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Samstag, 16. Dezember 2017

Marmoutier und Altenstadt - Schönste Romanik im Nordelsaß


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) ist eine ehemalige Benediktinerabtei im Ort Marmoutier im Département Bas-Rhin in der französischen Region Elsass (heute Grand Est).


Nicht gar so wuchtig wie Marmoutier ist Saint-Ulrich in Altenstadt, einem Ortsteil von Wissembourg (Weißenburg) nahe der deutsch-französischen Grenze. Hier beginnt die elsässer Route Romane, die Straße der Romanik. Sie führt im Süden bis in den Sundgau. Saint-Ulrich ist die älteste romanische Kirche des Elsaß.


Der Westturm birgt ein bemerkenswertes Portal, dessen reichgeschmückter Sturz aus dem 11. Jahrhundert Seltenheitswert besitzt. Die sieben umrankten Medaillons erinnern an koptische Stoffe und eine Inschrift besagt, dass jeder Besucher der Kirche vor Eintritt erst die Erlaubnis des Abtes Liuthard einholen solle. Das ist heute nicht mehr möglich, denn Liuthard von Weißenburg stand dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich in Altenstadt im ersten Drittel des 11. Jahrhunderts vor.



Samstag, 21. Oktober 2017

Herbstausflug im Nordelsaß


Ausflug ins Elsaß - Vorbei an dem Fort Four à Chaux (Kalkofen) der Maginotlinie bei Lembach geht es durch Pfaffenbronn und über den Col du Pfaffenschlick vom Wald in den Wein. Wir sehen mit Merkwiller-Pechelbronn den Ort, in dem erstmals in Europa Erdöl gefunden wurde. Und Hunspach dürfte sicher das schönste Dorf des Elsaß sein.


Bei Wissembourg besuchen wir den Geisberg mit den Denkmalen zur Erinnerung an die Schlacht vom 4. August 1870 im Deutsch-Französischen Krieg.


Geisberg bei Wissembourg
from Franz Roth on Vimeo.

Impressionen aus Wissembourg:

        

Er ist ja ganz schön durch die Lande gezogen, der geschasste Polenkönig Stanislas Leszczyński, bevor er endlich Herzog von Lothringen wurde und in Nancy residierte. In Zweibrücken in der Südwestpfalz ließ er sich das Schlößchen Tschifflik bauen (Fasanerie) und auch im elsässischen Weißenburg (Wissembourg) hatte er ein Palais. Er gehörte zu seiner Zeit also nicht gerade zu den armen Asylanten.



Relief Otfrid von Weißenburg (* um 790; † 875), der erste namentlich bekannte althochdeutsche Dichter. Er schrieb das Bibelepos, der Liber evangeliorum im südrheinfränkischen Dialekt.

Unser letztes Ziel ist Saint-Ulrich in Altenstadt. Sankt Ulrich in Altenstadt, einem Ortsteil von Wissembourg (Weißenburg) im Nordelsaß ist die älteste romanische Kirche des Elsaß und der Ausgangspunkt der Route Romane, der Straße der Romanik, die bis in den Sundgau im Süden führt.


Im Mittelalter gehörte Altenstadt mit umliegenden Dörfern zur Weißenburger Mundat, den Ländereien des Klosters Weißenburg. 1521 gelangte die Vogtei Altenstadt hälftig zur Kurpfalz.

Montag, 21. August 2017

Auf dem Westrich


Der (historisch auch das) Westrich ist eine geographische Region in Südwestdeutschland und im nordöstlichen Frankreich. Der heutige Westrich besitzt keine fest definierten Grenzen. Grob umfasst er die westliche Pfalz, das östliche und südliche Saarland, das östliche Lothringen und das sogenannte „Krumme Elsass“, nämlich denjenigen Teil des Unterelsass, der westlich der Vogesen liegt. In seinem deutschen Teil liegen zumindest teilweise die rheinland-pfälzischen Landkreise Südwestpfalz, Kaiserslautern und Kusel sowie der saarländische Saarpfalz-Kreis. Auf französischer Seite gehören zum Westrich die östlichen Teile des Départements Moselle und das Gebiet im Nordwesten der Vogesen.


Von unserem "Dörfli" auf der Hackmesserseite fahren wir des öfteren Richtung Westrich.


Wir lieben diese abwechslungsreiche Landschaft.


Waren wir im Clip eben unterwegs nach Zweibrücken, so biegen wir im folgenden bei der Großsteinhausener Mühle ab und fahren nach Hornbach.


Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

In Hornbach besuchen wir auch die katholische Pfarrkirche Sankt Pirminius, bevor wir auf der Barockstraße Saar-Pfalz weiterfahren nach Medelsheim im Saarpfalzkreis.


In Medelsheim gibt es einen Rundweg zu den verschiedenen Kreuzen.


Unweit Medelsheim liegt Böckweiler: Sankt Stephanus - Die Stephanuskirche ist die evangelische Pfarrkirche von Böckweiler, einem Ortsteil von Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) im Saarland. Sie ist eine ehemalige Prioratskirche der Benediktiner-Abtei Hornbach. Bei der baulichen Aufnahme nach den Kriegsschäden des Zweiten Weltkrieges wurden römische Reste und die Fundamente einer Basilika aus der Zeit der Karolinger entdeckt. Der Ursprung von Sankt Stephanus datiert ins 11. Jahrhundert.


Freitag, 23. September 2016

Die Straße der Romanik im Elsaß


Sankt Peter und Paul in Sigolsheim liegt an der Route Romane, der Straße der Romanik, die von Nord nach Süd durch das Elsaß verläuft. Eine Tourismusroute auf den Spuren romanischer Baukunst.


Ihren Startpunkt hat die Route Romane in Altenstadt, einem Ortsteil von Wissembourg (Weißenburg) unweit der deutschen Grenze.


Sonntag, 13. Dezember 2015

Marmoutier - Maursmünster - schönste Romanik im Elsaß


Das Kloster Marmoutier (lat. Mauri Monasterium; deutsch Maursmünster) im Elsass wurde um 590, nach anderen Quellen 659 wohl vom hl. Leobard (Liebhard) (+ um 680 in Maursmünster), einem Schüler des hl. Columban gegründet und nach der oberitalienischen Stadt Aquileia genannt. Maursmünster wird zu den merowingischen Klöstern gerechnet und war eine Reichsabtei. 728 reformierte der hl. Pirmin als Abt mehrere elsässische Klöster columbanischer Prägung im Sinne der Benediktregel, darunter auch Maursmünster. Abt wurde Maurus, nach dem das Kloster bald benannt wurde. Am 1. März 1096 weihte Papst Urban II. die neue Klosterkirche ein. Von der staufischen Architektur der Stiftskirche ist heute noch die Westfassade (um 1140/50), die Vorhalle und die Türme aus dem 11. und 12. Jahrhundert vorhanden. Die Fassade wird von drei Giebeln gekrönt und ist von zwei Achtecktürmen flankiert. Dazwischen erhebt sich ein viereckiger, 36 m hoher Hauptturm. Obwohl der Bau nur 20 m breit ist, macht er einen mächtigen Eindruck. Die Front mit ihrem reichen Figurenschmuck, aber auch der Säulen- und Bogenschmuck der Vorhalle zeugen von der romanischen Bildhauerkunst. Daher gilt diese romanische Abteikirche auch als eine der schönsten des Elsass überhaupt. Das hinter dem Westwerk liegende Langhaus der Kirche wurde zwischen 1225 und 1301 in gotischen Formen neu erbaut.




Freitag, 19. Juni 2015

Die elsässer Straße der Romanik - La Route Romane

Saints-Pierre-et-Paul in Sigolsheim (unweit Colmar)

Die Straße der Romanik verläuft vom Norden des Elsaß bis in den tiefen Süden nahe der Schweizer Grenze. Wir präsentieren ein paar wenige Highlights. Beginnen wollen wir mit dem Startpunkt im Norden.

Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg, Weißenburg)





Die romanische Kirche Sankt Ulrich in Altenstadt, einem Stadtteil von Wissembourg im Département Bas-Rhin, unweit der deutsch-französischen Grenze, markiert den Startpunkt der Route Romane, der Straße der Romanik, durch das Elsaß.


Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg) by Franz Roth


Wenige Kilometer von Weißenburg entfernt, in Altenstadt, heute ein Ortsteil der Gemeinde Wissembourg, finden wir das erste rein romanische Bauwerk an der Strecke der elsässer Route Romane, die Kirche St. Ulrich aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Deren Westturm birgt ein bemerkenswertes Portal, dessen reichgeschmückter Sturz aus dem 11. Jahrhundert Seltenheitswert besitzt. Die sieben umrankten Medaillons erinnern an koptische Stoffe und eine Inschrift besagt, dass jeder Besucher der Kirche vor Eintritt erst die Erlaubnis des Abtes Liuthard einholen solle. Das ist heute nicht mehr möglich, denn Liuthard von Weißenburg stand dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich in Altenstadt im ersten Drittel des 11. Jahrhunderts vor.


Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)




Marmoutier - Abteikirche Saint-Martin by Franz Roth


Gegründet im Jahr 590 als merowingisches Kloster war Mauersmünster (Mauri Monasterium) eine Reichsabtei gewesen. Der gewaltige romanische Sakralbau beherbergt in seinem Innern eine Orgel des sächsischen Orgelbauers Silbermann.

Sigolsheim - Saints-Pierre-et-Paul

Montag, 23. März 2015

Romanik im Elsaß

Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg, Weißenburg)



Die romanische Kirche Sankt Ulrich in Altenstadt, einem Stadtteil von Wissembourg im Département Bas-Rhin, unweit der deutsch-französischen Grenze, markiert den Startpunkt der Route Romane, der Straße der Romanik, durch das Elsaß.


Saint-Ulrich in Altenstadt (Wissembourg) by Franz Roth


Wenige Kilometer von Weißenburg entfernt, in Altenstadt, heute ein Ortsteil der Gemeinde Wissembourg, finden wir das erste rein romanische Bauwerk an der Strecke der elsässer Route Romane, die Kirche St. Ulrich aus dem 11. und 12. Jahrhundert. Deren Westturm birgt ein bemerkenswertes Portal, dessen reichgeschmückter Sturz aus dem 11. Jahrhundert Seltenheitswert besitzt. Die sieben umrankten Medaillons erinnern an koptische Stoffe und eine Inschrift besagt, dass jeder Besucher der Kirche vor Eintritt erst die Erlaubnis des Abtes Liuthard einholen solle. Das ist heute nicht mehr möglich, denn Liuthard von Weißenburg stand dem Benediktinerkloster Sankt Ulrich in Altenstadt im ersten Drittel des 11. Jahrhunderts vor.

Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)




Marmoutier - Abteikirche Saint-Martin by Franz Roth


Gegründet im Jahr 590 als merowingisches Kloster war Mauersmünster (Mauri Monasterium) eine Reichsabtei gewesen. Der gewaltige romanische Sakralbau beherbergt in seinem Innern eine Orgel des sächsischen Orgelbauers Silbermann.

Abteikirche Saint-Martin in Marmoutier (Maursmünster)




Marmoutier - Abteikirche Saint-Martin by Franz Roth


Gegründet im Jahr 590 als merowingisches Kloster war Mauersmünster (Mauri Monasterium) eine Reichsabtei gewesen. Der gewaltige romanische Sakralbau beherbergt in seinem Innern eine Orgel des sächsischen Orgelbauers Silbermann.