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Mittwoch, 7. August 2019

Unsere kleinen Highlights im Norden - Jever

Unterwegs im Land des Windes

Im Altstadtcafé in Jever

Unser quasi Stammlokal. Meine Frau nimmt immer ein Kännchen des hervorragenden Ostfriesentees, ich einen Milchkaffee mit geschäumter Milch oder alternativ (in Jever!) ein Erdinger Weißbier.


Die Stadtkirche zu Jever

Die Stadtkirche zu Jever ist vis-à-vis des Altstadtcafés. -- Die evangelisch-lutherische Stadtkirche steht am Kirchplatz in Jever. Sie wurde 1964 anstelle der 1959 abgebrannten Vorgängerkirche als moderner, stark gestaffelter Zentralbau errichtet und mit der erhaltenen Apsis der zerstörten Kirche verbunden. Das Edo-Wiemken-Denkmal steht im historischen Chor der Stadtkirche von Jever, den Edo Wiemkens Tochter Maria von Jever in eine Grabkapelle umwandeln ließ, damit dort von 1561 bis 1564 das Grabmal für ihren Vater entstehen konnte. Das von Heinrich Hagart geschaffene Grabmal gilt als bedeutendes Zeugnis niederländischer Bau- und Schnitzkunst der Renaissance. Hagart war ein Schüler von Cornelis Floris II., einem bekannten Antwerpener Architekten und Bildhauer, dessen sogenannter Florisstil von seinen Schülern und Nachfolgern nicht nur in den Niederlanden, sondern auch nach Dänemark und über die Küstenländer der Ostsee, Norddeutschland, bis weit nach Süddeutschland verbreitet wurde. Beim Wiederaufbau der Stadtkirche 1962–1964 wurde der ehemalige Chor in den neuen Kirchenbau einbezogen, indem man das neue Kirchengebäude vor den alten Chorteil setzte und die ursprüngliche Steinmauer durch eine Glastrennwand ersetzte, so dass das Grabmal heute während der Öffnungszeiten der Stadtkirche zu sehen ist.


Museumswerkstatt Blaudruckerei in Jever - Ein immaterielles Kulturerbe -

Blaudruckerei
Kattrepel 3
Georg Stark
D-26441 Jever
Fon+Fax: 04461-71388

Öffnungszeiten
Mo.- Fr. 10 - 13 Uhr
und von 14 - 18 Uhr
Sa. 10 - 14 Uhr
und nach Vereinbarung


Die Museumswerkstatt wird durch das Land Niedersachsen, den Landkreis Friesland und die Stadt Jever gefördert und ist dem Museumsverband angeschlossen. Die Werkstatt befindet sich in einem Speicher von 1822, der im alten Kattrepel in Jever hinter der Fußgängerzone Neue Straße zu finden ist.

Die Muster der Blaudruck-Stoffe werden von Hand mit sogenannten Modeln gedruckt. Diese waren anfangs ganz aus Buchsbaumholz geschnitten, im 19. Jahrhundert bildete man das Muster aus feinen Metallstiften, die in Birnenholz gesetzt wurden. Diese Modeln stellten ein spezialisierter Handwerker, der Formenstecher, her. Die Werkstatt im Kattrepel arbeitet mit ca. 460 Modeln aus den letzten vier Jahrhunderten. Mit den Modeln wird eine klebrige Masse auf den Stoff aufgedruckt: der sogenannte Druckpapp. Diese 400 Jahre alte Rezeptur besteht aus "Gummi-arabicum, weißer Tabakspfeifenerde, Kupfervitriol, Grünspan, Bleizucker, Alaun und Bleisulfat etc." und wirkt als schützende Reserve auf dem weißen Tuch an den so bedruckten Stellen. Jedes Tuch wird Stück für Stück von Hand im Rapport bedruckt. Die anschließende Blaufärbung findet in der Indigo-Küpe statt. Der bedruckte Stoff wird auf einen eisernen Kronreifen gespannt und bis zu zehnmal in den Färbebottich getaucht, bis die gewünschte Farbtiefe erreicht ist.

Das Glockenspiel zu Jever

Das Glockenspiel zu Jever in Friesland zeigt die Geschichte der Stadt anhand bedeutender Persönlichkeiten: Von Fräulein Maria bis zu Katharina der Großen.


Stadtbummel durch Jever:


Jever - Schloß und Park:


Donnerstag, 27. Juni 2019

Leer, das Tor Ostfrieslands


Die Stadt Leer mit ihrer beschaulichen Altstadt und dem Museumshafen ist aufgrund ihrer Lage im ostfriesischen Süden auch als "Tor Ostfrieslands" bekannt. In der schönen Altstadt sind das historische Rathaus, das Heimatmuseum und die Waage zu finden. Dicht beieinander finden sich in den historischen Bürgerhäusern originelle kleine Geschäfte sowie ein großes Angebot an Restaurants und Cafés. Im Haus Samson befindet sich neben einer Weinhandlung eine umfangreiche Privatsammlung ostfriesischer Wohnkultur.


Die Altstadt gilt wegen des guten Erhaltungszustands ihrer historischen Häuser als die "wertvollste" der Region.


Die Evenburg in Leer - Die Evenburg ist ein Wasserschloß im Leeraner Ortsteil Loga unweit der Leda.


Der Plytenberg

Der Plytenberg ist ein künstlich aufgeworfener ovaler Erdhügel am Ortsrand von Leer in Ostfriesland nahe der Ems (etwa 9 m hoch – Durchmesser von 62 auf 56 m). Er diente vermutlich im 15. Jahrhundert als Aussichtshügel für die Festung Leerort. Frühere Vermutungen, beim Plytenberg handele es sich um das Grab eines Wikingerhäuptlings oder um ein Seezeichen, haben sich aufgrund von archäologischen Untersuchungen Anfang der 1990er Jahre als falsch erwiesen.


Einer alten Volkssage nach soll einst ein Riese einen Sack voll Erde an der Stelle verloren haben, die jetzt der Plytenberg ist. Beherbergte einem modernen, von Albrecht Janssen verfassten Volksmärchen nach auch die so genannten Erdmantjes.

Die Jann-Berghaus-Brücke über die Ems in Leer in Ostfriesland ist neben der Erasmusbrücke eine der größten Klappbrücken Westeuropas. Sie liegt zwischen den Leeraner Stadtteilen Leerort und Bingum im Verlauf der B 436.


Die Jümme-Fähre bei Leer

Seit 450 Jahren überquert eine handgezogene Wagenfähre den Fluß Jümme bei Leer in Ostfriesland. Die Pünte mit dem Auto zu benutzen ist ein echtes Abenteuer, denn Auf- und Abfahrt sind steil und eng. Besonders beim Verlassen der Fähre muss man aufpassen, nicht aufzusetzen. Speziell an Tagen (bzw. zu Tageszeiten), wenn die gezeitenabhängige Jümme weniger Wasser führt.


Der 19. Juni 2019: Wir fuhren nach Leer. Der Tag hatte herrlich angefangen, wir konnten bei Sonnenschein im offenen Cabrio fahren. In Leer im Straßencafé aber kam dann ein Hagelsturm, der sich gewaschen hatte und alle Gäste nach drinnen trieb. Auto war natürlich geschlossen geparkt und hat auch keine Dellen abgekriegt.




Aus dem Urlaubs-Album: Jever in Friesland - Eine Hommage

Der Sagenbrunnen

In der Altstadt von Jever - Altstadtcafé, Schloß und Schloßpark, Denkmal Fräulein Maria, Sagenbrunnen, Fußgängerzone, Kiebitzbrunnen, Haus der Getreuen, Altstadtcafe, Schlachtmühle, Alter Hafen, Blaudruckerei u.a.


Jever - Perle Frieslands


Das friesische Jever, ein Stadtbummel. Im zweiten Teil beobachten wir einen Pfau beim Schloß an einem Regentag.

In der Altstadt von Jever


Das Glockenspiel zu Jever

Das Glockenspiel zu Jever in Friesland zeigt die Geschichte der Stadt anhand bedeutender Persönlichkeiten: Von Fräulein Maria bis zu Katharina der Großen.


Die Stadtkirche zu Jever

Als am 1. Oktober 1959 die alte jeversche Stadtkirche, eine Schöpfung der Barockzeit, bis auf die Grundmauern niedergebrannt war, musste etwas Neues geschaffen werden: eine neue Kirche in einer alten Stadt. Dieser Herausforderung stellte sich der durch zahlreiche bedeutende Arbeiten bekannte Architekt Prof. Dieter Oesterlen (Hannover / Braunschweig). Er schuf ein Bauwerk, bei dem sich Altes und Neues miteinander verbanden.


Da oben im Altstadtkern kriegt man auch immer einen Parkplatz.

In der historischen Apsis befindet sich dieses denkmalgeschützte Edo-Wiemken-Denkmal, das an den letzten männlichen Häuptling des Jeverlandes erinnert und im Laufe der Geschichte bereits zwei Feuersbrünste überstanden hat. Es wurde durch Fräulein Maria, die Tochter Edo Wiemkens, in Auftrag gegeben und zwischen 1561 und 1564 von Schülern des Antwerpener Bildhauers Cornelis Floris geschaffen. Es gilt als bedeutendes Beispiel der niederländischen Renaissancekunst.

Die Getreuen von Jever

Am 1. April 1871 schickten jeversche Stammtischbrüder Reichskanzler Bismarck 101 Kiebitzeier als Geschenk zum Geburtstag. Das war die Geburtsstunde der „Getreuen von Jever“.


An Bismarcks 80. Geburtstag 1895 erinnert in Jever bis heute die Bismarck-Eiche auf dem Kirchplatz: Gymnasiallehrer Kossenhaschen, ebenfalls ein „Getreuer“, hatte sich damals an Bismarcks Sekretariat mit der Bitte gewandt, dem Mariengymnasium eine Eiche aus dem Sachsenwald zu stiften. Tatsächlich kam der Baum pünktlich zum 80. Geburtstag des Reichskanzlers in Jever an und wurde von den Schülern in einer Feierstunde gesetzt.

Die Luftwaffe in Upjever



Dienstag, 6. März 2018

Mein Nürnberg

Schäufele vom Feinsten gibt es im Heilig-Geist-Spital



Rund um den Hauptmarkt in der Sebalder Altstadt


Vom Hauptmarkt den Berg hoch erreicht man die berühmte Nürnberger Burg.


Und hier oben war auch der Wohnsitz von Nürnbergs berühmtestem Sohn.



Dienstag, 2. Januar 2018

Jahrestage: 2. Januar 1945 - Die Nürnberger Altstadt versinkt in Schutt und Asche


Der 2. Januar 1945 - ein schrecklicher Tag: Bei verheerenden Luftangriffen des British Bomber Command und der Royal Air Force wurde die komplette Nürnberger Altstadt zerstört.


300 Bomber kreisten über der Stadt. Innerhalb dieser knappen Stunde - von 19.20 Uhr bis 20.13 Uhr - wurden insgesamt 2.304 Tonnen Spreng- und Brandbomben über dem historischen Stadtkern abgeworfen. 4.553 Wohnhäuser wurden dabei zerstört. Für Nürnberg war es der schwerste Luftangriff seit August 1942. 1.850 Menschen sterben an diesem Tag, 100.000 verlieren ihr zu Hause.


Auch die Marienvorstadt, in der wir wohnen, fiel dem Bombeninferno der Angriffe auf Nürnberg zum Opfer.


Die Marienvorstadt in Nürnberg - ein ehedem prachtvolles Stadtviertel Nürnbergs, das im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört worden ist. Nur wenige der Prachtbauten haben das Inferno der Bombennächte überstanden.

Wie auch Sankt Sebald und Sankt Marien (Frauenkirche) wurde Sankt Lorenz schwer zerstört.


Donnerstag, 16. November 2017

Blieskastel im Saarpfalzkreis - Ein Highlight an der Barockstraße Saar-Pfalz


Der größte Menhir Mitteleuropas
Der Gollenstein bei Blieskastel

Der Gollenstein bei Blieskastel im Saarland (Saarpfalz-Kreis) ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Seine Höhe beträgt 6,58 Meter.

Er steht auf dem Blieskasteler Berg nordwestlich des Stadtzentrums und gilt als Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel. Der Stein besteht aus einem hellen Sandstein und wurde wahrscheinlich am Ende der Jungsteinzeit (ca. 2000 v. Chr.) errichtet. Er wird mit einem prähistorischen Ahnenkult in Verbindung gebracht. Fast 4000 Jahre blieb der Gollenstein unversehrt, doch nach Beginn des Zweiten Weltkrieges befürchteten Offiziere der Wehrmacht, er könnte aufgrund seiner exponierten Stellung in der Landschaft als „Richtpunkt für die französische Artillerie“ dienen. Daraufhin legten Pioniere den Gollenstein im Jahre 1939 nieder. Die Soldaten richteten dafür eine mit Stroh gefüllte Grube her, die jedoch zu kurz berechnet war. Beim Umlegen riss das Seil, so dass der Stein stürzte, dabei auf der Kante der zu kurzen Grube aufschlug und in vier große und einige kleine Teile zerbrach. Auf Betreiben des Bürgermeisters Alfons Dawo wurden im November 1951 die Teile mit Beton – wegen der breiten Fugen nicht ganz fachmännisch – wieder zusammengesetzt und der Gollenstein erneut aufgerichtet.

Barockstadt Blieskastel


Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.

Wallfahrtskloster Blieskastel


Das Kloster Blieskastel ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel im Saarland. Das Kloster ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Teil des heutigen Klosteranlage ist die 1682/83 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle. In ihr befindet sich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pietà „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“. Sie ist der Anlass für die Wallfahrten ins Kloster Blieskastel. Sie stammt ursprünglich aus dem nahen Kloster Gräfinthal.

Kloster Gräfinthal

Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis from Franz Roth on Vimeo.

Kloster Gräfinthal im Saarpfalzkreis. Die Gründung des Klosters erfolgte nach dem Chronisten Dom Calmet im Jahre 1243. Es ist eine Stiftung der Gräfin Elisabeth von Blieskastel. Diese wurde der Legende nach durch ein Gebet vor dem Gnadenbild eines Einsiedlers (s. Blieskastel und sein Gnadenbild) geheilt und gründete aus Dankbarkeit das Kloster. 1273 wurde sie dort beerdigt.

Der Wilhelmitenorden, gegründet von Schülern des Hl. Wilhelm von Malevalle (Toskana), gründete von Gräfinthal aus Ende des 13. Jahrhunderts das Priorat Marienthal bei Hagenau im Elsass, das bis heute ein großer Wallfahrtsort ist. Die Klosteranlage wurde im Laufe von 600 Jahren wiederholt zerstört und beschädigt. Eine letzte Blüte und sein Ende erlebte das Kloster dann zu Beginn des 18. Jahrhunderts.

Förderer war der in Zweibrücken residierende ehemalige polnische König, der spätere Herzog von Lothringen, Stanislaus Lescynski (1677-1766). Er ließ 1717 seine verstorbene Tochter Anna (1699-1717) in der Klosterkirche beisetzen. Bei jüngsten archäologischen Grabungen wurde diese Grablege vermutlich gefunden. Auch die 2. Tochter des polnischen Königspaares, Maria Lescynska (1703-1768), durch die Heirat mit Ludwig XV. Königin von Frankreich, hatte eine besondere Zuneigung zu dem Kloster und besuchte es öfter.

Zum Schluss noch eine interessante und sicherlich weitgehend unbekannte Anekdote:

Im Pfarrhaus Gräfinthal fand im Herbst 1952 ein geheimes Treffen zwischen dem damaligen saarländischen Ministerpräsidenten Johannes Hoffmann (CVP) mit dem Beauftragten des damaligen Bundeskanzlers, Konrad Adenauer, Professor Adolf Süsterhenn, statt. Man garantierte dabei Johannes Hoffmann das Amt des saarländischen Ministerpräsidenten, sofern er bereit sei, das Saarland an Deutschland anzuschließen. Bekanntlich lehnte Hoffmann ab und zog sich nach dem Ergebnis der Saarabstimmung 1955 völlig aus der Politik zurück.

Donnerstag, 5. Oktober 2017

Blieskastel


Der Gollenstein bei Blieskastel im Saarpfalz-Kreis im Saarland ist ein etwa 4000 Jahre alter Menhir und gilt mit seinen 6,58 Metern Höhe als der größte Menhir Mitteleuropas. Er steht auf dem Blieskasteler Berg nordwestlich des Stadtzentrums und gilt als Wahrzeichen der Barockstadt Blieskastel.


Der Gollenstein im Saarland bei Blieskastel (Saarpfalz-Kreis) ist ein etwa 4.000 Jahre alter Monolith. Er zählt zu den ältesten Kulturdenkmälern Deutschlands und gilt als der größte Menhir Mitteleuropas. Die Höhe des Steines beträgt 6,58 Meter. Dieses uralte Kulturdenkmal hatte im Zweiten Weltkrieg großen Schaden genommen. Damit er nicht als Richtpunkt für die Artillerie dienen konnte hatte ihn die Wehrmacht in mehrere Teile zerstört! Erst nach dem Krieg wurde der kostbare Stein wieder zusammengesetzt. So sieht man heute die Nahtstellen der vier Teile.

In der Altstadt und auf dem Schloßberg

Um 1660 erwarben die Reichsfreiherren von der Leyen, die seit 1456 in Blieskastel Besitzungen hatten, das kurtrierische Amt Blieskastel und erbauten 1661–1676 an der Stelle der alten Burg ein neues Schloss. Unter den Grafen von der Leyen erlebte Blieskastel im 18. Jahrhundert eine neue Blüte, als diese 1773 ihren Wohnsitz von Koblenz nach Blieskastel verlegten und den Flecken Blieskastel zur Residenzstadt ausbauten. Unter der Gräfin Marianne von der Leyen, einer geborenen Gräfin von Dalberg, entstand in Blieskastel ein kulturelles Zentrum. Eine rege Bautätigkeit entfaltete sich. Das Residenzschloss wurde weiter ausgebaut und auf dem Schlossberg entstand eine Reihe hervorragender Palais und Herrenhäuser für die Hofbeamten der kleinen Residenz, darunter das sogenannte „Schlößchen“, das dem Zweibrücker Baudirektor und Architekten Christian Ludwig Hautt zugeschrieben wird. Daneben wirkten andere Baumeister, wie A. G. F. Guillemard, Matthias Weysser, Peter Reheis und der Zimmermeister Franz Schmitt. In dieser Zeit entstanden die ehemalige Franziskanerklosterkirche, das ehemalige Waisenhaus und das Regierungsgebäude.


Wallfahrtskloster

Das Kloster Blieskastel ist ein Kloster der Franziskaner-Minoriten in Blieskastel im Saarland. Das Kloster ist eine bedeutende Wallfahrtsstätte im Bistum Speyer. Teil des heutigen Klosteranlage ist die 1682/83 errichtete Heilig-Kreuz-Kapelle. In ihr befindet sich die aus dem 14. Jahrhundert stammende Pietà „Unsere Liebe Frau mit den Pfeilen“. Sie ist der Anlass für die Wallfahrten ins Kloster Blieskastel. Sie stammt ursprünglich aus dem nahen Kloster Gräfinthal.


Montag, 2. Oktober 2017

Jever und Jeverland


Der Biertrinker kennt Jever auf jeden Fall wegen des "friesisch herben" Pils, das im ortsansässigen Friesischen Brauhaus zu Jever gebraut wird. Aber die Stadt hat mehr zu bieten als Bier.


In der Altstadt von Jever - Jever ist die Kreisstadt des Landkreises Friesland in Niedersachsen, Deutschland und staatlich anerkannter Erholungsort. Der Name der Stadt ist durch die gleichnamige Biermarke international bekannt. Inoffiziell wird Jever auch als Marienstadt bezeichnet. Dieser Beiname weist auf Fräulein Maria, die letzte Herrin von Jever, hin. Sie verlieh Jever 1536 die Stadtrechte. Im 10. und 11. Jahrhundert war Jever Seehafen und hatte Seezugänge zur Harlebucht und zur Jade. Zwar versandeten die Seezugänge im Laufe der Zeit und später sorgten Eindeichungen dafür, dass die Stadt heute tief im Binnenland liegt. Dennoch behielt Jever seine Bedeutung als Handelsort und Endpunkt eines bedeutenden Heerweges. Über das Hooksieler Tief konnte der Hafen an der Schlachte weiterhin von kleineren Schiffen angelaufen werden. 1546 entstand Hooksiel als Vorhafen von Jever. Mit dem Ausbau befestigter Straßen von Jever nach Hooksiel verlor der Schiffstransport und somit der Hafen an Bedeutung. Heute erinnert nur noch ein Kinderspielplatz, der wie ein Hafenbecken mit einem Spielschiff aussieht, an den ehemaligen Hafen an der Schlachte. Nach Maria fielen Jever und das Jeverland, die Herrschaft Jever, 1575 an Oldenburg. 1667 kam Jever zum Fürstentum Anhalt-Zerbst. Da in Anhalt-Zerbst die männliche Erbfolge galt, wurde 1797, nach dem Tod des letzten männlichen Erben in der Zerbster Fürstenfamilie im Jahre 1793, dieses Fürstentum zwischen den anderen anhaltischen Fürstentümern aufgeteilt. Jedoch wurde das Jeverland aufgrund seines Sonderstatus als Kunkellehen an die nächstfolgende Erbin, die russische Zarin Katharina II., eine Schwester des letzten Zerbster Fürsten, weitergegeben. Somit wurde Jever „über Russland regiert“, es blieb bis zur Besetzung durch französische Truppen von 1807 ein von Russland regierter Teil. 1807 wurde es mitsamt Ostfriesland als Département Ems-Oriental an das Königreich Holland angegliedert, 1810 kam es mitsamt Holland direkt zum Kaiserreich Frankreich und stand dann bis 1813 unter napoleonischer Herrschaft. Nach dem Sturz Napoleons kehrte Jever in den Besitz der russischen Krone zurück, die es 1818 an das Großherzogtum Oldenburg abtrat.

Das Glockenspiel zu Jever in Friesland zeigt die Geschichte der Stadt anhand bedeutender Persönlichkeiten: Von Fräulein Maria bis zu Katharina der Großen.


Jeverländisches Mahnmal am Upschloot

Das Jeverländische Mahnmal, ein elf Meter hohes Holzkreuz und zwölf Findlinge, für jede der damaligen Gemeinden des Jeverlandes ein Stein, an der Straße Cleverns – Rispel (Landesstraße 813) in der Nähe des Upschlootes, der Kreisgrenze Friesland – Wittmund, wurde im Mai 1948 als ein Symbol des Friedens errichtet. Der Gedanke des Mahnmals wird alljährlich zweimal durch Gottesdienste am Himmelfahrtstag und am Ewigkeitssonntag unterstrichen.


Und früher war Upjever (gehört zu Schortens) Stützpunkt eines Jagdbombergeschwaders und der Waffenschule der Luftwaffe.


Wenn da die Jets oder gar eine AWACS im Anflug waren, dann war es ganz schön laut in der Luft.



Mittwoch, 30. August 2017

Nürnberger Ansichten


Nur noch ein Denkmal auf der Wöhrder Wiese erinnert heute an die älteste Papiermühle Deutschlands, die Hadermühle in Nürnberg. Ulman Stromer erwarb die Mühle 1390 und rüstete sie im folgenden Jahr zur Produktionsstätte für Papier um. Die Papierherstellung war damals ein streng gehütetes Geheimnis. Nachdem 1767 ein Großfeuer die Mühle vernichtet hatte wurde sie nicht wieder aufgebaut.

In Nürnberg wurde 1390/91 die erste Papiermühle Deutschlands in Betrieb genommen. Um 1800 bestanden in Nürnberg und seinem Territorium elf Papiermühlen. Schon bald nach der Erfindung des Buchdrucks zählte Nürnberg zu den führenden Druckerstädten im Reich.

Man sieht das Denkmal für die Hadermühle auch in meinem Video über die Marienvorstadt.


Die Marienvorstadt (unser Stadtviertel) ist ein Stadtteil in der engeren Innenstadt Nürnbergs. Der Stadtteil liegt östlich der Altstadt und reicht im Westen bis kurz vor die Stadtmauer, im Norden an die Pegnitz und im Osten bis zum Wörhder Talübergang. Im Süden gehören die Bahngleise noch zur Marienvorstadt, jedoch nicht der Hauptbahnhof. Die Marienvorstadt bildete den Kern der ersten planmäßigen Stadterweiterung Nürnbergs. Das 1859 nach Plänen von Bernhard Solger errichtete Marientor ermöglichte den direkten Zugang zur Sebalder Innenstadt. Die neue Vorstadt wurde nach der Gattin des bayerischen Königs Maximilian II. benannt. Die Erstbebauung erfolgte nach Plänen von Bernhard Solger und fand ihren Abschluss nach dem Verkauf des letzten Bauplatzes im Jahre 1886. Der Stadtteil war als vornehmeres Viertel konzipiert, so entstand eine offene Bauweise mit Vorgärten und Grünflächen und dem Charakter einer Gartenstadt. Bei den Luftangriffen auf Nürnberg im Zweiten Weltkrieg wurde die Marienvorstadt fast vollständig zerstört. Nur wenige Gebäude konnten beim Wiederaufbau wiederhergestellt werden, das Viertel wurde als Geschäftsviertel wieder aufgebaut, wobei der ursprüngliche Charakter verlorenging.

Auf dem anderen Ufer der Pegnitz liegt der Cramer-Klett-Park mit seinem Apollo-Tempel.


Und im Westen schließt sich die Lorenzer Altstadt an die Marienvorstadt an.


Hauptattraktion dort ist natürlich die Lorenzkirche.


Und direkt daneben der Tugendbrunnen.


Nicht versäumen sollte man allerdings auch die Klarakirche.


St. Klara ist eine römisch-katholische Kirche in der Altstadt von Nürnberg. Das Gebäude steht im Stadtteil Altstadt St. Lorenz an der Königstraße zwischen Lorenzkirche und Frauentor. Der im Jahr 1270 begonnene Bau ist eines der ältesten erhaltenen Sakralgebäude der Stadt und diente zunächst als Gotteshaus des Klarissenklosters. Im Zuge der Reformation wurde das Kloster aufgelöst und die Kirche ab 1574 als evangelische Predigtkirche genutzt. Nachdem Nürnberg im Jahr 1806 an Bayern fiel, profanierte man das Gebäude, seit 1854 ist es wieder eine katholische Kirche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bei einem Bombenangriff schwer beschädigt, in der Nachkriegszeit baute man sie in ihrer vorherigen Gestalt wieder auf. 1979 ging das Kirchenrektorat an die Jesuiten über. Seit 1996 ist St. Klara Offene Kirche mit einem breit gefächerten spirituellen und kulturellen Angebot. --- Quelle: Wikipedia ---