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Freitag, 14. Juli 2023

Impressionen aus der Hersbrucker Alb

Impressionen aus der Hersbrucker Alb: Lauf an der Pegnitz, Happurg, Hersbruck, Andreaskirche im Ankatal, Klauskirche bei Betzenstein, Neuhaus an der Pegnitz und Burg Veldenstein.


Die Laufer Kaiserburg (Wenzelsschloß) wurde Mitte des 14. Jahrhunderts anstelle einer zerstörten Ministerialenburg auf einer Pegnitzinsel errichtet. Lauf selbst war bereits kurz zuvor der böhmischen Krone angegliedert worden. Die repräsentative Anlage war einst die westlichste Residenzburg Kaiser Karls IV. auf böhmischen Boden vor den Toren der Reichsstadt Nürnberg.

Mit dem frei stehenden alten Rathaus in der Mitte und durch die beiden Stadttore begrenzt, wurde der Laufer Marktplatz im 13. Jahrhundert an der „Goldenen Straße“ von Nürnberg nach Prag angelegt. Er folgt in dieser Anlage dem Schema eines „Bayerischen Straßenmarktes“.

Das Rathaus dürfte im 14. Jahrhundert erbaut worden sein. Nach dem Zweiten Markgrafenkrieg 1553 wurde es, nachdem es völlig abgebrannt war, neu errichtet. Seit dieser Zeit erfolgten mehrere An-, Um- und Aufbauten, wobei seit der letzten Restaurierung 1937 der ursprüngliche Bauzustand wiederhergestellt wurde.

Mit der Verbriefung der Stadtrechte durch Kaiser Karl IV. im Jahr 1355 dürfte auch die Stadtmauer mit dem Hersbrucker Tor und dem Nürnberger Tor errichtet worden sein. Das Nürnberger Tor wurde 1526 erneuert; das Hersbrucker Tor um 1476.

Um das Jahr 1275 wurden im Stadtgebiet von Lauf erstmals Mühlen urkundlich erwähnt. In der Schleifmühle aus dem Jahr 1541 wurden vor allem land- und hauswirtschaftliche Gerätschaften wie Messer, Scheren und Sägen geschliffen. Der Betrieb der in Familienbesitz befindlichen Schleif wurde im Frühjahr 1988 eingestellt.

Hersbruck (ostfränkisch Herschbrugg) ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land sowie Teil der Metropolregion Nürnberg.

Nach dem Tod Kaiser Ludwig IV. des Bayern aus dem Haus Wittelsbach im Jahr 1347 verfiel die Macht der Wittelsbacher. 1353 kaufte der neue Kaiser Karl IV. aus dem Haus der Luxemburger von Ruprecht I. von Wittelsbach die nördliche Oberpfalz und damit auch Hersbruck. Kaiser Karl IV. war auch König von Böhmen; Prag und Nürnberg waren häufige Aufenthaltsorte. Eine besondere Bedeutung kam dem Land zwischen den beiden Städten zu, die durch die Goldene Straße verbunden sind. An dieser liegt auch die Stadt Hersbruck, was ihr wirtschaftlichen Aufschwung bescherte. Karl gliederte die oberpfälzischen Gebiete dem Königreich Böhmen ein, die daraufhin als Neuböhmen bezeichnet werden. Hersbruck wurde böhmisches Lehen und bleibt dies formal bis 1806.

Das Deutsche Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck wurde im Jahr 1933 eröffnet. Es befindet sich in einem denkmalgeschützten Ensemble, bestehend aus Ackerbürgerhaus des 16. Jahrhunderts, Scheune und einem weiteren Gebäude mit großem Innenhof und Garten. Kleidung, Gerätschaften und kunsthandwerkliche Arbeiten von Hirten aus aller Welt geben im Haupthaus Einblicke in diesen alten Beruf. Die Dauerausstellung „Mensch – Tier“ im 2. Obergeschoss der sanierten Scheune des Deutschen Hirtenmuseums wurde am 6. Februar 2009 eröffnet. Sie bildet den Einstieg in das Museumsthema. Auf rund 230 Quadratmetern präsentiert sich eine unterhaltsame und informative Ausstellung, die den vielfältigen Beziehungen zwischen Mensch und Nutztieren nachspürt. Sie erklärt, dass sich Menschen schon seit vorgeschichtlichen Zeiten Tiere halten für Arbeit und Transport, als Nahrungs- und Rohstofflieferanten und inszeniert Haltung und Fütterung der Rinder im Wandel der Zeit.

Die Andreaskirche ist eine Karsthöhle im Gemeindegebiet der mittelfränkischen Stadt Velden im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Die Höhle liegt im Ankatal etwa 800 Meter nördlich von Rupprechtstegen. Sie ist insgesamt etwa 50 Meter lang. Die Größe des Eingangs richtet sich nach den Maßen der kathedralähnlichen Vorgrotte und beträgt etwa 20×11 Meter bei einer Höhe von 7 Metern. Die Höhle hat drei Zugänge. Von der Vorgrotte aus führen einige enge Gänge in das zerklüftete Gestein. Die Höhle wird stark besucht und es sind nur noch vereinzelt Sintergruppen, Mondmilch und Deckenkolke zu finden. Erwähnenswerte Tropfsteine befinden sich nicht in der Höhle. Wahrscheinlich wurde die Höhle bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt. In Krisen- und Kriegszeiten des Mittelalters war sie ein Rückzugsort der umliegenden Bevölkerung. In einer ausgeschlagenen Felsnische stand der Überlieferung nach ein Altar.

Die Burg Veldenstein ist eine große, gut erhaltene mittelalterliche Höhenburg oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz am südlichen Ende des Veldensteiner Forsts, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Nürnberg. Sie war seit 1939 im Besitz von Hermann Göring.

Am 31. Dezember 2012 lief der Pachtvertrag zwischen der Kaiser Bräu und dem Freistaat Bayern aus. Das Hotel und die Wohnungen wurden geräumt, und die Burg ist seitdem geschlossen und steht leer.

Im Mai 2013 stürzten 300 Tonnen Felsmaterial und Teile der Burgmauer ins Tal und beschädigten ein Haus. 16 Anwohner wurden danach evakuiert. Insgesamt 14 Monate war die Burg daraufhin gesperrt. An der Stelle des Felsabbruchs entstand eine Aussichtsplattform. Ende Juli 2014 sollte die Burg wieder geöffnet werden. Wegen Sicherheitsbedenken blieben die Tore aber wieder geschlossen. Das Staatsbauamt hatte offensichtlich Untersuchungen anstellen lassen, wie es zum Felssturz kam, und die fehlende Regenwasserableitung als Grund ausgemacht. Daraufhin wurde ein umfangreiches Sanierungsprogramm begonnen, dass bis 2021 dauern soll. Erst danach kann der Ausbau der Räumlichkeiten für eine neue Nutzung beginnen.

Karstkundlicher Wanderweg: Bei Neuhaus an der Pegnitz, Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land, Fränkische Schweiz, kurz vor der Grenze zur Oberpfalz: Der etwa 13 km lange Rundweg führt den Wanderer zu kleineren Höhlen und anderen typischen Karstformen des oberen Pegnitzgebietes, als Höhepunkt auch zur Maximiliansgrotte.

Die Klauskirche bei Betzenstein in der Fränkischen Schweiz - Die Klauskirche ist eine Durchgangshöhle nahe Betzenstein im oberfränkischen Landkreis Bayreuth in Bayern. Der Name Klauskirche beruht auf dem Klauskirchenberg, in dem die Höhle liegt. Dort soll sich früher die abgegangene St.-Nikolaus-Kapelle befunden haben.

Die Klauskirche bei Betzenstein befindet sich am Klauskirchenberg etwa 500 Meter nordöstlich von Betzenstein. Durch die Klauskirche verläuft ein Wanderweg, der unmittelbar an der Nordseite der Höhle am Schwimmbad und am Hochseilgarten in Betzenstein vorbeiführt. Die tunnelartige Höhle hat eine Länge von etwa 37, eine Breite von bis zu 5 und eine Höhe von bis zu 7 Metern.Während der Jurazeit herrschte tropisches Klima in der fränkischen Schweiz und es kam zu einer intensiven Verwitterung der vorher entstandenen Kalk- und Dolomitgesteine. Durch diese Verkarstung entstand die beeindruckende Durchgangshöhle der Klauskirche.

Happurg (fränkisch: Habbuich) im Landkreis Nürnberger Land: Die Gemeinde liegt im Osten der Hersbrucker Schweiz, einem Teil der Frankenalb. Die Gemeindeteile Happurg und Förrenbach sind staatlich anerkannte Erholungsorte.

Artelshofen und Lungsdorf


Die Pegnitz ist ein Fluss in Franken, der sich nach einem fast 113 km langen, insgesamt südwestlichen Lauf in Fürth mit der linken Rednitz zur Regnitz vereint. Auf dem Fließweg mit seinem längeren und auch wasserreicheren Oberlauf Fichtenohe ist er über 127 km lang.

Artelshofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Vorra im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Das landwirtschaftlich geprägte Artelshofen besteht aus etwa 100 Gebäuden inklusive Anbauten und ist von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben.

Schloss Artelshofen ist ein Herrensitz in Vorra-Artelshofen im Nürnberger Land. Die Ursprünge des Anwesens reichen wahrscheinlich bis in das späte 13. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1361, im 16. Jahrhundert wurde schließlich im Wesentlichen der gegenwärtige, zurzeit gut erhaltene Zustand erreicht. Schloss Artelshofen befindet sich in Privatbesitz und wird seit 2014 von einer gemeinnützigen Stiftung unterhalten.

Lungsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hartenstein im Landkreis Nürnberger Land. Das Dorf Lungsdorf liegt südwestlich von Velden und nordöstlich von Rupprechtstegen an der Staatsstraße 2162 sowie an der Pegnitz. Oberfranken und die Oberpfalz grenzen in unmittelbarer Nähe an. Der Ort ist ein typisches Straßendorf und besteht aus etwa 20 zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden.
Klettern bei Lungsdorf

Engelthal - Engelthal ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Henfenfeld. Der Ort liegt im Herzen der Fränkischen Alb.

Kloster Engelthal war im 14. Jahrhundert ein Zentrum spiritueller und mystischer Literatur. Der Ort liegt im Herzen der Frankenalb im Hammerbachtal. Als ehemaliges Klosterdorf sind zahlreiche historische Gebäude vorhanden.


1243 wurde das Dorf Swinach zum Sitz des Dominikanerinnenklosters Engelthal. Von 1289 bis 1356 lebte im Kloster Engelthal Christine Ebner, die ihre zahlreichen Visionen und Offenbarungen und die ihrer Mitschwestern literarisch verarbeitete (Leben und Offenbarungen, ab 1317 und Engelthaler Schwesternbuch, vor 1346). Aufgrund ihres Lebens und Werks gehörte sie zu den bemerkenswerten Frauen der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Bekannt ist Engelthal durch dieses Kloster, das im 14. Jahrhundert ein Zentrum mystischer Spiritualität und einer nahezu einmaligen Produktion deutschsprachiger mystischer Literatur war. In den folgenden Jahren erweiterte sich das Kloster nur wenig im lokalen Raum und gelangte 1504 in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1565 aufgelassen, und Engelthal wurde wieder ein unbedeutender Flecken im Nürnberger Hinterland.

Die gotische Klosterkirche St. Johannes der Täufer des Klosters Engelthal, die um 1270 gebaut wurde, stand nach dessen Auflösung als evangelische Pfarrkirche zur Verfügung.

Donnerstag, 20. April 2023

Die Pegnitz, ein fränkischer Fluß

Die Pegnitz ist ein Fluss in Franken, der sich nach einem fast 113 km langen, insgesamt südwestlichen Lauf in Fürth mit der linken Rednitz zur Regnitz vereint. Auf dem Fließweg mit seinem längeren und auch wasserreicheren Oberlauf Fichtenohe ist er über 128 km lang.

Die Pegnitzquelle ist eine typische Karstquelle der Fränkischen Schweiz in der Stadt Pegnitz. Sie befindet sich auf 425 Meter Höhe nahe dem Schlossberg. Der Ablauf des Quelltopfes gibt dem Fluss Pegnitz seinen Namen. Die Schüttung des Quelltopfes war früher so stark, dass dort die Zaußenmühle betrieben werden konnte. Diese wurde um 1500 erbaut, doch im Dreißigjährigen Krieg zerstört. 1710 wurde die Mühle als Fachwerkhaus neu errichtet. Zu dieser Zeit war die Pegnitzquelle auch für die Versorgung der Stadt mit sauberem Trinkwasser zuständig. Die mittlere Quellschüttung beträgt heute etwa 5 Liter pro Sekunde; sie ist jedoch stark von Niederschlägen abhängig.
Der unterirdische Durchbruch der Pegnitz gilt als karsthydrogeologische Besonderheit. Während die Pegnitz den Wasserberg in weitem Bogen umfließt, verliert der Mühlbach am Nordhang des Berges einen Teil seines Wassers in Klüften des Kalkes und in eine Ponorhöhle, welche ein stark verzweigtes Gangsystem im stark zerklüfteten und brüchigen Werkkalk bildet.

An der Pegnitz - Nürnberg - Lauf - Artelshofen - Lungsdorf


Die Pegnitz in Nürnberg - Die Pegnitz, Nürnbergs Stadtfluss, durchfließt das Stadtgebiet auf einer Länge von ca. 14 km. Ihr Name leitet sich von dem vorkeltischen Wort "paginza" ab, was so viel bedeutet wie schlammiger, sandiger Fluss. Der Wasserlauf entspringt auf der, nordöstlich von Nürnberg gelegenen, Frankenalb. Von seiner Quelle in der Stadt Pegnitz legt der Fluss eine Strecke von 117 km zurück, bevor er sich im Fürther Stadtgebiet mit der Rednitz vereinigt.


Hochwasser der Rednitz in Nürnberg, Stadtteil Katzwang, am 2. Juni 2013 - Am 4.6. erreichte die Rednitz ihren Maximalpegel, kurz vor der Warnstufe 4. 2013 wurden dann auch die Überschwemmungsgebiete ausgeweitet. Das Überschwemmungsgebiet links und rechts der Rednitz auf Nürnberger Stadtgebiet stammte aus dem Jahr 1927.

Gemächlich (meist jedenfalls) fließt die Pegnitz heute durch Nürnberg und teilt die Altstadt in zwei Hälften. Die Gefahr durch Hochwasser wurde durch Baumaßnahen nach dem Zweiten Weltkrieg (Hochwassertunnel) minimiert.

Das Jahrhundert-Hochwasser von 1909: In der Nacht von 4. auf 5. Februar 1909 stieg das Wasser der Pegnitz innerhalb von zwei Stunden über zwei Meter an und erreichte den bislang unerreichten Höchststand von 4,67 Meter an der Museumsbrücke. Auch der Hauptmarkt stand fast drei Tage unter Wasser. Die Nürnberger konnten sich hier und in der Altstadt nur noch mit Booten fortbewegen. Der Sachschaden war immens. Die Häuser auf Höhe der Kleinweidenmühle (die wir auch im Video sehen) hatte es besonders schwer getroffen. Viele sind infolge der Fluten zum Teil eingestürzt.

Lauf an der Pegnitz (amtlich Lauf a.d. Pegnitz, fränkisch: Laff an der Bengadz) ist Sitz des Landratsamtes des mittelfränkischen Landkreises Nürnberger Land. Die Stadt befindet sich rund 17 Kilometer östlich von Nürnberg und ist Teil der Metropolregion Nürnberg. Die Stadt wird im zentralen Stadtgebiet von Ost nach West von der namensgebenden Pegnitz durchflossen. Das Wenzelschloss, eine auf einer Insel im Fluss gelegene Wasserburg, errichtete Karl IV. von 1356 bis 1360 als Zwischenstation der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag.

Artelshofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Vorra im Landkreis Nürnberger Land (Mittelfranken, Bayern). Das landwirtschaftlich geprägte Artelshofen besteht aus etwa 100 Gebäuden inklusive Anbauten und ist von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben. Schloss Artelshofen ist ein Herrensitz in Vorra-Artelshofen im Nürnberger Land. Die Ursprünge des Anwesens reichen wahrscheinlich bis in das späte 13. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1361, im 16. Jahrhundert wurde schließlich im Wesentlichen der gegenwärtige, zurzeit gut erhaltene Zustand erreicht. Schloss Artelshofen befindet sich in Privatbesitz und wird seit 2014 von einer gemeinnützigen Stiftung unterhalten.

Lungsdorf ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Hartenstein im Landkreis Nürnberger Land. Das Dorf Lungsdorf liegt südwestlich von Velden und nordöstlich von Rupprechtstegen an der Staatsstraße 2162 sowie an der Pegnitz. Oberfranken und die Oberpfalz grenzen in unmittelbarer Nähe an. Der Ort ist ein typisches Straßendorf und besteht aus etwa 20 zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden.
Kanufahren auf der Pegnitz:

Der abwechslungsreiche Flusslauf der Pegnitz, der durch das wildromantische Pegnitztal, vorbei an urigen Wäldern und imposanten Felsen der Frankenalb führt, macht die Kanutour zum Erlebnis. Die Pegnitz ist ein allerdings wilder Fluss, dessen Markenzeichen enge Kurven und hereinragende Bäume sind. Das bringt zum einen eine große Artenvielfalt mit sich, daher wird dieser Flusslauf nicht verändert, zum anderen erfordert die Pegnitz dadurch schon etwas paddeltechnisches Geschick.

Der Pegnitz-Fluss ist ein ökologisch wertvolles Gewässer, das sich durch Fischartenreichtum und Pflanzenvielfalt auszeichnet. Gleichzeitig ist die Pegnitz ein wichtiger Rückzugsbereich vieler einheimischer Vogelarten. Beim Befahren der Pegnitz ist deshalb unbedingt Rücksicht auf die Belange der Natur, aber auch der übrigen Nutzungsberechtigten, wie Fischer und Grundstücksanlieger, zu nehmen.

Um einen Ausgleich zwischen den verschiedenen Nutzern der Pegnitz zu erreichen und gleichzeitig die Natur im Bereich der Pegnitz zu schützen, hat das Landratsamt Nürnberger Land im Jahr 2012 eine Verordnung erlassen, die allgemeingültig ist. Ergänzend dazu gibt es seit 2017 eine Allgemeinverfügung, die das Befahren der Pegnitz in Abhängigkeit des Wasserstandes regelt.
Im Karst des Frankenjura
Karstkundlicher Wanderweg: Bei Neuhaus an der Pegnitz, Mittelfranken, Landkreis Nürnberger Land, Fränkische Schweiz, kurz vor der Grenze zur Oberpfalz: Der etwa 13 km lange Rundweg führt den Wanderer zu kleineren Höhlen und anderen typischen Karstformen des oberen Pegnitzgebietes, als Höhepunkt auch zur Maximiliansgrotte.

An der Meilkapelle bei Neuhaus an der Pegnitz, auf einer Anhöhe zwischen Neuhaus und Krottensee, eine kleine Feldkapelle aus dem 18. Jahrhundert.
In einem Seitental der Pegnitz: Die Andreaskirche im Ankatal in der Hersbrucker Alb

Die Andreaskirche ist eine Karsthöhle im Gemeindegebiet der mittelfränkischen Stadt Velden im Landkreis Nürnberger Land in Bayern.


Die Andreaskirche liegt bei Rupprechtstegen in der Fränkischen Schweiz. Die Andreaskirche ist eine sogenannte Hallenhöhle. Ihren Namen hat die Höhle der Legende nach davon, dass hier die ersten Christen der Region ihre Gottesdienste abgehalten haben sollen. Die geräumige Felsenhalle besitzt drei Eingänge, ist elf Meter lang, 20 Meter breit und sieben Meter hoch. Die Höhle hat drei Zugänge. Von der Vorgrotte aus führen einige enge Gänge in das zerklüftete Gestein. Die Höhle wird stark besucht und es sind nur noch vereinzelt Sintergruppen, Mondmilch und Deckenkolke zu finden. Erwähnenswerte Tropfsteine befinden sich nicht in der Höhle. Die Höhle ist ganzjährig frei zugänglich, liegt im Ankatal und ist von Rupprechtstegen oder Raitenberg aus über verschiedene Wanderwege erreichbar.

Wahrscheinlich wurde die Höhle bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt. In Krisen- und Kriegszeiten des Mittelalters war sie ein Rückzugsort der umliegenden Bevölkerung. In einer ausgeschlagenen Felsnische stand der Überlieferung nach ein Altar.

Im Ankatal kann man eines der typischen Phänomene der Fränkischen Schweiz beobachten: Die Tummler. Das Ankatal ist ein so genanntes Trockental in der fränkischen Karstlandschaft. Im Normalfall versickern die Niederschläge oder verschwinden in Ponoren. Nach starken Regenfällen und bei der Schneeschmelze aber sieht man sie, Wasseraustrittsstellen die meist trocken sind und nur für jeweils kurze Phasen Wasser speien, die aber kurzzeitig mit hohen Schüttungen und geysirartigen Wasserfontänen komplette Täler überschwemmen können. Die sog. Tummler.

Tummler oder auch als Hungerbrunnen werden in Franken allgemein als periodisch schüttende Karstquellen bezeichnet. Man findet sie meist in einem Trockental, also ein Tal was vor langer Zeit von einem Wasserlauf geformt wurde, der aber jetzt geologisch bedingt in der meisten Zeit des Jahres nur noch unterirdisch weiterfließt. In den trockenen Jahreszeiten sucht man Wasser oder Quellen also vergebens. Einzig das ausgetrocknete und steinige Bachbett ist zu erkennen.

Das kann sich aber schnell ändern. Bei starken Regenschauern oder Schneeschmelze, versickert innerhalb kurzer Zeit viel Wasser im Karstgestein, sammelt sich unterirdisch, steigt an und tritt mit enormen Druck, Macht und Getöse aus höher gelegenen Felsöffnungen hervor. Die beste Zeit um Tummler zu entdecken sind also eher die milderen und regenreichen Phasen des Winters, am besten in Kombination mit Schneeschmelze.

Samstag, 3. September 2022

Ausflug von Lauf nach Lungsdorf durchs Tal der Pegnitz


Die Pegnitz ist ein Fluss in Franken, der sich nach einem fast 113 km langen, insgesamt südwestlichen Lauf in Fürth mit der linken Rednitz zur Regnitz vereint. Auf dem Fließweg mit seinem längeren und auch wasserreicheren Oberlauf Fichtenohe ist er über 127 km lang.

Wir starten unseren Trip in Lauf an der Pegnitz. Durch seine verkehrsgünstige Lage hat sich Lauf an der Pegnitz in neun Jahrhunderten zur bedeutendsten und größten Stadt des heutigen Landkreises Nürnberger Land entwickelt.

Lauf an der Pegnitz (fränkisch: Laff an der Bengadz) ist die Kreisstadt des mittelfränkischen Landkreises Nürnberger Land (rund 17 Kilometer östlich von Nürnberg).


Im Bereich des historischen Marktplatzes sind die beiden Stadttore sehr gut erhalten, wie auch einige schön renovierte Fachwerkhäuser und das alte Rathaus. Weithin sichtbar ist der Kirchturm der Johanniskirche, die sich ebenfalls im Inneren der historischen Altstadt befindet.

Die Johanniskirche (selten auch Sankt-Johannis-Kirche) ist die größte Kirche der Stadt Lauf an der Pegnitz. Die evangelische Pfarrkirche steht am Westende des Marktplatzes und befindet sich an der Stelle einer 1275 erbauten Kapelle. Nach der Zerstörung der Spitalkirche Sankt Leonhard wurde sie evangelische Pfarrkirche. Das heutige Bauwerk wurde zwischen 1350 und 1370 errichtet. Auf dem Kirchturm befindet sich die zweigeschossige Wohnung des Stadttürmers, der bis 1931 als Feuerwächter und Stadtmusiker von dort mit seinen Gesellen seinen Dienst verrichtete. Über der Wohnung befindet sich ein weiterer Raum, über dessen Nutzung keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen.

Eine Attraktion ist das Wenzelsschloß, eine böhmische Königsburg. Denn im Hochmittelalter verlief die Grenze zu Böhmen an der heutigen östlichen Nürnberger Stadtgrenze.

Das Wenzelschloss, eine auf einer Insel im Fluss gelegene Wasserburg, errichtete Karl IV. von 1356 bis 1360 als Zwischenstation der Goldenen Straße zwischen Nürnberg und Prag.

Südlich der Altstadt, auf einer Flußinsel an einer Furt liegt die erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnte Laufer Burg, die ihr heutiges Aussehen im Jahre 1353 erhielt.

Kaiser Karl IV., der damals nach Lauf kam, ließ dabei insbesondere im Wappensaal -- eine in Deutschland einmalige Quelle zur Reichsgeschichte -- die Wappen sämtlicher ihm verpflichteten weltlichen und geistlichen Herren als Friese in die Wände meißeln. Früher beherbergte die Burg das Amtsgericht, heute die Akademie der Bildenden Künste.

Hersbruck in der Frankenalb


Das im Pegnitztal gelegene Hersbruck wird auch das Tor zur Hersbrucker Schweiz genannt. Mit den drei Stadttoren, einem erhaltenen Wehrgang und Fachwerkhäusern wartet die Altstadt mit mittelalterlichem Flair auf.

Im Mittelalter lag die Stadt an der Goldenen Straße von Nürnberg nach Prag, was ihr wirtschaftlichen Aufschwung bescherte. 1297 wurden Hersbruck die Stadtrechte verliehen. Im Spätmittelalter gehörte Hersbruck zum Herrschaftsgebiet der Herzöge von Bayern-Landshut, fiel 1504 im Landshuter Erbfolgekrieg an das Gebiet der Reichsstadt Nürnberg und kam 1806 wiederum an Bayern, als der größte Teil Frankens an das Königreich Bayern fiel.

In der historischen Altstadt ist das Deutsche Hirtenmuseum beheimatet, das einzige Spezialmuseum zum Hirtenwesen in Deutschland. Das Deutsche Hirtenmuseum der Stadt Hersbruck wurde im Jahr 1933 eröffnet.

Artelshofen im Pegnitztal


Schloß Artelshofen ist ein Herrensitz in Vorra-Artelshofen im Nürnberger Land. Die Ursprünge des Anwesens reichen wahrscheinlich bis in das späte 13. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1361, im 16. Jahrhundert wurde schließlich im Wesentlichen der gegenwärtige, zurzeit gut erhaltene Zustand erreicht. Schloß Artelshofen befindet sich in Privatbesitz und wird seit 2014 von einer gemeinnützigen Stiftung unterhalten.

Der Herrensitz Artelshofen dürfte spätestens im frühen 14. Jahrhundert in Gestalt eines in einem Wassergraben stehenden Wohnturms errichtet worden sein. Das Artelshofener Herrenhaus besteht im Wesentlichen aus einem wahrscheinlich auf einem Pfahlrost gegründeten mittelalterlichen Weiherhaus. Das heutige Erscheinungsbild des Wohnturms dürfte durch die Erweiterung um 1550 und die Instandsetzung nach dem Brand von 1552 geprägt worden sein. Der mit Rondells als Streichwehren verstärkte doppelte Mauerring soll auf das 15. Jahrhundert zurückgehen. 1818 wurde der innere Mauerring abgebrochen, der Wassergraben trocken gelegt und aufgefüllt. Einige Jahre später wurden die südliche Befestigung und ein Teil der Schloßökonomie für den Bau der Fichtelgebirgsbahn abgebrochen.

Lungsdorf


Das Dorf Lungsdorf ist einer von 15 Ortsteilen der Gemeinde Hartenstein im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Lungsdorf gehört zum Regierungsbezirk Mittelfranken in Bayern und zur Verwaltungsgemeinschaft Velden. Lungsdorf liegt südwestlich von Velden und nordöstlich von Rupprechtstegen an der Staatsstraße St 2162 sowie an der Pegnitz. Oberfranken und die Oberpfalz grenzen in unmittelbarer Nähe an.

Der Ort ist ein typisches Straßendorf und besteht aus etwa 20 zum Teil denkmalgeschützten Gebäuden. Im Ort gibt es keine Geschäfte und keine Gastronomie.


Freitag, 27. August 2021

Im Oberen Pegnitztal

Die Meilkapelle ist eine Feldkapelle aus dem 18. Jahrhundert

Wir starten unseren Trip in Lauf an der Pegnitz. Durch seine verkehrsgünstige Lage hat sich Lauf an der Pegnitz in neun Jahrhunderten zur bedeutendsten und größten Stadt des heutigen Landkreises Nürnberger Land entwickelt.


Einen Besuch wert ist die Altstadt mit der Kaiserburg, einem Bauwerk von europäischem Rang. Kaiser Karl IV. ließ sie in seiner Eigenschaft als König von Böhmen zwischen 1357 und 1360 errichten. Noch heute ist die europaweit einzigartige Wappenkammer mit 112 in Stein gemeißelten und bemalten Wappen zu bewundern – zum Beispiel im Rahmen einer Burgführung.

Sehenswert sind auch das Hersbrucker und das Nürnberger Tor, das alte Rathaus, das Glockengießerspital, die Felsenkeller und der historische Marktplatz. Er bildet den reizvollen Rahmen für ein buntes, attraktives Angebot an Geschäften.

Woher kommt der Name „Lauf“?

Ursprünglich von „Loufen“, was so viel bedeutet wie „zu dem (Wasser-)Lauf“ oder gar „zu dem (Wasser-)Fall“. An der Stelle der Pegnitz, an der sich schon im 13. Jahrhundert Mühlen angesiedelt hatten, nämlich direkt unterhalb der späteren Burginsel, hat der Fluss zwischen Quelle und Mündung sein stärkstes Gefälle: sechs Meter auf 500 Meter (12 Promille). Es lag nahe, sich diese ungewöhnliche Wasserkraft zunutze zu machen.

1464 wurden hier vier Mahlmühlen, vier Sägemühlen, zwei Schleifmühlen und zwölf Hämmer betrieben. Im Industriemuseum Lauf können heute noch jeweils eine Mahlmühle und ein Hammerwerk besichtigt werden.

Unterwegs im oberen Tal der Pegnitz - Ein Road-Movie. Die stählernen und denkmalgeschützten Eisenbahnbrücken im Pegnitztal sind übrigens stark bedroht. Denn wenn es nach dem Willen der Bahn geht, dann sollen sie Beton-Konstruktionen weichen. Was die Idylle des Tales vernichten würde.


Artelshofen im Pegnitztal


Artelshofen ist ein Gemeindeteil der Gemeinde Vorra im Landkreis Nürnberger Land in Bayern. Das landwirtschaftlich geprägte Artelshofen besteht aus etwa 100 Gebäuden inklusive Anbauten und ist von Feldern, Wiesen und Wäldern umgeben.

Schloß Artelshofen ist ein Herrensitz in Vorra-Artelshofen im Nürnberger Land. Die Ursprünge des Anwesens reichen wahrscheinlich bis in das späte 13. Jahrhundert, die erste urkundliche Erwähnung datiert von 1361, im 16. Jahrhundert wurde schließlich im Wesentlichen der gegenwärtige, zurzeit gut erhaltene Zustand erreicht. Schloss Artelshofen befindet sich in Privatbesitz und wird seit 2014 von einer gemeinnützigen Stiftung unterhalten.

In seiner mehr als 700-jährigen Geschichte wechselte das Anwesen an der Pegnitz häufig die besitzenden Familien, auch änderte sich die Rechtsform des Gutes. Die erste urkundliche Erwähnung 1361 nennt einen Heinrich von Sittenbach als Eigner, der Name findet sich in Mittelfranken in geografischen Objekten wie Sittenbach oder auch Kirchensittenbach, der mutmaßlich aus einem Sulzbacher Ministerialengeschlechts stammte.

Lungsdorf im Pegnitztal

Lungsdorf, ein kleiner idyllischer Ort in der Fränkischen Schweiz, an der Pegnitz gelegen. Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land). Lungsdorf nennt sich selbst "Die Perle des Pegnitztals".


Die Andreaskirche im Ankatal in der Hersbrucker Alb


Andreaskirche bei Rupprechtstegen

Die Andreaskirche ist eine sogenannte Hallenhöhle. Ihren Namen hat die Höhle der Legende nach davon, dass hier die ersten Christen der Region ihre Gottesdienste abgehalten haben sollen. Die geräumige Felsenhalle besitzt drei Eingänge, ist elf Meter lang, 20 Meter breit und sieben Meter hoch. Die Höhle ist ganzjährig frei zugänglich, liegt im Ankatal und ist von Rupprechtstegen oder Raitenberg aus über verschiedene Wanderwege erreichbar.

Wahrscheinlich wurde die Höhle bereits in der Bronzezeit und von den Kelten genutzt. In Krisen- und Kriegszeiten des Mittelalters war sie ein Rückzugsort der umliegenden Bevölkerung. In einer ausgeschlagenen Felsnische stand der Überlieferung nach ein Altar.

Neuhaus an der Pegnitz

Neuhaus an der Pegnitz und Burg Veldenstein (September 2003) - da hatten wir über ein verlängertes Wochenende quasi unsere Hochzeitsreise hin unternommen und uns auf der Burg Veldenstein einquartiert.


Als Hotelgäste (das Hotel gibt es leider nicht mehr) durften wir in die Burg fahren. Was einiges an Geschick bedarf, denn die Zufahrt ist steil und eng.

Die Burg Veldenstein ist eine große, gut erhaltene mittelalterliche Höhenburg oberhalb von Neuhaus an der Pegnitz am südlichen Ende des Veldensteiner Forsts, etwa 50 Kilometer nordöstlich von Nürnberg.

Am 31. Dezember 2012 lief der Pachtvertrag der Kaiser Bräu mit dem Freistaat Bayern aus. Das Hotel und die Wohnungen wurden geräumt, die Burg ist seitdem geschlossen und steht leer und der Freistaat prüft seitdem, wie sie künftig genutzt werden soll.

Im Mai 2013 stürzten 300 Tonnen Felsmaterial und Teile der Burgmauer ins Tal und beschädigten ein Haus. 16 Anwohner wurden evakuiert. Insgesamt 14 Monate war die Burg gesperrt. An der Stelle des Felsabbruchs entstand eine Aussichtsplattform. Ende Juli 2014 sollte die Burg wieder geöffnet werden. Wegen Sicherheitsbedenken blieb die aber weiter geschlossen. Das Staatsbauamt hatte offensichtlich Untersuchungen anstellen lassen, wie es zum Felssturz kam, und die fehlende Regenwasserableitung als Grund ausgemacht. Daraufhin wurde ein umfangreiches Sanierungsprogramm begonnen, das bis 2021 dauern soll. Erst danach kann der Ausbau der Räumlichkeiten für eine neue Nutzung beginnen.

Die im Stil des Rokoko 1766 gebaute Kirche St. Peter und Paul hat eine reichhaltige Innenausstattung Der Kirchturm ohne die Haube stammt noch von einem gotischen Vorgängerbau.

Der Markt Neuhaus a. d. Pegnitz liegt in einer außerordentlich reizvollen Landschaft im Nürn­berger Land, die mit einer Vielzahl markierter Wege zu größeren und kleineren Wan­de­rungen einlädt. Einer dieser Wan­der­wege, der Karstkundliche Wanderpfad, wurde auf Anregung von Richard G. Spöcker vom Frän­kischen Albverein markiert und am 4. Ok­to­ber 1936 eingeweiht. Die etwa 12 km lange Route führt den Wanderer zu kleineren Höhlen und anderen typischen Karstformen des oberen Pegnitzgebietes, als Höhepunkt auch zur Maximiliansgrotte im Ortsteil Krottensee.

Die Pegnitz - Quelle und Versickerung am Wasserberg in Pegnitz (Oberfranken)


Freitag, 20. August 2021

Unterwegs in Mittelfranken (Teil 2)

Die Region Mittelfranken ist eine abwechslungsreiche, geschichtsträchtige und zudem noch malerisch wunderschöne Gegend.
Geheimnisvolles Wasserschloß

Idyllisch liegt neben Bechhofen im Kreis Ansbach das Wasserschloß Sommersdorf. Dieses Schloß birgt in der Krypta seiner Kapelle ein Geheimnis, das die Wissenschaft bis heute nicht lösen konnte: Die Sommersdorfer Mumien, seit über 400 Jahren nicht verwesende Leichen in ihren Sarkophagen, unter anderem ein schwedischer Oberst, der hier im Dreißigjährigen Krieg bestattet wurde. Ihm haben nur später die durchziehenden Krieger Napoleons seinen Degen geraubt.

Greifvogelschau auf Schloß Schillingsfürst


Schloß Schillingsfürst ist ein Schloß und Sitz des alten adligen Familienzweigs Hohenlohe-Schillingsfürst in Schillingsfürst bei Ansbach. Mit der Bildung der Königreiche Bayern und Württemberg wurde das Fürstentum Hohenlohe-Waldenburg-Schillingsfürst aufgelöst. Die Besitzungen um Schillingsfürst kamen zu Bayern, die Fürsten wurden Mitglied im Reichsrat der bayrischen nunmehrigen Königskrone (Bayern). Ein Besitzer des Schlosses, Fürst Chlodwig zu Hohenlohe-Schillingsfürst (1819–1901), war zwischen 1866 und 1870 bayerischer Ministerpräsident und von 1894 bis 1900 Reichskanzler des Deutschen Kaiserreiches und preußischer Ministerpräsident.

Festung Rothenberg bei Schnaittach

Rothenberg ist Europas größte Barockfeste mit über 22 Meter hohen Wällen und Bastionen oberhalb von Schnaittach gelegen.


Die Festung Rothenberg ist eine Festung auf dem gleichnamigen, 588 m hohen Berg bei Schnaittach in der Fränkischen Alb.

Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage vom Kurfürsten von Bayern nach französischem Vorbild als bedeutende Rokoko-Festung errichtet (Bauzeit von ca. 1729 bis 1750). Zeitweise waren 400 Soldaten untergebracht. Erbaut ist sie auf einer geschleiften älteren und kleineren Befestigungsanlage, die auf den Resten einer noch älteren Burgruine errichtet worden war, auf der zeitweise auch Conz Schott von Schottenstein als Burggraf beheimatet war.

In der Frankenalb. Engelthal, Schrotsdorf, Happurg und Hersbruck


Engelthal ist eine Gemeinde im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land und gehört zur Verwaltungsgemeinschaft Henfenfeld. Der Ort liegt im Herzen der Fränkischen Alb. 1243 wurde das Dorf Swinach zum Sitz des Dominikanerinnenklosters Engelthal. Von 1289 bis 1356 lebte im Kloster Engelthal Christine Ebner, die ihre zahlreichen Visionen und Offenbarungen und die ihrer Mitschwestern literarisch verarbeitete (Leben und Offenbarungen, ab 1317 und Engelthaler Schwesternbuch, vor 1346). Aufgrund ihres Lebens und Werks gehörte sie zu den bemerkenswerten Frauen der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Bekannt ist Engelthal durch dieses Kloster, das im 14. Jahrhundert ein Zentrum mystischer Spiritualität und einer nahezu einmaligen Produktion deutschsprachiger mystischer Literatur war. In den folgenden Jahren erweiterte sich das Kloster nur wenig im lokalen Raum und gelangte 1504 in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster 1565 aufgelassen, und Engelthal wurde wieder ein unbedeutender Flecken im Nürnberger Hinterland.

Das Dorf Schrotsdorf ist ein Ortsteil der mittelfränkischen Gemeinde Offenhausen im Nürnberger Land/Bayern. Der Ort ist ländlich geprägt. Neben einem alten Ortskern mit sehenswerten, ehemaligen Bauernhöfen entstanden am Ortsrand einige Neubauten. Geschäfte und Gastronomie sind in Schrotsdorf nicht zu finden.

Happurg (fränkisch: Habbuich) ist eine Gemeinde und deren Hauptort im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land. Die Gemeinde liegt im Osten der Hersbrucker Schweiz, einem Teil der Frankenalb. Die Gemeindeteile Happurg und Förrenbach sind staatlich anerkannte Erholungsorte.

Hersbruck (ostfränkisch Herschbrugg) ist eine Stadt und ein Mittelzentrum im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land sowie Teil der Metropolregion Nürnberg. Nach dem Tod Kaiser Ludwig IV. des Bayern aus dem Haus Wittelsbach im Jahr 1347 verfiel die Macht der Wittelsbacher. 1353 kaufte der neue Kaiser Karl IV. aus dem Haus der Luxemburger von Ruprecht I. von Wittelsbach die nördliche Oberpfalz und damit auch Hersbruck. Kaiser Karl IV. war auch König von Böhmen; Prag und Nürnberg waren häufige Aufenthaltsorte. Eine besondere Bedeutung kam dem Land zwischen den beiden Städten zu, die durch die Goldene Straße verbunden sind. An dieser liegt auch die Stadt Hersbruck, was ihr wirtschaftlichen Aufschwung bescherte. Karl gliederte die oberpfälzischen Gebiete dem Königreich Böhmen ein, die daraufhin als Neuböhmen bezeichnet werden. Hersbruck wurde böhmisches Lehen und bleibt dies formal bis 1806.

Lauf an der Pegnitz

>Durch seine verkehrsgünstige Lage hat sich Lauf an der Pegnitz in neun Jahrhunderten zur bedeutendsten und größten Stadt des heutigen Landkreises Nürnberger Land entwickelt.


Einen Besuch wert ist die Altstadt mit der Kaiserburg, einem Bauwerk von europäischem Rang. Kaiser Karl IV. ließ sie in seiner Eigenschaft als König von Böhmen zwischen 1357 und 1360 errichten. Noch heute ist die europaweit einzigartige Wappenkammer mit 112 in Stein gemeißelten und bemalten Wappen zu bewundern – zum Beispiel im Rahmen einer Burgführung.

Sehenswert sind auch das Hersbrucker und das Nürnberger Tor, das alte Rathaus, das Glockengießerspital, die Felsenkeller und der historische Marktplatz. Er bildet den reizvollen Rahmen für ein buntes, attraktives Angebot an Geschäften.

Woher kommt der Name „Lauf“?

Ursprünglich von „Loufen“, was so viel bedeutet wie „zu dem (Wasser-)Lauf“ oder gar „zu dem (Wasser-)Fall“. An der Stelle der Pegnitz, an der sich schon im 13. Jahrhundert Mühlen angesiedelt hatten, nämlich direkt unterhalb der späteren Burginsel, hat der Fluss zwischen Quelle und Mündung sein stärkstes Gefälle: sechs Meter auf 500 Meter (12 Promille). Es lag nahe, sich diese ungewöhnliche Wasserkraft zunutze zu machen.

1464 wurden hier vier Mahlmühlen, vier Sägemühlen, zwei Schleifmühlen und zwölf Hämmer betrieben. Im Industriemuseum Lauf können heute noch jeweils eine Mahlmühle und ein Hammerwerk besichtigt werden.

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Donnerstag, 20. Oktober 2016

Kaiser Karl IV. - Zum 700. Geburtstag (II) - Nürnberg, Lauf und Leuchtenberg


Karl IV. (* 14. Mai 1316 in Prag; † 29. November 1378 ebenda) war römisch-deutscher König (ab 1346), König von Böhmen (ab 1347), König von Italien (seit 1355) und römisch-deutscher Kaiser (ab 1355). Er stammte aus dem Geschlecht der Luxemburger und zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters sowie den einflussreichsten europäischen Herrschern jener Zeit.

Eine besondere Verbindung hatte der Kaiser zu Franken, im speziellen zu Nürnberg, wo er 1356 die Goldene Bulle verabschiedete. Die Bulle regelte unter anderem das Wahlverfahren des römisch-deutschen Königs und setzte die Anzahl und Namen der Kurfürsten fest. So wurde sie zum „Grundgesetz“ des Reichs bis zu seinem Untergang 1806. Das Männleinlaufen an der Nürnberger Frauenkirche erinnert heute noch daran.

Die Nürnberger Frauenkirche und das Männleinlaufen

Das Männleinlaufen ist ein über 500 Jahre altes mechanisches Glockenspiel am Turm der Nürnberger Frauenkirche.


Die „Männlein“ sind die sieben Kurfürsten, die sich immer nach dem Mittagsläuten nacheinander vor seiner Majestät, Kaiser Karl IV., verneigen: die Erzbischöfe von Mainz, Köln und Trier, der König von Böhmen, der Herzog von Sachsen, der Pfalzgraf bei Rhein und der Markgraf von Brandenburg. Das dargebotene „Schauspiel“ stellt die Huldigung Kaiser Karls IV. dar, die an den Erlaß der Goldenen Bulle erinnern soll, das wichtigste Reichsgesetz des ganzen Mittelalters, das 1356 in Nürnberg durch Kaiser Karl IV. und die Reichsfürsten beraten wurde.

Am 8. Juli 1355 stiftete Kaiser Karl IV. die Frauenkirche und unterstellte sie dem Augustiner-Chorherrenstift „Unser lieben Frauen“ in der Prager Neustadt. Die Frauenkirche wurde auf den Grundmauern der Synagoge des ehemaligen Judenviertels errichtet, ein Davidstern im Fußboden des Chors erinnert an diese. Die Kirche wurde wahrscheinlich von dem Prager Hofarchitekten Peter Parler konzipiert und erbaut.

Auch in Lauf an der Pegnitz in Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land) sind wir auf böhmischen Spuren. Eine Attraktion ist das Wenzelsschloß, eine böhmische Königsburg. Denn im Hochmittelalter verlief die Grenze zu Böhmen an der heutigen östlichen Nürnberger Stadtgrenze.


Und dann gibt es da noch die Goldene Straße von Nürnberg nach Prag.

Sie war nicht etwa die kürzeste Verbindung zwischen den beiden Städten, sollte sie doch ausschließlich über böhmisches Gebiet führen.


Und die kürzere Strecke hätte durch das Herrschaftsgebiet der Landgrafen von Leuchtenberg geführt (im Bild oben Burg Leuchtenberg in der Oberpfalz). Diese kürzere Strecke, die aber von den Handelszügen meist benutzt wurde, nannte sich daher die "Verbotene Straße".



Sonntag, 9. Oktober 2016

Zum 700-sten Geburtstag von Kaiser Karl IV.


Karl IV. (* 14. Mai 1316 in Prag; † 29. November 1378 ebenda) war römisch-deutscher König (ab 1346), König von Böhmen (ab 1347), König von Italien (seit 1355) und römisch-deutscher Kaiser (ab 1355). Er stammte aus dem Geschlecht der Luxemburger und zählt zu den bedeutendsten Kaisern des Spätmittelalters sowie den einflussreichsten europäischen Herrschern jener Zeit.

Der Freistaat Bayern und die Tschechische Republik nehmen den 700. Geburtstag Kaiser Karls IV. zum Anlass für eine gemeinsame Landesausstellung vom 20.10.2016 bis 05.03.2017 im Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg und in Prag.

Eine besondere Verbindung hatte der Kaiser zu Franken, im speziellen zu Nürnberg, wo er 1356 die Goldene Bulle verabschiedete. Die Bulle regelte unter anderem das Wahlverfahren des römisch-deutschen Königs und setzte die Anzahl und Namen der Kurfürsten fest. So wurde sie zum „Grundgesetz“ des Reichs bis zu seinem Untergang 1806. Das Männleinlaufen an der Nürnberger Frauenkirche erinnert heute noch daran.


Auch in Lauf an der Pegnitz in Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land) sind wir auf böhmischen Spuren. Eine Attraktion ist das Wenzelsschloß, eine böhmische Königsburg. Denn im Hochmittelalter verlief die Grenze zu Böhmen an der heutigen östlichen Nürnberger Stadtgrenze.



Sonntag, 18. Oktober 2015

Im oberen Tal der Pegnitz

Bei Neuhaus an der Pegnitz

Wir starten eine Exkursion ins obere Pegnitztal in Lauf.

Lauf an der Pegnitz in Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land). Eine Attraktion ist das Wenzelsschloß, eine böhmische Königsburg. Denn im Hochmittelalter verlief die Grenze zu Böhmen an der heutigen östlichen Nürnberger Stadtgrenze.

Südlich der Altstadt, auf einer Flußinsel an einer Furt liegt die erstmals im 12. Jahrhundert urkundlich erwähnte Laufer Burg, die ihr heutiges Aussehen im Jahre 1353 erhielt.

Kaiser Karl IV., der damals nach Lauf kam, ließ dabei insbesondere im Wappensaal -- eine in Deutschland einmalige Quelle zur Reichsgeschichte -- die Wappen sämtlicher ihm verpflichteten weltlichen und geistlichen Herren als Friese in die Wände meißeln.

Früher beherbergte die Burg das Amtsgericht, heute die Akademie der Bildenden Künste.


Im Pegnitz-Tal. Ein Road-Movie. Die stählernen und denkmalgeschützten Eisenbahnbrücken im Pegnitztal sind übrigens stark bedroht. Denn wenn es nach dem Willen der Bahn geht, dann sollen sie Beton-Konstruktionen weichen. Was die Idylle des Tales vernichten würde.


Artelshofen im Pegnitztal mit seinem mittelalterlichen Herrensitz.


Der weitere Weg führt uns nach Lungsdorf. Lungsdorf ist ein kleiner idyllischer Ort in der Fränkischen Schweiz, an der Pegnitz gelegen. Lungsdorf nennt sich selbst "Die Perle des Pegnitztals".


Lungsdorf an einem kalten Tag im Spätherbst. Man sieht die Kälte geradezu im Bild: Der Fluß dampft.


Unser Zielpunkt: Neuhaus an der Pegnitz mit der Burg Veldenstein.

Donnerstag, 14. Mai 2015

Unterwegs im oberen Tal der Pegnitz


Als erste Station unserer kleinen Reise durch das Pegnitztal besuchen wir Lauf im Landkreis Nürnberger Land mit seinem Wenzelsschloß aus böhmischer Zeit.


Lauf an der Pegnitz - FRANKEN - Mittelfranken von franz-roth-tv

Die Fahrt geht weiter über Hersbruck hinein in die Hersbrucker Schweiz.



Artelshofen

Artelshofen liegt im oberen Pegnitztal im Landkreis Nürnberger Land (Kfz-Kennz.: LAU). Das Schloß gehört in die Reihe der mittelalterlichen Herrensitze Nürnberger Patrizier.


Artelshofen von franz-roth-tv


Lungsdorf, die "Perle des Pegnitztals"

Lungsdorf, ein kleiner idyllischer Ort in der Fränkischen Schweiz, an der Pegnitz gelegen. Mittelfranken (Landkreis Nürnberger Land). Lungsdorf nennt sich selbst "Die Perle des Pegnitztals".



Donnerstag, 14. August 2014

In und um Lauf an der Pegnitz in Mittelfranken



Lauf an der Pegnitz im mittelfränkischen Landkreis Nürnberger Land ist ein malerisch am Fluß gelegenes Städtchen mit mittelalterlichem Stadtbild. Attraktion ist das Wenzelsschloß aus der böhmischen Zeit im Mittelalter.


Lauf an der Pegnitz - FRANKEN - Mittelfranken by Franz Roth


Lauf an der Pegnitz - Teil 1 by Franz Roth


Lauf an der Pegnitz - Teil 2 by Franz Roth


Im Nürnberger Umland by Franz Roth

Artelshofen liegt im oberen Pegnitztal im Landkreis Nürnberger Land (Kfz-Kennz.: LAU). Das Schloß gehört in die Reihe der mittelalterlichen Herrensitze Nürnberger Patrizier.


Artelshofen by Franz Roth

Lungsdorf im oberen Pegnitztal ist ein idyllisches Fachwerkörtchen am Fluß gelegen.


Lungsdorf by Franz Roth