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Samstag, 2. Oktober 2021

Impressionen von der Hackmesserseite (Teil 4) - Die Lothringer Kreuze


Diese Lothringer Kreuze, die es diesseits und jenseits der Grenze gibt, sind nicht zu verwechseln mit dem Lothringer Kreuz mit den zwei Querbalken. Diese hier haben als typisches Merkmal einen Feldaltar.

Die Lothringer Kreuze haben ihren Urspung im Bitscher Land und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei. Es befinden sich insgesamt acht solcher Kreuze in Eppenbrunn, Kröppen und Trulben.

Die Lothringer Kreuze findet man auf der Hackmesserseite, dem Westrich und im angrenzenden Bitscherland in Lothringen - das Besondere ist, dass es nicht einfach Feld- oder Wegekreuze sind, sondern einen kleinen Altar haben, an dem bei Prozessionen Halt gemacht wird.

Lothringer Kreuze finden wir an verschiedenen Standorten in den Gemeinden der "Hackmesserseite" zum großen Teil frei zugänglich, in freier Natur, auf Friedhöfen, an Wegekreuzungen und privaten Grundstücken.

Das Kreuz in Trulben kann mit seinen drei Figuren sogar schon als "Calvaire" bezeichnet werden. Denn mindestens drei Figuren der Kreuzigungsgruppe bilden einen Calvaire, einen Kalvarienberg, wie wir sie vielfach in der Bretagne finden.




Lothringer Kreuz in Kröppen


Das Kreuz bei Kröppen südöstlich des Ortes an der K 4 (Flur Auf den Birken III. Ahnung) stammt aus dem Jahr 1812.

Freitag, 9. Februar 2018

Die Lothringer Kreuze in der Südwestpfalz und im Bitscherland

Die sog. Lothringer Kreuze im deutsch-französischen Grenzgebiet in der Südwestpfalz und im Pays de Bitche (Bitscherland), dieses hier links im Bild befindet sich zwischen Kröppen und Trulben.

Lothringer Kreuze in der Südwestpfalz auf der Hackmesserseite - diese Lothringer Kreuze, die es diesseits und jenseits der Grenze gibt, sind nicht zu verwechseln mit dem Lothringer Kreuz mit den zwei Querbalken. Diese hier haben als typisches Merkmal einen Feldaltar.

Die Lothringer Kreuze findet man auf der Hackmesserseite, dem Westrich und im angrenzenden Bitscherland in Lothringen - das Besondere ist, dass es nicht einfach Feld- oder Wegekreuze sind, sondern einen kleinen Altar haben, an dem bei Prozessionen Halt gemacht wird

Die Lothringer Kreuze haben ihren Urspung im Bitscherland und sind eine in Stein gehauene Allerheiligenlitanei.

Lothringer Kreuze finden wir an verschiedenen Standorten in den Gemeinden der "Hackmesserseite" zum großen Teil frei zugänglich, in freier Natur, auf Friedhöfen, an Wegekreuzungen und privaten Grundstücken.

Es befinden sich insgesamt acht solcher Kreuze in Eppenbrunn, Kröppen und Trulben.

Die meisten Lothringer Kreuze stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Die Katholiken der grenznahen Gemeinden Eppenbrunn, Trulben, Hilst, Schweix und Kröppen haben sich der Sitte ihrer Glaubensbrüder in Ostlothringen angeschlossen und ebenso wie diese, aus religiösen Bedürfnissen heraus, Steinkreuze aufgestellt. Viele dieser Kreuze sind bis in die heutige Zeit erhalten geblieben. Die teilweise bis zu 4 m hohen Schaftkreuze bestehen aus einem mehr oder weniger kräftig ausgebildeten Sockel, aus dem sich der mit Figuren und Symbolen geschmückte Schaft erhebt. Das älteste Kreuz befindet sich in Eppenbrunn in der Talstraße und ist aus dem Jahr 1747. Auf dem Lothringer Kreuz in Trulben ist z.B. eine sehr schöne Darstellung der Hubertus-Legende in Sandstein zu sehen.


Die Kirche von Trulben - Interessant: Turm und Kirchenschiff sind gleich hoch, der Chor (links) sogar höher als der Turm.


Lothringer Kreuz in Trulben


Das Kreuz in Trulben kann mit seinen drei Figuren sogar schon als "Calvaire" bezeichnet werden. Denn mindestens drei Figuren der Kreuzigungsgruppe bilden einen Calvaire. Von denen finden wir besonders viele in der Bretagne.

Notre Dame de Tronoen, Bretagne, Finistere, Cornouaille, Frankreich, France;
Calvaire (Kalvarienberg), der älteste der Bretagne (von 1450 bis 1460)

Grenzland: Hackmesserseite und Bitscherland

Walschbronn

Im folgenden Video machen wir eine kleine Rundtour. Wir passieren bei Kröppen die Grenze und fahren von der Südwestpfalz nach Walschbronn in Lothringen. Zurück besuchen wir bei Kröppen eines der sog. Lothringer Kreuze (Feldaltare), die sich diesseits und jenseits der Grenze finden. Es geht dann weiter über Trulben nach Eppenbrunn.


Das Bitscherland ist wenig spektakulär. Die Hauptattraktion ist die von Vauban erbaute Zitadelle von Bitsch.


Aber man muss sich in der Region nur ein bißchen auf die Suche begeben, um durchaus interessante Fleckchen zu entdecken.


"Flaveurs coquines" (Frivole Genüsse) nennt sich die Skulpturengruppe am Straßburger Tor in Bitche - Ein von der Künstlerin Cléone gestalteter Garten - Eine Gruppe seltsamer Gestalten: Frivole Silhouetten aus rostrotem Metall

Bitche - Bitsch - 30.10.2017 from Franz Roth on Vimeo.

Vinningen auf der Hackmesserseite - Vinningen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an. Vinningen liegt im Zweibrücker Hügelland südwestlich von Pirmasens nahe der Grenze zu Frankreich. Bis ins 5. Jahrhundert lassen sich fränkische Siedlungsspuren zurückverfolgen. Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1212. Das Dorf Vinningen lag im Amt Lemberg der Grafschaft Zweibrücken-Bitsch und dort in der gleichnamigen Amtsschultheißerei Vinningen.


Ecole Maternelle Franco-Allemande - Liederschiedt

Der deutsch-französische Kindergarten in Liederschiedt (Pays de Bitche, Bitscherland, Department Moselle, Lothringen, Lorraine, 57) ist eine Einmaligkeit in ganz Europa. Hier werden Kinder aus Frankreich und dem Landkreis Südwestpfalz (Region Pirmasens) gemeinsam zweisprachig betreut.



Mittwoch, 20. Dezember 2017

Mystische Steine und mehr interessante Besonderheiten im Südwesten


Der größte Menhir Mitteleuropas
Der Gollenstein bei Blieskastel

Der Gollenstein bei Blieskastel im Saarland (Saarpfalz-Kreis) ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Seine Höhe beträgt 6,58 Meter.

Er steht auf dem Blieskasteler Berg nordwestlich des Stadtzentrums und gilt als Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel. Der Stein besteht aus einem hellen Sandstein und wurde wahrscheinlich am Ende der Jungsteinzeit (ca. 2000 v. Chr.) errichtet. Er wird mit einem prähistorischen Ahnenkult in Verbindung gebracht. Fast 4000 Jahre blieb der Gollenstein unversehrt, doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges befürchteten Offiziere der Wehrmacht, er könnte aufgrund seiner exponierten Stellung in der Landschaft als „Richtpunkt für die französische Artillerie“ dienen. Daraufhin legten Pioniere den Gollenstein im Jahre 1939 nieder. Die Soldaten richteten dafür eine mit Stroh gefüllte Grube her, die jedoch zu kurz berechnet war. Beim Umlegen riss das Seil, so dass der Stein stürzte, dabei auf der Kante der zu kurzen Grube aufschlug und in vier große und einige kleine Teile zerbrach. Auf Betreiben des Bürgermeisters Alfons Dawo wurden im November 1951 die Teile mit Beton – wegen der breiten Fugen nicht ganz fachmännisch – wieder zusammengesetzt und der Gollenstein erneut aufgerichtet.

Der Zwölfapostelstein bei Goetzenbruck

Der Zwölfapostelstein (Les Douze Apotres), auch Breitenstein genannt, ein christianisierter Menhir markiert seit altersher bei Goetzenbruck (Department Moselle, 57) die Grenze zwischen Lothringen und dem Elsaß.


Die Lothringer Kreuze

Lothringer Kreuze in der Südwestpfalz auf der Hackmesserseite - diese Lothringer Kreuze, die es diesseits und jenseits der Grenze gibt, sind nicht zu verwechseln mit dem Lothringer Kreuz mit den zwei Querbalken. Diese hier haben als typisches Merkmal einen Feldaltar. Die Lothringer Kreuze findet man auf der Hackmesserseite, dem Westrich und im angrenzenden Bitscherland in Lothringen - das Besondere ist, dass es nicht einfach Feld- oder Wegekreuze sind, sondern einen kleinen Altar haben, an dem bei Prozessionen Halt gemacht wird.


Sühnekreuz bei Dernbach

Sühnekreuze wurden an Stellen errichtet, an denen ein Mensch einen gewaltsamen Tod gefunden hatte. Das war zu den Zeiten, bevor sich die weltliche Gerichtsbarkeit um Mord und Totschlag kümmerte. Dieses hier ist am Ortsrand von Dernbach in der Südpfalz.