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Dienstag, 24. April 2018

Marmoutier - Ehemalige Reichsabtei Maursmünster

Das Kloster "Mauri Monasterium" wurde um das Jahr 590 gegründet. Es zählt zu den merowingischen Klöstern und war Reichsabtei.


Marmoutier selbst ist eine kleine Gemeinde mit 2.685 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015).



Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.


Die Außenfassade ist ausgestattet mit lombardischen Streifen und mit ihren kleinen Fenstern wirkt sie wie eine Festung. Zwei geflügelte Löwen über dem Portal (siehe Pfeile) sind Symbol des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation (Marmoutier war Reichsabtei).


Die Orgel von Andreas Silbermann - sie war sein erstes Meisterwerk im Elsaß.



Ein solches "Must-See" findet natürlich auch Eingang in Reiseführer und ich bin stolz, wenn zur Illustration dann ein Foto von mir verwendet wird:

Samstag, 16. Dezember 2017

Marmoutier und Altenstadt - Schönste Romanik im Nordelsaß


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) ist eine ehemalige Benediktinerabtei im Ort Marmoutier im Département Bas-Rhin in der französischen Region Elsass (heute Grand Est).


Nicht gar so wuchtig wie Marmoutier ist Saint-Ulrich in Altenstadt, einem Ortsteil von Wissembourg (Weißenburg) nahe der deutsch-französischen Grenze. Hier beginnt die elsässer Route Romane, die Straße der Romanik. Sie führt im Süden bis in den Sundgau. Saint-Ulrich ist die älteste romanische Kirche des Elsaß.


Der Westturm birgt ein bemerkenswertes Portal, dessen reichgeschmückter Sturz aus dem 11. Jahrhundert Seltenheitswert besitzt. Die sieben umrankten Medaillons erinnern an koptische Stoffe und eine Inschrift besagt, dass jeder Besucher der Kirche vor Eintritt erst die Erlaubnis des Abtes Liuthard einholen solle. Das ist heute nicht mehr möglich, denn Liuthard von Weißenburg stand dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich in Altenstadt im ersten Drittel des 11. Jahrhunderts vor.



Samstag, 9. Dezember 2017

Auf den Spuren des Heiligen Pirminius (Forts.)


Hornbach in der Südwestpfalz war seine letzte Gründung. Als er im Jahr 742 das Kloster gründete war Pirminius bereits ein Greis. Graf Werner aus dem Geschlecht der Widonen, den späteren Herzögen von Lothringen, hatte ihn in die Westpfalz berufen und ihm eine Waldmark zur Klostergründung geschenkt.


Kloster Hornbach heute


Kloster Hornbach im Jahr 1990 vor und während der Renovierung

Mehr siehe auch hier.

Wir haben schon in diesem Artikel erfahren, dass der Heilige aber weit über Hornbach hinaus gewirkt hat.

Drum hier nun noch einige weitere Exkursionen zu Wirkungsstätten und Aufenthaltsorten des Heiligen.

Beginnen wir in der nach ihm benannten Stadt Pirmasens.Auch in dieser ursprünglichen Waldsiedlung wurde eine Kapelle errichtet, die der heiligen Juliana geweiht war. Sie befand sich an der Stelle der heutigen Lutherkirche, der Hof- und Garnisonskirche des Landgrafen Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt und Hanau-Lichtenberg.



Unter Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt wird am 5. April 1757 der Grundstein für die neue Hof- und Garnisonskirche gelegt. Am 4. Oktober 1761 wird die Kirche geweiht und heißt im Volksmund bald "Untere Kirche". 1793 werden die Glocken an die französische Revolutionsarmee abgeliefert und erst 1861 erhält die Lutherkirche ein neues Geläut. Am 9. August 1944 wird die Lutherkirche bei alliierten Luftangriffen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgt von 1947 bis 1949. Am 5. November 1949 werden die Gebeine Landgraf Ludwigs IX. in der Gruft zwischen Altar und Taufstein wieder beigesetzt.

Das Land zwischen Zweibrücken, Pirmasens und Bitche war zu Zeiten Pirmins ein einsames und mit Wäldern und Sümpfen bedecktes Gebiet, nur durchzogen von einigen alten Römerstraßen. Heidnische Quell- und Felsgottheiten hielten sich hier länger als andernorts. Ein sehr bekanntes heidnisches Quellheiligtum befand sich etwa in Böckweiler. an der Stelle, an der dann Sankt Stephanus errichtet wurde.


Zu den Klöstern der Region, die der Heilige Pirminius zwar nicht gründete aber reformierte, gehörte auch die um 590 gegründete Abtei Marmoutier (Maursmünster) im Elsaß.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.

Auch dem Kloster Weißenburg (Wissembourg) im Elsaß war Pirminius verbunden.


Saints-Pierre-et-Paul, die ehem. Klosterkirche

Folgendes Bild: Relief Otfrid von Weißenburg (* um 790; † 875), der erste namentlich bekannte althochdeutsche Dichter. Er schrieb das Bibelepos Liber evangeliorum im südrheinfränkischen Dialekt.


Freitag, 20. Oktober 2017

In den Nordvogesen


Die Nordvogesen haben einiges Interessantes zu bieten. Das Schiffshebewerk Saint-Louis/Arzviller (französisch Plan incliné de Saint-Louis/Arzviller) ist Teil des Rhein-Marne-Kanals. Es ist seit 1969 in Betrieb und ersetzt mit einem Höhenunterschied von 44,55 m 17 vormalige Schleusen zwischen Saint-Louis und Arzviller in Lothringen und dem Tal der Zorn. Dieser Schrägaufzug ist einmalig in Europa.


Es geht weiter über die D98 und man erreicht nach ca. 10 Kilometern die lothringische Ortschaft Dabo. Eineinghalb Kilometer südöstlich des Ortes erreicht man den Dagsburger Felsen (Rocher de Dabo), 664 Meter hoch, mit der St-Leo-Kapelle. Sie war Papst Leo IX. geweiht, im 11. Jahrhundert der erste elsässische Papst.


Gallo-römische Thermen in Mackwiller (Elsaß)

   

Mackwiller im Krummen Elsaß ist touristisch wenig bekannt. Aber der 578-Seelen-Ort empfiehlt sich mit seinen römischen Thermen dennoch für eine Stippvisite.

Auf keinen Fall versäumen sollte man Marmoutier.


Denn hier finden wir einen der bedeutendsten Sakralbauten des Elsaß.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.

Mittwoch, 18. Oktober 2017

Highlights im Nordelsaß


Die Abteikirche Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)

Betschdorf und Soufflenheim, die Töpferdörfer im Nordelsaß, mit einem Abstecher nach Sessenheim, auf Goethes Spuren.


Die noch ca. 20 vor Ort tätigen Töpferbetriebe in Soufflenheim fertigen Dekorations- und Gebrauchsgeschirr. Landestypisch sind insbesondere Gugelhupf-, Baeckeoffe- und andere Auflauf-Formen, ferner sind Vasen, Kannen, Schüsseln, Weinkühler und komplette Service im Angebot. Die traditionelle Farbe der Soufflenheimer Keramik war Rostbraun, die Farbe des Tons, mit weißem Margaritendekor. Heute wird mit Rücksicht auf den diversifizierten touristischen Geschmack auch Ware in Blau, Grün, Beige und Rot in den unterschiedlichsten Dekoren hergestellt, entweder abstrakt mit geometrischen Mustern oder bildlich mit Weinreben, Pflanzen und Blüten sowie Tieren (insbesondere Storch, Ente, Hühnchen oder Fisch). Derartige Dekore werden heute an zahlreichen Orten im Elsass teilweise als Fabrikware hergestellt; die Zugehörigkeit eines Betriebes zur Confrérie des Artisans Potiers de Soufflenheim garantiert die tatsächliche Herkunft der Waren aus der Gemeinde. In Betschdorf wird salzglasierte Keramik hergestellt. Bekannt wurde das nahe Sessenheim vor allem durch Goethe und dessen Liebe zur Sessenheimer Pfarrerstochter Friederike Brion (Sesenheimer Lieder), wodurch die Gemeinde zum Pilgerort zahlreicher Goethe-Verehrer wurde.

Unsere nächste Etappe führt uns nach Merkwiller-Pechelbronn, den Ort, in dem erstmals in Europa Erdöl gefördert worden ist. Hunspach gilt als das schönste Dorf des Elsaß. Wir fahren dann durch Seebach. Bei Saint-Ulrich in Altenstadt bei Wissembourg beginnt die Route Romane (Straße der Romanik).


Auf keinen Fall versäumen sollte man Marmoutier.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.

Uttenhoffen im Hanauerland (Hanauer Land) --- Eine Besonderheit des Hanauerlandes im Elsaß sind die in kobaltblau gestrichenen Häuser. Früher war dieses Blau die Farbe der Häuser der armen Hugenotten, die sich weiß oder ocker nicht leisten konnten. Das kobaltfarbene Blau war ein Abfallprodukt der Bleiherstellung und deshalb gesundheitsschädigend. Heute enthält die blaue Farbe natürlich kein Blei mehr.


Die Residenzstadt des Hanauerlandes war Bouxwiller.


Samstag, 16. September 2017

In den nördlichen Vogesen


Bei der lothringischen Ortschaft Dabo finden wir den Dagsburger Felsen, den Roche Saint-Leon mit seiner Kapelle. Sie war Papst Leo IX. geweiht, im 11. Jahrhundert der erste elsässische Papst.


Unweit das Schiffshebewerk Saint-Louis-Arzviller, einzigartig in Frankreich.


Unterwegs im Elsaß - Unsere erste Etappe führt uns nach Merkwiller-Pechelbronn, den Ort, in dem erstmals in Europa Erdöl gefördert worden ist. Hunspach gilt als das schönste Dorf des Elsaß. Wir fahren dann durch Seebach. Bei Saint-Ulrich in Altenstadt bei Wissembourg beginnt die Route Romane (Straße der Romanik).


Betschdorf und Soufflenheim, die Töpferdörfer im Nordelsaß, mit einem Abstecher nach Sessenheim, auf Goethes Spuren.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.


Beim kleinen elsässischen Städtchen Woerth (Department Bas-Rhin, 67) fand 1870 die erste Schlacht des deutsch-französischen Krieges statt. An dieses historische Ereignis erinnert das Musée 1870 im Schloß der Stadt.