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Donnerstag, 24. März 2022

Impressionen einer Frühlingsreise nach Pannonien (Teil 2)

Eisenstadt, die Hauptstadt des Burgenlandes - Eisenstadt (bairisch-österreichisch Eisnstod ausgesprochen, ungarisch Kismarton ‚Klein-Martin‘, kroatisch Željezno, romani Tikni Marton oder Srasta, hebräisch Asch) ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Burgenland in Österreich. Eisenstadt ist eine Freistadt. Die Stadt liegt am Fuße des Leithagebirges und ist mit ihren 14.895 (Stand 1. Jänner 2021) Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt in Österreich. Eisenstadt liegt am südlichen Fuße des Leithagebirges auf einer allmählich zur Wulkaebene abfallenden Terrasse.

Geschützt von dem bis über 400 m emporragenden Kamm des Leithagebirges, der von dichten Laubwäldern bedeckt ist, reifen auf den klimatisch günstigen Hängen Weintrauben, Marillen, Pfirsiche und Mandeln. Soweit das Auge reicht, ist alles mit Weinreben bepflanzt, die auch die Stadt von allen Seiten umsäumen.


Um die ungarische Adelsfamilie Esterházy für das Haus Habsburg einzunehmen, wurde sie 1648 vom römisch-deutschen Kaiser Ferdinand III. in seiner Funktion als König von Ungarn unter anderem mit der Region Eisenstadt belehnt und 1687 von seinem Nachfolger Leopold I. in den Reichsfürstenstand erhoben. Das Fürstengeschlecht wandelte durch rege Bautätigkeit das Bild der Stadt nachhaltig.

Die Familie Esterházy entwickelte sich bald zu einer der reichsten Adelsfamilien Mitteleuropas und hatte zahlreiche Schlösser zur Auswahl. Sie entschied sich für Eisenstadt als fürstlichen Hauptsitz, baute die frühere Wehrburg zum repräsentativen Schloss um und pflegte eine sehr aufwändige, eindrucksvolle Hofhaltung, die sogar zu Besuchen von Kaiserin Maria Theresia führte. Mit der Bestellung von Joseph Haydn zum fürstlichen Hofkapellmeister in den 1760er Jahren begann hier eine 30 Jahre anhaltende Glanzzeit des Kunstlebens.

Das Schloss Esterházy ist als einstige Fürstenresidenz ein Wahrzeichen der burgenländischen Landeshauptstadt Eisenstadt. Es ist im Besitz der Esterházy Privatstiftung.

Die römisch-katholische Bergkirche Eisenstadt (auch als Haydnkirche oder Kalvarienbergkirche bekannt) steht im Stadtteil Oberberg-Eisenstadt der Gemeinde Eisenstadt im Burgenland. Sie ist dem Fest Mariä Heimsuchung geweiht.

Bekannt ist die Kirche für den benachbarten „Kalvarienberg“, einen Wallfahrtsort, der sein Vorbild im Kalvarienberg Maria Lanzendorf hat. Die Bergkirche wird nach Joseph Haydn (1732–1809) auch „Haydnkirche“ genannt. Haydn hat unweit im Schloss Esterházy große Teile seines Lebens als Komponist und Kapellmeister gewirkt. Seit dem Jahr 1932 befindet sich in der Bergkirche das Haydn-Mausoleum, in dem der Sarg des Komponisten Joseph Haydn steht.

Den Stadtteil Unterberg charakterisieren das ehemalige jüdische Viertel und der alte jüdische Friedhof.

Schloß Halbturn, Sommersitz der Habsburger

Das Schloss Halbturn ist eine barocke Schlossanlage in Halbturn im burgenländischen Bezirk Neusiedl am See, östlich des Neusiedlersees.


Das Schloss wurde 1701 bis 1711 von Johann Lucas von Hildebrandt als Jagdschloss für Kaiser Karl VI. erbaut. Unter seiner Tochter Maria Theresia wurde es vom Hofbaumeister Franz Anton Hillebrandt umgebaut und wurde der Sommersitz von Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Marie Christine als Statthalter in Ungarn. Aus dieser Zeit stammen auch Fresken von Franz Anton Maulbertsch, darunter das Deckenfresko “Allegorie der Zeit und des Lichtes”, das als Hochzeitsgeschenk für Erzherzogin Marie Christine 1765 angefertigt wurde.

1945 wurde das Schloss von russischen Besatzungssoldaten ausgeplündert, 1949 brannte es ab, wobei nur der Mittelteil des Hauptgebäudes gerettet werden konnte. Erst nach und nach erfolgte die Rekonstruktion.

Das Schloss war seit 1955 in Besitz von Baron Paul Waldbott-Bassenheim, der es an die Landesregierung verpachtet hatte. Der Betrieb inklusive Weinbau und Weinkellerei wird seit dem Tod Waldbott-Bassenheims 2008 von dessen Neffen und Adoptivsohn Markus Königsegg-Aulendorf, und dessen Gattin Philippa, geborene Waldburg-Zeil-Hohenems bewirtschaftet. Die Räume im Schloss werden auch als Ausstellungsort und für die Halbturner Schlosskonzerte genutzt. Das Schloss steht unter Denkmalschutz und wird in der Österreichischen Kulturgüterliste (laut Haager Abkommen) geführt.

Tschardaken bei Halbthurn im Burgenland - Eine Tschardake ist eine Maisdarre, eine Einrichtung zum Trocknen und Aufbewahren von Maiskolben. Der Name rührt her von ihrer Ähnlichkeit mit den hölzernen Grenzwachtürmen aus der Zeit der österreichisch-türkischen Militärgrenze, die auch als Tschardaken bezeichnet wurden.
In Sankt Margarethen fand das wahrscheinlich weltweit erste Bildhauersymposion statt.

Die Geschichte der Bildhauersymposien ist sehr jung. Das 1. Internationale Bildhauersymposium in Sankt Margarethen 1959 wird als Anfangspunkt der Arbeitsform betrachtet.


Karl Prantl, der „Vater“ der Symposiumsbewegung, schrieb um 1959: „An uns Bildhauer selber gedacht, ist es so, dass wir durch die Erfahrungen von St. Margarethen, durch dieses Hinausgehen in den Freiraum – in den Steinbruch, auf die Wiesen – wieder frei wurden. Um dieses Freiwerden oder Freidenken in einem ganz weiten Sinn ging es. Für uns Bildhauer ist der Stein das Mittel, um zu diesem Freidenken zu kommen – zum Freiwerden von vielen Zwängen, Engen und Tabus.“

Die Skulpturen, die in den 1960er und 1970er Jahren in St. Margarethen entstanden sind, blieben vor Ort. Aufgestellt in einem heutigen Naturschutzgebiet, von dem man zum Neusiedler See hinunterblicken kann, bilden die bearbeiteten Steine - am Rande des Steinbruchs, in dem heute eine Opernbühne ist - einen weitläufigen Skulpturenpark, der jedem zugänglich und doch vielen nicht bekannt ist.

Impressionen einer Frühlingsreise nach Pannonien

Rust - Rathausplatz - das rote Gebäude ist das Rathaus (ein Dreiflügelbau, ursprünglich aus dem 16. Jahrhundert. Laut Inschrift am Westportal: Erbaut Anno 1676, Renovirt Anno 1703).

Das weiße Haus ist das Kremayrhaus, eines der markantesten Bauwerke des Rathausplatzes, und beherbergt das Stadtmuseum. Das imposante Bürgerhaus aus dem Jahr 1675 steht am höchsten Punkt der Innenstadt von Rust. Der letzte Besitzer Rudolf Kremayr - Mitbegründer des bekannten Donaulandverlages, hat dieses Haus saniert und mitsamt seiner großen Kunstsammlung 1986 in einer Stifung an die Freistadt Rust übergeben. Der Weinkeller des Hauses präsentiert die besten Weine der Freistadt Rust und der Partnerstadt Tokaji.

Dahinter die Fischerkirche. Die ehemalige römisch-katholische Wehrkirche liegt beinahe versteckt zwischen den barocken Gebäuden der historischen Ruster Altstadt, und dient heute fast ausschließlich musealen und kulturellen Zwecken. Es befindet sich auf einer leichten Anhöhe im südwestlich Teil der Altstadt. Das Bauwerk ist von einem Kirchenhof, der früher ein Friedhof war, und einer Wehrmauer umgeben. Die einstige Wehrkirche beeindruckt durch ihre mittelalterlichen Gemäuer mit Elementen beinahe aller Baustile, den Fresken aus dem 12. Jahrhundert und der einfachen, aber höchst wirksamen „Akustikanlage“: eingemauerte Tontöpfe in den Wölbungen der Strebepfeiler sorgen für ein einmaliges Klangerlebnis.

In der zweiten Hälfte des 13. Jh.s wurde eine Kapelle (Marienkapelle) als selbständiger Bau südlich der romanischen Apsis errichtet. Die Legende berichtet, dass Königin Maria von Ungarn, die Tochter Ludwigs des Großen, bei einer Bootsfahrt auf dem Neusiedler See in äußerste Lebensgefahr gekommen sei. Zum Dank für die Errettung aus Seenot durch Fischer von Rust stiftete sie die Kapelle mit Altar und Benefizium des hl. Nikolaus.In den folgenden Jahrhunderten kam es immer wieder zu beeindruckenden Umbauten des gesamten Komplexes. Der gotische Turm der Kirche wurde 1529 zerstört, dann 1575 erneuert und 1719 mit Stützpfeilern und dem barocken Zwiebelturm versehen. Jedoch stürzte dieser bereits 1879 wieder ein und wurde danach bis auf den heute noch bestehenden einfachen Torbau abgetragen.

Die Fischerkirche ist der kunst- und kulturgeschichtlich wohl wertvollste Bau der Freistadt Rust. Vielfältig und vielschichtig wie die vertretenen Stilepochen ist auch die Geschichte dieser kleinen Kirche. Der Kern der Kirche ist eine romanische Saalkirche aus dem 11. Jahrhundert.

Der Adlerbrunnen auf dem Rathausplatz ist mit 1720 bezeichnet. Im Jahr 1978 wurde er nach alten Ansichten unter Verwendung originaler Eisenteile neu errichtet.
Mörbisch am See (ungarisch: Fertőmeggyes, kroatisch: Merbiš) - Der Ort hat einen sehr breiten Schilfgürtel, so dass man den See nur über einen im Jahr 1950 aufgeschütteten Damm erreichen kann. Am Ende des Dammes befinden sich die Seebühne, das moderne Seebad Mörbisch am See, der Jachthafen, zwei Schifffahrtsunternehmen, die den Fährbetrieb nach Illmitz bedienen, Tennis- und Beachvolleyballplätze, eine Segel- und Surfschule sowie ein Bootsverleih. Durch die Lage am Neusiedler See herrscht mildes, pannonisches Klima vor.


Keine Angst vor Kindersegen darf haben, wer von Rust kommend, in Mörbisch einfährt. Denn mit dem Klapperstorch, dem Wappentier des Burgenlandes, begrüßt der Weinort am Neusiedlersee seine Gäste.

Die Hofgassen zählen seit 2003 zum UNESCO Welterbe.

An der ungarisch-österreichischen Grenze zwischen Sopron (Ödenburg) und Mörbisch bekam der Eiserne Vorhang seinen erst Riss, am 19. August '89. Hunderte DDR-Bürger nutzten ein paneuropäische Picknick zur Flucht.

Hier an der ungarisch-österreichischen Grenze, zwischen Sopron und Mörbisch, schrieben ungarische Politiker Geschichte. Ein paneuropäisches Picknick zu beiden Seiten des Eisernen Vorhangs war nur der Anlass, ein Tor zwischen Ost und West zu öffnen. Es waren die Tage im August 1989, die Europa veränderten, die die schmerzliche Teilung des alten Kontinents überwanden.

Kroatische Dörfer im Burgenland


Trausdorf an der Wulka (kroatisch: Trajštof) ist ein typisch burgenlandkroatischer Ort im Bezirk Eisenstadt Umgebung in unmittelbarer Nähe der Landeshauptstadt Eisenstadt.

Ortsbild: Trausdorf an der Wulka ist ein typischer Weinbauort, dessen Ortsbild durch alte Häuser mit weißen Giebelfassaden und Buschenschanken geprägt ist.

Eines der charakteristischsten Kroatendörfer des Burgenlandes ist die Weinbaugemeinde Oslip im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Eingebettet in die Wulkaebene, zwischen den sanften Hängen des Ruster Hügellandes und des Leithagebirges, liegt Oslip, eines der charakteristischen Dörfer des Burgenlandes.

Der kleine Ort in der Wulkaniederung hat seinen altburgenländischen Stil noch bewahrt; in Reih’ und Glied stehen die alten, zum Teil gestaffelten Streckhöfe - seit der Bauzeit fast unverändert - zu beiden Seiten der breiten Dorfstraße.

Die Cselley Mühle ist eine ehemalige Mühle und heutiges Kultur- und Aktionszentrum in der Gemeinde Oslip im burgenländischen Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Das Bauwerk steht unter Denkmalschutz. Im Hof befindet sich ein bemerkenswerter Taubenschlag auf einem Steinpfeiler.

Purbach am Neusiedlersee - Historische Kellergasse

Die Kellergasse in Purbach am Neusiedler See zählt zu den schönsten ihrer Art in Österreich.


Um 1850 bauten die Winzer ihre Weinkeller zum Schutz vor Überschwemmungen am Fuße des Leithagebirges. 50 Weinkeller sind heute zu einer einzigartigen Kellergasse aneinandergereiht und bilden einen der schönsten Plätze im Zentrum von Purbach. Serviert wird dort die gesamte Sortenvielfalt an erlesenen Weinen sowie pannonische Köstlichkeiten.

Der Purbacher Türke

Die Figur auf dem Rauchfang des Hauses Schulgasse 9 ist das Wahrzeichen des Ortes am Neusiedlersee.
Die Sage um ihn: Eine türkische Reiterschar plünderte im Jahr 1532 Purbach. Die Bewohner waren in den Wald geflohen. Ein Türke betrank sich so, dass er im Keller liegen blieb. Als er aufwachte waren seine Kameraden fort. Er hörte die zurückkehrenden Bauern und versteckte sich im Rauchfang. Als er oben herausschaute wurde er entdeckt. Mit Hilfe eines stark rauchenden Feuers trieb man ihn heraus. Der gefangene Soldat ließ sich taufen und wurde Knecht bei dem Besitzer des Hauses. Zur Erinnerung an diese Begebenheit setzte man eine Nachbildung des Türken auf den Schornstein. Von dort schaut er heute noch herunter.

Sonntag, 1. August 2021

Ausflüge im Umland des Burgenlandes


Joseph Haydns Geburtshaus in Rohrau in Niederösterreich

Südöstlich von Wien befindet sich in der niederösterreichischen Gemeinde Rohrau das Geburtshaus von zwei der bedeutendsten Komponistenpersönlichkeiten der Musikgeschichte: Joseph und Michael Haydn.

Im schilfgedeckten Bauernhaus, das sich der Wagnermeister Mathias Haydn um 1728 gebaut hatte, wurde am 31. März 1732 Joseph Haydn geboren und verbrachte dort die ersten sechs Jahre seines Lebens. Am 13. September 1737 erblickte sein Bruder Michael, ebenfalls musikalisch hochbegabt, das Licht der Welt. Auch wenn die beiden Komponisten noch im Kindesalter das Elternhaus verließen, blieben sie dennoch ihrem Geburtsort auf Lebenszeit verbunden.

Das ehemalige Wohnhaus der Familie Haydn wurde 1958 vom Land Niederösterreich erworben, als Museum adaptiert und diente seither als Raum für Kulturveranstaltungen vielfältiger Art.

Das mit Schilf gedeckte Bauernhaus wurde um 1728 von dem Wagnermeister und späteren Marktrichter (dem heutigen Bürgermeisteramt entsprechend) Mathias Haydn erbaut. Hier schenkte ihm seine Frau Maria, geb. Koller, sie war Köchin im Dienste der Grafen Harrach, zwölf Kinder, von denen nur sechs das Erwachsenenalter erreichten. Die Söhne Joseph, geboren am 31. März 1732, und Michael, geboren am 14. September 1737, sollten Weltgeltung erlangen. Joseph wurde fürstlich Esterházy'scher Kapellmeister und bereits zu Lebzeiten eine Legende, sein Bruder Michael wirkte als Konzertmeister am fürsterzbischöflichen Hof zu Salzburg. Obwohl Joseph Haydn sein Geburtshaus bereits im Alter von sechs Jahren verließ, um in Hainburg und in Wien seine Ausbildung zu erfahren, hatte er doch lebenslang eine Bindung zu dem Haus und soll 1795, als er von seiner triumphalen Englandreise heimkehrte und seinen Heimatort besuchte, niedergekniet sein und die Türschwelle geküsst haben.

Zu Haydns Zeit umfasste das Haus lediglich das Geburtszimmer, die Küche, die Wohnstube und einen Nebenraum. Auf dem Grundstück befand sich ursprünglich auch die östlich im rechten Winkel angefügte Schmiede- und Wagnerwerkstatt des Vaters.

Der alte traditionsreiche Weinbauort Gumpoldskirchen liegt im Weinbaugebiet Thermenregion nur 20 km von der Bundeshauptstadt Wien entfernt und ist durch seine geschützte Lage am Fuße des Anningers klimatisch sehr begünstigt (pannonisches Klima). Die Gumpoldskirchner sind stolz auf ihre regionalen Spezialitäten, ganz besonders auf den Wein. An der Sonnenseite des Naturparadieses Anninger bekommen die Reben unvergleichlich viele Sonnentage. Nur hier gibt es den Rotgipfler und den Zierfandler.


Gumpoldskirchen in Niederösterreich (in den 80-ern)

Die Kirchengasse führt vom Rathaus empor zur Pfarrkirche St. Michael und stellt gemeinsam mit den angrenzenden Renaissance-Höfen das Schmuckstück Gumpoldskirchens dar. Schlendert man durch diese Gasse, bekommt man das Gefühl, hier ist die Zeit still gestanden. Die vorwiegend im 16. und 17. Jahrhundert errichteten Renaissance-Häuser befinden sich heute im Privatbesitz. Restaurant- und Heurigenbetriebe laden zum Verweilen und Genießen der weltbekannten Gumpoldskirchner Weine ein.




Österreich: Laxenburg - in den 80-ern

Laxenburg liegt etwa 20 km südlich von Wien an der Schwechat. Kaiser Franz Joseph und Kaiserin Elisabeth ("Sissi") verbrachten 1854 ihre Flitterwochen in Laxenburg. Auch zwei ihrer insgesamt vier Kinder - Gisela (1856–1932) und Kronprinz Rudolf (1858–1889) - wurden auf Schloss Laxenburg geboren. Wir sehen auch die Pfarrkirche zur Kreuzerhöhung.




Von Wien die Donau abwärts nach Hainburg - Wien, Prater, Schöbrunn,
Fiaker, Stephansdom, Waluliso, Petronell Carnuntum (Römerstadt)

Hainburg an der Donau: Eine der schönsten Rokokosäulen Niederösterreichs wurde 1749 errichtet. Gestiftet wurde die Mariensäule von Elisabeth Oppitz. Die vier Seiten zeigen Reliefs, die Szenen aus dem Marienleben darstellen. Die Stadtpfarrkirche: 1236 als "Jakobskirche am Marktplatz in Hainburg" urkundlich erwähnt. Sie war zu Beginn eine klassische Händlerkirche. Sie diente Kaufleuten als Kultort und Schatzdepot. Spätestens seit 1650 ist diese Kirche die Stadtpfarrkirche (und nicht mehr die Martinskirche). Die Kirche ist den Hl. Aposteln Philippus und Jakobus geweiht. Wurde nach 1683 im neuen Stil der Barockzeit umgebaut.

Hinter Hainburg erreicht man schnell die Slowakei und Bratislava (Preßburg), früher Hauptstadt von Ungarn.

Burgenland - Ostern 1997 - Eine Frühlingsreise

Wenn es bei uns hierzulande zum Teil noch so richtig kalt und eisig sein kann, herrschen im österreichischen Burgenland oft genug schon angenehm frühlingshafte Temperaturen. Wir haben es schon zur Genüge erlebt, daß wir in Nürnberg Mitte März bei winterlichen Verhältnissen losgefahren sind, vorbei am Bayerischen Wald, auch hinter der Grenze bei Passau und bis weit hinter Linz manchmal Schneetreiben. Und dann, irgendwo kurz vor Wien, ändert sich plötzlich das Wetter. So auch nach Ostern 1997. Wir waren eine Woche dort und konnten fast durch die Bank offen fahren.
Witzig: Als wir uns nach einer Woche wieder auf den Heimweg machten, holte uns der Winter wieder ein. Kurz hinter Wien setzte Schneetreiben ein, das uns begleitete bis Passau.


Eine Frühlingsreise ins österreichische Burgenland, Österreichs kleinstes und jüngstes Bundesland. Wir besuchen Apetlon im Nationalpark Seewinkel mit dem meistfotografierten Haus des Burgenlandes, Mörbisch, Rust, das kroatische Dorf Oslip (mit seinem Kulturzentrum Cselly-Mühle) und die Landeshauptstadt Eisenstadt. Wir besichtigen die Bergkirche mit der Grabstätte des Komponisten Joseph Haydn und ihrem sehenswerten Kalvarienberg. Außerdem das alte jüdische Ghetto und den jüdischen Friedhof. Und zum Abschluß das Schloß Halbthurn, den Sommersitz der Habsburger.

Nahezu jeden Schornstein im burgenländischen Rust ziert ein Storchennest. Wenn die Vögel im Frühjahr nach oft anstrengendem Flug durch noch winterliche Wetterfronten ankommen, dann weiß man in Rust: nun ist es nicht mehr lange bis zum Sommer!


Die ehedem Freie Reichsstadt Rust im Burgenland am Neusiedler See

Eisenstadt ist eine kleine österreichische Stadt und die Hauptstadt des Burgenlandes. Eine Hauptstadt, die man zu fuß in guten 25 Minuten durchqueren kann. Das Stadtzentrum wird durch das prachtvolle Schloß Esterházy mit seinen weitläufigen Landschaftsgärten geprägt. Im Schloß werden die Schätze der Familie Esterházy ausgestellt. Mit der interaktiven Ausstellung "Haydn explosiv" werden dort außerdem die Werke des Komponisten Joseph Haydn zum Leben erweckt. In dem mit opulenten Fresken verzierten Haydnsaal finden Klassikkonzerte statt.



Die Freistadt Eisenstadt (bairisch-österreichisch Eisnstod ausgesprochen, ungarisch Kismarton ‚Klein-Martin‘, kroatisch Željezno, romani Tikni Marton oder Srasta, hebräisch Asch) ist die Landeshauptstadt des Bundeslandes Burgenland in Österreich. Die Stadt liegt am Fuße des Leithagebirges und ist mit ihren 14.816 (Stand 1. Jänner 2020) Einwohnern die kleinste Landeshauptstadt in Österreich.

Um die ungarische Adelsfamilie Esterházy für das Haus Habsburg einzunehmen, wurde sie 1648 vom römisch-deutschen Kaiser Ferdinand III. in seiner Funktion als König von Ungarn unter anderem mit der Region Eisenstadt belehnt und 1687 von seinem Nachfolger Leopold I. in den Reichsfürstenstand erhoben. Das Fürstengeschlecht wandelte durch rege Bautätigkeit das Bild der Stadt nachhaltig.

Parallel dazu wurde Eisenstadt (in seinem damaligen Umfang innerhalb der Stadtmauern) am 26. Oktober 1648 vom Kaiser auf dringenden Wunsch der Bürgerschaft zur königlichen Freistadt erhoben, die außer dem König niemandem untertan war, und bezahlte dafür 16.000 Gulden und 3.000 Eimer Wein im Wert von 9.000 Gulden. Außerhalb der Stadtmauern, auf von ihm verwaltetem Gebiet, siedelte Paul I. Esterházy de Galantha 1670 unmittelbar neben dem damaligen Eisenstadt und in sechs umliegenden Orten, den sogenannten Siebengemeinden, etwa 3.000 Juden an, die zuvor aus Wien vertrieben worden waren. Samson Wertheimer (1658–1742), der in Wien als Hoffaktor tätig war, wirkte in Eisenstadt als Rabbiner.

Die Familie Esterházy entwickelte sich bald zu einer der reichsten Adelsfamilien Mitteleuropas und hatte zahlreiche Schlösser zur Auswahl. Sie entschied sich für Eisenstadt als fürstlichen Hauptsitz, baute die frühere Wehrburg zum repräsentativen Schloss um und pflegte eine sehr aufwändige, eindrucksvolle Hofhaltung, die sogar zu Besuchen von Kaiserin Maria Theresia führte. Mit der Bestellung von Joseph Haydn zum fürstlichen Hofkapellmeister in den 1760er Jahren begann hier eine 30 Jahre anhaltende Glanzzeit des Kunstlebens.



Samstag, 31. Juli 2021

Spurensuche: Die Geschichte der Juden im Burgenland

Das Jüdische Museum in Eisenstadt

Die ersten Juden auf heute burgenländischem Gebiet sind für das 13. Jahrhundert nachweisbar. Nach ihrer Vertreibung aus der Steiermark und Kärnten 1496 unter Kaiser Maximilian I. und aus Ödenburg und anderen ungarischen Städten nach der Schlacht von Mohács1526, fanden viele Vertriebene Zuflucht auf westungarischem, heute burgenländischem Gebiet.


Die Geschichte der Juden im Burgenland nahm in der österreichischen Geschichte des Judentums eine Sonderstellung ein. Dies lag an der besonderen geographischen Lage dieses Bundeslandes, dessen Geschichte als Teil Westungarns sich somit unter anderen politischen Rahmenbedingungen entwickeln konnte als jene des Restes von Österreich. Für die jüdische Geschichte hatte dies zur Konsequenz, dass im Burgenland Juden in zehn Gemeinden über drei Jahrhunderte hinweg in relativer Ruhe leben konnten, während sie im österreichischen Teil der Habsburgermonarchie immer wieder Vertreibungen und anderen Schikanen ausgesetzt waren.

Das blühende Leben in diesen Gemeinden endete jäh im Jahre 1938 nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich. Von den etwa 4.000 burgenländischen Juden fiel ungefähr ein Drittel dem Holocaust zum Opfer, den beiden anderen Dritteln gelang die Flucht nach Israel, Australien oder in die USA. Für die meisten war es eine Flucht ohne Wiederkehr, sodass heute nur mehr verlassene Friedhöfe und Synagogen an diesen Teil burgenländischer Geschichte erinnern.

Ein besonders wichtiges Ereignis in der Geschichte der jüdischen Gemeinden des Burgenlandes war die 1669 einsetzende Vertreibung der Wiener Juden unter Kaiser Leopold I.. Wieder hatte das jüdische Leben in Österreich sein Ende gefunden. Ein Teil der Juden wanderte in die Mark Brandenburg aus, andere gingen nach Böhmen oder Mähren. Eine direkte Auswanderung nach Westungarn scheuten hingegen viele wegen der Türkengefahr. So kamen etwa 50 der nach Mähren ausgewanderten Juden erst im Jahre 1675 nach Eisenstadt, nachdem Fürst Paul Esterházy sich bereit erklärt hatte sie aufzunehmen.

Paul Esterházy machte dies nicht aus humanitären Gründen sondern für ihn standen wirtschaftliche Interessen im Vordergrund. Aber auch die Juden profitierten von den Maßnahmen des Fürsten. So stellte er für die Judengemeinden Schutzbriefe aus, in denen der Status der jüdischen Gemeinden sowie die Rechte und Pflichten der Untertanen bis in kleinste Detail festgeschrieben waren. Die Juden bezahlten der Familie Esterházy Schutzgebühren für die ihnen eingeräumten Rechte und nannten sich stolz Hochfürstlich Esterházy Schutzjuden. Die Schutzbriefe erloschen auch nicht mit dem Tode des Grundherrns sondern wurden bei jedem Herrscherwechsel erneuert. Diese langfristig günstigen Rahmenbedingungen förderten natürlich die Entwicklung des jüdischen Lebens und erzeugten bei den Gemeindemitgliedern im Laufe der Zeit Gefühle der Sesshaftigkeit und der Heimatverbundenheit, sodass die nun im Land siedelnden 3000 Juden die sogenannten Siebengemeinden (hebräisch Scheva Kehillot) bildeten:

  • Jüdische Gemeinde Eisenstadt
  • Jüdische Gemeinde Mattersburg
  • Jüdische Gemeinde Kittsee
  • Jüdische Gemeinde Frauenkirchen
  • Jüdische Gemeinde Kobersdorf
  • Jüdische Gemeinde Lackenbach
  • Jüdische Gemeinde Deutschkreutz

Es wurde den jüdischen Gemeinden auch die Niedere Gerichtsbarkeit übertragen. In weiterer Folge wurden jüdische Friedhöfe angelegt und Synagogen gebaut.


Die Reste des ehemaligen jüdischen Viertels in Eisenstadt sind im Bereich der Museumsstraße/Unterbergstraße, unweit vom Schloß Esterházy, heute noch vorhanden. Bemerkenswert ist zudem die original erhaltene Privatsynagoge des Samson Wertheimer. In diesem Haus ist nun das Österreichische Jüdische Museum untergebracht. An den Torbögen einiger Häuser sind heute noch Krüge zu sehen, welche an den Stamm der Leviten erinnern. Die gut erhaltene Sabbatkette aus dem Jahre 1875 wurde benötigt, um am geheiligten Ruhetag Sabbat die Gasse abzuschließen.


Das Österreichische Jüdische Museum hatte das große Glück, sich in einem historischen Gebäude der ehemaligen Judengasse von Eisenstadt einrichten zu können. Es befindet sich somit an einem Ort, an dem mehr als 250 Jahre lang eine namhafte jüdische Gemeinde angesiedelt war. Das Museum wurde schon 1972 als erstes jüdisches Museum in Österreich nach 1945 gegründet.

Der Alte Jüdische Friedhof Eisenstadt steht unter Denkmalschutz. Die nachweisbar älteste Datierung eines Steines auf dem Friedhof bezeichnet das Jahr 1679. Im Jahr 1875 war der Friedhof voll belegt. Eine Bestandsaufnahme im Jahr 1922 ergab 1.140 Grabsteine mit ausschließlich hebräischen Grabinschriften. 2010 befanden sich 1.104 Grabsteine auf dem Friedhof.

Auch in den Gebieten, die heute das südliche Burgenland bilden, siedelten sich in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts jüdische Familien an. So wohnten im Jahre 1697 in Stadtschlaining, das damals zum Herrschaftsgebiet der Familie Batthyány gehörte, 55 Juden. Ähnlich wie die Familie Esterházy im Norden war auch die Magnatenfamilie Batthyány den Juden wohlgesinnt und stellte für die jüdischen Gemeinden von Schlaining, Rechnitz und Güssing entsprechende Schutzbriefe aus. Zusätzlich zu diesen heute zum Burgenland gehörenden Städten entstanden auch noch in den ungarischen Städten Körmend und Groß-Kanisza entsprechende Gemeinden.


Während unter Kaiserin Maria Theresia die Judenpolitik noch zwischen den Extremwerten gänzliche Abschaffung des Judentums in Österreich und der Erlaubnis Fabriken mit christlichen Arbeiter betreiben zu dürfen schwankte, setzte ihr Sohn Joseph II. richtungsweisende Reformschritte, die bis in unsere Zeit nachwirken. In seinen Toleranzpatenten regelte er nicht nur die Rechte und Pflichten der Protestanten sondern auch die Juden erhielten an die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten angepasste Patente. Während der Status der Wiener und niederösterreichischen Juden bereits am 2. Jänner 1782 festgeschrieben wurde, trat das Toleranzpatent für die ungarischen Juden erst am 31. März 1783 in Kraft. Die Juden waren nach wie vor Menschen zweiter Klasse, denen das Bürgerrecht verwehrt blieb, aber sie durften nun jedes Gewerbe ausüben. Außerhalb ihrer Ghettos durften sie jedoch nur wohnen, wenn sie eine Fabrik am offenen Land, die mit ihren Arbeitsplätzen dem Gemeinwohl dienten, gründeten.

Das Burgenland: Wo die Freiheit der DDR-Bürger begann

Grenzübergang Suben bei Passau - Der Weg in die Freiheit

An der ungarisch-österreichischen Grenze zwischen Sopron und Mörbisch bekam der Eiserne Vorhang seinen erst Riss – am 19. August 1989. Hunderte DDR-Bürger nutzten ein paneuropäische Picknick zur Flucht.

Mörbisch am Neusiedler See – Burgenländer Wein, so weit das Auge reicht. Keine 20 Kilometer entfernt: Sopron, eine der ältesten Städte Ungarns. Ödenburg, wie sie von ihren österreichischen Nachbarn genannt wird, war immer eine Brücke nach Westen, nicht zuletzt wegen der geografischen Lage. Hier an der ungarisch-österreichischen Grenze, zwischen Sopron und Mörbisch, schrieben ungarische Politiker Geschichte. Ein paneuropäisches Picknick zu beiden Seiten des Eisernen Vorhangs war nur der Anlass, ein Tor zwischen Ost und West zu öffnen. Es waren die Tage im August 1989, die Europa veränderten, die die schmerzliche Teilung des alten Kontinents überwanden.


Mörbisch am Neusiedlersee (Burgenland, Österreich) - Mörbisch am See (ungarisch: Fertőmeggyes, kroatisch: Merbiš) - Mörbisch am See liegt am Westufer des Neusiedlersees und grenzt an die ungarische Staatsgrenze bei Kroisbach - Fertörakos. Die Hofgassen zählen seit 2003 zum UNESCO Welterbe. Der Ort hat einen sehr breiten Schilfgürtel, so dass man den See nur über einen im Jahr 1950 aufgeschütteten Damm erreichen kann. Am Ende des Dammes befinden sich die Seebühne, das moderne Seebad Mörbisch am See, der Jachthafen, zwei Schifffahrtsunternehmen, die den Fährbetrieb nach Illmitz bedienen, Tennis- und Beachvolleyballplätze, eine Segel- und Surfschule sowie ein Bootsverleih. Durch die Lage am Neusiedler See herrscht mildes, pannonisches Klima vor.

Mörbisch benachbart ist Rust, die ehemalige Freie Reichsstadt.


Die gesamte Altstadt, die zu den malerischsten ihrer Art zählt, ist denkmalgeschützt. Die vielen Bürgerhäuser aus dem 16. - 19. Jahrhundert besitzen gepflegte Barock- oder Renaissancefassaden mit schönen Fenster- und Portalrahmungen, Erker, Wappen- und Stuckdekorationen. Die charakteristischen Rundbogenportale führen in die idyllischen Innenhöfe mit gedeckten Stiegenaufgängen und Arkaden, teilweise mit Resten der Stadtmauer aus dem 16. Jahrhundert. Das historische Zentrum steht seit 1954 unter dem Schutz der "Haager Konvention" und wurde 1975 - neben Salzburg und Krems - als "Modellstadt der Denkmalpflege" ausgezeichnet, weil eine "vitale Altstadt" besteht. Das heißt, dass die Häuser noch heute ihre ursprüngliche Funktion als Wohn- und Betriebsobjekte besitzen.

Stadt der Störche - Der Weißstorch hat für Rust eine ganz besondere Bedeutung und gilt als heimliches Wappentier der Stadt. Auf den Rauchfängen der Altstadt befindet sich die größte Storchenkolonie des Landes. Störche gibt es in Rust seit der vorherigen Jahrhundertwende (um1900). Die Störche kommen um den 20. März und fliegen Ende August wieder ins Winterquartier nach Afrika. In den letzten Jahren hat sich die Storchenpopulation in Rust stabilisiert. Jetzt brüten im Schnitt etwa 15 Storchenpaare, die ca. 35 Jungstörche aufziehen.


Trausdorf / Sankt Margarethen


Auf einen Blaufränkischen beim Winzer im Buschenschank.

In Sankt Margarethen fand das wahrscheinlich weltweit erste Bildhauersymposion statt.

Die Geschichte der Bildhauersymposien ist sehr jung. Das 1. Internationale Bildhauersymposium in Sankt Margarethen 1959 wird als Anfangspunkt der Arbeitsform betrachtet.

Karl Prantl, der „Vater“ der Symposiumsbewegung, schrieb um 1959: „An uns Bildhauer selber gedacht, ist es so, dass wir durch die Erfahrungen von St. Margarethen, durch dieses Hinausgehen in den Freiraum – in den Steinbruch, auf die Wiesen – wieder frei wurden. Um dieses Freiwerden oder Freidenken in einem ganz weiten Sinn ging es. Für uns Bildhauer ist der Stein das Mittel, um zu diesem Freidenken zu kommen – zum Freiwerden von vielen Zwängen, Engen und Tabus.“

Die Skulpturen, die in den 1960er und 1970er Jahren in St. Margarethen entstanden sind, blieben vor Ort. Aufgestellt in einem heutigen Naturschutzgebiet, von dem man zum Neusiedler See hinunterblicken kann, bilden die bearbeiteten Steine - am Rande des Steinbruchs, in dem heute eine Opernbühne ist - einen weitläufigen Skulpturenpark, der jedem zugänglich und doch vielen nicht bekannt ist.





Am Neusiedlersee


Der Neusiedler See ist der westlichste Steppensee Europas und zugleich der größte See Österreichs. Der den See umfassende Schilfgürtel stellt mit rund 180 km² den zweitgrößten zusammenhängenden Schilfbestand Europas dar. Dabei erreicht er eine Breite bis zu 5 Kilometern. Die Gesamtfläche des Sees inklusive Schilfgürtel beträgt heute etwa 320 km², davon liegen ca. 4/5 auf österreichischem und 1/5 auf ungarischem Staatsgebiet.

Purbach: Der romantische Weinort liegt am Westufer des Neusiedler Sees, an den sonnigen Hängen des Leithagebirges. Mitten in einer idyllischen Welterbe-Kulturlandschaft lassen sich herrlich entspannte Urlaubstage genießen.


Im historischen Stadtkern erzählen jedes Haus und jeder Platz aus Purbachs jahrhundertealter Geschichte: von Türkenbelagerung und Ungarn-Aufstand, von Weinbautradition und bäuerlichem Dorfleben.

Die historische Purbacher Kellergasse ist bekannt für ihre Buschenschenken. Zum Essen gibt es typisch burgenländische Schmankerln - vom Bohnenstrudel mit Gurkensalat über die Haussulz in Essig und Öl, eine garnierte Hausplatte bis zum Zwiebelschmalz- und Bratlfettbrot.

Um 1850 bauten die Winzer ihre Weinkeller am Fuße des Leithagebirges. 50 sind heute zu einer einzigartigen Kellergasse aneinandergereiht und bilden einen der schönsten Plätze im Zentrum von Purbach. Serviert wird dort die gesamte Sortenvielfalt an erlesenen Weinen sowie pannonische Köstlichkeiten.

Der Purbacher Türke:

Die Figur auf dem Rauchfang des Hauses Schulgasse 9 ist das Wahrzeichen des Ortes am Neusiedlersee.

Die Sage um ihn: Eine türkische Reiterschar plünderte im Jahr 1532 Purbach. Die Bewohner waren in den Wald geflohen. Ein Türke betrank sich so, dass er im Keller liegen blieb. Als er aufwachte waren seine Kameraden fort. Er hörte die zurückkehrenden Bauern und versteckte sich im Rauchfang. Als er oben herausschaute wurde er entdeckt. Mit Hilfe eines stark rauchenden Feuers trieb man ihn heraus. Der gefangene Soldat ließ sich taufen und wurde Knecht bei dem Besitzer des Hauses. Zur Erinnerung an diese Begebenheit setzte man eine Nachbildung des Türken auf den Schornstein. Von dort schaut er heute noch herunter.


Im Seewinkel - Apetlon - Neusiedler See - Puszta


Apetlon (ungarisch: Mosonbánfalva) ist eine Marktgemeinde mit 1760 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020) im Burgenland im Bezirk Neusiedl am See in Österreich. Sie liegt im Osten des Neusiedler Sees in der Region Seewinkel direkt an der ungarischen Grenze.

Die Nationalparkgemeinde Apetlon liegt im Seewinkel am Ostufer des Neusiedler Sees inmitten eine typischen Steppenlandschaft, der "Kleinen Puszta des Seewinkels".

Die Ortschaft selbst ist auf 120 Meter Seehöhe gelegen; im Gemeindegebiet liegt aber auch der mit 114 Meter Seehöhe tiefste Punkt Österreichs. Charakteristisch für die Landschaft dort sind weite, offene Ebenen und eine Salzflora, die viele kleine Lacken, wie etwa den Darscho, umgibt.

Urkundlich wurde die Gemeinde erstmals 1318 erwähnt. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1920/21 zu Ungarn (Komitat Moson). Sein erster Name ist ungarisch Vitézfelde (Land der Recken), später Apátlan (Vaterlos).

Nach Ende des Ersten Weltkriegs wurde nach zähen Verhandlungen Westungarn in den Verträgen von Saint-Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Der Ort gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.


Die Neptun – ein Schiff mit Geschichte: Seit vielen Jahren liegt die Neptun in der Bucht vor der Mole West in Neusiedl am See. Das in die Jahre gekommene Ausflugsschiff wurde von der Marina West liebevoll und sorgfältig restauriert. Ein ideales Schiff für Rundfahrten am Steppensee.

Streifzüge durch Pannonien (Burgenland)

Ziehbrunnen in der Puszta bei Apetlon im Seewinkel

Oslip, ein kroatisches Dorf im Burgenland

Viele Völker im Burgenland: “Kakanien”, die Donaumonarchie, war ein Vielvölkerstaat. Und auch im heutigen Burgenland gibt es nationale Minderheiten. Ungarn, Kroaten und andere. Und es gibt Dörfer, die überwiegend von einer Nationalität bewohnt werden.

So etwa Oslip, ein kroatisches Dorf. Mit der restaurierten Cselley-Mühle verfügt es über ein bemerkenswertes Kultur- und Aktions-Zentrum mit einer Vielzahl interessanter Veranstaltungen.


Eines der charakteristischsten Kroatendörfer des Burgenlandes ist die Weinbaugemeinde Oslip (kroatisch Uzlop, ungarisch Oszlop) im Bezirk Eisenstadt-Umgebung. Der Ort gehörte wie das gesamte Burgenland bis 1921 zu Ungarn (Deutsch-Westungarn). Seit 1898 musste aufgrund der Magyarisierungspolitik der Regierung in Budapest der ungarische Ortsname Oszlop verwendet werden. Nach Ende des Ersten Weltkrieges wurde nach zähen Verhandlungen Deutsch-Westungarn in den Verträgen von St. Germain und Trianon 1919 Österreich zugesprochen. Oslip gehört seit 1921 zum neu gegründeten Bundesland Burgenland.

Eingebettet in die Wulkaebene, zwischen den sanften Hängen des Ruster Hügellandes und des Leithagebirges, liegt Oslip, eines der charakteristischen Dörfer des Burgenlandes. Das fruchtbare Gebiet rund um Oslip war seit jeher die Grundlage der Landwirtschaft und des Weinbaues. Durch das ausgezeichnete Klima des Neusiedler Sees und die große Vielfalt an Bodenarten reift eine breite Palette an Spitzenweinen in den Fässern der Winzer. Der kleine Ort in der Wulkaniederung hat seinen altburgenländischen Stil noch bewahrt; in Reih’ und Glied stehen die alten, zum Teil gestaffelten Streckhöfe - seit der Bauzeit fast unverändert - zu beiden Seiten der breiten Dorfstraße.

Burgenlandkroatische Sprache

Die burgenlandkroatische Sprache, (gradišćansko-hrvatski jezik, gradišćanski jezik, ung.: burgenlandi horvát nyelv, őrvidéki horvát nyelv, fehérhorvát nyelv, gradistyei nyelv; früher auch abwertend „Wasserkroatisch“) ist eine zu den südslawischen Sprachen gehörende Sprache, die im österreichischen Burgenland (kroat. Gradišće) als Minderheitssprache der Burgenlandkroaten anerkannt ist. Im Burgenland wird sie nach amtlichen Angaben von 19.412 Personen gesprochen (Stand: 2001). Außerdem gibt es größere Sprechergruppen z. B. in Wien und Graz.

Die kleineren kroatischen Minderheiten in Westungarn, der südwestlichen Slowakei und dem südlichen Tschechien werden oft ebenfalls als Burgenlandkroaten bezeichnet. Sie verwenden entweder die burgenland- oder die standardkroatische Schriftsprache und sind historisch und kulturell eng mit den Kroaten in Österreich verbunden. Die Gesamtzahl der Sprecher in allen vier Ländern sowie in der Migration wird von Vertretern der Burgenlandkroaten auf rund 55.000 Personen geschätzt. Das Burgenlandkroatische kam durch kroatische Flüchtlinge, die während der Türkenkriege aus Kroatien (insbesondere aus der Militärgrenze) flohen und im Westen des damaligen Ungarns angesiedelt wurden, in sein heutiges Verbreitungsgebiet. Unter den burgenländischen Kroaten gibt es Sprecher aller drei kroatischen Dialektgruppen (Čakavisch, Štokavisch, Kajkavisch). Die Sprecher des Čakavischen, die ursprünglich aus dem norddalmatinischen Küstengebiet Kroatiens bzw. aus der Zagora stammen, bilden jedoch die Mehrheit.

Die burgenlandkroatische Schriftsprache basiert vorwiegend auf den örtlichen čakavischen Dialekten, enthält jedoch auch Einflüsse der anderen im Burgenland gesprochenen kroatischen Dialekte. Sie verwendet das lateinische Alphabet mit denselben Sonderzeichen wie das Kroatische (mit Ausnahme des im Kroatischen vorhandenen đ). Im Zuge des Ausbaus der Schriftsprache hat sich teilweise eine eigene Fachterminologie entwickelt, die sich von der in Kroatien üblichen unterscheidet.

Im Nordburgenland sowie im Mittelburgenland, genau so wie in den angrenzenden kroatisch besiedelten Gebieten Ungarns wird vorwiegend Čakavisch gesprochen. Lediglich in den am ungarischen Ufer des Neusiedler Sees gelegenen Orten Hidegség und Fertőhomok ist das Kajkavische (kajkavski) verbreitet. Im Süden des Burgenlandes sprechen die Burgenländer Kroaten vorwiegend Štokavisch. Durch die jahrhundertelange Isolation vom Mutterland wurden für zahllose „moderne“ Errungenschaften oft keine slawischen, sondern ungarische und deutsche Wörter in den Dialekt entlehnt und durch kroatische Betonung integriert. Beispiele dafür sind Mähdrescher oder Kiritof für Kirtag, im burgenländisch-deutschen Dialekt Kiritåg.

Basilika Maria Loretto im Burgenland - Die Basilika zur Unbefleckten Empfängnis in Loreto steht in der Marktgemeinde Loretto im Burgenland.


Eine im Jahre 1431 erbaute Johanneskapelle wurde vermutlich im Jahre 1529 von den Türken zerstört. An deren Stelle erbaute der Grundherr Rudolf von Stotzingen um 1644 eine Kapelle nach dem Vorbild der Lorettokapelle in der Augustinerkirche in Wien. Er stiftete ein nach dem Urbild der schwarzen Muttergottes von Loreto in Italien gearbeitetes Gnadenbild.

Am 8. September 1644 wurde die Statue feierlich in die neue Loretto-Kapelle am Leithagebirge getragen und geweiht. Sie zog Tausende von Pilgern an und wurde bald die stolze Schwester der Madonna von Mariazell genannt. Besucher waren der Kaiser Karl VI. mit seiner Gemahlin und Kaiserin Maria Theresia mit Franz I.

Unter dem Grundherrn Franz Nádasdy erfolgte im Jahre 1651 die Grundsteinlegung für ein Kloster mit Kirche nach den Plänen des Baumeisters Anton Riebler. Im Jahre 1659 erfolgte die Versetzung der Gnadenkapelle an den heutigen Platz und die Kirche wurde geweiht. Nachdem die Anlage im Jahr 1683 durch die Türken weitestgehend zerstört worden war, wurde die Kirche durch Fürst Paul Esterházy wiederaufgebaut und im Jahre 1707 erneut konsekriert. 1738 wurde die Fassade mit geschweiftem Volutengiebel und Dachreiter abgetragen und bis 1740 mit einer Zweiturmfassade ersetzt, die Zwiebelhelme brannten im Jahre 1781 ab. Im Jahre 1787 wurde das Kloster aufgehoben und die Wallfahrt verboten. Im 19. Jahrhundert lebte die Wallfahrt wieder auf und von 1926 bis 1956 war das Kloster wieder von einem Konvent des Servitenordens bewohnt. Seit 1964 betreuen die Oblaten der Jungfrau Maria (OMV) den Ort.


Basilika Mariä Geburt in Frauenkirchen
Die erste urkundliche Erwähnung von Frauenkirchen stammt aus dem Jahr 1324. Damals stand an der Stelle der heutigen Basilika eine kleine Kapelle, in welcher ein Marienbild verehrt wurde. Dieses Marienbild war auf einer Holztafel aufgemalt, eine "Madonna lactans" = stillende Madonna! Im Jahr 1529 wurde die Kapelle in Frauenkirchen von den Türken, die vergeblich versucht hatten, Wien einzunehmen, zerstört. Die Kapelle wurde angezündet und brannte ganz nieder. Nachdem die Türken abgezogen waren, wollten die Bewohner von Frauenkirchen die zerstörte Kapelle wieder aufbauen.
Als sie den Schutt wegräumten, fanden sie mitten in der Brandruine unversehrt das hölzerne Marienbild. - Das war der Beginn der Wallfahrt! Ansicht Frauenkirchen (Basilika und Gnadenstatue)Als Paul Esterhazy, der mit seiner Familie auf der Burg Forchtenstein lebte, von den vielen Wallfahrern hörte, die nach Frauenkirchen pilgerten, beschloss er, eine schöne Kirche zu bauen, deren Bau 1680 fertiggestellt werden konnte. Das Gnadenbild wurde auf dem Hochaltar angebracht. Bereits 1683 versuchten die Türken ein zweites Mal Wien einzunehmen, was wieder misslang.

Auf dem Rückzug zerstörten die enttäuschten Türken wieder viele Dörfer und ermordeten viele Menschen mit dem Krummsäbel. Die von Paul Esterhazy erbaute neue Kirche wurde bis auf die Grundmauern zerstört. Zum Glück wurde das Gnadenbild rechtzeitig in Sicherheit gebracht und ist bis heute erhalten. Paul Esterhazy begann nach dem Abzug der Türken mit dem Bau einer noch größeren und schöneren Kirche, der heutigen Basilika, Maria auf der Heide. Dieses neue prachtvolle Bauwerk wurde 1702 fertiggestellt.

Als Baumeister fungierte Francesco Martinelli, die reichen Stuckdekorationen wurden von Pietro Antonio Conti ausgeführt und die Decken- und Wandmalereien von Luca Antonio Colombo. Während der Bauarbeiten hatte Paul Esterhazy ein besonderes Erlebnis: Als er einmal vor einer Marienstatue in seiner Burgkapelle in Forchtenstein betete, hörte er im Inneren eine Stimme: "Ich will, dass du diese Statue vielen Menschen zugänglich machst. Ich will, dass du sie nach Frauenkirchen bringst!"

Paul Esterhazy nahm dieses Auftrag sehr ernst und brachte die Marienstatue persönlich in die neuerbaute Kirche von Frauenkirchen und ließ den ursprünglichen Plan, am Hochaltar das "Maria Lactans Bild" anzubringen, fallen und ließ die Gnadenstatue aufstellen. Renovierungen fanden 1874-1882, Restaurierungen 1953-1960 und 1990-1998 statt. Heute erstrahlt die Basilika hell und freundlich und ist das religiöse Wahrzeichen im Seewinkel.


Im Burgenland

Schloß Esterházy in Eisenstadt, der Hauptstadt des Burgenlandes

Das Burgenland (burgenlandkroatisch Gradišće, ungarisch Felsőőrvidék/Őrvidék, Lajtabánság oder neuerdings Várvidék) ist ein Land der Republik Österreich. Die Landeshauptstadt ist Eisenstadt. Von den neun Ländern Österreichs ist es das östlichste und gemessen an seiner Einwohnerzahl kleinste. Das Gebiet gehörte einst zum Königreich Ungarn, das im Vertrag von Trianon 1920 verpflichtet wurde, das damalige Deutsch-Westungarn an die neue Republik Österreich abzutreten. 1921 kam die Landnahme des Burgenlandes zum Abschluss; das neu hinzugekommene Land erhielt mit dem Bundesverfassungsgesetz vom 25. Januar 1921 den rechtsverbindlichen Namen Burgenland.


Eine Frühlingsreise ins Burgenland

Eine Institution ist der Buschenschank.


Der Buschenschank ist ein Betrieb, in dem ein Landwirt seine Erzeugnisse (Getränke und kalte Speisen) ausschenken und servieren darf und basiert auf einem Gesetz von Josef II.

Nur Besitzer bzw. Pächter von Wein- oder Obstgärten dürfen einen Buschenschank betreiben. Buschenschänke werden heute in Österreich in den Bundesländern Wien, Niederösterreich, Burgenland und der Steiermark betrieben. Jedes Bundesland hat sein ein eigenes Buschenschank-Gesetz, das Öffnungszeiten, Namen und das Angebot regelt.

In der Buschenschank dürfen ausschließlich kalte Speisen und hausgemachte Mehlspeisen serviert werden. Das typische Buschenschank-Gericht ist die „Brettljause“. Sie besteht aus einem Aufschnitt (zum Beispiel Geselchtes, Schweinsbraten, Schinken, Trockenwürstel, Speck, Lendbratl, Selchwürstel) und Aufstrichen (etwa Verhackert, Leberstreichwurst, Grammelfett, Bratfett, Kürbiskernaufstrich) mit Kren und Schwarzbrot und wird auf einem Holzbrettl serviert.

Der Bauer darf in der Buschenschank Getränke anbieten, die aus eigener Produktion stammen bzw. von bäuerlichen Betrieben zugekauft werden. Dazu gehören: Wein, Sturm, Traubenmost und Traubensaft, Obstwein und Obstmost sowie selbstgebrannte geistige Getränke.

Am 17. August 1784 hat Kaiser Josef II. die rechtliche Grundlage für den Buschenschank durch eine Zirkularverordnung geschaffen. Mit diesem Zirkular erteilte Josef II. jedermann die Erlaubnis, die von ihm selbst erzeugten Lebensmittel, Wein sowie Obstmost zu allen Zeiten des Jahres, wie, wann und in welchem Preise er will, zu verkaufen oder auszuschenken. Die Josefinische Zirkularverordnung wurde 1845 durch ein Hofkanzleidekret erneuert. Da man sich schon damals nicht immer an die Verordnungen hielt, wurde es bald, nämlich 1883, notwendig, den Ausschank anzeigepflichtig zu machen und von den Bezirksbehörden kontrollieren zu lassen. Heute hat jedes Bundesland ein eigenes Buschenschank-Gesetz. Das hervorragende kulinarisches Angebot und international ausgezeichnete Weine der Winzer haben Buschenschänke zu beliebten Ausflugszielen gemacht.

Schloß Halbturn im Burgenland (Österreich), Sommersitz der Habsburger

Das Schloss Halbturn ist eine barocke Schlossanlage in Halbturn im burgenländischen Bezirk Neusiedl am See, östlich des Neusiedlersees.


Das Schloss wurde 1701 bis 1711 von Johann Lucas von Hildebrandt als Jagdschloss für Kaiser Karl VI. erbaut. Unter seiner Tochter Maria Theresia wurde es vom Hofbaumeister Franz Anton Hillebrandt umgebaut und wurde der Sommersitz von Albert von Sachsen-Teschen und Erzherzogin Marie Christine als Statthalter in Ungarn. Aus dieser Zeit stammen auch Fresken von Franz Anton Maulbertsch, darunter das Deckenfresko “Allegorie der Zeit und des Lichtes”, das als Hochzeitsgeschenk für Erzherzogin Marie Christine 1765 angefertigt wurde.

1945 wurde das Schloss von russischen Besatzungssoldaten ausgeplündert, 1949 brannte es ab, wobei nur der Mittelteil des Hauptgebäudes gerettet werden konnte. Erst nach und nach erfolgte die Rekonstruktion.

Das Schloss war seit 1955 in Besitz von Baron Paul Waldbott-Bassenheim, der es an die Landesregierung verpachtet hatte. Der Betrieb inklusive Weinbau und Weinkellerei wird seit dem Tod Waldbott-Bassenheims 2008 von dessen Neffen und Adoptivsohn Markus Königsegg-Aulendorf, und dessen Gattin Philippa, geborene Waldburg-Zeil-Hohenems bewirtschaftet.

Die Räume im Schloss werden auch als Ausstellungsort und für die Halbturner Schlosskonzerte genutzt.

Das Schloss steht unter Denkmalschutz und wird in der Österreichischen Kulturgüterliste (laut Haager Abkommen) geführt.

Tschardaken bei Halbthurn im Burgenland

Eine Tschardake ist eine Maisdarre, eine Einrichtung zum Trocknen und Aufbewahren von Maiskolben. Der Name rührt her von ihrer Ähnlichkeit mit den hölzernen Grenzwachtürmen aus der Zeit der österreichisch-türkischen Militärgrenze, die auch als Tschardaken bezeichnet wurden.




Freitag, 12. April 2019

Störche


   

Rust am Neusiedlersee - Burgenland - Österreich

Bereits am 28. Februar 2019 landete der 1. Storch in Rust. Inzwischen sind schon 12 Paare in Ihrem Sommerquartier eingetroffen und "renovieren" eifrig das neue Zuhause. 2 - 3 Paare brüten bereits.

Die Störche von Ipsheim

In Ipsheim, einem Weindorf an der Fränkischen Bocksbeutelstraße. Die Weißstörche sind aus dem Winterquartier zurück. Einige überwintern sogar in Franken. Der Horst ist auf dem sogenannten Zehntkasten in der Ortsmitte nahe des Rathauses.


Die Störche vom Kirschbacherhof in der Südwestpfalz

Eine ganze Population hat sich hier eingenistet. Mindestens fünf Nester finden sich dort.



Donnerstag, 8. März 2018

Mein Lieblingsvogel: Der Storch

Wappentier des Burgenlandes in Österreich

Die Störche von Ipsheim (Franken)

Ipsheim an der Mittelfränkischen Bocksbeutelstraße ist ein idyllischer Weinort mit einer großen Attraktion: den Weißstörchen auf dem sog. Kastenbau, dem mittelalterlichen Zehnthaus.


Der Storch von Bitche (Lothringen)

Er hatte im Herbst keine Lust auf Afrika und ist einfach hiergeblieben.


Störche auf dm Westrich in der Südwestpfalz


Mittwoch, 10. Mai 2017

Auf den Spuren der Römer


Oben: Das Kastell Biriciana in Weißenburg in Bayern, die bedeutendste Ausgrabung aus römischer Zeit im süddeutschen Raum. Sehenswert auch die Thermen (nachstehende Fotos).

  

Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal

Auf den Spuren von Römern und Kelten im Naturpark Altmühltal. Wir besuchen den Römerturm bei Erkertshofen (Markt Thalmässing, Mittelfranken, Landkreis Roth), eine Rekonstruktion eines Wachturms des rätischen Limes. Bei Landersdorf ist die Nachbildung eines Keltendorfes zu finden sowie Grabhügel aus der Hallstattzeit. Dann besuchen wir Pfünz mit seiner alten Brücke und die Rekonstruktion des dortigen römischen Kastells. Mauerreste und Wallanlagen sind zum Teil noch original. Die Brücke von Pfünz wird oft Römerbrücke genannt, sie stammt aber aus dem Mittelalter und gehört zu den ältesten Steinbrücken Bayerns. Da sich der Name Pfünz aber vom lateinischen Pons (die Brücke) ableitet ist davon auszugehen, dass sich hier schon in der Römerzeit eine Brücke über die Altmühl befunden hat.


Auf den Spuren der Geschichte im Naturpark Altmühltal by Franz Roth

Auf den Spuren der Römer im Saarland und in Lothringen

   

Das Römermuseum in Schwarzenacker (Homburg, Saar-Pfalz-Kreis)


Das Römermuseum Schwarzenacker ist ein archäologisches Freilichtmuseum im Stadtteil Schwarzenacker der Stadt Homburg im Saar-Pfalz-Kreis.

Infos: http://www.roemermuseum-schwarzenacker.de/


Der Europäische Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim


Der Kultur- und Archäologiepark (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze zwischen den Orten Reinheim (Saarland) und Bliesbruck (Département Moselle).

Infos: http://www.europaeischer-kulturpark.de/

Die Römer in der Provence


Der Pont du Gard unweit Remoulins in der südfranzösischen Provence war der größte römische Aquädukt. Und in der Nähe von Saint-Remy-de-Provence befindet sich die sehenswerte römische Stadt Glanum.



Gallo-römische Thermen in Mackwiller im Elsaß

     

Ganz zuletzt begeben wir uns noch nach Österreich, ins Burgenland, und besuchen die Römerstadt Petronell Carnuntum.


Petronell Carnuntum im niederösterreichischen Bezirk Bruck an der Leitha - Römerstadt - Im Altertum waren das Militärlager und die Zivilstadt von Carnuntum Teil der römischen Provinz Pannonien. Die ältesten archäologischen Zeugnisse aus römischer Zeit datieren in die Mitte des 1. Jahrhunderts n. Chr. Nach Errichtung eines provisorischen Winterlagers unter dem damaligen Feldherrn und späteren Kaiser Tiberius (14–37) entstanden zur Regierungszeit des Claudius (41–54) ein festes Holz-Erde-Lager und zwei Zivilsiedlungen. Zu Beginn des 2. Jahrhunderts lebten dort bereits rund 50.000 Menschen. Das Legionslager wurde um 100 n. Chr. in Stein umgebaut.