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Sonntag, 18. August 2019

Romantische Städte im Südwesten

On the Road ...


Bad Wimpfen am Neckar, ehem. Stauferpfalz


Die markante Stadtsilhouette der größten Kaiserpfalz nördlich der Alpen begrüßt ihre Gäste schon von weitem. Mit seinen historischen Gebäuden und dem schönen Fachwerk, hat Bad Wimpfen allerhand zu bieten. Ein Rundgang durch das Stauferstädtchen lässt Geschichte wieder lebendig werden. Zahlreiche historische Bauwerke wie der Blaue Turm, das Steinhaus, die Pfalzkapelle oder auch die Arkaden des Staufischen Palais, zeugen von vergangenen Zeiten. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt sind nur wenige Minuten fußläufig voneinander entfernt.

Wimpfen liegt gegenüber der Jagstmündung im Altsiedelland des Grenzraumes zwischen den großen Durchgangslandschaften Kraichgau, Hohenloher Ebene, bzw. Neckarbecken. Die Anfänge der Besiedelung liegen zwar im Dunkeln doch lassen sich seit dem 5. Jhd. v. Chr. immer wieder Wohnplätze, sogar ganze Dörfer jungsteinzeitlicher oder bronzezeitlicher Kulturen nachweisen. Ausschlaggebend für die zeitige Inbesitznahme dieses Platzes war neben den guten Böden für die früheren Ackerbauern vor allem die Lage an einer uralten Völkerstraße, die, von Frankreich herkommend, hier den Neckar überquerte und in zwei Richtungen weiterführte: einmal auf der Höhe zwischen Jagst und Kocher über Nürnberg weiter nach Osten, zum anderen nach Öhringen an die Donau und von dort nach Südosteuropa - der Weg der Nibelungen, wenn er historisch wäre.

Sicher ist, dass mit den Franken das Christentum kam, und da die Siedlung an der immer noch bestehenden Neckarbrücke weiter eine bedeutende Rolle spielte, kann wohl davon ausgegangen werden, dass schon sehr früh eine Kirche auf den Resten des römischen Prätoriums gegründet wurde. Im Zusammenhang mit der Erbauung dieser ersten Kirche im Tal nennt die Überlieferung den legendären Wormser Bischof Crotold, der bisher historisch nicht fassbar ist, aber, wenn überhaupt, im 7. Jahrhundert hier tätig war. Sicher ist auch, dass Wimpfen zu dieser Zeit fränkisches Königsgut war, und möglicherweise hatten die Merowingerkönige zur Sicherung des wichtigen Neckarüberganges eine Burg angelegt, denn die Sage berichtet, dass König Sigibert einen Teil seines Lebens in dieser Burg gelebt und schließlich Wimpfen dem Bischof Amandus von Worms zum Geschenk gemacht habe. Tatsache ist, dass um die Jahrtausendwende die Bischöfe von Worms im Besitz dieses alten fränkischen Königsgutes mit all seinen Rechten waren. 965 bestätigte Kaiser Otto I. dem Bischof diese Immunität.

In dieser Zeit dürfte Wimpfen den Atem weltpolitischer Ereignisse verspürt haben, denn auf der alten Völkerstraße, die möglicherweise schon die Hunnen unter Attila in diese Gegend geführt hatte, fielen nun die Ungarn brennend und plündernd in den Neckarraum ein und suchten dabei wohl auch Wimpfen schwer heim. Nachdem die Stadt, in der viele Flüchtlinge aus der Umgebung Zuflucht gesucht hatten, zerstört worden war, habe man alle Männer getötet, den geschändeten Frauen jedoch die Brüste abgeschnitten, damit sie fürderhin keine Kinder mehr säugen könnten. Dies berichtet der schon zitierte Chronist Burkhard von Hall, und er leitet den Namen Wimpfen aus "Weiberpein" ab - sicherlich eine sehr einprägsame, aber letztlich doch unhaltbare Deutung.

Die ebenfalls ruinierte erste Kirche wurde größer wieder aufgebaut und dem Heiligen Petrus geweiht, der auch der Patron des Wormser Doms und des Bistums ist. Zur Kirche gehörte nun ein einflussreiches Chorherrenstift, dessen Propst gleichzeitig Wormser Archidiakon war und die geistliche Gerichtsbarkeit zwischen Heidelberg und Kirchheim am Neckar ausübte. Seit dem 14. Jahrhundert löste sich die Talstadt in harten Auseinandersetzungen immer mehr vom Stift, verlor aber die schließlich errungene Unabhängigkeit schon rund einhundert Jahre später, als die inzwischen mächtigere Stadt auf dem Berg sie in ihr Gebiet eingliederte. Das Stift selbst verblieb bis zu seiner Säkularisierung reichsfrei, was zu immer neuen Kontroversen mit der Reichsstadt Wimpfen führte, auf deren Gebiet es ja lag.

Kaiser Friedrich I. Barbarossa ließ sich im Bestreben, altes, verlorengegangenes Königsgut seiner Hausmacht zurückzugewinnen, vom Bischof von Worms mit Wimpfen belehnen. 1182 ist der Staufer erstmals in Wimpfen urkundlich nachweisbar, und so gilt dieses Jahr gemeinhin als Gründungsdatum der Wimpfener Kaiserpfalz. Da das mittelalterliche Reich keine Hauptstadt kannte, die Könige also von Pfalz zu Pfalz zogen, um Recht zu sprechen, überhaupt ihre Präsenz ständig zu beweisen, war auch Wimpfen immer wieder Hofstadt, in der sich jene höfische Lebensform entfaltete, die noch heute so sehr unsere Phantasie beflügelt: das hohe Mittelalter mit seinem Rittertum, mit Minnesang und Falkenjagd - für die Bevölkerung der Stadt allerdings jedesmal eine gewaltige wirtschaftliche Belastung! Von Heinrich VI. sind drei Aufenthalte in Wimpfen nachweisbar, und der große Friedrich II. war acht Mal hier. Von allen Staufern aber weilte der unglückliche König Heinrich (VII.), den die Geschichtsschreibung nur mit Klammern in der Reihe der mittelalterlichen Herrscher nennt, am häufigsten in Wimpfen. Zweimal war er hier mit seinem Vater: 1218, als er, der Siebenjährige und bereits gekrönte sizilische König, aus dem italienischen Südreich nach Deutschland gebracht wurde, und 1235, als der kaiserliche Vater ihn, den inzwischen aufrührerischen Sohn, in Wimpfen gefangen nahm, um ihn schließlich in Worms endgültig abzusetzen und als Gefangenen nach Süditalien bringen zu lassen. Hier war Wimpfen wohl zum ersten Male direkt Zeuge großer Geschichte, als die fremdländische, prachtvolle kaiserliche Majestät über den hier in der Stadt vertrauten König triumphierte. Welche Rolle Wimpfen in der vorangegangenen Auseinandersetzung zwischen Kaiser und König, Vater und Sohn, gespielt hat, ist unklar. Sicherlich gehörte dem Kaiser der Respekt, aber dem König das Mitgefühl, denn er war es, der die Stadt vor der Pfalz weiter ausgebaut und mit besonderen Rechten ausgestattet hatte.

Mit dem Ende der Stauferzeit begann für Wimpfen eine Zeit der innen- wie außenpolitischen Bewährung. Sowohl die Bischöfe von Worms, die nie aufgehört hatten, ihre Ansprüche auf Wimpfen zu betonen, als auch die mächtigen Herren von Weinsberg, die große Besitztümer in der Stadt erworben hatten, versuchten nun, den für ihre Politik so wichtigen Ort an sich zu reißen. Wimpfen vermochte jedoch nicht nur seine Unabhängigkeit geschickt zu behaupten, sondern es brachte nach und nach immer mehr Rechte an sich, so dass es schließlich um 1300 als Reichsstadt auftreten konnte. In dieser Zeit sicherlich heftiger innenpolitischer Auseinandersetzungen setzte das aufstrebende Bürgertum eine Ratsverfassung durch, die auch für viele andere Orte beispielhaft wurde. Der Stadtadel war entmachtet und der Weg frei für ein Stadtregiment mit zwei Bürgermeistern und einem städtischen Gericht, dem ein Schultheiß vorstand. Wimpfen war eine selbstbewusste freie Stadt geworden, die schon sehr früh auswärtige Politik betrieb und verschiedenen Städtebünden beitrat.

Quelle Text: Stadt Bad Wimpfen

Kirchberg an der Jagst


Wenn wir uns Kirchberg nähern, taucht hinter irgendeiner Wegbiegung die Altstadt auf, eine turm- und giebelreich bebaute Bergzunge, die steil zum Jagsttal abfällt.

Im Jahr 1373 gab Kaiser Karl IV. in einer zu Eger ausgefertigten Urkunde dem Grafen Krafft IV. zu Hohenlohe die Erlaubnis, vor seiner Burg Kirchberg an der Jagst eine Stadt zu bauen - mit Mauern, Pforten, Türmen und anderen Befestigungen, mit einem Wochenmarkt und eigenem Halsgericht.

Seit der Zeit des Hochmittelalters haben viele Epochen in Kirchberg ihre Spuren hinterlassen: Aus der Burgsiedlung wurde eine gräfliche Stadt, dann eine reichsstädtische Festung und schließlich ein hohenlohischer Residenzort von bescheidener barocker Pracht. Heute ist Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall ein sympathischer Wohn- und Gewerbestandort mit einer romantisch verträumten Altstadt, umgeben vom Grün des Hohenloher Landes.

Kirchberg ist eine kleine Landstadt im Landkreis Schwäbisch-Hall auf der Hohenloher Ebene. Durch ihre Gemarkungen zieht sich das schlingenreiche Muschelkalktal der Jagst. Bedeutung erhielt die Siedlung durch den Jagstübergang, erst als Furt und dann als Brücke, auf halbem Weg zwischen den Reichsstädten Hall und Rothenburg. Zur Sicherung entstand die Höhenburg Kirchberg und jenseits der Jagst die Burg Sulz, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Im Anschluss an die Burg Kirchberg legten die Hohenloher eine Siedlung an, die 1373 durch Kaiser Karl IV mit Stadtrechten ausgestattet wurde. Die Stadtherren förderten den Zuzug von Bürgern durch Steuererleichterungen.

1384 wurde Kirchberg an die Reichsstädte Hall, Rothenburg und Dinkelsbühl verpfändet und 1398 unter dem Vorbehalt des Rückkaufrechtes verkauft. Den neuen Besitzern lag nichts an einer weiteren Stadtentwicklung. Sie bauten aber die Höhensiedlung als Festung und Handelsplatz aus. Damals entstand die heute noch vorhandene Stadtmauer und das Wahrzeichen von Kirchberg, der 45 m hohe Stadtturm, der 1996 grundlegend saniert wurde.

1562 kauften die Hohenlohe Kirchberg zurück. Anstelle der ursprünglichen Burg und der reichstädtischen Festung wurde ab 1590 ein Renaissanceschloss als Witwensitz für die Mutter von Graf Wolfgang II von Hohenlohe-Weikersheim errichtet. 1738/56 wurde das Schloss durch barocke Umbauten stark verändert und ausgebaut, Beamten- und Amtsgebäude entstanden, der Hofgarten mit Orangerie wurde angelegt.

Die Stadt, die sich aus dem mittelalterlichen Mauerring hinaus entwickelt hatte, war von 1690 bis 1861 Residenz der 1764 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hohenlohe-Kirchberg. Ganze 11 Ortschaften umfasste 1804 das Gebiet dieses Fürstentums. 1861 erlosch die Linie. 1806 fiel Kirchberg an Bayern. 1810 kam es zu Württemberg, wozu es heute noch gehört.

Öhringen

Öhringen - in der Altstadt - mit Besuch des Stifts und der Stiftskirche Peter und Paul (heute evangelische Stadtpfarrkirche)


Ob Römersiedlung, ehemalige Residenz, Oberamtsstadt, Kreissitz oder Große Kreisstadt, in allen Epochen hatte die Stadt an der Ohrn eine herausragende Stellung.

Erste geschichtliche Bedeutung erlangte Öhringen in der Römerzeit als Standort zweier Kastelle und einer Zivilsiedlung mit dem Namen vicus aurelianus. Das nachrömische Öhringen tauchte erst 800 Jahre später als Oringowe aus der Geschichte wieder auf.

Im Jahre 1037 erscheint der Stadtname im Öhringer Stiftungsbrief. Im Vertrag von 1253, dem Öhringer Weistum, sind Einzelheiten über die städtischen Verhältnisse festgehalten.

Von 1253 bis 1806 befand sich Öhringen unter Herrschaft des Adelsgeschlechts derer von Hohenlohe. In der Zeit des Bauernkriegs und der Reformation stagnierte die Stadtentwicklung. Neuer Aufschwung erfolgte im 17. Jahrhundert. Öhringen wurde zur Residenz erhoben. Im Jahre 1806 wurde Öhringen in das neue Königreich Württemberg eingegliedert.

Öhringen liegt direkt am UNESCO Welterbe Limes. Das pulsierende Herz der Stadt bildet der Marktplatz mit Marktbrunnen, um den sich die stadtbildprägende Stiftskirche, zahlreiche Fachwerkhäuser sowie das Öhringer Schloß aus der Renaissance-Zeit gruppieren.

Freitag, 2. August 2019

Reisen statt Stress: Abseits der Autobahn (Teil 2)


In Teil 1 habe ich unsere Route durch das Tal der Jagst vorgestellt. In diesem zweiten Teil etwas über unsere Alternativroute via Heilbronn, Öhringen und Crailsheim.

Steinsfurt - Perle im Kraichgau

Wenngleich Steinsfurts erste urkundliche Erwähnung mit dem 6. Januar 1100 in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters Sinsheim festgeschrieben ist, zählt es zu den ältesten Siedlungsgebieten im Bereich der Elsenz.


An die ehemalige Wasserversorgung der Bevölkerung durch Brunnen erinnern heute noch drei eingefasste. Der Reißbrunnen als größter wurde 1856 in der heutigen Form ausgebaut.

Seifenträume & Schöne Dinge Café: Mit "Seifenträume & Schöne Dinge Café" zauberte sich Angela Stahl in der Steinsfurter Strasse 50 in Steinsfurt ein geschmackvolles Ambiente. In dem grossen Verkaufsraum findet der Kunde neben ihren Seifenkreationen aus eigener Manufaktur auch ausgesuchte Geschenkartikel und wohlschmeckende Teesorten. Im hinteren Teil des Raumes befindet sich ein kleiner nostalgischer Cafébereich. Hier bekommt der Gast in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre köstliche Kaffee- und Espressospezialitäten zu einem wechselnden Kuchen- und Tortenangebot. Dieses kleine Café dürfte das wohlriechendste Café in ganz Deutschland sein.

Hinter Heilbronn passieren wir den Schemelsbergtunnel bei Weinsberg.


Residenzstadt Öhringen

In der Altstadt - mit Besuch des Stifts und der Stiftskirche Peter und Paul (heute evangelische Stadtpfarrkirche).


Deutschlands höchste Autobahnbrücke, die Kochertalbrücke der Autobahn BAB A6, sehen wir nur aus der Distanz.

Sie ist mit 185 Metern Deutschlands höchste Autobahnbrücke und überspannt für die Bundesautobahn (BAB) A6 Nürnberg - Heilbronn nahe Schwäbisch Hall das Kochertal in Baden-Württemberg.


Bei den Bauarbeiten fand man hier 1977 die Überreste eines Mastodonsaurus.



Donnerstag, 1. August 2019

Unterwegs in Hohenlohe


Kirchberg an der Jagst

Wenn wir uns Kirchberg nähern, taucht hinter irgendeiner Wegbiegung die Altstadt auf, eine turm- und giebelreich bebaute Bergzunge, die steil zum Jagsttal abfällt.


Im Jahr 1373 gab Kaiser Karl IV. in einer zu Eger ausgefertigten Urkunde dem Grafen Krafft IV. zu Hohenlohe die Erlaubnis, vor seiner Burg Kirchberg an der Jagst eine Stadt zu bauen - mit Mauern, Pforten, Türmen und anderen Befestigungen, mit einem Wochenmarkt und eigenem Halsgericht.

Seit der Zeit des Hochmittelalters haben viele Epochen in Kirchberg ihre Spuren hinterlassen: Aus der Burgsiedlung wurde eine gräfliche Stadt, dann eine reichsstädtische Festung und schließlich ein hohenlohischer Residenzort von bescheidener barocker Pracht. Heute ist Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall ein sympathischer Wohn- und Gewerbestandort mit einer romantisch verträumten Altstadt, umgeben vom Grün des Hohenloher Landes.

Kirchberg ist eine kleine Landstadt im Landkreis Schwäbisch-Hall auf der Hohenloher Ebene. Durch ihre Gemarkungen zieht sich das schlingenreiche Muschelkalktal der Jagst. Bedeutung erhielt die Siedlung durch den Jagstübergang, erst als Furt und dann als Brücke, auf halbem Weg zwischen den Reichsstädten Hall und Rothenburg. Zur Sicherung entstand die Höhenburg Kirchberg und jenseits der Jagst die Burg Sulz, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Im Anschluss an die Burg Kirchberg legten die Hohenloher eine Siedlung an, die 1373 durch Kaiser Karl IV mit Stadtrechten ausgestattet wurde. Die Stadtherren förderten den Zuzug von Bürgern durch Steuererleichterungen.

1384 wurde Kirchberg an die Reichsstädte Hall, Rothenburg und Dinkelsbühl verpfändet und 1398 unter dem Vorbehalt des Rückkaufrechtes verkauft. Den neuen Besitzern lag nichts an einer weiteren Stadtentwicklung. Sie bauten aber die Höhensiedlung als Festung und Handelsplatz aus. Damals entstand die heute noch vorhandene Stadtmauer und das Wahrzeichen von Kirchberg, der 45 m hohe Stadtturm, der 1996 grundlegend saniert wurde.

1562 kauften die Hohenlohe Kirchberg zurück. Anstelle der ursprünglichen Burg und der reichstädtischen Festung wurde ab 1590 ein Renaissanceschloss als Witwensitz für die Mutter von Graf Wolfgang II von Hohenlohe-Weikersheim errichtet. 1738/56 wurde das Schloss durch barocke Umbauten stark verändert und ausgebaut, Beamten- und Amtsgebäude entstanden, der Hofgarten mit Orangerie wurde angelegt.

Die Stadt, die sich aus dem mittelalterlichen Mauerring hinaus entwickelt hatte, war von 1690 bis 1861 Residenz der 1764 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hohenlohe-Kirchberg. Ganze 11 Ortschaften umfasste 1804 das Gebiet dieses Fürstentums. 1861 erlosch die Linie. 1806 fiel Kirchberg an Bayern. 1810 kam es zu Württemberg, wozu es heute noch gehört.

Öhringen - in der Altstadt - mit Besuch des Stifts und der Stiftskirche Peter und Paul (heute evangelische Stadtpfarrkirche)


Öhringen ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa 25 km östlich von Heilbronn gelegen. Erste geschichtliche Bedeutung erlangte Öhringen in der Römerzeit als Standort zweier Kastelle und einer Zivilsiedlung mit dem Namen vicus aurelianus. Das nachrömische Öhringen tauchte erst 800 Jahre später als Oringowe aus der Geschichte wieder auf.

Im Jahre 1037 erscheint der Stadtname im Öhringer Stiftungsbrief. Im Vertrag von 1253, dem Öhringer Weistum, sind Einzelheiten über die städtischen Verhältnisse festgehalten.

Von 1253 bis 1806 befand sich Öhringen unter Herrschaft des Adelsgeschlechts derer von Hohenlohe. In der Zeit des Bauernkriegs und der Reformation stagnierte die Stadtentwicklung. Neuer Aufschwung erfolgte im 17. Jahrhundert. Öhringen wurde zur Residenz erhoben. Im Jahre 1806 wurde Öhringen in das neue Königreich Württemberg eingegliedert.

Die evangelische Stiftskirche Peter und Paul ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Sie wurde von 1454 bis 1497 errichtet. Der kunstvoll geschnitzte Holzaltar stammt aus dem Jahr 1498. In der Krypta befindet sich der Sarkophag der Kaiserinmutter Adelheid, die 1037 das Chorherrenstift in Öhringen gründete. Die Krypta ist außerdem Grablege des Hauses Hohenlohe.

Langenburg

Bei einer Reise auf der Burgenstraße lohnt sich ein Besuch von Langenburg. Das kleine Residenzstädtchen mit prachtvollem Schloss thront hoch über dem Jagsttal. Im Deutschen Automuseum kommen besonders Oldtimerfreunde voll auf ihre Kosten.


Das Haus Hohenlohe-Langenburg ist eine deutsch-österreichische Seitenlinie des hochadeligen Geschlechtes derer von Hohenlohe. Langenburg ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs in der Region Hohenlohe und gehört zum Landkreis Schwäbisch Hall. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals 1226. Von 1568 bis zur Mediatisierung 1806 war Langenburg die Residenzstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Hohenlohe-Langenburg. Heute hat Langenburg 1751 Einwohner und ist somit die kleinste Stadt des Landes Baden-Württemberg. Das 1970 eröffnete Automuseum, untergebracht in der ehemaligen Remise des Schlosses, zeigt etwa 80 Oldtimer, die fast alle fahrbereit sind.

Dienstag, 8. Mai 2018

Das Fürstenhaus Hohenlohe

Langenburg in Hohenlohe

Das Haus Hohenlohe ist ein fränkisches Adelsgeschlecht des Hochadels. Sein Herrschaftsgebiet erstreckte sich über die später nach ihm benannte Hohenloher Ebene zwischen Kocher, Tauber und Jagst. Trotz wiederholter Teilungen im 13. und 15. Jahrhundert sowie Schenkungen an den Deutschen Orden (1219) konnte Hohenlohe ein fast geschlossenes Territorium bilden. Die Herren von Hohenlohe wurden 1450 in den Reichsgrafenstand erhoben, ab der Mitte des 18. Jahrhunderts wurden das Gebiet und seine Herrscher fürstlich.

Residenzstadt Öhringen in Hohenlohe

Öhringen ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa 25 km östlich von Heilbronn gelegen. Nach ersten Besiedlungen in geschichtlicher Zeit unter den Römern entwickelte sich die am Limes gelegene Stadt ab dem 11. Jahrhundert, insbesondere mit der Stiftung eines Chorherrenstifts, zur Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe. Erstmals erwähnt wurde die Stadt im auf das Jahr 1037 datierten Öhringer Stiftungsbrief als Oringowe. Nach dem Übergang an Württemberg 1806 wurde die Stadt zur Oberamtsstadt, 1938 zum Sitz des Landkreises Öhringen und blieb bis zur Gründung des Hohenlohekreises 1973 Kreisstadt.

Wir sehen im Video u.a. den Marktplatz und die Stiftskirche Peter und Paul.

Die evangelische Stiftskirche Peter und Paul ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Sie wurde von 1454 bis 1497 errichtet. Der kunstvoll geschnitzte Holzaltar stammt aus dem Jahr 1498. In der Krypta befindet sich der Sarkophag der Kaiserinmutter Adelheid, die 1037 das Chorherrenstift in Öhringen gründete. Die Krypta ist außerdem Grablege des Hauses Hohenlohe.


En passant: Auf der Hohenloher Ebene kann ab und an ganz schönes Schietwetter sein. Auf einer Landstraße im Hohenlohekreis zwischen Schwäbisch Hall und Öhringen. Vom Starkregen überrascht. Da hilft nur noch anhalten und warten. Bewundernswert die Fahrer, die sich bei solchen Witterungsverhältnissen durchqiälen.


Langenburg

Das Haus Hohenlohe-Langenburg ist eine deutsch-österreichische Seitenlinie des hochadeligen Geschlechtes derer von Hohenlohe. Langenburg ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs in der Region Hohenlohe und gehört zum Landkreis Schwäbisch Hall. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals 1226. Von 1568 bis zur Mediatisierung 1806 war Langenburg die Residenzstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Hohenlohe-Langenburg. Heute hat Langenburg 1751 Einwohner und ist somit die kleinste Stadt des Landes Baden-Württemberg. Das 1970 eröffnete Automuseum, untergebracht in der ehemaligen Remise des Schlosses, zeigt etwa 80 Oldtimer, die fast alle fahrbereit sind.


Schillingsfürst

Die Stadt Schillingsfürst liegt im Naturpark Frankenhöhe. Am 21. Mai 1744 erhob Kaiser Karl VII. Reichsgraf Philipp Ernst von Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst und Reichsgraf Karl Philipp von Hohenlohe-Waldenburg-Bartenstein und ihre Nachkommen zu Reichsfürsten. Ihre Landesteile wurden erst am 14. August 1757 durch Kaiser Franz I. zum Reichsfürstentum erhoben. Unter Fürst Karl Albrecht erfuhr Schillingsfürst 1753–1793 eine erste wesentliche Erweiterung durch planmäßige Siedlungspolitik. Auf die Zuwanderung von Handwerkern und Fahrenden seit 1758 wird auch das von sozial schlechter gestellten Bürgern zum Teil noch heute gesprochene Schillingsfürster Jenische zurückgeführt. Sehenswert die Vorführungen des fürstlichen Falkenhofs.


Montag, 23. Oktober 2017

Wilde Wölfe in Deutschland? Nein, Danke !!!


Im idyllischen Tal der Jagst bei Oberregenbach

Ein Wolf hat im Landkreis Heilbronn, bei Widdern im Jagsttal, drei Schafe gerissen.. Das ist nun nachgewiesen. Hier nachzulesen. Das Raubtier kommt nun immer weiter in die Kulturlandschaft und richtet Schäden an.

Die Region des Wolfsnachweises:


Kulturlandschaft Jagsttal

Das Jagsttal, das ist keine Wildnis, sondern eine Kulturlandschaft, das mögen uns die folgenden Filme demonstrieren. Wir kommen da u.a. auch durch Widdern.




Nein, fürwahr keine Wildnis, in der der Wolf tolerabel wäre. Nein, eine alte gewachsene Kulturlandschaft.



Residenzstadt Öhringen im Hohnlohekreis 2016-08-30 - FRANKEN from Franz Roth on Vimeo.


Nein, Hohenlohe ist kein Wolfsland !!!

Wölfe in Deutschland, ja, wenn sie "hinter Gittern" sind. Im Wildpark.


Freitag, 14. Juli 2017

Etappenorte auf dem Weg nach Nürnberg


Wenn wir von der Pfalz nach Nürnberg zurückfahren legen wir unterwegs immer einen Stopp ein. Denn es gibt viele interessante Orte unterwegs. Wir stellen einige vor.






Und am 13. Juli 2017 konnten wir bei unserem Stopp sogar Störche im Horst beobachten.


Wir haben noch eine zweite Route, durch das Jagsttal. Auch hier viel Sehenswertes.


Montag, 15. Mai 2017

Unterwegs in Hohenlohe

   
Die Jagst bei Oberregenbach

Unterregenbach und seine gedeckte Holzbrücke

Die gedeckte Holzbrücke über die Jagst ist 60 m lang und 4,75 m breit. Sie wurde 1821/22 errichtet, um Fußgängern und Pferdefuhrwerken bei Hochwasser den Umweg über #Oberregenbach zu ersparen. Nach fast 100-jähriger Nutzung drohte die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts einzustürzen, da schwere Fuhrwerke das Bauwerk zu stark belastet hatten. Örtliche Zimmerleute reparierten die Brücke jedoch. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten anrückende amerikanische Soldaten schwere Schäden an der Brücke an, so dass 1958 eine umfassende Renovierung erfolgte, bei der die gesamte Holzkonstruktion erneuert und die Tragfähigkeit auf 9 t erhöht wurde.


Langenburg

Unterregenbach und Oberregenbach gehören zu Langenburg, der Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg.


Sehenswert das Deutsche Automuseum im ehemaligen Marstall des Schlosses.

Öhringen

Eine weitere hohenlohische Residenz ist Öhringen.


Kloster Schöntal

In Kloster Schöntal ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der "Ritter mit der Eisernen Hand". Sehenswert die barocke Klosterkirche.