Beaucaire - "Les Vignes Blanches" - Unser Quartier in der Provençe im September 2006. Wichtig in Südfrankreich: Ein "Parking Fermé", ein abgeschlossener Parkplatz. Den Pool konnten wir leider nicht nutzen, da wir keine Badesachen dabei hatten (bei unserer Abfahrt in der Pfalz war es saukalt gewesen, aber ab Orange waren dann Temperaturen um 30°C).
Uzès in der Provençe (Gard provençal)
Uzès ist unsere erklärte Lieblings-Stadt in der Region. Die Place aux Herbes mit ihren Arkaden und Cafés ist besonders einladend.
Zwischen Saint-Remy.-de-Provençe (6 km) und Avignon (15 km) gelegen ist Eyragues ein typisches Dorf der Provençe. Touristisch keineswegs überlaufen wie andere Orte, still und gemütlich.
Typisches südfranzösisches Flair herrscht in Eyragues in der Provençe nicht nur auf dem von kleinen Bars, Restaurants und Geschäften gesäumten Platz vor dem Rathaus. Im Gegensatz zu vielen anderen bekannteren Orten ist es auch keineswegs touristisch überlaufen. So rentiert es sich, dort einen ruhigen und erholsamen Urlaub zu verbringen.
Tour Philippe le Bel in Villeneuve-lès-Avignon (alternative Schreibweise: Villeneuve-lez-Avignon; okzitanisch Vilanòva d’Avinhon) - Bergfried einer im 13. Jh. vom französischen König erbauten Festung am Ende der berühmten Saint-Bénézet-Brücke von Avignon über die Rhone. Er diente als Zugangskontrolle zwischen dem Königreich Frankreich und dem päpstlichen Gebiet von Avignon.
Der Turm besteht aus drei Stockwerken mit schönen Spitzbogengewölbesälen. Im 15. Jh. wurde ein Wachtturm hinzugefügt. Im Erdgeschoss wird zeitweise plastische Kunst ausgestellt (Eintritt frei). Im 1. Stock werden der Turm und die Brücke dargestellt, wie sie im Mittelalter aussahen. Von der Turmspitze hat man einen außerordentlich schönen Blick auf Villeneuve lez Avignon, Avignon und das Rhonetal.
Eine ernstgemeinte Warnung: Auf dem Parkplatz nichts im Auto lassen !!!
Der Parkplatz ist nicht bewacht und wird gerne von Dieben heimgesucht. Denn leichtsinnige Touristen sind eine leichte Beute, auch tagsüber. Und ein aufgebrochenes Fahrzeug vergällt dann den Besuch.
Klöster der Provençe
Saint-Michel-de-Frigolet ist ein Kloster im Hügelgebiet der Montagnette zwischen Tarascon und Avignon. Saint-Michel wurde im 10. Jahrhundert gegründet. Die Gründer kamen aus dem Kloster Montmajour, das sie wegen seines ungesunden Klimas verlassen hatten.
Montmajour sieht man im zweiten Teil der Fotoshow. Montmajour ist eine ehemalige Abtei im französischen Département Bouches-du-Rhône einige Kilometer nordöstlich von Arles. Montmajour entstand auf einer von Sumpf umgebenen Anhöhe. Die Ruine ist in ihren gewaltigen Ausmaßen beeindruckend. Vis-à-vis ein idyllisches kleines Restaurant.
Saint-Baudile in Noves, Provençe
Noves ist ein idyllisches Städtchen in der Provençe in Südfrankreich. Hier war es, wo sich der Dichter Petrarch unsterblich verliebte.
Francesco Petrarca (* 20. Juli 1304 in Arezzo; † 19. Juli 1374 in Arquà Petrarca) war ein italienischer Dichter und Geschichtsschreiber. Er gilt als Mitbegründer des Renaissance-Humanismus und zusammen mit Dante Alighieri und Boccaccio als einer der wichtigsten Vertreter der frühen italienischen Literatur. Sein Name liegt dem Begriff Petrarkismus zugrunde, der eine bis ins 17. Jahrhundert verbreitete Richtung europäischer Liebeslyrik bezeichnet. Sein Vater, der Notar Pietro di Parenzo (Beinamen: Petracco, Patraca) wurde als Papstanhänger aus Florenz verbannt. Mit sieben Jahren folgte Petrarca ihm nach Avignon, wo Pietro di Parenzo ab 1312 gewohnt hatte, während seine Familie in Carpentras lebte. Petrarca studierte ab 1316 Jura in Montpellier und ab 1320 in Bologna. Er kehrte 1326 nach Avignon zurück. Das rechtswissenschaftliche Studium brach er ab, erhielt die niederen Weihen und hatte sein neues Domizil in einem Haus im Gebiet des heutigen Départements Vaucluse. Petrarca wählte sich den Kirchenvater Augustinus zu seinem Vorbild und versuchte, dessen Lebenswandel nachzueifern. Nachdem sein Vater gestorben war, geriet Petrarca in wirtschaftliche Schwierigkeiten.
Am 6. April 1327, nach seiner Angabe ein Karfreitag, tatsächlich aber ein Ostermontag, sah er eine junge Frau, die er Laura nannte und die möglicherweise identisch war mit der damals etwa 16-jährigen und jungverheirateten Laura de Noves. Ihr Eindruck wirkte derart stark auf ihn, dass er sie als ideale Frauenfigur und dauerhafte Quelle seiner dichterischen Inspiration zeitlebens verehrte, wohl wissend und akzeptierend, dass sie für ihn unerreichbar war. Als Dichter strebte er nach Ruhm und Lorbeer (lateinisch laurus) und fand ein Mittel dazu in Laura.
Kirche Saint-Baudile: Die Kirche ist nach dem heiligen Baudilius benannt, der Schutzheiliger der Gemeinde ist. Im 13. Jahrhundert wurde die Kirche errichtet.
Auf dem Col du Val d'Enfer, dem Höllentalpaß, in den Alpilles Dante soll diesen Ort als Vorbild für die Hölle in seinem Hauptwerk, "Die Göttlichen Komödie", verwendet haben.
Die Provence ist die wärmste und mit rund 2.600 bis 3.000 Sonnenstunden pro Jahr auch die sonnenreichste Gegend Frankreichs. Beeinflusst wird das Klima (Mittelmeerklima) im Südosten Frankreichs vor allem durch Winde, wie den Mistral, der vor allem im Winter teils heftig zu spüren ist. Die Zeit zwischen Oktober und April ist auch die, in der die meisten Niederschläge fallen. An sonnigen Tagen sind aber auch im Winter ohne Weiteres Temperaturen bis 20 Grad möglich. Als beste Reisezeit gelten Frühjahr und Herbst. Zu dieser Zeit können Sie mit angenehmen Temperaturen rechnen und es besuchen nicht allzu viele Touristen Südfrankreich.
Über die geografischen Grenzen der Provençe herrscht oft Verwirrung. Die Reiseliteratur nennt die Landschaft häufig in einem Atemzug mit der Côte d’Azur. In der französischen Verwaltung bilden beide gemeinsam die Region Provençe-Alpes-Côtes d’Azur (PACA) mit den Départements Alpes-Maritimes, Var, Bouches-du-Rhône, Vaucluse sowie Alpes-de-Haute-Provençe und Hautes-Alpes. Teile der benachbarten Départements Gard und Drôme im Nordwesten zählen aber touristisch ebenfalls zur Provençe.
Ein Meisterwerk der Antike - Pont du Gard
Der Pont du Gard ist ein römisches Monument, das Mitte des 1. Jahrhunderts errichtet wurde. Er ist das Hauptwerk des 50 km langen Aquäduktes, das die Stadt Nîmes, ehemaliges Nemausus, mit Wasser versorgte. Die Aquäduktbrücke ist mit drei Ebenen insgesamt 50 m hoch und führte die Wasserleitung über den Gardon.
Die Brücke wurde im Wesentlichen aus Blöcken gelben Kalksteins erbaut, die aus einem nahen, an den Fluss grenzenden Steinbruch stammen. Nur die oberste Ebene ist vermörtelt und trägt die durch Kalkablagerungen belasteten Deckenplatten. An ihrem längsten Punkt misst die dreistöckige Brücke 360 m. Mit der Umsetzung des Entwurfs schufen die römischen Architekten und Hydraulikingenieure ein technisches Meisterwerk, das als Kunstwerk bis heute Bestand hat. Zahlreiche wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass ein imposantes Ausmaß an Steinen für die Konstruktion benötigt wurde. Der Bau verschlang über 21.000 m³ Stein, die es auf ein Gesamtgewicht von 50.400 Tonnen bringen.
Auf Spurensuche in der Provençe: Vincent van Gogh und Frédéric Mistral (Saint-Paul-de-Mausole und Maillane)
Vincent van Gogh wurde in der bis heute eine Psychiatrie beherbergenden Klinik des Klosters Saint-Paul-de-Mausole bei Saint-Remy in der Provençe behandelt. In Erinnerung an den - heute - berühmten Patienten finden sich diverse Stationen, die in Schautafeln sein dortiges Schaffen zeigen. An den Stellen, an denen der Maler damals seine Staffelei aufgestellt hatte. Und eine Plastik im Eingangsbereich des Klosters und der Klinik. Der Name dieses ehemaligen Klosters, das man später in ein "Gesundheitszentrum" umgewandelt hatte, wurde von den antiken Mausoleen abgeleitet. Erhalten haben sich seine Kirche und ein hübscher kleiner, romanischer Kreuzgang mit vier Gewölbegalerien und eleganten, paarig angeordneten Säulen. Das Gebäude stammt aus dem 10. Jh., wurde im 12. Jh. von Mönchen umgebaut, bis es ab 1810, nachdem es ein Arzt aufgekauft hatte, als Krankenhaus diente, in dem die Ordensmitgliedern als medizinisches Personal arbeiteten. Die kleine Kirche besteht aus Schiff, Querschiff und Apsis. Die Kapellen im Norden und Süden sind modern, die südlichen Kapellen stammen aus dem 16. Jh. Hier wohnte Vincent van Gogh von Mai 1889 bis Mai 1890. Auf einem ausgeschilderten Pfad kann man den Wegen des Malers folgen.
Frédéric Mistral ( 8. September 1830 in Maillane; † 25. März 1914 ebenda) war ein französischer Dichter und Linguist, der seine Werke auf Provenzalisch schrieb. 1904 erhielt er den Nobelpreis für Literatur.
Die zweisprachige Provence
Zweisprachiges Ortsschild (französisch und provencalisch) von Vallabregues (Valabrego)
Provenzalisch (französisch provençal, Eigenbezeichnung prouvençau) ist die Bezeichnung einer im Süden Frankreichs gesprochenen romanischen Sprache oder Gruppe von Sprachen. "Provenzalisch" in der weiteren Bedeutung ist gleichbedeutend mit "Okzitanisch" und bezeichnet als Oberbegriff die Gesamtheit der Sprachen Südfrankreichs.
Avignon - Palais des Papes - Papstpalast
Der Papstpalast zu Avignon (frz. Palais des papes = Palast der Päpste) war zwischen 1335 und 1430 die Residenz verschiedener Päpste und Gegenpäpste. Der Palast gehört mit der Altstadt von Avignon zum Weltkulturerbe. Die monumentale Residenz der Päpste aus dem 14. Jh. ist das größte gotische Bauwerk der Welt (15.000 m² Fläche, das entspricht 4 gotischen Kathedralen).
Man schrieb das Jahr 1304, als Papst Benedikt XI. starb. Zu seinem Nachfolger wurde der Erzbischof von Bordeaux gewählt. Er machte sich nicht einmal die Mühe, zu seiner Weihe nach Rom zu reisen, sondern ließ sich – sehr zum Wohlgefallen des französischen Königs Philipp der Schöne – in Lyon zum Papst krönen. Zunächst wurden gesundheitliche Gründe genannt, später offenbarte sich, dass wohl auch politische Erwägungen eine Rolle gespielt hatte.
Der neue Papst begab sich jedenfalls nie nach Rom und suchte sich stattdessen Avignon als Residenz aus. Da es dort allerdings keinen Palast gab, der eines Papstes würdig gewesen wäre, begann man mit entsprechenden Bauarbeiten. Es sollte allerdings noch eine Weile dauern, bis der Grundstein für den Papstpalast von Avignon, wie er sich heute noch in Teilen präsentiert, gelegt war. Das geschah erst im Jahr 1335, als man den „Alten Palast“ (Vieux Palais) zu bauen begann.
Avignon, die zwei Seiten der Medaille
Da Avignon von 1309 bis 1376 – und während des nachfolgenden Abendländischen Schismas – Papstsitz war, trägt die Stadt den Beinamen „Stadt der Päpste“. Die Altstadt von Avignon mit ihren prächtigen, mittelalterlichen Häusern ist von einer intakten und imposanten Befestigungsmauer umgeben. Die Altstadt mit dem gotischen Papstpalast (Palais des Papes) aus dem 14. Jahrhundert, der Bischofsanlage, dem Rocher des Doms und der berühmten Brücke, der Pont Saint-Bénézet, zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe.
ABER: Die Stadt, deren Haupteinnahmequelle der Tourismus ist, zählt zu den ärmeren und strukturschwächeren unter den französischen Städten; die Arbeitslosigkeit liegt bei fast 22%. Entsprechend hoch ist daher auch die Kriminalität: 2002 stand Avignon mit 173,35 Straftaten pro 1000 Einwohner an der Spitze der Kriminalitätsstatistik bei französischen Städten mit mehr als 25.000 Einwohnern. Bettler und Obdachlose, dreckige und verwahrloste Straßen, hohe Kriminalität und zones urbaines sensibles sind die Schattenseiten der einstigen Hauptstadt des christlichen Abendlandes. Besonders auch auf der Place du Palais vor dem Papstpalast kann man sich der Bettler kaum erwehren und muss oft genug lautstark und energisch reagieren, wenn z.B. eine Gitane mit ihren fünf Kindern partout nicht von einem ablassen will. Und vor Taschendieben sollte man sich hier auch in acht nehmen.
Oben: Das Kastell Biriciana in Weißenburg in Bayern, die bedeutendste Ausgrabung aus römischer Zeit im süddeutschen Raum. Sehenswert auch die Thermen (nachstehende Fotos).
Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal
Auf den Spuren von Römern und Kelten im Naturpark Altmühltal. Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen (Markt Thalmässing, Mittelfranken, Landkreis Roth), eine Rekonstruktion eines Wachturms des rätischen Limes. Bei Landersdorf ist die Nachbildung eines Keltendorfes zu finden sowie Grabhügel aus der Hallstattzeit. Dann besuchen wir Pfünz mit seiner alten Brücke und die Rekonstruktion des dortigen römischen Kastells. Mauerreste und Wallanlagen sind zum Teil noch original. Die Brücke von Pfünz wird oft Römerbrücke genannt, sie stammt aber aus dem Mittelalter und gehört zu den ältesten Steinbrücken Bayerns. Da sich der Name Pfünz aber vom lateinischen Pons (die Brücke) ableitet ist davon auszugehen, dass sich hier schon in der Römerzeit eine Brücke über die Altmühl befunden hat.
Der Europäische Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim
Der Kultur- und Archäologiepark (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze zwischen den Orten Reinheim (Saarland) und Bliesbruck (Département Moselle).
Der Pont du Gard unweit Remoulins in der südfranzösischen Provence war der größte römische Aquädukt. Und in der Nähe von Saint-Remy-de-Provence befindet sich die sehenswerte römische Stadt Glanum.
Gallo-römische Thermen in Mackwiller im Elsaß
Ganz zuletzt begeben wir uns noch nach Österreich, ins Burgenland, und besuchen die Römerstadt Petronell Carnuntum.
Petronell Carnuntum im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha - Römerstadt -
Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien.
Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus römischer Zeit datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Nach Errichtung eines provisorischen Winterlagers unter dem damaligen Feldherrn und späteren Kaiser Tiberius (14–37) entstanden zur Regierungszeit des Claudius (41–54) ein festes Holz-Erde-Lager und zwei Zivilsiedlungen. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten dort bereits rund 50.000 Menschen. Das Legionslager wurde um 100 n. Chr. in Stein umgebaut.
Oben: Das Kastell Biriciana in Weißenburg in Bayern, die bedeutendste Ausgrabung aus römischer Zeit im süddeutschen Raum. Sehenswert auch die Thermen (nachstehende Fotos).
Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal
Auf den Spuren von Römern und Kelten im Naturpark Altmühltal. Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen (Markt Thalmässing, Mittelfranken, Landkreis Roth), eine Rekonstruktion eines Wachturms des rätischen Limes. Bei Landersdorf ist die Nachbildung eines Keltendorfes zu finden sowie Grabhügel aus der Hallstattzeit. Dann besuchen wir Pfünz mit seiner alten Brücke und die Rekonstruktion des dortigen römischen Kastells. Mauerreste und Wallanlagen sind zum Teil noch original. Die Brücke von Pfünz wird oft Römerbrücke genannt, sie stammt aber aus dem Mittelalter und gehört zu den ältesten Steinbrücken Bayerns. Da sich der Name Pfünz aber vom lateinischen Pons (die Brücke) ableitet ist davon auszugehen, dass sich hier schon in der Römerzeit eine Brücke über die Altmühl befunden hat.
Der Europäische Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim
Der Kultur- und Archäologiepark (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze zwischen den Orten Reinheim (Saarland) und Bliesbruck (Département Moselle).
Der Pont du Gard unweit Remoulins in der südfranzösischen Provence war der größte römische Aquädukt. Und in der Nähe von Saint-Remy-de-Provence befindet sich die sehenswerte römische Stadt Glanum.