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Donnerstag, 22. April 2021

An der Rodalb in der Südwestpfalz


Die Rodalb, auch Rodalbe, im Quellgebiet auch Moosbach genannt, ist ein knapp 26 km langes Fließgewässer im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) und ein linker Nebenfluss des Schwarzbachs. Die Herkunft des Gewässernamens ist nicht eindeutig geklärt. Als alb bezeichneten die in der Latènezeit hier ansässigen Kelten Flüsse oder Bäche. Für den Namensbestandteil Rod, zeitweise auch Roth, gibt es zwei Erklärungsansätze. Zum einen könnte der rote Sand des Flussbettes der Namensgeber sein, zum anderen die Tatsache, dass in den Talauen durch das Roden (Rotten) der Wälder weite Wiesen- und Ackerflächen angelegt wurden.

Die Rodalb entspringt im südwestlichen Pfälzerwald südlich der Stadt Pirmasens beim Weiler Rodalberhof, der zur Ortsgemeinde Lemberg gehört, auf etwa 379 m Höhe. Zunächst fließt das Gewässer etwa 10 km nach Nordosten. Dabei passiert es die Ortsgemeinde Lemberg.

Historisches Lemberg: Altenwoogsmühle und Burg


Vis-à-vis der Altenwoogsmühle gibt es (im Rodalbtal) einen WASGAU-Markt, in dem wir auch gerne einkaufen.


Nach Ruppertsweiler wendet sich die Rodalb für 4 km nach Norden, begleitet 2 km weit die Bundesstraße 10 und durchfließt Münchweiler.


Münchweiler an der Rodalb in der Südwestpfalz - Die anerkannte Fremdenverkehrsgemeinde Münchweiler an der Rodalb mit ca. 3000 Einwohner liegt mitten im Naturpark Pfälzerwald (im sogenannten Gräfensteiner Land). Das Dorf Münchweiler ist im 7. oder 8. Jahrhundert entstanden, als Mönche des von Bischof Pirminius gegründeten Benediktinerklosters Hornbach auf einer Rodungsfläche im Tal der Rodalb ein Einzelgehöft errichteten. Die älteste urkundliche Erwähnung stammt von 1179. Lange Zeit hieß der Ort aufgrund seiner Gründungsgeschichte „Mönchweiler“. Daraus ging dann später „Münchweiler“ hervor.

Die Gemeinde Münchweiler an der Rodalb liegt im Pfälzerwald im sogenannten Gräfensteiner Land.

Prägend für die mittelalterlichen Bewohner war der Wald. Die Landwirtschaft alleine konnte die Menschen nicht ernähren, da der wenig fruchtbare Sandboden keine guten Erträge zuließ. Vom zwölften bis zum 14. Jahrhundert wurde in den im nordwestlichen Gemeindegebiet liegenden Gruben bei Münchweiler Eisen abgebaut.

Für die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Bewohner des Waldbauerndorfes Münchweiler, änderte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts die wirtschaftliche Situation entscheidend. Mit der Gründung der ersten Schuhfabrik im Jahr 1888 durch drei Brüder namens Wadle, fanden zahlreiche Ortsbewohner Arbeit und Lohn. Ein weiterer Anschub der wirtschaftlichen Entwicklung bewirkte der Bau der Eisenbahnstrecke Landau–Zweibrücken durch das Dorf in den Jahren 1872 bis 1875. Mit dem Bahnbau begann in Verbindung mit der aufkommenden örtlichen Schuhindustrie eine Entwicklung, die die finanzielle Situation vieler Familien verbesserte und die Jahrzehnte später aus dem armen Waldbauerndorf eine aufstrebende Industriegemeinde machen sollte.

Diese Entwicklung wurde begünstigt durch Strukturwandel, welcher nach dem Zweiten Weltkrieg einsetzte. Bedingt durch die Schuhfabriken verlor die Landwirtschaft an Bedeutung und der Ort wurde zur reinen Industriegemeinde.

Um der Monoindustrie entgegenzuwirken, erschloss die Gemeinde Ende der 1960er Jahre am südwestlichen Ortsrand ein Industriegelände. Seit Anfang der 1980er Jahre ist die Gemeinde Sitz der zu WAWI-Schokolade gehörenden Firmen WAWI Euro GmbH und WAWI Gesellschaft für Auslandsbet. Bereich China GmbH. Die im selben Jahrzehnt einsetzende allgemeine Krise der Schuhindustrie verschonte den Ort nicht, Fabriken sahen sich gezwungen, Arbeiter zu entlassen, andere stellten die Produktion ganz ein. Hinzu kam, dass im Sommer 1993 die amerikanischen Streitkräfte das Hospital aufgaben. Erst im Jahr 2004 erwarben zwei Investoren aus Pirmasens das etwa 45 Hektar große Hospitalgelände. Das Hospital wurde bis Oktober 2005 nahezu komplett abgerissen. Auf dem Areal sind Wohn- und Gewerbeflächen geplant, die ersten Bauplätze wurden bereits erschlossen. Im hinteren Teil des Geländes soll ein Sondergebiet für Freizeit und Erholung entstehen.

Bei Münchweilers Ortsteil Riegelbrunnerhof nimmt die Rodalb mit der 12 km langen Merzalbe von rechts her ihren stärksten Zufluss auf und wechselt erneut die Richtung, diesmal für 11 km nach Nordwesten. Auf diesem Weg durchfließt sie die Kleinstadt Rodalben.


Rodalben in der Südwestpfalz - "Rorolwe" im einheimischen Dialekt. Neben der Altstadt mit der Marienkirche, dem ehemaligen Gräfensteiner Amtshaus und Oberforstamt besuchen wir auch den jüdischen Friedhof, der einen wenig würdevollen Eindruck hinterlässt.

Die Marienkirche in Rodalben


Die Marienkirche in Rodalben wurde Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut. Von der ersten Kirche an diesem Standort existieren heute nur noch der alte Chor sowie der massive Westturm. Dieser wurde Ende des 12. Jahrhunderts als Wehrturm gebaut und erst später Teil der Kirche.

Mit dem Bau der ersten Kirche in Rodalben wurde 1350 begonnen. Zu jener Zeit entsandte man einen Pfarrer vom Dekanat Hornbach nach Rodalben, um dort eine Kirche zu erbauen. Sie wurde dem Patrozinium St. Peter und St. Sebastian unterstellt.

Während der Reformationszeit (1517-1648) wurde durch den Pfalzgrafen Ruprecht von Zweibrücken im Jahre 1542 zunächst auch in Rodalben der reformierte Glaube eingeführt. Lang hielt diese neue Regelung jedoch nicht an, denn nur 39 Jahre später nahm Philipp von Baden im Jahre 1579 den katholischen Glauben an. Nachdem 1594 der Markgraf Ernst Friedrich von Baden-Durlach den reformierten Glauben wieder eingeführt hatte, wurde die Region 1620 unter Markgraf Wilhelm von Baden dann endgültig katholisch. Diese viermaligen Konfessionswechsel sind auf den Augsburger Religionsfrieden zurückzuführen. Er ermöglichte es der staatlichen Gewalt, über die konfessionelle Zugehörigkeit seines Gebietes selbst zu entscheiden und dies auch gegenüber seinen Untertanen durchzusetzen.

Im Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) wurden Rodalben und auch die Marienkirche stark zerstört. Lediglich der alte Chor sowie der Kirchturm blieben erhalten. Das Langhaus wurde so stark beschädigt, dass die Gläubigen in den folgenden Jahren den Gottesdienst im Freien feiern mussten. Ab 1662 wurde das Langhaus provisorisch wieder aufgebaut.

Da der bisherige Kirchenraum für die Gläubigen nicht mehr ausreichte, wurde 1729 ein Neubau der Kirche durch Bischof Heinrich Karl von Metz angeordnet. Die bestehende Kirche wurde fast komplett abgerissen. Es blieben nur der Westturm und der Ostchor erhalten. Der neue Kirchenbau wurde nach den Plänen des Tiroler Maurermeisters Jennewein aus Fehrbach errichtet. Statt in Ost-West-Richtung wurde die neue Kirche in Nord-Süd-Richtung gebaut. Zudem wurde der alte Westturm um circa 6 Meter erhöht. Im Jahr 1735 konnte das neue Kirchengebäude feierlich eingeweiht werden. Im gleichen Jahr wurde die Kirche dem Patrozinium der Jungfrau und Gottesmutter Maria unterstellt. Im Jahre 1798 marschierten französische Revolutionstruppen in Rodalben ein. Sie plünderten und zerstörten die Innenausstattung der Marienkirche. Einige sakrale Gegenstände konnten durch die Rodalbener Bevölkerung gerettet werden, wie beispielsweise die 71,5 Zentimeter hohe vergoldete Monstranz aus dem Jahr 1780.

Im Jahre 1886 wurde die Kirche für die steigende Anzahl der Gemeindemitglieder zu klein. Es wurde eine Vorhalle an der Nordseite der Kirche angebaut. An der Außenseite wurden zwei kleine Türme errichtet. Optisch ähneln die beiden Türme, die ein sogenanntes gotisches Spitzdach tragen, dem Erscheinungsbild des alten Kirchturms.

Nach den Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg (1939-1945) wurde das Kirchengebäude in den Jahren zwischen 1950 und 1954 restauriert. Dabei sind im alten, östlich gelegenen Chor Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert entdeckt worden. Sie waren jahrhundertelang überstrichen und wurden wieder freigelegt. 1980 fand eine erneute Instandsetzung der Kirche statt.

Die Marienkirche ist eine schlichte Saalbaukirche. Der Westturm ist romanischen Stils und besitzt gotische Wandmalereien. Der Hauptbau wurde zwischen 1732 und 1734 errichtet und ist stilistisch dem Barock zuzuordnen. Trotzdem handelt es sich um eine sehr schlichte Bauweise. Die zwei ältesten Bestandteile der Kirche sind der alte Chor sowie der mächtige Westturm. Letzterer wurde 1196 als Wehrturm und somit zeitlich bereits vor der Marienkirche gebaut. Erkennbar ist dies an den im Mauerwerk eingelassenen Schießscharten. Erst später wurde der Turm Teil der heutigen Marienkirche. Der Turm soll eine stilistische Verbindung zum ehemals bedeutenden Kloster in Hornbach besitzen. Festgemacht wird dies an den romanischen Turmfenstern. Sie sollen nach dem Hornbacher Vorbild gestaltet worden sein. Der mittelalterliche Kirchturm hatte einst ein Satteldach. Auch daraus wird eine Verbundenheit mit Hornbach hergeleitet. Die dortige katholische St. Pirminiuskirche besitzt ebenfalls ein Satteldach.

An der Nordseite des Westturms ist ein Kreuz mit lebensgroßer Christusfigur angebracht. Das gesamte Kreuz reicht vom Erdboden bis zum obersten Turmgeschoss und misst eine Länge von zwanzig Metern. Damit ist es das größte Kreuz seiner Art im pfälzisch-elsässisch-lothringischen Raum. Errichtet wurde es anlässlich einer Volksmission im Jahre 1771. Während der Koalitionskriege versuchten Französische Soldaten das Kreuz mit Äxten zu fällen, was ihnen allerdings nicht gelang.

Nördlich der Wohnbebauung von Biebermühle, auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen, mündet die Rodalb auf etwa 240 m Höhe von links in den Schwarzbach.


Biebermühle ist ein Weiler im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz), der überwiegend zur Ortsgemeinde Donsieders (Verbandsgemeinde Rodalben) gehört. Teile im Westen der Ansiedlung liegen auf der Gemarkung der Ortsgemeinde Thaleischweiler-Fröschen. Der Weiler liegt auf 264 m ü. NHN am Rande des Pfälzerwalds 6 km nördlich der Stadt Pirmasens an der von dort nach Kaiserslautern führenden Bundesstraße 270. Durch den Ort fließt von Südost nach Nordwest die Rodalb, die nördlich der Wohnbebauung von links in den Schwarzbach mündet. Biebermühle besteht aus etwa zehn Wohnhäusern. Hinzu kommen ein Bahnhof, ein Teerwerk, eine Gaststätte, ein Bordell, eine Autohandlung, eine Lkw-Werkstatt, ein Umspannwerk, ein Freibad und eine Baufirma im ehemaligen Kraftwerk. Der Bahnhof, das Freibad und Teile der Gewerbebetriebe gehören zu Thaleischweiler-Fröschen, der übrige Weiler zu Donsieders.

Dienstag, 13. August 2019

Auf den Spuren jüdischer Geschichte



Der alte jüdische Friedhof von Floß in der Oberpfalz

Am Ortsausgang Richtung Flossenbürg findet sich der jüdische Friedhof im oberpfälzischen Floß.

Die jüdische Gemeinde Floß (unweit Flossenbürg) errichtete 1692 ihren eigenen Friedhof, d. h. sieben Jahre nach der Niederlassungserlaubnis für die ersten Juden in Floß.

Der Friedhof wurde auch von den jüdischen Gemeinden in Schönsee, Waidhaus und bis 1901 auch von der jüdischen Gemeinde in Weiden genutzt. Der Friedhof wurde 1729, 1754 und 1780 erweitert und die Friedhofsfläche beträgt 7,50 Ar. 1775 wurde eine Mauer aus Granit um den Friedhof gebaut, die 1778 und 1842 erweitert wurde. Heute sind noch etwa 400 Grabsteine (Mazewot) erhalten und der älteste ist von 1692. Die letzte Beisetzung fand 1946 statt.


Der jüdische Friedhof von Rodalben in der Pfalz - ein Schock, diesen Friedhof zu sehen: Ungepflegt und verwildert, kein vernünftiger Zugang, kein Weg, keine Treppe, kein Hinweisschild.


Es gibt so Tage, an denen könnte man das große Kotzen kriegen. Zum Beispiel dann, wenn man den jüdischen Friedhof in Rodalben in der Südwestpfalz besucht. Zwar ist unten an der Straßenkreuzung ein Hinweisschild, aber das war es dann auch schon. Der Friedhof liegt - völlig unkenntlich und nicht ausgeschildert - ein paar Meter danach am Berghang. Es gibt keinen Weg dorthin oder eine Treppe. Der Zugang ist fast schon was für Bergsteiger. Und der Friedhof selbst: völlig verwildert und verwahrlost. Mehr als kniehohes Gras, selbstausgesäte Büsche und Sträucher, zugewucherte Grabsteine. So ist das ein völlig unwürdiger Ort. Hier kann man nur konstatieren: Vergessen und verdrängen will man wohl.

Die Geschichte der Juden in Pirmasens - Eine schwierige Spurensuche


In den zwanziger Jahren waren 800 der 40.000 Pirmasenser jüdischen Glaubens. Nachdem 1920 in München die NSDAP gegründet worden war, formierte sich 1922 eine Ortsgruppe in Pirmasens, die 1924 die größte der Pfalz war. Ortsgruppenleiter Richard Mann und Gauleiter Josef Bürckel aus Rodalben waren einflussreiche Parteifunktionäre. Mit dem "Eisenhammer" wurde in Pirmasens ein nationalsozialistisches Kampfblatt verlegt. Joseph Goebbels sprach 1928 in Pirmasens, ebenso Julius Streicher, der Herausgeber des Hetzblattes „Der Stürmer“. 1929 marschierten NSDAP-Mitglieder mit Schildern wie "Die Juden sind unser Unglück" durch die Straßen oder riefen "Juda verrecke", ohne dass dagegen etwas unternommen wurde. Zwischen 1933 und Januar 1936 verließen 67 jüdische Bewohner wegen des zunehmenden Drucks auf Juden in Deutschland Pirmasens, meist in Richtung USA, Frankreich oder Israel. 1937 wohnten noch 444 Juden in Pirmasens. Am 5. November 1938 fand der letzte Gottesdienst statt, vier Tage später wurden die Synagoge und viele jüdische Geschäfte und Wohnungen während der Novemberpogrome zerstört: In Anwesenheit der Kreisleitung wurden die Fenster aufgebrochen und das seit 1780 als jüdischer Betraum genutzte Gebäude mittels Benzin niedergebrannt. Die angerückte Feuerwehr schützte lediglich die Nachbargebäude. In derselben Nacht wurden alle männlichen Juden am Volksgarten zusammen getrieben und schließlich über die französische Grenze geschafft. Als am 1. September 1939 die Pirmasenser evakuiert wurden, um den Krieg mit Frankreich vorzubereiten, waren noch 200 Juden dabei. Viele konnten nicht zurückkehren, sondern wurden in Vernichtungslager und Ghettos deportiert, wo sie meist ermordet wurden. Nur 65 kehrten im Sommer 1940 nochmals heim und wurden im Oktober ins Konzentrationslager Gurs verschleppt. Die meisten von ihnen starben schon auf dem Transport, in Gurs, oder später im Konzentrationslager Auschwitz.

Der israelitische Teil des Alten Friedhofs wurde in der NS-Zeit völlig zerstört und aufgehoben. Nur wenige Grabsteine fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder und wurden in einer Reihe aufgestellt.

Unsinnigerweise steht auf dem Gedenkstein, hier habe sich mal ein israelitischer Friedhof befunden. Unsinnig deswegen, weil nach jüdischem Ritus ein Friedhof ewig ist. Und wie wenig respektvoll man auch nach dem Zweiten Weltkrieg gegenüber den Opfern des Holocaust gewesen ist mag belegen, dass sich auf dem Gräberfeld ein Kinderspielplatz mit Sandkasten befunden hatte, den ich noch selbst aus meiner eigenen Kindheit kenne.

Der jüdische Friedhof von Busenberg im Pfälzerwald


Die Mikwe in Busenberg

Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald war das einzig erhaltene in der Pfalz und wurde mittlerweile abgerissen.


Die ehemalige Synagoge in Dahn


Ein Betsaal war - zumindest vorübergehend - bereits 1769 vorhanden. Damals wurde der Amtsschreiber H. Schantz in Dahn von den Behörden in Colmar darauf hingewiesen, dass die Juden der Stadt nicht mehr in Dahn ihre Gottesdienste abhalten sollten, sondern wie bisher dazu nach Busenberg gehen sollten. 1815 erfährt man wiederum von einem Betsaal in einem jüdischen Privathaus. Nach einer mündlichen Überlieferung war der Betsaal im Haus Kirchgasse 5 mit den Giebelfenstern zur katholischen Kirche hin.

Eine erste Synagoge wurde um 1820 erbaut. Neben der Synagoge wurde 1843 das israelitische Schulhaus mit Lehrerwohnung und einer Mikwe im Keller erbaut. Nachdem dieses Gebäude nach einem halben Jahrhundert baufällig geworden war, wurde 1872/73 am selben Standort eine neue Synagoge erbaut. Zur Finanzierung des Neubaus war 1871 eine Kollekte in jüdischen Gemeinden der Pfalz und anderen bayrischen Regionen durchgeführt worden. Sie erbrachte immerhin 732 Gulden. 1.800 Gulden trugen die jüdischen Familien Dahns selbst durch Spenden bei. Weitere 1.000 Gulden wurden auf die Familien umgelegt. Diese wurde am 4. Juli 1873 feierlich eingeweiht.

Über 60 Jahre war die Dahner Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens in der Stadt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ging die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder schnell zurück. 1936/37 konnte bereits kein regelmäßiger Gottesdienst stattfinden, da die nötige Zehnzahl der jüdischen Männer nicht mehr erreicht wurde. Am 18. August 1937 verkaufte der letzte Gemeindevorsteher Josef Katz die Synagoge mit Schule an den Schreinermeister Ludwig Flory, der darin eine Schreinerwerkstatt einbaute. Die Mikwe im Untergeschoss der israelitischen Schule wurde 1938/39 zugeschüttet. Bis zur Gegenwart befindet sich die Schreinerwerkstatt in dem Gebäude, in dem zahlreiche Originalteile erhalten sind. 1991 wurde am Gebäude eine Gedenktafel angebracht.

Die Synagoge von Dornum

Die Synagoge in Dornum ist die einzige noch erhaltene in Ostfriesland. Sie wurde wenige Tage vor der Pogromnacht 1938 an einen Tischlermeister verkauft. Die Synagoge entging der Brandschatzung durch die Nationalsozialisten ob der engen dörflichen Bebauung, jedoch wurden die Fensterscheiben eingeschlagen und das Inventar auf dem Marktplatz verbrannt. Ein 1989 gegründeter Verein setzte sich zum Ziel, das Gebäude in seinen alten Zustand zurückzuführen, denn Jahrzehnte lang diente es als Möbellager und Geschäftshaus und war durch Umbauten stark verändert worden. 1991 wurde die Synagoge mit Mitteln der Denkmalpflege sowie der Gemeinde Dornum restauriert – seit 1992 ist sie Gedenkstätte.


Dienstag, 2. April 2019

Im Gräfensteiner Land


Das Gräfensteiner Land ist eine Landschaft in der Pfalz im deutschen Bundesland Rheinland-Pfalz. Es ist nahezu deckungsgleich mit der Verbandsgemeinde Rodalben.

Rodalben ist eine Stadt im rheinland-pfälzischen Landkreis Südwestpfalz und Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Mit über 7.000 Einwohnern ist sie die größte Kommune des Landkreises. Rodalben ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Rodalben wurde vermutlich als Siedlung des keltischen Stammes der Mediomatriker gegründet und später nach dem Fluss benannt. Als alb bezeichneten die Kelten Flüsse oder Bäche. Namensbestandteil Rod, zeitweise auch Roth, geht darauf zurück, dass in den Tälern durch das Roden (Rotten) der Wälder weite Wiesen- und Ackerflächen angelegt wurden.


1237, im Mittelalter, wurde Rodalben erstmals urkundlich als Meyerhof erwähnt. Es war über Jahrhunderte eine bäuerlich geprägte Ansiedlung, die zusammen mit Burg Gräfenstein bei Merzalben den Grafen von Leiningen gehörte. Um das Jahr 1360 dürfte die erste Pfarrkirche in Rodalben erbaut worden sein. Davon zeugen der noch erhaltene romanische Turm und der mit Fresken reich geschmückte gewölbte Chor.


Die Anfänge der Marienkirche liegen in romanischer Zeit um das 11./12. Jahrhundert. Das heutige Erscheinungsbild ist spätgotisch (14. Jahrhundert), die Wand- und Deckenmalereien stammen aus dieser Zeit. Der Turm wurde im 18. Jahrhundert erhöht und mit einem spitzen Helm bedacht.


In Rodalben bestand eine jüdische Gemeinde bis 1937 zur staatliche Auflösung. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden Juden 1581 genannt. Nach 1745 nahmen die Juden Rodalbens (Sitz der Grafschaft Gräfenstein, die zur Markgrafschaft Baden-Baden gehörte) den badischen Landesrabbiner Natanael Weil als ihren religiösen und geistigen Führer an. Nachdem 1776 Rodalben zur Markgrafschaft Baden-Durlach kam, wohnten einige Zeit keine Juden mehr am Ort. Im 19. Jahrhundert nahm die Zahl der jüdischen Einwohner zu. 1802 wurden in Rodalben und dem benachbarten Petersberg zusammen 100 jüdische Einwohner gezählt, die Mehrzahl wohl in Petersberg, da 1823 in Rodalben selbst nur 49 jüdische Personen lebten. 1809/10 werden folgende jüdischen Familien in Rodalben (vermutlich mit Petersberg) genannt: Herz Bauer (Kurzwarenhändler), Samuel Bauer (Kurzwarenhändler), Benedikt Baer, Jacques Joseph, Lion Joseph (Kurzwarenhändler), Levi Keim, Meyer Hirsch (Kaufmann), Isaac Neuberger. Die Zahl jüdische Einwohner stieg im Laufe der folgenden Jahrzehnte auf 66 (1836/37) und 93 (1848, in 19 Familien), um danach durch Aus- und Abwanderung langsam zurückzugehen: 1875 90, 1900 80 jüdische Einwohner. An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine jüdische Elementar-/Religionsschule, ein rituelles Bad sowie einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die israelitische Schule bestand von 1869 bis 1937.


Münchweiler an der Rodalb

Münchweiler liegt neun Kilometer von der Stadt Pirmasens entfernt an der Bundesstraße 10 und an der Bahnstrecke Zweibrücken Landau. Von den Waldungen des Naturparks Pfälzerwald rings umgeben, gehört der Ort verwaltungsmäßig zur Verbandsgemeinde Gräfensteiner Land. Die Gemarkungsfläche beträgt rund 2700 ha, wovon 86% von Wald bedeckt sind.


Zur Zeit leben etwa 3.000 Einwohner in der Gemeinde, welche im Jahr 1979 auf die erste urkundliche Erwähnung vor 800 Jahre zurückblicken konnte. Gleichwohl belegen Funde, dass schon in der Jungsteinzeit Menschen hier gesiedelt haben.

Entstanden ist das Dorf im 7. oder 8. Jahrhundert, als Mönche des von Bischof Pirminius gegründeten Benediktinerklosters Hornbach bei Zweibrücken auf einer Rodungsfläche im Tal der Rodalb ein Einzelgehöft errichteten. Lange Zeit hieß der Ort deshalb Mönchweiler, aus dem das spätere Münchweiler hervorging. Während des Mittelalters bis zur Französischen Revolution teilte das Bächlein Rodalb als Staatsgrenze über sechs Jahrhunderte lang das Dorf in einen (kleineren) hanau-lichtenbergischen und in einen zum badischen Amt Gräfenstein gehörenden Ortsteil. Prägend für die damaligen Bewohner war der Wald. Als Waldbauern bezogen sie zahlreiche Dinge des täglichen Lebens aus den Wäldern. Die Landwirtschaft allein konnte die Menschen nicht ernähren, da der wenig fruchtbare Sandboden keine guten Erträge zuließ.

Für die in ärmlichen Verhältnissen lebenden Bewohner des Waldbauerndorfes Münchweiler änderte sich gegen Ende des 19.Jahrhunderts die wirtschaftliche Situation entscheidend. Mit der Gründung der ersten Schuhfabrik im Jahr 1888 durch drei Brüder namens Wadle fanden zahlreiche Ortsbewohner Arbeit und Lohn. Ein weiterer Anschub der wirtschaftlichen Entwicklung bedeutete der Bau der Eisenbahnlinie Zweibrücken-Landau durch das Dorf in den Jahren 1872 bis 1875. Mit dem Bahnbau wurde in Verbindung mit der aufkommenden örtlichen Schuhindustrie eine Entwicklung begonnen, die die finanzielle Situation vieler Familien spürbar verbesserte und die Jahrzehnte später aus dem armen Waldbauerndorf eine blühende Industriegemeinde machen sollte. Diese Entwicklung wurde begünstigt durch den nach dem 2. Weltkrieg einsetzenden Strukturwandel. Bedingt durch die Vollbeschäftigung in den jetzt zahlreichen Schuhfabriken verlor die Landwirtschaft an Bedeutung, der Ort wurde zur reinen Industriegemeinde.

Ein weiterer Markstein in der Geschichte von Münchweiler war der Bau eines 1000-Betten-Hospitals durch die Amerikaner anfangs der 50er Jahre. Dieser Bau sowie die Anwesenheit der US-Soldaten hat im Dorf sichtbare Spuren hinterlassen und manche Veränderung in der Lebensweise seiner Bewohner verursacht. Die amerikanischen Streitkräfte wurden in Münchweiler neben der Schuhindustrie zu einem bedeutenden Arbeitgeber.

Zur Auflockerung der Monoindustrie erschloss die Gemeinde Ende der 60er Jahre ein Industriegelände entlang der Bundesstraße 10. Die in den 80er Jahren einsetzende allgemeine Krise in der Schuhindustrie verschonte den Ort nicht, Fabriken sahen sich gezwungen, Arbeiter zu entlassen, andere stellten die Produktion ein. Hinzu kam, dass im Sommer 1993 die amerikanischen Streitkräfte das Hospital aufgaben. Erst im Jahr 2004 erwarben zwei Investoren aus Pirmasens das ca. 45 Hektar große Gelände. Das Areal wurde erschlossen für Wohn- und Gewerbeflächen.



Dienstag, 12. Dezember 2017

Rodalben


Das Gräfensteiner Amtshaus

Rodalben ist eine Stadt im rheinland-pfälzischen Landkreis Südwestpfalz und Sitz der gleichnamigen Verbandsgemeinde. Mit über 7.000 Einwohnern ist sie die größte Kommune des Landkreises. Rodalben ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort. Rodalben wurde vermutlich als Siedlung des keltischen Stammes der Mediomatriker gegründet und später nach dem Fluss benannt. Als alb bezeichneten die Kelten Flüsse oder Bäche. Namensbestandteil Rod, zeitweise auch Roth, geht darauf zurück, dass in den Tälern durch das Roden (Rotten) der Wälder weite Wiesen- und Ackerflächen angelegt wurden.

1237, im Mittelalter, wurde Rodalben erstmals urkundlich als Meyerhof erwähnt. Es war über Jahrhunderte eine bäuerlich geprägte Ansiedlung, die zusammen mit Burg Gräfenstein bei Merzalben den Grafen von Leiningen gehörte. Um das Jahr 1360 dürfte die erste Pfarrkirche in Rodalben erbaut worden sein. Davon zeugen der noch erhaltene romanische Turm und der mit Fresken reich geschmückte gewölbte Chor.


Die Anfänge der Marienkirche liegen in romanischer Zeit um das 11./12. Jahrhundert. Das heutige Erscheinungsbild ist spätgotisch (14. Jahrhundert), die Wand- und Deckenmalereien stammen aus dieser Zeit. Der Turm wurde im 18. Jahrhundert erhöht und mit einem spitzen Helm bedacht.


An der Marienkirche erinnert die Brunnenanlage „Grünesputschfrau“ daran, dass einst Frauen aus Rodalben gebundenes Suppengrün auf dem Markt von Pirmasens verkauften.

 


"Rätsel" nennt sich diese Plastik links im Bild.

Das Gebäude der VR-Bank im Hintergrund steht an der Stelle der "alten Juddeschul", eines jüdischen Betsaales und einer Schule. Das originale Gebäude wurde abgebrochen.

In Rodalben bestand eine jüdische Gemeinde bis 1937 zur staatliche Auflösung. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 16./18. Jahrhunderts zurück. Erstmals werden Juden 1581 genannt. Nach 1745 nahmen die Juden Rodalbens (Sitz der Grafschaft Gräfenstein, die zur Markgrafschaft Baden-Baden gehörte) den badischen Landesrabbiner Natanael Weil als ihren religiösen und geistigen Führer an. Nachdem 1776 Rodalben zur Markgrafschaft Baden-Durlach kam, wohnten einige Zeit keine Juden mehr am Ort. Im 19. Jahrhundert nahm die Zahl der jüdischen Einwohner zu. 1802 wurden in Rodalben und dem benachbarten Petersberg zusammen 100 jüdische Einwohner gezählt, die Mehrzahl wohl in Petersberg, da 1823 in Rodalben selbst nur 49 jüdische Personen lebten. 1809/10 werden folgende jüdischen Familien in Rodalben (vermutlich mit Petersberg) genannt: Herz Bauer (Kurzwarenhändler), Samuel Bauer (Kurzwarenhändler), Benedikt Baer, Jacques Joseph, Lion Joseph (Kurzwarenhändler), Levi Keim, Meyer Hirsch (Kaufmann), Isaac Neuberger. Die Zahl jüdische Einwohner stieg im Laufe der folgenden Jahrzehnte auf 66 (1836/37) und 93 (1848, in 19 Familien), um danach durch Aus- und Abwanderung langsam zurückzugehen: 1875 90, 1900 80 jüdische Einwohner.

An Einrichtungen hatte die jüdische Gemeinde eine Synagoge, eine jüdische Elementar-/Religionsschule, ein rituelles Bad sowie einen Friedhof. Zur Besorgung religiöser Aufgaben der Gemeinde war ein Lehrer angestellt, der zugleich als Vorbeter und Schochet tätig war. Die israelitische Schule bestand von 1869 bis 1937.


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Vor 77 Jahren: Im Oktober 1940 begann die Vernichtung der Juden im Südwesten


Erstmals werden Juden in Pirmasens Mitte des 18.Jahrhunderts urkundlich erwähnt; die Wurzeln einer jüdischen Gemeinde lassen sich bis in die sog. ‚Landgrafenzeit’ um 1765 zurückverfolgen. Der am Ausbau seiner Residenzstadt interessierte Landgraf förderte die Ansiedlungen von Juden, da diese durch Schutzgelder für zusätzliche Einnahmen sorgten und auch den Handel belebten. Um 1900 war die Pirmasenser jüdische Gemeinde die drittgrößte der Pfalz. Aber schon in den 1920-er Jahren war Pirmasens eine Hochburg der NSDAP. Mit dem "Eisenhammer" wurde in der Stadt ein NS-Kampfblatt herausgegeben, das durchaus dem Vergleich mit Julius Streichers Stürmer standhält. Bereits im Oktober 1940 wurden die südwestdeutschen ‪Juden‬ in Lager verschleppt. Sie waren die ersten Opfer der Massendeportationen aus dem Reich. Nur wenige von ihnen überlebten. Ein knappes Jahr nach der Zerstörung der Synagogen wurden die in ‪Baden‬, in der ‪Pfalz‬ und im ‪‎Saarland‬ lebenden Juden deportiert. Die systematisch vorbereitete Aktion war eine Art Generalprobe: Im Herbst des Folgejahres begannen im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" die großen Deportationen in die neu errichteten Vernichtungslager im Osten.


Holocaust-Mahnmal in Pirmasens



Der alte jüdische Friedhof von 1813 in Pirmasens

Spuren einstigen jüdischen Lebens in der Pfalz


Die Mikwe in Busenberg - Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald ist das einzige in der Pfalz.




Der jüdische Friedhof von Rodalben:


Montag, 18. September 2017

Rodalben in der Südwestpfalz


Rodalben liegt im südwestlichen Pfälzerwald in der Talaue der Rodalb einige Kilometer oberhalb der Mündung des kleinen Flusses in den Schwarzbach. Die Stadt Pirmasens, zugleich Verwaltungssitz des Landkreises Südwestpfalz, ist 5 km entfernt.


Rodalben 18-09-2017 von franz-roth-tv

An der Marienkirche erinnert die Brunnenanlage „Grünesputschfrau“ daran, dass einst Frauen aus Rodalben gebundenes Suppengrün auf dem Markt von Pirmasens verkauften.


Geburtshaus von Dr. Johann Peter Frank (1745–1821), Leibarzt des russischen Zaren Alexander I. und Napoleons.




Freitag, 11. November 2016

Mittelalterliche Fresken in der Pfalz


In vielen Kirchen des Mittelalters finden wir Fresken mit Darstellungen der biblischen Geschichte. Diese Fresken waren sozusagen die Bibel für Analphabeten. Denn lesen und schreiben konnte das einfache Volk nicht. Schon garnichte konnte es Latein. Und so hat man ihnen mit Bildern das Evangelium gezeigt.

Einige besonders interessante Beispiele quer durch die Pfalz.




Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv








Sakrale Kostbarkeiten in Medelsheim im Saar... von franz-roth-tv



Dienstag, 18. Oktober 2016

Fresken aus der Zeit um 1300 - In der Pfalz und in Bayern


Sie stammen in etwa aus der gleichen Zeit, um das Jahr 1300, und sie haben in der Art der Darstellung eine frappante Ähnlichkeit: Die Fresken in der Marienkirche in Rodalben in der Pfalz und diejenigen im Chor von Sankt Vitus in Kottingwörth im Altmühltal (Bayern).




Mittelalterliche Fresken im Südwesten


In so mancher Kirche im Südwesten gibt es wahre Schätze mittelalterlicher Fresken zu entdecken. Einige möchte ich hier im Video vorstellen.








Sankt Martin in Großbundenbach von franz-roth-tv

Donnerstag, 22. Oktober 2015

Vor 75 Jahren - Die Deportation der Juden im Südwesten


Bereits im Oktober 1940 wurden die südwestdeutschen ‪#Juden‬ in Lager verschleppt. Sie waren die ersten Opfer der Massendeportationen aus dem Reich. Nur wenige von ihnen überlebten. Ein knappes Jahr nach der Zerstörung der Synagogen wurden die in ‪Baden‬, in der ‪Pfalz‬ und im ‪‎Saarland‬ lebenden Juden deportiert. Die systematisch vorbereitete Aktion war eine Art Generalprobe: Im Herbst des Folgejahres begannen im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" die großen Deportationen in die neu errichteten Vernichtungslager im Osten.

Mehr hier bei der ZEIT: Artikel

Holocaust-Mahnmal in Pirmasens


Spuren einstigen jüdischen Lebens in der Pfalz










Donnerstag, 18. Juni 2015

Was ist da nur los? Heruntergekommene jüdische Kulturgüter in der Südwestpfalz


Auf unserer Spurensuche nach Zeugnissen jüdischen Lebens in der Südwestpfalz sind wir auf zwei Kulturgüter gestoßen, deren erbarmungswürdiger Zustand uns schockiert hat.

Da wäre zum einen die Mikwe in Busenberg, wohl die einzig erhaltene in der ganzen Südpfalz.


Und zum andern der jüdische Friedhof in Rodalben.