Hier an der Ottostraße ist der jüdische Teil des Alten Friedhofs. Der israelitische Teil des Friedhofs wurde in der NS-Zeit völlig zerstört und aufgehoben. Nur wenige Grabsteine fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder und wurden in einer Reihe aufgestellt.
Der Alte Friedhof ist ein aufgelassener Friedhof in Pirmasens, der zu einer Parkanlage umgestaltet wurde. Als Denkmalzone Alter Friedhof sind zahlreiche Grabdenkmäler des 19. Jahrhunderts, drei Kriegerdenkmale und eine teilweise erhaltene jüdische Abteilung Teil der Denkmalliste der Stadt. Die ehemalige Einsegnungshalle ist heute eine Veranstaltungsstätte unter dem Namen Carolinensaal. Der Friedhof wurde bereits um das Jahr 1763 herum außerhalb der Stadtmauern angelegt. Das genaue Jahr ist nicht bekannt. Die ältesten erhaltenen Relikte auf dem Friedhof sind die Grabdenkmäler für zwei in der Schlacht bei Pirmasens im Jahr 1793 gefallene preußische Offiziere, Albrecht Otto Johann von Möllendorff und Hans Friedrich Georg von Borstell.
Streetview - Friedhofstraße, Alleestraße, Schloßstraße und Zweibrücker Straße, eine Fahrt durch das Pirmasenser Zentrum.
Ganz zu Beginn der Fahrt passieren wir den Alten Friedhof. Der Alte Friedhof ist ein aufgelassener Friedhof in Pirmasens, der zu einer Parkanlage umgestaltet wurde. Als Denkmalzone Alter Friedhof sind zahlreiche Grabdenkmäler des 19. Jahrhunderts, drei Kriegerdenkmale und eine teilweise erhaltene jüdische Abteilung Teil der Denkmalliste der Stadt. Die ehemalige Einsegnungshalle ist heute eine Veranstaltungsstätte unter dem Namen Carolinensaal.
Der Friedhof wurde bereits um das Jahr 1763 herum außerhalb der Stadtmauern angelegt. Das genaue Jahr ist nicht bekannt. Die ältesten erhaltenen Relikte auf dem Friedhof sind die Grabdenkmäler für zwei in der Schlacht bei Pirmasens im Jahr 1793 gefallene preußische Offiziere, Albrecht Otto Johann von Möllendorff und Hans Friedrich Georg von Borstell.
Der Nagelschmiedsberg
Das Schulhaus am Nagelschmiedsberg, auch Luitpoldschule genannt, wurde in den Jahren 1895/96 unter Leitung von Stadtbaumeister Gottlob Erpelt durch die Stadt Pirmasens erbaut. Im Schulgebäude befanden sich 61 Schulsäle. Es war die jüdische Volksschule gewesen. Das bayerische Schulsystem sah vor allem im Bereich der Volksschule den konfessionell getrennten Unterricht vor. So existierten neben den katholischen und evangelischen/ protestantischen auch jüdische Volksschulen (Konfessionsschule).
Seit 1998 ist das Jugendhaus ONE am Nagelschmiedsberg die zentrale Einrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Pirmasens. Zur Zielgruppe gehören Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 8 bis 27 Jahren aus der Stadt Pirmasens, den Vororten von Pirmasens sowie dem Landkreis Südwestpfalz.
Widmen wir uns doch nach dem Landgrafen noch ein bißchen seiner Gemahlin.
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist enannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz").
Karoline Henriette Christine Philippine Luise von Pfalz-Zweibrücken (* 9. März 1721 in Straßburg; † 30. März 1774 in Darmstadt) war durch Heirat Landgräfin von Hessen-Darmstadt, auch als die Große Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt bezeichnet.
Karoline Henriette war die älteste Tochter des Pfalzgrafen und Herzogs Christian III. von Zweibrücken (1674–1735) aus dessen Ehe mit Karoline (1704–1774), Tochter des Grafen Ludwig Kraft von Nassau-Saarbrücken. Die Prinzessin wuchs mit ihren Geschwistern Christian, Friedrich Michael und Christiane Henriette im Elsass und in der südlichen Pfalz auf. Unter der Aufsicht ihrer Mutter wurde Karoline umfassend und sorgfältig ausgebildet.
Schon kurz nach der Hochzeit mit dem militärbegeisterten Erbprinzen (Landgraf Ludwig IX.) 1741 folgte sie ihm für anderthalb Jahrzehnte ins fernab gelegene Prenzlau in der Uckermark, wo er ein preußisches Regiment kommandierte. Aus dem persönlichen Zusammentreffen Karolines mit dem Preußenkönig Friedrich II. entwickelte sich ein lebenslanger literarisch-philosophischer Briefwechsel. Die Korrespondenz, die zahlreiche Protagonisten der deutschen und französischen Aufklärung einbezog, überbrückte die scheinbare Isolierung, als Karoline 1757 mit den Kindern in die kleine Residenz Buchsweiler zog, während Ludwig in Pirmasens seine Grenadiere drillte.
Die Ehe war schon bald wegen der Verschiedenheit der Eheleute durch Auseinandersetzungen gekennzeichnet. Karoline Henriette war musisch und literarisch interessiert, während sich Ludwig vorwiegend für das Militär begeisterte. Ludwig war anfänglich seiner Gemahlin sehr zugetan, doch diese überführte die Beziehung in eine Konvenienzehe. Karoline, die vier Jahre nach der Eheschließung eine eigene Hofhaltung begründete, lebte in den ersten Ehejahren vorwiegend in Buchsweiler, während ihr Ehemann Pirmasens zur Garnisonsstadt ausbaute. Buchsweiler war die Residenz der Grafschaft Hanau-Lichtenberg, in der Ludwig als Vormund fungierte.
Nach Ausbruch des Siebenjährigen Krieges und der Regierungsübernahme ihres Mannes war dieser nach Pirmasens zurückgekehrt und Karoline bezog nach einem erneuten Aufenthalt in Buchsweiler schließlich mit den Kindern die Residenz in Darmstadt.
Im Sommer 1761 schoss sie in Pirmasens mit einer Pistole auf Ernestine Rosine Goll, eine schwangere Mätresse ihres Ehemanns. Sie verfehlte allerdings ihr Ziel. Sie lebte damals schon seit längerer Zeit nur jeweils für wenige Wochen im Jahr mit ihrem Ehemann zusammen.
Kurz vor ihrem Tod erlebte Karoline noch die Vermählung ihrer Tochter Wilhelmine mit dem russischen Thronfolger, dem späteren Zaren Paul I., die Friedrich der Große vermittelt hatte.
Karoline Henriette war besser bekannt unter der Bezeichnung „Die Große Landgräfin“, welcher ihr von Johann Wolfgang von Goethe in seinem Werk Dichtung und Wahrheit gegeben worden war. Sie pflegte freundschaftliche Beziehungen zu verschiedenen Gelehrten ihrer Zeit, etwa Johann Gottfried Herder, Christoph Martin Wieland und Goethe und galt als geistreichste Fürstin ihrer Zeit. Wieland wünschte sich die Macht, sie zur „Königin von Europa“ zu erheben.
Seit dem Ende der 1740-er Jahre trug Karoline eine bedeutende Bibliothek zusammen, die nicht repräsentativen Zwecken diente, sondern zum privaten Gebrauch. Lektüre gehörte zu den festen Gewohnheiten, wobei sie französische Philosophen bevorzugte und das Gelesene auch schriftlich aufarbeitete.
Die Landgräfin stand in Kontakt mit Friedrich II. von Preußen und war eine der wenigen Frauen, die er respektierte. Er nannte sie einmal „Zierde und Bewunderung unseres Jahrhunderts“ und anlässlich ihres Todes schickte er eine marmorne Urne mit der lateinischen Aufschrift „femina sexu, ingenio vir“ (dt.: „von Geschlecht eine Frau, vom Geist ein Mann“) nach Darmstadt, die noch heute im Herrngarten zu besichtigen ist. Durch ihre Töchter wurde sie Stammmutter des preußischen Königshauses beziehungsweise des späteren deutschen Kaiserhauses sowie des niederländischen Königshauses.
(Quellenmaterial: Wikipedia und Stadt Darmstadt)
P.S.: Schon bemerkenswert, dass die Pirmasenser ausgerechnet der Landgräfin, die sich nie gerne in Pirmasens aufhielt, diese Ehre erweisen.
Die Rheinberger-Villa in der Schachenstraße (Schwarzweißbilder) und die ehemalige Behrens-Schuhleistenfabrik (unteres Foto)
Starten wir mit einer Fahrt durch die Schuhstadt ...
Pirmasenser Impressionen - Siedlung am Sommerwald, Wasserturm, Parkbrauerei, Rodalber Straße, Gärtnerstraße, Schützenstraße, Schützendreieck, Schäferstraße - eine Fahrt durch die Stadt an einem regnerischen Tag.
Pirmasens - Alter Friedhof - Ein Kultur-Projekt in Rheinland-Pfalz
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist benannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz"). Und auch der Landgraf selbst war ein Bewunderer Friedrichs. Er nun weniger dessen kultureller Leidenschaften, sondern vielmehr der "Langen Kerls", der Grenadiere der preußischen Armee.
Beckenhof - Gedenkstein für Ludwig Beck
Ein Gedenkstein am Beckenhof (Pirmasens in der Südwestpfalz) erinnert an Generaloberst Ludwig Beck, den führenden Kopf des Widerstandes deutscher Offiziere gegen das Nazi-Regime. Der Beckenhof wurde von seinen Vorfahren gegründet.
Der alte jüdische Friedhof in Pirmasens
Mahnmal für die Opfer des Holocaust
An der Nagelschmiedsbergschule in Pirmasens, heute Landgraf Ludwig Realschule plus, ehemalige jüdische Volksschule
Es war einmal in Pirmasens - Ein verlorenes Stadtbild - Das Hotel Matheis, gewichen dem Josef-Krekeler-Platz (trotz Denkmalschutz).
Und vergessen wir nicht: Das auch im Video zu sehende Post- bzw. Schützendreieck sollte in den Siebzigern für eine Straßenverbreiterung im Zuge des Ausbaus der Schäferstraße auch mal komplett plattgemacht werden. Dank Widerstands einiger Eigentümr sind viele der Häuser erhalten geblieben, nachdem die meisten Häuser bereits auf Abbruch verkauft waren. Aber die Weigerung einiger Eigentümer verhinderte, dass in den Siebzigern das ganze Ensemble weggebaggert wurde.
Auf dem Horeb in Pirmasens - Horebschule - Turnhalle
Die Horebschule wurde 1904/05 als dreigeschossiger Putzbau in Mischformen aus Neuspätgotik und Neufrührenaissance errichtet. In den frühen Morgenstunden des 24. November 2012, einem Samstag, ist die Turnhalle der Horebschule bei einem Brand fast ganz zerstört worden. Im März 2015 hatte der Stadtrat den Wiederaufbau des denkmalgeschützten Gebäudes aus dem Jahr 1905 beschlossen.
Doch denkste:
"Heute hat der Hauptausschuss außerdem dem Abriss der abgebrannten Turnhalle zugestimmt. In den Herbstferien kann die unschöne Ruine endlich abgerissen werden. Optisch und wegen des zusätzlichen Platzes ein toller Fortschritt für die Kinder." Und dahinter ein Lach-Smiley und ein Daumen hoch. Zu lesen bei Markus Zwick, Bürgermeister in und OB-Kandidat für Pirmasens, auf dessen Facebook-Seite unter Datum vom 17.09.2018.
Mehr zu diesem leidigen Thema des Umgangs mit denkmalgeschützten Ensembles in Pirmasens siehe auch hier.
Auch nur noch Fragmente eines einst geschlossenen Ensembles sind vom Alten Friedhof am Fuße des Horeb übriggeblieben. Die meisten der kunsthistorisch wertvollen Grabmale gibt es nicht mehr. Von den einst beeindruckenden Familiengruften ist keine einzige erhalten.
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist enannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz"). Und auch der Landgraf selbst war ein Bewunderer Friedrichs. Er nun weniger dessen kultureller Leidenschaften, sondern vielmehr der "Langen Kerls", der Grenadiere der preußischen Armee.
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist enannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz"). Und auch der Landgraf selbst war ein Bewunderer Friedrichs. Er nun weniger dessen kultureller Leidenschaften, sondern vielmehr der "Langen Kerls", der Grenadiere der preußischen Armee.
Weshalb er auch seine Residenz aus dem französischen Buchsweiler (Bouxviller) nach Pirmasens verlegte, da er als deutscher Reichsfürst in Frankreich keine Streitkräfte haben durfte.
Die Pirmasenser Armee des Landgrafen hat aber, im Gegensatz zu ihrem Vorbild, nie einen Krieg geführt. Sie war also wohl die friedlichste Armee aller Zeiten.
Und durch die Verbindung des Landgrafenpaares mit dem peußischen König könnte man also sozusagen von einer Achse Potsdam - Pirmasens sprechen.
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist enannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz"). Und auch der Landgraf selbst war ein Bewunderer Friedrichs. Er nun weniger dessen kultureller Leidenschaften, sondern vielmehr der "Langen Kerls", der Grenadiere der preußischen Armee.
Die preußischen Offiziersgräber der Schlacht bei Pirmasens auf dem Alten Friedhof
Die Schlacht bei Pirmasens fand am 14. September 1793 während des Ersten Koalitionskriegs bei Pirmasens. Sie fand zwischen französischen Truppen und alliierten preußischen und österreichischen Soldaten statt und endete mit einem Sieg der Verbündeten.
Die Franzosen jedoch besetzen am 25.11.1793 Pirmasens wieder und brandschatzen es.
Auf dem alten Friedhof zu Pirmasens befinden sich die Gräber zweier in der Schlacht gefallener, preußischer Offiziere. Der eine ist Albrecht Otto Johann von Möllendorff (1755–1793).
Der zweite, nahezu identische Grabstein ist ohne Text.
Es ist die Grabstätte von Premierlieutenant Hans Friedrich Georg Ludwig Wilhelm von Borstell (1770–1793), dem ältesten Sohn des an der Pirmasenser Schlacht beteiligten Generals und Kommandeurs des 7. Kürassierregiments, Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730–1804).
Habe - leider - mal wieder was aus Pirmasens, was mich unheimlich wütend macht: Dieses heruntergekommene Haus, Ecke Friedhof- und Bergstr., ein wunderschöner Bau mit Mansardendach, evtll. sogar noch aus der Landgrafenzeit (der Baustil spräche für das Haus eines rangniederen Offiziers oder Verwaltungsbeamten). Das Dach kaputt. Bald ein Fall für die berühmt-berüchtigte Pirmasenser Abrißbirne? Warum, um Gottes Willen, lässt man in dieser Stadt solche architektonischen Schätzchen einfach so verkommen?
Feinste architektonische Details. Und so was lässt man einfach so verkommen. Es ist eine Schande.
Und solche "tollen" Ecken hatte und hat Pirmasens leider noch mehr im Angebot!
Erinnern wir uns nur an die Villa Löser, die wohl nur durch ein geradezu Wunder gerettet worden ist.
Und andererseits wird dann ein neuer Platz angelegt, auch für "Open-Air-Events". Dem allerdings zuvor wiederum ein denkmalgeschütztes und ebenfalls heruntergekommenes Jugendstilgebäude, das Hotel Matheis (einst erstes Haus am Platze) zum Opfer gefallen ist.
Im folgenden Video sieht man das Hotel Matheis. In dem Zusammenhang en passant angemerkt: Auch die Häuser des im Video zu sehenden Schützen- oder Postdreiecks sollten dereinst auch alle abgerissen werden!
Mit dem Abriß war auch schon begonnen worden. Was man heute sieht ist keineswegs mehr das einst geschlossene bauliche Ensemble.
Und dann gibt es da noch den 1927 stillgelegten Alten Friedhof. Übrigens unweit des anfangs gezeigten Gebäudes. Was hier an Sünden begangen wurde erkennt man nur, wenn mann das Terrain früher kannte.
Heute ist die ehemalige Leichenhalle das Kulturzentrum Carolinensaal.
Der zweite Blick ist erschütternd. Denn von einem dereinst geschlossenen Ensemble von höchster kultureller Güte ist heute nicht mehr viel übrig. Derr Alte Friedhof ist nur noch ein Schatten seiner selbst.
Wo sind die Familientumben geblieben? Abgerissen! Die meisten der hochkünstlerischen Grabdenkmäler: Passé, perdu!
Dass große Teile der Bevölkerung einer typischen Arbeiterstadt mit Kultur und kulturellem Erbe herzlich wenig anfangen können, das mag man (bei verdammt viel gutem Willen aber nur!) noch halbwegs verstehen können. Hat doch Kultur auch was mit Bildung zu tun. Dass aber die Verantwortlichen dieser Stadt so mit ihrem Erbe umgehen, das entzieht sich völlig meinem Verständnis. Und das, wohlgemerkt, bereits seit vielen Jahrzehnten und ganz unabhängig von der politischen Couleur!
Meine Heimatstadt Pirmasens ist eine ziemlich spröde Schöne, die sich einem nicht auf den ersten Blick erschließt. Viele halten sie für ziemlich gesichtslos. Nicht ganz zu Unrecht, aber sie hat durchaus auch einige interessante Ecken.
Vom Landauer Tor kommend fahren wir über die Walhalla-Kreuzung in die Obere Hauptstraße ein, parken am Rand der Fußgängerzone und besuchen die Lutherkirche, einst Garnisonskirche der Stadt Pirmasens und Begräbnisstätte des Landgrafen Ludwig IX. Neben der Lutherkirche der Schusterbrunnen mit dem Standbild des Schusters Joß.
Im folgenden Film sehen wir das zu einer Event-Stätte umgewidmete ehemalige Königlich Bayerische Postamt, das Forum Alte Post und den neugestalteten Platz davor.
Unweit das Mahnmal für die Opfer des Holocaust. In meinen Augen nicht gerade ein Glücksgriff der Gestaltung - kein Hinweisschild, das auf dieses Mahnmal verweist, nur ein paar winzige Inschriften auf den Stelen selbst.
Der Alte Friedhof in Pirmasens - Die einstige Leichenhalle ist heute das Kulturzentrum Carolinensaal, der Friedhof selbst eine Parkanlage im Herzen der Schuhstadt. Der Carolinensaal ist enannt nach der Landgräfin Caroline von Hessen-Darmstadt, Gemahlin des Stadtgründers von Pirmasens, Landgraf Ludwig IX., und eine gute Freundin des Preußenkönigs Friedrich II. (Friedrich der Große, "Der Alte Fritz").
Unter Landgraf Ludwig IX. von Hessen-Darmstadt wird am 5. April 1757 der Grundstein für die neue Hof- und Garnisonskirche gelegt. Am 4. Oktober 1761 wird die Kirche geweiht und heißt im Volksmund bald "Untere Kirche". 1793 werden die Glocken an die französische Revolutionsarmee abgeliefert und erst 1861 erhält die Lutherkirche ein neues Geläut.
Am 9. August 1944 wird die Lutherkirche bei alliierten Luftangriffen zerstört. Der Wiederaufbau erfolgt von 1947 bis 1949.
Am 5. November 1949 werden die Gebeine Landgraf Ludwigs IX. in der Gruft zwischen Altar und Taufstein wieder beigesetzt.
Neben der Lutherkirche finden wir den Schusterbrunnen, eine Reminiszenz an Pirmasens Vergangenheit als Deutsche Schuhmetropole.
Wir haben oben gelesen, dass 1793 die Glocken der Lutherkirche an die französische Armee abgeliefert worden waren. Nun, das war das Jahr der Schlacht bei Pirmasens.
Die Schlacht bei Pirmasens fand am 14. September 1793 während des Ersten Koalitionskriegs bei Pirmasens. Sie fand zwischen französischen Truppen und alliierten preußischen und österreichischen Soldaten statt und endete mit einem Sieg der Verbündeten.
Die Franzosen jedoch besetzen am 25.11.1793 Pirmasens wieder und brandschatzen es.
Auf dem alten Friedhof zu Pirmasens befinden sich die Gräber zweier in der Schlacht gefallener, preußischer Offiziere. Der eine ist Albrecht Otto Johann von Möllendorff (1755–1793).
Der zweite, nahezu identische Grabstein ist ohne Text.
Es ist die Grabstätte von Premierlieutenant Hans Friedrich Georg Ludwig Wilhelm von Borstell (1770–1793), dem ältesten Sohn des an der Pirmasenser Schlacht beteiligten Generals und Kommandeurs des 7. Kürassierregiments, Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730–1804).
Unsere Exkursion zu den Zeugnissen der Geschichte der jüdischen Gemeinde in Pirmasens (siehe auch: Geschichte der Juden in Pirmasens) beginnen wir auf dem "Alten Friedhof".
Der Alte Friedhof der Stadt Pirmasens in der Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz) wurde im Jahr 1927 stillgelegt. Gleichwohl war er auch noch nach dem Zweiten Weltkrieg ein geschlossenes Ensemble von einzigartiger kultureller Güte gewesen. Mit einer Vielzahl großer Familientumben und wertvoller historischer Grabmale. Das ist leider Geschichte, denn eine für kulturelle Belange wenig sensible Stadtverwaltung hat nur noch rudimentäre Reste übriggelassen, die darüberhinaus auch lieblos vor sich hin verrotten, teilweise einsturzgefährdet und nur notdürftig gesichert. So ist ein ehedem einzigartiges Zeugnis historischer Sepukralkultur heute zwar als "Kulturgut" ausgewiesen, hat jedoch seinen einstigen Charakter völlig verloren.
Die preußischen Offiziersgräber der Schlacht bei Pirmasens auf dem Alten Friedhof
Die Schlacht bei Pirmasens fand am 14. September 1793 während des Ersten Koalitionskriegs bei Pirmasens. Sie fand zwischen französischen Truppen und alliierten preußischen und österreichischen Soldaten statt und endete mit einem Sieg der Verbündeten.
Die Franzosen jedoch besetzen am 25.11.1793 Pirmasens wieder und brandschatzen es.
Auf dem Alten Friedhof zu Pirmasens befinden sich die Gräber zweier in der Schlacht gefallener, preußischer Offiziere. Der eine ist Albrecht Otto Johann von Möllendorff (1755–1793).
Der zweite, nahezu identische Grabstein ist ohne Text.
Es ist die Grabstätte von Premierlieutenant Hans Friedrich Georg Ludwig Wilhelm von Borstell (1770–1793), dem ältesten Sohn des an der Pirmasenser Schlacht beteiligten Generals und Kommandeurs des 7. Kürassierregiments, Hans Friedrich Heinrich von Borstell (1730–1804).
Der israelitische Teil des Friedhofs wurde in der NS-Zeit völlig zerstört und aufgehoben. Nur wenige Grabsteine fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder und wurden in einer Reihe aufgestellt.
Unsinnigerweise steht auf dem Gedenkstein, hier habe sich mal ein israelitischer Friedhof befunden. Unsinnig deswegen, weil nach jüdischem Ritus ein Friedhof ewig ist. Und wie wenig respektvoll man auch nach dem Zweiten Weltkrieg gegenüber den Opfern des Holocaust gewesen ist mag belegen, dass sich auf dem Gräberfeld ein Kinderspielplatz mit Sandkasten befunden hatte, den ich noch selbst aus meiner eigenen Kindheit kenne.
Der jüdische Friedhof von 1813
Er liegt versteckt in einem Industriegebiet in der Zeppelinstraße. Kein Wegweiser, kein Hinweisschild.
Die Synagogengasse
Die Gasse, in der bis zur Pogromnacht 1938 die Pirmasenser Synagoge gestanden hatte, hieß bis 1881 Judengässel, bis 1933 Synagogenstraße, bis 1945 Grenadiergässel, dann bis 1995 Schustergässel - erst 1995 erhielt die Gasse ihren heutigen Namen.
Der Nürnberger Johannisfriedhof im gleichnamigen Stadtteil ist einer der beiden mittelalterlichen Friedhöfe der ehemaligen Freien Reichsstadt. Hier ist Albrecht Dürer beigesetzt, Nürnbergs wohl bekanntester Sohn, auch Veit Stoß, der den Englischen Gruß in der Lorenzkirche erschaffen hat, sowie der Richter Anselm Feuerbach, der das Findelkind Kaspar Hauser bei sich aufgenommen hatte.
Der Rochusfriedhof ist mit dem Johannisfriedhof der zweite große Friedhof aus dem Mittelalter in Nürnberg. Auch er war ursprünglich als Pestfriedhof entstanden.
Hier habe ich erst mal einen etwas längeren Zusammenschnitt von Filmmaterial über meine Heimatstadt. Viel Spaß damit.
Ein Zusammenschnitt von Material über Pirmasens in der Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz). Wir sehen u.a. das Kulturdenkmal "Alter Friedhof", erleben eine kleine Rundfahrt durch die Stadt und den "Belznickelmarkt", den Pirmasenser Weihnachtsmarkt. Ein Abstecher führt uns ins Kloster Hornbach, einer Gründung des Heiligen Pirminius, nach dem Pirmasens benannt ist.