Posts mit dem Label Deutsche Weinstraße werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Deutsche Weinstraße werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 16. November 2019

Klingenmünster in der Südpfalz


Burg Landeck bei Klingenmünster in der Südpfalz - Eine der bekanntesten Burgruinen in der Pfalz ist die Burgruine Landeck in Klingenmünster in der Pfalz. An der Stelle, an der die heutige Burgruine Landeck thront, nahm schon im 9. oder 10. Jh. die Festung Heidenschuh, eine mittelalterliche Fliehburg, ihren Platz ein. Die Festung Heidenschuh wurde abgelöst durch das Waldschlössl, einer Turmburg, die wahrscheinlich schon 1168 im Zuge einer Fehde zwischen Kaiser Barbarossa und den Grafen von Saarbrücken zerstört wurde.


Das Waldschlössl, dessen Aufgabe es war das Kloster Klingenberg zu beschützen, wurde von der Burg Landeck, die um 1170 erbaut worden ist, übernommen. Wie so oft in der Pfalz waren die kaiserlichen Lehnsherren die Grafen von Leiningen. Sie gründeten auf der Burg Landeck eien Seitenlinie, die aber bereits 1289 ausstarb. Daraufhin erbten die Grafen von Zweibrücken-Bitsch die Burg, bevor sie wenig später kurpfälzisch wurde. Das Bistum Speyer besaß bis 1709 einen Teil der Burganlage. Nachdem Landeck 1689 durch französische Truppen während des Pfalzkrieges zerstört worden ist, wurde sie dem Verfall ausgesetzt.

Erst 1964 sicherten umfangreiche Sanierungsarbeiten der Schlösserverwaltung in Zusammenarbeit mit dem 1881 gegründeten Landeckverein den Baubestand. Statt auf einem Felsen zu thronen, bestach der gut erhaltene Bergfried vielmehr durch seinen „Hohen Mantel“ aus Buckelquadern, der den Angreifern eine gewisse Undurchdringlichkeit suggerierte. Lediglich das Dach des Bergfrieds und die hölzerne Brustwehr der Mantelmauer fehlen heute. Seine Zinnen sind eine Neuerung aus dem Jahre 1910. Direkt am Bergfried befand sich der dreigeschossige Palas, von dem noch vier Fensternischen mit Sitzbänken und Balkenlöcher zu sehen sind. Die Burgruine Landeck stellt heute ein beliebtes Ausflugsziel dar. Die Burgschänke wird das ganze Jahr außer an Heiligabend bewirtschaftet.

Ehemaliges Kloster Klingenmünster

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Das Benediktinerkloster Klingenmünster “Clinga Monasterium”, 626 bis 1565, ist Namensgeber und Keimzelle des Ortes. Es handelt sich wahrscheinlich um das älteste der Urklöster Deutschlands. Da alle Dokumente beim Großbrand im Jahr 840 vernichtet wurden, bezieht man sich mit dem Gründungsjahr 626 auf eine Inschrift in einem Fundamentstein, der bei Umbauten im 18. Jahrhundert freigelegt wurde. Das Kloster soll auf Veranlassung des Merowingerkönigs Dagobert I. von iroschottischen Mönchen gegründet worden sein. Erste schriftliche Erwähnung findet sich in der „Fleidoliste„ des Klosters Reichenau als „de monasterio quod Clingo vocatur sive Plindinvelt„. Im Verbrüderungsbuch von St. Gallen wird es „de monasterio Clingone„ genannt.

Die Blütezeit des Klosters war zur Salier- und Stauferzeit ab ca. 850 bis ins 13. Jahrhundert Die Mönche rodeten das Land und bauten Fronhöfe und Siedlungen, Kirchen und Kapellen. Ausbauorte des Klosters sind unter anderem Pleisweiler-Oberhofen, Niederhorbach und Kapellen. Den Höhepunkt seiner Entwicklung mit hohem Stand an Bildung und Kultur hatte es unter Abt Stephan I. um 1100. Die Klöster bildeten damals die kulturellen und geistigen Zentren des Landes. Im Jahr 1223 sprach Papst Honorius St. Michael den besonderen Schutz des Klosters durch den Heiligen Stuhl aus. Zum Schutz der Abtei wurden im Verlauf der Jahrhunderte die drei Burganlagen Heidenschuh, Schlössel und Landeck errichtet.

Der Niedergang des Klosters begann 1491 mit der Umwandlung in ein weltliches Chorherrenstift durch Papst Innozenz VIII. Während der Bauernkriege um 1525 wurde das Stift geplündert und mit Einführung der Reformation durch Kurfürst Friedrich III. im Jahr 1567 säkularisiert. Später wurde es wieder rekatholisiert, mehrfach umgebaut, teilweise abgerissen und erneut säkularisiert. 1928 wurden Grabungen durchgeführt und die Basis der nördlichen Westsäulen des Schiffes freigelegt sowie der Boden entwässert.

Erhalten sind bauliche Reste des Kirchenbaus von 1100: Das romanische Westwerk, die Doppelturmanlage mit Spindeltreppen, eine spätromanische Emporenkapelle und die Verbindung zum Abtshaus. Malereireste findet man nur noch über dem Chorbogen an der Ostwand (Umrisse einer Maria mit Kind). Ein ehemaliges südliches Querschiff (früher mit Apsis) ist heute Sakristei. Reste des Ostflügels (Dormitoriumstür), renoviert 1990. Südlich zwischen den Hauptgebäuden schließt der ehem. Kreuzgang an die Kirche an. Es sind nur einige romanische Reste erhalten (zweiteilige Rundbogenarkade, Mittelsäulen mit Eckknollenbasis und Würfelkapitellen). Im Jahr 2001 wurde ein neues Kirchenfenster eingebaut, das der brasilianische Künstler „Sarro„ gestaltet hat. Die Klosteranlage war von einer schützenden Mauer umgeben. Mauerreste aus dem 13. Jahrhundert befinden sich an der Nordseite, entlang des Klingbachs, zwischen Stiftsschaffnei und Pfarrgarten. 1996 wurde der ehemalige Klostergarten wieder als Kräutergarten angelegt.

Fahrt von Pleisweiler nach Klingenmünster


Fahrt durch Klingenmünster




Mittwoch, 2. Oktober 2019

Unterwegs an der Deutschen Weinstraße



An der Weinstraße - durch Hainfeld und nach Burrweiler


Von Hainfeld bis Hambach


Burrweiler

Im September 2000 wurde das Deutsche Ofenmuseum durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eingeweiht. Gezeigt wurden, an über 100 Exponaten, die Ofen-Geschichte von der offenen Feuerstelle des 16. Jahrhunderts zum Ofen des 20. Jahrhunderts in Abfolge der Stilepochen zeitgetreu inszeniert. 2009 wurde es geschlossen. Das Museum befindet sich nunmehr in den Räumen der Viessmann-Werke in Allendorf (Eder). In Burrweiler befindet sich jedoch noch eine Antik-Ofen-Galerie in den Ausstellungsräumen der Firma Stritzinger.


Über dem Ort der Annaberg mit der Annakapelle (Wallfahrt mit Kreuzweg).




Donnerstag, 29. August 2019

Weinland: Südpfalz und Nordelsaß


Schweigen-Rechtenbach, hier steht das Deutsche Weintor und hier verläuft die Grenze zu Frankreich mitten durch die Weinberge. Was u.a. dazu führt, dass deutsche Winzer Besitz auf dem Gebiet von Wissembourg in Frankreich haben und Winzer aus dem Elsaß auch auf der deutschen Seite.


In der Feudalzeit gehörte Schweigen zum damals deutschen Weißenburg. Viele Schweigener fühlen sich heute noch eher mit Wissembourg verbunden als mit Rechtenbach, mit dem sie 1969 zum "Bindestrichdorf" verbunden wurden. Und weder Staatsgrenze noch mangelnder Fremdsprachenunterricht konnte hüben wie drüben verhindern, dass man sich bestens verständigt. Man spricht ja denselben Dialekt.

So viel Gemeinsamkeit war aber in der jüngeren Geschichte nicht immer gewesen, denn das Deutsche Weintor, das die Nazis 1936 am Rande des Pfälzerwaldes bauten, war ein Signal gegen Frankreich. Der trutzige Eingang der Deutschen Weinstraße sollte einen deutschen Kontrapunkt zum renommierten französischen Wein setzen. Heute kann man darüber nur schmunzeln. Der Wein, den einige Winzer in Schweigen machen, stammt nämlich von französischem Boden, genauer vom Sonnenberg in Wissembourg.


Welcher Weinberg von Franzosen und welcher von Deutschen bewirtschaftet wird? Das kann man am Abstand der Reben erkennen: Die Deutschen pflanzen die Reben weiter auseinander.


Von Bad Bergzabern Richtung Deutsches Weintor


vor Schweigen-Rechtenbach liegt Oberotterbach, wo der Gemahl der englischen Königin Wurzeln hat.


Impressionen aus Wissembourg

         

Und nein, das ist nicht in München, auch das ist in Weißenburg.


Wir besuchen immer gerne den Weihnachtsmarkt in Weißenburg im Elsaß. Ein kleiner beschaulicher Markt neben der Kirche Saints-Pierre-et-Paul. Sie ist neben dem Straßburger Münster die größte gotische Hallenkirche des Elsaß und beherbergt mit dem Heiligen Christophorus Frankreichs größtes gemaltes Menschenbildnis.


Nicht nur in der Hostellerie Le Cygne (Bild links) kann man gut essen und logieren, aber eine kleine Schlemmerpause dort beim Besuch des Weihnachtsmarktes ist durchaus empfehlenswert. Die Küche ist regional und so gibt es natürlich auch "Hausmacher Gänsestopfleberpastete mit einem Aprikosen-Honig-Rosmarin-Kompott und Gewürztraminer-Ingwer Gelee" oder "Schnecken-Pfannküchle in Knoblauchsahnesoße". En passant bemerkt: Wer so etwas, oder auch Froschschenkel, etwa aus sog. "tierethischen" Gründen nicht mag, der ist im Elsaß, wie überhaupt in Frankreich, ziemlich fehl am Platze. Meine ganz persönliche Meinung.


Um Parkplätze muss man sich in Wissembourg auch nicht groß sorgen, die gibt es bei einer autobegeisterten Nation zur Genüge. Ach ja, und die hierzulande ach so beliebten Fußgängerzonen, die gibt es gottseidank auch nicht. Jeder Winkel in der Altstadt kann mit dem Auto befahren werden.

Dienstag, 13. August 2019

Rund um Neustadt an der Weinstraße (Teil 2)

Sankt Martin an der Deutschen Weinstraße - Der mittelalterliche Ortskern ist sehenswert und steht seit 1980 unter Denkmalschutz. Der heilige Martin, Martin von Tours, ist auch der Patron der katholischen Pfarrkirche St. Martin (im Bild). Neben einem spätgotischen Netzgewölbe im Chor birgt das Juwel mittelalterlicher Baukunst noch andere Kunstschätze gotischer Skulptur, wie z. B. das Grabmal des Hanns von Dalberg († 1531) und seiner Gattin Katharina von Cronberg.


Der Künstler und Grafiker Richard Platz

Der vielseitig begabte Künstler war ein St. Martiner Urgestein und gelangte weit über seine Heimat hinaus zu Ansehen und Anerkennung. Im Ort ist eine Straße nach ihm benannt und auf der Kropsburg über dem Ort hat ihm seine Heimatgemeinde einen Gedenkstein gesetzt.

Richard Platz war ein Mann, der seinen Heimatort früh und vorausschauend auf die touristische Schiene setzte. Der St. Martiner zählt zu den bekannten Talenten aus dem Dorf der Künstler und Musikanten. Den Absolventen der Kunstakademie Karlsruhe zog es nach Lehr- und Wanderjahren zurück in den Heimatort, wo er ein Atelier für Theatermalerei begründete. Den Beruf des Grafikdesigners gab es zu seiner Zeit so noch nicht. Doch wirkte er auch in dem Sinne. Richard Platz malte Theaterkulissen und Porträts, Alltagsszenen und Landschaften. Er entwarf und illustrierte ebenso Werbeprospekte, Plakate, Weinkarten und Vereinsfahnen. Seine Talente kamen auch St. Martin und hier den Vereinen zugute. Im Pfälzerwald-Verein wie im Verkehrs- und Verschönerungsverein wirkte Platz als ein Motor. Schließlich entwickelte er zusammen mit Franz Christmann, seinem Jugendfreund, eine Strategie für den Fremdenverkehr. Richard Platz, mit seiner intelligenten Werbung, machte den "Wein und Kirschenkurort St. Martin" zum Vorreiter im Pfalztourismus. Seine Kontakte weithin nützten dabei. St.-Martin-Plakate hingen bald in deutschen Bahnhöfen und auf öffentlichen Plätzen. Faltblätter fanden sogar den Weg nach Übersee. Im Jahr 1927 erschien ein von ihm gestalteter Ortsprospekt für St. Martin.


Die Lourdesgrotte oberhalb von St. Martin ist eine Mariengrotte die um das Jahr 1912 erbaut. Sie wurde ähnlich dem Vorbild in Lourdes (Frankreich) gestaltet. Ein Ort der Stille und Andacht mitten im Wald, ungefähr 10 Minuten von der Kropsburg entfernt.

  

Von Sankt Martin aus erreichen wir auch die bereits im ersten Teil vorgestellte Kalmit.

Und hier noch eine durchaus wehmütige Rückblende: An die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt am 15. September 2004. Die startete damals in Pirmasens und führte auch vorbei am Forsthaus Heldenstein bei Edenkoben.


Die Internationale Rheinland-Pfalz-Rundfahrt war ein internationales, fünftägiges Rad-Etappenrennen durch das Bundesland Rheinland-Pfalz. Es galt in den Jahren der Austragung 1966 bis 2007 als eines der größten Sportereignisse in Rheinland-Pfalz. Die Rundfahrt gehörte zur UCI Europe Tour und war Teil der neuen Deutschen Meisterschaft (TUI-Cup).


Infolge der damaligen Dopingfälle im Radsport wurde die Rheinland-Pfalz-Rundfahrt im Jahr 2008 abgesagt und auch nicht wieder neu aufgelegt. Man kann durchaus sagen, dass das Land dadurch auch touristisch durchaus verloren hat, denn das Rennen war eine große Attraktion gewesen.

Montag, 12. August 2019

Ausflug vom Pfälzerwald ins Pfälzer Weinland (Forts.)


Von der Hackmesserseite via Vorderweidenthal, Darstein, Lug und Sarnstall an die Deutsche Weinstraße; Siebeldingen, Birkweiler und Albersweiler, mit einer Rast im Biergarten beim "Stern'l" in Birkweiler.


An der deutsch-französischen Grenze bei Schweigen (Südpfalz) und Wissembourg (Weißenburg, Elsaß) - 1988

Von hier aus gelangt man auch in den (Oberen) Mundatwald, der eine interessante Geschichte hat.

Der Obere und Untere Mundatwald sind zwei pfälzisch-elsässische Waldgebiete, die an der deutsch-französischen Grenze in der unmittelbaren Umgebung der französischen Kleinstadt Wissembourg (deutsch Weißenburg) liegen; die größeren Anteile befinden sich in Deutschland. Die beiden Waldgebiete gehören zu verschiedenen Naturräumen; der Obere Mundatwald ist Teil des Pfälzerwalds, eines Mittelgebirges, der Untere Mundatwald Teil der Oberrheinischen Tiefebene.

Im Mittelalter zählten beide Waldgebiete zur Weißenburger Mundat (manchmal auch Untere Mundat genannt), den mit kirchlicher Immunität ausgestatteten Ländereien des damaligen Benediktinerklosters Weißenburg. Das Wort Mundat leitet man gewöhnlich von Immunität oder mandatum her.

Im Jahr 1946 verleibte die französische Besatzungsbehörde ein Gebiet von 7 km² im deutschen Teil des Oberen Mundatwalds verwaltungsmäßig dem französischen Staatsgebiet ein. Ziel war die Sicherstellung der Wasserversorgung für Wissembourg. Rechtlich abgesichert wurde dies durch Art. 1 Nr. 4 der Verordnung Nr. 212 über Grenzberichtigungen vom 23. April 1949, in der General Kœnig, Chef des Französischen Oberkommandos in Deutschland, verschiedene vorläufige Änderungen der deutschen Westgrenze anordnete. Frankreich übernahm durch diese Verordnung vorübergehend die Gebietshoheit. Die territoriale Souveränität Deutschlands über das Gebiet des Mundatswalds bestand zwar weiterhin, die Ausübung der deutschen Hoheitsgewalt war dort jedoch ausgeschlossen (sogenannte Verwaltungszession). Eine förmliche Annexion, also dauerhafte Übertragung der territorialen Souveränität an Frankreich, war ursprünglich anscheinend geplant, sie wurde jedoch nie ausgeführt.

Nach Verhandlungen über den Status des Gebiets wurde es 1962 in einen Vertrag mit aufgenommen, der verschiedene Grenzfragen zwischen den beiden Ländern im Paket lösen sollte. Der Vertrag hätte das gesamte Gebiet französisch gemacht, aber da ihn der Bundestag, anders als die Französische Nationalversammlung, nicht ratifizierte, trat er nicht in Kraft.

1984 wurde die endgültige Einigung erzielt, die im Wesentlichen darin bestand, die Verwaltungshoheit und den zivilrechtlichen Grundbesitz für ein und dasselbe Territorium miteinander auszutauschen. In einem Notentausch zwischen den beiden Regierungen erklärte sich Frankreich mit der Aufhebung der Verordnung Nr. 212 einverstanden; im Gegenzug verpflichtete sich die Bundesrepublik, die Französische Republik als Grundbesitzerin über das staatliche Land im fraglichen Gebiet (mit Ausnahme der Burgruine Guttenberg) ins Grundbuch einzutragen. Frankreich erhielt zudem die unbefristeten Holz-, Jagd- und Wasserrechte für das Gebiet sowie Ausgleichsgrundstücke als Ersatz für Privatbesitz aus der Zeit vor 1949 sowie für das Gelände der Burg. Mit der Zustimmung der drei maßgeblichen Mächte Frankreich, Großbritannien und USA konnte dann 1986 der Bundestag die Verordnung Nr. 212 für aufgehoben erklären. Seitdem ist der Obere Mundatwald wieder uneingeschränkt deutsches Hoheitsgebiet. Mit der Übertragung der Grundstücksrechte an Frankreich nach den deutschen Vorschriften wurde das Verfahren 1990 abgeschlossen.

Wenn nun bald die Weinlese beginnen wird, dann werden wir zwei Erntemethoden sehen können: Den maschinellen Vollernter und die Lese von Hand.


Bei der manuellen Lese (traditionell) werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit, zur Steigerung der Qualität nur die besonders reifen Trauben auszuwählen (diese Auslese ist namensgebend bei dem gleichnamigen Prädikat innerhalb der Qualitätsweine mit Prädikat).

Geerntet werden nur die reifen Trauben. Die Trauben sollten dabei, mit Ausnahme der edelfaulen Trauben, gesund sein.

Die maschinelle Lese erfolgt durch einen Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Traubenbeeren werden von einem Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet. Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.

Von Bad Bergzabern Richtung Deutsches Weintor


An der Deutschen Weinstraße - Schweigen und Oberotterbach -


Samstag, 10. August 2019

Wein, Kultur und Geschichte

Klosterruine Limburg bei Bad Dürkheim
Der Stammsitz der Salier


Im frühen #Mittelalter hatte die Limburg über Bad Dürkheim ihre große Zeit. 1024 war Konrad II. zum deutschen König gewählt worden und hatte aus Dankbarkeit die Limburg, den Stammsitz seines Geschlechts, den Benediktinern vermacht. 1027 wurde er Kaiser, was ihn dann zum Bau des Domes zu Speyer bewegte. Die Legende besagt, dass er 1030 frühmorgens um sieben Uhr den Grundstein für die Klosterkirche der Benediktiner auf der Limburg legte und am Mittag den für das Monument in Speyer.

Impressionen von der Deutschen Weinstraße


Nußdorfer Bauernkriegshaus - hier nahm 1525 der Pfälzer Bauernkrieg seinen Anfang


Das Bauernkriegshaus wurde um 1500 als Wohnhaus gebaut; der Erbauer war der Nußdorfer Gerichtsschöffe Hans Hohl. Das Haus wurde im 30-jährigen Krieg zerstört. 1671/1672 wurde es auf dem historischen Fundament wieder aufgebaut, und zwar im Fachwerkstil. Dies ist die heute sichtbare Form des Hauses. Bis 1976 wurde es als landwirtschaftliches Anwesen genutzt und schließlich zum Verkauf freigegeben. Die protestantische Kirchengemeinde Nußdorf unter dem damaligen Pfarrer Postel kaufte das Haus. Finanziert werden Umbau bzw. Erhaltung durch den Bauverein Nußdorf, der dazu am letzten August-Wochenende jedes Jahr das Bauernhausfest veranstaltet. Zuständig für das Museum im Bauernkriegshaus ist der Historische Arbeitskreis Bauernkriegshaus Nußdorf/Pfalz e.V.

Im Nußdorfer Bauernkriegshaus erfährt man viel zum Bauernkrieg, der in Nußdorf eine Keimzelle hatte. Der Pfälzische Bauernkrieg ist Teil des allgemeinen Deutschen Bauernkriegs am Mittel- und Oberrhein. Die Erhebung im pfälzischen Kurfürstentum und seiner Umgebung fand von April bis Juni 1525 statt. Der Beginn des Deutschen Bauernkriegs in der linksrheinischen Pfalz wird durch die Bildung des Nußdorfer Haufens bei Landau am 23. April 1525 markiert. In Nußdorf wurde Kerwe gefeiert. Es war der 23. April 1525 und alles war wie immer, nur dass es dieses Mal dieses Flugblatt gab: In zwölf Artikeln wehrten sich die Memminger Bauern gegen die Willkür ihrer Herren, forderten die Rückgabe der Allmenden, Land das eigentlich von allen genutzt werden durfte, und sogar die Abschaffung der Leibeigenschaft. Im März wurden die "Zwölf Artikel" veröffentlicht und verbreiteten sich in Windeseile im ganzen Land. Auch die Nußdorfer Bauern litten unter ihren Herren. Und je mehr Wein floss, umso mutiger wurden die Bauern. Noch in derselben Nacht brechen sie auf, 200 Mann aus Nußdorf und den umgebenden Orten, ziehen ins Siebeldinger Tal, wo sie weitere Bauern für ihre Sache begeistern. Schließlich besetzen am nächsten Morgen 500 Bauern den Geilsweiler Hof. Der "Nußdorfer Haufen", wie die Aufständischen aus der Südpfalz genannt werden, brannte Burg Neuscharfeneck nieder und plünderte einige Klöster. Die Plünderung des Klosters Eußerthal wird ihnen jedoch fälschlicherweise unterstellt. Denn Kloster Eußerthal wurde erst 1561 durch Kurfürst Friedrich III. infolge der Reformation aufgehoben.


Das Dorf Eußerthal entstand im Umfeld eines Klosters der Zisterzienser, das im Jahre 1148 gegründet wurde. Vom eigentlichen Kloster Eußerthal gibt es nur noch spärliche Reste, doch seine ehemalige Kirche ist heute noch das katholische Gotteshaus der Gemeinde. Dem Abt des Klosters wurden die Reichskleinodien anvertraut, als sie 1208, nachdem König Philipp von Schwaben ermordet worden war, durch Konrad III. von Scharfenberg, Kanzler des Heiligen Römischen Reiches und Bischof von Speyer, auf der nahegelegenen Reichsburg Trifels in Sicherheit gebracht wurden. Auch nach dem Ende der Verwahrzeit versahen Patres aus Eußerthal auf der Burg den Gottesdienst.

Unterwegs im Weinland der Pfalz (Teil 2)


Streetview Gleisweiler


Burrweiler

Im September 2000 wurde das Deutsche Ofenmuseum durch den damaligen rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck eingeweiht. Gezeigt wurden, an über 100 Exponaten, die Ofen-Geschichte von der offenen Feuerstelle des 16. Jahrhunderts zum Ofen des 20. Jahrhunderts in Abfolge der Stilepochen zeitgetreu inszeniert. 2009 wurde es geschlossen. Das Museum befindet sich nunmehr in den Räumen der Viessmann-Werke in Allendorf (Eder). In Burrweiler befindet sich jedoch noch eine Antik-Ofen-Galerie in den Ausstellungsräumen der Firma Stritzinger.

Über dem Ort der Annaberg mit der Annakapelle (Wallfahrt mit Kreuzweg).


Von Hainfeld bis Hambach (Neustadt a.d.W.)



Bei Edesheim


Unterwegs im Weinland der Pfalz


 

Unterwegs im Weinland der Pfalz - Teil 1


Teil 1 geht von Pirmasens über die fürchterliche B10 bis Rinnthal, dann durch Sarnstall und Annweiler.

Man kann aber auch anders von der Westpfalz in das Weinland kommen, nicht über die B10, sondern auf "Schleichwegen" durch den Pfälzerwald: Über Vorderweidenthal, Darstein, Schwanheim und Lug nach Sarnstall.


Unterwegs im Weinland der Pfalz - Teil 2 - Queichhambach und der Fronhof


Unterwegs im Weinland der Pfalz - Teil 3 - Albersweiler


Unterwegs im Weinland der Pfalz - Teil 4 - Frankweiler




Montag, 5. August 2019