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Montag, 18. Oktober 2021

Eine Roadster-Tour durchs Cotentin

Urlaub im Schloß? In Le Rozel ist das möglich: https://www.booking.com/hotel/fr/chateau-du-rozel.de.html. Von hier aus starten wir unsere Tour im offenen Roadster. Immer über die schmalen und kurvenreichen Sträßchen entlang der Küste. Einfach herrlich, hier zu cruisen.

Château de Flamanville - Der Park des Schlosses von Flammanville ist zur freien Besichtigung ganzjährig geöffnet. Das Schloß wurde zwischen 1654 et 1658 durch Hervé Basan erbaut.
Bekannt ist der Ort vor allem durch das Kernkraftwerk Flamanville (2 Blöcke in Betrieb, der 3. im Bau). Das Kernkraftwerk wird von Électricité de France (EDF) betrieben und beschäftigt etwa 700 Personen. Es hat keine Kühltürme und wird mit Wasser aus dem Ärmelkanal gekühlt. Es speist jährlich durchschnittlich 18 Milliarden Kilowattstunden in das öffentliche Stromnetz über das Umspannwerk von L’Étang-Bertrand ein; dies entspricht dem jährlichen Strombedarf der Regionen Basse-Normandie und Bretagne. Es liefert damit ungefähr drei Prozent des französischen Bedarfs an Strom. Damit zählt das Kernkraftwerk zu den mittelgroßen in Frankreich.

Ein Stück nördlich von Flamanville kommen wir zu einer der faszinierendsten Küstenlandschaften der Normandie.

Dunes de Biville, Cotentin - "Calvaire des Dunes"

Landschaftsschutzgebiet in La Hague

Mit 100 Metern die höchsten Dünen der Normandie. Die Sanddünen erstrecken sich auf 190 ha.




Als nächstes erreichen wir das Cap de La Hague. La Hague bildet eine Halbinsel innerhalb der Halbinsel Cotentin. Der Phare de la Hague (auch Phare de Goury) ist ein rund 1000 Meter südwestlich des Cap de la Hague auf einem Felsen gelegener Leuchtturm.
1825 startete ein landesweites „Allgemeines Programm zur Beleuchtung der Küsten Frankreichs“ (Programme général d'éclairage des côtes de France). Im Rahmen dieses Vorhabens wurde der Leuchtturm unter der Leitung der Ingenieurs Morice de la Rue auf einem der Kanalküste vorgelagerten Felsen namens Gros du Raz errichtet und ging am 1. November 1838 in Betrieb. Der gemauerte Turm hat eine Höhe von 52 m und steht auf einer runden Basis. Die Laterne, welche das Leuchtfeuer beherbergt, hat einen Durchmesser von 4 Metern.

Der Phare de la Hague wurde 1971 elektrifiziert und 1989 automatisiert. Die letzte Besatzung von Leuchtturmwärtern verließ den Turm im Mai 1990; seitdem wird dieser ohne Personal vor Ort betrieben. Im Jahr 2009 wurde der Turm zum Monument historique erklärt.
Unser heutiges letztes Etappenziel ist Barfleur. Barfleur ist ein kleines Küstendorf an der französischen Kanalküste, das mit dem Prädikat Beaux Villages de France ausgezeichnet wurde und damit zu den schönsten Dörfern des Landes gehört.
Im Mittelalter war Barfleur ein wichtiger Hafen und Schiffbauplatz der Normandie mit bis zu 9000 Einwohnern. Während der Personalunion zwischen dem Königreich England und dem Herzogtum Normandie (1066–1204) war Barfleur der beliebteste Hafen der Herrscher, um nach England (meist Southampton) überzusetzen. Wilhelm der Eroberer soll im 11. Jahrhundert von Barfleur aus zu seinem Feldzug gegen England aufgebrochen sein, der im Jahr 1066 nach der gewonnenen Schlacht bei Hastings mit einem Sieg des normannischen Herzogs endete. Die Hafenstadt verlor nach der Zerstörung durch Edward III. im Jahr 1348 an Bedeutung für den Schiffsverkehr.

Hafenrestaurants, bunte Fischkutter, Möwengeschrei und der weite Blick aufs Meer, faszinierend schön. Die Fischerhäuser aus Granit drängen sich dicht an dicht. Trutzig wirkt die Kirche Saint-Nicolas, die mit ihrem Turm auf einem kleinen Hügel steht und über den Hafen und Barfleur zu wachen scheint. Der Name Barfleur kommt übrigens, wie so oft in der Normandie, von den Wikingern, „-fleur“ commt vom altnordischen „floth“ und bedeutet „Fluß“.

Barfleur ist berühmt für seine Miesmuscheln. Die ißt man in der Normandie mit Sahne (à la crème), Weißwein (marinière) oder aber mit Cidre (à la normande). Dazu gibt es – ganz klassisch im Nordwesten Frankreichs – Fritten.




Sonntag, 17. Oktober 2021

Trip-Tipp Normandie: Von Granville nach Bayeux

Nürnberger sind überall - Episode in Granville in der Normandie im Jahr 1998:

Wir fahren durch den Kreisverkehr in die Rue du Cap Lihou und hören plötzlich: "Wo geht's denn hier zum Plärrer?" Da hatte ein Nürnberger zu Fuß das "N" in unserem Kennzeichen gesehen. Geistesgegenwärtig zeigte ich nach Osten und antwortete: "Da lang!"

in der Oberstadt

Granville


Château de Rozel
Château de Flamanville
Dunes de Biville
Cap de La Hague
Omonville-la-Rogue
Barfleur
Sainte-Marie-du-Mont
Sainte-Mère-Église
Vierville-sur-mer


Port-en-Bessin-Huppain liegt an der Küste zum Ärmelkanal in der Seinebucht, neun Kilometer nordwestlich von Bayeux.


Port-en-Bessin, unser Quartier 1998 in der Normandie

Last but not least besuchen wir noch Bayeux.
Die Kathedrale Notre-Dame de Bayeux ist der Sitz des Bischofs von Bayeux-Lisieux und eines der bedeutendsten sakralen Baudenkmäler der Normandie. Das Kulturdenkmal wurde im Jahr 1862 als Monument historique klassifiziert. Ursprünglich im normannisch-frühromanischen Stil erbaut, präsentiert die Kathedrale sich heute weitgehend gotisch.


Souvenirs des Vacances: Cotentin (Teil 2)

Normandie - Cotentin - Château de Flamanville

Das Schloß aus dem 17. Jahrhundert ist auf den Überresten eines Gutshauses aus dem 11. Jahrhundert erbaut.


Flamanville ist kein Ort für Leute mit "German Angst: Bekannt ist der Ort vor allem durch das Kernkraftwerk Flamanville (2 Blöcke in Betrieb, der 3. im Bau). Das Kernkraftwerk wird von Électricité de France (EDF) betrieben und beschäftigt etwa 700 Personen. Es hat keine Kühltürme und wird mit Wasser aus dem Ärmelkanal gekühlt. Es speist jährlich durchschnittlich 18 Milliarden Kilowattstunden in das öffentliche Stromnetz über das Umspannwerk von L’Étang-Bertrand ein; dies entspricht dem jährlichen Strombedarf der Regionen Basse-Normandie und Bretagne. Es liefert damit ungefähr drei Prozent des französischen Bedarfs an Strom. Damit zählt das Kernkraftwerk zu den mittelgroßen in Frankreich.
Der Phare de la Hague (auch Phare de Goury) ist ein rund 1000 Meter südwestlich des Cap de la Hague auf einem Felsen gelegener Leuchtturm im französischen Département Manche.
1825 startete ein landesweites „Allgemeines Programm zur Beleuchtung der Küsten Frankreichs“ (Programme général d'éclairage des côtes de France). Im Rahmen dieses Vorhabens wurde der Leuchtturm unter der Leitung der Ingenieurs Morice de la Rue auf einem der Kanalküste vorgelagerten Felsen namens Gros du Raz errichtet und ging am 1. November 1838 in Betrieb. Der gemauerte Turm hat eine Höhe von 52 m und steht auf einer runden Basis. Die Laterne, welche das Leuchtfeuer beherbergt, hat einen Durchmesser von 4 Metern.

Der Phare de la Hague wurde 1971 elektrifiziert und 1989 automatisiert. Die letzte Besatzung von Leuchtturmwärtern verließ den Turm im Mai 1990; seitdem wird dieser ohne Personal vor Ort betrieben. Im Jahr 2009 wurde der Turm zum Monument historique erklärt.

Dünenlandschaften an Frankreichs Küsten - Les Sables Blanc bei Plouharnel und Kerhillio in der Bretagne, die Dünen von Biville in der Normandie und Lacanau Ocean in Aquitanien.


Barfleur – idyllisches Küstendorf am Ärmelkanal

Barfleur ist ein kleines Küstendorf an der französischen Kanalküste, das mit dem Prädikat Beaux Villages de France ausgezeichnet wurde und damit zu den schönsten Dörfern des Landes gehört.
Im Mittelalter war Barfleur ein wichtiger Hafen und Schiffbauplatz der Normandie mit bis zu 9000 Einwohnern. Während der Personalunion zwischen dem Königreich England und dem Herzogtum Normandie (1066–1204) war Barfleur der beliebteste Hafen der Herrscher, um nach England (meist Southampton) überzusetzen. Wilhelm der Eroberer soll im 11. Jahrhundert von Barfleur aus zu seinem Feldzug gegen England aufgebrochen sein, der im Jahr 1066 nach der gewonnenen Schlacht bei Hastings mit einem Sieg des normannischen Herzogs endete. Die Hafenstadt verlor nach der Zerstörung durch Edward III. im Jahr 1348 an Bedeutung für den Schiffsverkehr.

Souvenirs des Vacances: Die Halbinsel Cotentin in der Normandie

Omonville-la-Rogue, Café du Port am Hâble-Hafen

Die Küste der Halbinsel ist teils rauh und zerklüftet, teils von langen Sandstränden gesäumt. Sie ist der Bretagne ähnlicher als dem Rest der Normandie. Und von 867 bis 933 gehörte das Cotentin auch zur Bretagne.

Aufgrund seiner Abgelegenheit hat das Cotentin gewusst, seine Kultur und seine Identität zu erhalten. Die normannische Sprache gilt im Rest der Normandie als ausgestorben, nur im Cotentin überlebt sie noch. Sowie darüber hinaus auch auf den der englischen Krone unterstellten Kanalinseln Jersey und Sark.


Normandie - Halbinsel Cotentin (Château de Flamanville, Cap de la Hague, Barfleur,
Omonville-la-Rogue, Château Rozel, Dunes de Biville, Sainte-Marie-du-Mont)

Granville ist unsere Lieblingsstadt auf der Halbinsel.


Granville hat einen Seehafen, einen Fischereihafen und einen Yachthafen mit 1.100 Liegeplätzen. Granville ist seit 1926 Luftkurort und seit 1979 Seebad.

Granville liegt an der Bucht des Mont-Saint-Michel, die die größten Gezeitenunterschiede Europas aufweist. Die Stadt verdankt ihren Namen der Adelsfamilie Grant. Diese erhielt im 11. Jahrhundert Besitztümer in der Normandie von Wilhelm dem Eroberer, als Dank für Unterstützung in Kriegshändeln.

Die Stadt liegt auf und an einem Felskap im Südwesten der Halbinsel Cotentin. Sie besteht aus der alten, von Festungsmauern umgebenen Oberstadt (haute ville) und der Unterstadt (basse ville).
Die heutige, streng wirkende Wohnhaus-Architektur der Oberstadt stammt aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich Granville zu einem Badeort. Seit dieser Zeit prägt in den Sommermonaten der Badetourismus das städtische Leben. Stendhal, Jules Michelet und Victor Hugo hielten sich in Granville auf. Der Investor Frank Jay Gould wollte aus Granville das «Monaco des Nordens» machen und errichtete 1911 ein Casino und 1912 das "Hotel Palace le Normandy".
Christian Dior (1905–1957), Modeschöpfer, stamnmt aus Granville.
Am nördlichen Rand von Granville liegt das Seebad Donville-les-Bains mit seinen herrlichen Stränden.


Eine der Attraktionen des Cotentin ist das kleine Dorf Sainte-Mère-Église. In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 sprangen Fallschirmjäger der 82. US-Luftlandedivision bei Sainte-Mère-Église ab, um die Landung der Alliierten schon im Hinterland der Küste abzusichern. Einige aber landeten mitten im Dorf, unter anderem auf dem Dach der Kirche. Einer von ihnen war der Soldat John Steele. Er verfing sich mit seinem Fallschirm auf dem Kirchendach und blieb dort stundenlang hängen.
Berühmt wurde die Episode durch den Spielfilm "Der längste Tag" aus dem Jahr 1962. Er gilt als einer der aufwendigsten Kriegsfilme und als letzter großer Kinofilm in Schwarzweiß.

Auf dem Dach der Kirche hängt heute eine uniformierte Fallschirmjägerpuppe, zwar nicht mit einem grünen, sondern einem weißen Fallschirm (denn den sieht man besser) und auch nicht originalgetreu auf der Rückseite der Kirche, sondern Richtung Kirchplatz, wo eben die meisten Leute sind und die Puppe sehen.


Montag, 13. September 2021

Normandie - Halbinsel Cotentin

Omonville-la-Rogue - am Hâble-Hafen - Omonville-la-Rogue liegt auf der Halbinsel Cotentin in der Landschaft La Hague. Omonville leitet sich aus der französischen Endung -ville und aus dem skandinavischen Namen Osmundr. -la-Rogue bezieht sich auf die Familie Rogue.

Barfleur – idyllisches Küstendorf am Ärmelkanal

Barfleur ist ein kleines Küstendorf an der französischen Kanalküste, das mit dem Prädikat Beaux Villages de France ausgezeichnet wurde und damit zu den schönsten Dörfern des Landes gehört.
Im Mittelalter war Barfleur ein wichtiger Hafen und Schiffbauplatz der Normandie mit bis zu 9000 Einwohnern. Während der Personalunion zwischen dem Königreich England und dem Herzogtum Normandie (1066–1204) war Barfleur der beliebteste Hafen der Herrscher, um nach England (meist Southampton) überzusetzen. Wilhelm der Eroberer soll im 11. Jahrhundert von Barfleur aus zu seinem Feldzug gegen England aufgebrochen sein, der im Jahr 1066 nach der gewonnenen Schlacht bei Hastings mit einem Sieg des normannischen Herzogs endete. Die Hafenstadt verlor nach der Zerstörung durch Edward III. im Jahr 1348 an Bedeutung für den Schiffsverkehr.

Granville und Cotentin - Granville ist eine ehemalige Fischer- und Seeräuberstadt, die sich im Laufe der Jahre in ein malerisches Hafenstädtchen mit Badeort, Kasino und Thalassozentrum verwandelt hat. Im Département La Manche gelegen, ist die Stadt nur eine Autostunde von dem berühmten Klosterberg Mont-Saint-Michel entfernt. Granville ist auch die Geburtsstadt des Modeschöpfers Christian Dior. wurde von den Engländern gegründet, im Hundertjährigen Krieg zur Belagerung des Mont-Saint-Michel (der jedoch von Saint-Malo versorgt und deshalb nicht eingenommen wurde).

Granville lässt sich in zwei Bereiche einteilen, die Oberstadt (frz. "haute ville") und die Unterstadt (frz. "basse ville"). Die Oberstadt von Granville hat ihren mittelalterlichen Charme behalten und ist noch von den alten Festungsmauern umgeben, die an die religiöse und militärische Vergangenheit erinnern. Von hier aus hat man einen phantastischen Blick über die modernere Unterstadt mit ihren verschiedenen Häfen. Granville liegt an der Bucht des Mont-Saint-Michel, die die größten Gezeitenunterschiede Europas aufweist.


Halbinsel Cotentin (Granville, Château de Flamanville, Cap de la Hague, Barfleur,
Omonville-la-Rogue, Château Rozel, Dunes de Biville, Sainte-Marie-du-Mont)

Phare de la Hague - Der Phare de la Hague (auch Phare de Goury) ist ein rund 1000 Meter südwestlich des Cap de la Hague auf einem Felsen gelegener Leuchtturm im französischen Département Manche.
1825 startete ein landesweites „Allgemeines Programm zur Beleuchtung der Küsten Frankreichs“ (Programme général d'éclairage des côtes de France). Im Rahmen dieses Vorhabens wurde der Leuchtturm unter der Leitung der Ingenieurs Morice de la Rue auf einem der Kanalküste vorgelagerten Felsen namens Gros du Raz errichtet und ging am 1. November 1838 in Betrieb. Der gemauerte Turm hat eine Höhe von 52 m und steht auf einer runden Basis. Die Laterne, welche das Leuchtfeuer beherbergt, hat einen Durchmesser von 4 Metern.

Der Phare de la Hague wurde 1971 elektrifiziert und 1989 automatisiert. Die letzte Besatzung von Leuchtturmwärtern verließ den Turm im Mai 1990; seitdem wird dieser ohne Personal vor Ort betrieben. Im Jahr 2009 wurde der Turm zum Monument historique erklärt.

Montag, 26. Juli 2021

Von der Bretagne in die Normandie: Von Saint-Malo ins Cotentin


An der Bucht des Mont-Saint-Michel: Von Saint Malo nach Granville

Diese weitläufige Bucht an der Grenze der Bretagne und der Normandie ist ebenso berühmt wie wunderbar. Himmel, Sand, Meer, Salzwiesen, Polder und natürlich der Mont-Saint-Michel teilen sich einen schier endlos wirkenden Horizont.


Die Bucht ist der Schauplatz des größten Tidenhubs in Europa, bei dem der Unterschied zwischen Ebbe und Flut fast 15 m beträgt. Dieser immense maritime Naturbereich ist seit 1979 UNESCO-Weltkulturerbe und zählt zu den Schönsten Buchten der Welt.

Die Bucht des Mont-Saint-Michel erstreckt sich zwischen Cancale und Granville über eine Fläche von ca. 500 km² und bietet zwischen Land und Meer eine große Vielfalt natürlicher Lebensräume. Auf den Salzwiesen erfreuen sich die friedlich grasenden Schafe an einer dichten Vegetation, die regelmäßig vom Meer bedeckt wird. Ein weiteres Merkmal der Bucht sind die Polder: fruchtbares, durch den Bau von Deichen dem Meer abgerungenes Land, auf dem vor allem Hülsenfrüchte angebaut werden.

„Le Couesnon, dans sa folie, mit le Mont-Saint-Michel en Normandie.“ – In seiner Verrückheit hat der Fluss Couesnon den Mont-Saint-Michel also der Normandie zugeteilt, sagt dieser französische Spruch. Denn in der Tat bildet er die natürliche Grenze zwischen Normandie und Bretagne. Weil der Fluß knapp westlich am Klosterberg vorbeifließt, liegt der Mont-Saint-Michel also tatsächlich in der Normandie. Denn die gesamte Bucht befindet sich größtenteils in der Bretagne.

Granville, das "Monaco des Nordens", die "Freibeuterstadt", wurde zu einem Badeort.

Bereits 1450 gingen Schiffe aus Granville und Umgebung auf Kabeljaufang in den Gewässern vor Neufundland. Im Laufe der Jahrhunderte wurde Granville zu einem wichtigen Hafen der Kabeljaufischerei wie der bretonische Hafen Saint-Malo.

Unter Ludwig XIV stellte Granville, damals ein dynamischer Hafen, in dem es von Seeleuten wimmelte, einige Freibeuter, die in den Dienst der königlichen Marine aufgenommen wurden. Außerdem kamen 15 Admiräle aus dieser Stadt, darunter Pléville Le Pelley, "der Freibeuter mit dem Holzbein".

Ab Ende des 19. Jahrhunderts wurde aus Granville ein überaus geschätztes Seebad. Ein Aufenthalt tat gut und man fühlte sich wohl in dieser maritimen Atmosphäre, die man nur in Hafenstädten findet, hier allerdings vermischt mit einer eleganten Note, die die Sommerfrischler aus der Stadt hineinbrachten.

Normandie - Halbinsel Cotentin (Château de Flamanville, Cap de la Hague, Barfleur, Omonville-la-Rogue, Château Rozel, Dunes de Biville, Sainte-Marie-du-Mont)




Der Cotentin ist eine französische Halbinsel am Ärmelkanal. Sie liegt im Département Manche in der Region Normandie. Die Halbinsel wurde nach dem Ort Coutances benannt.

Aufgrund seiner Abgelegenheit hat das Cotentin gewusst, seine Kultur beizubehalten. Die normannische Sprache gilt im Rest der Normandie als ausgestorben, nur im Cotentin überlebt sie noch.

Westlich der Halbinsel, jenseits der Passage de la Déroute, liegen die zur britischen Krone gehörenden Kanalinseln Alderney, Guernsey, Sark, Jersey sowie weitere kleinere Inseln. Alderney ist nur 15 Kilometer von der Festlandküste entfernt. Die kleinen Inseln Minquiers und Ecréhous sind nur 10 km von Barneville-Carteret entfernt, aber britisch. Die Îles Saint-Marcouf und Tatihou im Osten, Île Pelée im Norden, und die zu Granville gehörenden Îles Chausey sind allerdings französisch.

Der Normandie-Esel

Der normannische Esel wurde früher in der Landwirtschaft als Lastesel eingesetzt, heute hat er sozusagen die Branche gewechselt und ist jetzt im Tourismus als Reitesel unterwegs. Er hat ein braun-schwarzes bis grau-schwarzes Fell. Charakteristisch ist der grauweiße Bauch.