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Montag, 12. August 2019

Ausflug vom Pfälzerwald ins Pfälzer Weinland (Forts.)


Von der Hackmesserseite via Vorderweidenthal, Darstein, Lug und Sarnstall an die Deutsche Weinstraße; Siebeldingen, Birkweiler und Albersweiler, mit einer Rast im Biergarten beim "Stern'l" in Birkweiler.


An der deutsch-französischen Grenze bei Schweigen (Südpfalz) und Wissembourg (Weißenburg, Elsaß) - 1988

Von hier aus gelangt man auch in den (Oberen) Mundatwald, der eine interessante Geschichte hat.

Der Obere und Untere Mundatwald sind zwei pfälzisch-elsässische Waldgebiete, die an der deutsch-französischen Grenze in der unmittelbaren Umgebung der französischen Kleinstadt Wissembourg (deutsch Weißenburg) liegen; die größeren Anteile befinden sich in Deutschland. Die beiden Waldgebiete gehören zu verschiedenen Naturräumen; der Obere Mundatwald ist Teil des Pfälzerwalds, eines Mittelgebirges, der Untere Mundatwald Teil der Oberrheinischen Tiefebene.

Im Mittelalter zählten beide Waldgebiete zur Weißenburger Mundat (manchmal auch Untere Mundat genannt), den mit kirchlicher Immunität ausgestatteten Ländereien des damaligen Benediktinerklosters Weißenburg. Das Wort Mundat leitet man gewöhnlich von Immunität oder mandatum her.

Im Jahr 1946 verleibte die französische Besatzungsbehörde ein Gebiet von 7 km² im deutschen Teil des Oberen Mundatwalds verwaltungsmäßig dem französischen Staatsgebiet ein. Ziel war die Sicherstellung der Wasserversorgung für Wissembourg. Rechtlich abgesichert wurde dies durch Art. 1 Nr. 4 der Verordnung Nr. 212 über Grenzberichtigungen vom 23. April 1949, in der General Kœnig, Chef des Französischen Oberkommandos in Deutschland, verschiedene vorläufige Änderungen der deutschen Westgrenze anordnete. Frankreich übernahm durch diese Verordnung vorübergehend die Gebietshoheit. Die territoriale Souveränität Deutschlands über das Gebiet des Mundatswalds bestand zwar weiterhin, die Ausübung der deutschen Hoheitsgewalt war dort jedoch ausgeschlossen (sogenannte Verwaltungszession). Eine förmliche Annexion, also dauerhafte Übertragung der territorialen Souveränität an Frankreich, war ursprünglich anscheinend geplant, sie wurde jedoch nie ausgeführt.

Nach Verhandlungen über den Status des Gebiets wurde es 1962 in einen Vertrag mit aufgenommen, der verschiedene Grenzfragen zwischen den beiden Ländern im Paket lösen sollte. Der Vertrag hätte das gesamte Gebiet französisch gemacht, aber da ihn der Bundestag, anders als die Französische Nationalversammlung, nicht ratifizierte, trat er nicht in Kraft.

1984 wurde die endgültige Einigung erzielt, die im Wesentlichen darin bestand, die Verwaltungshoheit und den zivilrechtlichen Grundbesitz für ein und dasselbe Territorium miteinander auszutauschen. In einem Notentausch zwischen den beiden Regierungen erklärte sich Frankreich mit der Aufhebung der Verordnung Nr. 212 einverstanden; im Gegenzug verpflichtete sich die Bundesrepublik, die Französische Republik als Grundbesitzerin über das staatliche Land im fraglichen Gebiet (mit Ausnahme der Burgruine Guttenberg) ins Grundbuch einzutragen. Frankreich erhielt zudem die unbefristeten Holz-, Jagd- und Wasserrechte für das Gebiet sowie Ausgleichsgrundstücke als Ersatz für Privatbesitz aus der Zeit vor 1949 sowie für das Gelände der Burg. Mit der Zustimmung der drei maßgeblichen Mächte Frankreich, Großbritannien und USA konnte dann 1986 der Bundestag die Verordnung Nr. 212 für aufgehoben erklären. Seitdem ist der Obere Mundatwald wieder uneingeschränkt deutsches Hoheitsgebiet. Mit der Übertragung der Grundstücksrechte an Frankreich nach den deutschen Vorschriften wurde das Verfahren 1990 abgeschlossen.

Wenn nun bald die Weinlese beginnen wird, dann werden wir zwei Erntemethoden sehen können: Den maschinellen Vollernter und die Lese von Hand.


Bei der manuellen Lese (traditionell) werden die reifen Trauben von Hand abgeschnitten. Dabei besteht auch die Möglichkeit, zur Steigerung der Qualität nur die besonders reifen Trauben auszuwählen (diese Auslese ist namensgebend bei dem gleichnamigen Prädikat innerhalb der Qualitätsweine mit Prädikat).

Geerntet werden nur die reifen Trauben. Die Trauben sollten dabei, mit Ausnahme der edelfaulen Trauben, gesund sein.

Die maschinelle Lese erfolgt durch einen Vollernter, der über die in Reihen ausgerichteten Weinreben hinwegbewegt wird. Geerntet werden die Trauben dabei durch Klopfen und Rütteln. Die herabfallenden Traubenbeeren werden von einem Lamellensystem aufgefangen, das die Stämme der Rebstöcke umschließt und das Lesegut über ein Förderband in einen Auffangbehälter leitet. Bei diesem Verfahren geraten auch Laub und kleine Äste ins Lesegut. Diese werden durch ein Gebläse zum Großteil entfernt.

Von Bad Bergzabern Richtung Deutsches Weintor


An der Deutschen Weinstraße - Schweigen und Oberotterbach -


Mittwoch, 17. Juli 2019

Frieslands schönstes Dorf: Sillenstede

Sillenstede ist ein Stadtteil der Stadt Schortens im Landkreis Friesland. Seit 1972 gehört der Ortsteil Sillenstede der Gemeinde Schortens an. Es wohnen dort ca. 2.129 Einwohner. Im Vatikanischen Archiv wurde der Ort erstmals 1183 erwähnt. Dort hieß er noch Celensteda. Bis es zum entgültigem Ortsnamen „Sillenstede“ kam, hatte der Ort noch drei weitere Bezeichnungen: Zelanstede, Szelinstede und Tzillenstede. Das Gebiet wurde erstmals am Ende der letzten Eiszeit etwa 8000 v. Chr. besiedelt.

Sillenstede - das heißt dörfliche Idylle in der Gemeinde Schortens. Wenn schönste Dörfer in Friesland gesucht werden, ist dieser Ortsteil immer dabei.

Sillenstede istt seit 2017 unser "Basislager" für unsere Urlaube an der Nordsee.

So auch wieder 2019. Uns seit 2017 haben wir wiederum Quartier bezogen in der wie für uns maßgeschneiderten Ferienwohnung von Frau Alexa Bingemer.

Beginnen wir unseren kleinen Bericht über "unser" friesisches Dorf der Chronologie entsprechend mit der Anreise von Pirmasens in der Südwestpfalz.


Unsere Ferienwohnung - ein paar Impressionen:


Die St.-Florian-Kirche ist eine evangelisch-lutherische Kirche im Ortsteil Sillenstede der Stadt Schortens im Landkreis Friesland. Sie ist mit 48 Meter Länge die größte und bedeutendste Granitquaderkirche Frieslands.


Die St. Florian Kirche wurde 1233 errichtet und bot durch die dicke Granitquadermauer ausreichend Schutz vor Sturmfluten. Benannt wurde die Kirche nach dem Schutzheiligen in Feuers- und Wassernot.

Ein Prunkstück ist die Johann-Adam-Berner-Orgel aus dem Jahre 1757. Trotz deutlicher Erweiterung hat sie ihren ursprünglichen Klang erhalten. Zwölf der heute 21 Register sind ursprünglich. Die Berner-Orgel steht im Mittelpunkt einer Orgelkonzertreihe, die jährlich vom Anfang Juni bis Mitte September an jedem Samstag ein Orgelkonzert anbietet.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die in Privatbesitz befindliche Windmühle.


Bäckerei in Sillenstede


Fahrt durch Sillenstede:


Von Sillenstede nach Fedderwarden - Streetview - Eine Kopfsteinpflasterstraße verbindet die beiden Orte.


Unterwegs passiert man das Hofgut Connhausen.


Unser Urlaubswetter dieses Jahr. Ja, es hat wirklich jeden Tag irgendwann mal geregnet.


Und - last but not least - auch ein paar Impressionen unserer Rückreise:


Von unserer Rückreise von Friesland in die Pfalz haben wir auch ein paar filmische Impressionen festgehalten.



Dienstag, 16. Januar 2018

Apotheke am Kirchgarten und Walther's Naturgut in Vinningen


Das im Bild oben ist unsere Apotheke wenn wir uns in der Südwestpfalz aufhalten. Die Apotheke am Kirchgarten in Vinningen.

Fahrt zur Apotheke

Aber das ist nicht nur eine Apotheke, angegliedert ist ein Hofladen mit Produkten aus der Region und aus eigener Jagd.


Das ist Walther's Naturgut. Und der alljährliche Hubertusmarkt lohnt immer einen Besuch.

Video oben: Im Jahr 2014, folgender Clip: 2015


Karte:




Wir waren übrigens in den 60-ern Klassenkameraden gewesen (der mit dem weißen Pfeil bin ich).