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Donnerstag, 7. Oktober 2021

Busenberg im Pfälzerwald

Die Ruine der Burg Drachenfels ist der Rest einer Felsenburg im Südteil des Pfälzerwalds, dem deutschen Teil des Wasgaus (Rheinland-Pfalz). Vielleicht die typischste Felsenburg im Wasgau ist der Drachenfels - sozusagen ein aus dem Buntsandstein herausgewachsenes Gesamtkunstwerk. Die Anfänge der Burg sind weitgehend ungeklärt, sie wurde wohl um 1200 erbaut. Im Jahr 1335 wurde die Festung von der Freien Reichsstadt Straßburg zerstört. Im weiteren Verlauf wurde sie Ganerbenburg mit zeitweise über 20 gleichzeitigen Besitzern. Der Fürstenbund zerstörte die Burg 1523 im Kampf gegen Franz von Sickingen. Nach Sickingens Niederlage und seinem Tod auf Burg Nanstein bei Landstuhl Anfang Mai 1523 gegen die verbündeten Heere dreier Reichsfürsten rückten diese auch gegen den Drachenfels vor. Die Burg wurde angesichts der gewaltigen Übermacht vom Burgvogt, der mit lediglich acht Knechten in der Burg anwesend war, kampflos übergeben. Dennoch wurde die Burg am 10. Mai 1523 von den Siegern endgültig zerstört und ihr Wiederaufbau untersagt.


Die Burg ist von Busenberg aus über eine befestigte Straße anzufahren, die bis zur Drachenfelshütte des Pfälzerwald-Vereins führt. Von dort aus sind die letzten 200 m zur Burg zu Fuß zurückzulegen. Und zur Einkehr bietet sich der Weissensteiner Hof an.

https://www.weissensteinerhof.de/


Der höchstgelegene Teil des Burgfelsens wurde zum Bergfried ausgebaut. Wegen seines heutigen Aussehens wird der Turmrest im Volksmund „Backenzahn“ genannt; er macht die Ruine zu einer der auffälligsten Burgen in Rheinland-Pfalz.

Der Name der Burg könnte von dem Bild eines Drachens herrühren, das in die Sandsteinwand des ehemaligen Rittersaals eingraviert ist. Da allerdings unbekannt ist, wann es angefertigt wurde, besteht auch die Möglichkeit, dass mit dem Drachenbildnis auf den bereits existierenden Namen der Burg Bezug genommen wurde.

Die bescheidenen Reste der Burg im östlichen Bereich werden dominiert vom Backenzahn, dem Bergfriedrest im Osten. Auf dem Felsen sind nur wenige originale Mauerzüge erhalten. Gleichwohl vermittelt ein Aufstieg durch die teilweise in den Fels geschlagenen Aufgänge einen Eindruck von der Wehrhaftigkeit der Anlage. Auf dem Plateau des ehemaligen Bergfrieds finden sich Reste einer Zisterne. In den Fels geschlagene Kammern, Balkenlöcher und Abarbeitungen an dem Sandsteinfelsen belegen, dass er einst fast komplett von Fachwerk- oder Steingebäuden umgeben war.

Wesentlich mehr Bausubstanz ist von der Unterburg und der Toranlage erhalten. 1903 wurde bereits der Torturm durch zwei Rundbogenportale ergänzt. Reste von zwei weiteren Türmen, einer kleinen Zwingeranlage sowie Mauern und Gebäuden sind seit 1990 Schwerpunkt von Erhaltungs- und Ausgrabungsmaßnahmen der Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz.

Wohl in der Spätzeit der Burg wurde der etwas niedriger gelegene westliche Burgfelsen ebenfalls bebaut. Ursache für solche Erweiterungen sind gewöhnlich Veränderungen im Besitz der Burgen, etwa bei Umwandlung des ursprünglichen Lehens in eine Ganerbschaft. Auf dem ehemals bebauten Westfelsen sind jedoch keine Mauern mehr erkennbar, er ist auch nicht zugänglich. Teile des Aufgangs sowie einer Wachstube an der Südseite des Felsens sind erhalten.

Die Anlage auf dem westlichen Felsen verfügte über eine separate kleine Unterburg und eine eigene Toranlage südöstlich des Burgfelsens, von der Reste eines Flankierungsturms mit Maulscharten erhalten sind. Bei der Anlage der Burggebäude auf dem westlichen Burgfelsen wurde der ehemalige Halsgraben mit einem mehrgeschossigen Gebäude überbaut. Von diesem sind lediglich die Balkenlöcher vorhanden, von denen mehrere das in den Fels geritzte ältere Drachenbild durchschlagen. Nach Norden wurde der Hof durch eine halbrunde Mauer abgeschlossen. Der Westfels kann nur von geübten Kletterern bestiegen werden.

Der jüdische Friedhof in Busenberg

Der Busenberger Judenfriedhof an der Bundesstraße in Richtung Bad Bergzabern liegt so weit von der Gemeinde weg, dass man den Kirchturm vom Friedhof aus nicht sehen konnte. Die Gesichter der Toten lagen in Richtung Osten, damit sie den Messias, wenn er aus Jerusalem kommt, sofort sehen können. Außerdem haben die Toten das bleibendes Ruherecht. Die Friedhöfe waren umfriedet und dürfen nicht mit Blumen geschmückt werden. Stattdessen legen die Juden Steine auf die Grabsteine. In Busenberg wurden z.T. jüdische Grabsteine von Christen für den Häuserbau gestohlen.


Der Friedhof wurde 1824 angelegt. Das Grundstück wurde vom Benjamin Lefy am 27. März 1824 zur Anlage des Friedhofes erworben. Er war über 150 Jahre zentrale Begräbnisstätte der vier jüdischen Gemeinden in den Wasgaudörfern Busenberg, Dahn, Erlenbach und Vorderweidenthal. Zunächst hatte der Friedhof eine Größe von 18,66 ar. 1877 und 1885 wurde er nach Westen hin auf seine heutige Größe erweitert. Es sind etwa 285 Grabsteine erhalten, die in 25 Reihen aufgestellt sind. In der NS-Zeit war die letzte Beerdigung die von Jakob Samuel aus Erlenbach im Juni 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Dezember 1951 Simon Levy aus Dahn und im September 1958 seine Frau Sarah auf dem Friedhof beigesetzt. Bislang letzte Beisetzungen waren 1979 (Siegbert Lemberger aus Dahn), 2011 (Johanna Levy geb. Cohen) und 2016 (Karl-Heinz Levy, Ehemann von Johanna geb. Cohen).

Waren die Inschriften auf den Grabsteinen ursprünglich nur auf hebräisch, so werden sie im 19. Jhd. zweisprachig. Später trifft man sogar rein deutsche Inschriften an - ein Zeichen der kulturellen Assimilation der deutschen Juden. Zur leichteren Pflege des Friedhofs wurden in Busenberg die Gräbereinfassungen entfernt.

Der Friedhof gilt als einer der schönstgelegenen jüdischen Friedhöfe der Pfalz. Die Fläche umfasst 25,80 ar. Der Friedhof wurden mehrfach geschändet, teilweise völlig verwüstet, sodass so gut wie alle Grabsteine - soweit sie noch erhalten sind - schwere und schwerste Beschädigungen zeigen.

Die Mikwe in Busenberg

Ein Beispiel für den respektlosen Umgang mit jüdischem Erbe: Oktober 2017: Das Mikwe-Häuschen in Busenberg wurde abgebrochen. Seit 1998 hat der Dahner Heimatforscher Otmar Weber immer wieder an die Politik in Gemeinde und Kreis appelliert, das Mikwehäuschen in Busenberg dauerhaft zu erhalten, unter anderem in seinem im Januar 1998 erschienenen Buch "Die Synagogen der Pfalz von 1800 bis heute". Weber wies darauf hin, dass es bei diesem Mikwehäuschen um das pfalzweit einzige im Original erhaltene Gebäude über einem jüdischen Ritualbad handeln würde. 1996 wäre es auf Webers Initiative fast gelungen, die Mikwe mit Hilfe einer Privatspende aus den USA für den Zweck als Museum für Juden im Wasgau zu erwerben. Doch wurde das Fachwerkhäuschen damals an einen anderen Eigentümer verkauft. Die Bemühungen von Otmar Weber im Blick auf ein Engagement der Denkmalbehörden blieben auf Grund völliger Untätigkeit der Behörden erfolglos. Obwohl seit 2005 die Denkmalunterschutzstellung bei der Kreisverwaltung in Pirmasens lief, war bis Oktober 2017 nichts geschehen, worauf auf Anordnung der Kreisverwaltung der Abriss durch den jetzigen Besitzer erfolgt ist.


Die Mikwe war ein Haus, das früher ein rituelles Tauchbad für Juden beherbergte. Das Gebäude wurde, nachdem es in Privateigentum gelangt war, zu einem kleinen Wohnhaus umgestaltet und war bis 2017 in der Pfalz das einzige noch existierende ehemalige Mikwehaus. Da es mangels Pflege baufällig geworden war und nicht unter Denkmalschutz stand, wurde es im Oktober 2017 abgerissen.

Die Mikwe wurde in Busenberg zu Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, als offenbar die ersten Juden in den Wasgau­ort kamen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Busenberg zu einem der Zentren des Judentums in der Südwest- und Südpfalz. 1824 wurde ein großer jüdischer Friedhof angelegt. In den 1880er Jahren erreichte die jüdische Gemeinde mit 31 Familien und 170 Personen ihren zahlenmäßigen Höchststand. Auch im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts war die Mikwe noch in Gebrauch. In dem Ritualbad, das bis 1890 in Gebrauch war, konnten sich Frauen nach Menstruation oder Geburt reinigen. Man wurde dreimal untergetaucht und durfte dieses Bad nur nackt und ohne Schmuck begehen. Das Wasser durfte nur lebendiges Quellwasser sein. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie endgültig aufgegeben und anschließend zu dem kleinen Wohnhaus umgebaut, das 2017 abgerissen wurde.

Busenberg, das Hammerdorf 2010


Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf" des SWR, Sieger eines Wettbewerbs von Dörfern aus Rheinland-Pfalz.

Dienstag, 13. August 2019

Auf den Spuren jüdischer Geschichte



Der alte jüdische Friedhof von Floß in der Oberpfalz

Am Ortsausgang Richtung Flossenbürg findet sich der jüdische Friedhof im oberpfälzischen Floß.

Die jüdische Gemeinde Floß (unweit Flossenbürg) errichtete 1692 ihren eigenen Friedhof, d. h. sieben Jahre nach der Niederlassungserlaubnis für die ersten Juden in Floß.

Der Friedhof wurde auch von den jüdischen Gemeinden in Schönsee, Waidhaus und bis 1901 auch von der jüdischen Gemeinde in Weiden genutzt. Der Friedhof wurde 1729, 1754 und 1780 erweitert und die Friedhofsfläche beträgt 7,50 Ar. 1775 wurde eine Mauer aus Granit um den Friedhof gebaut, die 1778 und 1842 erweitert wurde. Heute sind noch etwa 400 Grabsteine (Mazewot) erhalten und der älteste ist von 1692. Die letzte Beisetzung fand 1946 statt.


Der jüdische Friedhof von Rodalben in der Pfalz - ein Schock, diesen Friedhof zu sehen: Ungepflegt und verwildert, kein vernünftiger Zugang, kein Weg, keine Treppe, kein Hinweisschild.


Es gibt so Tage, an denen könnte man das große Kotzen kriegen. Zum Beispiel dann, wenn man den jüdischen Friedhof in Rodalben in der Südwestpfalz besucht. Zwar ist unten an der Straßenkreuzung ein Hinweisschild, aber das war es dann auch schon. Der Friedhof liegt - völlig unkenntlich und nicht ausgeschildert - ein paar Meter danach am Berghang. Es gibt keinen Weg dorthin oder eine Treppe. Der Zugang ist fast schon was für Bergsteiger. Und der Friedhof selbst: völlig verwildert und verwahrlost. Mehr als kniehohes Gras, selbstausgesäte Büsche und Sträucher, zugewucherte Grabsteine. So ist das ein völlig unwürdiger Ort. Hier kann man nur konstatieren: Vergessen und verdrängen will man wohl.

Die Geschichte der Juden in Pirmasens - Eine schwierige Spurensuche


In den zwanziger Jahren waren 800 der 40.000 Pirmasenser jüdischen Glaubens. Nachdem 1920 in München die NSDAP gegründet worden war, formierte sich 1922 eine Ortsgruppe in Pirmasens, die 1924 die größte der Pfalz war. Ortsgruppenleiter Richard Mann und Gauleiter Josef Bürckel aus Rodalben waren einflussreiche Parteifunktionäre. Mit dem "Eisenhammer" wurde in Pirmasens ein nationalsozialistisches Kampfblatt verlegt. Joseph Goebbels sprach 1928 in Pirmasens, ebenso Julius Streicher, der Herausgeber des Hetzblattes „Der Stürmer“. 1929 marschierten NSDAP-Mitglieder mit Schildern wie "Die Juden sind unser Unglück" durch die Straßen oder riefen "Juda verrecke", ohne dass dagegen etwas unternommen wurde. Zwischen 1933 und Januar 1936 verließen 67 jüdische Bewohner wegen des zunehmenden Drucks auf Juden in Deutschland Pirmasens, meist in Richtung USA, Frankreich oder Israel. 1937 wohnten noch 444 Juden in Pirmasens. Am 5. November 1938 fand der letzte Gottesdienst statt, vier Tage später wurden die Synagoge und viele jüdische Geschäfte und Wohnungen während der Novemberpogrome zerstört: In Anwesenheit der Kreisleitung wurden die Fenster aufgebrochen und das seit 1780 als jüdischer Betraum genutzte Gebäude mittels Benzin niedergebrannt. Die angerückte Feuerwehr schützte lediglich die Nachbargebäude. In derselben Nacht wurden alle männlichen Juden am Volksgarten zusammen getrieben und schließlich über die französische Grenze geschafft. Als am 1. September 1939 die Pirmasenser evakuiert wurden, um den Krieg mit Frankreich vorzubereiten, waren noch 200 Juden dabei. Viele konnten nicht zurückkehren, sondern wurden in Vernichtungslager und Ghettos deportiert, wo sie meist ermordet wurden. Nur 65 kehrten im Sommer 1940 nochmals heim und wurden im Oktober ins Konzentrationslager Gurs verschleppt. Die meisten von ihnen starben schon auf dem Transport, in Gurs, oder später im Konzentrationslager Auschwitz.

Der israelitische Teil des Alten Friedhofs wurde in der NS-Zeit völlig zerstört und aufgehoben. Nur wenige Grabsteine fanden sich nach dem Zweiten Weltkrieg wieder und wurden in einer Reihe aufgestellt.

Unsinnigerweise steht auf dem Gedenkstein, hier habe sich mal ein israelitischer Friedhof befunden. Unsinnig deswegen, weil nach jüdischem Ritus ein Friedhof ewig ist. Und wie wenig respektvoll man auch nach dem Zweiten Weltkrieg gegenüber den Opfern des Holocaust gewesen ist mag belegen, dass sich auf dem Gräberfeld ein Kinderspielplatz mit Sandkasten befunden hatte, den ich noch selbst aus meiner eigenen Kindheit kenne.

Der jüdische Friedhof von Busenberg im Pfälzerwald


Die Mikwe in Busenberg

Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald war das einzig erhaltene in der Pfalz und wurde mittlerweile abgerissen.


Die ehemalige Synagoge in Dahn


Ein Betsaal war - zumindest vorübergehend - bereits 1769 vorhanden. Damals wurde der Amtsschreiber H. Schantz in Dahn von den Behörden in Colmar darauf hingewiesen, dass die Juden der Stadt nicht mehr in Dahn ihre Gottesdienste abhalten sollten, sondern wie bisher dazu nach Busenberg gehen sollten. 1815 erfährt man wiederum von einem Betsaal in einem jüdischen Privathaus. Nach einer mündlichen Überlieferung war der Betsaal im Haus Kirchgasse 5 mit den Giebelfenstern zur katholischen Kirche hin.

Eine erste Synagoge wurde um 1820 erbaut. Neben der Synagoge wurde 1843 das israelitische Schulhaus mit Lehrerwohnung und einer Mikwe im Keller erbaut. Nachdem dieses Gebäude nach einem halben Jahrhundert baufällig geworden war, wurde 1872/73 am selben Standort eine neue Synagoge erbaut. Zur Finanzierung des Neubaus war 1871 eine Kollekte in jüdischen Gemeinden der Pfalz und anderen bayrischen Regionen durchgeführt worden. Sie erbrachte immerhin 732 Gulden. 1.800 Gulden trugen die jüdischen Familien Dahns selbst durch Spenden bei. Weitere 1.000 Gulden wurden auf die Familien umgelegt. Diese wurde am 4. Juli 1873 feierlich eingeweiht.

Über 60 Jahre war die Dahner Synagoge Mittelpunkt des jüdischen Gemeindelebens in der Stadt. Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 ging die Zahl der jüdischen Gemeindeglieder schnell zurück. 1936/37 konnte bereits kein regelmäßiger Gottesdienst stattfinden, da die nötige Zehnzahl der jüdischen Männer nicht mehr erreicht wurde. Am 18. August 1937 verkaufte der letzte Gemeindevorsteher Josef Katz die Synagoge mit Schule an den Schreinermeister Ludwig Flory, der darin eine Schreinerwerkstatt einbaute. Die Mikwe im Untergeschoss der israelitischen Schule wurde 1938/39 zugeschüttet. Bis zur Gegenwart befindet sich die Schreinerwerkstatt in dem Gebäude, in dem zahlreiche Originalteile erhalten sind. 1991 wurde am Gebäude eine Gedenktafel angebracht.

Die Synagoge von Dornum

Die Synagoge in Dornum ist die einzige noch erhaltene in Ostfriesland. Sie wurde wenige Tage vor der Pogromnacht 1938 an einen Tischlermeister verkauft. Die Synagoge entging der Brandschatzung durch die Nationalsozialisten ob der engen dörflichen Bebauung, jedoch wurden die Fensterscheiben eingeschlagen und das Inventar auf dem Marktplatz verbrannt. Ein 1989 gegründeter Verein setzte sich zum Ziel, das Gebäude in seinen alten Zustand zurückzuführen, denn Jahrzehnte lang diente es als Möbellager und Geschäftshaus und war durch Umbauten stark verändert worden. 1991 wurde die Synagoge mit Mitteln der Denkmalpflege sowie der Gemeinde Dornum restauriert – seit 1992 ist sie Gedenkstätte.


Sonntag, 11. August 2019

Im Bärenbrunnertal


Das Bärenbrunner Tal gehört zum Dahner Felsenland im deutschen Teil des Wasgaus, der vom Südteil des Pfälzerwaldes (Rheinland-Pfalz, Deutschland) und dem Nordteil der Vogesen (Departements Bas-Rhin und Moselle, Frankreich) gebildet wird. Das Tal liegt auf der Gemarkung der Gemeinde Busenberg (Landkreis Südwestpfalz). Erreichbar ist das Bärenbrunner Tal nur über das Dorf Schindhard.

Am Ende des Tales endet auch die Kreisstraße. Dort liegt in einem nur nach Südwesten offenen Kessel der Bärenbrunnerhof. Dies ist ein historischer Bauernhof, der ab 1712 angelegt wurde und heute unter Denkmalschutz steht. Seit 1830 befindet er sich im Besitz der Familie der heutigen Eigentümer, die dort einen Biohof mit Rinderzucht und angeschlossener Gaststätte betreiben.


Website des Bärenbrunnerhofes: http://www.baerenbrunnerhof.de/

Aus der Geschichte:

Bärenbrunn war im 14. Jahrhundert ein kleines Dorf, gelegen am Eingang des "Haberteich" in das Haupttal (Bärenbrunnertal). Es war Eigentum der Abtei Klingenmünster:

Ehemaliges Kloster Klingenmünster in der Südpfalz - zwar ist aus seiner Ursprungszeit nichts mehr vorhanden, aber es zählt zu den ältesten Klöstern Deutschlands.


Der Ort Klingenmünster entstand als Siedlung von Bauern und Handwerkern um das Reichskloster Klingenmünster herum. Die Geschichte der Gemeinde ist somit sehr eng mit dem Kloster in wirtschaftlicher und politischer Hinsicht verknüpft. Die Bauern und Handwerker von Klingenmünster waren Leibeigene des Klosters und gehörten zum Fronhofbestand. Das Kloster wurde wahrscheinlich im Jahre 626 erbaut, in der Regierungszeit des Merowingerkönigs Dagobert I. (622–639).

Wahrscheinlich ist die Dorfanlage von Bärenbrunn auf eine frühere Kirchenanlage zurückzuführen, die als Wallfahrtskirche diente, denn die dort lebenden Menschen wurden als "Michaelleute" bezeichnet, d.h. die Kirche war wahrscheinlich dem heiligen Michael geweiht. Die Leute waren Leibeigene und hatten Frondienste zu leisten.

1389 gab das Kloster das Dorf dem Grafen Eckebrecht von Dürkheim zu Genuß. Dafür übernahm er - sein Wohnsitz war Burg Drachenfels - den Schutz des Klosters und dessen Güter.

1485 ging Bärenbrunn kurz in den Besitz des "Hans von Trott" über. In der Reformationszeit (16. Jhd.) wurden die Bewohner auf Veranlassung der Eckebrechts vorübergehend protestantisch.

Im 30-jährigen Krieg (1618-1648) wurde Bärenbrunn zerstört und leutlos. Busenberg zählte noch 5 Einwohner. Es erfolgte eine baldige Neubesiedlung, die jedoch in den "Orleanischen Kriegen" (Erbansprüche Ludwig KLV bezüglich seiner Schwägerin Lieselotte von der Pfalz) 1689 wieder zerstört wurde.

Nach Abzug der Franzosen siedelten sich wieder Leute in Bärenbrunn an,

1712 übergab Phillip Heinrich Eckebrecht von Dürkheim dem Bürger Nikolaus Lorch von Bergzabern die Äcker, Wiesen und Wälder von Bärenbrunn durch Erbbestandsbrief gegen eine jährliche Erbpacht von 50 Gulden. Lorch hat den heutigen Hof und die Mühle angelegt.

Während der Französichen Revolution wurden die Güter versteigert. Die Mühle ersteigerte der Müller Jean Ganter für 800 Gulden, und den Hof ersteigerte der bisherige Pächter Friedrich Haage für 4.000 Gulden.

Zu Beginn des 19. Jhd. kaufte Jakob Rebholz aus Merzaben Hof und Mühle. Um das Jahr 1830 pachtete Johannes Guth den Bärenbrunn. Seit dieser Zeit ist die Familie Guth auf Hof und Mühle ansässig.

Busenberg

Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf des Jahres" der SWR-Landesschau gewesen, einem Wettbewerb von Dörfern aus Rheinland-Pfalz. Dieser Auszeichnung widmet sich der erste Teil des Films.


Wir sehen weiterhin das - zwischenzeitlich abgerissene - Mikwe-Häuschen, das das letzte in der Pfalz gewesen war. Der Drachenfels ist eine der typischen Felsenburgen des Wasgau. Sehenswert auch der alte jüdische Friedhof.

Von Schindhard aus kommen wir nach Erfweiler. Erfweiler ist eines der Dörfer im Wasgau, die sich ihre Ursprünglichkeit weitgehend bewahrt haben: typische Fachwerkhäuser bilden das Ortsensemble.




Donnerstag, 30. Mai 2019

Im Dahner Felsenland


Burg Berwartstein im Pfälzerwald - Er gehört zu den meistbesuchten Burgen der Pfalz und hoch aufragend zeigt er sich so mystisch und sagenumwoben, wie er es im Sagengut der Region seit langem ist, der im späten Mittelalter als uneinnehmbar geltende Berwartstein im Dahner Felsenland bei Erlenbach (Landkreis Südwestpfalz). Sein berühmtester Besitzer war der mit Kirchenbann und Reichsacht belegte Ritter Hans von Trotha (in der Gegend Hans Trapp genannt), der bei eine Fehde gegen das dortige Kloster (das gleichfalls den Besitz des Berwartstein für dich reklamierte) die nahe Reichsstadt Weißenburg (heute Wissembourg im Elsass) durch Stauen des Flüßchens Wieslauter erst vom Wasser abschnitt und dann, nach Protest der Weißenburger, die Dämme einfach einreißen ließ und in Weißenburg für eine gewaltige Überschwemmung sorgte. Die Felsenburg ist auch heute bewohnt (eine ziemlich exklusive Wohnlage) und ist daher nur im Rahmen von Führungen zu besichtigen. Das Burgrestaurant im ehemaligen Rittersaal bietet Pfälzer Spezialitäten. Und - last but not least - soll es auf dem Berwartstein spuken. Die Rede ist von einer "Weißen Frau", die gerne die Besucher narrt.


Die Annakapelle bei Niederschlettenbach im Pfälzerwald. Hier ist der Ritter Hans Trapp (Hans von Trotta) beigesetzt.


Der Seehof im Pfälzerwald bei Erlenbach - bei 35° Celsius eine willkommene Erfrischung. Idyllisch gelegener Badesee am Fuß der Burg Berwartstein.


Busenberg im Pfälzerwald

Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf des Jahres" der SWR-Landesschau gewesen, einem Wettbewerb von Dörfern aus Rheinland-Pfalz. Dieser Auszeichnung widmet sich der erste Teil des Films. Wir sehen weiterhin das - zwischenzeitlich abgerissene - Mikwe-Häuschen, das das letzte in der Pfalz gewesen war. Der Drachenfels ist eine der typischen Felsenburgen des Wasgau. Sehenswert auch der alte jüdische Friedhof.


Der Rödelstein

Der Rödelstein nahe des Örtchens Vorderweidenthal im Pfälzerwald gehört zu den bekannten Kletterfelsen der Pfalz. Von Februar bis Juli darf der Felsen wegen des Brutgeschäfts der dort beheimateten Falken nicht geklettert werden.


Freitag, 26. Januar 2018

Zum Holocaust-Gedenktag (27. Januar): Jüdische Spuren in der Südwestpfalz


Holocaust-Mahnmal in Pirmasens

Erstmals werden Juden in Pirmasens Mitte des 18.Jahrhunderts urkundlich erwähnt; die Wurzeln einer jüdischen Gemeinde lassen sich bis in die sog. ‚Landgrafenzeit’ um 1765 zurückverfolgen. Der am Ausbau seiner Residenzstadt interessierte Landgraf förderte die Ansiedlungen von Juden, da diese durch Schutzgelder für zusätzliche Einnahmen sorgten und auch den Handel belebten. Um 1900 war die Pirmasenser jüdische Gemeinde die drittgrößte der Pfalz. Aber schon in den 1920-er Jahren war Pirmasens eine Hochburg der NSDAP. Mit dem "Eisenhammer" wurde in der Stadt ein NS-Kampfblatt herausgegeben, das durchaus dem Vergleich mit Julius Streichers Stürmer standhält. Bereits im Oktober 1940 wurden die südwestdeutschen ‪Juden‬ in Lager verschleppt. Sie waren die ersten Opfer der Massendeportationen aus dem Reich. Nur wenige von ihnen überlebten. Ein knappes Jahr nach der Zerstörung der Synagogen wurden die in ‪Baden‬, in der ‪Pfalz‬ und im ‪‎Saarland‬ lebenden Juden deportiert. Die systematisch vorbereitete Aktion war eine Art Generalprobe: Im Herbst des Folgejahres begannen im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" die großen Deportationen in die neu errichteten Vernichtungslager im Osten.



Spuren einstigen jüdischen Lebens in der Südwestpfalz

Das Landjudentum im Wasgau wurde völlig ausgelöscht. Wir besuchen Zeugnisse des ehedem blühenden jüdischen Lebens.

Die zentrale Begräbnisstätte der Juden im Wasgau liegt auf der Busenberger Gemarkung an der B 427 in Richtung Bad Bergzabern. Über 150 Jahre diente der Friedhof der Beerdigung jüdischer Toter aus den vier Wasgau-Dörfern Busenberg, Dahn, Erlenbach und Vorderweidenthal, zum letzten Mal 1979. Heute ist er ein steinernes Zeugnis des vernichteten pfälzischen Landjudentums. Der Jude Benjamin Lefy hat am 27. März 1824 den Judenkirchhof von Josef Barthole gekauft.


Ein einmaliges Kulturdenkmal auf pfälzischem Boden war die Mikwe in Busenberg. Sie stand in der Talstraße gegenüber der ehemaligen israelitischen Schule und war das einzige Mikwehäuschen der Pfalz. Das kleine Badehäuschen hat mehr als 150 Jahre überdauert und bösen Zeiten getrotzt. 2017 wurde es abgerissen.


Die Synagoge von Dahn, versteckt zwischen Häusern, war im August 1938 noch rechtzeitig vom letzten Vorsteher der jüdischen Kultusgemeinde verkauft worden und ist als einzige im Wasgau erhalten geblieben.


Dienstag, 12. Dezember 2017

Gegen den neuen Judenhass auf Deutschlands Straßen !!!


Das Mahnmal für die Opfer des Holocaust am Bahnhof in Pirmasens

Das Existenzrecht des Staates Israel ist Staatsräson der Bundesrepublik. Aus gutem Grunde.


Und die Solidarität mit unseren "älteren Brüdern" (Papst Johannes Paul II.) ist uns Christen Verpflichtung.


Wir dürfen keinen Judenhass in unserem Lande dulden !!!

Die Synagoge von Dornum

Sie ist die einzige erhaltene Synagoge in Ostfriesland. Wenige Tage vor der Progromnacht 1938 wurde sie an einen Tischlermeister verkauft und entging so der Brandschatzung durch die Nationalsozialisten. Jedoch wurden die Fensterscheiben eingeschlagen und das Inventar auf dem Marktplatz verbrannt. 1991 wurde die Synagoge restauriert und dient heute als Gedenkstätte und Museum der jüdischen Kultur. Öffnungszeiten: freitags bis sonntags von 15:00 - 18:00 Uhr. Gruppenführungen nach Vereinbarung.

Kontakt:
Synagoge Dornum
Murra-Regner
Kirchstraße 6
26553 Dornum
Telefon: 04933-342


In der Gedenkstätte Synagoge Dornum ist eine Dauerausstellung zum jüdischen Leben in Ostfriesland untergebracht. Sie gliedert sich in die Bereiche „Geschichte“, „Kultur“ und „Religion“. Die Synagoge ist das einzige jüdische Gotteshaus in Ostfriesland, das nicht in der Reichspogromnacht zerstört wurde, da es bereits ein Jahr zuvor profaniert worden war. Die Synagoge in Dornum ist die einzige erhaltene und öffentlich zugängliche in Ostfriesland.

Dank des Einsatzes der nichtjüdischen Mitbürger hat die Synagoge im ostfriesischen Dornum die Pogromnacht von 1938 überstanden. Sie wurde damals nicht niedergebrannt. So ist sie heute ein wichtiger Zeuge des jüdischen Lebens und ein Dokumentationszentrum. Der Leiter, Georg Murra-Regner, erlaubte uns freundlicherweise, in der Synagoge zu filmen.

Die ehemalige Synagoge in Dahn


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Südwestpfalz: Wieder ein Kulturgut dem Erdboden gleichgemacht


Bis letzten Samstag stand in Busenberg im Kreis Südwestpfalz ein Haus, das früher ein rituelles Tauchbad für Juden beherbergt haben soll: das sogenannte Mikwe-Haus. Nun wurde das Gebäude aus dem frühen 19. Jahrhundert überraschend abgerissen.

===> So berichtet der SWR.

Das kleine Gebäude wurde am Wochenende auf Betreiben der Kreisverwaltung Südwestpfalz von dem privaten Eigentümer abgerissen – zum Entsetzen des Dahner Heimatforschers Otmar Weber, der darauf verwies, dass dieses Mikwe-Haus pfalzweit das letzte dieser Art gewesen sei. Das Gebäude selbst sei nicht schützenswert und baufällig gewesen, teilte dazu ein Sprecher der Kreisverwaltung am Dienstag mit.


Seit mehr als 25 Jahren setzte sich der Theologe und Heimatforscher Otmar Weber aus Dahn für die Erhaltung des jüdischen Kulturguts im Wasgau ein. Seinen Recherchen zufolge war die Mikwe in Busenberg die einzige in der Pfalz. Weber setzte sich auch - leider erfolglos - dafür ein, das Häuschen unter Denkmalschutz stellen zu lassen.

In dem Ritualbad, das bis 1890 in Gebrauch war, konnten sich Frauen nach Menstruation oder Geburt reinigen. Man wurde dreimal untergetaucht und durfte dieses Bad nur nackt und ohne Schmuck begehen. Das Wasser durfte nur lebendiges Quellwasser sein.

Die Mikwe wurde zu Anfang des 18. Jahrhunderts errichtet, als die ersten Juden in den Wasgau­ort kamen. In den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich Busenberg zu einem der Zentren des Judentums in der Südwest- und Südpfalz. In Busenberg bestand eine jüdische Gemeinde bis 1939. Ihre Entstehung geht in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück. 1784 wurden bereits 79 jüdische Einwohner gezählt. Die Busenberger Gemeinde war die älteste und zentrale Gemeinde der jüdischen Gemeinden im Wasgau (Dahn, Erlenbach, Vorderweidenthal). Die zentrale Rolle zeigt sich auch in dem in Busenberg für diese Gemeinden befindlichen Friedhof.


Die Geschichte der Landjuden im Wasgau endete im Dritten Reich: Sie wurden alle vernichtet. Heute gibt es keine jüdischen Gemeinden mehr.

Noch ein plattgemachtes Kulturgut

Es ist ja nun leider nicht das einzige einzigartige Baudenkmal, das in der Südwestpfalz sang- und klanglos verschwunden ist.


Auf dem Felsenbrunnerhof im Landkreis Südwestpfalz wurde im Jahr 2009 das letzte erhaltene Herrenhaus aus der Zeit des Landgrafen Ludwig IX., ein ehedem stattlicher spätbarocker Mansardenbau aus dem Jahr 1788, abgerissen! Berichten zufolge konnten sich Eigentümer und ein potentieller Käufer nicht einigen. Die zuständige Denkmalbehörde des Landkreises Südwestpfalz nahm daraufhin das Gebäude aus der Denkmalliste und gab es zum Abriß frei!


Siehe auch diesen Artikel von 2015.

Ähnliche Artikel:


Donnerstag, 19. Oktober 2017

Vor 77 Jahren: Im Oktober 1940 begann die Vernichtung der Juden im Südwesten


Erstmals werden Juden in Pirmasens Mitte des 18.Jahrhunderts urkundlich erwähnt; die Wurzeln einer jüdischen Gemeinde lassen sich bis in die sog. ‚Landgrafenzeit’ um 1765 zurückverfolgen. Der am Ausbau seiner Residenzstadt interessierte Landgraf förderte die Ansiedlungen von Juden, da diese durch Schutzgelder für zusätzliche Einnahmen sorgten und auch den Handel belebten. Um 1900 war die Pirmasenser jüdische Gemeinde die drittgrößte der Pfalz. Aber schon in den 1920-er Jahren war Pirmasens eine Hochburg der NSDAP. Mit dem "Eisenhammer" wurde in der Stadt ein NS-Kampfblatt herausgegeben, das durchaus dem Vergleich mit Julius Streichers Stürmer standhält. Bereits im Oktober 1940 wurden die südwestdeutschen ‪Juden‬ in Lager verschleppt. Sie waren die ersten Opfer der Massendeportationen aus dem Reich. Nur wenige von ihnen überlebten. Ein knappes Jahr nach der Zerstörung der Synagogen wurden die in ‪Baden‬, in der ‪Pfalz‬ und im ‪‎Saarland‬ lebenden Juden deportiert. Die systematisch vorbereitete Aktion war eine Art Generalprobe: Im Herbst des Folgejahres begannen im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" die großen Deportationen in die neu errichteten Vernichtungslager im Osten.


Holocaust-Mahnmal in Pirmasens



Der alte jüdische Friedhof von 1813 in Pirmasens

Spuren einstigen jüdischen Lebens in der Pfalz


Die Mikwe in Busenberg - Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald ist das einzige in der Pfalz.




Der jüdische Friedhof von Rodalben:


Donnerstag, 12. Oktober 2017

Busenberg im Pfälzerwald

Busenberg im Pfälzer Wald im Landkreis Südwestpfalz war im Jahr 2010 das Hammerdorf der Landesschau Rheinland-Pfalz des SWR, Sieger in einem Dorfwettstreit verschiedener Dörfer des Sendegebietes. Busenberg liegt im Dahner Felsenland im Biospärenreservat Pfälzerwald-Nordvogesen. Die Region wird auch der Wasgau genannt (nach der Wasigensage).


Der Drachenfels bei Busenberg im Dahner Felsenland (Wasgau, Pfälzerwald) ist eine sagenumwobene Felsenburg. Hier soll angeblich Siegfried (Nibelungensage) den Drachen getötet haben.


Der jüdische Friedhof Busenberg wurde 1824 als Verbandsfriedhof der jüdischen Gemeinden Busenberg, Dahn, Erlenbach und Vorderweidenthal angelegt.


Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald ist das einzige in der Pfalz.


Highlights im Pfälzerwald


Eppenbrunn ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Pirmasens-Land an. Eppenbrunn ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. In der Zeit der Französischen Revolution entstand die Bezeichnung Hackmesserseite für den Ort und einige Nachbardörfer, weil sie sich 1792 der Revolution anschlossen. Zur Gemarkung der Gemeinde gehört die 1,5 km lange Buntsandsteinformation der Altschlossfelsen, die direkt an der französischen Grenze gelegen, bereits aus der Zeit der Römer Spuren einer Besiedlung aufweist. In der Nähe auch das Forsthaus Stüdenbach, das auf den 1734 erwähnten Stüdenbacherhof zurückgeht und der Spießweiher. Zwischen Eppenbrunn und dem französischen Nachbarort Roppeviller verläuft der Helmut Kohl-Wanderweg, den der ehemalige Bundeskanzler gerne und oft privat benutzt hat.


Hinterweidenthal in der Pfalz (Wasgau, Pfälzerwald) - staatlich anerkannter Erholungsort im Landkreis Südwestpfalz in Rheinland-Pfalz - nahe des Ortes befinden sich verschiedene Felsformationen, wie Teufelstisch (im Video zu sehen), Rappenfels und Heufelsen. Die evangelische Kirche ist ein Saalbau von 1778. Sehenswert die vielen Fachwerkhäuser aus dem 18. Jahrhundert.


Ludwigswinkel im Pfälzerwald im Landkreis Südwestpfalz (Rheinland-Pfalz). Wir sehen den Lagerweiher, das (mittlerweile geschlossene) ehemalige Müttergenesungsheim (ursprünglich das Offizierskasino des französischen Kriegsgefangenenlagers), das Jagdschloß des Landgrafen Ludwig IX. (nach dem Ludwigswinkel benannt ist) und den Dorfweiher.


Burgruine Drachenfels bei Busenberg im Dahner Felsenland - Der Drachenfels ist die Ruine einer für den Pfälzerwald (Wasgau) typischen Felsenburg.

Burgruine Drachenfels bei Busenberg im Dahner Felsenland from Franz Roth on Vimeo.


Der Rödelstein bei Vorderweidenthal im Pfälzerwald ist einer der bekanntesten Kletterfelsen der Pfalz.


Gibt es Wölfe im Pfälzerwald? Ja, im Wildpark Silz. Gehegewölfe. In freier Wildbahn wurde der ein oder andere gesichtet. Die scheinen sich aber alle wieder verzogen zu haben. In die Vogesen? Wahrscheinlich.


Samstag, 29. Oktober 2016

Die rebellischen Ritter: Franz von Sickingen und Götz von Berlichingen


Sie waren Waffengefährten und sie waren beide in der Reichsacht: Franz von Sickingen und Götz von Berlichingen. Sie waren Reichsritter, die gegen das Reich rebellierten. Aus Unzufriedenheit mit der wirtschaftlichen Lage und dem Einfluß der Ritterschaft im späten Mittelalter. Denn eigentlich brauchte man sie nicht mehr. Die Ritterheere waren abgelöst worden durch die Landsknechte, die schwer gepanzerten Reiter durch die bewegliche Infanterie. Und so, wie ihre militärische Bedeutung im Schwinden begriffen war, so war es ihre politische und gesellschaftliche.

Aber begeben wir uns auch eine Spurensuche. Spuren des Franz von Sickingen und des Götz von Berlichingen. Besuchen wir die Orte, wo sie gelebt und gekämpft haben. Gekämpft für das Überleben des Rittertums.


Götz von Berlichingen


Götz, der Ritter mit der Eisernen Faust, nahm zum Beispiel 1515 an der Fehde des Franz von Sickingen gegen Worms teil und schickte ihm 1516 bei seinem Zug gegen den Herzog von Lothringen Knechte und Pferde zu Hilfe und war auch bei dessen Fehde mit dem Landgrafen von Hessen und der Einnahme von Umstadt 1518 dabei.


Donnerstag, 20. Oktober 2016

Busenberg im Pfälzerwald


Herbst in Busenberg - Blick auf den Drachenfels

Busenberg ist eines der kleinen Walddörfer im Pfälzerwald, genauer gesagt im Dahner Felsenland in der Südwestpfalz. Markant erhebt sich über die Baumwipfel die Ruine der Burg Drachenfels, einer Felsenburg, die sich einst (zum Teil, als Ganerbenburg) im Besitz des Ritters Franz von Sickingen befunden hat. Aus diesem Grunde wurde die Burg auch geschleift: Nach Sickingens Niederlage im Mai 1523 gegen die verbündeten Heere dreier Reichsfürsten rückte man auch gegen den Drachenfels vor. Dieser wurde angesichts der gewaltigen Übermacht vom Burgvogt, der mit lediglich acht Knechten in der Burg anwesend war, kampflos übergeben. Am 10. Mai 1523 wurde die Burg von den Siegern endgültig zerstört und ihr Wiederaufbau untersagt.

Burgruine Drachenfels bei Busenberg im Dahner Felsenland from Franz Roth on Vimeo.



Gegenüber des Parkplatzes unterhalb des Weißensteiner Hofes, eines der Ausgangspunkte für eine Wanderung zur Burg, befindet sich Busenbergs jüdischer Friedhof.

Der jüdische Friedhof Busenberg entstand 1824 als Verbandsfriedhof von vier jüdischen Gemeinden im Wasgau ( Busenberg, Dahn, Erlenbach und Vorderweidenthal), der vom Südteil des Pfälzerwaldes und dem Nordteil der Vogesen gebildet wird. In der Gegenwart beherbergt der Friedhof 286 Grabstätten auf einer Fläche von 25,8 Ar. Der mehrfach verwüstete Friedhof ist seit 1985 ein schützenswertes Kulturdenkmal.

Der Friedhof gilt als einer der schönstgelegenen jüdischen Friedhöfe der Pfalz.

Es sind etwa 285 Grabsteine erhalten, die in 25 Reihen aufgestellt sind. In der NS-Zeit war die letzte Beerdigung die von Jakob Samuel aus Erlenbach im Juni 1939. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurden im Dezember 1951 Simon Levy aus Dahn und im September 1958 seine Frau Sarah auf dem Friedhof beigesetzt. Bislang letzte Beisetzungen waren 1979 (Siegbert Lemberger aus Dahn), 2011 (Johanna Levy geb. Cohen) und 2016 (Karl-Heinz Levy, Ehemann von Johanna geb. Cohen.

Im Sommer 1938 wurden fast alle Grabsteine umgeworfen, viele zerstört. In den folgenden Jahren ist das Gelände verwildert. 1955 begannen die Wiederaufbauarbeiten. Zuerst wurde der untere neue Teil und Mitte der 1960er-Jahre der obere ältere Teil des zerstörten Friedhofs wieder aufgebaut. Die Grabsteineinfassungen und Sockel wurden entfernt und Rasenflächen angelegt im Blick auf eine leichtere Pflege des Grundstückes.

1978, 1994 und 1997 wurden drei schwere Schändungen durch Neonazis vorgenommen.

"Hier fehlt eine Tafel, die über den Friedhof informiert", so und ähnlich äußerten sich Besucher des jüdischen Friedhofs Busenberg und Wanderer, deren Weg direkt am Friedhofseingang vorbeiführt. Der "Arbeitskreis Judentum im Wasgau" kam diesem Wunsch nach und errichtete zwei Informationstafeln am Eingang zum jüdischen Friedhof.


Es gibt in Busenberg auch eine Mikwe. Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald ist das einzige in der Pfalz. Und es befindet sich einem erbarmungswürdigen Zustand.


Last bot not least: Im Jahr 2010 war Busenberg das "Hammerdorf" des SWR, Sieger in einem Wettbewerb von Dörfern in Rheinland-Pfalz.


Montag, 23. Mai 2016

Impressionen aus dem Pfälzerwald


Schon meine Altvorderen waren leidenschaftliche Naturfreunde und "Waldläufer" gewesen (im Bild in der Mitte der Bruder meines Großvaters väterlicherseits). Mit Mandoline und Gitarre zogen sie schon in den frühen Zwanzigern des 20. Jahrhunderts hinaus in die Natur.

Deutschlands einziger richtiger Urwald

Ja, das stimmt, der Pfälzerwald ist der einzige richtige Urwald in Deutschland. Spontan werden die meisten an den Nationalpark Bayerischer Wald denken. Doch der ist erst im Bereich des Nationalparks zum Urwald gemacht worden. Ein echter Urwald hingegen ist der Pfälzerwald mit seiner in weiten Teilen unberührten Natur. Was Wunder, daß seit altersher sich Sagen, Legenden und Mythen um diesen Wald ranken.


Apropos Sagen und Legenden

Der Pfälzerwald ist auch ein Land der Burgen. Und eine der bekanntesten ist der Berwartstein bei Erlenbach im Dahner Felsenland.


Die Burg wurde – 300 Jahre nach ihrer Zerstörung durch Blitzschlag – wieder aufgebaut und ist als einzige im Wasgau noch bewohnt.
Der berühmteste Besitzer des Berwartstein war der Ritter Hans von Trotha gewesen, eine abenteuerliche Figur. Der Ritter und kurpfälzische Marschall ging unter seinem volkstümlich verballhornten Namen Hans Trapp ins Sagengut der Region ein.


Vom Berwartstein ist es nicht weit bis Busenberg, wo wir mit dem Drachenfels eine weitere imposante Felsenburg finden.

Busenberg im Pfälzerwald war im Jahr 2010 das sog. Hammerdorf des SWR, Sieger in einem Wettbewerb rheinland-pfälzischer Dörfer. In Busenberg ist das einzige Mikwe-Häuschen der Pfalz. Leider in einem erbarmungswürdigen Zustand. Beeindruckend aber der jüdische Friedhof. Die Burg Drachenfels ist eine bekannten Felsenburgen des Wasgau.


Die größte Burganlage der Pfalz


Burg Altdahn bei Dahn ist die größte Felsenburg der Pfalz. Es sind genaugenommen drei Burgen. Altdahn, Grafendahn und Tanstein.


Pittoreske Wasgaudörfer

Erfweiler und Hinterweidenthal, zwei der alten Walddörfer im Pfälzerwald, die sich ihren Charme und ihre Ursprünglichkeit weitestgehend bewahrt haben.


Mittelalterliche Fresken im Rumbach

Die Christuskirche in Rumbach aus dem 12. Jahrhundert mit wundervollen mittelalterlichen Fresken.


Donnerstag, 22. Oktober 2015

Vor 75 Jahren - Die Deportation der Juden im Südwesten


Bereits im Oktober 1940 wurden die südwestdeutschen ‪#Juden‬ in Lager verschleppt. Sie waren die ersten Opfer der Massendeportationen aus dem Reich. Nur wenige von ihnen überlebten. Ein knappes Jahr nach der Zerstörung der Synagogen wurden die in ‪Baden‬, in der ‪Pfalz‬ und im ‪‎Saarland‬ lebenden Juden deportiert. Die systematisch vorbereitete Aktion war eine Art Generalprobe: Im Herbst des Folgejahres begannen im Zuge der "Endlösung der Judenfrage" die großen Deportationen in die neu errichteten Vernichtungslager im Osten.

Mehr hier bei der ZEIT: Artikel

Holocaust-Mahnmal in Pirmasens


Spuren einstigen jüdischen Lebens in der Pfalz










Donnerstag, 18. Juni 2015

Was ist da nur los? Heruntergekommene jüdische Kulturgüter in der Südwestpfalz


Auf unserer Spurensuche nach Zeugnissen jüdischen Lebens in der Südwestpfalz sind wir auf zwei Kulturgüter gestoßen, deren erbarmungswürdiger Zustand uns schockiert hat.

Da wäre zum einen die Mikwe in Busenberg, wohl die einzig erhaltene in der ganzen Südpfalz.


Und zum andern der jüdische Friedhof in Rodalben.


Freitag, 12. Juni 2015

Busenberg im Pfälzerwald - Wasgau - Dahner Felsenland


Bekannt ist Busenberg im Pfälzerwald (Landkreis Südwestpfalz) für seine Burgruine Drachenfels, einen der möglichen Handlungsorte der Siegfried-Sage. Denn auch auf diesem Drachenfels soll der Nibelungenheld gewesen sein.


Landesweit in Rheinland-Pfalz bekannt wurde die Gemeinde, als sie im Jahr 2010 den Titel "Hammerdorf des Jahres" des SWR errang, bei dem es um einen Wettkampf verschiedener Gemeinden des Landes geht.



Spuren jüdischer Geschichte

Die Landjuden der Pfalz sind nahezu vollständig dem Terror des Dritten Reiches zum Opfer gefallen. Es gibt keine jüdischen Gemeinden mehr im Wasgau. Aber wir finden noch Spuren ihrer einst reichen Geschichte. So auch in Busenberg.

Der alte jüdische Friedhof zum Beispiel befindet aich auf der Anhöhe gegenüber des kleinen Parkplatzes am Fuße des Drachenfelses.


In leider erbarmungswürdigem Zustand aber ist das Mikwe-Häuschen im Ort, bei dem es sich um das einzig erhaltene der ganzen Südpfalz handeln soll.


Vor dem Haus gegenüber, dem ehemaligen jüdischen Schulhaus, erinnern Stolpersteine an die ehemaligen Bewohner.

Freitag, 15. Mai 2015

Impressionen aus dem Pfälzerwald



Erfweiler unweit Dahn gehört zu den Dörfern im Pfälzerwald, die sich viel von ihrem ursprünglichen Charakter bewahrt haben. Schmucke Fachwerkhäuser bezeugen den typischen Baustil im Wasgau.


Interessantes Fachwerk finden wir auch in Hinterweidenthal.


Busenberg im Dahner Felsenland wartet mit der Ruine der Burg Drachenfels auf, einer der typischen Felsenburgen der Region.


Und gegenüber der alte jüdische Friedhof.


In leider keinem sehr guten Zustand das jüdische Mikwe-Häuschen im Ort, das einzige der Südpfalz.


Ein ganz besonderes Kleinod ist die Christuskirche in Rumbach mit ihren mittelalterlichen Fresken.


Werfen wir auch noch einen Blick nach Ludwigswinkel, aufgenommen an einem frühwinterlich nebligen Tag.


Unweit Ludwigswinkel: Waldweiher (Woog) bei Ludwigswinkel. Die Weiher des Pfälzerwaldes werden Wooge genannt. Dienten sie früher der Holztrift, so sind es heute meist Fischteiche. Viele sind aufgelassen und deswegen befasst sich ein Projekt der Universität Kaiserslautern mit ihrem Erhalt.


Freitag, 1. Mai 2015

Spurensuche jüdischen Lebens

Das Mahnmal für die Neue Synagoge am Hans-Sachs-Platz in Nürnberg
Im Hintergrund der Schuldturm

Es waren nicht nur die großen Synagogen, die 1938 in der Pogromnacht des 9. Novembers dem wütenden Mob zum Opfer gefallen sind. In ganz Deutschland brannten die jüdischen Gotteshäuser und nur wenige sind dem Terror entgangen.

Zu denen, die nicht untergegangen sind, gehört die Synagoge von Dornum in Ostfriesland, die heute dank des Einsatzes von Georg Murra-Regner ein beeindruckendes Dokumentationszentrum einstigen jüdischen Lebens in Ostfriesland ist. Er erlaubte uns freundlicherweise die Filmaufnahmen in dem Gotteshaus.


Die Synagoge von Dornum in Ostfriesland von franz-roth-tv


Mehr Infos: http://www.synagoge-dornum.de/

Die Synagoge von Dahn in der Südwestpfalz entging ebenfalls der Zerstörung. Sie aber ist kein Beispiel für den würdevollen Umgang mit der Geschichte der Landjuden im Wasgau. Allein eine Gedenktafel erinnert an ihren Status als Synagoge. Auch an der architektonischen Gestaltung des Hauses ist es erkennbar. Das Innere aber, das durchaus noch Reste der ursprünglichen Einrichtung und auch der Bemalungen zeigt, wird zweckentfremdet genutzt.



Und wenn wir ein paar Kilometer weiterfahren, nach Busenberg, dann sehen wir ein ganz besonders traurig (und wütend!) machendes Beispiel würdelosen Umgangs mit einem jüdischen Kulturgut. Das Mikwe-Häuschen, gegenüber des ehemaligen israelitischen Schulhauses, das einzige in der ganzen Südpfalz, ist vom Verfall bedroht.



Infos auch beim Arbeitskreis "Judentum im Wasgau"

Wiederum zu den wiederhergestellten Gotteshäusern gehört die Synagoge von Ermreuth in der Fränkischen Schweiz.


Mehr Infos: http://www.synagoge-museum-ermreuth.de/

Donnerstag, 30. April 2015

Auf den Spuren jüdischen Lebens im Wasgau

Das Mikwe-Häuschen in Busenberg

Es gibt heute keine Juden mehr im Wasgau. Das Landjudentum in dieser Region hat das Nazi-Regime ausgelöscht. Ein paar Überbleibsel einstigen Lebens in den jüdischen Gemeinden gibt es noch. Wir waren auf Spurensuche.


Die Mikwe in Busenberg - Das Mikwe-Häuschen in Busenberg im Pfälzerwald ist das einzige in der Pfalz. Und es befindet sich einem erbarmungswürdigen Zustand.

Stolpersteine in Busenberg



Die ehemalige Synagoge in Dahn

Montag, 13. April 2015

Natur, Kultur und Geschichte im Pfälzerwald



Idyllischer Woog im Pfälzerwald nahe Ludwigswinkel by Franz Roth

Die Weiher im Pfälzerwald werden Wooge genannt. Es sind alles künstlich angelegte kleine Seen, denn es gibt im Pfälzerwald keine natürlichen stehenden Gewässer. Früher dienten sie der Holzdrift, heute sind es meist Fischweiher. Viele wurden aufgelassen, deshalb kümmert sich ein Projekt der Universität Kaiserslautern um den Erhalt dieser für die Region so typischen Weiher.


Erfweiler im Pfälzerwald (Wasgau) by Franz Roth

Erfweiler im Pfälzerwald nahe Dahn gehört zu den Walddörfern im Dahner Felsenland, die sich viel von ihrem ursprünglichen Charme bewahrt haben. Gut renovierte pittoreske Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild.


Der Baumwipfelpfad in Fischbach im Pfälzerwald by Franz Roth

Der Baumwipfelpfad in Fischbach bei Dahn im Pfälzerwald (Dahner Felsenland, Wasgau) beim Biosphärenhaus, eine touristische Attraktion für die ganze Familie.


Burgruine Drachenfels bei Busenberg by Franz Roth


Der Rödelstein by Franz Roth


Die Christuskirche in Rumbach aus dem 12. Jahrhundert mit wundervollen mittelalterlichen Fresken. Ein absolutes "Must-See".