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Freitag, 24. Januar 2020

On the Road: Durchs Jagsttal nach Nürnberg


Kloster Schöntal im Jagsttal

Reisen statt rasen: Abseits der Autobahn fahren wir von Bad Wimpfen nach Nürnberg.

Von Speyer bis Sinsheim benutzen wir die Autobahn, dann verlassen wir sie und fahren über Bad Rappenau und Bad Wimpfen ins Jagsttal. Da das Jagsttal einen großen Bogen beschreibt, muss man für diese Strecke mit guten 6 Stunden Fahrtzeit rechnen. Aber es gibt unterwegs eine Menge zu sehen.

Steinsfurt - Perle im Kraichgau


Wenngleich Steinsfurts erste urkundliche Erwähnung mit dem 6. Januar 1100 in der Gründungsurkunde des Benediktinerklosters Sinsheim festgeschrieben ist, zählt es zu den ältesten Siedlungsgebieten im Bereich der Elsenz.

An die ehemalige Wasserversorgung der Bevölkerung durch Brunnen erinnern heute noch drei eingefasste. Der Reißbrunnen als größter wurde 1856 in der heutigen Form ausgebaut.

Seifenträume & Schöne Dinge Café: Mit "Seifenträume & Schöne Dinge Café" zauberte sich Angela Stahl in der Steinsfurter Strasse 50 in Steinsfurt ein geschmackvolles Ambiente. In dem grossen Verkaufsraum findet der Kunde neben ihren Seifenkreationen aus eigener Manufaktur auch ausgesuchte Geschenkartikel und wohlschmeckende Teesorten. Im hinteren Teil des Raumes befindet sich ein kleiner nostalgischer Cafébereich. Hier bekommt der Gast in gemütlicher Wohnzimmeratmosphäre köstliche Kaffee- und Espressospezialitäten zu einem wechselnden Kuchen- und Tortenangebot. Dieses kleine Café dürfte das wohlriechendste Café in ganz Deutschland sein.

Besonders sehenswert auf unserer Reise ist Kloster Schöntal. Hier ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der Ritter mit der "Eisernen Hand".


Mehr Lohnenswertes unterwegs:
Kirchberg an der Jagst


Wenn wir uns Kirchberg nähern, taucht hinter irgendeiner Wegbiegung die Altstadt auf, eine turm- und giebelreich bebaute Bergzunge, die steil zum Jagsttal abfällt.

Im Jahr 1373 gab Kaiser Karl IV. in einer zu Eger ausgefertigten Urkunde dem Grafen Krafft IV. zu Hohenlohe die Erlaubnis, vor seiner Burg Kirchberg an der Jagst eine Stadt zu bauen - mit Mauern, Pforten, Türmen und anderen Befestigungen, mit einem Wochenmarkt und eigenem Halsgericht.

Seit der Zeit des Hochmittelalters haben viele Epochen in Kirchberg ihre Spuren hinterlassen: Aus der Burgsiedlung wurde eine gräfliche Stadt, dann eine reichsstädtische Festung und schließlich ein hohenlohischer Residenzort von bescheidener barocker Pracht. Heute ist Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall ein sympathischer Wohn- und Gewerbestandort mit einer romantisch verträumten Altstadt, umgeben vom Grün des Hohenloher Landes.

Kirchberg ist eine kleine Landstadt im Landkreis Schwäbisch-Hall auf der Hohenloher Ebene. Durch ihre Gemarkungen zieht sich das schlingenreiche Muschelkalktal der Jagst. Bedeutung erhielt die Siedlung durch den Jagstübergang, erst als Furt und dann als Brücke, auf halbem Weg zwischen den Reichsstädten Hall und Rothenburg. Zur Sicherung entstand die Höhenburg Kirchberg und jenseits der Jagst die Burg Sulz, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Im Anschluss an die Burg Kirchberg legten die Hohenloher eine Siedlung an, die 1373 durch Kaiser Karl IV mit Stadtrechten ausgestattet wurde. Die Stadtherren förderten den Zuzug von Bürgern durch Steuererleichterungen.

1384 wurde Kirchberg an die Reichsstädte Hall, Rothenburg und Dinkelsbühl verpfändet und 1398 unter dem Vorbehalt des Rückkaufrechtes verkauft. Den neuen Besitzern lag nichts an einer weiteren Stadtentwicklung. Sie bauten aber die Höhensiedlung als Festung und Handelsplatz aus. Damals entstand die heute noch vorhandene Stadtmauer und das Wahrzeichen von Kirchberg, der 45 m hohe Stadtturm, der 1996 grundlegend saniert wurde.

1562 kauften die Hohenlohe Kirchberg zurück. Anstelle der ursprünglichen Burg und der reichstädtischen Festung wurde ab 1590 ein Renaissanceschloss als Witwensitz für die Mutter von Graf Wolfgang II von Hohenlohe-Weikersheim errichtet. 1738/56 wurde das Schloss durch barocke Umbauten stark verändert und ausgebaut, Beamten- und Amtsgebäude entstanden, der Hofgarten mit Orangerie wurde angelegt.

Die Stadt, die sich aus dem mittelalterlichen Mauerring hinaus entwickelt hatte, war von 1690 bis 1861 Residenz der 1764 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hohenlohe-Kirchberg. Ganze 11 Ortschaften umfasste 1804 das Gebiet dieses Fürstentums. 1861 erlosch die Linie. 1806 fiel Kirchberg an Bayern. 1810 kam es zu Württemberg, wozu es heute noch gehört.

Langenburg


Langenburg ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs in der Region Hohenlohe und gehört zum Landkreis Schwäbisch Hall. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals 1226. Von 1568 bis zur Mediatisierung 1806 war Langenburg die Residenzstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Hohenlohe-Langenburg. Mit 1909 Einwohnern (Stand Mai 2019) gehört Langenburg zu den kleinsten Städten des Landes Baden-Württemberg. Das 1970 eröffnete Automuseum, untergebracht in der ehemaligen Remise des Schlosses, zeigt etwa 80 Oldtimer, die fast alle fahrbereit sind.

Rothenburg ob der Tauber


Rothenburg ob der Tauber ist eine mittelfränkische Kleinstadt im Landkreis Ansbach in Bayern, die an der Grenze zu Baden-Württemberg liegt. Mit der weitgehend erhaltenen mittelalterlichen Altstadt ist die Große Kreisstadt Rothenburg eine weltbekannte Sehenswürdigkeit mit vielen Baudenkmälern und Kulturgütern. Herausragend an der Altstadt ist, dass sie sehr ursprünglich wirkt, da trotz der Kriegszerstörungen von 1945 und des schlichten, unauffälligen Wiederaufbaus praktisch keine modernistischen Brüche erkennbar sind. Der historische Stadtkern ist von einer begehbaren Stadtbefestigung umgeben und in die weitgehend unverbaute Landschaft des Flusstals der Tauber eingebettet. Diese Ursprünglichkeit wird seit Jahrzehnten weitestgehend zu erhalten versucht.



Freitag, 2. August 2019

Reisen statt Stress: Abseits der Autobahn

Dichter Verkehr auf der A6, LKW hinter LKW

Seit 1982 kenne ich diese Fernstraße. Und damals, vor über dreißig Jahren, da war sie zwischen dem Kreuz Weinsberg bis in den Großraum Nürnberg geradezu beschaulich zu nennen. Das hat sich aber mittlerweile mehr als grundlegend geändert.

So grundlegend hat sich das geändert, daß wir diese Autobahn meiden wo immer es geht. Denn die Bundesautobahn A 6 ist die deutsche Autobahn mit dem höchsten Aufkommen an LKW. 195% (in Worten: hundertfünfundneunzig Prozent!) betrug die Zunahme seit Ende der Neunziger Jahre.

Und so hat es sich bei uns eingebürgert, jeweils auf Hin- und Rückfahrt höchstens nur ein Stück diese Autobahn zu benutzen und ansonsten über Land zu fahren.

Im folgenden Video eine unserer Routen, durch das idyllische Tal der Jagst:


Von Speyer bis Sinsheim benutzen wir die Autobahn, dann verlassen wir sie und fahren über Bad Rappenau und Bad Wimpfen ins Jagsttal. Da das Jagsttal einen großen Bogen beschreibt, muss man für diese Strecke mit guten 6 Stunden Fahrtzeit rechnen. Aber es gibt unterwegs eine Menge zu sehen.

Im Sommer fahren wir von Rothenburg o.d.T. gerne runter ins Taubertal nach Dettwang und gönnen uns dort eine deftige fränkische Mahlzeit.


Derart gestärkt haben wir dann noch ca. eineinhalb Stunden Fahrt nach Nürnberg vor uns.

Etwas schneller geht es über unsere zweite Route via Heilbronn, Öhringen, Crailsheim und Feuchtwangen. Auch in Feuchtwangen legen wir gerne einen Stopp ein.


Der Kunsthistoriker Georg Dehio bezeichnete in seinem Standardwerk, dem "Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler", den Feuchtwanger Marktplatz als Festsaal Frankens.

Eines der Wahrzeichen der Stadt ist die Stiftskirche. Die ehemalige Klosterkirche verfügt über beachtliche romanische Baureste. Gotischen Stil findet man vor allem am Chor. Der Marienaltar wurde 1484 von Michael Wogemut, dem Lehrer Albrecht Dürers, geschaffen. Das geschnitzte Chorgestühl ist eine schwäbisch-fränkische Arbeit aus der Zeit um 1500.

Die Johanniskirche ist die ehemalige Pfarrkirche Feuchtwangens. Ihre Bemalungen der Gewölbefelder des Chores stammen aus der Zeit um 1400. Der barocke Altar wurde 1680 gefertigt, die Begleitfiguren um 1500. Bedeutend ist auch das Sandsteinrelief Jörg von Ehenheims, der 1499 starb.

Unterwegs in Hohenlohe: Auf den Spuren des Götz von Berlichingen

Auf Götzens Spuren im Neckar- und Jagsttal

Im Kreuzgang des Klosters Schöntal in Hohenlohe ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der Ritter mit der Eisernen Hand
(die übrigens in Nürnberg hergestellt wurde).

Burg Hornberg – der Wohnsitz von Götz von Berlichingen

Götz von Berlichingen lebte 45 Jahre auf Burg Hornberg, für die er sich schon als Jugendlicher begeisterte. Das zur Burg gehörende, nach Urkundenlage zweitälteste noch bestehende Weingut der Welt betreibt unterhalb der Burg auf Steilterrassen traditionellen Weinbau.


Im Jahr 1517 kaufte Götz von Berlichingen, der Ritter mit der eisernen Hand, die Burg mit Steinbach und Haßmersheim für 6500 Gulden von Conz Schott von Schottenstein und lebte auf dieser, zusammen mit seiner Familie, bis zu seinem Tode 1562. Götz benannte sich seitdem nach seiner Burg, führte den Namen „von Berlichingen zu Hornberg“ und begründete die Hornberg-Rossacher Hauptlinie. Vom Bauernaufstand des Jahres 1525 blieb Burg Hornberg verschont, da Götz von Berlichingen vorübergehend erzwungenermaßen Hauptmann bei den Aufständischen war. Wegen seiner Teilnahme am Bauernkrieg wurde er 1528 nach Augsburg bestellt und für zwei Jahre gefangen gesetzt. Erst nachdem er Urfehde geschworen hatte, den Bezirk von Hornberg nicht mehr zu verlassen, Schadenersatz zu leisten und keine Rache zu üben, wurde er freigelassen. Ein Anklageverfahren vor dem Bundestag des Schwäbischen Bundes endete kurze Zeit später mit einem bedingten Freispruch, die Urfehde wurde 1541 von Kaiser Karl V. aufgehoben. Auf der Burg diktierte der Ritter seine Lebensgeschichte, die Johann Wolfgang von Goethe als Vorlage für seinen „Götz von Berlichingen“ diente. Im Jahr 1562 starb der „Ritter mit der eisernen Hand“ im Alter von 82 Jahren.


Auf der Terrasse des Klostercafés in Schöntal:


Donnerstag, 1. August 2019

Unterwegs in Hohenlohe


Kirchberg an der Jagst

Wenn wir uns Kirchberg nähern, taucht hinter irgendeiner Wegbiegung die Altstadt auf, eine turm- und giebelreich bebaute Bergzunge, die steil zum Jagsttal abfällt.


Im Jahr 1373 gab Kaiser Karl IV. in einer zu Eger ausgefertigten Urkunde dem Grafen Krafft IV. zu Hohenlohe die Erlaubnis, vor seiner Burg Kirchberg an der Jagst eine Stadt zu bauen - mit Mauern, Pforten, Türmen und anderen Befestigungen, mit einem Wochenmarkt und eigenem Halsgericht.

Seit der Zeit des Hochmittelalters haben viele Epochen in Kirchberg ihre Spuren hinterlassen: Aus der Burgsiedlung wurde eine gräfliche Stadt, dann eine reichsstädtische Festung und schließlich ein hohenlohischer Residenzort von bescheidener barocker Pracht. Heute ist Kirchberg im Landkreis Schwäbisch Hall ein sympathischer Wohn- und Gewerbestandort mit einer romantisch verträumten Altstadt, umgeben vom Grün des Hohenloher Landes.

Kirchberg ist eine kleine Landstadt im Landkreis Schwäbisch-Hall auf der Hohenloher Ebene. Durch ihre Gemarkungen zieht sich das schlingenreiche Muschelkalktal der Jagst. Bedeutung erhielt die Siedlung durch den Jagstübergang, erst als Furt und dann als Brücke, auf halbem Weg zwischen den Reichsstädten Hall und Rothenburg. Zur Sicherung entstand die Höhenburg Kirchberg und jenseits der Jagst die Burg Sulz, die im Bauernkrieg 1525 zerstört wurde. Im Anschluss an die Burg Kirchberg legten die Hohenloher eine Siedlung an, die 1373 durch Kaiser Karl IV mit Stadtrechten ausgestattet wurde. Die Stadtherren förderten den Zuzug von Bürgern durch Steuererleichterungen.

1384 wurde Kirchberg an die Reichsstädte Hall, Rothenburg und Dinkelsbühl verpfändet und 1398 unter dem Vorbehalt des Rückkaufrechtes verkauft. Den neuen Besitzern lag nichts an einer weiteren Stadtentwicklung. Sie bauten aber die Höhensiedlung als Festung und Handelsplatz aus. Damals entstand die heute noch vorhandene Stadtmauer und das Wahrzeichen von Kirchberg, der 45 m hohe Stadtturm, der 1996 grundlegend saniert wurde.

1562 kauften die Hohenlohe Kirchberg zurück. Anstelle der ursprünglichen Burg und der reichstädtischen Festung wurde ab 1590 ein Renaissanceschloss als Witwensitz für die Mutter von Graf Wolfgang II von Hohenlohe-Weikersheim errichtet. 1738/56 wurde das Schloss durch barocke Umbauten stark verändert und ausgebaut, Beamten- und Amtsgebäude entstanden, der Hofgarten mit Orangerie wurde angelegt.

Die Stadt, die sich aus dem mittelalterlichen Mauerring hinaus entwickelt hatte, war von 1690 bis 1861 Residenz der 1764 in den Reichsfürstenstand erhobenen Hohenlohe-Kirchberg. Ganze 11 Ortschaften umfasste 1804 das Gebiet dieses Fürstentums. 1861 erlosch die Linie. 1806 fiel Kirchberg an Bayern. 1810 kam es zu Württemberg, wozu es heute noch gehört.

Öhringen - in der Altstadt - mit Besuch des Stifts und der Stiftskirche Peter und Paul (heute evangelische Stadtpfarrkirche)


Öhringen ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs, etwa 25 km östlich von Heilbronn gelegen. Erste geschichtliche Bedeutung erlangte Öhringen in der Römerzeit als Standort zweier Kastelle und einer Zivilsiedlung mit dem Namen vicus aurelianus. Das nachrömische Öhringen tauchte erst 800 Jahre später als Oringowe aus der Geschichte wieder auf.

Im Jahre 1037 erscheint der Stadtname im Öhringer Stiftungsbrief. Im Vertrag von 1253, dem Öhringer Weistum, sind Einzelheiten über die städtischen Verhältnisse festgehalten.

Von 1253 bis 1806 befand sich Öhringen unter Herrschaft des Adelsgeschlechts derer von Hohenlohe. In der Zeit des Bauernkriegs und der Reformation stagnierte die Stadtentwicklung. Neuer Aufschwung erfolgte im 17. Jahrhundert. Öhringen wurde zur Residenz erhoben. Im Jahre 1806 wurde Öhringen in das neue Königreich Württemberg eingegliedert.

Die evangelische Stiftskirche Peter und Paul ist eine spätgotische, dreischiffige Hallenkirche. Sie wurde von 1454 bis 1497 errichtet. Der kunstvoll geschnitzte Holzaltar stammt aus dem Jahr 1498. In der Krypta befindet sich der Sarkophag der Kaiserinmutter Adelheid, die 1037 das Chorherrenstift in Öhringen gründete. Die Krypta ist außerdem Grablege des Hauses Hohenlohe.

Langenburg

Bei einer Reise auf der Burgenstraße lohnt sich ein Besuch von Langenburg. Das kleine Residenzstädtchen mit prachtvollem Schloss thront hoch über dem Jagsttal. Im Deutschen Automuseum kommen besonders Oldtimerfreunde voll auf ihre Kosten.


Das Haus Hohenlohe-Langenburg ist eine deutsch-österreichische Seitenlinie des hochadeligen Geschlechtes derer von Hohenlohe. Langenburg ist eine Stadt im fränkisch geprägten Nordosten Baden-Württembergs in der Region Hohenlohe und gehört zum Landkreis Schwäbisch Hall. Urkundlich erwähnt wurde die Stadt erstmals 1226. Von 1568 bis zur Mediatisierung 1806 war Langenburg die Residenzstadt der Grafschaft und des späteren Fürstentums Hohenlohe-Langenburg. Heute hat Langenburg 1751 Einwohner und ist somit die kleinste Stadt des Landes Baden-Württemberg. Das 1970 eröffnete Automuseum, untergebracht in der ehemaligen Remise des Schlosses, zeigt etwa 80 Oldtimer, die fast alle fahrbereit sind.

Donnerstag, 8. März 2018

Langenburg und das Jagsttal

Oberregenbach, Idylle im Jagsttal unterhalb von Langenburg

Unterregenbach im Jagsttal und seine gedeckte Holzbrücke

Die gedeckte Holzbrücke über die Jagst ist 60 m lang und 4,75 m breit. Sie wurde 1821/22 errichtet, um Fußgängern und Pferdefuhrwerken bei Hochwasser den Umweg über #Oberregenbach zu ersparen. Nach fast 100-jähriger Nutzung drohte die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts einzustürzen, da schwere Fuhrwerke das Bauwerk zu stark belastet hatten. Örtliche Zimmerleute reparierten die Brücke jedoch. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten anrückende amerikanische Soldaten schwere Schäden an der Brücke an, so dass 1958 eine umfassende Renovierung erfolgte, bei der die gesamte Holzkonstruktion erneuert und die Tragfähigkeit auf 9 t erhöht wurde.


Langenburg




Montag, 23. Oktober 2017

Wilde Wölfe in Deutschland? Nein, Danke !!!


Im idyllischen Tal der Jagst bei Oberregenbach

Ein Wolf hat im Landkreis Heilbronn, bei Widdern im Jagsttal, drei Schafe gerissen.. Das ist nun nachgewiesen. Hier nachzulesen. Das Raubtier kommt nun immer weiter in die Kulturlandschaft und richtet Schäden an.

Die Region des Wolfsnachweises:


Kulturlandschaft Jagsttal

Das Jagsttal, das ist keine Wildnis, sondern eine Kulturlandschaft, das mögen uns die folgenden Filme demonstrieren. Wir kommen da u.a. auch durch Widdern.




Nein, fürwahr keine Wildnis, in der der Wolf tolerabel wäre. Nein, eine alte gewachsene Kulturlandschaft.



Residenzstadt Öhringen im Hohnlohekreis 2016-08-30 - FRANKEN from Franz Roth on Vimeo.


Nein, Hohenlohe ist kein Wolfsland !!!

Wölfe in Deutschland, ja, wenn sie "hinter Gittern" sind. Im Wildpark.


Mittwoch, 30. August 2017

Der Ritter mit der "Eisernen Hand": Götz von Berlichingen


Burg Hornberg – der Wohnsitz von Götz von Berlichingen

Götz von Berlichingen lebte 45 Jahre auf Burg Hornberg, für die er sich schon als Jugendlicher begeisterte. Das zur Burg gehörende, nach Urkundenlage zweitälteste noch bestehende Weingut der Welt betreibt unterhalb der Burg auf Steilterrassen traditionellen Weinbau.


Im Jahr 1517 kaufte Götz von Berlichingen, der Ritter mit der eisernen Hand, die Burg mit Steinbach und Haßmersheim für 6500 Gulden von Conz Schott von Schottenstein und lebte auf dieser, zusammen mit seiner Familie, bis zu seinem Tode 1562.


Götz benannte sich seitdem nach seiner Burg, führte den Namen „von Berlichingen zu Hornberg“ und begründete die Hornberg-Rossacher Hauptlinie. Vom Bauernaufstand des Jahres 1525 blieb Burg Hornberg verschont, da Götz von Berlichingen vorübergehend erzwungenermaßen Hauptmann bei den Aufständischen war. Wegen seiner Teilnahme am Bauernkrieg wurde er 1528 nach Augsburg bestellt und für zwei Jahre gefangen gesetzt. Erst nachdem er Urfehde geschworen hatte, den Bezirk von Hornberg nicht mehr zu verlassen, Schadenersatz zu leisten und keine Rache zu üben, wurde er freigelassen. Ein Anklageverfahren vor dem Bundestag des Schwäbischen Bundes endete kurze Zeit später mit einem bedingten Freispruch, die Urfehde wurde 1541 von Kaiser Karl V. aufgehoben. Auf der Burg diktierte der Ritter seine Lebensgeschichte, die Johann Wolfgang von Goethe als Vorlage für seinen „Götz von Berlichingen“ diente. Im Jahr 1562 starb der „Ritter mit der eisernen Hand“ im Alter von 82 Jahren.



Freitag, 14. Juli 2017

Etappenorte auf dem Weg nach Nürnberg


Wenn wir von der Pfalz nach Nürnberg zurückfahren legen wir unterwegs immer einen Stopp ein. Denn es gibt viele interessante Orte unterwegs. Wir stellen einige vor.






Und am 13. Juli 2017 konnten wir bei unserem Stopp sogar Störche im Horst beobachten.


Wir haben noch eine zweite Route, durch das Jagsttal. Auch hier viel Sehenswertes.


Montag, 15. Mai 2017

Unterwegs in Hohenlohe

   
Die Jagst bei Oberregenbach

Unterregenbach und seine gedeckte Holzbrücke

Die gedeckte Holzbrücke über die Jagst ist 60 m lang und 4,75 m breit. Sie wurde 1821/22 errichtet, um Fußgängern und Pferdefuhrwerken bei Hochwasser den Umweg über #Oberregenbach zu ersparen. Nach fast 100-jähriger Nutzung drohte die Brücke Anfang des 20. Jahrhunderts einzustürzen, da schwere Fuhrwerke das Bauwerk zu stark belastet hatten. Örtliche Zimmerleute reparierten die Brücke jedoch. Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges richteten anrückende amerikanische Soldaten schwere Schäden an der Brücke an, so dass 1958 eine umfassende Renovierung erfolgte, bei der die gesamte Holzkonstruktion erneuert und die Tragfähigkeit auf 9 t erhöht wurde.


Langenburg

Unterregenbach und Oberregenbach gehören zu Langenburg, der Residenzstadt der Fürsten zu Hohenlohe-Langenburg.


Sehenswert das Deutsche Automuseum im ehemaligen Marstall des Schlosses.

Öhringen

Eine weitere hohenlohische Residenz ist Öhringen.


Kloster Schöntal

In Kloster Schöntal ist Götz von Berlichingen beigesetzt, der "Ritter mit der Eisernen Hand". Sehenswert die barocke Klosterkirche.


Samstag, 29. Oktober 2016

Die rebellischen Ritter: Franz von Sickingen und Götz von Berlichingen


Sie waren Waffengefährten und sie waren beide in der Reichsacht: Franz von Sickingen und Götz von Berlichingen. Sie waren Reichsritter, die gegen das Reich rebellierten. Aus Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und dem Einfluß der Ritterschaft im späten Mittelalter. Denn eigentlich brauchte man sie nicht mehr. Die Ritterheere waren abgelöst worden durch die Landsknechte, die schwer gepanzerten Reiter durch die bewegliche Infanterie. Und so, wie ihre militärische Bedeutung im Schwinden begriffen war, so war es ihre politische und gesellschaftliche.

Aber begeben wir uns auch eine Spurensuche. Spuren des Franz von Sickingen und des Götz von Berlichingen. Besuchen wir die Orte, wo sie gelebt und gekämpft haben. Gekämpft für das Überleben des Rittertums.


Götz von Berlichingen


Götz, der Ritter mit der Eisernen Faust, nahm zum Beispiel 1515 an der Fehde des Franz von Sickingen gegen Worms teil und schickte ihm 1516 bei seinem Zug gegen den Herzog von Lothringen Knechte und Pferde zu Hilfe und war auch bei dessen Fehde mit dem Landgrafen von Hessen und der Einnahme von Umstadt 1518 dabei.


Mittwoch, 23. September 2015

Auf den Spuren des Götz von Berlichingen

Kloster Schöntal

In Jagsthausen steht die Götzenburg und im Kloster Schöntal ist der "Ritter mit der eisernen Hand" beigesetzt. Sehenswert dort die Basilika und entspannend eine Rast im Klostercafé.


Abseits der Autobahn - Eine Art von Road-Movie - Oft fahren wir von unserem Pfälzer Domizil nicht über die Autobahn nachhause, sondern nehmen unsere Route über Land. Eine dieser Routen ist die durchs Jagsttal. Das sind zwar zwei Stunden mehr Fahrt, doch dafür geht es durch eine wunderschöne Landschaft, durch idyllische mittelalterliche Städtchen und vorbei an bedeutenden kulturellen und historischen Orten wie etwa dem Kloster Schöntal, in dem der Ritter mit der eisernen Hand, Götz von Berlichingen, beigesetzt ist. Unweit in Jagsthausen die Götzenburg mit ihren Festspielen.




Montag, 23. März 2015

Unterwegs im Tal der Jagst


Es gibt Sie noch, die Orte der Ruhe und der Entspannung, die Kraft und Inspiration schenken, die neue Anregungen bieten und Ausgleich vom Alltäglichen schaffen. Das ehemalige Zisterzienserkloster Schöntal, im herrlichen Jagsttal gelegen, beherbergt heute eines der Bildungshäuser der Diözese Rottenburg-Stuttgart. 1157 von Maulbronner Zisterziensermönchen gegründet, von Abt Benedikt Knittel Ende des 17. Jahrhunderts im prachtvollen Barock neu erbaut, blickt die tradionsreiche Klosteranlage auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück. Im Jahr 2007 feierte Kloster Schöntal sein 850. Jubiläum. Noch heute zeugen die feinen, detailreichen Ausarbeitungen und die liebevollen Stuckdecken von großer Handwerkskunst. Großzügigkeit, Weite, Ordnung und Symmetrie als Zeichen und Ausdruck der Harmonie bestimmen diese barocke Anlage. In Schöntal ist Götz von Berlichingen beerdigt.


Das Klostercafé:


Die Götzenburg in Jagsthausen:



Ein Roadmovie: Fahrt durchs Jagsttal:


Heimfahrt aus der Pfalz nach Nürnberg durchs Tal der Jagst by Franz Roth


Cabrio-Fahrt durchs Tal der Jagst by Franz Roth