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Montag, 18. September 2017

Rodalben in der Südwestpfalz


Rodalben liegt im südwestlichen Pfälzerwald in der Talaue der Rodalb einige Kilometer oberhalb der Mündung des kleinen Flusses in den Schwarzbach. Die Stadt Pirmasens, zugleich Verwaltungssitz des Landkreises Südwestpfalz, ist 5 km entfernt.


Rodalben 18-09-2017 von franz-roth-tv

An der Marienkirche erinnert die Brunnenanlage „Grünesputschfrau“ daran, dass einst Frauen aus Rodalben gebundenes Suppengrün auf dem Markt von Pirmasens verkauften.


Geburtshaus von Dr. Johann Peter Frank (1745–1821), Leibarzt des russischen Zaren Alexander I. und Napoleons.




Mittwoch, 30. August 2017

Der Ritter mit der "Eisernen Hand": Götz von Berlichingen


Burg Hornberg – der Wohnsitz von Götz von Berlichingen

Götz von Berlichingen lebte 45 Jahre auf Burg Hornberg, für die er sich schon als Jugendlicher begeisterte. Das zur Burg gehörende, nach Urkundenlage zweitälteste noch bestehende Weingut der Welt betreibt unterhalb der Burg auf Steilterrassen traditionellen Weinbau.


Im Jahr 1517 kaufte Götz von Berlichingen, der Ritter mit der eisernen Hand, die Burg mit Steinbach und Haßmersheim für 6500 Gulden von Conz Schott von Schottenstein und lebte auf dieser, zusammen mit seiner Familie, bis zu seinem Tode 1562.


Götz benannte sich seitdem nach seiner Burg, führte den Namen „von Berlichingen zu Hornberg“ und begründete die Hornberg-Rossacher Hauptlinie. Vom Bauernaufstand des Jahres 1525 blieb Burg Hornberg verschont, da Götz von Berlichingen vorübergehend erzwungenermaßen Hauptmann bei den Aufständischen war. Wegen seiner Teilnahme am Bauernkrieg wurde er 1528 nach Augsburg bestellt und für zwei Jahre gefangen gesetzt. Erst nachdem er Urfehde geschworen hatte, den Bezirk von Hornberg nicht mehr zu verlassen, Schadenersatz zu leisten und keine Rache zu üben, wurde er freigelassen. Ein Anklageverfahren vor dem Bundestag des Schwäbischen Bundes endete kurze Zeit später mit einem bedingten Freispruch, die Urfehde wurde 1541 von Kaiser Karl V. aufgehoben. Auf der Burg diktierte der Ritter seine Lebensgeschichte, die Johann Wolfgang von Goethe als Vorlage für seinen „Götz von Berlichingen“ diente. Im Jahr 1562 starb der „Ritter mit der eisernen Hand“ im Alter von 82 Jahren.



Dienstag, 15. November 2016

Sühnekreuze - Brauch aus dem Mittelalter


Sühnekreuz bei Neuhof, Mittelfranken, Landkreis Fürth

Besonders in Bayern findet man sie häufig, die uralten, verwitterten Steinkreuze an Wegkreuzungen und auch auf dem freien Feld. Kaum jemand kennt noch ihre eigentliche Bedeutung. Sie sind Sühnezeichen und stehen an Stellen, an denen ein Mensch gewaltsam den Tod gefunden hat. Im Mittelalter wurde nämlich ein Totschlag noch nicht von Staats wegen gesühnt, vielmehr hatte der Totschläger die Familie des Ermordeten finanziell zu entschädigen und ein solches Sühnekreuz errichten zu lassen.


Und jüngst haben wir ein solches Sühnekreuz auch bei Dernbach in der Südpfalz entdeckt.



Freitag, 11. November 2016

Mittelalterliche Fresken in der Pfalz


In vielen Kirchen des Mittelalters finden wir Fresken mit Darstellungen der biblischen Geschichte. Diese Fresken waren sozusagen die Bibel für Analphabeten. Denn lesen und schreiben konnte das einfache Volk nicht. Schon garnichte konnte es Latein. Und so hat man ihnen mit Bildern das Evangelium gezeigt.

Einige besonders interessante Beispiele quer durch die Pfalz.




Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv








Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv



Donnerstag, 14. Mai 2015

Dereinst der "Nabel der Welt"

Der Trifels bei Annweiler in der Pfalz, dereinst zu Zeiten Barbarossas die wichtigste Burg des Heiligen Römischen Reiches, wurden doch auf ihr die Reichskleinodien aufbewahrt, das Schwert, die Krone, das Zepter und der Reichsapfel. Und auf der staufischen Reichsburg wurde auch Richard Löwenherz gefangengehalten, König von England und Herzog der Normandie.

Der Trifels, aufgenommen von der Waldbegräbnisstätte:


Der Trifels - Franz Roth at Work von franz-roth-tv


Annweiler selbst, einst Freie Reichsstadt, ist ein pittoreskes Städtchen.



Was haben eigentlich die Nürnberger Burg (Bild unten) und der Trifels in der Pfalz gemein? Mehr als man denkt!



Nun, zum einen erheben sich die beiden Burgen markant, die Kaiserburg in Nürnberg beherrscht die Skyline der Frankenmetropole und der Trifels bei Annweiler ist gleichfalls eine unübersehbare Landmarke im Pfälzerwald.

Doch das ist nicht alles, was die beiden Burgen gemeinsam haben.

Sie schützten jeweils (natürlich zu verschiedenen Zeiten) die Reichskleinodien des Heiligen Römischen Reiches, die Kaiserkrone, das Zepter und das Schwert.

Auf der Reichsburg Trifels wurden die Insignien der Macht im 12. und 13. Jahrhundert verwahrt.

Kaiser Sigismund (1368-1437) bestimmte die Reichsstadt Nürnberg ab 1423 zur alleinigen Aufbewahrungsstätte der Reichskleinodien zu ewiger Verwahrung. Sie wurden in der Kirche des Heilig-Geist-Spitals aufbewahrt. Die Reichskleinodien blieben von 1424 bis 1796 in Nürnberg.

Die Originale befinden sich heute in Wien. Aber sowohl auf dem Trifels als auch in Nürnberg (im Rathaus) sind Kopien ausgestellt.

Montag, 13. April 2015

Annweiler, die Trifelsstadt in der Südpfalz

                

Annweiler ist eine Kleinstadt in der Südpfalz am Rande des Pfälzerwaldes. Und es ist eine Stadt mit einer großen Geschichte. Einst Freie Reichsstadt und über ihr thront die ehemalige Reichsfeste Trifels, dereinst Aufbewahrungsort der Reichskleinodien und auch Gefängnis für Richard Löwenherz, König von England und Herzog der Normandie.


Der Trifels im Video, aufgenommen von der Waldbegräbnisstätte unweit des Asselsteins, eines beliebten Pfälzer Kletterfelsens.


Der Trifels - Franz Roth at Work von franz-roth-tv

Montag, 30. März 2015

Der Johannisfriedhof in Nürnberg


Der Nürnberger Johannisfriedhof im gleichnamigen Stadtteil ist einer der beiden mittelalterlichen Friedhöfe der ehemaligen Freien Reichsstadt. Hier ist Albrecht Dürer beigesetzt, Nürnbergs wohl bekanntester Sohn, auch Veit Stoß, der den Englischen Gruß in der Lorenzkirche erschaffen hat, sowie der Richter Anselm Feuerbach, der das Findelkind Kaspar Hauser bei sich aufgenommen hatte.


Der Johannisfriedhof in Nürnberg by Franz Roth

Donnerstag, 4. Dezember 2014