bezeichnet. Erst in späterer Zeit wurde der Pfarrbezirk durch zwei weitere Ortschaften und mehreren Höfen und Mühlen erweitert. So kam während der französischen Revolution (1789-1799) Riedelberg, welches bisher Filiale der Pfarrei Walschbronn war, zur Pfarrei Großsteinhausen. Im Jahre 1839 wurde ebenso Bottenbach, bisher von Nünschweiler aus versehen, in den Pfarrbezirk eingegliedert.

Am 19.Juli 1845 wurden auf der Kanzlei des Bürgermeisteramtes Großsteinhausen, im Beisein von Bürgermeister Hüther und Bezirksbauschaffner Hertter von Zweibrücken, die Arbeiten zur Erbauung der katholischen Pfarrkirche in Großsteinhausen vergeben.

Die Pfarrkirche St. Cyriakus Großsteinhausen bildet heute das lithurgische Zentrum für die Katholiken der Gemeinden Großsteinhausen, Kleinsteinhausen und Bottenbach.

Blieskastel und Niederwürzbach

Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz.

Der wohl beeindruckendste Bau in Niederwürzbach ist der Annahof, er war die Sommerresidenz von Marianne von der Leyen. Auf der anderen Seite des Weihers liegt der 'Rote Bau'. Beide Gebäude bilden das Herzstück der barocken Bauten in Niederwürzbach. Während der von-der-Leyenschen Zeit wurden am Würzbacher Weiher bedeutende, sogenannte „Englische Gärten“ im englischen Gartenstil angelegt. Zu den Gärten gehörten auch mehrere, Ende des 18. Jahrhunderts angelegte Bauten. Davon sind noch der heute als Forsthaus genutzte Rest der Philippsburg, der gut erhaltene Annahof und der Rote Bau übrig.


Der größte Menhir Mitteleuropas: Der Gollenstein bei Blieskastel


Der Gollenstein ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Seine Höhe beträgt 6,58 Meter.




Samstag, 10. Februar 2018

Auf dem Westrich


Der (historisch auch das) Westrich ist eine geographische Region in Südwestdeutschland und im nordöstlichen Frankreich. Der heutige Westrich besitzt keine fest definierten Grenzen. Grob umfasst er die westliche Pfalz, das östliche und südliche Saarland, das östliche Lothringen und das sogenannte „Krumme Elsass“, nämlich denjenigen Teil des Unterelsass, der westlich der Vogesen liegt. In seinem deutschen Teil liegen zumindest teilweise die rheinland-pfälzischen Landkreise Südwestpfalz, Kaiserslautern und Kusel sowie der saarländische Saarpfalz-Kreis. Auf französischer Seite gehören zum Westrich die östlichen Teile des Départements Moselle und das Gebiet im Nordwesten der Vogesen (Arrondissements Saargemünd, Saarburg und Zabern).

Storch bei Bottenbach


Der Name ist seit dem 13. Jahrhundert als Westerich und Westerrich belegt, eine Zusammenfügung aus mittelhochdeutsch wester (westlich) und rîch (Reich, Land, Welt, Bereich, Herrschaft) mit der Bedeutung "Land im Westen, Abendland".

Im Mittelalter hatte der Westrich sogar ein eigenes Wappen (Bild von: Hans Burgkmair der Ältere)


Cabrioausflug nach Hornbach

Wir machen einen Cabrioausflug in der Südwestpfalz über den Westrich zum Kloster Hornbach und erleben dort eine Konzertprobe.


Wehr des Hornbach an der K81 unterhalb Riedelberg und Großsteinhausen

    

Von Bottenbach Richtung Zweibrücken


     
Kühe auf der Weide bei Dietrichingen

Großsteinhausen

 

Sankt Cyriakus Großsteinhausen: Die 1729 neugegründete Pfarrei Großsteinhausen bestand ursprünglich nur aus zwei Ortschaften, dem Parochialort Großsteinhausen und der Nachbargemeinde Kleinsteinhausen. Aus diesem Grunde wird Sie auch als „Pfarrei Steinhausen“ bezeichnet. Erst in späterer Zeit wurde der Pfarrbezirk durch zwei weitere Ortschaften und mehreren Höfen und Mühlen erweitert. So kam während der französischen Revolution (1789-1799) Riedelberg, welches bisher Filiale der Pfarrei Walschbronn war, zur Pfarrei Großsteinhausen. Im Jahre 1839 wurde ebenso Bottenbach, bisher von Nünschweiler aus versehen, in den Pfarrbezirk eingegliedert. Am 19.Juli 1845 wurden auf der Kanzlei des Bürgermeisteramtes Großsteinhausen, im Beisein von Bürgermeister Hüther und Bezirksbauschaffner Hertter von Zweibrücken, die Arbeiten zur Erbauung der katholischen Pfarrkirche in Großsteinhausen vergeben. Die Pfarrkirche St. Cyriakus Großsteinhausen bildet heute das lithurgische Zentrum für die Katholiken der Gemeinden Großsteinhausen, Kleinsteinhausen und Bottenbach.

   

Ausflug am 09.01.2018 in die Saarpfalz - Wir fahren von der Hackmesserseite in der Südwestpfalz über Bottenbach und den Westrich nach Hornbach und folgen dann der Barockstraße Saar-Pfalz nach Blieskastel. Im Ortsteil Niederwürzbach besuchen wir den Weiher, den Annahof und den "Roten Bau".


Kürbishof in Bottenbach


Und aus einem wird eine leckere Kürbissuppe.



Wichtige Städte des Westrich sind auf deutscher Seite Zweibrücken, Homburg, Pirmasens, Landstuhl (und das Sickinger Land), Blieskastel und Kaiserslautern.

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