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Montag, 9. September 2019

Kirchen im Bliesgau (Teil 2)


Altarretabel in Sankt Martin in Medelsheim
Foto © Franz Roth



Die Pfarrkirche Sankt Martin in Medelsheim

Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim from Franz Roth on Vimeo.


Die Kirche St. Martin ist weithin sichtbar und bildet den Ortsmittelpunkt von Medelsheim. Die katholische Pfarrkirche St. Martin aus dem 18. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört. Nach dem Krieg wurde die Kirche wieder aufgebaut und der Turm mit seiner geschweiften Haube um 2,50 Meter erhöht. Der heute als Sakristei dienende Chor der gotischen Vorgängerkirche ist der älteste Teil des Gotteshauses. Im Chor sind Reste von Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert zu sehen. In der Kirche steht ein steinernes Altarretabel, das um 1430 geschaffen wurde. Die Ausdruckskraft des Retabels wird in erster Linie dem guten Erhaltungszustand der Farbfassung von bemerkenswerter Qualität zugeschrieben. Durch Medelsheim verläuft die südliche Route des Jakobsweges von Hornbach nach Metz.


Den schwärzesten Tag ihrer langen Geschichte erlebte die Kirche am 13. September 1939. Medelsheim und die übrigen Dörfer der Parr lagen damals in der "Roten Zone", dem Gebiet zwischen der deutsch-französischen Grenze und dem Westwall, das bei Kriegsbeginn geräumt werden musste. Und von Wattweiler bei Zweibrücken wurde - aus angeblich militärischen Gründen (um den französischen Truppen die Möglichkeit zu nehmen, vom Kirchturm aus Beobachtungen anzustellen) - Sankt Martin durch deutsche Artillerie in Brand geschossen und völlig zerstört.

Die Klosterkapelle von Gräfinthal

Das Kloster Gräfinthal ist ein Olivetanerkonvent, welcher aus einem ehemaligen Wilhelmitenkloster entstanden ist. Das Kloster Gräfinthal ist bereits seit dem 13. Jahrhundert eine bedeutende Wallfahrtsstätte. Es gehört zum Bistum Speyer und liegt in der Gemeinde Mandelbachtal inmitten des Biosphärenreservates Bliesgau im südöstlichen Saarland. Gräfinthal entstand Mitte des 13. Jahrhunderts, als den Überlieferungen zu Folge Gräfin Elisabeth von Blieskastel hier ein Kloster stiftete.


Die Blieskasteler Gräfin Elisabeth gründete der Überlieferung nach im Jahre 1243 das Wilhelmitenkloster bei Bliesmengen. Das Kloster Gräfinthal wurde im Laufe seiner Geschichte mehrfach zerstört und wieder aufgebaut. Gräfinthal war das letzte Wilhelmitenkloster auf deutschem Boden.

Über viele Jahrhunderte hin besteht Gräfinthal im Wechsel von Blüte und Niedergang. Noch im 18. Jahrhundert ist das Kloster ein bedeutender Wallfahrtsort auf dem Territorium des Herzogs von Lothringen. Nach den Verwüstungen des dreißigjährigen Krieges begann mit der barocken Bauperiode eine Blütezeit für Gräfinthal. Bevölkerung und Adel gewährten Unterstützung. Vor allem der polnische Exil-König Stanislas Leszczynski im nahen Zweibrücker Exil erwies sich als Wohltäter. Er übereignete dem Konvent den goldenen Reichsapfel des Königreiches Polen, als Weihegabe an die Gottesmutter Maria, die in Gräfinthal verehrt wird. Seine jüngste Tochter wird Königin von Frankreich, Anna dagegen, die ältere, stirbt mit 18 Jahren und wird 1717 in der kaum vollendeten Prioratskirche bestattet.

Samstag, 7. September 2019

Kirchen im Bliesgau

Sankt Mauritius in Rubenheim

Die Schloßkirche in Blieskastel


Mit der Verlegung der Residenz des Reichsgrafen Franz Carl von der Leyen von Koblenz nach Blieskastel begann hier eine lebhafte Bautätigkeit. Die Grundsteinlegung der vom Grafen gewünschten Franziskaner-Klosterkirche fand 1776 statt. Das architektonische Vorbild dieses Bauwerks stammte offensichtlich aus dem italienischen Hochbarock. Merkmale hierfür sind die reiche Gestaltung des Inneren, die stuckierten Wände und der vergoldete Hochaltar. Die Statue des heiligen Sebastian fand im Giebel der heutigen Schloßkirche eine neue Verwendung. Noch heute befinden sich in der Krypta die Sarkophage von Franz Carl und Marianne von der Leyen.

Die Heilig Kreuz Kapelle des Wallfahrtsklosters Blieskastel


Die Heilig-Kreuz-Kapelle steht auf dem Han, einer Anhöhe über Blieskastel. 1682/83 entstand durch "Meister Thomas Gampfer" (Camper) der heute noch stehende flachgedeckte Saalbau mit dreiseitigem Schluss. Bauherren waren die in Koblenz regierenden Freiherren Carl Caspar und Damian Adolph von der Leyen, deren Wappen noch das Portal ziert. "Zur vermehrten Einpflanzung christlich katholischer Andacht der Untertanen" wurden auf dem Vorplatz eine Kreuzigungsgruppe mit den Schächern und die "sieben Fußfälle" aus dem Kreuzweg Christi, sowie der Stationen der Sieben Schmerzen Mariens und ein Heiliges Grab errichtet. Ein Säulengang bildete den Abschluss der Gesamtanlage. Der besondere Anziehungspunkt war eine Kreuzreliquie innerhalb der Kapelle. Der Schmuck im Kapelleninnern, besonders der sehr farbige Deckenstuck bezog sich ganz auf die Kreuzwallfahrt. Die Gottesdienste besorgten eigene Kapläne, ab 1775 die Franziskaner. Die Wallfahrt fand durch die Französische Revolution ihr Ende. Die Kapelle wurde geplündert, die Inneneinrichtung vernichtet und der Raum als Pulvermagazin verwendet. An den Portalsäulen sind noch Inschriften von französischen Soldaten aus diesen Jahren zu erkennen. Auch die Kreuzigungsgruppe wurde beschädigt. Ab 1804 hielten die Franziskaner wieder Stationsandacht; der hiesige Apotheker Mehler ließ vom Bildhauer Matthias Weysser die Kreuzigungsgruppe nach altem Vorbild wieder herstellen. Die beiden Schächerkreuze von 1685, denen 1688 durch Soldaten Arme und Beine verstümmelt wurden, waren noch erhalten und wurden gleichfalls restauriert. Die Kreuzwegstationen in einer halboffenen Säulenhalle stammen aus dem Jahre 1857. Sie ersetzen die zerstörten "Sieben Fußfälle". 1829 kam das Gnadenbild "Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen" in die Kreuzkapelle.

Sankt Barbara in Herbitzheim


Auf einer Anhöhe erhebt sich die katholische Kirche St. Barbara, die 1975 geweiht werden konnte. Im Grundriß hat die Kirche ein großes rundes Hauptschiff mit abgerundetem, vorgelagertem Altarraum und ein ovales Seitenschiff, welchem in gleicher Form die Sakristei gegenüber steht. Das geschwungene in zwei Säulen aufsteigende Dach erreicht eine Höhe von 24 Metern. Der Betongussbau erscheint dem Betrachter überraschend leicht und schwungvoll. Die Kirche und das gleichzeitig errichtete Jugendheim sind in eine großzügige Außenanlage eingebettet, wodurch der erforderliche Rahmen für den außergewöhnlichen Gesamteindruck gegeben ist. Zum Kircheninventar zählt eine aus der Schweiz stammende Madonnenstatue des 16. Jahrhunderts. Die Barbarastatue wurde 1976 von Holzbildhauermeister Richard Rottmann gefertigt. Die farbigen Betonglasfenster mit ihren biblischen Motiven und die harmonisch in den Raum eingefügten Betonreliefs von Emil Wachter aus Karlsruhe komplettieren den Innenraum dieses modernen Kirchenbauwerkes. Sie ist Filialkirche von St. Mauritius in Rubenheim. Möglich wurde der Bau der Kirche nachdem ein 1927 gegründeter Kirchenbauverein, mit der Zielsetzung, ein eigenes Gotteshaus in Herbitzheim zu erbauen, zu Beginn der 1970er Jahre durch Spenden ein Eigenkapital von nahezu 300.000 DM zur Verfügung hatte.

Sankt Mauritius in Rubenheim


Die Kirche St. Mauritius ist eine katholische Pfarrkirche in Rubenheim, einem Ortsteil der Gemeinde Gersheim. Kirchenpatron ist der heilige Mauritius. Erbaut wurde das ursprüngliche Kirchengebäude um das Jahr 1000 in der kunstgeschichtlichen Epoche der Romanik. Im 13. Jahrhundert erhielt das Gotteshaus einen Turm mit Satteldach und diente als Wehrkirche. 1768 wurde der Turm erhöht, wobei das alte Satteldach beibehalten wurde. In den Jahren 1778–79 erfolgte eine Erweiterung des Kirchenschiffes durch den Anbau eines barocken Saales. 1895 kam es zu einer erneuten Erweiterung, bei der nach Plänen des Architekten Wilhelm Schulte sen. ein Chor im neuromanischen Stil angebaut wurde. 1927–28 wurde westlich ein Seitenschiff angefügt. Nach Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg erfolgte 1948–60 der Wiederaufbau nach Plänen des Architekten Albert Boßlet (Würzburg). 1985 und 2006 wurde die Kirche restauriert.

Ev. Kirche in Brenschelbach


Die Protestantische Kirche Brenschelbach ist die Kirche der protestantischen Kirchengemeinde im saarländischen Brenschelbach im Kirchenbezirk (Dekanat) Zweibrücken der Evangelischen Kirche der Pfalz. Zuständig für die Kirchengemeinde Brenschelbach ist das Pfarramt Hornbach. In der Denkmalliste des Saarlandes ist die Kirche als Einzeldenkmal aufgeführt. Ältester Teil der Kirche ist der aus dem 13./14. Jahrhundert stammende Kirchturm, der 1592 einer Restaurierung unterzogen wurde. Das eigentliche Kirchengebäude wurde 1784 als spätbarocker Saalbau nach Plänen des Architekten Friedrich Gerhard Wahl, dem letzten Baudirektor des Herzogtums Pfalz-Zweibrücken, errichtet. Bei dem Kirchengebäude handelt es sich um eine schlichte Halle mit angefügtem Chorraum. Der Kirchturm zählt zur Gruppe der sogenannten "Hornbacher Türme". Das ursprüngliche Satteldach wurde 1904 in ein Dach mit Helmspitze umgewandelt. Im Erdgeschoss des Turmes, der aus Quadermauerwerk besteht, ist noch ein Kreuzrippengewölbe zu sehen. Die Turmtür hatte ehedem einen Spitzbogen, der aber 1722 zu einem Stichbogen verändert wurde. Bemerkenswert im Inneren der Kirche sind die sechs Fenster des Architekten und Glasmalers György Lehoczky (Saarbrücken) im Chorraum, die 1956 geschaffen wurden.

Sankt Stephanus in Böckweiler


Eine "Dreikonchenkirche" aus dem 11. Jh., die wiederum auf den Fundamenten einer karolingischen Basilika aus dem 9. Jh. entstand. Bei einer Dreikonchenkirche (Trikonchos) sind die drei meist gleichdimensionierten Apsiden des Chores kreuz- oder kleeblattförmig angeordnet. Böckweiler wurde 1149 als "Bickwilre" erstmals erwähnt. Aus dieser Zeit hat sich die Dreikonchenkirche in der Ortsmitte erhalten. Der Mittelpunkt wird geprägt von dem weithin bekannten kulturhistorischen Kleinod, der tausendjährigen romanischen Stephanuskirche. Sie steht inmitten einer gepflegten Anlage mit dem uralten Lindenbrunnen und einem Dorfweiher. Die Ausstattung des Böckweiler Chorturms mit drei Apsiden gilt als einmalig. Das damalige Priorat des nahe gelegenen Hornbacher Klosters geht auf eine frühromanische Kirche aus dem 11. Jahrhundert zurück, die wiederum auf Fundamenten einer karolingischen Basilika aus dem 9. Jahrhundert entstand. Deren Grundriss markieren im Rasen eingelassene Steine. Im Bereich der Kirche wurden zudem Reste einer römischen Villa gefunden, die vermutlich auch die Funktion einer Poststation hatte - unweit verläuft eine ehemalige "Fernstraße", auf der seit altersher das Salz aus Dieuze (Lothringen) nach Norden transportiert wurde. Der Kirchenbau war im Zweiten Weltkrieg von schweren Zerstörungen betroffen. Die Kirche liegt am Jakobsweg von Hornbach nach Metz.

Sankt Martin in Medelsheim


Die Kirche St. Martin ist weithin sichtbar und bildet den Ortsmittelpunkt von Medelsheim. Die katholische Pfarrkirche St. Martin aus dem 18. Jahrhundert wurde im Zweiten Weltkrieg bis auf die Grundmauern zerstört. Nach dem Krieg wurde die Kirche wieder aufgebaut und der Turm mit seiner geschweiften Haube um 2,50 Meter erhöht. Der heute als Sakristei dienende Chor der gotischen Vorgängerkirche ist der älteste Teil des Gotteshauses. Im Chor sind Reste von Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert zu sehen. In der Kirche steht ein steinernes Altarretabel, das um 1430 geschaffen wurde. Die Ausdruckskraft des Retabels wird in erster Linie dem guten Erhaltungszustand der Farbfassung von bemerkenswerter Qualität zugeschrieben. Durch Medelsheim verläuft die südliche Route des Jakobsweges von Hornbach nach Metz.

Die Kreuzkapelle auf dem Husarenberg bei Medelsheim


Die Kreuzkapelle zur Schmerzhaften Mutter auf dem Husarenberg war früher eine Wallfahrtskapelle. Sie stammt von 1767 und birgt eine Pietà von 1554. Entlang des Weges zur Kreuzkapelle auf der Höhe des "Husarenberges" stehen die 14 Kreuzwegstationen, die nach alter Tradition an das Leiden Christi - von seiner Verurteilung bis zu seiner Grablegung - erinnern.


Sonntag, 25. August 2019

Im Pirminiusland

Kloster Hornbach heute

Wer das Pirminiusland kennen lernen möchte, muss sich natürlich das Kloster Hornbach anschauen. Von unserem Pfälzer Domizil aus ist das eine gute halbe Stunde Fahrtzeit.


Kloster Hornbach ist über 1250 Jahre alt. Nach vielen Jahren des Verfalls wurde es in den Neunziger Jahren grundlegend renoviert und beherbergt heute ein Hotel. Hornbach in der Südwestpfalz war die letzte Gründung des Heiligen Pirminius. Als er im Jahr 742 das Kloster gründete war Pirminius bereits ein Greis. Graf Werner aus dem Geschlecht der Widonen, den späteren Herzögen von Lothringen, hatte ihn in die Westpfalz berufen und ihm eine Waldmark zur Klostergründung geschenkt. Pirmin ist in Hornbach am 3. November 753 gestorben und war hier auch bis 1558 auch beigesetzt, doch die Gebeine befinden sich heute nicht mehr in der dortigen Grabkapelle, sondern sind in Innsbruck beigesetzt.

800 Jahre lang ruhten die Gebeine des Heiligen in Hornbach. Als das Klosters Hornbach im Verlauf der Reformation aufgehoben wurde überführte der letzte Hornbacher Abt, Graf Anton von Salm, St. Pirmins Gebeine 1558 nach Speyer. Von dort verbrachte sie 1575 der ehemalige Präsident des Reichskammergerichtes und Statthalter von Tirol, Graf Schweikhard von Helfenstein, in seine Residenz nach Innsbruck. Hier befinden sie sich heute in einem modernen Schrein der Innsbrucker Jesuitenkirche. Die Überführung nach Innsbruck hatte ganz handfeste Gründe: Sie diente der Gegenreformation in Tirol. Um die Protestanten von ihrem "Irrglauben" zu befreien kam Pirmin gut zupass. Hatte er doch schon mit der Gründung des Klosters Reichenau die Insel im Bodensee vom "giftigen Gewürm des Teufels" befreit. Dabei war Pirmin gar kein Missionar mehr gewesen, der Heiden bekehrt hätte, sondern eher eine Art von "Politmissionar", der das politisch zum fränkischen Reich gehörende Allemanien auch kirchlich zu integrieren hatte.

Nach der Wiederentdeckung des Hornbacher Grabes (folgendes Bild, Pfeil) im Jahr 1953 wurde ein Teil der Reliquien zurückgegeben. Sie werden heute in Hornbach, Speyer und Pirmasens (in der Pirminiuskirche) aufbewahrt.



Auch wenn das Pirminiusgrab heute leer ist, so finden wir in Hornbach gleichwohl eine Schädelreliquie des Heiligen: In der katholischen Pfarrkirche Sankt Pirminius.


Bei unserem Ausflug in den Bliesgau haben wir in Brenschelbach einen sog. "Hornbacher Turm" gesehen und auch Medelsheim besucht. In der dortigen Kirche Sankt Martin befindet sich gleichfalls eine Reliquie des Heiligen.


Freitag, 23. August 2019

Kleiner Ausflug in den Bliesgau


Brenschelbach ist ein Stadtteil von Blieskastel im saarländischen Saarpfalz-Kreis. Wir fahren von Hornbach in der Südwestpfalz nach Brenschelbach. Wir kommen dabei durch das Naturschutzgebiet der Schwalbaue, eine Bachaue, die seit 5. Juli 1996 als Naturschutzgebiet ausgewiesen ist. Auf dem 15 ha großen Gelände befindet sich ein natürlicher Auenabschnitt des Schwalbbaches mit Glatthaferwiesen, Hochstaudenflure und Röhrichten.


Brenschelbach im Saarpfalzkreis- Streetview ab Hornbach -
Evangelische Pfarrkirche mit mittelalterlichem Turm in Form der sog. "Hornbacher Türme"

Der Turm der protestantischen Kirche in Brenschelbach stammt aus dem 13./14. Jahrhundert. Er zählt zur Gruppe der sogenannten "Hornbacher Türme": Über zwei Sockeln erheben sich zwei Stockwerke, die sich durch Abschrägungen voneinander abheben. Im Erdgeschoss des Turmes, der aus Quadermauerwerk besteht, ist noch das Kreuzrippengewölbe zu sehen.

Die Kreuzkapelle auf dem Husarenberg bei Medelsheim

Die Kreuzkapelle zur Schmerzhaften Mutter auf dem Husarenberg war früher eine Wallfahrtskapelle. Sie stammt von 1767 und birgt eine Pietà von 1554.

Die vor der Friedhofsmauer stehende Kreuzigungsgruppe mit den Assistenzfiguren Maria und Johannes wurde 1804 geschaffen. Das ursprüngliche Sandsteinkreuz wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1947 in seiner heutigen Form neu erschaffen.

Vom Ortsende bis zur Kreuzkapelle auf dem Husarenberg stehen entlang der Straße 14 gemauerte Kreuzwegstationen.



Dieses Holzkreuz mit gefasstem Korpus in der Kapelle stammt ursprünglich aus Tirol. Es wurde um das Jahr 1700 von einem unbekannten Meister geschaffen. 1975 wanderte das Kreuz in Tirol in einen Lagerraum und wurde dort von dem aus Riesweiler stammenden Josef Schieber entdeckt und erworben. Seit 1993 hat es seinen Platz in der Kreuzkapelle.


Von Altheim nach Hornbach


Von Altheim nach Hornbach (von der Saarpfalz in die Südwestpfalz)

Wasserbüffel bei Hornbach

Acht Wasserbüffel - sechs Kühe und zwei Bullen - waren es 2010 gewesen beim offiziellen Startschuss der Beweidung der Talaue zwischen Hornbach und Mauschbach. Mittlerweile sind es einige mehr.


Der Landkreis Südwestpfalz hatte das mit 96.000 Euro vom Land geförderte Projekt gestartet, um drei Ziele zu erreichen. Zum einen als Biotopschutz, zum zweiten, um eine Verbuschung der Kulturlandschaft zu verhindern und zu erhalten. Und zum Dritten hat das Projekt auch einen touristischen Aspekt.

Den jetzt elf Tieren stehen rund 17 Hektar zwischen der Landstraße 478 und dem St. Johanner Weg auf beiden Seiten der Trualb (die mündet zwar bei Waldhouse von rechts in den Hornbach, der Hornbach führt aber bis zu der gleichnamigen Stadt den Namen „Trualbe“ als Zweitname nebenher) zur Verfügung. Sie sind eine Attraktion im Hornbachtal.

Mittwoch, 14. August 2019

Unterwegs im Bliesgau


Der Kultur- und Archäologiepark (frz.: Parc Archéologique Européen de Bliesbruck-Reinheim) erstreckt sich beidseits der deutsch-französischen Grenze zwischen den Orten Reinheim (Saarland) und Bliesbruck (Département Moselle).


In dem 700.000 m² großen Parkgelände werden Befunde aus verschiedenen Epochen ausgegraben und museal präsentiert. Die bedeutendsten sind ein keltisches Fürstinnengrab sowie eine kleinstädtische Siedlung (Vicus) und eine Palastvilla, beide aus römischer Zeit. Jährlich besuchen etwa 50.000 Besucher den Park, der damit zu den wichtigsten Kultur- und Tourismuseinrichtungen in der ländlichen Region zählt.

Der Europäische Kulturpark wird gemeinschaftlich vom Generalrat des französischen Départements Moselle und der Stiftung Europäischer Kulturpark betrieben. Unterstützt wird das Projekt ebenfalls vom französischen Ministerium für Kultur und Kommunikation, vom Saarland, sowie von der Gemeinde Gersheim. Initiator und geistiger Begründer des Europäischen Kulturparks ist Jean Schaub aus Sarreguemines.

Karte:


Der größte Menhir Mitteleuropas: Der Gollenstein bei Blieskastel


Der Gollenstein bei Blieskastel im Saarland (Saarpfalz-Kreis) ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Seine Höhe beträgt 6,58 Meter. Er steht auf dem Blieskasteler Berg nordwestlich des Stadtzentrums und gilt als Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel.

Der Stein besteht aus einem hellen Sandstein und wurde wahrscheinlich am Ende der Jungsteinzeit (ca. 2000 v. Chr.) errichtet. Er wird mit einem prähistorischen Ahnenkult in Verbindung gebracht.

Fast 4000 Jahre blieb der Gollenstein unversehrt, doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges befürchteten Offiziere der Wehrmacht, er könnte aufgrund seiner exponierten Stellung in der Landschaft als „Richtpunkt für die französische Artillerie“ dienen. Daraufhin legten Pioniere den Gollenstein im Jahre 1939 nieder. Die Soldaten richteten dafür eine mit Stroh gefüllte Grube her, die jedoch zu kurz berechnet war. Beim Umlegen riss das Seil, so dass der Stein stürzte, dabei auf der Kante der zu kurzen Grube aufschlug und in vier große und einige kleine Teile zerbrach. Auf Betreiben des Bürgermeisters Alfons Dawo wurden im November 1951 die Teile mit Beton – wegen der breiten Fugen nicht ganz fachmännisch – wieder zusammengesetzt und der Gollenstein erneut aufgerichtet.

Experten schätzen, dass die Nische mit dem Kreuz wahrscheinlich erst 1809 eingemeißelt wurde und christliche Kultgegenstände (Kreuze, kleine Heiligenfiguren, Kerzen) hierin Platz fanden. Der heidnische Stein bekam so eine christliche Bedeutung. Unter der Nische sind Fragmente einer menschlichen Figur reliefartig eingehauen. Zwei Beine mit Füßen, Teile des Rumpfes, der Kopf und ein Arm mit Hand sollen eine vorgeschichtliche Götterfigur darstellen, die an den keltischen Wettergott Taranis erinnert.

Kloster Gräfinthal

Gräfinthal im Saarpfalzkreis - Zwei Clips in einem, vor und nach der Restaurierung der Kapelle. Jeweils im Herbst.


Die Gründung des Klosters erfolgte nach dem Chronisten Dom Calmet im Jahre 1243. Es ist eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. Diese wurde der Legende nach durch ein Gebet vor dem Gnadenbild eines Einsiedlers geheilt und gründete aus Dankbarkeit das Kloster. 1273 wurde sie dort beerdigt.

Der Wilhelmitenorden, gegründet von Schülern des Hl. Wilhelm von Malevalle (Toskana), gründete von Gräfinthal aus Ende des 13. Jahrhunderts das Priorat Marienthal bei Hagenau im Elsass, das bis heute ein großer Wallfahrtsort ist. Die Klosteranlage wurde im Laufe von 600 Jahren wiederholt zerstört und beschädigt. Eine letzte Blüte und sein Ende erlebte das Kloster dann zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Förderer war der in Zweibrücken residierende ehemalige polnische König, der spätere Herzog von Lothringen, Stanislaus Lescynski (1677-1766). Er ließ 1717 seine verstorbene Tochter Anna (1699-1717) in der Klosterkirche beisetzen. Bei jüngsten archäologischen Grabungen wurde diese Grablege vermutlich gefunden. Auch die 2. Tochter des polnischen Königspaares, Maria Lescynska (1703-1768), durch die Heirat mit Ludwig XV. Königin von Frankreich, hatte eine besondere Zuneigung zu dem Kloster und besuchte es öfter.

Zum Schluss noch eine interessante und sicherlich weitgehend unbekannte Anekdote:

Im Pfarrhaus Gräfinthal fand im Herbst 1952 ein geheimes Treffen zwischen dem damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann (CVP) mit dem Beauftragten des damaligen Bundeskanzlers, Konrad Adenauer, Professor Adolf Süsterhenn, statt. Man garantierte dabei Johannes Hoffmann das Amt des saarländischen Ministerpräsidenten, sofern er bereit sei, das Saarland an Deutschland anzuschließen.

Bekanntlich lehnte Hoffmann ab und zog sich nach dem Ergebnis der Saarabstimmung 1955 völlig aus der Politik zurück.

Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis - Sankt Martin und Kreuzkapelle


Medelsheim ist ein kleiner Ort im Saar-Pfalz-Kreis, mit seiner Pfarrkirche Sankt Martin und der Kreuzkapelle auf dem Husarenberg verfügt er gleichwohl über bedeutende sakrale Kostbarkeiten.

Die in der Ortsmitte von Medelsheim gelegene katholische Pfarrkirche Sankt Martin ist gotischen Ursprungs. Ihre heutige Gestalt verdankt sie barocken Baumaßnahmen.

Eine besondere Bedeutung innerhalb der mittelalterlichen Sakralarchitektur des Saarlandes hat der Medelsheimer Chor durch seine Wand- und Gewölbemalereien aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.

Donnerstag, 3. Mai 2018

Im Zeichen des Kreuzes: In hoc signo vinces


Was gibt es erhabeneres als das christliche Kreuz?

Dieses ist aus dem Jahr 1700, stammt ursprünglich aus Tirol und hängt in der Kreuzkapelle auf dem Husarenberg bei Medelsheim im Saarpfalzkreis.


Kreuzpapelle Medelsheim im Saar-Pfalz Kreis - Die Kreuzkapelle zur Schmerzhaften Mutter auf dem Husarenberg war früher eine Wallfahrtskapelle. Sie stammt von 1767 und birgt eine Pietà von 1554. Auf Anregung des Speyerer Bischofs Michael von Faulhaber wurde 1920 der Kreuzweg angelegt.

Rund um Medelsheim gibt es eine Vielzahl von Kreuzen. Es gibt einen Rundweg zu den verschiedenen Kreuzen.


Die Menschen im Saarpfalzkreis sind fest verwurzelt mit ihrer Heimat und in ihrem Glauben.


Das Kloster Blieskastel ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel im Saarland. Das Kloster ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Teil des heutigen Klosteranlage ist die 1682/83 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle. In ihr befindet sich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pietà „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“. Sie ist der Anlass für die Wallfahrten ins Kloster Blieskastel. Sie stammt ursprünglich aus dem nahen Kloster Gräfinthal.

Gräfinthal ist eine monastische Gründung des 13. Jahrhunderts. Mönche einer benediktinischen Ordensgemeinschaft aus der Toskana, die Eremiten von Malvalle, kamen damals in die Einöde des Letschenbachtales, wo Gräfin Elisabeth von Blieskastel ein Kloster errichtet hatte. Sie hüteten dort den kostbaren Schatz der „Madonna mit den Pfeilen“, eine Pietà, der ein Blutwunder nachgesagt wurde, und die von weither Pilger anzog. Der Konvent der Mönche blühte auf. Nach den Verwüstungen des dreißigjährigen Krieges begann mit der barocken Bauperiode eine Blütezeit für Gräfinthal. Bevölkerung und Adel gewähten Unterstützung. Vor allem der polnische Exil-König Stanislas Leszczynski im nahen Zweibrücker Exil erwies sich als Wohltäter. Er übereignete dem Konvent den goldenen Reichsapfel des Königreiches Polen, als Weihegabe an die Gottesmutter Maria, die in Gräfinthal verehrt wird. Seine jüngste Tochter wird Königin von Frankreich, Anna dagegen, die ältere, stirbt mit 18 Jahren und wird 1717 in der kaum vollendeten Prioratskirche bestattet. Noch einmal, im ausgehenden Barock, erfährt Gräfinthal eine kraftvolle religiöse und kulturelle Erneuerung.




Dienstag, 19. Dezember 2017

Sankt Martin und der Husarenberg in Medelsheim


Der im Bliesgau liegende Ort Medelsheim wurde im Jahr 888 als Medelinesheym erstmals urkundlich erwähnt. König Arnulf vermachte Folkwin, dem vorsteher des nahen Klosters Hornbach hier Grundbesitz. Um die Mitte des 12. Jahrhunderts zur lothringischen Herrschaft Bitsch gehörend, gelangte Medelsheim im 14. Jahrhundert an die Grafen von Zweibrücken.

Die im Ortszentrum gelegene katholische Pfarrkirche Sankt Martin ist gotischen Ursprungs. Ihre heutige Gestalt verdankt sie barocken Baumaßnahmen. 1774 wurde über dem gotischen Rechteckchor aus dem frühen 14. Jahrhundert ein Glockenturm gebaut. 1776 erfolgte der Neubau einer sehr geräumigen mit einer Volutendecke ausgestatteten Saalkirche.

Dem Zweiten Weltkrieg fielen über 80% von Medelsheim zum Opfer und auch das Langhaus der Kirche brannte ab. Das Barockinventar ging dabei auch verloren. Beim Wiederaufbau wurde zwar die Saalkirche wieder errichtet, das Innere aber neu gestaltet, etwa die Kassettendecke, die man heute sieht.

Seine besondere Bedeutung innerhalb der saarländischen Sakralarchitektur hat Sankt Martin wegen des mit mittelalterlichen Fresken ausgestatteten Chorraums hinter dem Altar. Und diesen wiederum ziert eine gotische Kreuzigungsgruppe.


Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Die Kreuzkapelle auf dem Husarenberg

Die Kreuzkapelle zur Schmerzhaften Mutter auf dem Husarenberg war früher eine Wallfahrtskapelle. Sie stammt von 1767 und birgt eine Pietà von 1554.


Der Kreuz-Rundweg

In Medelsheim gibt es einen gut ausgeschilderten ca. vier Kilometer langen Rundweg, der zu verschiedenen kreuzen in der Gemarkung führt. Startpunkt ist Sankt Martin.



Freitag, 8. Dezember 2017

Der Heilige Pirminius


Er ist der Namensgeber der Stadt Pirmasens in der Südwestpfalz.
Und deswegen finden wir auch sein Standbild vor der nach ihm benannten katholischen Kirche.


Pirminius war ein Flüchtling und seine Flucht steht auch stellvertretend für die bewaffneten Konflikte von Christentum und Islam im 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung. Pirminius kam den Überlieferungen zufolge aus dem Westgotenreich, aus Spanien oder aus Aquitanien. Genau: Aus dem ehemaligen Westgotenreich. Im Jahr 711 stand es in Flammen: Araber hatten sich von Nordafrika zum Sturm auf die Pyrenäenhalbinsel aufgemacht und bei Xeres de la Frontera die Westgoten in sechstägiger Schlacht besiegt. Bis zur Reconquista sollte die spanisch-portugiesische Halbinsel für die nächsten 800 Jahre fest in maurischer Hand sein. Und es war keine friedliche Herrschaft. Klöster wurden zerstört und Mönche ermordet. So flohen viele, darunter auch Pirmin. Und die Araber marschierten weiter vor: Für Jahrzehnte war auch der Süden Frankreichs in ihren Händen. Erst Karl Martell stoppte diesen Vormarsch in der acht Tage wütenden Schlacht bei Tours und Poitiers im Herbst 732 und warf die Araber auf die Pyrenäenhalbinsel zurück. Vor diesem Hintergrund ist auch Leben und Wirken des Heiligen Pirminius zu sehen.

Kloster Hornbach

Seine bekannteste Gründung in der Südwestpfalz ist das Kloster Hornbach, wo der Heilige auch am 3. November 753 verstarb und bis 1558 auch beigesetzt war. Als man das Kloster Hornbach im Verlauf der Reformation aufhob rettete der letzte Hornbacher Abt, Graf Anton von Salm, St. Pirmins Gebeine 1558 nach Speyer. Von dort verbrachte sie 1575 der ehemalige Präsident des Reichskammergerichtes und Statthalter von Tirol, Graf Schweikhard von Helfenstein, in seine Residenz nach Innsbruck. Hier befinden sie sich heute in einem modernen Schrein der Innsbrucker Jesuitenkirche.

Kloster Hornbach und die Kirche Sankt Pirminius - 2016-10-08 from Franz Roth on Vimeo.

Nach der Wiederentdeckung des Hornbacher Grabes (folgendes Bild) im Jahr 1953 wurde ein Teil der Reliquien zurückgegeben. Sie werden heute in Hornbach, Speyer und Pirmasens aufbewahrt.


Auch im nahen Medelsheim wird eine Reliquie von Pirminius aufbewahrt.


Byzanz in Niederbayern: Das Kloster Niederaltaich


Auch Niederaltaich ist eine Gründung von Pirminius.

In Niederaltaich leben Mönche im römischen und Mönche im byzantischen Ritus zusammen in einem Kloster. Niederalteich ist das einzige Kloster dieser Art in Deutschland. Kloster Niederaltaich ist ein der Überlieferung nach im Jahr 741 von Herzog Odilo von Bayern gegründetes, in der Gemeinde Niederalteich an der Donau liegendes Benediktinerkloster, das dem Heiligen St. Mauritius geweiht ist. Die Abtei gehört der Bayerischen Benediktinerkongregation an. Niederaltaich ist aus der ökumenischen Zielsetzung des Klosters heraus ein Kloster mit zwei kirchlichen Traditionen („Riten“). Ein Teil der Mönche betet und lebt nach dem römischen, ein Teil nach dem byzantinischen Ritus. Durch Papst Pius XI. wurde den Benediktinern 1924 die Aufgabe gestellt, Theologie und Frömmigkeit des christlichen Ostens im Abendland bekannt zu machen. Die „Göttliche Liturgie“ (Eucharistie) und das Stundengebet werden von den Mönchen in deutscher Sprache gefeiert. Dazu wurden die liturgischen Texte aus dem Kirchenslawischen bzw. dem Griechischen übersetzt. 1986 wurde für die Feier des byzantinischen Ritus im Trakt der ehemaligen Klosterbrauerei eine Kirche und eine Kapelle eingerichtet, die beide dem heiligen Bischof Nikolaus von Myra geweiht sind. Der Altarraum ist vom Kirchenschiff jeweils durch einen Ikonostase getrennt. Auch die weitere Ausgestaltung der Kirche und der Kapelle mit Ikonen erinnert an die Kirchen Russlands und Griechenlands.


Reliquie, Klosterkirche Niederalteich, Niederbayern, Landkreis Deggendorf, Heilige Jungfrau Julia, Julia von Karthago, Julia von Korsika, Märtyrerin

Der Hl. Pirmin, der 12 Mönche von der Inselabtei Reichenau zur Besiedelung des neu gegründeten Altaich aussandte, verstand die Klöster als herausragende Orte irdischer Pilgerschaft, als gesellschaftliche und kirchliche Freiräume. Sie sollen es ermöglichen, gemäß der Mönchsregel des hl. Benedikt, Gott zu suchen und Kirche als einen Ort zu erfahren, der von einer „Weite des Herzens“ und gegenseitiger Ehrfurcht um Christi willen geprägt ist. Das Tagungshaus St. Pirmin trägt diesem Anliegen des großen Missionars Rechnung.

Montag, 4. Dezember 2017

Sakrales im Saarpfalzkreis


Die katholische Kirche St. Michael ist mit ihrer wuchtigen Breite und ihrem kuppelartigen Turm von rd. 36 Metern Höhe das Wahrzeichen der Stadt Homburg. Sie ist außen völlig in behauenem Buntsandstein ausgeführt. Architekt war August von Voit, der auch die Neue Pinakothek in München entworfen hat.

Die katholische Pfarrkirche Sankt Michael in Homburg from Franz Roth on Vimeo.

Die Schloßkirche (amtlicher Name: Pfarrkirche St. Anna und St. Philipp) ist die Pfarrkirche der katholischen Pfarrei St. Sebastian in Blieskastel, Saarpfalz-Kreis. Sie trägt das Patrozinium der heiligen Anna und des Apostels Philippus und wurde als Franziskaner-Klosterkirche in spätbarocken und teils frühklassizistischen Formen erbaut.

Die Schloßkirche in Blieskastel from Franz Roth on Vimeo.

Das Kloster Blieskastel ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel im Saarland. Das Kloster ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Teil des heutigen Klosteranlage ist die 1682/83 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle. In ihr befindet sich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pietà „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“. Sie ist der Anlass für die Wallfahrten ins Kloster Blieskastel. Sie stammt ursprünglich aus dem nahen Kloster Gräfinthal.


Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis. Die Gründung des Klosters erfolgte nach dem Chronisten Dom Calmet im Jahre 1243. Es ist eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. Diese wurde der Legende nach durch ein Gebet vor dem Gnadenbild eines Einsiedlers (s. Blieskastel und sein Gnadenbild) geheilt und gründete aus Dankbarkeit das Kloster. 1273 wurde sie dort beerdigt.

Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis from Franz Roth on Vimeo.

Medelsheim: Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Mittwoch, 11. Oktober 2017

Grenzland ohne Grenzen


Der Heilige Pirminius - Standbild in Pirmasens

Über 1250 Jahre alt ist Kloster Hornbach im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Es ist eine Gründung des Heiligen Pirminius, Namenspatron der nahen Stadt Pirmasens, der Deutschen Schuhmetropole. Heute beherbergt die Klosteranlage ein Hotel.


Die weitere Etappe führt nach Medelsheim im Saarpfalzkreis. Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis. Die Gründung des Klosters erfolgte nach dem Chronisten Dom Calmet im Jahre 1243. Es ist eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. Diese wurde der Legende nach durch ein Gebet vor dem Gnadenbild eines Einsiedlers (s. Blieskastel und sein Gnadenbild) geheilt und gründete aus Dankbarkeit das Kloster. 1273 wurde sie dort beerdigt.

Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis from Franz Roth on Vimeo.


Auf dem Rückweg geht es bei Reinheim über die französische Grenze. Europäischer Kultur- und Archäologiepark Bliesbruck-Reinheim - eine grenzüberschreitende Ausgrabungsstätte aus gallo-römischer Zeit.


Die Zitadelle von Bitche liegt am weiteren Weg zurück in die Südwestpfalz.


Die Eschweiler Mühle gehört zu den letzten voll funktionsfähigen Wassermühlen im Tal der Schwalb im deutsch-französischen Grenzgebiet.

La Moulin d'Eschviller from Franz Roth on Vimeo.


Montag, 25. September 2017

Die von der Leyen im Bliesgau


Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.


Die bekannteste Regentin in Blieskastel war von 1775–1791 Reichsgräfin Marianne von der Leyen (* 1745; † 1804). 1793 musste sie vor den anrückenden französischen Revolutionstruppen aus Blieskastel fliehen.

1656 erhielt das Haus von der Leyen Medelsheim zu Lehen. Die Kirche St. Martin ist weithin sichtbar und bildet den Ortsmittelpunkt von Medelsheim. Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Unweit Medelsheim und zu Blieskastel gehörig liegt Böckweiler. Die Stephanuskirche wurde auf den Überresten einer dreischiffigen karolingischen Basilika errichtet, deren Umrisse durch Steinplatten kenntlich gemacht sind. In romanischer Zeit wurde die Kirche umgebaut und erhielt ihre heutige Form mit dem Drei-Konchen-Chor, dessen Grundriss ein gleichmäßiges Kleeblatt beschreibt. Der Chorturm mit den drei Konchen gilt als der einzige Bauteil, der noch aus dem Mittelalter stammt. Nicht zuletzt wegen dieser seltenen Gestaltung ist sie ein Kleinod romanischer Baukunst. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg stark beschädigt und 1949/50 wieder aufgebaut. Die Stephanuskirche ist eine der 65 Simultankirchen in Deutschland und die einzige im Saarland.


Montag, 21. August 2017

Auf dem Westrich


Der (historisch auch das) Westrich ist eine geographische Region in Südwestdeutschland und im nordöstlichen Frankreich. Der heutige Westrich besitzt keine fest definierten Grenzen. Grob umfasst er die westliche Pfalz, das östliche und südliche Saarland, das östliche Lothringen und das sogenannte „Krumme Elsass“, nämlich denjenigen Teil des Unterelsass, der westlich der Vogesen liegt. In seinem deutschen Teil liegen zumindest teilweise die rheinland-pfälzischen Landkreise Südwestpfalz, Kaiserslautern und Kusel sowie der saarländische Saarpfalz-Kreis. Auf französischer Seite gehören zum Westrich die östlichen Teile des Départements Moselle und das Gebiet im Nordwesten der Vogesen.


Von unserem "Dörfli" auf der Hackmesserseite fahren wir des öfteren Richtung Westrich.


Wir lieben diese abwechslungsreiche Landschaft.


Waren wir im Clip eben unterwegs nach Zweibrücken, so biegen wir im folgenden bei der Großsteinhausener Mühle ab und fahren nach Hornbach.


Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

In Hornbach besuchen wir auch die katholische Pfarrkirche Sankt Pirminius, bevor wir auf der Barockstraße Saar-Pfalz weiterfahren nach Medelsheim im Saarpfalzkreis.


In Medelsheim gibt es einen Rundweg zu den verschiedenen Kreuzen.


Unweit Medelsheim liegt Böckweiler: Sankt Stephanus - Die Stephanuskirche ist die evangelische Pfarrkirche von Böckweiler, einem Ortsteil von Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) im Saarland. Sie ist eine ehemalige Prioratskirche der Benediktiner-Abtei Hornbach. Bei der baulichen Aufnahme nach den Kriegsschäden des Zweiten Weltkrieges wurden römische Reste und die Fundamente einer Basilika aus der Zeit der Karolinger entdeckt. Der Ursprung von Sankt Stephanus datiert ins 11. Jahrhundert.


Freitag, 11. November 2016

Mittelalterliche Fresken in der Pfalz


In vielen Kirchen des Mittelalters finden wir Fresken mit Darstellungen der biblischen Geschichte. Diese Fresken waren sozusagen die Bibel für Analphabeten. Denn lesen und schreiben konnte das einfache Volk nicht. Schon garnichte konnte es Latein. Und so hat man ihnen mit Bildern das Evangelium gezeigt.

Einige besonders interessante Beispiele quer durch die Pfalz.




Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv








Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv



Dienstag, 18. Oktober 2016

Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis


Medelsheim ist ein kleiner Ort im Saar-Pfalz-Kreis, mit seiner Pfarrkirche Sankt Martin und der Kreuzkapelle auf dem Husarenberg verfügt er gleichwohl über bedeutende sakrale Kostbarkeiten.


Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv




Mittelalterliche Fresken im Südwesten


In so mancher Kirche im Südwesten gibt es wahre Schätze mittelalterlicher Fresken zu entdecken. Einige möchte ich hier im Video vorstellen.








Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv

Mittwoch, 20. April 2016

Der Heilige Pirminius - Spuren im Südwesten


Kloster Hornbach im Landkreis Südwestpfalz ist eine Gründung des Heiligen Pirminius (Namensgeber der Stadt Pirmasens), eines Missionars, der hier im 9. Jahrhundert wirkte. Pirmin ist in Hornbach gestorben, doch die Gebeine befinden sich heute nicht mehr in der dortigen Grabkapelle, sondern sind in Innsbruck beigesetzt.


Kloster Hornbach ist über 1250 Jahre alt. Nach vielen Jahren des Verrfalls wurde es in den Neunziger Jahren grundlegend renoviert und beherbergt heute ein Hotel.

Im folgenden Clip ein Ausflug nach Hornbach über den Westrich.


Cabrioausflug Muttertag 10-05-2015 von franz-roth-tv

800 Jahre lang ruhten die Gebeine des Heiligen in Hornbach.

Als das Klosters Hornbach im Verlauf der Reformation aufgehoben wurde überführte der letzte Hornbacher Abt, Graf Anton von Salm, St. Pirmins Gebeine 1558 nach Speyer. Von dort verbrachte sie 1575 der ehemalige Präsident des Reichskammergerichtes und Statthalter von Tirol, Graf Schweikhard von Helfenstein, in seine Residenz nach Innsbruck. Hier befinden sie sich heute in einem modernen Schrein der Innsbrucker Jesuitenkirche.

Die Überführung nach Innsbruck hatte ganz handfeste Gründe: Sie diente der Gegenreformation in Tirol. Um die Protestanten von ihrem "Irrglauben" zu befreien kam Pirmin gut zupass. Hatte er doch schon mit der Gründung des Klosters Reichenau die Insel im Bodensee vom "giftigen Gewürm des Teufels" befreit.

Dabei war Pirmin gar kein Missionar mehr gewesen, der Heiden bekehrt hätte, sondern eher eine Art von "Politmissionar", der das politisch zum fränkischen Reich gehörende Allemanien auch kirchlich zu integrieren hatte.

Auch wenn das Pirminiusgrab heute leer ist, so finden wir in Hornbach gleichwohl eine Schädelreliquie des Heiligen: In der katholischen Pfarrkirche Sankt Pirminius.


Und eine weitere Reliquie beherbergt im nahen Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis die Kirche Sankt Martin.


Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv

Donnerstag, 5. November 2015

Auf den Spuren von Paul Josef Nardini in und um Pirmasens


Er war der "Pfarrer der Armen". Er wirkte Mitte des 19. Jahrhunderts als Priester im westpfälzischen Pirmasens. Um der Armut und der Not in der jungen Industriestadt zu begegnen, gründete er 1855 die Schwesterngemeinschaft der "Armen Franziskanerinnen von der Heiligen Familie" (Mallersdorfer Schwestern). 2006 wurde Nardini seliggesprochen.

Das Nardinihaus in Pirmasens
Infos: http://www.nardini.de/



Etwas schwer zu finden: Der nach Nardini benannte Platz in Pirmasens

Verehrt wird Nardini auch auf Maria Rosenberg bei Waldfischhbach-Burgalben. Denn dieses Kloster wurde von den Mallersdorfer Schwestern betrieben.


Maria Rosenberg - Wallfahrt in Waldfischbach... von franz-roth-tv

Und auch in Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis finden wir in der katholischen Pfarrkirche Sankt Martin Hinweise auf Nardini.


Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv

Dienstag, 3. November 2015

Kloster Hornbach und der Heilige Pirminius


Kloster Hornbach im Landkreis Südwestpfalz ist eine Gründung des Heiligen Pirminius (Namensgeber der Stadt Pirmasens), eines Missionars, der hier im 9. Jahrhundert wirkte. Pirmin ist in Hornbach gestorben, doch die Gebeine befinden sich heute nicht mehr in der dortigen Grabkapelle, sondern sind in Innsbruck beigesetzt.


Eine Reliquie des Heiligen Pirmin finden wir übrigens auch in der Pfarrkirche Sankt Martin im nahen Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis.


Donnerstag, 14. Mai 2015

Sakrales in Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis



Kreuzwegstationen

Vom Ortsende bis zur Kreuzkapelle auf dem Husarenberg stehen entlang der Straße 14 gemauerte Kreuzwegstationen.



Dieses Holzkreuz mit gefasstem Korpus in der Kapelle stammt ursprünglich aus Tirol.


Es wurde um das Jahr 1700 von einem unbekannten Meister geschaffen. 1975 wanderte das Kreuz in Tirol in einen Lagerraum und wurde dort von dem aus Riesweiler stammenden Josef Schieber entdeckt und erworben. Seit 1993 hat es seinen Platz in der Kreuzkapelle.

Kreuzigungsgruppe

  

Die vor der Friedhofsmauer stehende Kreuzigungsgruppe mit den Assistenzfiguren Maria und Johannes wurde 1804 geschaffen. Das ursprüngliche Sandsteinkreuz wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört und 1947 in seiner heutigen Form neu erschaffen.

Pfarrkirche Sankt Martin

Die in der Ortsmitte von Medelsheim gelegene katholische Pfarrkirche Sankt Martin ist gotischen Ursprungs. Ihre heutige Gestalt verdankt sie barocken Baumaßnahmen.


Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv

Eine besondere Bedeutung innerhalb der mittelalterlichen Sakralarchitektur des Saarlandes hat der Medelsheimer Chor durch seine Wand- und Gewölbemalereien aus dem Ende des 14. Jahrhunderts.



Samstag, 11. April 2015

Mittelalterliche Fresken - Die Bibel für Analphabeten


Die Menschen des Mittelalters waren zumeist Analphabeten, des Lesens und Schreibens nicht mächtig, und so war es nicht eben leicht, ihnen die biblische Geschichte und die Moraltheologie der Kirche nahezubringen. Umso mehr, da die Gottesdienste durchweg in Latein gehalten wurden. Und diese "Lingua Franca" der Gebildeten sprach das einfache Volk auch nicht. Drum bediente man sich der Freskenmalerei, um der Gemeinde das zu vermitteln.

Wir sind immer auf der Suche nach diesen alten Schätzen und präsentieren hier eine kleine Auswahl im Video.

Der Totentanz von Kernascleden

Der Totentanz von Kernascleden stellt in drastischen Bildern die Qualen des Fegefeuers dar. Danse Macabre de Kernascleden dans la Bretagne (Department Morbihan).



Sankt Martin in Großbundenbach

Ungefähr 10 Kilometer nordöstlich von Zweibrücken im Landkreis Südwestpfalz liegt Großbundenbach. Die Kirche Sankt Martin verfügt über eindrucksvolle mittelalterliche Fresken (die erst 1908 entdeckt wurden) und eine Vielzahl beeindruckender Grabtumben der Ritter der Region (Sickinger Höhe).


Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv


Sankt Vitus in Kottingwörth

Eine kulturhistorische Kostbarkeit beherbergt die Pfarrkirche Sabkt Vitus in Kottingwörth im Altmühltal (Landkreis Eichstätt): Fresken aus dem Jahr 1310. Sankt Vitus wird auch "der kleine Dom des Altmühltals" genannt. Der "große" ist der Willibalds-Dom in Eichstätt.


Kottingwoerth - Fresken von 1310 von franz-roth-tv


Sankt Martin in Medelsheim im Saar-Pfalz-Kreis

Mittelalterliche Fresken aus dem 14. Jahrhundert, ein steinerner bemalter Altartabernakel von 1436 und eine Reliquie des Heiligen Pirminius, all das findet sich in dieser Kirche am Jakobsweg.


Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv