Ein besonderes Erlebnis sind die Fahrten durch die vorweihnachtlich geschmückte Altstadt. Die Postkutsche des Museums für Kommunikation ist seit 1950 hier auf dem Christkindlesmarkt im Einsatz und bei den Besuchern sehr beliebt. Bei der Rundfahrt durch die festlich geschmückte Altstadt, sorgt der Postillon mit weihnachtlichen Liedern für die entsprechende Stimmung.
Ohne sie wäre eines der Highlights auf dem Christkindlesmarkt gar nicht möglich - die Pferde der Postkutsche. Jeder Besucher hat sie schon einmal gesehen und vielleicht auch ein Foto von ihnen gemacht. Doch viele wissen gar nichts über ihre Zeit auf dem Christkindlesmarkt, deswegen hier ein paar interessante Fakten:
Bei den Pferden handelt es sich um Rheinisch-Deutsches Kaltblut. Diese kräftigen Tiere werden vor allem in der Landwirtschaft als Zug- und Arbeitspferde eingesetzt. Aufgrund ihrer Zugkraft und ihres ruhigen Wesens eignen sie sich auch sehr gut als Kutschpferde.
Während ihrer Zeit auf dem Christkindlesmarkt werden sie unter der Woche alle 3 - 4 Stunden gewechselt, Samstags zwei Mal damit die Tiere genügend Zeit zur Erholung haben. Eingespannt werden die Pferde morgens auf dem Bauernhof der Familie Lehneis in Wetzendorf und fahren dann im Gespann zum Christkindlesmarkt, wo die Gäste gespannt warten. Zum Umspannen werden die "neuen" Pferde per Hänger gebracht und die getauschten Pferde abtransportiert.
Seit 1950 ziehen nun schon die beeindruckenden Tiere den 1939 angefertigten Nachbau einer Kutsche mit zwei Coupés aus dem Jahr 1874 sowie einen Postomnibus. Die Kutscher, die neben dem Postillon Platz auf der Kutscherbank nehmen, und auch die Pferde, werden seit 25 Jahren vom Wetzendorfer Familienunternehmen Heinz Lehneis gestellt.
Und wenn kein Christkindlesmarkt ist? Dann sind die stolzen Pferde gern gesehene Gäste bei regionalen Ereignissen wie Festzumzügen, erfreuen bei Postkutschenfahrten durch das Knoblauchsland und verbringen natürlich viel Freizeit auf der Koppel.
In diesem Video: Impressionen aus Nürnberg in der Weihnachtszeit, vom Christkindlesmarkt, dem Weihnachtsmarkt im Handwerkerhof und auch vom Rummel in der Stadt.
Der Nürnberger Christkindlesmarkt beginnt jeweils am Freitag vor dem ersten Adventssonntag und endet immer am 24. Dezember. Mit über zwei Millionen Besuchern ist der Nürnberger Christkindlesmarkt einer der größten Weihnachtsmärkte in Deutschland und einer der bekanntesten in der Welt.
Die Ursprünge des Nürnberger Christkindlesmarktes sind – trotz intensiver Nachforschungen durch verschiedene Historiker und Landesforscher – nicht bekannt. Der älteste Nachweis des Marktes ist jedoch eine Schachtel aus Nadelholz, auf deren Boden sich folgende Inschrift befindet: „Regina Susanna Harßdörfferin von der Jungfrau Susanna Eleonora Erbsin [oder Elbsin] zum Kindles-Marck überschickt 1628“. Gegenwärtig befindet sich die Schachtel im Besitz des Germanischen Nationalmuseums in Nürnberg.
Seit 1969 können die Nürnberger alle 2 Jahre selbst eine neue Laiendarstellerin für das Christkind wählen. Die Kandidatinnen müssen aus Nürnberg, zwischen 16 und 19 Jahre alt, mindestens 1,60 Meter groß und schwindelfrei sein. Außerdem müssen die Bewerberinnen den Prolog zur Einweihung des Marktes auswendig können. Dies ist ihr erster offizieller Auftritt und findet auf dem Balkon der Frauenkirche Richtung Hauptmarkt statt. Dabei wird die Darstellerin mit einem Seil gesichert.
Am Rathausplatz findet seit 1998 auch ein Markt der Partnerstädte statt. Dort sind Stände aufgebaut, die verschiedene Spezialitäten und sonstige Produkte aus den jeweiligen Ländern der Partnerstädte und der Städtefreundschaften Nürnbergs verkaufen.
Aus bescheidenen Anfängen mit ein paar Buden, in denen Produkte aus Glasgow, Krakau, San Carlos und Skopje angeboten wurden, entwickelte sich ein gut besuchter, stattlicher Markt, der längst nicht mehr nur als Geheimtipp gehandelt wird und in dieser Dimension sogar jenseits der Landesgrenzen seinesgleichen sucht.
Die historischen Postkutschen auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt
Jedes Jahr ist sie eines der Highlights auf dem Christkindlesmarkt und begeistert Jung und Alt - die Postkutsche! Bei der Postkutsche des Museums für Kommunikation Nürnberg handelt es sich um den 1939 angefertigten Nachbau eines Eilpostwagens mit zwei Fahrgastbereichen aus dem Jahr 1874. Ein solches, etwa 2500 Kilogramm schweres Gefährt wird als Berline mit zwei Coupés bezeichnet. Charakteristisch für diesen Kutschentyp ist die unten abgerundete Form des Wagenkastens. In ihr finden 9 Passagiere Platz.Eilpostwagen verkehrten seit 1826 in Bayern. Abhängig vom Straßenzustand, den Witterungsbedingungen und den geographischen Gegebenheiten (flache Strecke oder Steigung) betrug die Reisegeschwindigkeit einer solchen Kutsche im 19. Jahrhundert etwa 10-12 Kilometer pro Stunde. Die zweite Kutsche ist ein sog. Postomnibus.
Bei den Pferden handelt es sich um Rheinisch-Deutsches Kaltblut. Während ihrer Zeit auf dem Christkindlesmarkt werden sie unter der Woche alle 3 - 4 Stunden gewechselt, Samstags zwei Mal damit die Tiere genügend Zeit zur Erholung haben. Eingespannt werden die Pferde morgens auf dem Bauernhof der Familie Lehneis in Wetzendorf und fahren dann im Gespann zum Christkindlesmarkt. Zum Umspannen werden die "neuen" Pferde per Hänger gebracht und die getauschten Pferde abtransportiert.
Weihnachtsmarkt im Handwerkerhof Nürnberg
Der Handwerkerhof Nürnberg wurde 1971 als Touristenattraktion im so genannten „Waffenhof“ des Frauentors der letzten Nürnberger Stadtbefestigung angelegt. Er liegt am Altstadteingang „Königstor“ und damit am Fußweg vom Nürnberger Hauptbahnhof zu den traditionellen Touristenzielen Nürnbergs.
Der Handwerkerhof wurde am 1. April 1971 anlässlich des Dürerjahrs zum 500. Geburtstages Albrecht Dürers eröffnet, seine Errichtung kostete damals 800.000 DM. Die Messeveranstalterin AFAG sanierte den historischen Waffenhof und errichtete ein Handwerkerstädtchen aus kleinen Häusern mit nachgeahmten Fachwerkfassaden. Die Gestaltung der Gaststätten, Werkstätten und Geschäfte wurden mit der für den Denkmalschutz zuständigen Stelle abgestimmt. Auf Grund des großen Zuspruchs wurden die Gebäude nicht wie vorgesehen 1972 abgerissen, und der Handwerkerhof besteht seither als Touristenattraktion fort.
Im Handwerkerhof werden Spezialitäten wie Nürnberger Rostbratwürste, fränkische Bier- und Weinspezialitäten, Nürnberger Lebkuchen, Holz- und Blechspielzeug sowie anderes Kunsthandwerk angeboten. Neben dem Handel mit kunsthandwerklichen Gütern liegt ein Schwerpunkt auf der Präsentation der Handwerkskunst: die Besucher können Lebküchnern, Töpfern, Zinngießern, Glasschleifern, Ledermachern, Goldschmieden oder Puppenmachern bei der Arbeit über die Schulter schauen.
In der Vorweihnachtszeit wird es hektisch und voll in Nürnberg. Spätestens ab der Eröffnung des weltberühmten Christkindlesmarktes. Zig-Tausende Touristen strömen in die Stadt. Und natürlich sind auch die Einheikmischen unterwegs, um den Markt zu besuchen und Weihnachtsgeschenke zu kaufen.
Der Nürnberger Christkindlesmarkt und der Nürnberger Weihnachtsrummel - Der Nürnberger Markt ist sicher der weltberühmteste und er ist auch durchaus schön, aber auch völlig überlaufen. Das alles habe ich in diesem Feature versucht einzufangen. Eine wahre Geschichte der Ambivalenz. Die Romantik des Marktes, auch im Handwerkerhof, und die schiebenden und drängenden Touristen.
Gleichwohl hier noch ein paar einfach nur schöne Aufnahmen:
Doch zurück in den Trubel:
In Nürnberg am Hauptbahnhof, in der Königstraße (mit Besuch der Klarakapelle), entlang der Stadtmauer mit einem Abstecher in den Kunstgarten. Es ist der Samstag vor dem Vierten Advent und demgemäß sind Massen von Menschen in der Stadt unterwegs. Besonders "apart" grölende und schon besoffene Jung-Touris auf dem Weg zum Christkindlesmarkt. Völlig Sch... finde ich die Graffitti am Kunsthaus. Für echte Graffitti-Künster ist historische Bausubstanz tabu. Was hier hingeschmiert wurde, das ist einfach nur eine Sauerei. Besonders anbetrachts der Tatsache, dass das Haus mal tadellos renoviert war.
Wer vor dem Trubel des Nürnberger Christkindlesmarktes etwas Ruhe finden möchte, der besuche am Hauptmarkt die Frauenkirche, von dessen Empore das Nürnberger Christkind immer seinen Markt eröffnet. Und jeden Tag punkt 12:00 Uhr kann man das "Männleinlaufen" bestaunen, ein über 500 Jahre altes mechanisches Glockenspiel, bei dem die Kurfürsten den Kaiser umrunden.
Der Markt der Partnerstädte auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt ist einer der interessantesten Teile des weltberühmten Weihnachtsmarktes.
Wenn der ganze Weihnachtstrubel vorbei ist, geht es auch in der Großstadt Nürnberg wieder etwas beschaulicher zu. Ein kleiner Rundgang durch Nürnberg. Zum Bahnhof und dann via Königstraße Richtung Mauthalle und Lorenzkirche. Vorbei an Böhm's Herrenkeller, eines der bekannten Altstadtlokale.
Jeden Samstag und Sonntag vom 25. November bis 17. Dezember, jeweils von 11 bis 19 Uhr:
Weihnachtsmarkt in Weißenburg im Elsaß. Ein kleiner beschaulicher Markt neben der Kirche Saints-Pierre-et-Paul. Sie ist neben dem Straßburger Münster die größte gotische Hallenkirche des Elsaß und beherbergt mit dem Heiligen Christophorus Frankreichs größtes gemaltes Menschenbildnis.
Gastronomisch zu empfehlen: "La Couronne", ganz in der Nähe.
Streetview Nordelsaß - Es geht über den Col du Pfaffenschlick und vorbei an Drachenbronn (ehem. Luftwaffenstützpunkt) nach Rott (bei Wissembourg). Vom Wald in den Wein. Das Outre-Forêt (Unteremwàld auf elsässisch) ist eine naturräumliche Region im Norden des Elsaß, das unmittelbar an Rheinland-Pfalz grenzt. Outre-Forêt bedeutet „jenseits des Walds“, was auf den Hagenauer Wald bezogen ist. Im Norden ist es vom Bienwald und dem Fluß Lauter, im Osten vom Petit Ried und vom Rhein, im Westen von den Nordvogesen und dem Falkensteinerbach begrenzt. Abseits von größeren Straßen und touristischen Routen, hat das Outre-Forêt seine Traditionen beibehalten können. Es gibt zahlreiche Fachwerkdörfer, außerdem wird traditionell dem Töpferhandwerk nachgegangen und Wein angebaut.
Für den Col du Pfaffenschlick haben sich noch mehr für ihre Ausfahrt entschieden.
Bei der Kirche Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg, Département Bas-Rhin) beginnt die Elsässer Route Romane, die Straße der Romanik. Sie führt im Süden bis in den Sundgau.
Und für Wissembourg gleich schon mal vormerken: Den Weihnachtsmarkt.
Ein kleiner beschaulicher Markt neben der Kirche Saints-Pierre-et-Paul. Sie ist neben dem Straßburger Münster die größte gotische Hallenkirche des Elsaß und beherbergt mit dem Heiligen Christophorus Frankreichs größtes gemaltes Menschenbildnis.
Der Belznickelmarkt in Pirmasens vor dem Alten Rathaus
Er gehört zu den kleinen Märkten.
Auch klein und beschaulich, wenn man über die Grenze nach Wissembourg fährt.
Weihnachtsmarkt in Weißenburg im Elsaß. Ein kleiner beschaulicher Markt neben der Kirche Saints-Pierre-et-Paul. Sie ist neben dem Straßburger Münster die größte gotische Hallenkirche des Elsaß und beherbergt mit dem Heiligen Christophorus Frankreichs größtes gemaltes Menschenbildnis.
Und hier ein Highlight: Der Nürnberger Christkindlesmarkt. Weltberühmt, aber daher auch ziemlich überlaufen.
Er ist eine der touristischen Hauptattraktionen Nürnbergs, der Handwerkerhof, gleich am Bahnhof gelegen. Man verbindet ihn mit dem ganz typischen "Alt Nürnberg", dabei ist er, historisch gesehen, eher ziemlich martialisch, war er doch dereinst der Waffenhof der Freien Reichsstadt. Schwerter, Hellebarden, Helme, Harnische und Schießpulver wurden hier gelagert. Die Buden und Häuschen stammen keineswegs aus dem Mittelalter, sondern sind Original 20. Jahrhundert und befördern eben das touristische Image von Bratwurst, Lebkuchen und Glühwein.
Bild oben: Der Weihnachtsmarkt in Strasbourg Aufnahme aus dem Jahr 1980
Uns ist - ehrlich gesagt - der Straßburger Weihnachtsmarkt zu überlaufen. Aber es gibt im Elsaß auch schöne kleine Weihnachtsmärkte. Unser Favorit ist der in Weißenburg (Wissembourg), kurz hinter der Grenze.
Und wenn man schon mal grade in Wissembourg ist, dann lohnt sich ein kleiner Abstecher nach Altenstadt. Dort ist der Anfang der Route Romane, die von hier bis in den Sundgau im Süden führt. Und Sankt Ulrich ist sehenswert.
Die Zeit der Weihnachtsmärkte ist nun vorbei. Anlass für uns zu einer kleinen Rückblende auf drei von ihnen. Den Nürnberger Christkindlesmarkt, den Marché de Noel im elsässischen Wissembourg und den Belznickelmarkt in Pirmasens.
Besucher-Rekord beim Nürnberger Christkindlesmarkt
Nach ersten Schätzungen haben in diesem Jahr 2,3 Millionen Besucher den weltberühmten Nürnberger Christkindlesmarkt besucht. Damit hätte man das Rekordergebnis von 2009 wiederholt, sagte ein Sprecher der Stadt Nürnberg.
Als Gründe werden die lange Adventszeit und die milden Temperaturen genannt. Zufrieden zeigen sich auch die Händler.
Heiligabend um 14 Uhr geht der Nürnberger Christkindlesmarkt 2011 zu Ende.
Dieser kleine Clip ist uns eine Herzensangelegenheit.
Jedes Jahr ist auf dem Nürnberger Christkindlesmarkt das Bayerische Fernsehen mit einem Stand seiner Benefiz-Aktion "Sternstunden" vertreten. Die "Sternstunden" unterstützen Projekte für behinderte und benachteiligte Kinder.
Bei dieser Aktion fließen 100% der Erlöse in die geförderten Projekte.
Es gibt keine Verwaltungs- oder Personalkosten, denn alle Mitarbeiter und Unterstützer sind ehrenamtlich und unentgeltlich tätig.
Und auch eine Vielzahl Prominenter aus Politik, Sport, Film, Fernsehen und Showbusiness unterstützt aktiv die Aktion indem sie am Stand der "Sternstunden" als Verkäufer in Aktion treten.