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Dienstag, 10. September 2019

Der Pfälzerwald


Die Mittelgebirgslandschaft Pfälzerwald (so die offizielle amtliche Schreibweise, nicht etwa "Pfälzer Wald" in zwei Worten) im Bundesland Rheinland-Pfalz ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete Deutschlands: 177.100 Hektar, wobei 82 bis 90 Prozent der Fläche von Wald bedeckt sind. Damit nimmt er ein gutes Drittel der gesamten Pfalz ein, deren zentrale Landschaft er darstellt und von der er seinen Namen hat. Nur 30 Prozent kleiner ist die südliche Fortsetzung des Naturraums auf französischem Boden, die hier Nordvogesen (frz. Vosges du Nord) genannt wird. Das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Vosges du Nord, das auch die französische Fortsetzung umfasst, hat eine Fläche von 310.500 Hektar.


In Johanniskreuz erhielt dereinst der Pfälzerwald seinen Namen: Der Name Pfälzerwald wurde erst 1843, als die Pfalz Teil des Königreichs Bayern war, in der zentral liegenden Gemeinde Johanniskreuz auf einer Konferenz von Forstleuten, die Ministerialrat Albert von Schultze leitete, geprägt, die damit die Wälder auf dem Buntsandsteingebiet der Pfalz bezeichneten. Weitere Verbreitung fand der Name, als 1902 der Pfälzerwald-Verein (PWV) gegründet wurde, wobei sich vor allem Fritz Claus, einer der Pioniere des PWV, intensiv für den neuen Namen einsetzte. Eine wissenschaftlich fundierte genauere Definition des Pfälzerwaldes als eigenständiger naturräumlicher Einheit erfolgte 1911 durch Daniel Häberle, einen pfälzischen Geographen und Heimatforscher.


Das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz, ein Infozentrum der Landesforsten Rheinland-Pfalz

In der Karlstalschlucht - Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden.


Die Weiher im Pfälzerwald heißen Wooge. Es sind heute Fischweiher und früher dienten sie auch der Holzdrift. Es sind viele aufgelassen und deswegen gibt es ein Projekt der Universität Kaiserslautern zu ihrer Erhaltung. Denn sie sind typisch für das Biosphärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Und würden sie verschwinden, würde eine Einmaligkeit verloren gehen, denn es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer.


Idyllischer Woog im Pfälzerwald bei Ludwigswinkel

Der Pfälzerwald nach dem Orkan Xynthia


Impressionen vom Osterausflug 2010 im Pfälzerwald. Die Schäden des Sturmtiefs Xynthia sind noch gut zu sehen, umgestürzte und entwurzelte Bäume, Windbruch. Auch an unserem Lieblingsweiher in der Nähe von Ludwigswinkel hat der Sturm zugeschlagen und im Uferbereich einiges "kleingehauen".

Freitag, 19. Januar 2018

Nach dem Sturm


Wir sehen nun wieder die Schlagzeilen, die Friederike mit Kyrill vergleichen. Soll genauso schlimm gewesen sein. Bietet sich den geschätzten Medienschaffenden (und auch einigen Metereologen) ja geradezu an, kam Friederike doch auf den Tag genau 11 Jahre nach Kyrill.


Ja, am Brocken war sie mit 204 km/h sogar stärker, aber sie hatte beileibe nicht die flächenmäßige Ausdehnung wie Kyrill. Der hat damals nämlich ganz Deutschland getroffen.

Friederike aber eben nicht.

Im Saarland z.B. gab es kaum nennenswerte Schäden. Ein paar umgestürzte Bäume und zwei deswegen kurzfristig gesperrte Landstraßen. Und in der Südwestpfalz hatten wir gestern zwar Sturm, aber nur Windstärken um 70 bis 80 km/h. Das ist - gottseidank - von einem Orkan weit entfernt. Und Nürnberg, wo 2007 Kyrill mit rd. 120 km/h durchkam, hatte Spitzenböen von 86 km/h.

Ergo: Kyrill war ein ganz anderes Kaliber gewesen. Kyrill hat damals bei uns in der 3. Etage in Nürnberg derart gerummst, dass die aufs Stativ montierte Kamera (hinter dem natürlich geschlossenen Fenster) gewaltig vibriert hat.


Auch von Niklas am 31. März 2015 hieß es, er sei der stärkste Orkan seit Kyrill gewesen. Mein Video von damals spricht dagegen.


Hier in der Südwestpfalz waren wir gestern von dem Sommersturm am 20. Juni 2013 weit entfernt. Nach einem Sommertag brachte der Abend des 20. Juni 2013 einen Temperatursturz von fast 20 Grad mit einem gewaltigen Sturm über den ohnehin nicht windarmen Höhen der Hackmesserseite im Landkreis Südwestpfalz bei Pirmasens. Beeindruckende Naturgewalten mit Orkanstärke. Und danach prasselte noch in der Nacht ein heftiges Gewitter darnieder mit Blitz und Donner und einem wahren Platzregen.


Orkantief Andrea am 5. Januar 2012 in Nürnberg. Vormittags herrscht Starkwind und es regnet. Gegen Mittag geht der Regen in Schnee über und die Schneefälle werden immer heftiger.


Der Orkan Andrea bewegte sich am 3.–6. Januar 2012 über West- und Mitteleuropa. Er blieb ohne gravierende Folgen, war aber der stärkste Westorkan der Wintersaison 2011/2012. Auf den Bergen, von den Alpen bis in die Mittelgebirge wurden durchwegs Orkanböen mit Spitzengeschwindigkeiten über 170 und Spitzenböen über 200 Kilometern pro Stunde gemessen. An der Wetterstation bei der Konkordiahütte in den Berner Alpen wurde sogar eine Böe mit 270 km/h registriert.

Pfälzerwald - Die Orkane Wiebke und Vivian im Frühjahr 1990 haben ganz schön den Wald flachgelegt, Xynthia im Jahr 2010 auch.

Orkan im Pfälzerwald from Franz Roth on Vimeo.


Mittwoch, 3. Januar 2018

Nach Burghild - Im Mittelpunkt des Pfälzerwaldes


Nein, das sind keine Schäden durch Burghild, das ist eine Rückblende auf Wiebke und Vivian im Jahr 1990 und die Sturmschäden bei Johanniskreuz, im Herzen des Pfälzerwaldes. Und im Video sieht man auch noch die Auswirkungen von Xynthia im Jahr 2010.

Orkan im Pfälzerwald from Franz Roth on Vimeo.


Im Mittelpunkt des Pfälzerwaldes
Wo der Pfälzerwald seinen Namen erhielt


Wie eine Wegspinne liegt Johanniskreuz mitten im Herzen des Pfälzerwaldes.

Bei einer Tagung pfälzischer Forstbeamter in Johanniskreuz wurde im August 1843 der Name Pfälzerwald für den pfälzischen Nordausläufer der Vogesen gefunden. Johanniskreuz gilt somit als "Geburtsort" des Pfälzerwalds, der noch bis Anfang des 20. Jahrhunderts in den meisten Reisebeschreibungen den Vogesen bzw. dem Wasgenwald zugerechnet wurde.


Samstag, 23. Dezember 2017

Biosphäre Pfälzerwald


Das Biosphärenhaus in Fischbach

Das Biosphärenhaus in Fischbach bei Dahn ist ein Naturerlebniszentrum und ein regionaler Tourismus­faktor. Das Biosphärenhaus wurde als dezentrales Projekt der Weltausstellung Expo 2000 in Hannover angelegt. Im März 2002, zwei Jahre nach der Eröffnung, kam das Naturerlebniszentrum hinzu. Es besteht aus einem Veranstaltungsraum, dem auch Übernachtungsmöglichkeiten und ein Restaurant angeschlossen sind, sowie einem interaktiven Rundweg. Dieser vermittelt auf einer Strecke von 1500 m an 14 Stationen Wissenswertes über die Region; er ist zum Befahren mit Kinderwagen und Rollstühlen geeignet. Das Naturerlebniszentrum wird besonders von Schulklassen genutzt.

Im Juni 2003 wurde ein Baumwipfelpfad in Betrieb genommen, der sich mit einer Länge von 270 m und einer Höhe von 12 bis 18 m über Grund durch die Baumkronen des Pfälzerwalds zieht.


Der Baumwipfelpfad beim Biosphärenhaus in Fischbach bei Dahn
(Landkreis Südwestpfalz, Rheinland-Pfalz, Wasgau, Pfälzerwald), ein Erlebnis für Jung und Alt.

Die Rückkehr des Wolfes

Noch ist er - von Einzelsichtungen abgesehen - noch nicht wieder da. Aber es ist damit zu rechnen, dass er kommen wird. Und Probleme sind vorprogrammiert.


Für das Monitoring des Wolfes ist die Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft in Trippstadt zuständig.


Das Schloß von Trippstadt - Sitz der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft der Landesfonrsten Rheinland-Pfalz

In der Karlstalschlucht

Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden.


Von Trippstadt aus geht es nach Johanniskreuz, wo dereinst der Name Pfälzerwald bei einer Tagung von Forstleuten entstanden ist.


Das Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz, ein Infozentrum der Landesforsten Rheinland-Pfalz


Wenn die Orkane wüten ...

Manchmal haben wir ja auch Sturm im Pfälzerwald - Die Orkane Wiebke und Vivian im Frühjahr 1990 haben ganz schön den Wald flachgelegt, aber der letzte war Xynthia im Jahr 2010.

Orkan im Pfälzerwald from Franz Roth on Vimeo.



Ähnlicher Artikel: Im Biosphärenreservat Pfälzerwald


Mittwoch, 26. April 2017

Karlstal, Trippstadt und Johanniskreuz


In der Karlstalschlucht - Das Karlstal der Moosalb ist ein Naturschutzgebiet bei Trippstadt im Pfälzerwald (Rheinland-Pfalz). Das Karlstal liegt etwa zehn Kilometer südlich von Kaiserslautern in der Nähe des Luftkurorts Trippstadt. Die rund drei Kilometer lange Karlstalschlucht kann über einen Wanderweg begangen werden. Die von der Moosalb durchflossene und weitgehend naturbelassene Felsenschlucht gehört wegen der großen Gesteinstrümmer aus dem roten Buntsandstein der Region, der zahlreichen kleinen Wasserfälle sowie des alten Laub- und Nadelbaumbestandes zu denjenigen Zielen im Pfälzerwald, die von den für den Tourismus Verantwortlichen als sehenswert angeboten werden.

Wir besuchen auch den Unterhammer, eines der alten Hammerwerke an der Moosalbe, mit seinem Herrenhaus und die Klug'sche Mühle.

Fahrt nach Trippstadt und Besuch des dortigen Barockschlosses, Sitz der Forschungsanstalt der Landesforsten Rheinland-Pfalz.


Von Trippstadt aus fahren wir nach Johanniskreuz.


In Johanniskreuz, wo übrigens der Name "Pfälzerwald" entstanden ist, lohnt ein Besuch im Haus der Nachhaltigkeit.


Als im Frühjahr 1990 die Orkane Wiebke und Vivian getobt hatten, sah es im Wald bei Johanniskreuz ganz furchtbar aus.


Von diesen Sturmschäden ist heute gottseidank nicht mehr viel zu bemerken.

Dienstag, 5. Mai 2015

Tief "Zoran" - Das Wetter und der Sensationsjournalismus


Temperaturen über 30 Grad sollte es geben, in ganz Deutschland Tornados wüten, das war die Wetterprognose für den 5. Mai 2015 gewesen. Nein, nicht von jedem, Jörg Kachelmann hatte in gewohnter Manier eine vernünftige Prognose abgegeben.

Nun gut, es gab in Hamburg einen Toten und nahe Rostock auch einen Tornado.


Aber Temperaturen über 30 Grad?

Jedenfalls nicht in der Südwestpfalz!
Hier ließ die Sahara keineswegs grüßen!

Hier war Gartenarbeit angesagt.



Und Sturm? Nein, auch kein Sturm.


Da war vor einem knappen Jahr doch deutlich mehr geboten.



Nach einem Sommertag brachte der Abend des 20. Juni 2013 einen Temperatursturz von fast 20 Grad mit einem gewaltigen Sturm über den ohnehin nicht windarmen Höhen der Hackmesserseite im Landkreis Südwestpfalz bei Pirmasens. Beeindruckende Naturgewalten mit Orkanstärke. Und danach prasselte noch in der Nacht ein heftiges Gewitter darnieder mit Blitz und Donner und einem wahren Platzregen.